Influencer-Marketing für ein Herzensprojekt

Bildung, Wasser und Strom sind Güter, die für uns selbstverständlich sind. Doch auf der Trauminsel Tansania sieht es leider anders aus. Ein Filmteam mit Influencern im Gepäck macht auf die Missstände aufmerksam und dokumentiert Hilfsprojekte im Paradies. 

“Mehr ist mehr!” Das hat sich in diesem Fall die Filmproduktionsfirma Filmemacher Deutschland gedacht. Mit geballter Reichweiten-Power von Social Media Persönlichkeiten und Marken macht sich deutschlands größter Filmemacher Online Community 2016 auf den Weg in das paradiesische Tansania. Das Projekt beginnt vor der Traumkulisse auf der Insel Pemba. Dort kommt das Team zusammen und nächtigt im berühmten 5 Sterne Manta Resort. Aber dieses Luxushotel zeichnen nicht nur die atemberaubenden Unterwasser-Suiten aus, sondern auch die gemeinnützige Arbeit für die Bewohner Tansanias. Unglaubliche 60% der Einnahmen spendet das Resort an Hilfsorganisationen im Land.

Aber die Traumkulisse hält nicht für die nächste Werbekampagne her; gemeinsam reist das Team nach einem kurzen Aufenthalt in den Südwesten des Landes: Mbeya heißt das nächste Ziel der Reise. Um genauer zu sein, das Zion Home, ihre neue Unterkunft. Doch nicht das nächste Sterne-Hotel wartet auf die Crew, sondern ein Waisenhaus der The Olive Branch for Children-Organisation mit der Gründerin Deborah McCracken aus Kanada.

Wer ist das Team?

Der Initiator Sascha Gottschalk von Filmemacher Deutschland, der vor allem für hochwertige Auslands-Dokumentationen und Social Media Events bekannt ist, reist mehrmals im Jahr nach Tansania um dort zu helfen. Für das Life Allstars Project hat er sich Unterstützung von Persönlichkeiten aus der Social Media Branche geholt. Die Influencerin Farina Opoku, die auf ihrem Instagram-Kanal und novalanalove fast eine Million Follower hat und für ihren Lifestyle- und Beauty-Content bekannt ist, ist eine von ihnen. Aber auch die Youtuber*innen Marc Eggers, Joyce Ilg, Crispy Rob, Cheng Loew und viele weitere sind ebenfalls von der Partie. Neben den Social Media Stars beteiligten sich das Mr. Goodlife Lifestyle-Magazin sowie viele weitere helfende Hände.

Durch ihre Bekanntheit schaffen alle Akteure eine Gesamtreichweite von sieben Millionen Follower und eine monatliche Interaktion von über 35 Millionen.  

Was ist das Ziel?

Nur wenige Einwohner profitieren vom Tourismus Tansanias, besonders in der Savanne oder auf benachbarten Inseln haben es die Menschen schwer. Die Gegensätze könnten kaum größer sein. Sauberes, gar fließendes Wasser ist vor allem in der Wüste unvorstellbar. Deswegen reist die Crew von ihrem neuen Domizil täglich dorthin, wo die Hilfsorganisationen im Einsatz sind.

Das Team verschafft sich mit Hilfe der örtlichen Organisationen einen Gesamtüberblick. Sie lernen die Menschen und das Land kennen und setzten sich mit ihren wichtigsten Problemen auseinander. 

Warum so?

Seit Jahren erhalten Entwicklungsländer Spenden aus dem Ausland, genauso wie tatkräftige Unterstützung vor Ort. Auch Prominente und Einflussnehmer aus der Medienwelt scheuen sich nicht, selbst anzupacken, zu spenden oder einen Spendenaufruf zu starten.

Doch trotzdem scheint das Leid der Entwicklungsländer nicht abnehmen zu wollen: es gibt immer noch Menschen, die keinen Zugang zu frischem Trinkwasser, zu Bildung oder zu medizinischer Versorgung haben.

Nie zuvor hatten Influencer, wie wir sie heute kennen, so einen enormen Einfluss auf unser Konsum- und Nutzungsverhalten. Weil unter den Influencern viele Youtuber sind, die ohnehin ihre Followerschaft mit auf Reisen nehmen und ganz persönliche Einblicke gewähren, ist es bei diesem Projekt nicht anders. Professionelle Videos entstehen in der Zusammenarbeit mit dem Filmteam, aber auch die einzelnen Akteure filmen sich auf ihrer Reise.

Für die Verwirklichung der verschiedenen Projekte mit der Hilfsorganisation sind Spenden dringend notwendig. Das wissen auch die Influencer und rufen ihre Community dazu auf, aber anders. Um für die Spendenaufrufe nicht taub zu werden, findet keine monotone Dauerbeschallung statt. Statt immer wieder die gleichen Phrasen und traurige Kinderaugen zu veröffentlichen, zeigt sich jeder individuell und authentisch, wie immer. Und das wirkt.

Ein Herzensprojekt

Eine Wasserleitung, gar einen Brunnen, sucht man vergeblich auf der weniger bekannten Insel Njao. Cheng Loew, der Youtuber reiste ebenfalls mehrmals nach Tansania, um sich ein Bild von dem Land zu machen und kennt vor allem die Probleme der 360 Inselbewohner genau: Wasser! Was für uns selbstverständlich erscheint, ist für die Bewohner ein kostbares Gut. Auf der Insel gibt es kein Wasser, die Einwohner müssen eine regelrechte Tortour auf sich nehmen, um an das überlebenswichtige Gut zu bekommen. Zwischen vier und sechs Stunden sind die Einwohner auf ihren selbstgebauten Booten unterwegs, um auf das Festland zu kommen, wo sie mit Eimern weitere 2 Kilometer laufen, um an einem Brunnen Wasser zu holen und das auch nur zweimal die Woche.

Dieses Schicksal hat Cheng nicht mehr losgelassen und er hat seine Follower auf das Problem der Einwohner aufmerksam gemacht und zum Spenden aufgerufen. Mit dem Geld hat der Youtuber eine Wasserleitung gebaut. Auch wenn das Spendenziel nicht ganz erreicht wurde, stand dem Bau im Nachhinein nichts im Wege, denn Cheng hat draufgelegt. Aus eigener Tasche hat er den Rest  für den Bau finanziert und das ohne mit der Wimper zu zucken – Hut ab, für diesen Einsatz!

Mehr davon!

In einer Zeit, in der Reichweite vor allem für die eigene Vermarktung oder für Werbung her hält, gibt es noch wenige Ausnahmen, die ihr Sprachrohr auch für die wirklich wichtigen Dinge im Leben einsetzen. Auch wenn sie uns nicht direkt betreffen, ist es wichtig diese Probleme zu sehen und im besten Falle auch zu helfen.

Das Projekt zeigt mit allen Akteuren, dass gemeinsam in einer kurzen Zeit Dinge erschaffen werden können, die anderen Menschen ein besseres Leben ermöglichen und das ferne Probleme durch Social Media greifbar werden und wir die Möglichkeit haben, etwas zu verändern.

Auch wenn das Projekt und deren Dokumentation schon drei Jahre zurückliegt, sind jene Probleme vor allem in den Entwicklungsländern immer noch brandaktuell und es wird sicher nicht lange dauern, bis die nächste Social-Media-Crew sich den Problemen annimmt und darauf aufmerksam macht.

 

Mobile Payment – Neuster Trend zum kontaktlosen Bezahlen

Einer der neuesten Trends in 2019 ist das mobile Bezahlen. Mittlerweile liest man überall: “Zahlen sie mit Google Pay oder Apple Pay”, vom Kleidungsladen bis zum Supermarkt ist vieles möglich. Mit dieser Art von Zahlung werden die Bezahlung Prozesse vereinfacht und somit ganz einfach auch über das Smartphone bedienbar.

 

Was ist Mobile Payment?

Durch das Mobile Payment wird in Zukunft das Bezahlen mit Bargeld oder mit Bankkarte abgelöst. Egal ob über IOS oder Android Geräte, sowie auch über anderen Geräten (wie unten aufgeführt), ist es mittlerweile möglich, zu bezahlen. Diese Dienste ermöglichen kontaktloses Bezahlen, schon an verschiedenen Kassen.

 

Wie funktioniert ein Mobile Payment?

Sie benötigen ein App Store auf Ihrem Handy, wo die jeweilige App runtergeladen werden kann. Das kann entweder die Banking-App Ihrer Bank oder Sparkasse sein oder eine Zahlungs-App von Anbietern wie Apple oder Google. Informieren Sie sich bei Ihrer Bank, welche Möglichkeiten des mobilen Bezahlens sie anbietet. Wie Sie Mobile Payment genau nutzen können, hängt davon ab, bei welcher Bank Sie ein Girokonto haben, und mit welchem Betriebssystem (IOS oder Android) Ihr Handy läuft. In die App die Sie benutzen wollen fügen Sie Ihre Kredit- oder EC-Kartendaten ein und anschließend folgen Sie den anderen Punkten der Erstellung des Kontos. Die Händler erhalten keine Daten, wenn Sie mit dem Smartphone bezahlen. Sichern Sie auf jeden Fall Ihr Handy ab: mit PIN oder Fingerabdruck. Installieren Sie außerdem einen Virenschutz.

Das Bezahlen funktioniert mit einen NFC-Chips in den Karten, der mit unterstützten Bezahlterminals kommuniziert. NFC ist die Abkürzung für „Near Field Communication“, was im Deutschen Nahfeldkommunikation bedeutet.

Und Bedeutet im Zusammenhang mit Smartphones, Datenübertragung und oftmals Bezahlvorgängen, das kontaktlosen Bezahlen. Die gleiche Herangehensweise finden wir bei Smartphones oder Smartwatches, die über NFC verfügen. Statt der Geldkarte haltet ihr also einfach euer Smartphone oder die Smartwatch an das Terminal an der Kasse. Schalten Sie die NFC-Funktion auf dem Smartphone ein. Sagen Sie vor dem Bezahlen an der Kasse Bescheid, dass Sie per Karte zahlen wollen. Halten Sie das Handy an den Bezahlterminal. Kassierer können den Hinweis zur Karte zurzeit noch leichter einordnen als den zum Bezahlen mit dem Handy. Eure einzelnen Transaktionen könnt ihr in der App oder der Weboberfläche von Google Pay einsehen.

 

Vor- und Nachteile von Mobile Payment

Vorteile

Schnell und bequem – vereinfacht den Vorgang

für den Handel günstiger – Bargeld Vorsorge, Einzahlung

Hygienisch, kein Bargeld

gute Marketing Funktion, mit Rabatten

Integration von Location based Services und Social media Interaktion

Kundendaten erlauben Data Mining

geringes Verlustrisiko

 

Nachteile

Identitätsdiebstahl auch scanbar von anderen Verbrauchern

Tracking aller Transaktionen – Verfolgung von Geldbewegungen

Folgen durch Verlieren des Smartphones

Schneller zum Kauf verleitet

 

Wo ist es möglich damit zu bezahlen?

Die Bezahlung mit Mobile Payment unterscheidet sich jeweils pro Anbieter. Mit Google Pay und Apple Pay kann überall dort bezahlt werden, wo Sie eine Kennzeichnung für drahtlose Zahlungskennzeichen oder Pay-Symbole sehen. Meistens befinden sich diese direkt auf dem Terminal an der Kasse oder in unmittelbarer Nähe. Das Bezahlen funktioniert im übrigen online und offline – praktisch, falls Sie keine Internetverbindung haben. Zu den großen Partnern von Mobile Payment gehören hierzulande unter anderem Lidl, Media Markt, Saturn, McDonalds oder auch Kaufland. Doch nicht nur in Geschäften funktioniert Google Pay, auch viele Webseiten unterstützen den Dienst. Mittlerweile sind auch Aral, dm, Galeria Kaufhof, real, Rewe, TeeGschwendner, Thalia, Penny und Netto dazugekommen. Manche Geschäfte bieten Sonderaktionen an, bei den der Kunde beispielsweise mobil bezahlt und dafür etwas gratis bekommt, oder aber Rabatt auf ausgewählte Produkte erhält.

 

Kooperationen / Angebot

Generell ist es wichtig, Angebote zu vergleichen. So kann man erstmal schauen und sich informieren, was die eigene Bank anbietet, bei der man ein Konto besitzt. Dabei sollten Sie natürlich schauen, welche Kooperationen es gibt. Zum Beispiel mit Geschäften, wo Sie oft und gerne einkauft. Sonst gibt es auch die Option, Mobile Payment über das Smartphone zu starten mit Google, Apple und Samsung Pay, die mittlerweile schon viele Angebote haben und zusammenarbeiten mit anderen Unternehmen. Zum Beispiel hat Saturn extra an der Kasse ein Schild aufgestellt, dass man dort mit Apple Pay bezahlen kann.

