Chatbots: Megatrend oder doch nur kurzer Hype?

Chatbots – ein Trend, der wohl noch lange nicht bei allen angekommen ist. Aber warum sind wir mit dem Einsatz der automatisierten Kundenkommunikation noch so zögerlich?
Während in Asien die Nutzung von Chatbots für den Kundenservice schon weit fortgeschritten ist und zum Standardwerkzeug zählt, sind deutsche Unternehmen eher vorsichtig. Wir haben das Thema noch einmal genauer unter die Lupe genommen und Antworten gefunden!

 

Was können Chatbots?

Was genau Chatbots sind, habt ihr in einem unserer letzten Beiträge lesen können. Die Kommunikationsroboter werden von deutschen Unternehmen vor allem für die Beantwortung der FAQs eingesetzt. Wobei diese aufgrund von festen Regeln und Schlüsselwörtern, die gesuchten Antworten ausgeben können. Doch gerade durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz bieten Chatbots noch viele weitere Möglichkeiten.

Die Kommunikation mit den Kunden sorgt dafür, dass Chatbots selbst immer intelligenter werden. Damit können die Systeme zunehmend personalisierte Antworten geben und komplizierte Fragen, über die FAQs hinaus, beantworten.

Nicht nur auf den eigenen Unternehmensseiten können Chatbots zum Einsatz kommen. Auch über Messenger, wie Facebook und WhatsApp, lassen sich Chatbots sogar schon seit 2016 erstellen. Unternehmen, wie beispielsweise die Sparkasse, machen es vor und lassen über Bots, personalisierte Nachrichten an die Kunden ausspielen.

 

Welche Vor- und Nachteile bringen Chatbots mit sich?

Vorteile

Ein wesentlicher Vorteil ist die Reichweite, die vor allem die Messenger-Chatbots Facebook und Co. aufgrund der hohen Nutzerzahl erzielen. Wir verbringen die meiste Zeit auf dem Smartphone mit Messengern. Wo könnte man also besser eine hohe Reichweite erzielen und Nutzer personalisiert ansprechen?

Allgemein ermöglichen Chatbots eine Verbesserung des Kundenserviceses und Kostenersparnisse. Kunden sind nicht mehr an die Öffnungszeiten gebunden und können vor allem bei Standardfragen auf einen 24h Service der Chatbots zurückgreifen. Natürlich können die Systeme noch nicht alle Fragen beantworten. Vor allem bei komplizierten Rückfragen der Kunden werden Mitarbeiter im Kundenservice benötigt. Aber intelligente Algorithmen können es mit der Zeit möglich machen, dass das System durch selbstständiges Lernen, auch über FAQs hinaus, dem Kunden helfen kann. Durch das Zeitersparnis bei der Beantwortung von Standardfragen, können sich Mitarbeiter so gezielt komplizierteren Anfragen zuwenden.

Kostenersparnisse erzielen Unternehmen vor allem auch bei der Entwicklung der Bots. Denn die Kosten sind hier deutlich geringer als beispielsweise die Entwicklungskosten einer App.


Nachteile

Bei dieser Fülle an Vorteilen bleibt die Frage, wo die Nachteile des Kommunikationstrends liegen könnten?

Chatbots sammeln vor allem beim Austausch über persönliche Erfahrungen und Geschichten, Minuspunkte. Denn trotz, dass durch künstliche Intelligenz massig Informationen gesammelt werden, bleiben im Austausch mit den Kunden emotionale Bezüge zu den Produkten außen vor. Hier bevorzugen die meisten Kunden dann doch die Weiterempfehlung in Gesprächen mit Freunden oder über Influencer im Social Web.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der bei der Entwicklung zu beachten ist, ist die Datenschutzverordnung. Natürlich gilt für Chatbots die Datenschutzerklärung, wie für andere Systeme auch. Doch Bots, die auf künstlicher Intelligenz basieren, speichern personenbezogene Daten und verarbeiten diese weiter.

Dieser Zwiespalt setzt voraus, dass sich Unternehmen vor dem Einsatz, ausreichend mit dem Thema Datenschutz beschäftigen. Denn nur, wenn Kunden einwilligen, können die personenbezogenen Daten gespeichert werden. Bei der Entwicklung der Chatbots gilt es diesen Punkt zu beachten.

 

Warum zögern so viele Unternehmen noch?

Angesichts der überwiegenden Vorteile und nach der Chatbot-Initiative durch Facebook 2016 ist es umso verwunderlicher, dass das Thema bei uns in Deutschland nicht schon durch die Decke geschossen ist.

Viele Unternehmen haben durch Facebook einen Schritt in Richtung der neuen Form des Kundenserviceses gewagt. Dieses Jahr scheint es sich nun aber um das Thema wieder etwas beruhigt zu haben. Viele Unternehmen sind in den letzten Monaten wieder zurückgerudert. Was ist der Grund dafür?

