PR trifft auf IT, Krisenkommunikation und ein Buch: Diese Woche im DRILLLINK

Logo DRILLLINK

Diese Woche geht es im DRILLLINK vor allem um praktische PR-Themen – und zwar um den Einsatz von künstlicher Intelligenz, Tipps für ein erfolgreiches Krisenmanagement und frisches Grundlagenwerk zu Influencer Relations.

 

I. PR trifft auf IT – wie news aktuell künstliche Intelligenz in der PR einsetzt

Public Relations und Informationstechnologie sind Berufsfelder, in denen vor allem eine Tätigkeit überwiegt: das Schreiben. Das ist schonmal eine ganz nette Gemeinsamkeit. Die dabei entstehenden Produkte unterscheiden sich jedoch in der Komplexität… und auch in der Bezeichnung. Die PR verfasst für Normalsterbliche lesbare und mit Informationen gespickte Texte. Die IT entwickelt Codes, die nur ein Computer oder eben ein ITler versteht.

Profis und Experten aus der PR verstehen, wie Texte nutzerzentriert und somit mit einem Mehrwert für das jeweilige Unternehmen zu schreiben sind. Über Monitoringmaßnahmen werden dann Aussagen über den Erfolg eines Artikels getroffen. Dies Bedarf oft der händischen Auswertung und Analyse eines zuständigen Experten. Nicht jeder Texter kennt sich hinreichend mit technischen Themen wie Suchmaschinenoptimierung aus. Eine PR-Abteilung benötigt also verschiedene Experten, um die Qualität von Pressemitteilungen, Online-Artikeln und anderen Beiträgen zu gewährleisten.

Nun stellt sich die Frage, wie lesbare Texte von kryptischen Codes profitieren können? Und es liegt auf der Hand: PR-Experten und Entwickler setzen sich zusammen und erklären dem Computer anhand eines Codes, welche Aspekte zu beachten sind. Die Tochterfirma der dpa – news aktuell – leistet in dieser Richtung Pionierarbeit und sieht sich selbst als IT-Unternehmen, welches sich voll und ganz der digitalen PR-Welt verpflichtet hat. Aus scheinbar unvereinbaren Gegensätzen entsteht somit ein innovativer Ansatz, der die PR-Welt in Zukunft beeinflussen kann. Das na-Projekt “whizzually” erkennt und setzt zum Beispiel automatisch Querverweise zu anderen Artikeln, was die SEO-Optimierung erleichtert.

 

II. Best Practice Krisenkommunikation: sieben Tipps und sieben Actions

Laut einer globalen Studie von Deloitte ist sich ein Großteil von Vorständen und Aufsichtsräten sicher, dass das Repertoire zum Umgang mit einer waschechten Krise im Vorhinein schon bereit steht. De facto steht dieses aber oft verstaubt im Notfallschrank der Kommunikationsabteilung und wartet vergebens auf eine Instandhaltung. Sylvia Eberl und Sebastian Riedel geben deshalb sieben wertvolle Tipps, die KrisenmanagerInnen nicht verpassen sollten. Von der reinen firmeninternen Definition einer Krise über die realitätsgetreue Simulation von Krisen bis zu einem konkreten Aktionsplan im Ernstfall deckt der Artikel vom Upload Magazin die Knackpunkte einer erfolgreichen Krisenkommunikation ab. Besonders Mitarbeiter von Unternehmen sollten demnach nicht unter den stressigen und oft auch emotional aufwühlenden Aspekten einer Krise leiden. Eine gelungene Krisenkommunikation minimiert somit nicht nur unternehmensexterne Schäden, sondern auch das Schadenspotenzial innerhalb des Unternehmens.

Es wird klar: KrisenmanagerInnen sollten abgebrüht und vielleicht sogar ein wenig draufgängerisch sein. Sie müssen aus jeder Krise ein Stück schlauer werden, um das Unternehmen – und vor allem deren Mitarbeiter – vor zukünftigen Bedrohungen zu schützen. Erste Schritte dazu lernen übrigens Kommilitonen im Studiengang Onlinekommunikation in diesem Semester: Denn nach einer wissenschaftlichen Einführung ins Thema durch unseren Professor Thomas Pleil übt Riedel – im Hauptberuf bei der Agentur Klenk & Hoursch – mit den gut 20 Studentinnen die Krise, besser: Es geht um eine komplette Simulation der Krisenkommunikation.

 

III. Das jüngste Grundlagenwerk zu Influencer Relations

Seit einiger Zeit geistert der Begriff Influencer durch das Netz. Wie eine heiße Kartoffel fliegt die eindeutige Zugehörigkeit des Begriffs zwischen PR- und Marketingabteilungen hin und her. Dem wird nun ein Ende gesetzt durch 24 Autoren, 21 Texte und ein Buch. Das Werk “Influencer Relations – Marketing und PR mit digitalen Meinungsführern” ist ein Buch, das sich besonders mit dem Beziehungsaufbau zu Influencern beschäftigt. Es ist vor allem relevant für jene, die selbst eine professionelle Influencer-Kommunikation im Unternehmen umsetzen wollen. Zur Ansprache und zum Umgang mit Influencern kommen selbige im Buch zu Wort und geben wertvolle Tipps, wie Unternehmen denken und vorgehen müssen, um einen starken Partner für sich zu gewinnen. Durch eine schlechte Influencer Kommunikation kann eine Marke, aber auch ein Influencer selbst Reputationsschäden erleiden. Das topaktuelle Werk, herausgegeben von Annika Schach und Timo Lommatzsch, kann helfen, dass authentische Influencer Kommunikation besser funktioniert und somit der gewünschte Win-Win-Effekt für Unternehmen und Meinungsführer entsteht.

 

 

Profi-Tipps für bloggende PR-Studierende – Teil 3

Beitragsbild Profi-Tipps Teil 3

Sie sind in der PR-Branche gerne gesehen: Bloggende Studierende. Doch wie tief dürfen sie ins Fettnäpfchen springen und wo sollten wir ein Fangnetz einziehen? Auf der Suche nach unserem Platz in der Blog-Landschaft haben wir in den vorangegangenen Teilen dabei schon sehr hilfreiche Tipps und Ideen für eine Verbesserung der Positionierung der PR-Fundsachen bekommen.

Ging es im ersten Teil vorrangig darum, welche Bedeutung PR-Blogs überhaupt noch für Professionals und Studierende haben, haben wir im zweiten Teil nachgefragt, welche Inhalte für unsere LeserInnen auf einem studentischen Blog konkret interessant sind. Die Perspektive von uns Studierenden auf die Branche (sprich: welchen Weg die PR gehen sollte) schätzen unsere Interview-PartnerInnen dabei ebenso, wie auch die studentische Perspektive auf das Studium selbst (sprich: welche Erfahrungen wir im Studium machen). Meinungsstarke Artikel und experimentelle Darstellungsformen sind gerne gesehen.

No-Go’s für ein studentisches PR-Blog

Aber: Gibt es auch Inhalte, die ein studentisches PR-Blog lieber nicht anfassen sollte? Oder solche, die andere Blogs schon ausreichend behandeln? Danach haben wir nun im dritten und letzten Teil unserer Reihe Studierende und Profis aus der Branche gefragt. Unsere Schlüsse aus allen drei Artikeln lest Ihr danach im Fazit.

Was sollten wir in unserem studentischen PR-Blog vermeiden und was würde Sie inhaltlich weniger interessieren?

 

Tapio Liller (Managing Partner bei der PR-Agentur Oseon): Vermeidet Stücke, die schon Bekanntes wieder aufwärmen. Trends, Technologien und Marketing-Hypes haben andere Blogs und Fachmagazine viel schneller auf dem Zettel. Interessanter ist, was Studierende selbst verändern wollen, wie sie sich die Zukunft unserer Branche vorstellen und welchen Beitrag sie dazu leisten möchten. Ihr seid frei von den Limitierungen von Unternehmensjobs und Agenturpraxis, also nutzt die Chance, einfach auch herumzuspinnen!

 

Katharina Klahold (Studentin im Master Kommunikationsmanagement an der Hochschule Hannover): Eigentlich ganz einfach: keine ellenlangen Texte, die niemand lesen wird. Es fehlt einfach die Zeit. Dann lieber kurz und auf den Punkt. So wie ihr es z. B. bei DRILLLINK macht. Das ist toll. Und: keine alten verbrauchten Themen wieder aufwärmen. Damit meine ich persönlich so etwas wie den gefühlt hundertsten Post zum Thema “Trainee – ja oder nein?” oder zu Praktika. Das ist für die noch jungen Bachelor-Jahrgänge natürlich interessant. Aber wenn man wie ich im Master studiert, in verschiedenen Initiativen aktiv war, diverse Debatten mitbekommen hat, dann hat man zu diesen Themen irgendwann seine eigene Meinung und hat wenig Anreiz, einen solchen Beitrag zu lesen.

 

Daniel Rehn (Senior Digital Trend Scout in der Kommunikationsagentur achtung!): Die PR-Fundsachen sind ein mehr oder minder geschützter Raum, in dem auch Fehler gemacht werden dürfen. Wenn, dann sollte es vermieden werden, sich nichts zu trauen und die Artikel mit dem geringsten zu erwarteten Gegenwind in Recherche, Aufbereitung und anschließender Diskussion zu gehen. Macht die PR-Fundsachen zu Eurem Blog und zeigt, was ihr drauf habt.

 

Jan Reinholz (Student im Master Communication Management an der Universität Leipzig): Studentische Blogs müssen ihre Nische finden und dürfen sich nicht an allgemeinen Themen, die keinen Mehrwert bieten, orientieren. Der eintausendste Beitrag über Content-Marketing einer Studenteninitiative will wohl kaum noch jemand lesen. Auch eine zu starke Orientierung an wissenschaftlichen Themen wird wohl in Konkurrenz zu Insta-Stories oder Cat-Content nicht bestehen können. Außerdem sollten Blogs vermeiden, Themen ohne jeglichen Aktualitätsbezug zu spielen. Gerade Studenten können sich die Schnelligkeit und Möglichkeiten des Internets zunutze machen, indem sie schnell auf aktuelle Themen reagieren.

 

Stephanie Tönjes (Senior Communications Manager bei der Telekom): Da fällt mir spontan gar nichts ein!

 

Unser Learning: Spezielle und aktuelle Themen und Experimentierfreudigkeit

Unsere ExpertInnen sind sich ziemlich einig: Für die PR-Fundsachen macht es wenig Sinn, auf Hypes um allgemeine Trend-Themen in der Kommunikation aufzuspringen und sich somit in die Konkurrenz zu den großen Fachmagazinen und -blogs zu begeben. Einzig mit eingebauter studentischer Perspektive könnten wir eine Ausnahme von dieser Regel machen. Auch unsere Meinung zu speziellen Ereignissen wünschen sich unsere LeserInnen – gerne eingebaut in neue, experimentelle Formate.

Frisch kochen, kräftig würzen und auf viele Teller verteilen

Was bedeutet das alles für die Entwicklung der PR-Fundsachen? Was müssen wir tun, um uns spezifisch zu positionieren? Dazu möchten wir die Meinungen unserer LeserInnen an dieser Stelle zusammenführen. Und daraus ein Erfolgsrezept für studentische Blogs machen.

1) Frisch kochen

Wir sollten uns Themen mit Aktualitätsbezug herausgreifen, die von den großen Playern in der Blog-Landschaft noch nicht behandelt wurden. Das ist natürlich vorrangig Material, das von der Fachpresse nicht direkt wahrgenommen wird, weil es entweder (noch) zu unbeachtet ist oder nicht aktiv darüber kommuniziert wird. Hier können wir ansetzen. Ebenso eignen sich spezielle Teilaspekte von allgemeineren Themen, die noch nicht detailliert besprochen wurden.