 

Banken die Mobile Payment anbieten

Banken die bargeldloses, mobiles und kontaktloses Bezahlen anbieten sind:

Commerzbank / Comdirect

N26

Deutsche Bank

Sparkasse

Hypovereinsbank

Volks- und Raiffeisenbanken

Postbank

LBBW

Bei diesen Banken gibt es verschiedene Angebote, somit müssen Sie entscheiden, welches am besten zu Ihnen passt. Sie können auch einfach die Zuständigen in Ihrer Bank kontaktieren und Ihre Payment Optionen erweitern.

 

Andere Anbieter

Es gibt auch noch weitere Anbieter von Mobile Payment. Zum Beispiel PayBack oder PayPal. Die Bezahlmethode des Bonusprogramms, Payback Pay, funktioniert bei iPhones und Android-Geräten unter anderem bei Rewe, dm oder Alnatura. Dafür müssen Kunden sich bei Payback registrieren, ihre IBAN und Adresse hinterlegen sowie das angegebene Bankkonto durch eine Testüberweisung verifizieren.

PayPal hingegen ist eine tolle Option, schnell eine Überweisung zu machen bzw. Geld zu verschicken. Es ist auch eine bargeldlose Zahloption, aber genauso kann man selbst Zahlungen empfangen. So ist es zum Beispiel einfacher, vorgestrecktes Geld, der anderen Person schnell wieder zu geben, ohne dass man am selbe Ort ist.

 

Geräte auf denen es möglich ist

Smartphone die mindestens Android 4.4 und einem integrierten NFC-Chip haben, bei denen ist es möglich. Aber nicht nur Android Betriebssysteme lassen Mobile Payment zu, sondern auch die neuesten Versionen von iOS und auch Google lässt es zu. Bekannte Smartphones, die sie zum mobilen Bezahlen mit NFC nutzen können, sind beispielsweise:

Samsung Galaxy 10 Versionen, Galaxy Note 9, A Reihe, J Reihe

Huawei Mate 20

die neuesten Generationen von OnePlus

Google Pixel 3

iPhone XR, XS

die neusten LG Smartphones

Auch auf den Smartwatches ist es möglich. Fitbit, Garmin und VIM bieten jetzt auch die Payment Funktion an. Aber genauso werden Apple Pay und Samsung auf den jeweiligen Smartwatches der Marken auch anwendbar sein.

 

Fazit

Insgesamt sind die Möglichkeiten, welche Mobile Payment bietet auch zukünftig ein Fortschritt und wird auch viel zur Entwicklung beitragen. Wenn Sie noch weiteres Interesse an diesem Thema haben sind hier ein paar Video und Webseiten verlinkt, bei denen Sie sich weiter informieren können.

Influencer-Marketing für den guten Zweck

Influencer machen Product Placement – das kennen wir schon. Doch manche verbessern auch die Welt.

Wie? Influencer nutzen ihre Reichweite, um auf Probleme und Missstände in der Welt hinzuweisen und Handlungsvorschläge zu geben.

Warum? Weil sie innerhalb ihrer Communities starken Einfluss auf Meinungen und Verhaltensweisen nehmen und diese ändern können.

Wer? Ich zeige euch ein Beispiel.

 

Anzeige, Werbung, Product Placement

Influencer sind, wie das Wort schon sagt, Einflussnehmer und Meinungsmacher. Sie besitzen hohes Ansehen innerhalb ihrer Followerschaft. Sie gelten bei ihren Fans als Experten auf ihrem Gebiet. Sei es zum Thema Mode, Reisen oder Beauty – ihre Follower vertrauen den geposteten Tipps und Aussagen. Damit erreichen sie den Status eines Vorbildes und das besonders für Jugendliche und junge Erwachsene.

In den Posts finden sich vor allem Produktplatzierungen – im Kern also klassische Werbefotos oder-videos, die unter dem Anschein des alltäglichen Lebens verpackt werden. Diese bringen je nach Anzahl der Follower und täglicher Traffic auf dem Profil ein entsprechendes Entgelt. Influencer-Marketing wird von Unternehmen gezielt genutzt, um Kunden innerhalb einer bestimmten Zielgruppe auf ihr Produkt aufmerksam zu machen – eine einfache und vergleichsweise günstige Werbestrategie mit viel Wirkung.

 

Influencer-Marketing unter dem Hashtag #lovetheocean

Erfreulicherweise nutzen einige Influencer ihre Reichweite und Bekanntheit, um auf gesellschaftliche Problematiken und Missstände in der Welt aufmerksam zu machen. Die angesprochenen Themen verbreiten sich schnell und stoßen auch außerhalb der eigenen Community auf Reaktionen.

Die Influencer-Marketing-Kampagne von Davidoff „Cool Water“ und National Geographic läuft seit 2012 unter dem Hashtag #lovetheocean. Dabei steht die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll in den Meeren und an Stränden im Vordergrund. Das Ziel aller Beteiligten ist, bis 2020 zehn Prozent der Weltmeere zu offiziellen Naturschutzgebieten zu erklären und damit großflächige Meeresschutzgebiete zu schaffen.

Bekannte Influencer, wie André Hamann und Scott Eastwood (der Sohn des Schauspielers Clint Eastwood) haben sich an der Aktion beteiligt und bei ihren Followern um Unterstützung gebeten. Eine verkaufte Flasche des Davidoff-Parfums rettet 10.000 Quadratmeter Ozean.

Aufgrund des großen Erfolgs der Kampagne hat André Hamann sie eigenständig verlängert und auf verschiedenste Orte der Welt ausgeweitet: angefangen am Strand in San Diego über den Timmendorfer Strand bis nach Bali. Durch lokale Säuberungsaktionen werden die Strände vom Müll befreit und gleichzeitiges Posting in den sozialen Netzwerken schafft Aufmerksamkeit für die Problematik.

Quelle: Instagram-Profil André Hamann

 

2050: Viel Plastikmüll, weniger Fische

Die Menge an Plastikmüll in den Meeren übersteigt jegliche Vorstellungskraft. Laut WWF Deutschland landen jährlich circa 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren. Auf dem Meeresgrund sieht es noch schlimmer aus. Dort befinden sich circa 80 Millionen Tonnen abgesunkener Plastikmüll. Die erschreckende Prognose: im Jahr 2050 befindet sich mehr Plastikmüll wie Fische in den Ozeanen.

Sicherlich ist der Erfolg der Kampagne unter anderem der Bekanntheit der Marke Davidoff zuzusprechen. Fakt ist, dass Davidoff auf der entsprechenden Kampagnenseite Produktplatzierungen vorgenommen und damit Werbung für das Parfum „Cool Water“ gemacht hat. Im Vordergrund stand allerdings jederzeit die Message und die Aktion #lovetheocean. Auch wenn Davidoff sicherlich den ein oder anderen Dollar beim Verkauf eines Parfums kassiert, die gute Absicht steht außer Frage.

Unter dem Hashtag #lovetheocean finden sich aktuell knapp 240.000 Beiträge, welche die Reichweite und den Erfolg der Kampagne verdeutlichen. Sicherlich fallen nicht alle Postings unter die entsprechende Kampagne, allerdings sorgt Davidoff regelmäßig dafür, dass die beliebtesten Beiträge des Hashtags auf die Kampagne aufmerksam machen. Somit wurde wissentlich ein Hashtag gewählt, den viele Instagram-User in einem anderen Zusammenhang nutzen, wie zum Beispiel bei einfachen Strandschnappschüssen aus dem Urlaub am Meer. Gerade dadurch sensibilisiert die Kampagne die Nutzer und Follower für das Thema Umweltverschmutzung.

 

Mit einfachen Mitteln zur großen Wirkung

Nicht immer ist eine große Marke oder ein bekannter Sponsor nötig, um als Influencer Gutes zu tun. Allein das Aussprechen kann in den Köpfen der Follower ein Umdenken bewirken. So machen beispielsweise Mode-Blogger/innen auf das Thema Tierpelz aufmerksam, indem sie in ihren Posts erwähnen, dass sie selbst aus Gründen des Tierschutzes, keinerlei Echt-Pelz tragen. Oder Make-up-Influencer verdeutlichen, dass sie tierversuchsfreie Kosmetik-Produkte verwenden und legen ihren Fans nahe, es ihnen nachzutun. Diese Meinung kann sich durchaus in den Köpfen der Follower verfestigen und weitertragen.

Für Influencer gibt es über das reine Product Placement hinaus, etliche Möglichkeiten innerhalb ihrer Community bestimmte Themen anzusprechen und für Unterstützung zu werben. Gleichzeitig erreichen sie dadurch eine höhere Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit – eine win-win-Situation für alle Beteiligten!

Wie Influencer Cheng Loew es mit Herzblut und einer non-profit-Kampagne geschafft hat, in Tansania eine Wasserleitung zu bauen, erfahrt ihr in wenigen Tagen.

 

Revolution in Echtzeit

Für so gut wie jedes kontroverse Thema, das in dieser Welt existiert, gibt es Aktivisten, die für Besserung oder eine Veränderung kämpfen. Sei es für mehr Frauenrechte, wie 1923 in Amerika, oder für die gleichgeschlechtliche Ehe seit Jahrzehnten, es passiert immer etwas, egal wo man lebt. Durch die globale Vernetzung wurden für Aktivisten viele neue Möglichkeiten geschaffen. Eine davon nennt sich “Maptivism”.

 

Was ist Maptivism?

 

Hinter dem Begriff “Maptivism” steht eine Bewegung, die Daten von Standorten live und transparent für jeden verfügbar machen möchte. Die alte Kartografie Methode ist völlig veraltet. Heute werden Informationen von Cyber-Aktivisten durch online Karten in Echtzeit über die sozialen Medien geteilt. Diese Karten helfen Aktivisten Gewaltsituationen zu vermeiden, Orte zum Untertauchen zu finden und Gleichgesinnte zu warnen.

 

Open Street Map – die freie Weltkarte

 

Open Street Map (OSM) ist eines von vielen Beispielen für den Einsatz von Maptivism. OSM ist eine kostenlose und vor allem lizenzfreie Weltkarte. Sie wird aus weltweit gesammelten Daten von Häusern, Straßen, etc. aufgebaut. Da diese Daten selbst gesammelt und nicht aus anderen Karten kopiert wurden, hat auch nur Open Street Map die Rechte daran. Das 2004 gegründete Projekt will eine freie Geodatenbank schaffen, auf die weltweit alle Menschen Zugriff haben.

 

So muss man beispielsweise kein Geld mehr für den Kauf eines Navigationssystems ausgeben, bei dem man das meiste Geld für das Kartenmaterial drauf geht, was oftmals nicht einmal mehr aktuell ist.

Die OMS-Community besteht aus Freiwilligen, die Daten sammeln und anschließend in Open Maps eingeben. Im März 2018 konnte OMS eine Millionen aktive Mitglieder feiern. Außerdem wird Open Maps durchschnittlich von 4 Millionen Menschen genutzt.

 

Maptivism in der Realität

 

Freie Karten haben in den letzten Jahren in vielen Protesten eine große Rolle gespielt. Im arabischen Frühling zum Beispiel wurden diese Karten genutzt, um die Standorte der jeweiligen Proteste, Aufstände oder andere Informationen für Aktivisten zugänglich zu machen. So konnten die Menschen, die an diesen Protesten teilnahmen, sichergehen, dass die Situationen nicht zu gefährlich sind.

 

Auch für die Proteste in der Türkei, unter Tayip Erdogan ist Maptivism eine essenzielle Hilfe. Die sozialen Medien, die von dem Präsidenten so verhasst sind, ermöglichen den Aktivisten sich freier zu bewegen und den Tränengas Attacken der Polizei zu entgehen.

 

Wo ist die Polizei?

 

Eine Gruppe von Türken hat im Juni 2017 eine Karte erstellt, um die Bewegungen der Polizei zu verfolgen und festzuhalten. Sie nannten die Karte “Istanbul Polis Hareketler”, übersetzt also: Istanbul Polizei Bewegungen. In dieser Karte wurde markiert, wo die Polizei die Straßen gesperrt hat, wo sich die freiwilligen Ersthelfer befinden und die Namen der verschiedenen Protestgruppen. Diese Karte wurde innerhalb der ersten 2 Tage nach ihrer Erstellung über 24.000 mal angeschaut.