Im Vergleich zu anderen Trends, steckt die Weiterentwicklung von Chatbots bei uns in Deutschland wohl eher noch in den Kinderschuhen. Eine der großen Herausforderungen für die Kommunikationsroboter ist es, auch mit Fehlern der menschlichen Sprache umzugehen. Die ist nicht immer eindeutig. Nur wenn künstliche Intelligenz über die passenden Algorithmen verfügt, können Chatbots mehrdeutige Aussagen, Fehler etc. wahrnehmen und gezielte Antworten an die Kunden ausgeben. Künstliche Intelligenz kann durch kontinuierliches Lernen dabei helfen, diese Verständnisschwierigkeiten zu umgehen. Hier genau liegt die Herausforderung an die Unternehmen.

Nur wenn die, in den Chatbots enthaltene, künstliche Intelligenz genügend ausgereift ist, können Chatbots fehlerhafte Antworten und damit verärgerte Kunden umgehen. Für viele Unternehmen wird dieses Risiko wohl ein ausschlaggebendes Kriterium sein. Ihnen muss es zum einen gelingen, die Chatbots an dem entscheidenden Punkt in die „Customer Journey“ zu integrieren. Und zum anderen muss beachtet werden, dass künstliche Intelligenz nicht immer einwandfrei funktioniert und in der Entwicklung Verständnisschwierigkeiten etc. beachtet werden müssen.

Für Unternehmen sollte es immer nachvollziehbar sein, welche und warum der Bot bestimmte Entscheidungen trifft, damit fehlerhafte Interaktionen frühzeitig erkannt werden können.

 

Fazit:

Viele Länder in Asien machen den Trend vor. Auch wenn es die letzten Monate bei uns in Deutschland ruhiger um das Thema der Chatbots geworden ist. Wir sind der Meinung, dass der Trend so großes Potenzial birgt, dass er auch bei uns in den nächsten Jahren endlich richtig ankommen wird.

Bekanntlich brauchen einige Entwicklungen in Deutschland etwas länger. Sobald Unternehmen ihr volles Vertrauen auf die, in den meisten Chatbots enthaltene, künstliche Intelligenz setzen können, werden diese auch hier wieder ein größeres Thema sein.

Wir werden den Trend weiter verfolgen und sind gespannt, wie er sich in den nächsten Jahren entwickeln wird.

Sprachenvielfalt in Hotels

International aktiv zu sein bedeutet nicht nur seinen Umsatz weltweit zu steigern, sondern auch über die Sprachgrenze hinaus kompetent zu agieren. Nahezu alle Hotels buhlen um die Buchungen der ausländischen Touristen. Gäste selber erwarten ein hohes Maß an Service und Dienstleistungen. Die Sprachkompetenz ist hierbei ein wichtiger Faktor und wie Hotels dies umsetzen, werdet ihr hier erfahren.

 

Sprachkompetenz als Erfolgsgrundlage im Service

In gut besuchten Hotels kommt es saisonal schon mal vor, dass Gäste beherbergt werden, welche bis zu 20 unterschiedliche Sprachen sprechen. Die Herausforderung an der Rezeption ist dementsprechend groß. Die Gäste fühlen sich wohler, wenn ihre Sprache gesprochen wird und ihre Anliegen, Anmerkungen oder Probleme ohne großen Aufwand angenommen und geklärt werden können. Gästen, welchen die Mitarbeiter des Hotels vermitteln können, dass sie gut aufgehoben sind und dass sie verstanden werden, kommen wieder. Ein besonders hohes Maß an Service und Sprachenvielfalt legen Hotels zurück, die anschließend zu sprechender Sprachen auch die Dienstleistung der Gebärden- und Blindensprache anbieten. Somit wird nicht nur der sprachlichen Vielfalt ein Sahnehäubchen aufgesetzt, sondern auch durch den dahinter verborgenen sozialen Aspekt eine Kirsche drauf gesetzt.

Es ist kein Geheimnis, dass mit einem guten Service neue Stammgäste akquiriert werden können. Die Sprache kann somit zum Erfolg dienen. Sprachliches und kulturelles Einfühlungsvermögen gibt dem Gast ein Gefühl von Vertrauen und Geborgenheit, was heutzutage für Hotels unabdingbar ist.

 

Generation WHY – Die Gäste der heutigen Zeit

Generation WHY sind wir, die alles hinterfragen und trotzdem den Alltag mit allen Risiken hinnehmen. Sei es das überspringen von AGB’s oder das Angeben von privaten Daten im Netz. Wir leben und lieben das Netz.

Die Datenbanken der Hotels lassen erschließen, dass zunehmend die jüngere Generation reist. Auch die Website der Hotels gleicht sich dem an, denn den meisten Gästen ist es wichtig so viel Information wie möglich im Voraus zu bekommen. Der erste Kontakt kann also demnach über die Website erfolgen. Ein sympathischer Internetauftritt und die Möglichkeit dieses Auftreten auch international in mehreren Sprachen zu vermitteln, zieht sicherlich die heutige Generation WHY an.

Im Vorfeld geschehene Informationsflüsse, Bestätigungen oder angebotene Zusatzleistungen wie die Sprachenvielfalt können spätere Missverständnisse vorbeugen.