2) Kräftig würzen

Der wohl wichtigste Punkt. Unsere LeserInnen erwarten von uns meinungsstarke Artikel. Das können wir erreichen, indem wir auf eine stärkere Personalisierung setzen. Wer schreibt das gerade? Und warum? Vom allgemeinen „wir“ kommen wir zu einem individuellen „wir“, bei dem die Argumente und Statements von einzelnen Studierenden noch stärker einfließen sollen. Dabei dürfen wir (also jeder Einzelne von uns) auch ruhig mal etwas wagen und aus dem Studium heraus stärker die Kontroversen suchen. Wenn wir das Ganze dann noch in einige neue Formatideen einbetten und diese jeweils evaluieren, sollte das Endergebnis ziemlich scharf werden.

3) Auf viele Teller verteilen

Wir dürfen nicht damit rechnen, dass unsere LeserInnen einfach so zu uns kommen. Zeit ist knapp. Experimentelle Formate und spezielle Themen schaffen da Aufmerksamkeit. Da für unsere LeserInnen in den Zeiten des Information Overload aber vor allem Social Media das Tor zu PR-Blogs sind, dürfen wir unsere Aktivitäten dort keinesfalls schleifen lassen. Um die Bekanntheit der PR-Fundsachen zu steigern, sollten wir auch Live-Kommunikation von Events  zunehmend in unseren Redaktionsalltag einbinden.

An dieser Stelle beenden wir unsere Reihe und bereiten schon mal die Küche für die nächsten PR-Fundsachen-Menus vor. Wir bedanken uns noch einmal bei unseren Interview-PartnerInnen für die ausführlichen und hilfreichn Antworten. Wir werden in der Zukunft sicherlich noch häufiger auf das Mittel der Nutzerbefragung zurückgreifen. Und wer uns zwischendurch bzw. ganz spontan Rückmeldung und Anregungen geben möchte: Wir freuen uns drauf!

 

tl;dr

No Go’s in studentischen PR-Blogs? Gibt es das? Ja – zum Teil. Auf Themenhypes in der Kommunikationsbranche aufzuspringen lohnt sich kaum, sagen unsere ExpertInnen. Auch rein beschreibende Artikel sollten wir lieber vermeiden. Wir haben aus allen Teilen der Reihe ein gemeinsames Fazit gezogen: Die PR-Fundsachen sollen sich künftig noch stärker mit detaillierten Spezialthemen, persönlicher Meinungsstärke und aktueller Social-Media-Ausspielung positionieren.

Fehlerkultur in der PR und Infografiken: Diese Woche im DRILLLINK

Logo DRILLLINK

Im DRILLLINK geht es diese Woche gleich zweimal um Fehlerkultur in der PR – nämlich die Aufarbeitung des Bundeswehreklats auf der re:publica und um das LPRS-Forum zum Thema. Und ganz praktisch gibt’s auch Tipps für Infografiken.

 

I. Stellungnahme der re:publica zur Bundeswehr-Kampagne

Die re:publica 18 wurde von den Ereignissen rund um die Guerilla-Aktion der Bundeswehr unter dem Motto “Zu bunt gehört auch Grün” überschattet. Letzte Woche im DRILLLINK haben wir unseren Eindruck der Aktion geschildert und uns eine besonnenere Kommunikation aller Beteiligten und eine klare Stellungnahme der re:publica gewünscht. Die gibt es jetzt.

Bundeswehr vs. re:publica ist für uns Studierenden ein Musterbeispiel für Krisenkommunikation. Die re:publica hat in der letzten Woche einen regelrechten Shitstorm erlebt und auf allen Plattformen haben sich Sympathisanten und Gegner der Konferenz zu Wort gemeldet – nicht immer reflektiert und angemessen. Es wurden Anschuldigungen geäußert, Rechtsextreme auf den Plan gerufen und eine Beendigung der Unterstützung der re:publica durch staatliche Gelder gefordert. Nun hat die re:publica richtig reagiert und mit einer ausführlichen Chronologie der Ereignisse versucht, die Geschehnisse aus ihrer Perspektive klarzustellen. Sie beschreiben die Kommunikation mit der Bundeswehr im Vorfeld, gehen auf Anschuldigungen ein und schildern ihre Gedankengänge. Dies schafft mehr Transparenz und bietet den Stakeholdern Hintergrundwissen.

 

II. Fehlerkultur in der PR – 13. LPRS-Forum

Das 13. LPRS-Forum der Leipziger PR-Kommilitonen fand am 4. Mai unter dem Leitthema „Die Kunst des Scheiterns – Wie man in der PR aus Fehlern lernt“ statt. Wer nicht dabei sein konnte, kann im Veranstaltungsbericht der KollegInnen eine kurze Zusammenfassungen des Programms nachlesen.

Die Fehlerkultur in der PR ist aus Studierendensicht ein interessantes Thema. Philipp Schindera (Senior Vice President Communication der Deutschen Telekom AG)  ermutigt in seinem Impulsvortrag: “Traut euch, übernehmt Verantwortung. Wenn euch jemand eine Aufgabe gibt, vor der ihr Respekt habt, dann hat derjenige das Vertrauen darin, dass ihr das gut machen werdet.“ Der allgemeine Tenor: Fehler können passieren. Man muss nur wissen, wie man mit ihnen umgeht und wie man aus ihnen lernt. Die PR sei von Perfektionismus getrieben und vertrage daher eine gesunde Fehlerkultur.

Die Herausforderung, dies umzusetzen und zu leben, nehmen wir gerne an und versuchen unser Bestes. Eine gesunde Fehlerkultur umzusetzen, ist in unseren Augen jedoch nicht immer einfach. Das Streben nach Perfektionismus ist fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Man möchte stets gefallen und gute Arbeit leisten. Es bedarf Mut, Fehler zu akzeptieren und offen damit umzugehen.

 

III. How to: Infografiken

Infografiken sind ein mächtiges Werkzeug. Sie fassen Inhalte visuell zusammen. Der Nutzer kann komplexe Zusammenhänge so schneller erfassen. Sie lösen schneller eine Reaktion bei den Nutzern hervor als textliche Inhalte und binden die Aufmerksamkeit der Nutzer.

Als KommunikatorInnen bedarf es oft klar verständlicher  Lösungen zur Aufbereitung von Inhalten für das Netz. Stephanie Kowalski hat sich in ihrer Reihe zum Thema “Visuelle Kommunikation” unter anderem mit Infografiken beschäftigt. Sie erklärt, wie sich Infografiken verstehen und erstellen lassen und warum Infografiken ein sinnvolles Werkzeug für den Einsatz im Social-Web sind. Wir finden ihre Sammlung an Tipps und Tools sehr interessant und hilfreich.

Profi-Tipps für bloggende PR-Studierende – Teil 2

Wie wollen wir die PR-Fundsachen weiter entwickeln? Diese Frage haben wir uns als neue Redaktion als erstes gestellt. Und: Wie positionieren wir unser seit 2005 bestehendes studentisches Blog in der sich stetig wandelnden und wachsenden PR-Blog-Landschaft?

Deshalb haben wir unsere LeserInnen gefragt. Im ersten Teil unserer dreiteiligen Reihe ging es um die Bedeutung von PR-Blogs. Jetzt wollen wir wissen, welche Empfehlungen unsere LeserInnen für uns haben und was sie inhaltlich auf einem studentischen Blog interessiert.

Für eine ausführliche Lektüre von PR-Blogs bleibt im Arbeits- und Studienalltag oft nicht so viel Zeit – das haben wir bereits gelernt. Über Social Media stoßen unsere LeserInnen auf interessante Blogs, die ihnen aktuelle und meist detaillierte Darstellungen von Themen aus der Branche bieten. Sie nutzen Blogs, um up to date zu bleiben, sich inspirieren zu lassen und zu erfahren, welche Meinungen andere teilen. Generell schätzen sie Blogs mit gut ausgearbeiteten Infos zu aktuellen Branchenthemen und mit persönlichen Blickwinkeln und Meinungen.

Wodurch reizt ein studentisch geführtes PR-Blog?

Wir wollen von PraktikerInnen und Studierenden wissen, welche Aspekte der PR-Landschaft wir auf unserem studentischen Blog noch beleuchten können und was sie gerne bei uns finden würden. Wir haben zahlreiche, sehr aufschlussreiche Antworten erhalten, für die wir sehr dankbar sind.

 

Tapio Liller (Managing Partner bei der PR-Agentur Oseon): Als Arbeitgeber interessiert mich immer die studentische Perspektive auf unsere Branche. Mit welchen Hoffnungen und Erwartungen studiert man heute PR und Kommunikation? Was bewegt die künftigen Kommunikationsprofis, was motiviert sie, was treibt sie an? Das sind Aspekte, die ein studentisches Blog gut beleuchten kann. Wenn dann noch der Realitätscheck mit Praktikern dabei ist, wird’s eine runde Sache.

 

Katharina Klahold (Studentin im Master Kommunikationsmanagement an der Hochschule Hannover): Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass es viele (studentische) Meinungen zu den aktuellen Themen, die die Branche umtreiben gibt. Dann entsteht kein farbloser Einheitsbrei. Vor allem, wenn man aus Studierendensicht schreibt, muss man auch mal subjektiver sein, mehr Meinung haben. Es gibt viele Themen, die heiß diskutiert werden. Ich glaube, es kann sehr spannend sein, sich dort auch einmal einzumischen oder zumindest den Studierenden einen Überblick zu geben. Eure Meinung und das damit verbundene Wissen ist ja bloß, weil sie von Studierenden kommt, nicht wertlos, sondern vor allem eine Bereicherung. Davon profitiert nicht nur der universitäre Austausch, sondern auch der in der Praxis.

 

Daniel Rehn (Senior Digital Trend Scout in der Kommunikationsagentur achtung!): Die PR-Fundsachen haben sich in den letzten Jahren ebenso wie die gesamte Blog-Landschaft weiterentwickelt. Das ist eine gesunde Veränderung, die es auch braucht. Was aber immer geblieben ist: Den Studierenden ist ein Ort gegeben, an dem sie sich (erstmals) fachlich und sachlich öffentlich mit Kommunikationsthemen auseinandersetzen und die Gelegenheit bekommen ihrerseits Diskussionen anzustoßen. Wenn der Beitrag der PR-Fundsachen sich am Ende dadurch auszeichnet, dass es zum einen frische, neue Blickwinkel und Betrachtungen bekannter wie auch aufkommender Themen gibt, zum anderen aber auch die Hemmungen genommen werden, öffentliche Diskurse anzukurbeln, dann ist das schon sehr viel wert. Und wer weiß, zu was dieser so entwickelte Mut am Ende für die PR und Kommunikationsbranche als solches führt…?

 

Jan Reinholz (Student im Master Communication Management an der Universität Leipzig): Studentische PR-Blogs haben aus meiner Sicht drei Stärken. Erstens können sie das Feld aus einem studentischen Blickwinkel betrachten. Gerade bei Themen, bei denen es um Nachwuchskräfte, Generationenwandel oder Digitalisierung geht, kann es hilfreich sein, im Kosmos der Vielzahl an Branchenmedien auch die Stimme von Studierenden zu hören. Zweitens verfügen Studenten über aktuelles Hochschulwissen und haben dies häufig schon durch Praktika, Nebenjobs oder Werkstudententätigkeiten reflektiert. Gerne profitiere ich von Erfahrungen, die andere in ähnlicher Position schon gemacht haben. Drittens schließlich können Studierende experimentieren. Sie sind nicht einer Organisation verpflichtet, haben keine langen Abstimmungswege und können ganz frei und mit Mut zu Fehlern neue und innovative Themen, Formate und Darstellungsformen angehen.

 

Stephanie Tönjes (Senior Communications Manager bei der Telekom): Gerade Berufsanfänger und Berufseinsteiger prägen die Kommunikation von morgen. Mich interessiert der frische und oft auch noch unvoreingenommene Blick auf die PR-Branche. Welche neuen Wege werden wir zukünftig in der Kommunikation gehen? Genau diese Aspekte würden mich besonders interessieren. Zudem fände ich Tipps von Studierenden für Studierende sehr spannend. Oder auch: Welche Inhalte werden heutzutage in einem PR-/-Journalismus-Studium vermittelt, welche Inhalte verlieren heutzutage eher an Relevanz?