Für die privaten Treffen der Aktivisten, die logischerweise geheim bleiben sollen, wurden außerdem noch andere geheime Karten geschaffen, denn auf die öffentliche Karte hatte natürlich auch die Polizei Zugriff.

 

 

Auch andere Medienkanäle halfen bei der Erstellung von Karten.
2011 in Libyen zum Beispiel hat ein Aktivist eine Karte erstellt, um Polizeigewalt gegen Demonstranten zu dokumentieren und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Dies schafft er, indem er Twitter Posts gesammelt und in der Karte zusammengefügt hat. Der ursprüngliche Grund diese Karte zu schaffen war, um internationale Medienaufmerksamkeit zu bekommen. Im Nachhinein hat die Karte aber viel mehr geschafft. Sie hat Menschen nicht nur geholfen, sondern sie auch geschützt.

 

Auch in vielen anderen Protesten, machen sich die Aktivisten Karten zu Nutzen. Oft werden nicht nur die Polizei Aktivitäten festgehalten, sondern auch wo Proteste stattfinden und wo Menschen gestorben sind. Dies wird dann auf Karten in verschieden farbigen Symbolen deutlich gemacht.

In England sind Studenten 2010 noch einen Schritt weiter gegangen und haben die App “Sukey” entwickelt. Dies soll Menschen helfen in Echtzeit sicher und informiert über die derzeitigen Proteste zu sein.

 

Moderner Aktivismus erfordert Internetzugang!

 

Natürlich kann nichts von alldem funktionieren, wenn keine Internetverbindung besteht. Und gerade aus diesem Grund hören wir so oft von der Stilllegung des Internets im Mittleren Osten. Oder der Sperrung von Facebook und Twitter in der Türkei. Die Regierungen versuchen nicht nur Maptivism zu unterdrücken, sondern die generelle Verknüpfung der Menschen über die sozialen Medien. Doch auch das ist nicht einfach. Die Nutzung von Onlinekarten für solche Zwecke wird immer beliebter.

Außerdem werden diese Karten nicht zwangsläufig nur während Protesten eingesetzt. Die Menschen finden immer mehr Gründe eine frei zugängliche Karte zu nutzen. In China zum Beispiel wird auf einer öffentlichen Onlinekarte festgehalten, wo die Luftverschmutzung am schlimmsten ist, um die Menschen in diesen Gebieten zu informieren.

 

Die globale Vernetzung und der technische Fortschritt ermöglichen uns vieles. Dass daraus eine Bewegung wie “Maptivism” entstanden ist, ist nur eines von vielen guten Beispielen.

 

Schnell und flexibel: Die “Fastpass” App der NH-Hotels

Seit Ende 2018 bietet die Hotelkette NH Hotel Group ihren Gästen mit der hauseigenen App “Fastpass” digitalisierten Rundum-Service. Der Check-In, die Zimmerauswahl oder die Bezahlung – all das kann der Hotelgast selbstständig erledigen. Kann dies ein Paradebeispiel für die Hotelbranche darstellen?

Digitalisierung bedeutet Flexibilität

Dies dachte sich wohl auch das Unternehmen NH, als die App “Fastpass” Ende 2018 an den Start ging. Die App vereint all das, was bisher von menschlicher Hand übernommen und organisiert wurde: Gäste können ihren Check-In eigenständig und unabhängig abwickeln. Bei der Ankunft im Hotel gehören lange Wartezeiten der Vergangenheit an.

Das Unternehmen ist die drittgrößte Business-Hotelgruppe in Europa, die diverse Marken wie zum Beispiel die nhow Hotels unter einem Dach vereint. Allein in Deutschland betreibt die Kette 58 Häuser. Doch was genau bietet die App?

Individuell und schnell

Schon vor dem Check-In setzt die Kette mit dem Service an: Gäste können sich ihr Lieblingszimmer schon im Vorhinein aussuchen, denn selbst die Grundrisse der Traumunterkunft sind einsehbar. Zusätzlich ist die Lage des Zimmers bestimmbar. So können beispielsweise Menschen mit Bewegungseinschränkungen ein Zimmer nahe des Aufzuges reservieren. Möchte man schlichtweg einen besseren Ausblick in einer höheren Etage, so ist dies selbstverständlich auch möglich. Gewohnheiten, wie die Bequemlichkeit oder Badezimmertypen, können schon vorne weg gewählt werden. Die volle Entscheidungsfreiheit liegt also in der Hand des Gastes. Ebenso beim Check-In, der schon 48 Stunden vor Ankunft abgewickelt werden kann. Einchecken, bevor man überhaupt am Urlaubsort angekommen bin. Danach ist nur noch eine Anmeldung nötig. Großer Plusfaktor für die App wären somit die Vereinbarung von Individualität und Flexibilität beim Reisen.

Wird es zukünftig keine langen Wartezeiten an der Rezeption geben?

Vorreiter in der Digitalisierung

Bekleidet das Unternehmen mit dieser Serviceleistung eine Vorreiterrolle in der Digitalisierung im Tourismus?

NH’s Chief Operations Officer & Global Transformation Leader Rufino Pérez bejaht dies. In einem Beitrag des Online Magazins Business Traveller äußerte er sich im November so: „Wir sind die erste urbane Hotelkette in Europa, die diese drei Serviceleistungen gleichzeitig anbietet, und damit zählen wir zu den Vorreitern im Hotelgewerbe im Bereich smarter Technologien der neuesten Generation. Unser ultimatives Ziel ist es, unseren Gästen die volle Kontrolle über ihren Aufenthalt zu ermöglichen.”

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser?

Die große Stärke der App liegt insbesondere im Bereich der Geschäftsreisenden und der zugehörigen Zielgruppe. Zeitdruck, Stress und Termine bestimmen oftmals den Alltag von Geschäftsreisenden. “Fastpass’’ stellt für diese sicherlich eine Entlastung und ein Mittel zur Organisation dar. So wären ähnliche Serviceangebote, wie sie NH bietet, besonders für die “Big Player” in dem speziellen Feld empfehlenswert. Hierbei würde sich selbstverständlich eine Zielgruppenanalyse anbieten. Denn beispielsweise ältere Gästegruppen, vor allem im Pauschaltourismus, erwarten noch oftmals den persönlichen Kontakt an der Rezeption und Hilfe beim Check-In. Hotelketten mit dieser Zielgruppe könnten sich momentan also mit einem alleinigen Einsatz eines solchen Services schwer tun.

Es ist wohl abzuwarten, ob bald auch weitere Hotelketten zukünftig nachziehen werden und ob die Digitalisierung sich auch noch auf weitere touristische Dienstleistungen auswirkt.

Zu der NH Hotel Group.

Mehr zum Thema interaktives Reisen findet ihr im Beitrag von Marie zum Thema „Intelligentes Hotelzimmer“.

Technologien im Agenturalltag bei McCann

Kann man sich in dieser Zeit noch vorstellen, wie es ohne Technologien wäre? Was gäbe es für Konsequenzen oder was würde sich verändern, wenn es auf einmal keine mehr gibt? Heutzutage kann man es sich kaum vorstellen, dass die Technik fehlt. Auch in Unternehmen und Agenturen ist sie kaum noch weg zu denken. Die Agentur McCann ist, was neue Technologien angeht, sehr breit aufgestellt. Der CEO von McCann Ruber Iglesias wird in diesem Beitrag einige Fragen diesbezüglich beantworten.

Frage 1: Werden neue Technologien in den Agenturalltag bei McCann eingebunden? Und wenn ja, welche?

Ruber Iglesias: Heutzutage müssen sich Agenturen schneller denn je auf neue Kundenanforderungen einstellen und für entsprechende Expertise sorgen. Insbesondere Agenturen, die frühzeitig in Digital und IT investiert haben bieten Marketinglösungen an, die Kreativität und Technologie vereinen. Das wurde seit den frühen 90er Jahren zur Kern-Kompetenz der McCann Worldgroup. So verfügen wir in unserem Headquarter in Frankfurt über eine eigene IT-Abteilung mit ca. 100 Kolleginnen und Kollegen, was ca. 25% der gesamten Belegschaft der deutschen Agenturgruppe entspricht. Mit neuen Technologien setzt sich diese Abteilung tagtäglich auseinander. Diese werden direkt im Agenturalltag oder für Kunden angewendet. Die Bandbreite reicht hier von komplexen CMS-Systemen wie Adobe (AEM) oder Achaia hin zu individuell entwickelten Innovationen Lösungen. Manchmal auch in Zusammenarbeit mit externen Partnern wie z.B. dem Fraunhofer Institut.

Kommunikation einer Agentur oder eines Unternehmens ist einer der größten Bestandteile im Business. In der heutigen Zeit werden verschiedene Technologien eingesetzt. Sowie auch bei McCann.

Frage 2: Werden generell verschiedene Technologien und Tools auch in der Unternehmenskommunikation eingesetzt? Welche sind es?

Ruber Iglesias: Für die Unternehmenskommunikation unserer Kunden und unserer Agentur setzen wir unterschiedliche Tools ein. Vornehmlich auf CMS-Systemen basierend wie oben beschrieben. Selbstverständlich haben wir auch ein eigenes Intranet für die wichtigsten Informationen rund um unsere Agentur und bei der Belegschaft. Dort haben die gängigen, aber auch teils neuen Social Media Kanäle einen festen Platz in ihrem Arbeitsalltag.

Während meines Praktikums bei McCann im August 2018 durfte ich die PR Abteilung, die Kundenberatung und die Kreation unterstützen. Somit habe ich einen Einblick bekommen, wie der Arbeitsprozess im PR- und Marketingbereich funktioniert.

Frage 3: Wie werden Technologien in neuen Werbespots, Anzeigen oder auch in der Public Relation eingebaut?

Ruber Iglesias: Technologien sind heutzutage immer integraler Bestandteil von Kampagnen, insbesondere als Teil von CRM-Programmen oder in Social Media.

Des weiteren bekam ich in diesen 6 Wochen die Möglichkeit, im Creative Lab von McCann zum ersten Mal in meinem Leben eine Virtual Reality (VR) Brille auszuprobieren. Ich sah mit der Brille eine Landschaft und durfte auch virtuell Zeichnen. Das war für mich eine interessante Situation, so einfach in die Luft zu Zeichnen. Da ich VR als einen sehr ausbaufähigen Trend sehe interessiert es mich sehr, inwieweit es in einer Agentur eingesetzt wird.

Frage 4: Welchen Bestandteil haben die Augmented Reality (AR) und die Virtuelle Realität (VR) bei der Arbeit bei McCann?

Ruber Iglesias: Erst kürzlich, haben wir im Zuge der Markteinführung, des neuen Opel Combo ein Augmented Reality Game für unseren Kunden Opel entwickelt. Der seit Jahren unter anderem von Borussia Dortmund gesponsert wird. Mit unserer App „Kick like BVB“ kann man im Wettbewerb gegen die BVB-Profis antreten und dabei attraktive Fan-Preise gewinnen. Dazu muss man einfach nur mehr Bälle virtuell in den Opel Combo Life kicken. Ein schönes Instrument zur Kundenbindung, erhältlich im Apple Store.

Neben Virtual Reality gibt es noch mehr spannende neue Technologien. Dieser Trend wird in der Zukunft ein großes Potenzial in Unternehmen haben, so wie auch in Agenturen.

Frage 5: Was wären Ihrer Vorstellung nach Möglichkeiten, wie die Agentur künftig neue Technologien einbringen könnte?

Ruber Iglesias: Digitalagenturen wie MRM//McCann werden sich verstärkt mit neuen Technologien befassen, insbesondere rund um das Thema E-Commerce und am POS. Hierbei ist insbesondere eine agile Vorgehensweise gemeinsam mit dem Kunden/Nutzer von Relevanz um anhand von Prototypen schnell zu validen Ergebnissen oder auch Konzepte Korrekturen zu kommen.

In Zukunft wird es immer mehr Optionen geben, die Kommunikation zu steigern und zu optimieren. Mittlerweile ist alles vernetzt, sodass überall, egal wo man ist, aktualisiert werden kann. In meinem Praktikum bei McCann durfte ich an einem Meeting über Amazon Echo bzw. Alexa teilnehmen. Amazon Echo und andere Sprachassistenten waren im letzten Jahr 2018 eine sehr große Veränderung in Sachen Kommunikation und Fortschritt. Wenn Ihr mehr über Sprachassistenten erfahren wollt, lest euch den Beitrag Einsatz von Sprachassistenten – Vier bekannte Sprachassistenten im Vergleich durch.

Frage 6: Inwieweit werden Sprachassistenten in den Agenturalltag mit eingebunden?