Demnach lässt sich erschließen, dass das Wesen eines Hotels in der Sprache liegen kann. Genauso, wie der englische Philosoph Sir Francis von Verulam Bacon einst zu sagen pflegte:

„Die Sprache gehört zum Charakter des Menschen.”

Videoboost im Interview zum Thema Recruiting-Videos

Als ich in meinem Instagram-Feed eine Stellenanzeige in Form eines Videos entdeckte, konnte ich eine viel höhere Aufmerksamkeit bei mir beobachten als bei einer üblichen Jobanzeige via PDF-Datei. Aus diesem Grund, stellte ich mir folgende Fragen: Warum und wie wichtig ist das Format Video für Unternehmen geworden? Sind Recruiting-Videos nur ein weiterer Trend?

Jessica Bettermann

Jessica Bettermann, ehemalige Kommilitonin/Onlinekommunikations-Studentin und jetzige Human Resource Managerin bei videoboost beantwortete mir genau diese Fragen.

 

Charlotte: Seit wann gibt es euch und was macht videoboost eigentlich?

Jessica: 2012 startete das Unternehmen als Studentenprojekt mit animierten Erklärvideos. Das Portfolio unseres Teams, welches mittlerweile aus ca. 40+ Video-Experten besteht, wächst stetig. Wir produzieren mittlerweile sowohl animierte, als auch real gedrehte Videos und betreuen Kunden von der Konzeption bis hin zur Fertigstellung des Videos. Der lange Weg über eine Agentur fällt somit für das Unternehmen komplett weg.

Unter anderem mit Image-, Erklärvideos, Interviews und Recruiting bieten wir ein breitgefächertes Angebot.

Charlotte: Wie wird heute im Human Resources Management bzw. im Recruiting (online) kommuniziert?

Jessica: Natürlich immer noch über den klassischen Weg mit der Jobseite. Durch das Jobportal kommen Bewerber rein und der erste Kontakt erfolgt meistens über E-Mail, Telefon oder ein Gespräch. Durch Social Media wie Facebook und Instagram kann man jedoch schon mal informeller in den Erstkontakt treten.

Sehr stark gewachsen ist auch Xing und LinkedIn. Hier können sich Bewerber und Unternehmen direkt austauschen und vernetzen. Von der Zielgruppe abhängig wird auch Offline, z.B. an Unis, direkt kommuniziert. Aber insbesondere der informelle und schnellerer Austausch sind durch Social Media vorteilhaft, so lernt man denjenigen ganz anders kennen.

Charlotte: Wie wird das Format Video im Recruiting und in der Unternehmenskommunikation eingesetzt?

Jessica: Für ein Unternehmen ist es natürlich ein Vorteil, sich als attraktiven und modernen Arbeitgeber präsentieren zu können. Der Zielgruppe werden mehr Einblicke gegeben und mehr Transparenz wird geschaffen. Video wirkt natürlich nochmal ganz anders, als wenn ein Unternehmen nur in Text- und Bildformat kommuniziert.

Sowohl intern, als auch extern ist das Format Video breitgefächert. Zum Beispiel intern kann man jetzt zum Jahreswechsel die Ziele für 2019 in einem Video vorstellen. Das ist persönlicher als eine Rundmail an alle Mitarbeiter.

Charlotte: Welche Probleme fallen dir im Recruiting momentan auf?

Jessica: Der Fachkräftemangel wie überall. Die Wechselwilligkeit der Arbeitnehmer wird auch immer größer. Die Absprungrate wird immer größer und Unternehmen stehen vor der Herausforderung: A den richtigen Arbeitnehmer zu finden und B diesen auch langfristig zu halten.

Charlotte: Wie kann Video diese Probleme lösen und welche Möglichkeiten bietet Video im Recruiting?

Jessica: Ein modernes, attraktives Video kann ein Unternehmen auf jeden Fall unterstützen, den richtigen Mitarbeiter zu finden und diesen auch langfristig zu halten. Hierbei sehe ich Video aber auch nur als einen Stützpfeiler von vielen.

Durch ein Video lassen sich Mission, Vision und Ziele des Unternehmens auch besser visualisieren. Potenzielle Mitarbeiter können somit besser einschätzen, ob das Unternehmen zu ihnen passt. Das kann die Absprungrate verringern.

Charlotte: Spricht Video nicht eher die jüngere Generation an?

Jessica: Auf den ersten Blick, würde ich sagen ja. Natürlich auch mit dem Hintergrund, dass diese Generation mit den sozialen Medien aufgewachsen ist. Aber auch für ältere Generationen ist Video von Vorteil. Sie bekommen einen ganz anderen Einblick als vor 20 Jahren.

Charlotte: Ändert sich der HR-, Recruiting-Prozess allgemein?

Jessica: Es ist auf jeden Fall ein sich stark weiter entwickelnder Prozess. Durch das Thema Digitalisierung werden andere und neue Kommunikationsmittel erwartet. Die Unternehmen werden aktiver. Die Fragen, wie spreche ich meine Zielgruppe an und wo kann ich sie erreichen, werden immer wichtiger. Also das aktive zugehen auf Bewerber, auch unter Active Sourcing bekannt.