Unser Learning: Studentische Perspektive und Einblicke in den Hochschulalltag

Wir merken, dass unsere LeserInnen an unserer studentischen Perspektive auf die Branche interessiert sind. Sie möchten erfahren, was uns interessiert und was wir zu aktuellen Themen denken. Wir sollten also unsere studentische Meinung selbstbewusst einbringen und uns trauen, mehr aus unserer Perspektive zu kommentieren. In unserer Rubrik “DRILLLINK” versuchen wir, das bereits umzusetzen. Unser frischer Blick auf die verschiedensten Themen ist gefragt. Dieser Blog ist dafür ein guter Ort, um sich uneingeschränkt durch Vorgaben oder Richtlinien auszuprobieren. Dabei sind auch Experimente erlaubt. In unserer Rolle als Lernende können wir uns ausprobieren und so als neue Generation der KommunikatorInnen neue Wege gehen.

Des Weiteren sind Einblicke in unseren Hochschulalltag sehr erwünscht. Was lernen wir und wo setzen wir es ein? Durch zahlreiche praktische Anwendungen unseres Hochschulwissens in Werkstudentenstellen und Praktika haben wir die gelernten Inhalte reflektiert und können unsere Erkenntnisse mitteilen.

Wie seht ihr das? Was würde euch auf unserem Blog verstärkt interessieren? Schreibt uns einen Kommentar!

Im nächsten Teil werden wir uns mit den No-Gos für unseren studentischen Blog auseinandersetzen und unsere Erkenntnisse aus drei Fragen und 15 Antworten zusammenfassen. Des Weiteren wollen wir Rückschlüsse aus den Antworten, für die Positionierung der PR-Fundsachen ziehen.

 

tl;dr

Die PR-Fundsachen haben PraktikerInnen aus Agentur und Unternehmen sowie Studierende gefragt, wo sie die Stärken unseres studentischen PR-Blogs sehen und welche Inhalte sie gerne lesen würden. Unsere LeserInnen empfehlen uns, unsere studentische Perspektive stark einzubringen und unseren frischen Blick auf die Branche zu teilen. Außerdem interessieren sie sich für Einblicke in unseren Hochschulalltag – also für das, was wir heute in den Hochschulen vermittelt bekommen.

 

Profi-Tipps für bloggende PR-Studierende – Teil 1

Als studentisches PR-Blog gibt es die PR-Fundsachen bereits seit 2005. Jetzt, 2018, dürfen wir die Länge unseres Bestehens also zum ersten Mal in Ziffern schreiben: 13 Jahre. Doch seitdem hat sich natürlich einiges geändert. Verschiedene Plattformen machen das Bloggen und Vernetzen heute leichter als je zuvor. Unternehmen setzen Corporate Blogs gezielt als Kommunikationsinstrument ein. Und berühmte BloggerInnen sind als Testimonials hoch begehrt.

Wir fragen uns deshalb: Wo ist unser Platz in der zunehmend komplexer werdenden Bloglandschaft? Wir sind uns sicher, dass es nicht reichen wird, diese Frage nur für uns im “stillen Kämmerchen” zu beantworten. Viel wichtiger ist, mit unseren LeserInnen – hauptsächlich PR-Profis, Alumni und Studierende – ins Gespräch zu kommen und ihre Erwartungen besser kennenzulernen.

Hauptstadt der Bloglandschaft

Denn gerade die Kommunikationsbranche ist praktisch die Hauptstadt der sowieso schon wuseligen Bloglandschaft. Agenturen und Beratungen nutzen Blogs, um Projekte aus ihrer täglichen Praxis zu zeigen, Stellung zu Branchenentwicklungen zu nehmen oder einfach ihr Skill-Set zu präsentieren. Klassische Ziele sind dabei, die Kundenakquise voranzutreiben und eine spezifische Positionierung im weit verzweigten Markt der Kommunikationsdienstleister zu erreichen. Und auch einzelne
KommunikationsexpertInnen schreiben Artikel, in denen sie ihr Know-How weitergeben oder ihre Meinungen und Erfahrungen teilen. Das Stichwort ist hier Networking – für mich eine Mischung aus spezifischer Positionierung und der Steigerung der persönlichen und fachlichen Bekanntheit bei möglichen Sparringspartnern, Kunden oder Arbeitgebern. Deshalb kann Networking für Studierende bereits im Studium sehr hilfreich sein. Nicht verwunderlich ist es da, dass die meisten
Kommunikationsstudiengänge mittlerweilen aktiv bloggen (Grüße an unsere KommilitonInnen z.B. in Hohenheim, Mainz und Lingen und natürlich auch an alle anderen). Wir sehen also, in der Hauptstadt der Bloglandschaft ist Einiges los. Wie können wir von den PR-Fundsachen dazu in Zukunft weiterhin Interessantes beisteuern?

In unserem ersten Artikel haben wir uns dazu schon Gedanken gemacht – herausgekommen ist ein Leitbild, das auf zwei wesentlichen Markenzeichen aufbaut: die Kommentare aus unserer studentischen Sicht und die Dialoge, die wir sowohl nach innen als auch außen hin führen wollen. Mit unserem persönlichen Bezug zum Studiengang Onlinekommunikation (#onkomm), verschiedenen DozentInnen aus Theorie und Praxis und den vielen Veranstaltungen mit hochkarätigen Gästen bietet sich für uns am Mediencampus Dieburg auf jeden Fall das richtige Umfeld, um kommentierende und dialogische Inhalte zu erschaffen. Soweit zu unserer Sicht. Doch liegen wir damit gut? Oder anders gefragt: Interessiert das unsere LeserInnen auch?

Wie PR-Profis Blogs nutzen

Um das herauszufinden, haben wir PR-PraktikerInnen aus Agenturen und Unternehmen ebenso wie andere Studierende ganz offen gefragt: What’s hot, what’s not? In drei Themenbereiche gegliedert wollten wir in Interviews herausfinden, was ihre Idee von einem studentischen PR-Blog ist und welche Erwartungen sie an einen solchen haben. Wir sind sehr dankbar, dass sich dafür einige ExpertInnen und KommilitonInnen soviel Zeit genommen haben und uns so in der Weiterentwicklung der PR-Fundsachen unterstützen. Beginnen werden wir in diesem ersten Teil der Serie “Quo vadis, PR Fundsachen?” nun mit der etwas allgemeineren Frage, welche Relevanz PR-Blogs für LeserInnen haben und wie sie PR-Blogs nutzen:

Wie oft lesen Sie eigentlich PR-Blogs und inwiefern helfen Ihnen PR-Blogs in der täglichen Praxis bzw. im Studienalltag?

 

Tapio Liller: Offen gestanden inzwischen leider viel zu selten. Zwischen Beratungsmandaten, Agenturmanagement und Neugeschäftsakquise bleibt zu wenig Zeit. Meinen Mix an Fachinformationen ziehe ich vor allem aus Twitter. Darüber lande ich dann schon immer mal auf PR-Blogs, aber systematisch ist das nicht mehr.

Tapio Liller ist Managing Partner der PR-Agentur Oseon und hat langjährige PR-Erfahrung – insbesondere an der Schnittstelle von Technologie und Wirtschaft. Im Rahmen der Initiative #30u30 engagiert er sich für Kommunikationsnachwuchs.

 

Katharina Klahold: Ich lese recht häufig PR-Blogs. Sei es nun das, was mir via Twitter und Co. zufällig vor die Augen kommt oder sogar Blogs von einzelnen Studierenden. Die PR-Fundsachen verfolge ich aber auch, sowie die regelmäßigen Veröffentlichungen der verschiedenen Studierendeninitiativen – hier lese ich seit Jahren wirklich fast alles. PR-Blogs helfen mir vor allem indirekt in meinem Studium. Sie ergänzen mein Studium, egal ob damals meinen Bachelor in Münster oder jetzt den Master in Hannover.

Man baut sich sozusagen „PR-Allgemeinbildung“ auf. Branchenwissen ist immer nützlich – sowohl auf wissenschaftlicher, als auch auf praktischer Seite.

Katharina Klahold studiert im Master Kommunikationsmanagement an der Hochschule Hannover. Zuvor hat die 23-Jährige einen Bachelor in Kommunikationswissenschaft an der WWU Münster mit Schwerpunkten im Bereich PR und Marketing erworben. Zurzeit ist sie als stellvertretende Vorsitzende des PRSH e.V. für die Kommunikation der Initiative zuständig.

 

Daniel Rehn: Blogs gehören für mich immer noch zur täglichen Lektüre. Das betrifft zum einen Blogs, die für mich von fachlicher Relevanz sind, aber eben auch autoren- und themengetriebene Blogs, die gerade aus meinem Interesse an Blogger- und Influencer-Relations zu meinen „Must Reads“ gelten, um auf dem Laufenden zu bleiben. Im Gesamtbild sind Blogs die Schauplätze, an denen Gedanken Raum bekommen, um sich entfalten zu dürfen, zu inspirieren und neue Denkprozesse anzuschubsen.

Daniel Rehn ist Senior Digital Trend Scout in der Kommunikationsagentur achtung! und hat früher selbst für die PR-Fundsachen geschrieben, wo er auch für das Redaktionsmanagement zuständig war. Nach seinem Abschluss als Diplom-Onlinejournalist am Mediencampus ging es die Nord-Süd-Achse entlang – von Darmstadt nach München und dann nach Hamburg.

 

Jan Reinholz: Obwohl viele Blogs spannende Themen bereithalten, bleibt im Alltag neben dem Verfolgen der tagesaktuellen Berichterstattung häufig kaum Zeit, sich tiefergehend mit PR-spezifischen Themen auseinanderzusetzen. Deshalb sind PR-Blogs für mich leider keine Lektüre für jeden Tag. Durch Facebook, Twitter und Co. bleibt man aber doch immer im Bild, welche Themen die Branche gerade beschäftigen. Für das Studium sind Blogs deshalb vor allem dafür zu gebrauchen, um Infos zu aktuellen Branchenthemen oder spezifischen Inhalten mit einer Perspektive aus der Praxis zu erhalten. Zu neuartigen Trends im Kommunikationsbereich gibt es häufig keine wissenschaftliche Literatur, weshalb gerade Blogs eine hilfreiche Informationsquelle darstellen.

Jan Reinholz kommt ursprünglich aus Osthessen. Nach dem Bachelor in Public Relations an der Hochschule Hannover zog es den 24-Jährigen an die Universität Leipzig zum Master-Programm Communication Management. Dort ist er neben dem Studium am Center for Research in Financial Communication tätig.

 

Stephanie Tönjes: Recht regelmäßig, mindestens einmal pro Woche schaue ich in die Welt der PR-Blogs hinein und informiere mich. Gerade in der Kommunikation ist es wichtig, up to date zu sein, was aktuelle und zukünftige Trends der Branche angeht. Durch Social Media und damit verbunden auch Blogs, halte ich mich auf dem Laufenden. Gerade bei Blogs schätze ich den persönlichen Blickwinkel und oft auch subjektive Meinungen, die ich in klassischen Artikel eher weniger vorfinde. Oft gibt es beim Thema PR kein richtig oder falsch – vielmehr geht es auch um Best Practice-Beispiele und um das „Wie habt ihr das denn gemacht?“ Genau diese Aspekte finde ich auf PR-Blogs.

Stephanie Tönjes ist Senior Communications Manager und seit mehr als zehn Jahren in der Unternehmenskommunikation der Telekom tätig. Sie bloggt selbst und setzt sich im Rahmen des Netzwerks Global Digital Women insbesondere für die Stärkung von Frauen im digitalen Umfeld ein. Auch ihr liegt der Kommunikationsnachwuchs sehr am Herzen.

Unser Learning: Zeitprobleme und Meinungsstärke

Für einen Zwischenstand können wir also schon Einiges festhalten: PR-Blogs werden in der Branche durchweg geschätzt. Das Nutzungsmotiv hört man bei all unseren InterviewpartnerInnen gut heraus: Sie möchten auf dem Laufenden bleiben. Im Alltag bleibt aber wohl insgesamt zu wenig Zeit, um das verwobene Netzwerk aus Blogs wirklich systematisch durchzuarbeiten. Deshalb sind vor allem Social Media die Hauptpforte zu Blogs. Hier stößt man schon beim Scrollen unkompliziert auf interessante Inhalte, die man dann weiterverfolgen kann – wenn man denn möchte. Inhaltlich schätzen unsere InterviewpartnerInnen vorrangig meinungsstarke Artikel, die bei ihnen mit persönlichen Gedankengängen und Perspektiven punkten können.