Ruber Iglesias: Sprachassistenten werden mehr und mehr unseren Alltag bestimmen, nicht nur zu Hause oder in der Agentur. Das Handy wird in der Folge in den nächsten Jahren an Bedeutung verlieren. Insofern beschäftigen wir uns täglich mit etwaigen Anwendungen und programmieren hier auch eigene Alexa-Skills, die wir zunehmend auch im Zuge neuer Marketinglösungen für unsere Kunden entwickeln. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf der sprach-basierten Suche liegen.

Des Weiteren fanden während meines Praktikums mehrere spannenden Meetings, Speak-Ups oder Tooltimes für die Mitarbeiter statt. Zum Beispiel wurden neue Funktionen von beispielsweise Social Media Kanälen beigebracht oder auch andere interessante neue Trends vorgestellt.

Frage 7: Mich würde es sehr interessieren, wie diese Veranstaltungen organisiert werden? Und inwieweit ist dies für die Arbeit in der Agentur wichtig?

Ruber Iglesias: Die Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für unsere Agentur von zentraler Bedeutung. Unsere regelmäßigen Speak-Ups und Tooltimes sind wichtige Plattformen, um fortwährend über neue Innovationen zu informieren. Organisiert werden diese Veranstaltungen von Führungskräften aus unserer Kreation und IT, die insbesondere auch durch den Austausch mit unseren internationalen Kollegen in sogenannten Center of Excellence oder durch Besuch von Kongressen inspiriert werden.

Zukünftig und auch schon heute gibt es einige technologische Trends, die vieles verändern könnten.

Fazit

In diesem Blogbeitrag hast Du einen guten Einblick in den Arbeitsalltag einer bekannten Agentur mit Technologien bekommen. McCann als renommierte Agentur, achtet immer darauf, auf dem neuesten Stand zu sein und seine Mitarbeiter zu schulen.

Ruber Iglesias, vielen Dank für Ihre Kooperation!

 

Interview: Philipp Meier (mainzplus CITYMARKETING) über digitales Stadtmarketing und Virtual Reality

Die Digitalisierung verändert auch das Stadtmarketing enorm. Die Stadt Mainz leistet Pionierarbeit und setzt bereits Virtual und Augmented Reality ein. Der Bereichsleiter Marketing & Tourismus der mainzplus CITYMARKETING GmbH, Philipp Meier, gibt im Interview exklusive Einblicke.

 

 

Wie beurteilen Sie die Veränderung des Tourismus durch die Digitalisierung?

Die Digitalisierung ist einer der Megatrends, der die Rahmenbedingungen auch im Tourismus komplett geändert hat. Digitale Medien wie Online-Medien und Apps hin zur künstlichen Intelligenz werden immer wichtiger, um Zielgruppen und Touristen zu erreichen. Das Informationsverhalten hat sich komplett verändert, man muss kürzere und schnellere Informationen bereitstellen. Die Digitalisierung ist quasi ein Inkubator, ein Beschleuniger, vieler Informations- und Kommunikationsprozesse.

 

Wer ist die Hauptzielgruppe im Stadtmarketing der Stadt Mainz?

Letztendlich haben wir ganz viele Zielgruppen, allen voran die BürgerInnen unserer Stadt. Insbesondere für sie und mit ihnen machen wir Stadtmarketing, da sie wichtige Markenbotschafter für die Stadt sind. In diesem Zusammenhang haben wir touristische Zielgruppen, insbesondere im Tagestourismus und dem Umkreis der Metropolregion Rhein-Main. Im Übernachtungstourismus gibt es sowohl nationale als auch internationale Gäste. Diese kommen häufig von Übersee aus Amerika oder auch zunehmend aus dem chinesischen Raum. Es ist immer wichtig nach innen zu arbeiten und die BürgerInnen mit einzubinden – denn die kennen die Stadt und ihr Lebensgefühl am besten. Wenn wir die dann der Stadt Mainz und somit die „Marke Mainz“ definiert haben, können wir das auch gut nach außen transportieren.

 

Welche Projekte gibt es für die Bürger?

Mit der Binnenmarketing Kampagne “#mainzgefühl” waren wir auf der Suche nach der Marke Mainz: Was ist das Besondere an Mainz, was unterscheidet uns von anderen Städten – insbesondere was das Lebensgefühl betrifft? Mit einer großen Umfrage und einer Social Media Challenge haben wir dies herausgearbeitet. Im zweiten Schritt werden wir mit den Ergebnissen nach außen treten und das „Mainz-Gefühl“ authentisch kommunizieren.

 

Mit der MAINZ-App gibt es seit März 2018 eine App, die alle Highlights und Informationen der Stadt zusammenfasst. Wie wollen Sie mit dieser App die Zielgruppen erreichen?

Für die Bürger ist die App ideal, um sich zum Beispiel über Veranstaltungen zu informieren. Auch für kulturelle Sehenswürdigkeiten lohnt sie sich. Das Römische Bühnentheater am ehemaligen Südbahnhof haben wir komplett rekonstruiert und mithilfe von Virtual Reality dargestellt. Sowohl Bürger, als auch Touristen können in die römische Zeit eintauchen und virtuell sehen, wie die Stadt damals aussah.

Ein weiteres Beispiel ist Gutenberg (Anm. d. Autors: Johannes Gutenberg, Erfinder des Buchdrucks 1450 in Mainz, seither auch bekannt als die „Gutenberg-Stadt“). Wir haben ihn in der virtuellen Welt aufleben lassen, um diese Besonderheit und die Sehenswürdigkeiten, die damit zu tun haben, in der App zu präsentieren.

 

Virtual und Augmented Reality zählen zu den Top-Innovationen in der aktuellen technischen Entwicklung. Sehen Sie sich als eine Art Vorreiter in der Tourismusbranche?

Mit der App haben wir Pionierarbeit in der Branche geleistet, in dieser Form gibt es noch keine vergleichbare App. Wir verbinden statische Informationen mit digitalen Modulen im Bereich VR und AR. Die Entwicklung hat uns großen Spaß gemacht, da wir innovativ arbeiten und Tourismus mit modernen Technologien verknüpfen konnten. Ohne die Technologien wäre vieles nicht mehr erlebbar, weil Gebäude verfallen sind oder durch den Krieg zerstört wurden.

Zusammengearbeitet haben wir hierbei unter anderem mit der Johannes Gutenberg-Universität und der Hochschule Mainz, da uns der historische und der wissenschaftliche Aspekt der Informationsaufarbeitung sehr wichtig war. Wir haben auch mit dem Mainzer Stadtarchiv gesprochen, da dort alle relevanten historischen Informationen vorliegen. Die Softwareentwicklung und Programmierung der App wurde von zwei Agenturen, VRM Digital und ZDF Digital, übernommen.

 

Wie ist das Feedback der Bürger und Touristen auf die App?

Das Feedback ist durchweg positiv. Unser Anspruch ist nun, dass wir die App noch bekannter machen. Ziel ist, dass jeder Mainzer, der ein Smartphone oder ein Tablet besitzt, die App downloadet. Derzeit steht es 50:50. Die Hälfte aller Nutzer haben den Standort Mainz, was unserem Ziel entspricht, beide Zielgruppen zu erreichen.

Eine Herausforderung ist aber vor allem die Technik, die VR und AR-Technologie funktioniert nicht auf jedem Endgerät – ältere Produkte können die modernen Technologien teilweise nicht mehr abbilden. Da sich die Geräte immer weiter entwickeln, bin ich mir jedoch sicher, dass im Laufe dieses Jahres die Geräte alle so modern sind, dass VR und AR problemlos abzuspielen sind.

 

Sie sprachen von der Weiterverbreitung der App. Influencer haben eine enorme Reichweite, sehen Sie hier Potenzial für das Stadtmarketing der Stadt Mainz?

Grundsätzlich arbeiten wir gerne und viel mit Influencern zusammen, gerade bei der Kampagne „#mainzgefühl“. Durch die vielen Follower sind sie sehr gute Multiplikatoren auf sozialen Medien, wodurch wir eine virale Reichweite erreichen konnten. Das hat uns gezeigt, dass wir auch in Zukunft noch stärker im Influencer Bereich tätig sein wollen. Auch Blogger und Reisejournalisten sowie junge Gastronomen und Gründer, die per se schon als Influencer gelten, eignen sich. Wir haben ein gutes Gefühl dabei, dass die Mischung der Influencer der richtige Weg ist. Wichtig ist für uns nicht nur die Quantität der Follower, sondern auch die Qualität der Bilder und der Bildsprache. Natürlich wollen wir besonders mit Influencern arbeiten, die ein ähnliches Bild von Mainz haben und den Fokus auf ähnliche Themen legen wie wir.

 

Vielen Dank an Philipp Meier für das Interview und die Einblicke. Weitere PR-Fundsachen Lesetipps über VR, AR und andere Innovationen findet ihr hier:

→ Virtual Reality kann in vielen Bereichen eingesetzt werden. Franziskas Beitrag über Serious Games zeigt, dass sich die Technologie gut für spielerisches Lernen eignet und so bereits von DRK Rheinhessen-Nahe verwendet wird.

→ In Werbung und Marketing ist Virtual Reality ideal, um Emotionen zu erwecken. Charlotte erläutert dies in ihrem Beitrag über Virtual Reality Marketing.

→ Auch bei TUI spielt die Technologie bereits eine Rolle. Mehr über die Wirkung von Virtual und Augmented Reality im Tourismusmarketing erfahrt ihr im Beitrag von Marina.

Technologien im Agenturalltag bei McCann

Kann man sich in dieser Zeit noch vorstellen, wie es ohne Technologien wäre? Was gäbe es für Konsequenzen oder was würde sich verändern, wenn es auf einmal keine mehr gibt? Heutzutage kann man es sich kaum vorstellen, dass die Technik fehlt. Auch in Unternehmen und Agenturen ist sie kaum noch weg zu denken. Die Agentur McCann ist, was neue Technologien angeht, sehr breit aufgestellt. Der CEO von McCann Ruber Iglesias wird in diesem Beitrag einige Fragen diesbezüglich beantworten.

Frage 1: Werden neue Technologien in den Agenturalltag bei McCann eingebunden? Und wenn ja, welche?

Ruber Iglesias: Heutzutage müssen sich Agenturen schneller denn je auf neue Kundenanforderungen einstellen und für entsprechende Expertise sorgen. Insbesondere Agenturen, die frühzeitig in Digital und IT investiert haben bieten Marketinglösungen an, die Kreativität und Technologie vereinen. Das wurde seit den frühen 90er Jahren zur Kern-Kompetenz der McCann Worldgroup. So verfügen wir in unserem Headquarter in Frankfurt über eine eigene IT-Abteilung mit ca. 100 Kolleginnen und Kollegen, was ca. 25% der gesamten Belegschaft der deutschen Agenturgruppe entspricht. Mit neuen Technologien setzt sich diese Abteilung tagtäglich auseinander. Diese werden direkt im Agenturalltag oder für Kunden angewendet. Die Bandbreite reicht hier von komplexen CMS-Systemen wie Adobe (AEM) oder Achaia hin zu individuell entwickelten Innovationen Lösungen. Manchmal auch in Zusammenarbeit mit externen Partnern wie z.B. dem Fraunhofer Institut.

Kommunikation einer Agentur oder eines Unternehmens ist einer der größten Bestandteile im Business. In der heutigen Zeit werden verschiedene Technologien eingesetzt. Sowie auch bei McCann.

Frage 2: Werden generell verschiedene Technologien und Tools auch in der Unternehmenskommunikation eingesetzt? Welche sind es?

Ruber Iglesias: Für die Unternehmenskommunikation unserer Kunden und unserer Agentur setzen wir unterschiedliche Tools ein. Vornehmlich auf CMS-Systemen basierend wie oben beschrieben. Selbstverständlich haben wir auch ein eigenes Intranet für die wichtigsten Informationen rund um unsere Agentur und bei der Belegschaft. Dort haben die gängigen, aber auch teils neuen Social Media Kanäle einen festen Platz in ihrem Arbeitsalltag.

Während meines Praktikums bei McCann im August 2018 durfte ich die PR Abteilung, die Kundenberatung und die Kreation unterstützen. Somit habe ich einen Einblick bekommen, wie der Arbeitsprozess im PR- und Marketingbereich funktioniert.

Frage 3: Wie werden Technologien in neuen Werbespots, Anzeigen oder auch in der Public Relation eingebaut?

Ruber Iglesias: Technologien sind heutzutage immer integraler Bestandteil von Kampagnen, insbesondere als Teil von CRM-Programmen oder in Social Media.