Charlotte: Etablieren sich Recruiting-Videos nur vonseiten des Unternehmens oder auch von Seiten des Bewerbers?

Jessica: Auf Unternehmensseite sieht man da schon deutliche Veränderungen, Video wird immer beliebter. Viele kennen sich mit dem Medium aber auch noch nicht so aus oder fühlen sich noch unwohl damit. Die Etablierung auf Bewerberseite steckt meiner Meinung nach noch weiter in den Kinderschuhen.

Charlotte: Wie sieht der Trend Recruiting-Videos in der Zukunft aus?

Jessica: Recruiting-Videos werden sich auf jeden Fall weiter etablieren. Unternehmen erkennen die Vorteile von Recruiting-Videos. Sie können sich besser präsentieren und von der Konkurrenz abheben. Solche Videos sieht man auch gerne an, da sie mehr Transparenz schaffen.

Charlotte: Würde das in jeder Branche funktionieren? Sind Recruiting-Videos wirklich überall sinnvoll?

Jessica: Zum einen würde ich sagen hängt das von der Zielgruppe ab. Wo bewegen sich meine potenziellen Mitarbeiter? Dann kommt es darauf an, was willst du vermitteln. Nehmen wir beispielsweise Krankenhäuser – mit einem Video bietet sich die Chance zu zeigen, wie modern es ist und welche neuen Technologien das Krankenhaus besitzt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Recruiting- Videos in den meisten Branchen unterstützend eingesetzt werden können. Es ist ein großer Markt mit viel Potenzial.

 

Vielen Dank nochmal an dich liebe Jessica, für deine Bereitschaft und den kurzen Einblick in die Themen Videos und Recruiting! Eine sehr vielfältige und interessante Branche.

 

Passend zum Thema seht ihr hier ein von videoboost produziertes Recruiting-Video.

👉 www.videoboost.de/recruiting-video

 

Einblicke wie es bei videoboost in den Bereichen Marketing, Vertrieb, Projektmanagement und sogar bei der Geschäftsführung aussieht, findet ihr auf Instagram.

👉 www.instagram.com/videoboost/

 

Leseempfehlung:

Videos: Immer noch Neuland oder schon in der Kommunikationsstrategie verankert?

 

Diagnose via Smartphone

Diäten, Finanzen, Shopping und kleine Spielchen. Für alles gibt es Apps. Jetzt will eine neue App sogar herkömmliche Psychotherapien ersetzten können. Wie das funktionieren soll und warum wir sowas hinterfragen sollten, erkläre ich hier.

 

 

Was hat Mentale Gesundheit mit Technik zu tun?

Mentale Gesundheit ist etwas worum sich jeder Mensch sorgt und sorgen sollte. Sie kann von vielen Dingen beeinflusst werden und hat viel mit unserer Stimmungslage und unserem Verhalten zu tun. Aber wenn nun jemand Probleme mit seiner psychischen Gesundheit hat, fällt es denjenigen oft schwer den Schritt zu wagen und nach einem geeigneten Therapieplatz zu suchen, denn das kann oft ein zeitaufwendiger Prozess sein.

Die App, welche eine schnelle Lösung für dieses Problem verspricht, heißt „BetterHelp“ und ermöglicht euch, ohne aus dem Bett aufzustehen, eine Therapie zu starten. Man bezahlt Geld, macht einen kurzen Test um den passenden Therapeuten zu finden und es geht schon los. Klingt natürlich alles super schön und einfach, aber betrachtet man dieses Konzept genauer, kommen Zweifel auf.


Der Einfluss von Influencer-Marketing 

Ist man ein aktiver Nutzer von Youtube, stößt man schnell auf BetterHelp. Von vielen Inlfuencern wird diese App nämlich angepriesen und vermarktet. Denn immer mehr YouTuber wurden von BetterHelp gesponsert, um die App in ihren Videos zu vermarkten. Man merkt also sofort, dass diese neuartige App sich Influencer-Marketing zu Nutzen macht.
Anfangs wirkt sie cool und scheint eine einfache Lösung für ein kompliziertes Problem zu bieten. Insbesondere Jugendliche werden durch die Influencer angesprochen.


Wie genau funktioniert BetterHelp?

Nachdem man die App runtergeladen hat, oder auf die Internetseite  geht, muss man als erstes auswählen um welches Krankheitsbild es sich handelt. Dafür muss man entweder schätzen was man hat, oder bereits eine professionelle Diagnose bekommen haben, denn diese kann man nicht von dem dort gestellten Therapeuten bekommen. Wenn man beispielsweise Essstörung als Krankheit auswählt, muss man einige Fragen beantworten und danach bekommt man den passenden Therapeuten zugeteilt. Man kommuniziert anschließend entweder per Messenger, Video-Chat, Telefon oder Live-Chat. Mit den Therapeuten kann man entweder Termine vereinbaren oder einfach rund um die Uhr privat schreiben. Als ihre Mission bezeichnet die App bezahlbare Hilfe in schwierigen Lebenssituationen zu jeder Tageszeit zu bieten. Bezahlen muss man, je nach Zeitraum in dem man den Service nutzen will.