Im zweiten Teil knüpfen wir hier an und möchten wissen, welche konkreten Inhalte ein studentisches Blog auszeichnen können. Vorher würde uns aber natürlich auch Eure Meinung interessieren: Wie seht Ihr die Bloglandschaft zurzeit und welche Beziehung habt ihr noch zu Blogs? Ihr erreicht uns dazu wie immer über unsere Social-Media-Kanäle.

 

tl;dr

Die PR-Fundsachen führen eine dreiteilige Befragung ihrer LeserInnen durch, um sich im Blog-Markt der Kommunikationsbranche noch stärker als studentisches Blog zu positionieren. Im ersten Teil der Interviews fanden wir heraus, dass unsere LeserInnen PR-Blogs zwar prinzipiell für ihren individuellen Blickwinkel auf die Branche schätzen, aber oftmals einfach nicht genügend Zeit haben, um sich im Detail mit den Inhalten zu beschäftigen. Der Zugang zu Blogs erfolgt daher meist “by the way” über Social Media.

 

re:publica, Klaus Kocks, Berufsethos: Diese Woche im DRILLLINK

 

Die Branche erlebte in vielerlei Hinsicht eine bewegte Woche, was auch die neue Ausgabe des DRILLLINK widerspiegelt. Aber lest selbst:

 

I. re:publica vs. Bundeswehr

Nachdem die Organisatoren der re:publica die deutsche Bundeswehr von der diesjährigen Veranstaltung ausgeschlossen hatten, reagierte diese mit ihrer eigenen PR-Aktion. Dem „Verbot“ zum Trotz zeigte die Armee dennoch provokant ihre Präsenz – mit einem eigenen Stand vor dem Eingang der Veranstaltung.

Die unschöne Situation hätte aber auch von Seiten der re:publica vermieden werden können. Was uns aus Kommunikatorensicht fehlt, ist eine Antwort auf die simple Frage: Was genau rechtfertigt den Ausschluss der BW? Die Rede ist davon, dass Uniformen auf der Digitalmesse „grundsätzlich nicht erwünscht“ seien. Zudem wolle man „vergifteten Ideologien“ (Johnny Haeusler, Mitveranstalter) keine Bühne bieten. Worin genau diese bestünden, wurde leider nicht ganz klar. Ein weniger angriffslustiges und sachliches Statement seitens der re:publica-Organisatoren hätte die Situation wohl diplomatischer klären können.

Dennoch lässt sich die Bundeswehr hier unnötig provozieren. Auf einer zivilen Veranstaltung ohne Uniform aufzutreten, hätte der Truppe sicherlich keinen Zacken aus der Krone gebrochen. So blieb aber nur, die eigene PR-Mission vor den Türen der Messe zu starten. Ein solches Verhalten wiederum lässt Zweifel daran aufkommen, ob es der Bundeswehr mit einer offiziellen Teilnahme an der Veranstaltung und am sachlichen Diskurs jemals ernst war.

Den Ausschluss – ob gerechtfertigt oder nicht – hätte die Bundeswehr unserer Meinung nach trotzdem respektieren sollen. So bleibt nur der bittere Nachgeschmack einer infantilen Aktion, welche höchstens beiderseitige Ressentiments stärkt und in einer breiten Öffentlichkeit läuft. Im Zusammenhang mit der re:publica, die Menschen zusammenführen möchte und Offenheit zelebriert, erscheint das besonders unpassend. Beide Seiten hätten hier professioneller reagieren können.

 

II. Klaus Kocks’ scharfe Kritik am PR-Preis der DPRG

Nach der Kritik an der Verleihung des PR Preises der DPRG vom PR-Journal, meldet sich dort nun auch PR-Urgestein Klaus Kocks in einem Leserbrief zu Wort. Gewohnt sprachgewaltig kritisiert er, was den Abend seiner Meinung nach zu einer „wohl peinlichen Award-Verleihung“ machte.

Zum einen prangert er die Abwesenheit jeglicher politischer Statements im Rahmen der Veranstaltung an. Auch hätten – bis auf ein oder zwei Ausnahmen – die geehrten Projekte schlicht zu wenig „Gewicht“. Nicht zuletzt sei es gegen die Berufsehre der PR, sich für seine Arbeit gegenseitig zu rühmen.
Vor allem dem letzten Argument stimmen wir zu. Auch aus studentischer Sicht fällt auf: die Selbstinszenierung innerhalb der PR-Branche wirkt von außen teilweise überzogen.

 

Tim Bartelsen: „An Cases kann man als Studierender viel lernen – dafür müssen diese nicht mal ein bestimmtes „Gewicht“ mitbringen. Dass die Cases aber im Rahmen einer Gala vorgestellt werden müssen, erschließt sich mir nicht ganz.“

 

Zusammenfassend handelt es sich aus unserer Sicht um einen lesenswerten Kommentar. Nicht nur, weil angebrachte Kritik vorgebracht wird, sondern auch, weil diese sprachlich gewandt formuliert wurde.

 

III. „Ich kann nicht Vertrauen von Journalisten einfordern, wenn ich sie bescheiße.“ – Martin Brüning im Interview

Über Berufsethos und Haltung spricht Martin Brüning, Kommunikationschef bei Rewe, in einem Interview mit prreport.de.

Er betont die Wichtigkeit eines „Ethos der Wahrhaftigkeit“ für PR-Praktiker. Positive Botschaften durch Storytelling in den Vordergrund zu rücken und gleichzeitig der „Wahrheit verpflichtet zu sein“, widerspreche sich nicht. In Zeiten, in denen das Vertrauen der Bevölkerung in Institutionen, Unternehmen und die Medien schwindet, halten wir diesen Aufruf für besonders wichtig. Denn Vertrauen gewinnt man mit Wahrheit und Verlässlichkeit.
Brüning betont: Dabei müsse man sich auch klar gegen diejenigen in Unternehmen stellen, die PR als Kontrolle der Pressestimmen sehen. Vielmehr skizziert er Pressearbeit als ein Geben und Nehmen. Wer Vertrauen durch Journalisten einfordert, aber selbst nicht vertrauenswürdig handelt, wird keinen Erfolg haben.

Gerade für uns Nachwuchskräfte ein lesenswertes Interview, das auch die große Verantwortung im Bereich PR ins Bewusstsein ruft.

 

Echo, WhatsApp, Startup: Diese Woche im DRILLLINK

Der DRILLLINK ist ab sofort auch mit Meinungsstärke zurück! Jeden Freitag durchleuchten wir aktuelle Themen und geben unseren Senf dazu. Diese Woche schallt das Echo gleich dreifach zurück.

 

I.Worst Practice der Krisenkommunikation beim Echo

Nach dem Skandal rund um den Musikpreis Echo wird dieser nun als Reaktion auf den öffentlichen Druck hin sogar abgeschafft. Uwe Kohrs beleuchtet im pr-journal, dass vor allem auch die verfehlte PR und mangelndes kommunikatives Management Schuld daran trägt.
Unsere Meinung: treffend geschriebener Kommentar, der das schwache Krisenmanagement beim Echo aufzeigt. Denn nicht die aus ethischen Gründen grenzwertige Prämierung alleine sorgte für den Skandal, sondern auch der öffentliche Umgang mit der Verfehlung bei der Preisvergabe. Eine klare Haltung seitens der Echo Verantwortlichen zum Thema suchte man vergebens.
Leider musste dadurch nicht nur der Echo alleine einen Imageschaden hinnehmen. Verfolgt man Artikel und zugehörige Kommentare zum Thema, so vermisst man oftmals eine ausgewogene und zielführende Diskussion. Das Ergebnis der Angelegenheit: Rap als gesamtes Genre steht nun unnötigerweise bei vielen im Verruf, während die Befürworter entsprechender Texte und Botschaften wohl kaum zum Nachdenken angeregt wurden – ganz im Gegenteil. Schade, dass eine eigentlich sehr wichtige öffentliche Diskussion aufgrund verfehlter PR nun sehr unsachlich geführt wird.

 

II. WhatsApp und Storytelling

Eine Linkempfehlung muss nicht tagesaktuell sein, wenn der Artikel auch heute noch interessant ist. Also: Im Dezember griff die Heilbronner Zeitung Stimme.de zu einem bisher selten genutzten Kommunikationskanal – zumindest für eigene journalistische Berichterstattung: anlässlich des 70. Jahrestages der Bombardierung Heilbronns berichtete die Redaktion über den Tag verteilt per WhatsApp über die Ereignisse, die sich am 4. Dezember 1944 in Heilbronn ereignet haben.

Interessante Hintergründe über die Realisierung eines solchen Storytelling-Projekts bietet der #DIGILAB Blog. Unsere Meinung: Die Idee, Interessierten mit einigen kleinen Nachrichtenbausteinen die Geschehnisse von damals noch einmal live miterleben zu lassen, erscheint uns sehr innovativ. Das Echo der LeserInnen war denn auch groß und durchweg positiv. Die Zielgruppe wird im Alltag erreicht. Von dieser modernen journalistischen Variante des Storytellings kann auch die PR-Branche in Zukunft lernen. WhatsApp gilt es hierbei als relevanten Kommunikationskanal zu erschließen. Gerade die direkte Interaktion mit Einzelpersonen, kann – richtig eingesetzt – ja sehr effektiv sein. Einige Herausforderungen müssen von Praktikern allerdings bezwungen werden: mangels automatisiertem Tool musste die Redaktion jeden Kontakt, der sich für die Aktion anmeldet, händisch in das Adressbuch und anschließend in die entsprechende Broadcast-Liste zum Versenden der Nachrichten, eintragen. Das kostet Zeit und Nerven.
Zudem stellt sich die Frage, wie PR-Praktiker die optimale Kommunikation auf einem “neuen” Kanal wie WhatsApp gestalten sollten und was Rezipienten dort anspricht. Anhaltspunkte bieten Aktionen wie bei Daimler, als eine junge Mitarbeiterin einen Tag lang aus ihrem Arbeitsalltag per WhatsApp berichtet hat – die Frage ist nur, warum man nach solchen Beispielen mit der Lupe suchen muss. Ignoriert die Branche einen der wichtigsten Digitalkanäle? Vielleicht erfahren wir ja beim Content Strategy Camp (#cosca18) mehr dazu.

 

III. Der PR-Stunt von Savedroid 

“Was geht denn hier ab?” Dieser Satz muss wohl einigen Savedroid-Enthusiasten durch den Kopf geschossen sein. Denn der CEO von Savedroid hat am 18. April einfach mal einen Exit-Scam durchgeführt. Dabei verschwindet das Unternehmen mit den Geldern der Kunden und Investoren von der Radarfläche. Es handelt sich also um schwersten Betrug. Besucher der Website des Frankfurter StartUps wurden bis zum nächsten Tag lediglich vom “AAAAND IT’S GONE”-Meme begrüßt. Savedroid ist eine App, deren Hauptfunktion dem smarten Sparen gewidmet war. Mittlerweile setzt das StartUp in der Kommunikation und Entwicklung hauptsächlich auf savedroid ICO. Ganz nach der “give the power to the people”-Manier will Savedroid dem Otto-Normalverbraucher die komplexen Kryptowährungen schmackhaft machen. Es geht also um Investitionen und damit auch um Vertrauen.

Bisher sammelte das Frankfurter StartUp 40 Millionen Euro ein. Mit dem Fake-Exit-Scam dürfte das Vertrauen der Nutzer nicht wirklich gestiegen sein. Ein Tag und drölf Shitstormposts später erscheint ein Video. Gründer Yassin Hankir erklärt die Intention hinter dem PR-Stunt. Die Aktion sollte darauf aufmerksam machen, wie schnell so ein Exit-Scam passieren kann. Gar nicht mal so übel. Über die Umsetzung lässt sich dennoch streiten. Der Blockchain-Bundesverband e. V. distanziert sich in einer öffentlichen Stellungnahme vom Savedroid PR-Stunt. Für ein StartUp, das sich klar und deutlich im Bereich Blockchain positioniert, ist das wohl ein fatales Echo.