Des weiteren bekam ich in diesen 6 Wochen die Möglichkeit, im Creative Lab von McCann zum ersten Mal in meinem Leben eine Virtual Reality (VR) Brille auszuprobieren. Ich sah mit der Brille eine Landschaft und durfte auch virtuell Zeichnen. Das war für mich eine interessante Situation, so einfach in die Luft zu Zeichnen. Da ich VR als einen sehr ausbaufähigen Trend sehe interessiert es mich sehr, inwieweit es in einer Agentur eingesetzt wird.

Frage 4: Welchen Bestandteil haben die Augmented Reality (AR) und die Virtuelle Realität (VR) bei der Arbeit bei McCann?

Ruber Iglesias: Erst kürzlich, haben wir im Zuge der Markteinführung, des neuen Opel Combo ein Augmented Reality Game für unseren Kunden Opel entwickelt. Der seit Jahren unter anderem von Borussia Dortmund gesponsert wird. Mit unserer App „Kick like BVB“ kann man im Wettbewerb gegen die BVB-Profis antreten und dabei attraktive Fan-Preise gewinnen. Dazu muss man einfach nur mehr Bälle virtuell in den Opel Combo Life kicken. Ein schönes Instrument zur Kundenbindung, erhältlich im Apple Store.

Neben Virtual Reality gibt es noch mehr spannende neue Technologien. Dieser Trend wird in der Zukunft ein großes Potenzial in Unternehmen haben, so wie auch in Agenturen.

Frage 5: Was wären Ihrer Vorstellung nach Möglichkeiten, wie die Agentur künftig neue Technologien einbringen könnte?

Ruber Iglesias: Digitalagenturen wie MRM//McCann werden sich verstärkt mit neuen Technologien befassen, insbesondere rund um das Thema E-Commerce und am POS. Hierbei ist insbesondere eine agile Vorgehensweise gemeinsam mit dem Kunden/Nutzer von Relevanz um anhand von Prototypen schnell zu validen Ergebnissen oder auch Konzepte Korrekturen zu kommen.

In Zukunft wird es immer mehr Optionen geben, die Kommunikation zu steigern und zu optimieren. Mittlerweile ist alles vernetzt, sodass überall, egal wo man ist, aktualisiert werden kann. In meinem Praktikum bei McCann durfte ich an einem Meeting über Amazon Echo bzw. Alexa teilnehmen. Amazon Echo und andere Sprachassistenten waren im letzten Jahr 2018 eine sehr große Veränderung in Sachen Kommunikation und Fortschritt. Wenn Ihr mehr über Sprachassistenten erfahren wollt, lest euch den Beitrag Einsatz von Sprachassistenten – Vier bekannte Sprachassistenten im Vergleich durch.

Frage 6: Inwieweit werden Sprachassistenten in den Agenturalltag mit eingebunden?

Ruber Iglesias: Sprachassistenten werden mehr und mehr unseren Alltag bestimmen, nicht nur zu Hause oder in der Agentur. Das Handy wird in der Folge in den nächsten Jahren an Bedeutung verlieren. Insofern beschäftigen wir uns täglich mit etwaigen Anwendungen und programmieren hier auch eigene Alexa-Skills, die wir zunehmend auch im Zuge neuer Marketinglösungen für unsere Kunden entwickeln. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf der sprach-basierten Suche liegen.

Des Weiteren fanden während meines Praktikums mehrere spannenden Meetings, Speak-Ups oder Tooltimes für die Mitarbeiter statt. Zum Beispiel wurden neue Funktionen von beispielsweise Social Media Kanälen beigebracht oder auch andere interessante neue Trends vorgestellt.

Frage 7: Mich würde es sehr interessieren, wie diese Veranstaltungen organisiert werden? Und inwieweit ist dies für die Arbeit in der Agentur wichtig?

Ruber Iglesias: Die Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für unsere Agentur von zentraler Bedeutung. Unsere regelmäßigen Speak-Ups und Tooltimes sind wichtige Plattformen, um fortwährend über neue Innovationen zu informieren. Organisiert werden diese Veranstaltungen von Führungskräften aus unserer Kreation und IT, die insbesondere auch durch den Austausch mit unseren internationalen Kollegen in sogenannten Center of Excellence oder durch Besuch von Kongressen inspiriert werden.

Zukünftig und auch schon heute gibt es einige technologische Trends, die vieles verändern könnten.

Fazit

In diesem Blogbeitrag hast Du einen guten Einblick in den Arbeitsalltag einer bekannten Agentur mit Technologien bekommen. McCann als renommierte Agentur, achtet immer darauf, auf dem neuesten Stand zu sein und seine Mitarbeiter zu schulen.

Ruber Iglesias, vielen Dank für Ihre Kooperation!

 

Interview: Philipp Meier (mainzplus CITYMARKETING) über digitales Stadtmarketing und Virtual Reality

Die Digitalisierung verändert auch das Stadtmarketing enorm. Die Stadt Mainz leistet Pionierarbeit und setzt bereits Virtual und Augmented Reality ein. Der Bereichsleiter Marketing & Tourismus der mainzplus CITYMARKETING GmbH, Philipp Meier, gibt im Interview exklusive Einblicke.

 

 

Wie beurteilen Sie die Veränderung des Tourismus durch die Digitalisierung?

Die Digitalisierung ist einer der Megatrends, der die Rahmenbedingungen auch im Tourismus komplett geändert hat. Digitale Medien wie Online-Medien und Apps hin zur künstlichen Intelligenz werden immer wichtiger, um Zielgruppen und Touristen zu erreichen. Das Informationsverhalten hat sich komplett verändert, man muss kürzere und schnellere Informationen bereitstellen. Die Digitalisierung ist quasi ein Inkubator, ein Beschleuniger, vieler Informations- und Kommunikationsprozesse.

 

Wer ist die Hauptzielgruppe im Stadtmarketing der Stadt Mainz?

Letztendlich haben wir ganz viele Zielgruppen, allen voran die BürgerInnen unserer Stadt. Insbesondere für sie und mit ihnen machen wir Stadtmarketing, da sie wichtige Markenbotschafter für die Stadt sind. In diesem Zusammenhang haben wir touristische Zielgruppen, insbesondere im Tagestourismus und dem Umkreis der Metropolregion Rhein-Main. Im Übernachtungstourismus gibt es sowohl nationale als auch internationale Gäste. Diese kommen häufig von Übersee aus Amerika oder auch zunehmend aus dem chinesischen Raum. Es ist immer wichtig nach innen zu arbeiten und die BürgerInnen mit einzubinden – denn die kennen die Stadt und ihr Lebensgefühl am besten. Wenn wir die dann der Stadt Mainz und somit die „Marke Mainz“ definiert haben, können wir das auch gut nach außen transportieren.

 

Welche Projekte gibt es für die Bürger?

Mit der Binnenmarketing Kampagne “#mainzgefühl” waren wir auf der Suche nach der Marke Mainz: Was ist das Besondere an Mainz, was unterscheidet uns von anderen Städten – insbesondere was das Lebensgefühl betrifft? Mit einer großen Umfrage und einer Social Media Challenge haben wir dies herausgearbeitet. Im zweiten Schritt werden wir mit den Ergebnissen nach außen treten und das „Mainz-Gefühl“ authentisch kommunizieren.

 

Mit der MAINZ-App gibt es seit März 2018 eine App, die alle Highlights und Informationen der Stadt zusammenfasst. Wie wollen Sie mit dieser App die Zielgruppen erreichen?

Für die Bürger ist die App ideal, um sich zum Beispiel über Veranstaltungen zu informieren. Auch für kulturelle Sehenswürdigkeiten lohnt sie sich. Das Römische Bühnentheater am ehemaligen Südbahnhof haben wir komplett rekonstruiert und mithilfe von Virtual Reality dargestellt. Sowohl Bürger, als auch Touristen können in die römische Zeit eintauchen und virtuell sehen, wie die Stadt damals aussah.

Ein weiteres Beispiel ist Gutenberg (Anm. d. Autors: Johannes Gutenberg, Erfinder des Buchdrucks 1450 in Mainz, seither auch bekannt als die „Gutenberg-Stadt“). Wir haben ihn in der virtuellen Welt aufleben lassen, um diese Besonderheit und die Sehenswürdigkeiten, die damit zu tun haben, in der App zu präsentieren.

 

Virtual und Augmented Reality zählen zu den Top-Innovationen in der aktuellen technischen Entwicklung. Sehen Sie sich als eine Art Vorreiter in der Tourismusbranche?

Mit der App haben wir Pionierarbeit in der Branche geleistet, in dieser Form gibt es noch keine vergleichbare App. Wir verbinden statische Informationen mit digitalen Modulen im Bereich VR und AR. Die Entwicklung hat uns großen Spaß gemacht, da wir innovativ arbeiten und Tourismus mit modernen Technologien verknüpfen konnten. Ohne die Technologien wäre vieles nicht mehr erlebbar, weil Gebäude verfallen sind oder durch den Krieg zerstört wurden.

Zusammengearbeitet haben wir hierbei unter anderem mit der Johannes Gutenberg-Universität und der Hochschule Mainz, da uns der historische und der wissenschaftliche Aspekt der Informationsaufarbeitung sehr wichtig war. Wir haben auch mit dem Mainzer Stadtarchiv gesprochen, da dort alle relevanten historischen Informationen vorliegen. Die Softwareentwicklung und Programmierung der App wurde von zwei Agenturen, VRM Digital und ZDF Digital, übernommen.

 

Wie ist das Feedback der Bürger und Touristen auf die App?

Das Feedback ist durchweg positiv. Unser Anspruch ist nun, dass wir die App noch bekannter machen. Ziel ist, dass jeder Mainzer, der ein Smartphone oder ein Tablet besitzt, die App downloadet. Derzeit steht es 50:50. Die Hälfte aller Nutzer haben den Standort Mainz, was unserem Ziel entspricht, beide Zielgruppen zu erreichen.

Eine Herausforderung ist aber vor allem die Technik, die VR und AR-Technologie funktioniert nicht auf jedem Endgerät – ältere Produkte können die modernen Technologien teilweise nicht mehr abbilden. Da sich die Geräte immer weiter entwickeln, bin ich mir jedoch sicher, dass im Laufe dieses Jahres die Geräte alle so modern sind, dass VR und AR problemlos abzuspielen sind.

 

Sie sprachen von der Weiterverbreitung der App. Influencer haben eine enorme Reichweite, sehen Sie hier Potenzial für das Stadtmarketing der Stadt Mainz?

Grundsätzlich arbeiten wir gerne und viel mit Influencern zusammen, gerade bei der Kampagne „#mainzgefühl“. Durch die vielen Follower sind sie sehr gute Multiplikatoren auf sozialen Medien, wodurch wir eine virale Reichweite erreichen konnten. Das hat uns gezeigt, dass wir auch in Zukunft noch stärker im Influencer Bereich tätig sein wollen. Auch Blogger und Reisejournalisten sowie junge Gastronomen und Gründer, die per se schon als Influencer gelten, eignen sich. Wir haben ein gutes Gefühl dabei, dass die Mischung der Influencer der richtige Weg ist. Wichtig ist für uns nicht nur die Quantität der Follower, sondern auch die Qualität der Bilder und der Bildsprache. Natürlich wollen wir besonders mit Influencern arbeiten, die ein ähnliches Bild von Mainz haben und den Fokus auf ähnliche Themen legen wie wir.

 

Vielen Dank an Philipp Meier für das Interview und die Einblicke. Weitere PR-Fundsachen Lesetipps über VR, AR und andere Innovationen findet ihr hier:

→ Virtual Reality kann in vielen Bereichen eingesetzt werden. Franziskas Beitrag über Serious Games zeigt, dass sich die Technologie gut für spielerisches Lernen eignet und so bereits von DRK Rheinhessen-Nahe verwendet wird.

→ In Werbung und Marketing ist Virtual Reality ideal, um Emotionen zu erwecken. Charlotte erläutert dies in ihrem Beitrag über Virtual Reality Marketing.

→ Auch bei TUI spielt die Technologie bereits eine Rolle. Mehr über die Wirkung von Virtual und Augmented Reality im Tourismusmarketing erfahrt ihr im Beitrag von Marina.

Tech4Good Awards

In den letzten Wochen, haben wir über verschiedene Tech for Good Projekte erfahren, die unser Leben um einiges bereichern und sogar Leben retten können. Aber wie steht es eigentlich um die Personen, die hinter den Innovationen stecken? Damit auch die Initiatoren dieser Projekte geehrt werden, gibt es die sogenannten Tech4Good Awards. 