Zu einfach um wahr zu sein?

Also was steckt wirklich hinter der App? Moralisch gesehen ist es schon fraglich, Influencer als primäre Marketing Quelle zu nutzen. Außerdem ist das Konzept von BetterHelp wie eine Massenproduktion und da stellt sich die Frage, ob das der richtige Ansatz für eine Therapie ist.
Die Hauptargumente die überzeugen sollen setzen sich aus Bequemlichkeit und Geld sparen zusammen, und diese zwei Dinge sollten bei der Verbesserung der psychischen Gesundheit eigentlich nicht im Vordergrund stehen. Auch die Tatsache, dass BetterHelp auf Ihrer Seite deutlich sagen, dass sie nicht dafür garantieren können, dass Online-Therapie genau so gut funktioniert wie Face-To-Face-Kommunikation und auch nicht dafür, dass alle ihre Therapeuten eine Lizenz haben und richtige Ärzte sind. Schaut man sich die Rezensionen an, gehen die Meinungen hierbei drastisch auseinander. Das liegt oft vor allem an den Therapeuten, dem man über die App zugeteilt wird. Also reine Glückssache. Und auch auf Glück sollte man sich eigentlich bei diesem Thema nicht verlassen.

 

Was sagt eine Psychotherapeutin zu diesem technischen Fortschritt?

 

 

Um eine andere und professionelle Sicht zu diesem Thema zu bekommen, habe ich mich mit einer alten Kollegin getroffen. Frau Dr. Sybille Anels arbeitet in einer tagesklinischen Psychiatrie für Kinder und Jugendliche. In dem Jahr, dass ich dort verbracht habe, bekam ich schon oft den Einsatz von Medien für die Psychotherapie mit. Es gab tägliche Einheiten mit Hörspielen, Meditation mit Musik und Lichtern und noch einiges anderes, was sich von der normalen Therapie abhebt in der man nur zusammensitzt und redet. Aber auch in Einzelgesprächen nutzt Frau Dr. Anels gerade bei Kindern die Technik.

Beispielsweise erklärte sie mir, dass es viele Spiele gibt die Kinder auf Computern spielen können, um Verhaltensmuster oder Reaktionen zu testen. Laut Dr. Anels seien diese sehr hilfreich für den weiteren Verlauf der Psychotherapie.

 

Eine professionelle Meinung zu BetterHelp

Als ich ihr erklärte was BetterHelp ist und sie anschließend fragte, was sie davon halte, antwortete Sie: “Das klingt alles sehr gut, aber mein Standpunkt ist und wird auch immer sein, dass ein Roboter nicht den menschlichen Psychotherapeuten ersetzen kann. Technische Hilfsmittel dennoch sind sehr hilfreich. Vielleicht könnte man diese App als Einstieg nutzen. Aber um einen langfristigen Fortschritt zu sehen, würde ich immer die normale Therapie wählen, denn man weiß ja nie wer wirklich hinter dieser App steckt.“ Frau Dr. Anels erzählte mir außerdem, dass man nicht sofort einen Therapeuten als App suchen sollte. Es gibt nämlich viele Apps die lediglich Meditation für Schlafstörungen oder Angstzustände anbieten. Und das sei ein tolles Hilfsmittel, um eine richtige Therapie zu unterstützen.


Persönliches Fazit

Nach diesem Gespräch wird mir klar, dass eine Therapie nichts ist, an die man leichtsinnig und ohne viel Recherche herangehen sollte. Zu Anfang ist die App vielleicht nicht schlecht und hilft dabei den ersten Schritt in die richtige Richtung zu machen. Für mich persönlich wäre ein Therapeut in einer App zwar faszinierend, jedoch überzeugt mich das nicht ganz, da vieles zu unklar und unseriös ist. Aber vielleicht ändert sich das in Zukunft.

Ich bin gespannt mit was der technische Fortschritt uns zum Thema Psychotherapie noch überraschen wird und hoffe ihr seid es auch!

 

Chatbots im Tourismus

Wenn man an einen Roboter denkt hat man oft das typische Bild einer Blechmaschine im Kopf, aber Chatbots sind anders. Sie sind für Kommunikationsaufgaben geschaffen. Hinter ihnen versteckt sich für gewöhnlich ein Prozess oder ein Dienst aus der Cloud, wodurch ihnen die Möglichkeit gegeben wird, mit uns Menschen zu kommunizieren.

Was sind Chatbots?

Chatbots gibt es in unterschiedlichen Varianten. Oftmals laufen diese über einen Messenger wie Facebook, WhatsApp, Twitter oder werden direkt auf der Website eingebettet. Es werden Dialogfenster angeboten, in die der User seine Fragen eingeben kann. Diese werden dann nicht von einem Mitarbeiter des Unternehmens, sondern von dem Bot beantwortet. Besonders nützlich sind solche Bots, wenn vermehrt die gleichen oder ähnliche Fragen gestellt werden, da somit eine schnelle Antwort gewährleistet werden kann. Für außergewöhnliche Fragen gibt es oftmals die Möglichkeit seine E-mail-Adresse zu hinterlassen, damit sich ein Mitarbeiter um dieses Anliegen kümmern kann.