 

 

 

re:publica, Klaus Kocks, Berufsethos: Diese Woche im DRILLLINK

 

Die Branche erlebte in vielerlei Hinsicht eine bewegte Woche, was auch die neue Ausgabe des DRILLLINK widerspiegelt. Aber lest selbst:

 

I. re:publica vs. Bundeswehr

Nachdem die Organisatoren der re:publica die deutsche Bundeswehr von der diesjährigen Veranstaltung ausgeschlossen hatten, reagierte diese mit ihrer eigenen PR-Aktion. Dem „Verbot“ zum Trotz zeigte die Armee dennoch provokant ihre Präsenz – mit einem eigenen Stand vor dem Eingang der Veranstaltung.

Die unschöne Situation hätte aber auch von Seiten der re:publica vermieden werden können. Was uns aus Kommunikatorensicht fehlt, ist eine Antwort auf die simple Frage: Was genau rechtfertigt den Ausschluss der BW? Die Rede ist davon, dass Uniformen auf der Digitalmesse „grundsätzlich nicht erwünscht“ seien. Zudem wolle man „vergifteten Ideologien“ (Johnny Haeusler, Mitveranstalter) keine Bühne bieten. Worin genau diese bestünden, wurde leider nicht ganz klar. Ein weniger angriffslustiges und sachliches Statement seitens der re:publica-Organisatoren hätte die Situation wohl diplomatischer klären können.

Dennoch lässt sich die Bundeswehr hier unnötig provozieren. Auf einer zivilen Veranstaltung ohne Uniform aufzutreten, hätte der Truppe sicherlich keinen Zacken aus der Krone gebrochen. So blieb aber nur, die eigene PR-Mission vor den Türen der Messe zu starten. Ein solches Verhalten wiederum lässt Zweifel daran aufkommen, ob es der Bundeswehr mit einer offiziellen Teilnahme an der Veranstaltung und am sachlichen Diskurs jemals ernst war.

Den Ausschluss – ob gerechtfertigt oder nicht – hätte die Bundeswehr unserer Meinung nach trotzdem respektieren sollen. So bleibt nur der bittere Nachgeschmack einer infantilen Aktion, welche höchstens beiderseitige Ressentiments stärkt und in einer breiten Öffentlichkeit läuft. Im Zusammenhang mit der re:publica, die Menschen zusammenführen möchte und Offenheit zelebriert, erscheint das besonders unpassend. Beide Seiten hätten hier professioneller reagieren können.

 

II. Klaus Kocks’ scharfe Kritik am PR-Preis der DPRG

Nach der Kritik an der Verleihung des PR Preises der DPRG vom PR-Journal, meldet sich dort nun auch PR-Urgestein Klaus Kocks in einem Leserbrief zu Wort. Gewohnt sprachgewaltig kritisiert er, was den Abend seiner Meinung nach zu einer „wohl peinlichen Award-Verleihung“ machte.

Zum einen prangert er die Abwesenheit jeglicher politischer Statements im Rahmen der Veranstaltung an. Auch hätten – bis auf ein oder zwei Ausnahmen – die geehrten Projekte schlicht zu wenig „Gewicht“. Nicht zuletzt sei es gegen die Berufsehre der PR, sich für seine Arbeit gegenseitig zu rühmen.
Vor allem dem letzten Argument stimmen wir zu. Auch aus studentischer Sicht fällt auf: die Selbstinszenierung innerhalb der PR-Branche wirkt von außen teilweise überzogen.

 

Tim Bartelsen: „An Cases kann man als Studierender viel lernen – dafür müssen diese nicht mal ein bestimmtes „Gewicht“ mitbringen. Dass die Cases aber im Rahmen einer Gala vorgestellt werden müssen, erschließt sich mir nicht ganz.“

 

Zusammenfassend handelt es sich aus unserer Sicht um einen lesenswerten Kommentar. Nicht nur, weil angebrachte Kritik vorgebracht wird, sondern auch, weil diese sprachlich gewandt formuliert wurde.

 

III. „Ich kann nicht Vertrauen von Journalisten einfordern, wenn ich sie bescheiße.“ – Martin Brüning im Interview

Über Berufsethos und Haltung spricht Martin Brüning, Kommunikationschef bei Rewe, in einem Interview mit prreport.de.

Er betont die Wichtigkeit eines „Ethos der Wahrhaftigkeit“ für PR-Praktiker. Positive Botschaften durch Storytelling in den Vordergrund zu rücken und gleichzeitig der „Wahrheit verpflichtet zu sein“, widerspreche sich nicht. In Zeiten, in denen das Vertrauen der Bevölkerung in Institutionen, Unternehmen und die Medien schwindet, halten wir diesen Aufruf für besonders wichtig. Denn Vertrauen gewinnt man mit Wahrheit und Verlässlichkeit.
Brüning betont: Dabei müsse man sich auch klar gegen diejenigen in Unternehmen stellen, die PR als Kontrolle der Pressestimmen sehen. Vielmehr skizziert er Pressearbeit als ein Geben und Nehmen. Wer Vertrauen durch Journalisten einfordert, aber selbst nicht vertrauenswürdig handelt, wird keinen Erfolg haben.

Gerade für uns Nachwuchskräfte ein lesenswertes Interview, das auch die große Verantwortung im Bereich PR ins Bewusstsein ruft.

 

Echo, WhatsApp, Startup: Diese Woche im DRILLLINK

Der DRILLLINK ist ab sofort auch mit Meinungsstärke zurück! Jeden Freitag durchleuchten wir aktuelle Themen und geben unseren Senf dazu. Diese Woche schallt das Echo gleich dreifach zurück.

 

I.Worst Practice der Krisenkommunikation beim Echo

Nach dem Skandal rund um den Musikpreis Echo wird dieser nun als Reaktion auf den öffentlichen Druck hin sogar abgeschafft. Uwe Kohrs beleuchtet im pr-journal, dass vor allem auch die verfehlte PR und mangelndes kommunikatives Management Schuld daran trägt.
Unsere Meinung: treffend geschriebener Kommentar, der das schwache Krisenmanagement beim Echo aufzeigt. Denn nicht die aus ethischen Gründen grenzwertige Prämierung alleine sorgte für den Skandal, sondern auch der öffentliche Umgang mit der Verfehlung bei der Preisvergabe. Eine klare Haltung seitens der Echo Verantwortlichen zum Thema suchte man vergebens.
Leider musste dadurch nicht nur der Echo alleine einen Imageschaden hinnehmen. Verfolgt man Artikel und zugehörige Kommentare zum Thema, so vermisst man oftmals eine ausgewogene und zielführende Diskussion. Das Ergebnis der Angelegenheit: Rap als gesamtes Genre steht nun unnötigerweise bei vielen im Verruf, während die Befürworter entsprechender Texte und Botschaften wohl kaum zum Nachdenken angeregt wurden – ganz im Gegenteil. Schade, dass eine eigentlich sehr wichtige öffentliche Diskussion aufgrund verfehlter PR nun sehr unsachlich geführt wird.

 

II. WhatsApp und Storytelling

Eine Linkempfehlung muss nicht tagesaktuell sein, wenn der Artikel auch heute noch interessant ist. Also: Im Dezember griff die Heilbronner Zeitung Stimme.de zu einem bisher selten genutzten Kommunikationskanal – zumindest für eigene journalistische Berichterstattung: anlässlich des 70. Jahrestages der Bombardierung Heilbronns berichtete die Redaktion über den Tag verteilt per WhatsApp über die Ereignisse, die sich am 4. Dezember 1944 in Heilbronn ereignet haben.

Interessante Hintergründe über die Realisierung eines solchen Storytelling-Projekts bietet der #DIGILAB Blog. Unsere Meinung: Die Idee, Interessierten mit einigen kleinen Nachrichtenbausteinen die Geschehnisse von damals noch einmal live miterleben zu lassen, erscheint uns sehr innovativ. Das Echo der LeserInnen war denn auch groß und durchweg positiv. Die Zielgruppe wird im Alltag erreicht. Von dieser modernen journalistischen Variante des Storytellings kann auch die PR-Branche in Zukunft lernen. WhatsApp gilt es hierbei als relevanten Kommunikationskanal zu erschließen. Gerade die direkte Interaktion mit Einzelpersonen, kann – richtig eingesetzt – ja sehr effektiv sein. Einige Herausforderungen müssen von Praktikern allerdings bezwungen werden: mangels automatisiertem Tool musste die Redaktion jeden Kontakt, der sich für die Aktion anmeldet, händisch in das Adressbuch und anschließend in die entsprechende Broadcast-Liste zum Versenden der Nachrichten, eintragen. Das kostet Zeit und Nerven.
Zudem stellt sich die Frage, wie PR-Praktiker die optimale Kommunikation auf einem “neuen” Kanal wie WhatsApp gestalten sollten und was Rezipienten dort anspricht. Anhaltspunkte bieten Aktionen wie bei Daimler, als eine junge Mitarbeiterin einen Tag lang aus ihrem Arbeitsalltag per WhatsApp berichtet hat – die Frage ist nur, warum man nach solchen Beispielen mit der Lupe suchen muss. Ignoriert die Branche einen der wichtigsten Digitalkanäle? Vielleicht erfahren wir ja beim Content Strategy Camp (#cosca18) mehr dazu.

 

III. Der PR-Stunt von Savedroid 

“Was geht denn hier ab?” Dieser Satz muss wohl einigen Savedroid-Enthusiasten durch den Kopf geschossen sein. Denn der CEO von Savedroid hat am 18. April einfach mal einen Exit-Scam durchgeführt. Dabei verschwindet das Unternehmen mit den Geldern der Kunden und Investoren von der Radarfläche. Es handelt sich also um schwersten Betrug. Besucher der Website des Frankfurter StartUps wurden bis zum nächsten Tag lediglich vom “AAAAND IT’S GONE”-Meme begrüßt. Savedroid ist eine App, deren Hauptfunktion dem smarten Sparen gewidmet war. Mittlerweile setzt das StartUp in der Kommunikation und Entwicklung hauptsächlich auf savedroid ICO. Ganz nach der “give the power to the people”-Manier will Savedroid dem Otto-Normalverbraucher die komplexen Kryptowährungen schmackhaft machen. Es geht also um Investitionen und damit auch um Vertrauen.

Bisher sammelte das Frankfurter StartUp 40 Millionen Euro ein. Mit dem Fake-Exit-Scam dürfte das Vertrauen der Nutzer nicht wirklich gestiegen sein. Ein Tag und drölf Shitstormposts später erscheint ein Video. Gründer Yassin Hankir erklärt die Intention hinter dem PR-Stunt. Die Aktion sollte darauf aufmerksam machen, wie schnell so ein Exit-Scam passieren kann. Gar nicht mal so übel. Über die Umsetzung lässt sich dennoch streiten. Der Blockchain-Bundesverband e. V. distanziert sich in einer öffentlichen Stellungnahme vom Savedroid PR-Stunt. Für ein StartUp, das sich klar und deutlich im Bereich Blockchain positioniert, ist das wohl ein fatales Echo.

 

 

 

PR-Fundsachen im Dialog

Neues Semester = neues Team?! Fast… Das Sommersemester hat begonnen und das aktuelle PR-Fundsachen-Team setzte sich aus drei erfahrenen Schreibern aus dem letzten Semester sowie zwei neuen Gesichtern zusammen. Der Plan: die Learnings aus dem letzten Semester mit neuen, frischen Ideen paaren. Das Semester ist kurz, doch wir haben viel vor. Deshalb gilt es zügig die Bleistifte zu spitzen, oder in unserem Falle die Rechner hochzufahren und los zu tippen.