 

AbilityNet

AbilityNet ist eine nationale Non-Profit-Organisation mit ihrem Sitz in Großbritannien. Das Unternehmen steht dafür ein, Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen in technologischer Hinsicht zu unterstützen. Beispielsweise bieten Sie Zuschüsse für behinderte Studierende an. Damit auch sie die Möglichkeit erhalten, das Beste aus Ihrer Hochschulbildung herauszuholen. Zusätzlich stellt AbilityNet eine Reihe kostenloser Services für behinderte und ältere Menschen, ihre Familie und Freunde, ihre Arbeitgeber und andere Personen, die sich um sie kümmern, zur Verfügung.

Und gerade weil AbilityNet stets darum bemüht ist, Technologie jedem Menschen mit jeglicher Beeinträchtigung näher zu bringen, unterstützen sie die harte Arbeit von Menschen und sorgen mit den Tech4Good Awards dafür, dass diese nicht übersehen wird.

(Photo: abilitynet.org.uk)

Die Tech4Good Awards

Die Tech4Good Awards wurden 2011, von AbilityNet und mit Hilfe von viele weiteren Sponsoren, ins Leben gerufen. Dabei erhält jeder Mensch, ob als Einzelperson, als Gemeinschaft/Organisation und egal welchen Alters, die Möglichkeit ihre Technologie zu präsentieren. Diese Technologien tragen zum Nutzen der Gemeinschaft bei und verbessern das Leben anderer.

 

Der Ablauf

Eine Expertenjury, welche Selbst in den Bereichen Technologie und Wohltätigkeitsorganisationen tätig ist, wird mit der Aufgabe vertraut, aus über 250 Beiträgen 28 Finalisten festzulegen. Anschließend legt die Jury die Gewinner für die unten folgenden neun Preiskategorien fest. Der am beliebtesten 10. Preis, der People’s Award, wird von der Öffentlichkeit gewählt.

Zum achten mal, am 17. Juli 2018, versammelten sich über 200 Menschen bei der Preisverleihung und feierten die erstaunlichen Individuen, die digitale Technologien für Gutes einsetzen. In jeder Kategorie konnten sich 4-5 Beiträge als Finalisten nominieren, aus denen letztlich jeweils ein Beitrag gewann.

 

And The Award Goes To…

AbilityNet Tech4Good Awards 2018 Winners (Photo: tech4goodawards.com)

Den AbilityNet Accessibility Award 2018 gewann die App, Be My Eyes. Be My Eyes ist eine kostenlose App, die blinde und sehbehinderte Menschen mit sehenden Freiwilligen und Unternehmensvertretern über ein Live-Videoanruf zur visuellen Unterstützung verbindet – mehr zur App gibt es hier!

Der BT Connected Society Award 2018 ging an Small Robot Company, die Landwirtschaft im Roboterzeitalter neu erfunden hat.                                        Den BT Young Pioneer Award 2018 gewann Water Watcher. Das Team besteht aus vier Schülern, zwischen 9 und 16 Jahren, die eine einfache und kostengünstige Lösung für das Problem des Wasserhahns und der Wasserverschwendung weltweit bieten.

Unlocking Talent Through Technology gewann den Comic Relief Tech4Good for Africa Award 2018. Das Unlocking Talentprojekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schulen in Malawi mit solarbetriebenen Tablets und speziell entwickelten Anwendungen für das Rechnen und Schreiben, zu versorgen. Mehr zu diesem Projekt findet Ihr auf der Website.

Der Community Impact Award 2018 ging an Mind of My Own (MOMO). MOMOs Ziel: allen Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben und für Ihre Sicherheit Unterstützung zu leisten.

Den Digital Health Award 2018 gewann die App TapSOS, welche eine nonverbale Methode zur Kontaktaufnahme mit den Rettungsdiensten bietet. Wie die App genau funktioniert, wird ganz einfach auf der Homepage erklärt.

Generation Code erlang den Digital Skills Award 2018. Mit Generation Code sollen junge Menschen die Möglichkeit erhalten, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und ihr Interesse für Digitales zu wecken.

Der Tech Volunteer of the Year Award 2018 ging an Anna Holland Smith. Für Ihr Engagement an der Demokratisierung der Codierungsbildung und für die Förderung einer vielfältigeren, inkludieren und gerechteren Tech-Belegschaft (und zahlreichen Freiwilligendienst für die Gesellschaft) gewann sie den Award.

Den Tech4good Special Award gewann Lewis Hine mit Friend Finder Official. Er benutzt Roboter, um Kinder zu verbinden, die zu krank sind, um Freundschaften zu küpfen.

People’s Award 2018 (Photo:tech4goodawards.com)

Der letzte und begehrteste Award, Tech4Good People’s Award 2018, ergatterte die App WaytoB. Sie ist eine innovative Orientierungs-App für Menschen mit Lernbehinderung.

 

Zukunftsausblick

„Unser 20. Geburtstag ist eine Chance zu erkennen, dass Technologie jetzt vollständig in unserem Leben verankert ist und weiterhin die Macht hat, das Leben von Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen zu verändern. Was auch immer in den nächsten 20 Jahren entstehen wird, bleibt AbilityNet verpflichtet, dafür zu sorgen, dass dies zugänglich ist an alle und hilft ihnen, ihr wahres Potenzial zu Hause, bei der Arbeit und in der Bildung zu erreichen.“ (Nigel Lewis, AbilityNet CEO)

Einsatz von Sprachassistenten – Vier bekannte Sprachassistenten im Vergleich

Sprachassistenten haben sich in den letzten Jahren zu einem der größten Technik-Trends entwickelt.  Populäre Assistenten sind unter anderem Siri, Cortana, Alexa und der Google Assistent. In diesem Beitrag möchte ich euch aufzeigen, was die bekanntesten Sprachassistenten sind und welche Fähigkeiten diese haben. Außerdem werde ich vor allem auf die Möglichkeiten eingehen, wie Sprachassistenten in dem Unternehmensalltag eingebunden werden können.

Was ist ein Sprachassistent?

Die Assistenten arbeiten mit künstlichen Intelligenzen.  Es ist eine Software, die aus den gesprochenen oder eingegebenen Kommandos sinnvolle Bezüge herstellen kann und dem Nutzer daraufhin eine Antwort gibt. Beispielsweise könnte eine Person sagen “Alexa, wie ist das Wetter?” Und dann antwortet das Gerät mit einer Sprachausgabe: “Es sind 18 Grad” angepasst an den eigenen Wohnort. Das System passt sich an das eigene Nutzerverhalten an. Je nachdem wie oft man etwas fragt oder wie oft an einen Empfänger gesendet wurde. Bei der Arbeit mit Sprachassistenten entsteht ein “Deep Learning” im Gerät. In diesem Prozess entwickelt sich das Gerät weiter. Es wird schlauer und weiß mehr über den Nutzer. Dies bietet nicht nur privaten Nutzern einen Mehrwert, sondern auch den Unternehmen. Beispielsweise können die Kundendaten auch mit einem Sprachassistenten verwaltet werden. Sprachassistenten werden auch bezeichnet als: Smartspeaker, Smart Lautsprecher oder  intelligente Lautsprechersysteme.

Wie funktioniert ein Sprachassistent?

Sehr viele Menschen nutzen schon die Assistenten, wissen aber nicht was hinter einer Frage und einer Antwort alles steht. Was passiert alles vor der Sprachausgabe. Wenn der Nutzer den Sprachassistenten aktiviert, reagiert das Smartphone oder das Gerät auf gesprochene Worte. Um schneller eine Antwort zu erhalten, sucht es aus den Sprachdaten, die Kontextdaten zu dem eigentlichen Thema zusammen. Das können Uhrzeit oder auch Standort des Bedieners sein. Anschließend werden diese Daten an den entsprechenden Assistenz Anbieter gesendet. Dort werden die gesprochenen Worte in Schrift umgewandelt (Speech to Text). Anschließend wird der Text von den Servern der Anbieter erkannt und die passende Antwort gesucht. Dann wird die Antwort generiert und an das Telefon oder Gerät zurückgeschickt.

 

Was sind die besten Einsatzmöglichkeiten?

Es gibt viele Möglichkeiten Sprachassistenten in einem Unternehmen einzusetzen. Nicht nur Unternehmen nutzen sie sondern auch Privatpersonen. Der Einsatz der Möglichkeiten, ist natürlich auch für alle. In diesem Schaubild sind einige der Optionen aufgegliedert. Die Möglichkeiten werden auch immer mehr ausgebaut.

 

Die vier bekanntesten Sprachassistenten im Vergleich

Google Home

Google Home wurde im Zusammenhang mit der Suchmaschine Google erstellt. Diese stellt alle wichtigen Informationen zur Verfügung. Bei dem Sprachassistenten Google Home und Amazon Echo handelt es sich um eigene Geräte mit integrierten Lautsprechern. Bei Google Home sagt man: “Ok Google, […]!”. Desweiteren hat Google  eine Sprachassistenten App herausgebracht, den Google Assistent. Diese ist aber nicht auf jedem Smartphone installierbar. Die Voraussetzung ist, dass das Smartphone die Generation 5.0 oder 6.0 von Android hat.


Amazon Echo (Alexa)

Amazon hat einen Sprachassistenten entwickelt namens Amazon Echo oder auch Alexa genannt. Der Befehl um eine Aufgabe auszuführen ist beispielsweise “Alexa, sag mir die Uhrzeit.”. Auf diesem Assistenten kann der Nutzer verschiedene Skills auf das Gerät herunterladen. Es gibt beispielsweise, einen Wetter-Skill oder einen Skill in dem man Listen erstellen kann. Alexa ist verbunden mit den jeweiligen Amazon Kaufplattformen. Dadurch kann der Nutzer per Sprachbefehl ein Produkt auf Amazon kaufen oder auch bei Amazon Video einen Film. Es hat eine sehr gute Smart Home Integration. Nachteile sind, dass die Einrichtung für alle Funktionen zeitaufwändig ist, die Daten von Benutzerkonten in der Cloud nicht gut abrufbar sind und es nur in Kombination mit einem erstellten Amazon-Account nutzbar ist.

Siri

Siri ist nur einsetzbar auf dem iPhone, iPad, iWatch, Mac und Apple TV. Bei den Sprachassistenten Apps, die vorinstalliert sind, gibt es eine Freihand-Bedienung und eine Integration im Betriebssystem. Kann also auch auf Kontakte und andere Daten vom Smartphone zugreifen. Siri hat einen undurchsichtigen Datenschutz und ist nicht kontextsensitiv. Ein Nachteil des Apple Sprachassistenten ist es, dass Siri ausschließlich auf Apple Produkten funktioniert.

Cortana

Der Sprachassistent Cortana ist vorinstalliert auf den Microsoft Smartphones und Windows Computern. Cortana hat wiederum eine langsame Auswertung, ungenaue Websuche und noch keine Smart Home-Funktionen.

 

Fazit

Sprachassistenten sind sehr vielfältig und sehr gut in einem Unternehmen einzusetzen. Sie bieten einen Mehrwert, wie im Beitrag beschrieben und vereinfachen viele Arbeitsprozesse. Sprachassistenten sind die Zukunft für Unternehmen, die diese bisher noch nicht nutzen. Wenn Ihr euch für Sprachassistenten entscheidet, ist es in jeden Fall keine Belastung, sondern der Anfang von etwas Neuem.

 

Urlaub vor dem Urlaub: VR und AR in der Reisebranche

Die Urlaubsplanung steht vor der Tür. Wo soll es hingehen? Viele Reisende stellen sich diese Frage. Zunehmend wünschen sie sich vor ihrem Urlaub Informationen via VR und AR, um Enttäuschungen vor Ort zu vermeiden. Welche Rolle diese Technologien in der Tourismusbranche bereits jetzt spielt, erfährst du in diesem Beitrag.

Wohin soll die Reise gehen?

Ideen für die Tourismusbranche

Um sich über ein Urlaubsziel zu informieren, klicken wir uns durch Bewertungsplattformen und schauen uns Lage und Standort über Kartendienste wie Google Maps an. Allerdings reichen diese Informationen längst nicht mehr aus. Durch VR und AR können Reisende künftig vom Sofa aus noch tiefer in ihr Traumziel eintauchen und schmökern. Sei es ein Rundgang durchs Hotel, ein 360-Grad-Spaziergang an der Strandpromenade oder eine Besichtigung der Kabine eines Kreuzfahrtschiffs. Diese sind nur wenige von vielen Einsatzmöglichkeiten.