Um diese schwierigen Fragen beantworten zu können, muss die künstliche Intelligenz noch weiter mit Daten gespeist werden. Aber die Chatbots lernen bei jeder Unterhaltung dazu und erweitern ihr Wissen. Sie lernen von den Benutzereingaben um personalisierte und passende Antworten herausgeben zu können, dabei gibt es ein Problem – den Datenschutz, denn einige Chatbots bedienen sich nicht nur an den Informationen der Unterhaltung, sondern sammeln weitere Nutzerdaten und werten diese aus.

Warum Chatbots?

Auf vielen Websites, ob bei H&M, Sephora oder dem Messenger Kik, sind Chatbots nicht mehr wegzudenken. Vor  Allem im Bereich des Kundenservices gehören sie einfach dazu und werden von vielen Kunden als selbstverständlich angesehen. Auch die Tourismusbranche wird bereits von Chatbots erobert, denn auch dort spielt die digitale Präsenz eine entscheidende Rolle.

Durch die Nutzung eines Bots wird die Suche nach passenden Flügen oder Hotels erleichtert, denn er findet nicht nur das beste Angebot, sondern gibt auch Empfehlungen ab, wann die beste Reisezeit ist. All das und noch weitere Funktionen gibt es bei dem Online-Reisebüro von Kayak und das ganz einfach über den Facebook-Messenger.

Buchungen sind allerdings nur die Anfänge einer Reise, dann geht es weiter mit Informationen über das Hotel, die Tagesplanung vor Ort und Tipps zu tollen Spots in der Umgebung. Genau da sollten Hotels anknüpfen, um die Reise mithilfe von Bots für die Kunden angenehmer zu machen, sowie das Personal zu entlasten.

Chatbot James

Ein tolles Beispiel dafür ist das Hotel Ameron in der Speicherstadt Hamburg. Dieses hat 2017 den Concierge James eingestellt.

„Mit James soll dem Gast ermöglicht werden, zu jeder Zeit und an jedem Ort mit uns einfach in Kontakt zu treten. Im Vordergrund steht hier das positive Erlebnis für den Kunden. Wir suchen die aktive Kommunikation mit unseren Gästen und diese Erfahrung soll sich auch im Chat widerspiegeln”, erklärt Michael Lutz, Director of Operations Deutschland der AMERON Hotel Collection.

James bringt die Gäste immer auf den neuesten Stand, was aktuelle Informationen und Tipps rund um das Hotel und die Umgebung betrifft. Sei es eine Frage zum Frühstücksbuffet, ein Ausflugstipp in Hamburg oder eine Tischreservierung im italienischen Restaurant.  Sollte der Concierge einmal nicht weiter wissen, wird direkt der persönliche Kontakt zum Rezeptionsteam hergestellt. Chatbot James ermöglicht den Gästen somit eine unkomplizierte Art, ihre Wünsche und Probleme über den Facebook-Messenger zu äußern.

Natürlich ist James inzwischen einer von vielen Bots in der Hotellerie. Es werden mit Sicherheit noch einige Hotels und Reiseanbieter wie beispielsweise Thomas Cook mitziehen, die dazu noch weitere Funktionen generieren werden.

Ausblick

Der Trend hin zu Bots ist in vollem Gange. Bereits jeder vierte Bundesbürger kann sich die Nutzung eines Chatbots vorstellen. Aber auch Sprachbots werden heutzutage in sehr vielen Haushalten genutzt, sei es Alexa, Siri, Cortana oder Viv. Aufgrund der Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz werden Sprachbots in naher Zukunft möglicherweise auch in der Hotel- und Restaurantfachbranche ihren Nutzen finden. Sie werden unter anderem Tischbestellungen automatisch aufnehmen können.

Wenn du das nächste Mal auf der Suche nach der perfekten Reise bist, probiere es doch auch mal mit der Hilfe von den lieben Chat- und Sprachbots!

 

Tech for Good diskutiert: Ist technischer Fortschritt gut oder schlecht?

Die Wochen wurde bei PR-Fundsachen intensiv beleuchtet, welche guten Dinge Technik mit sich bringen kann. Doch was ist mit den Schattenseiten? Das Team von Tech for Good hat sich zusammengesetzt und sich das mal näher angesehen. Wir haben uns die Frage gestellt: Sollte technischer Fortschritt weiter so vorangetrieben werden und bringt sie gute oder moralisch fragwürdige Konsequenzen mit sich?