Dieses Semester steht im Zeichen des Dialogs. Wir möchten mehr in den Austausch treten und von interessanten Gesprächen und Debatten online sowie offline lernen. Die gewonnenen Erkenntnisse und Perspektiven werden wir auf dem Blog verarbeiten. Der Blog soll uns lehren und unsere Stimme nach außen tragen – verbunden mit den Social-Media-Kanälen Twitter, LinkedIn und Facebook, mit denen wir das ein oder andere ausprobieren möchten.

Wir? – Das freie Elective

„Wer ist wir?“ Wir sind das neue Team von PR-Fundsachen: Fünf Studierende des 4. Semesters im Studiengang Onlinekommunikation an der Hochschule Darmstadt – kurz: #onkomm. Jeder von uns hat die Frage “Was treibt dich an, bei PR-Fundsachen mitzuwirken?” beantwortet und stellt sich Ihnen im Verlauf des Texts persönlich mit Namen, Foto und Zitat vor.

Im Rahmen eines freien Electives betreuen wir dieses Semester die PR-Fundsachen. Aber was ist ein freies Elective? Ein freies Elective ist ein Kurs, den Studierende im Rahmen ihres Studiums abseits von den klassischen Wahlpflichtfächern gestalten können. Diese werden nicht standardmäßig im Modulhandbuch aufgelistet, sondern auf Wunsch der Studierenden eingerichtet. Solche freien Kurse kommen bei uns am Mediencampus immer wieder zustande. Sie sind eine tolle Möglichkeit, abseits des vorhandenen Kursangebots zu interessanten Themenfeldern Projekte zu entwickeln. Freie Electives entstehen, wenn mehrere Studierende Interesse an einer Projektidee zeigen und sich im Anschluss ein betreuender Dozent findet. So auch im Falle unseres aktuellen Teams: einige Studierende aus der Redaktion des letzten Semesters sowie Neueinsteiger hatten Lust, die Redaktion zu übernehmen. Herr Pleil bot an, das freie Elective zu betreuen, und so war die neue PR-Fundsachen Redaktion schnell gegründet.

Stimmige Formulierungen zu finden und Sachverhalte verständlich in Worte zu fassen ist eine Herausforderung, welche mir schon seit Schulzeiten Freude bereitet. So wirkte ich auch schon im letzten Semester im Redaktionsteam der PR-Fundsachen mit. Konzepte und Ideen, welche wir damals etabliert haben, können nun im Rahmen des freien Electives mit dem neuen Team direkt weiterentwickelt werden. – Lasse Häufglöckner

Foto von Lasse Häufglöckner

 

„Von Studenten für Studenten – und Interessierte aus der PR-Branche“

Unser Ausgangspunkt in diesem Semester: Wir wollen unsere studentische Sicht stärker einbringen. Im letzten Semester hatte es sich das Team bereits zum Ziel gesetzt, mehr „von Studenten für Studenten“ zu schreiben. Das Fazit am Ende lautete: Es hätte deutlich öfter durch die “Stundentenbrille” hindurch berichtet werden können. Wir nehmen die Herausforderung an, diese Brille konsequenter aufzusetzen, da uns die Idee gut gefällt. Wir werden verstärkt Inhalte thematisieren, die uns im Studium und an dessen Rande begegnen und bewegen. So sollen die PR-Fundsachen authentischer und unserer Stimme mehr Gewicht verliehen werden.

Für dieses Semester haben wir schon mal drei Schwerpunkte geplant, die wir aus der studentischen Sicht gestalten wollen und mit denen wir mit der Branche in den Dialog treten wollen.

Die Faszination für das Texten – seit dem Onlinekommunikation-Studium explizit auch für das Texten im Web – begleitet mich schon immer. PR-Fundsachen bietet auch mir seit dem letzten Semester die hervorragende Spielwiese, dieser Begeisterung Ausdruck zu verleihen. In Form der Aufbereitung und Reflexion aktueller PR-Themen ist es hier möglich, die eigene Textkompetenz auszubauen und in Web Literacy einzubetten. Möge die Lernkurve steil bergauf gehen! PR-News: macht euch auf die neue studentische Schreibwut gefasst. – Lea Matusiak

Foto von Lea Matusiak

Kuratieren: Unsere Gedanken zum DRILLLINK

Das im letzten Semester entwickelte Format DRILLLINK möchten wir weiterführen und ausbauen. Uns gefällt die Idee, in Zeiten des News-Overload für unsere LeserInnen drei Links pro Woche herauszusuchen. Diese werden die unserer Meinung nach interessantesten Branchenthemen zusammenfassen.

Im Vergleich zum letzten Semester wollen wir unsere Leseempfehlungen mehr einordnen und soweit sinnvoll, aus unserer Sicht kommentieren.

Die Entscheidung, im Team der PR-Fundsachen dabei zu sein, traf ich sehr spontan. Aber warum traf ich sie überhaupt? Zu Schulzeiten war Deutsch definitiv nicht mein Lieblingsfach. Ab dem ersten Semester Onlinekommunikation fand ich dennoch mehr und mehr Gefallen am Schreiben. Also warum nicht ein Semester lang Erfahrungen in einem Redaktionsteam mit Kommilitonen sammeln? – Sven Wielandt

Foto von Sven Wielandt

Drei Fragen an…

Neue Formate einführen, andere Schwerpunkte legen und so immer wieder einen Wandel vollziehen ist das Eine – wir wollen aber auch wissen, wie unsere Arbeit wahrgenommen wird und wo wir uns noch verbessern können. Deshalb schauen wir nicht nur in die Google Analytics, sondern wollen immer wieder Profis um ihre Einschätzung bitten. Dazu werden wir mehreren Experten aus der Branche drei Fragen stellen, um zu erfahren, welche Themen auf unserem Blog noch zusätzlich thematisiert werden könnten und an welchen Stellen wir den Blog noch optimieren können.

Unsere Redaktionsarbeit soll dadurch verbessert werden und wir erhoffen uns wertvolle Einblicke in den Erfahrungsschatz der Branche.

Interessante Texte mit der genau richtigen Prise sprachlicher Finesse bewundere ich jeden Tag im Netz. Zum Schreiben bin ich selbst aber leider schon länger nicht mehr gekommen. Also habe ich mir das Bloggen jetzt einfach mal in dem Stundenplan gelegt – das freie Elective macht’s möglich. – Tim Bartelsen

Foto von Tim Bartelsen

PR-Fundsachen beim #cosca18 und anderen Events

Im Lauf des Semesters wollen wir einige Branchen-Events im Rhein-Main-Gebiet besuchen und von dort live twittern und wenn es sich ergibt, den ein oder anderen Blogpost mitbringen. Und natürlich sind wir auch dieses Jahr wieder beim Content Strategy Camp, dem #cosca18, dabei. Das jährliche Barcamp auf dem Mediencampus der h_da wartet mit interessanten Sessions und Themen auf uns. Wir sind voller Vorfreude auf aufschlussreiche Diskussionen und Gespräche.

Das Schreiben ist eine Kernkompetenz von PR-Praktikern – Die PR-Fundsachen bieten mir die Möglichkeit, mich mit Branchenthemen schriftlich auseinander zu setzten, meine Perspektive zu schildern und gleichzeitig viel von der Arbeit im Team der Redaktion zu lernen. Und es macht auch noch Spaß: Perfekt!
– Annkathrin Clemens 

Foto von Annkathrin Clemens

tl:dr

Dieses Semester steht alles im Zeichen des Dialogs. Fünf Studierende aus dem Studiengang Onlinekommunikation bilden die aktuelle Redaktion der PR-Fundsachen. Ihre Ziele: Persönlicher berichten, mit Profis in Kontakt treten, um den Blog zu verbessern, das Format DRILLLINK ausbauen und Live-Kommunikation trainieren – unter anderem natürlich beim #cosca18.

Klaus Eck zu PR und Journalismus: „Unternehmen kommen um eigenen Content gar nicht herum!“

Ein Ferrari 458 Italia und eine Chevrolet Corvette sehen sich verdammt ähnlich, sind jedoch zwei verschiedene Automodelle, von jeweils anderen Herstellern. Klar ist: Ein Ferrari wird niemals zu einer Corvette – und umgekehrt. Es gibt auch Gemeinsamkeiten, wie beispielsweise die vier Räder, die sie zum Fahren benötigen, aber sind solche Aspekte relevant für einen Vergleich? Das gleiche gilt für PR und Journalismus. Wie viele andere auch ist PR-Berater Hasso Mansfeld der Ansicht, dass die Differenzierung zwischen den Disziplinen notwendig ist.

Organisations-Content und Journalismus
Das Verhältnis zwischen PR und Journalismus wird seit jeher diskutiert. Vor ein paar Wochen zum Beispiel gab es eine breite Diskussion. Der Anlass: Ein Artikel, der im Greenpeace-Magazin veröffentlicht worden war, ist für einen Reporterpreis nominiert worden. Es wurde diskutiert, ob auch in interessengeleiteten Medien journalistische Qualität – die sich unter anderem durch Unabhängigkeit auszeichnet -, bestehen kann.

Native Advertising als neues Format der Werbung
Für Unternehmen oder Organisationen wie Greenpeace ist es immer attraktiver geworden, eigene Medien zu entwickeln – Stichwort Content Marketing. Und weil klassische Werbung weniger gut funktioniert, wurden im Internet neue Formate wie Native Advertising entwickelt – eine Werbeform, die sich an das redaktionelle Umfeld anpasst, so dass Nutzer möglichst nicht gleich merken, dass es hier gar nicht mehr um Journalismus geht. Das Fatale: Ein großer Teil der Mediennutzer erkennt Native Advertising nicht als Werbung – zu diesem Ergebnis kommen zum Beispiel zwei Studien aus den USA.

Die entscheidende Frage: Verändern neuere Entwicklungen wie Content Marketing oder Native Advertising das Verhältnis zwischen PR und Journalismus? Wir haben hierzu den Gründer und Geschäftsführer der Content-Marketing Agentur „d.Tales“ aus München, Klaus Eck, befragt.

Klaus Eck, d.Tales

PR-Fundsachen: Die Trennung zwischen PR und Journalismus gilt als selbstverständlich. Durch Content Marketing und Newsrooms setzen Unternehmen und Parteien wie die AfD zunehmend auf eigene redaktionelle Leistungen. Was bedeutet dies für das Verhältnis von PR und Journalismus?

Klaus Eck: Die Art und Weise wie PR und Journalismus zusammenwirken ist einem ständigen Wandel unterworfen. Es gab auch schon einmal eine Zeit, in der Journalisten nur per Telefon und Fax erreichbar waren. Heutzutage sind viele Journalisten via Messenger erreichbar. Die PR muss sich der modernen Zeit stellen, in der die einzelnen Reichweiten der Medien zurückgehen oder diese gar ganz vom Markt gefegt werden. Wenn die Medien nicht mehr für Unternehmen erreichbar sind, weil die Redaktionen ausgedünnt sind und kaum Zeit für das Ansinnen der PR haben, bleibt den Öffentlichkeitsarbeitern nichts anderes übrig: Sie müssen selbst ihre Themen aktiv publizieren, um darüber ihre jeweiligen Zielgruppen zu erreichen. Aus Pressearbeitern werden dadurch Content Marketiers. Wer nicht selbst publizistisch tätig ist, kein Blog oder Magazin betreibt und lieber auf Social Media verzichtet, nimmt das Informationsbedürfnis seiner Kunden nicht ernst genug. Das kann sich nicht jeder leisten. Letztlich bleiben Journalisten dennoch wichtige Stakeholder für die PR. Jedoch werden diese Aktivitäten ergänzt durch Influencer Relations und dem Betrieb eigener Owned Media Plattformen.

Was die Glaubwürdigkeit angeht, hat der Journalismus einen klaren Vorteil, weil er nicht so stark interessensgeleitet sein sollte wie ein Unternehmen. Deshalb sollte die PR nicht den Fehler begehen, auf die Ansprache der Journalisten gänzlich zu verzichten. Journalisten und PR-Verantwortliche stehen in einem spannenden Wettbewerb. Dabei geht es immer auch um die Frage, wer die besseren Inhalte liefern kann. Bisher sind die meisten Corporate Blogs eher langweilig, weil sie zuwenig auf die Lesebedürfnisse eingehen. Der Vorteil liegt allerdings finanziell auf Seiten der Unternehmen, ideell jedoch bei den unabhängigen Journalisten, die sich Zeit für ihr Storytelling nehmen.