Das ist aber noch nicht alles: Nutzer können sich zusätzlich von Google Translate Sprachpakete downloaden. So ist es kein Problem, Wegbeschreibungen oder Speisekarten, welche durch die Kamera der VR-Brille übersetzt werden, auf dem Display zu lesen. Dem Blog Tourismuszukunft zufolge sorgen AR-Anwendungen für eine unglaublich hohe Transparenz.

Google Street View und Bewertungen allein geben nicht mehr genug Informationen her. Reisende möchten Urlaub vor dem Urlaub – das ist machbar mit AR und VR. Hierauf müssen sich Leistungsträger gefasst machen und den Urlaubern eine entsprechende Lösung bieten. Reiseveranstalter, die mit eigenen AR-Aufnahmen werben, stärken zweifellos ihr Image und gleichzeitig ihre Produkte.

360 Grad statt Old School-Katalog?

„VR ist das vollständige Eintauchen in fremde Welten“, sagt Kristine Honig, Beraterin beim Unternehmen Tourismuszukunft. Durch eine VR-Brille wird die reale Welt ausgeblendet. Display und Lautsprecher sorgen für ein realitätsnahes Erlebnis in einer völlig digitalen Umgebung. „So kann man im Reisebüro sitzen und durch ein Kreuzfahrtschiff laufen, einen Rundflug über eine Region machen oder sich ein Hotel anschauen“, erklärt Honig. Dies bietet eine konkrete Vorbereitung auf den Urlaub und dient ebenso der Inspiration. Zudem sorgen diese Rundgänge an verschiedenen Orten für mehr Emotionen.

AR statt Katalog

Unbegrenzte Möglichkeiten

Außergewöhnliche Anwendungen sind bereits auch möglich, wie zum Beispiel eine Zeitreise der Stadt Köln ins Kaiserreich. Im Legoland Deutschland traten Gäste bei einem virtuellen Rennen auf der Achterbahn gegen Legomännchen an – via VR-Brille. Ein weiteres virtuelles Erlebnis können Passagiere auf den Hurtigrutener Expeditionsschiffen mitnehmen: Das Erkunden der Unterwasserwelt durch das Folgen virtueller Drohnen. Lesetipp: Alina sprach mit dem Bereichsleiter für Marketing und Tourismus der Mainzplus Citymarketing GmbH, wo ebenfalls AR und VR angewendet werden.

„Während VR den Nutzer virtuell an einen fremden Ort bringt, liefert Augmented Reality kontextbezogene Informationen“, erklärt Dirk Schart vom Unternehmen Reflekt, das VR- und AR-Anwendungen entwickelt. Die Idee dahinter: „Häufig suchen wir nach Informationen. AR bringt sie dahin, wo sie gebraucht werden, direkt in die Umgebung.“

Das mobile Spiel „Pokémon Go“, bei dem es sich ebenso um eine AR-Anwendung handelt, löste nach seiner Erscheinung 2016 einen großen Hype aus. Der User sucht in der realen Welt nach kleinen Monstern, welche auf dem Bildschirm des Smartphones eingeblendet werden. Ziel ist es, diese einzufangen und zu sammeln.

AR-Apps und mobile Kommunikation

Reisekataloge werden mit Informationen via AR-Apps erweitert. Mit der App scannt man das im Katalog vorhandene AR-Symbol ab und es werden einem zusätzliche Bilder und Videos gezeigt. „Im Reisekatalog präsentiert sich ein Hotel auf einer halben Seite. Aber natürlich hat man viel mehr zu erzählen“, sagt Thomas-Cook-Experte Welbers. Durch diesen tieferen Einblick bekommen Gäste einen umfangreichen Eindruck. AR prägt sich in Zukunft mehr und mehr aus und entwickelt immer mehr Möglichkeiten in der Tourismusbranche. So ist es möglich, Vegetariern und Veganern ausschließlich Restaurants mit passenden Speisekarten vorzuschlagen.

Durch die Transparenz der beiden Technologien wird schon jetzt die Urlaubsplanung- und buchung erleichtert. Doch kann der “echte” Urlaub ersetzt werden? Welbers verneint dies. „Urlaub ist ein interaktives Erlebnis zwischen Menschen. Das lässt sich nicht ersetzen.“

Was ist mit dir – läufst du lieber durch echten oder virtuellen Sand? 😉

Der Technik-Trend 2019

Top oder Flop? Wir haben abgestimmt!

Die heutige Gesellschaft wird überrollt durch Neuheiten in der Technik. Egal, ob privat oder geschäftlich, wir müssen uns dauerhaft auf neue Technik-Trends einstellen und unser Verhalten optimieren.

Wie sieht es 2019 aus? Was kommt auf uns zu? Gerade uns, Studenten der Hochschule Darmstadt Fachbereich Media, tangiert dieses Thema 24/7. Wir müssen uns ständig auf dem Laufenden halten und die Trends zwischen Top oder Flop selektieren. Wir haben für euch abgestimmt, welche Technik-Trends sich unserer Meinung nach im Jahr 2019 durchsetzen!

Briefing – Eckdaten zur Umfrage

Im Zeitraum vom 08.12.2018 bis 04.01.2019 (Dauer 4 Wochen) haben insgesamt 187 Studenten und Studentinnen an der Umfrage teilgenommen. Die Studenten sind alle an der h_da im Fachbereich Media immatrikuliert. Die Umfrage beinhaltet 14 Fragen mit einer durchschnittlichen Antwortdauer von ein bis zwei Minuten. Die Studenten hatten die Antwortauswahl von Top, Flop oder keine Meinung und mussten insgesamt 12 Technik-Trends einstufen. Weitere Eckdaten findet ihr am Ende des Artikels.

Top oder Flop – The Winner is…

Platz 1: 3D-Druck

Mit 150 Top-Antworten, sind über 80% der Studenten der Meinung, dass 3D-Druck der Technik-Trend schlechthin ist und sich im Jahr 2019 noch mehr etablieren wird. 3D-Druck ist eine computerseitige Erschaffung von virtuellen 3D-Modellen zur Nachbildung von realen Objekten. Er wird bereits in vielen Bereichen eingesetzt, wie zum Beispiel Kunst und Design, Architektur, Flugzeugindustrie. Aber speziell im Gesundheitswesen ist 3D-Druck ein Durchbruch und schenkt vielen Menschen eine zweite Chance. Weitere Informationen zu 3D-Druck im Gesundheitswesen, findet ihr im Blogbeitrag von Sabia „3D-Druck – Der Mensch druckt sich gesund“.

Platz 2: Künstliche Intelligenz (KI)

Dicht gefolgt ist die künstliche Intelligenz auf Platz 2 mit 146 Top-Antworten, das entspricht 78,1% der Studenten. KI ist die Nachbildung von menschlichen Wahrnehmungen und Handeln durch Maschinen und ist bereits in vielen alltäglichen Abläufen zu Hause. Egal, ob Smart Home, intelligente Hotelzimmer, Chat Bots oder in Games. Künstliche Intelligenzen erleichtern uns Menschen das Leben und bietet vor allem Unternehmen einen Mehrwert. Aber vielleicht erobert KI auch die Welt? Dazu findet ihr Informationen im Blogbeitrag von Jasmin „Eine Evolution von einer Maschine zum Menschen“.

Platz 3: Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR)

Auf Platz 3 mit 140 Top-Antworten liegen die Technik-Trends Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR). VR-Brillen sind bereits in vielen Haushalten vorhanden und finden verstärkt Einsatz in der Gamewelt. Hierbei handelt es sich um Schaffung einer scheinbaren Welt. In dieser kann der Betrachter eintauchen, sich in ihr bewegen und seine Fantasien und Vorstellungen umsetzen kann mithilfe von Computern. Aber nicht nur Privatmenschen ist ein Mehrwert geboten, sondern auch in Unternehmen ist die „digital erschaffene Welt“ etabliert. Vor allem in der Tourismusbranche ist VR, AR und MR nicht mehr wegzudenken. Die Reisenden könnten vor Anreise bereits erste Urlaubsgefühle erleben und Hotels begutachten. Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr im Blog meiner Kommilitonin Marina „Tourismusmarketing mit VR und AR: Vom Engaging Content zur Traumreise“.

Exklusive Expertenmeinung

Auch Marc Czieslick, einer der Geschäftsführer von App&Web Multikanal Marketing und den Erfindern von Contentpepper ist der Meinung das künstliche Intelligenzen und virtuelle Realitäten im Jahr 2019 verstärkt eingesetzt werden.

„Ich glaube, dass wir mit der künstlichen Intelligenz noch ganz am Anfang stehen, aber dass die tatsächliche Umsetzung und der Einzug in den Alltag rasend schnell kommen wird. Hier werden auch im Jahr 2019 schon bemerkenswerte Verschmelzungen von verschiedenen Trends stattfinden. Ich denke da an den weiteren Einzug von Sprachsteuerung über Siri, Alexa & Co. in Verbindung mit virtuellen Realitäten im Haus und am Arbeitsplatz. Wahrscheinlich zeigen uns die Echo-Bildschirme schon bald als VR-Bild, wie das Kleidungsstück an uns aussieht, nach dem ich es gestern gegoogelt habe…“.

Platz 4 bis 9:

Das breite Mittelfeld habe ich kurzgefasst. Im Bereich von 118 bis 98 Top’s wurden folgende Technik-Trends eingestuft.

# 4: Content-Marketing und Personalisierung (118 Top-Antworten). Weitere Informationen zu diesem Trend findet ihr im Artikel von Meike „A/B-Testing und Personalisierung: Was Unternehmen durch personalisierten Content erreichen können!“.

# 5: Smart Spaces (117 Top-Antworten). Weitere Informationen zu diesem Trend findet ihr im Artikel „Intelligente Hotelzimmer“ von Marion.

# 6: Edge Computing (111 Top-Antworten)

# 7: Mircotargeting und Psychometrie (109 Top-Antworten). Weitere Informationen zu diesem Trend findet ihr im Artikel von Eva „Psychometrie – die Maßschneiderei für Content“.

# 8: Autonomes Autofahren (105 Top-Antworten)

# 9: Internet of Things (98 Top-Antworten)

Platz 10: Blockchain

Etwa ein Drittel (53) der Studenten stimmten ab, das Blockchain sich nicht 2019 etablieren wird. Hierbei handelt es sich um öffentlich einsehbare Datenbank, zum Speichern, Verarbeiten, Teilen und Verwalten von Informationen. Blockchain befindet sich noch in den Startlöchern, viele Unternehmen wissen noch nicht diesen Technik-Trend für sich zu nutzen. Aber wie wird es 2025 aussehen? Diese Informationen finden ihr im Blogbeitrag von Jasmin „Blockchain soll bis 2025 massentauglich werden“.

Platz 11: Chatbots

Fast die Hälfte (82) der Studenten der Hochschule Darmstadt stimmten dafür, dass 2019 Chatbots sich nicht in der Gesellschaft durchsetzen. Chatsbots sind textbasiertes Dialogsysteme, in Kombination mit KI bieten sie dem Nutzer personalisierte Informationen. Aber warum sind die Studenten abgeneigt? Diese Frage stellte sich auch meine Kommilitonin Meike in ihrem Artikel „Chatbots: Megatrend oder doch nur kurzer Hype?“.

Platz 12: Kryptowährungen

Der absolute Flop-Technik-Trend ist laut der h_da Studentinnen und Studenten die Kryptowährung. 110 Studenten stimmten mit einem Flop ab. Bitcoin & Co. sind digitale Zahlungsmittel, welche auf kryptographischen Werkzeugen basieren. Vor allem Bitcoin ist ein Paradebeispiel dafür, wie es nicht laufen soll. Erst ein riesen Hype, dann 80% Kursverlust auf die Aktien der Bitcoin. Menschen investierten und schauten dann ins Leere.

Ich denke deshalb, dass viele Personen skeptisch diesem Trend gegenüberstehen. Ich selbst bin auch kein Freund von Kryptowährungen, deshalb habe ich recherchiert und bin auf einen interessanten Artikel von BTC-Echo „Die 5 großen Chancen für Bitcoin in 2019“ gestoßen – Vielleicht ändert das eure Ansicht.

Weitere Technik-Trends

Es gibt noch viele weitere Technik-Trends, aber vor allem das Thema digitale Zahlungssysteme, wie zum Beispiel Google Pay oder Apple Pay sind bei den Studenten vermehrt im Gespräch. Ich bin sehr gespannt, wie sich dieser Trend in der Gesellschaft etablieren wird. Ich persönlich denke, dass das bargeldlose Zahlen vor allem in den jüngeren Generationen willkommen ist, aber wie man so schön sagt ,,Bares ist Wahres“.

Vielen Dank an alle Teilnehmer!