Unsere Moderatoren Sara, Celine und Sabia haben diese Frage in einer lockeren Runde debattiert, ihre Ansichten ausgetauscht und versucht eine mögliche Antwort zu finden. Ich, Alena, bin in der Rolle der Diskussionsleiterin, protokolliere und versuche Denkanstöße zu liefern.“

Alena: „Ein aktuelles Beispiel: In China wurden vor einigen Wochen die ersten gentechnisch modifizierten Zwillinge geboren. Die Babys sollen immun gegen das HIV-Virus sein. Ein Durchbruch in Wissenschaft und Technik, aber einer zum Guten?“

Sabia: „Oh wow. Davon habe ich bisher nicht gehört. Erstaunlich! Aber auch irgendwie bedenklich.“

Celine: „Naja, falls es wirklich funktionieren sollte, wäre es doch super.“

Sabia: „Ja genau, falls… Was wenn nicht? Man weiß ja gar nicht was für Konsequenzen so etwas für die Babys haben könnte.“

Sara: „Ich weiß auch nicht was ich davon halten soll. Das könnte ja erst der Anfang sein. Wo würde denn da die Grenzlinie verlaufen? Babys zum Zusammenbasteln, das ist doch komisch.“

Alena: „Entfernen wir uns mal von dem Beispiel. Was haltet ihr generell vom aktuellen technischen Fortschritt, wie weit sollte er gehen?“

Celine: „Naja, ohne geht’s ja nicht. Sonst würden wir immer noch im Mittelalter leben.“

Sara: „Du hast schon recht. Aber man sollte da differenzieren, es gibt ja positive und negative Entwicklungen. Beispielsweise die Erfindungen ,die wir bei Tech for Good vorstellen sind klasse, andere Sachen wie neue Waffen hingegen nicht . Mit technischem Fortschritt kommt beides.“

Celine: „Man könnte versuchen das doch irgendwie zu regulieren, mehr in Gutes zu investieren.“

Sabia:  „Als ob das jemals klappen könnte! Genau andersrum wird doch investiert.“

Celine „Aber du würdest ja wohl nicht auf technischen Fortschritt verzichten wegen den schlechten Dingen?“

Sara: „Das würde denke ich niemand. Zumindest aus unserer westlichen Welt, dafür sind wir den Luxus viel zu sehr gewöhnt.“

Sabia: „Das muss doch seine Grenzen haben. Mit jedem neuen Fortschritt kommt irgendwer auf die Idee, wie man das für Waffen oder sowas verwenden kann.“

Sara: „Wurde nicht probiert mit der neuen Robotik-Technik so eine Art Supersoldaten zu schaffen?“

Sabia: „Von sowas rede ich! Das ist doch krank.“

Celine: Das kann man aber leider nicht verhindern.“

Sara: „Deshalb sollte Fortschritt irgendwie reguliert werden. Auch in Anbetracht der Genmodifizierung. Der Mensch sollte nicht Gott spielen.“

Sabia: „Das tut er schon…“

Celine: „Wie willst du das denn regulieren? Weltweite Organisationen die Wirtschaft oder sowas regulieren sollten gibt es ja schon. Klappt ja kaum, die können effektiv nicht viel ausrichten.“

Sara: „Ja aber das kann doch nicht einfach weitergehen bis zum geht nicht mehr. Auch in Bezug auf Klimaerwärmung ist die momentane Entwicklung ja katastrophal. Der technische Fortschritt hat mit Anfang der Industrialisierung schon ziemliche Schäden verursacht. Wenn das so weitergeht wie jetzt, haben spätestens die nächsten Generationen ein großes Problem.“

Sabia: „Naja, es wird ja versucht mit diesen Klimagipfeln die Erderwärmung zu stoppen.“

Celine: „Diese Beschlüsse dort sind ja auch nicht bindend. Das sind alles einfach gut gemeinte Vorsätze, als wirkliche Vorhaben. Wir wissen ja wie unsere Vorsätze zum neuen Jahr halten, also erhoffe ich mir da noch so viel von.“

Sabia: „Besser als nichts!“

Celine: „Ja das stimmt.“

Alena: „Was wären denn eure Vorstellungen wie es weitergehen soll?“

Sabia: „Einerseits ist es echt beeindruckend was die Entwicklung so bringen kann. Man liest ja ständig irgendwelche Artikel in denen neueste Durchbrüche beschrieben werden. Neue Krebstherapien oder auch so Sachen wie Transplantationen mit künstlichen Organen. In der Medizin ist das schon nicht verkehrt. In allen anderen Bereichen weiß ich nicht so recht.“

Sara: „Selbst in der Medizin wird es grenz-wertig. Es sollte ja 2020 oder so eine erste Kopftransplantation durchgeführt werden. Also ist es auch in dem Bereich schnell an der Grenze zum moralisch Fragwürdigem.“

Celine:  „Es ist einfach die Frage, ob die guten Ergebnisse die schlechten übertreffen, egal in welchem Bereich jetzt.“

Sabia: „Das tun sie nicht, also zumindest nicht nach meinem Gefühl.“

Sara: „Naja, deshalb sind so Organisationen wie Tech for Good ja auch so wichtig! Der Fortschritt ist kaum zu bremsen und hier und da stellen sich ja Menschen dem entgegen, um eben noch was Gutes damit zu bewirken.“

Sabia: „Da hast du recht. Es wird wohl weitergehen, egal was man davon hält. Man sollte einfach versuchen das Beste rauszuholen.“

Der Meinungsaustausch zwischen unseren Moderatoren kam doch noch auf einen Nenner.