PR-Fundsachen: Sehen Sie Native Advertising als Chance – es generiert ja Einnahmen – oder als Risiko für den Journalismus?

Klaus Eck: Verlage haben das Native Advertising aus der Not heraus entwickelt, weil viele Leser Werbung lieber ausblenden und dank Ad Blocker die technischen Möglichkeiten dazu haben. Niemand mag Werbung, weil diese uns viel Zeit und manchmal auch Performance kostet. Deshalb soll Native Advertising auf reichweitenstarken Portalen dazu führen, dass redaktionell gemachte Native Ads von den Kunden gesehen und gelesen werden. Für Medien ist Native Advertising eine großartige Chance für die Refinanzierung ihrer Online-Angebote. Die Alternative Paid Content funktioniert bisher nur bei starken Marken. Im Unterschied zu eigenen Unternehmensplattformen hat das Native Advertising den Charme, dass sich darüber Reichweiten einkaufen lassen. Wer mit einem Corporate-Blog-Beitrag 10.000 Zugriffe und mehr erzielt, benötigt natürlich nicht unbedingt das Native Advertising.

Jedoch verschwenden Marken oft ihr Geld, wenn sie über die Native Ads schlechte journalistische Formate anbieten und nicht die Kunden auf Ihre eigenen Content-Angebote locken. Schlechter Content schreckt überall ab. Deshalb wird guter Journalismus auch beim Native Advertising gebraucht.

PR-Fundsachen: Meinen Sie, dass das Vertrauen der Kunden in Medien durch Content-Marketing und Native Advertising verloren geht?

Klaus Eck: Das Vertrauen in die Medien hat in der Vergangenheit nicht unter dem Content Marketing gelitten, sondern unter vermeintlich schlechtem Journalismus. Viele Medienkonsumenten wollen ihre persönliche Wirklichkeit wiedererkennen und sind enttäuscht, wenn journalistische Angebote anderes als die eigene Filterblase anbieten. Zum Glück scheint das Vertrauen in die Medien selbst im Zeitalter der Fake News wieder zurückzukehren. Darauf deuten zumindest die Ergebnisse des Edelman Trust Barometers von Anfang 2018 hin. Entscheidend für den Erfolg von Content Marketing & Native Advertising ist die Personalisierung und Transparenz. Wer sein Interesse benennt und sich bemüht, den Interessen seiner Stakeholder gerecht zu werden, dürfte sehr viel Vertrauen für seinen Aktivitäten in der Öffentlichkeit erhalten. Dabei kommt es auch auf die Content Qualität an. Doch wer offensichtlich lügt, mehr auf Propaganda als auf glaubwürdige Informationen setzt, wird dafür in der Aufmerksamkeitsökonomie einen hohen Preis zahlen: die Nichtbeachtung.

PR-Fundsachen: Content Marketing und Native Advertising sind beides Werbeformen, die für manche schwer zu unterscheiden sind. Können Sie als Experte erläutern, worin der Unterschied der beiden liegt?

Klaus Eck: Content Marketing ist kanalunabhängig und liefert relevante, attraktiv aufbereitete Informationen zum richtigen Zeitpunkt in der Customer Journey. Im Gegensatz zu Werbung steht das Produkt oder die Marke nicht im Vordergrund und greift nur auf echte Akteure zurück. Das findet sehr häufig auf eigenen Kanälen des Unternehmens statt. Um die Content Distribution kümmert sich die Marke dabei selbst. Anders sieht das beim Native Advertising aus: Um zusätzliche Reichweite für das eigene Content Marketing zu erzielen, wählen Unternehmen das Native Advertising auf fremden Plattformen. Dabei bezahlen Marken für die Reichweiten und profitieren von bekannten Medienmarken, die einen Imagetransfer ermöglichen. Der Content sollte weder im Content Marketing noch bei den Native Ads werblich sein. Je journalistischer die Inhalte sind, desto glaubwürdiger und wirksamer sind sie.

 

 

Was ist wann relevanter Content? Rückblick auf ein Semester

Im nun abgeschlossenen Wintersemester waren wir, das PR-Fundsachen-Team, vier Personen. Das sind acht Hände und vier Augenpaare, 40 über die Tasten rasende Finger (wenn man mit allen zehn Fingern tippen kann) und acht Augen, die nach Artikeln stöbern oder Geschriebenes redigieren. Wir waren dieses Semester für diesen Blog und die dazugehörigen Social-Media-Kanäle Twitter, Facebook und LinkedIn verantwortlich. Aber nicht nur wir, sondern auch einige andere denkende und (!) tippende Kommilitonen haben uns in diesem Semester unterstützt und ihre PR-Momente für uns erfassen und festhalten können.

Unserer Semester-Aufgabe gegenüber standen sich minütlich aktualisierende News aus der PR-Branche auf vielen Kanälen gleichzeitig, ein regelrechter News-Overload, den es schnellstmöglich zu erfassen galt. Das hieß für uns “learning by doing”, denn nicht alles hat gleich so funktioniert, wie wir es uns anfangs erhofft haben.

Unsere erste Hürde war vor allem das Timing. Wie schaffen wir es, regelmäßig Content zu erstellen, der relevant und interessant genug ist, um gelesen und im Netz wahrgenommen zu werden? Wir stellten uns die Frage, was unsere Leser erfahren wollen. Wie sie es erfahren wollen. Welche neue Sichtweise wir zu aktuellen Themen liefern könnten. Und was unser einzigartiger Vorteil im Vergleich zu anderen PR-Blogs ist.

Redaktionsarbeit heißt, nicht um den heißen Brei herumzureden. Unser Ziel war es dabei, aktuelle Branchen-Diskussionen in den Vordergrund zu rücken. Daher folgen jetzt unsere knackig frischen Learnings:

Kontinuierliche Recherche

Es sollte keiner aus dem Redaktionsteam im Informationsstrudel verloren gehen, daher haben wir schnell verstanden, wie wichtig der regelmäßige Austausch in der alltäglichen Praxis ist. In unserer wöchentlichen Redaktionssitzung gab es gefilterten Input (durch vier Filterblasen weitaus besser als nur eine), der es immer durch die Qualitätskontrolle schaffen musste.

Ein Redaktionsplan

Damit die ganzen glitzernden Ideen nicht in unserem anfänglichen Euphoriegewirbel verwehen (dazu gibt es hier unseren ersten Beitrag “frischer Wind für die Onlinekommunikation”), sollten sie festgehalten und geordnet werden. Ein Redaktionsplan erleichtert die Arbeit und den Überblick ungemein. Trello bot uns hier eine schöne und geordnete Struktur, die vor allem unsere Arbeit im Team erleichterte und u.a. transparent machte, ob ein Beitrag erst geplant, geschrieben oder schon redigiert ist..

Content is Queen

Neue Tools sind das Zauberwort. Von Trello über Slack bis hin zu Google Drive konnten wir munter miteinander kommunizieren und den Content-Workflow (weiter-)entwickeln. Für uns Drittsemester war die Nutzung dieser Tools im Team eine neue Erfahrung – manchmal mussten wir uns hier ein bisschen einruckeln. Organisation war im ersten Moment das A und O. Zudem mussten wir entscheiden, welche Veranstaltungen besucht werden, welche anderen Themen wir aufgreifen und wie diese kommuniziert werden sollten. Content heißt das zweite Zauberwort. Die Frage war nur: Welcher? Es galt abzuwägen: Wie “alt” ist dieses Thema und wer hat bereits alles darüber gesprochen? Nächstes Learning: PR-Praktikern und interessanten Kommunikationsexperten auf verschiedenen Kanälen folgen, um beobachten zu können, was in der Branche passiert und wie sich die Filterblase ausdehnt.

News sind gnadenlos

…und blitzschnell Schnee von gestern. Mit unserem McDonald’s Beitrag, konnten wir uns in Echtzeit einen Einblick verschaffen, wie hektisch es in einer echten Redaktion zugeht. Eine Kommilitonin rief am Morgen des 14. November 2017 in unseren Arbeitsraum “Schaut mal auf die McDonald’s Deutschland Website”, denn diese schien von “Untergrund-Aktivisten” übernommen worden zu sein. Wir begannen in den folgenden anderthalb Stunden kräftig in die Tasten zu hauen. Unser gemeinsames Resultat lässt sich sehen, deckt die dahinter stehende Kampagne auf. Unser Erfolgserlebnis: Wir waren die erste Online-Redaktion, die kanalübergreifend redaktionell über die Kampagne berichtete. McDonald’s Deutschland twitterte uns sogar zurück und mahnte sinnentsprechend “Ball flachhalten” ... Man weiß nie, was der Tag so bringt.

 

(14. November, 11:20 Uhr) @McDonaldsDENews antwortet unserem Twitter-Account prompt 12 Minuten später

Die Geburtsstunde des DRILLLINK

Mehrere Hürden hatten wir erkannt, statt genommen. Die Erstellung und Einführung des Formats DRILLLINK war unsere Lösung. Wir hatten es uns zum Ziel gesetzt, die PR-Fundsachen-Leser vom wöchentlichen News-Overload der Branche zu erlösen und mit nur drei Links der Woche zu versorgen. Unsere Überlegung: Jeden Tag alle News zu lesen, ist heutzutage nahezu unmöglich.

Die Studentenbrille

Ein Anliegen war  uns, insgesamt die Sprache mehr “von Studenten für Studenten” auszurichten, damit wir als Absender des Blogs authentischer wahrgenommen werden. Und wir wollten manche Themen deutlicher aus unserer Warte kommentieren. Wir müssen uns allerdings eingestehen, dass wir deutlich mehr Spaziergänge mit der Studentenbrille hätten machen können, als von uns umgesetzt. Doch wir geben diese Einsicht gerne auch als Vorschlag an unsere Nachfolger weiter.

Ferien? Ferien!

Drei Monate Arbeit bedeuten heute einen gefüllten Blog und viele Tweets – manchmal live von Veranstaltungen wie das PR Report Camp. Doch nun wird es Zeit für die Semesterferien. Das heißt aber auch, in den PR-Fundsachen wird es etwas ruhiger werden.

Abschließend möchten wir uns besonders bei unserem “Auftraggeber” und Professor Herrn Pleil für den wöchentlichen Fachinput (Diskussionen über brandheiße Zukunftsthemen und aktuelle News) und allen anderen danken, die uns bei der Content-Suche, wenn auch manchmal nur indirekt, unterstützt haben.

Was wir uns für die Zukunft vorgenommen haben:

Weiterhin die PR-Fundsachen redaktionell unterstützen. Auch wenn ein neues Team im Einsatz sein wird, wird regelmäßiger Content auch von anderen Studierenden immer gefragt sein. Außerdem wollen wir die Interaktion mit PR-Profis verstärken und gezielt einsetzen, um geschliffenes Branchenwissen zu Tage zu fördern.

tl;dr

Geht nicht gibt’s nicht. Dennoch gilt es im Redaktionsalltag zwischen PR-Praktikern und Kommunikationsexperten einiges zu beachten. Zu unserem Handwerkszeug gehören nun fundierte und regelmäßige Recherchen, ein Redaktionsplan, die Klaviatur nützlicher Tools und die Macht über richtig guten Content. Weil News gnadenlos “new” bleiben sollen, ist es wichtig, sie nicht zu oft aufzuwärmen. Weil das viele tun, ist es unumgänglich, durch die eigene Brille zu blicken und zu versuchen, einzigartig zu sein. Wir haben es sehr gerne gemacht und verabschieden uns in die Semesterferien.