Hiermit möchte ich mich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Umfrage bedanken. Ihr Studenten der Hochschule Darmstadt Fachbereich Media, habt den Leserinnen und Lesern von PR-Fundsachen eure Ansicht gezeigt. Es gibt bestimmt viele Meinungen zu diesem Thema, jeder hat seine Gründe, aber ich finde es ist schon mal ein Anfang und verschafft einen Überblick im Technik-Trends-Chaos 2019. Mal schauen, ob wir Recht hatten!

Viele weitere interessante Artikel über Technik-Trends findet ihr auf www.pr-fundsachen.de oder unter dem Hashtag #techtrends

…Wen es interessiert – hier ein paar weitere Eckdaten

Teilgenommen haben Studenten des Studienganges Online-Kommunikation (86 Teilnehmer), Informationswissenschaften (18 Teilnehmer), Sound and Music Production (17 Teilnehmer), Motion Pictures (17 Teilnehmer), Animation and Game (16 Teilnehmer), Online-Journalismus (16 Teilnehmer), Interactive Media Design (10 Teilnehmer), Leadership in the Creative Industries (5 Teilnehmer), Medienentwicklung (1 Teilnehmer) und International Media Cultural Work (1 Teilnehmer).

Ich habe die Umfrage über Social-Media-Kanäle wie Facebook und per WhatsApp Gruppen geteilt. Darüber hinaus war die Hochschule so freundlich, meine Umfrage per Mail an die Studenten weiterzuleiten. Danke dafür.

Wer noch weitere Informationen zur Umfrage erhalten möchte, ich bin gerne bereit, die Umfrage weiterzuleiten!

 

Next Generation Africa: Digital-Library

 

Über 4,5 Millionen schulpflichtige Kinder gibt es in Malawi. Aber die meisten haben noch nie ein Buch in der Hand gehabt. Die Zugänglichkeit zu Bildung stellt immer noch eine Herausforderung dar. Mit der Digital-Library soll das nun geändert werden. Next Generation Africa sorgt dafür, dass jetzt auch Offline der Unterricht digital gestaltet wird.

 

In vielen Schulen in afrikanischen Staaten südlich der Sahara fehlt es an aktuellem Bildungsmaterial. Was Tag für Tag an digitaler Bildung und Wissen für uns bereit steht, davon können wenige andere weder Gebrauch machen noch profitieren. Der Unterricht ist sehr monoton gegliedert, da Wissen abstrakt vermittelt wird und Experimente nur theoretisch erklärt werden. Die wenigen vorhandenen Bücher sind meist veraltet, es gibt wenig Bild- und Videomaterialien. Zusätzlich sind Informationen aus dem Web nicht verfügbar, da es kein funktionierenden Internetzugang gibt.

Next Generation Africa ist fest davon überzeugt, dass Bildung der Schlüssel zur erfolgreichen Entwicklung einer Gesellschaft. “Es ist die Jugend von heute, die die Entwicklung von morgen antreiben wird”. Malawi setzt nun große Hoffnung auf die Digitalisierung. Die Lösung: Eine Library Box.

 

Die Initiatoren und wie alles angefangen hat                                                                                                                                                   

Die beiden Freunde aus Darmstadt Niels David Kunz und Frederik Bachmann sind die Initiatoren des Projekts Digital-Library, mit dem sie sich für eine bessere Bildung in Malawi einsetzen. Doch wie hat alles angefangen? Im Sommer 2016 haben sie die malawische Partnerschule ihres ehemaligen Gymnasiums besucht. Aus dem Kontakt mit der Schule wurde bereits zu Anfang festgestellt, dass ein Zugang zu Bildungsmaterialien fehlt. Außerdem ist Internet nur begrenzt verfügbar, weshalb die erste Idee der Offline-Wissensdatenbank entstand.

Mit einem ersten Prototyp ihrer LibraryBox reisten sie nach Malawi, wo schnell ein Erfolg erzielt werden konnte.. Lehrer und Schüler waren gleichermaßen interessiert und begeistert. Zurück in Deutschland fehlte nur noch der organisatorische Rahmen, um die Idee weiter umzusetzen.

Ende 2016 wurde der Verein Next Generation Africa gegründet, welcher offiziell in einem Vereinsregister aufgenommen wurde. Mit der Zeit und mehreren Reisen nach Malawi trafen die Initiatoren mit Personen und Organisationen aus der Entwicklungsarbeit und dem Bildungsbereich zusammen. Unter anderem die deutsche Botschaft, GIZ, KFW sowie UNICEF, welche schon seit vielen Jahren in Malawi aktiv sind.

 

 

 

 

Digital-libraries

Mit der LibraryBox werden digitale Bildungschancen ganz einfach möglich. Doch was ist das überhaupt? Die LibraryBox ist ein Miniserver, der gar kein Internet braucht. Auf diesem befinden sich bereits alle Inhalte für den jeweiligen Lehrplan und sind jederzeit offline abrufbar. Die digital Library soll in Schulen eingesetzt werden, um in Unterrichtsfächern von Biologie über Englisch und Sozialkunde bis hin zur Physik digital Unterrichtsstunden zu geben. Mit viel Bild- und Videomaterial sollen die Unterrichtsstunden abwechslungsreich und anschaulich gestaltet werden. Die Ansammlung digitaler Inhalte sollen Offline über Endgeräte, wie das Handy oder auch einen Computer abrufbar sein. Zudem können Schüler und Lehrer auch selber eigene Materialien und Informationen produzieren und in den Digital-Libraries abspeichern. Die Digital-Libraries werden bereits an drei Projektschulen eingesetzt.

 

 

Dieser Biolehrer der neunten Klasse war der erste der die LibraryBox im Unterricht benutzte. Das Thema Nervensystem wurde bisher nur mit Worten umschrieben und auch das Aussehen des Gehirns konnte nur verbal erklärt werden. Die Digital-Library ermöglicht nun mit dem Beamer Bilder Offline in der Klasse zu zeigen. Schüler nehmen so viel mehr aus dem Unterricht mit und sind motivierter.

 

 

Spenden

Damit Next Generation Africa die Projekte finanzieren kann, sind sie auf Spenden angewiesen.

Hier könnt ihr die Arbeit und das Projekt digital Library unterstützen, damit den Schülern in Malawi ein Zugang zu Bildung ermöglicht wird.

 

Kubas Tourismusboom durch Place Branding

Kuba – Ich denke an Rum, Oldtimer und Zigarren. Warum assoziieren wir das mit Kuba? Die Bilder vor unserem inneren Auge haben eins gemeinsam: Place Branding.

Wir haben gewisse Erwartungen davon, wie Kuba aussieht und welche Musik in Havanna gespielt wird. Diese Botschaften haben Markenbildner bewusst gestreut. Unbewusst ist jedoch, dass Akteure wie zum Beispiel Tour Guides genauso Botschaften verbreiten können. Sie wissen meist nicht welche Auswirkungen ihr Handeln auf Rezipienten hat.

Kubaner sitzen auf einer Bank und spielen auf Instrumenten.
Die Bevölkerung wird nicht umsonst als „walking, talking advertisement“ bezeichnet!

In Kuba vereinen sich Markenprofessionals und lokale Bevölkerung, um Place Branding zu betreiben. Diese bewussten und unbewussten Botschaften sind genau das, was Place Branding so kompliziert macht. Außerdem: Erhöhte Anzahl an Stakeholdern und Akteursgruppen, Komplexität von Räumen und vielfältige Zielgruppen.

Place Branding ist die gezielte Ausrichtung sämtlicher Marketingaktivitäten einen bestimmten Ort (Land, Region, Stadt) mit einem Image zu versehen und diesen als Marke sowohl national und/oder international zu positionieren.“

 

Wieso wollen alle nach Kuba?

Die Karibik bietet viele Strände, trotzdem möchten viele nach Kuba. Entsprechend nimmt die Beliebtheit stetig zu. Von 1955 bis 2015 stieg Kubas internationale Touristenankünfte um ca. 470%. Der weltweite Tourismus stieg nur um 229% und in der Dominikanischen Republik um 315%. Somit ist der touristische Ansturm spezifisch für Kuba. Demnach hat der Inselstaat einen unverwechselbaren USP. Die Inszenierung Kubas umfasst viele Punkte, aber um den Rahmen dieses Artikels nicht zu sprengen, führe ich zwei an.

1. Unter der Diktatur von Fulgencio Batista hieß Kuba auch „Abenteuerspielplatz“. Aus diesem Grund verbinden die allermeisten Kuba mit Genussmitteln wie Rum oder Zigarren. Zusätzlich wurden Kubaner sexuell objektiviert und bekamen einen exotischen Ruf inne.

Ein Mann spielt vor einem Haus ein Instrument.
Mit dem exotischen Ruf wurde auch die havannische Musik weltbekannt.

2. Zudem erlebt man nur in Kuba den realen Sozialismus in karibischer Umgebung. Das damalige Handelsembargo mit der USA führte dazu, dass noch heute viele Oldtimer aus dem 1950er Jahren durch die Straßen fahren. Kuba war in einen „Dornröschenschlaf“ verfallen und dies versuchen Marketingmanager heute noch zu inszenieren, obwohl das Handelsembargo im wahrsten Sinne des Wortes, Geschichte ist.

Auf einer mehrspurigen Straße fahren viele Oldtimer.
Zahlreiche Oldtimer schmücken Kubas Straßen.

All diese Dinge wurden zu zentralen Symbolen Kubas. Die Inszenierung spielt sich vor den Augen der Reisenden ab. Dementsprechend bieten Händler Rum und Zigarren an und auf den Straßen werben Kubaner für Salsa-Bars.

 

Place Branding komplizierter als Produktmarketing

Place Branding bedeutet, dass das geplante Image nicht am Schreibtisch vom Marketingmanager entsteht. Wie bereits genannt, befinden wir uns beim Place Branding in viel größeren Dimensionen, als beim Produktmarketing. Brand Manager, Stakeholder, Einwohner, Unternehmen und Institutionen kommunizieren Markenbotschaften, die beim Empfänger mit den individuellen soziokulturellen Hintergründen vermischt werden. So entsteht in jedem Kopf ein anderes Image der Marke.

Das Problem ist: Alle kommunizieren über Kuba. Vom Händlern auf der Straße, der alles Schlechte und Schöne über Kuba erzählt, Hauptsache die Kasse klingelt, bis hin zu nicht gebrieften Tour Guides. Diese Menschen kann man nicht kontrollieren. Die Markenbotschaften, die am Reißbrett entstehen, sind kontrolliert, aber ganz Kuba kann niemand kontrollieren.

Außerdem ist zu beachten, dass man nicht nur eine Marke mit einem Image erfindet, indem man Marketingkommunikation betreibt. Die Erwartungen der internationalen Touristen müssen erfüllt werden, indem Kubas Raum die Botschaften tatsächlich verkörpert.

 

Wer sollte an einer Place Brand beteiligt sein?

                  – Brand Management, Stakeholder, Einwohner, Unternehmen, Institutionen

Aufgrund der Unkontrollierbarkeit einiger Beteiligten ist es von Bedeutung, dass man diese Akteure an der Planung und Umsetzung einer Place Brand beteiligt. Das Bewusstsein aller Verantwortlichen muss geschult werden. Sie müssen verstehen welche Auswirkungen ihr Handeln hat und womit sie das Place Branding positiv beeinflussen können.

Eine Hotelangestellte lächelt in die Kamera.
Hotelarbeiter haben viel Kontakt mit Touristen. Aus diesem Grund sollten Hotels Schulungen anbieten, damit Mitarbeiter lernen die richtigen Botschaften zu verbreiten.

Ein erfolgreiches Place Branding erreicht man durch konsistente Botschaften und die damit einhergehende Harmonisierung aller Akteure und ihrer Aktionen. Vor allem auf so einem großen Raum, somit vielen Beteiligten, ist eine weitsichtige Strategie unabdingbar.

 

Resümee

Insgesamt lässt sich sagen, dass Place Branding definitiv komplizierter ist als Produktmarketing. Professionals sollten Place Branding nicht nur mit Instrumenten der Marketingkommunikation durchführen. Alle Beteiligten müssen gebrieft und geschult werden, damit die Place Brand konsistent ist. Das wichtigste: Die lokale Bevölkerung oder auch „walking, talking advertisement“ einbeziehen!

Ähnlicher Artikel:

Tourismusmarketing mit VR und AR: Vom Engaging Content zur Traumreise

Quelle: Studie ((Un-)bewusste Markenbildung im Tourismus? Die Inszenierung der kubanischen Revolution

zeig mir mehr Artikel

what's new