Suchst du noch oder kommunizierst du schon? – Die Unternehmenswebsite als Bindeglied zwischen Bewerber und Unternehmen im Employer Branding

Wachsende Unternehmen, immer komplexere Aufgabenfelder und rückläufige Bewerberzahlen: Viele Unternehmen tun sich schwer, neue Mitarbeiter zu gewinnen – das erfordert gekonntes Employer Branding! Im ersten Artikel unserer Mini-Serie wurde deutlich: Es geht um die strategische Arbeitgebermarkenbildung, die dabei hilft, neue Mitarbeiter zu gewinnen und die bestehenden an das Unternehmen zu binden. Die entscheidende Frage: Wie kann ein Unternehmen erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt positioniert werden? Bewerber sollen das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber wahrnehmen. Ein Arbeitgeber muss also wissen, welche Erwartungen potenzielle Bewerber haben und danach handeln und kommunizieren. In einem Semesterprojekt zum Thema Employer Branding entwickeln wir, eine Gruppe von Onlinekommunikation-Studenten der Hochschule Darmstadt aus dem dritten Semester, für ein mittelständisches Unternehmen ein Konzept zur Mitarbeitergewinnung. Teil des Projektes ist unter anderem auch die Konzeption einer Website. Bei unserer Recherche hatten wir den Eindruck, dass nicht allen Unternehmen klar ist, dass die Corporate Website auch für Bewerber eine wichtige Anlaufstelle ist, um sich über den potentiellen Arbeitgeber zu informieren. Die Websites haben sich häufig an Kunden und Partner gerichtet, sollten aber auch als Chance gesehen werden, sich als Arbeitgeber zu präsentieren.

Quelle: https://pixabay.com/en/web-macbook-air-apple-graphics-1738168/

Die Unternehmenswebsite wird unter Experten als Zuhause der Mitarbeitergewinnung gehandelt. Folglich bildet sie den Grundbaustein eines erfolgreichen Employer Branding im Web. Sie liefert alle Informationen, die die Bewerber erwarten, nachdem sie durch Anzeigen, Hinweise im Social Web etc. auf das Unternehmen aufmerksam geworden sind. Das Unternehmen kann sich auf seiner Website so präsentieren, wie es wahrgenommen werden möchte. Aber was erwarten Bewerber von einer überzeugenden Karriereseite?

Bewerber wollen…

…das Unternehmen im Netz finden

Das klingt auf den ersten Blick wirklich selbstverständlich und einige würden sagen, dass eine Website dies ja impliziert, dem ist aber nicht so. Warum ist das so?
Oft sind Bewerberbereiche der Corporate Websites nicht wirklich suchmaschinenoptimiert. Bewerber suchen oft nach allgemeinen Berufsbezeichnungen und bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) seltener direkt nach dem Unternehmensnamen. Folglich gilt es an dieser Stelle anzusetzen und die Website zu optimieren. Die Nutzung von Keywords ist dafür eine von vielen Möglichkeiten. Auch die Optimierung für mobile Endgeräte verbessert das Google-Ranking der Website. Eine responsive Website sollte selbstverständlich sein und wird von Google belohnt – nur: Wenn man mehrspaltig gesetzte Stellenangebote als pdf ins Netz lädt, ist das am Handy nicht gerade gut zu lesen.

… sich intuitiv orientieren

Uns ist aufgefallen, dass auf vielen Websites der Karrierebereich schwer zu finden ist. Um den Bewerbern den Weg von der Homepage zum Karrierebereich zu zeigen, sollte dieser sich nicht in einer Sub-Navigation befinden, sondern prominent in der Hauptnavigation platziert sein. Es gilt zu bedenken: Besucher werden von Suchmaschinen nicht immer auf die Startseite geleitet und müssen folglich auf jeder Seite des Webauftritts abgeholt werden.
Durch eine markante Platzierung des Karrierebereichs wird die Aufmerksamkeit auf diesen gelenkt. Auf die Weise ist es auch möglich, Menschen anzusprechen, die sich noch nicht bewusst sind, dass sie Bewerber werden können. Es kann sich beispielsweise um einen Mitarbeiter der Konkurrenz, der sich nur informieren will, oder einen Kunden handeln. Wenn auch diese als Bewerber gewonnen werden können, wäre es optimal.

Es gefiel uns gut, wenn Unternehmen in ihrem Karrierebereich auf den ersten Blick erkennbar verschiedene Bewerbergruppen angesprochen haben. Eine sinnvolle Unterteilung wäre beispielsweise in “Schüler/Studenten”, “Berufseinsteiger” und “Berufserfahrene”. Die Nutzerfreundlichkeit wird so deutlich erhöht und die abgetrennten Bereiche ermöglichen auch eine differenzierte Ansprache der Bewerbergruppen. Ein gutes Beispiel ist die Karriereseite von Daimler.

 

 

…sich angesprochen fühlen

Für die Ansprache von Bewerbern sollte die passende Tonalität gewählt werden. Bewerber können durch ansprechende, appellierende und aktivierende Texte direkt angesprochen werden.

Diese Form der Ansprache schafft Aufmerksamkeit und Interesse. Generell gilt, dass alle getroffenen Aussagen durch schlüssige Argumente und Beispiele belegt werden sollten. Das schafft Glaubwürdigkeit und Vertrauen.

… einen aussagekräftigen Einblick in das Unternehmen gewinnen

Die Darstellung des eigenen Unternehmens fällt nicht jedem leicht. Einige geraten in die Übertreibung und wieder andere vernachlässigen diesen Aspekt komplett. Bewerbern ist es aber wichtig, einen authentischen und glaubwürdigen Einblick zu gewinnen. NetFed hat in einer Studie herausgefunden, dass es 90% der Befragten wichtig ist, sich mit dem Unternehmen identifizieren zu können. Das bedeutet für die Unternehmen, dass sie sich möglichst umfassend, ansprechend und vertrauenserweckend vorstellen müssen. 95% der Befragten wollen über Unternehmensziele und -werte informiert werden. Keine leichte Aufgabe – dafür muss sich das Unternehmen mit der eigenen Unternehmenskultur auseinandersetzen und sich die eigenen Unternehmenswerte verdeutlichen.
Wofür steht es als Arbeitgeber? Was macht das Team aus? Und warum sollte der Bewerber gerne für diese Unternehmen arbeiten wollen?

Eine Möglichkeit, sich authentisch zu präsentieren, bieten Mitarbeiter, die als Markenbotschafter auftreten – das beginnt schon beim Bildmaterial auf der Website. DM geht da beispielhaft voran und produziert sehr anschauliche Videos, in denen Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen über ihre Erfahrungen, Arbeitsabläufe und das Klima bei DM sprechen.

 

 

…effiziente Stellenanzeigen

Im Rahmen unsere Konzeption haben wir unserem Kunden empfohlen, für jede Stellenanzeige eine eigene Seite anzulegen. Diese ist verlinkbar und erhöht die Chancen, durch die Suche von Jobportalen gefunden zu werden. Wenn die Stellenbezeichnung bereits Aufschluss über den geforderten Ausbildungsstand, die Anstellungsart, die Position und die Tätigkeiten gibt, ist dies optimal. Dadurch kann die Relevanz und die Auffindbarkeit der Stellenanzeige bereits signifikant optimiert werden.
Ratgeber empfehlen, die Stellenanzeige mit einer Vorstellung des Unternehmens einzuleiten, gefolgt von einem exakten Aufgabenprofil, welches den Bewerber erwartet, den Anforderungen, die das Unternehmen an den Bewerber stellt und abschließend den Leistungen, die das Unternehmen dem Bewerber bietet. Bewerber finden es gut, wenn sie durch prägnante und effiziente Beschreibungen das Unternehmen und die Stelle besser einschätzen können.
Auch Informationen über den Ablauf des Bewerbungsprozesses sind sehr beliebt. Für Fragen empfiehlt es sich einen Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen, um dem Bewerber die Möglichkeit zu geben mit dem Unternehmen zu interagieren.

Im Verlauf unseres Semesterprojektes haben wir gemerkt, wie aufwendig eine Konzeption eines Karrierebereichs für eine Unternehmenswebsite sein kann. Die Entwicklung eines konkreten Vorschlages für unseren Kunden hat uns herausgefordert. Wir hoffen sehr, dass wir mit unserem Konzept eine Grundlage legen konnten für ein erfolgreiches Employer Branding und es unserem Kunden zukünftig leichter fallen wird, neue Mitarbeiter zu gewinnen. Weitere Einblicke in unser Vorgehen und unsere Erkenntnisse, die wir im Rahmen unseres Projektes gewonnen haben, gibt es in unserem ersten Teil unserer kleinen Serie nachzulesen.

 

tl;dr

Im Employer Branding ist die Unternehmenswebsite ein wichtiges Tool, um Mitarbeiter im Web zu gewinnen. Dort kann das Unternehmen den potentiellen Bewerbern Einblicke gewähren, sie mit allen relevanten Informationen versorgen und die eigene Wahrnehmung im Web beeinflussen. Damit Bewerber sich gerne auf der Website umschauen, sollte diese übersichtlich und ansprechend aufgemacht sein, indem beispielsweise der Karrierebereich in verschiedene Bewerbergruppen eingeteilt wird und so eine spezifische Ansprache möglich ist. Authentische Einblicke in den Unternehmensalltag können mit Hilfe von Mitarbeitern, die als Markenbotschafter auftreten, gewährt werden. Diese Erkenntnisse haben Studenten im Rahmen eines Lehrprojekts zum Thema Employer Branding bei der Konzeption einer Strategie erlangt.

Eine wichtige Quelle war für uns das Kapitel Karriere-Webseite: Das Zuhause im Personalmarketing von Henner Knabenreich in Einstellungssache: Personalgewinnung mit Frechmut und Können- Frische Ideen für Personalmarketing und Employer Branding, herausgegeben von Jörg Buckmann.

Fake, Influencer, Abgehört: Diese Woche im DRILLLINK

Ein letztes Mal dem News-Overload entkommen? Mit uns kein Problem. Für unser Team ist das heute die letzte Veröffentlichung. Doch eine Fortsetzung folgt… vielleicht von unseren Nachfolgern.

Was wir dieses Semester gelernt und umgesetzt haben, erfahrt ihr in den nächsten Tagen in unserem Abschiedsartikel.

 

I. Fake. Wenn der Schein trügt.

Was ist echt in Social Media und was nicht? Bots sind keine Seltenheit mehr und können bewusst eingesetzt werden, um zum Beispiel Follower zu generieren oder die öffentliche Meinung zu beeinflussen… Mehr gibt es von der New York Times.

 

II. Influencer. Aus aktuellem Anlass.

Dass nicht jedes Unternehmen Influencermarketing richtig umsetzt, haben wir schon häufig gesehen. Welche Fragen man sich vorab stellen muss und wie eine gute Planung aussieht lässt sich auf pr-blogger in Erfahrung bringen.

 

III. Abgehört. Smart Speaker sind die Zukunft.

“Audio ist der Text der mobilen Generation“, meint Michael Bröcker von der Rheinischen Post. Wie einige Firmen Audio für sich nutzen und welche Möglichkeiten zukünftig bestehen, hat Marvin Schade festgehalten.

Kommunikation, Konfetti, Vertrauen: Diese Woche im DRILLLINK

Mittwoch, den 13.

Wie jeden Mittwoch wünschen wir auch diesen viel Spaß beim Entdecken der drei Must-Klicks. Von uns Studierenden in dieser Woche das dreizehnte Mal. 

 

I. KommunikationWie, wo, was?

Worauf es in Zukunft neben digitaler Rhetorik und Eloquenz ankommen wird, erfahren wir samt weiterer “Spezialzutaten” in diesem Beitrag auf lead-digital.de.

 

II. KonfettiReinhard Springers Kritik an Social Media.

“Social Media ist nichts anderes als Kommunikationskonfetti”, behauptet Reinhard Springer auf dem Deutschen Medienkongress in Frankfurt. Das und weitere steile Thesen der Medienlegende gibt es auf Horizont.de im Video.

 

III. Vertrauen. Aus dem Edelman Trust Barometer 2018.

Wir sind gespannt, wie sich das Vertrauen in Journalismus und Soziale Plattformen entwickeln wird. Aktuelle Einblicke gibt’s in diesem Artikel auf meedia.de.

zeig mir mehr Artikel

what's new