Aus der Diskussion ergibt sich: Es ist Ansichtssache. Unbestritten bleibt, dass technischer Fortschritt Gutes und Schlechtes mit sich bringen kann. Was man davon halten soll, bleibt wohl jedem selbst überlassen. Wichtig bleibt: Der Mensch, ob jetzt als Regierung oder Einzelperson sollte sich dafür einsetzten, dass die positiven Aspekte überwiegen sollen. Ob das Wunschdenken bleibt oder zur tatsächlichen Realität wird, kann wohl keiner Absehen, aber dafür etwas tun, dass es wahr wird.

A/B-Testing und Personalisierung: Was Unternehmen durch personalisierten Content erreichen können!

Wie kann man Content genau auf die Bedürfnisse der Nutzer zuschneiden? Wir haben uns von einem Profi Tipps geben lassen: Annemarie Sowa ist Merchandising- and Content-Managerin für Personalisierung bei Thomas Cook. In einem Interview verrät sie uns, wie A/B-Testing dabei hilft, Content zu personalisieren und gezielt an die Nutzer anzupassen.

 

Was ist A/B-Testing eigentlich?

Beim A/B-Testing werden zwei Versionen einer Website verglichen. Durch die Tests kann festgestellt werden, welche der beiden Versionen bei den Nutzern besser ankommt. Beide Varianten werden den Nutzern dabei per Zufallsprinzip angezeigt. Durch A/B-Tests soll also zum einen die Website-Performance verbessert und gleichzeitig die Conversion-Rate gesteigert werden, die das Verhältnis zwischen Website-Besuchern und getätigten Transaktionen beschreibt.

Annemarie Sowa von Thomas Cook hat uns in einem Interview Fragen rund um das Thema A/B-Testing und einer damit verbundenen Personalisierung beantwortet. Als Merchandising and Content Managerin für Personalisierung in der E-Commerce-Abteilung des Reiseveranstalters kennt sie sich bestens in den beiden Bereichen aus.

 

Annemarie, wo und wie genau setzt Ihr A/B-Testing bei Thomas Cook ein?

Annemarie: Wir nutzen das in allen Online-Kanälen: Webseite, E-Mail-Marketing und Social Media. Das A/B-Testing wird auf der Webseite hauptsächlich genutzt, um Kampagnen gegen eine Nullgruppe auszuspielen und entsprechende Validierungs-Ergebnisse zu erzielen. Daraus lässt sich schließen, ob die Kampagne generell umgesetzt werden kann, überarbeitet werden muss oder eine andere folgen sollte. Die Nullgruppe meint User, die keine Kampagne ausgespielt bekommen. Auch wenden wir sogenannte Multivariantentests an, in dem wir zum Beispiel zwei Kampagnen und eine Nullgruppe gegeneinander laufen lassen.
Bei E-Mails kann ein A/B-Test zum Beispiel auch nur anhand der Betreffzeile erfolgen. Hier kann durch die Tests beobachtet werden, welche Betreffzeile eine höhere Öffnungsrate erzielt.

 

Inwiefern kommt hier die Personalisierung ins Spiel?

Bei der Personalisierung gibt es einen Unterscheid zwischen der persönlichen Ansprache des Kunden, zum Beispiel durch eine Anrede, und der Individualisierung, auf Grundlage von Transaktionsdaten. Das wäre zum Beispiel, wenn ein User aufgrund seines Suchverhaltens personalisierte Inhalte angezeigt bekommt.

 

Eines der Ziele von A/B-Testing ist es, die Conversion Rate zu steigern. Hast Du hier konkrete Beispiele, an denen Ihr uns Erfolge für die von Euch angewendeten Tests zeigen könnt?

Annemarie: Ich habe ein Beispiel für einen Multivariantentest mitgebracht, der momentan auf unseren Seiten ThomasCook.de und Neckermann-Reisen.de ausgespielt wird. Hier werden zwei Kampagnen gegen eine Nullgruppe ausgespielt. Wir testen die Anzeige der letzten Suchen gegen die Anzeige der letzten Suchen mit Detailanzeigen (Destination und Hotel).

Der Test zeigt schön auf, wie man auch „nur die letzten Suchen“ personalisiert abbilden kann. Wenn der Kunde sogar im Kunden-Bereich eingeloggt ist, wird der Name mit in die Kampagne integriert. Der Test ist bisher erst drei Wochen live. Trotz der kurzen Laufdauer konnte jedoch schon bei beiden Kampagnen eine Steigerung der Conversion Rate von zwei Prozent gegenüber der Nullgruppe erreicht werden, die keine Kampagne zur Personalisierung ausgespielt bekommen hat. Bei den beiden Kampagnen ist es dann bisher wohl ein Kopf-an-Kopf-Rennen (lacht), wobei sich das im Laufe der Zeit sicher noch abgrenzen wird.

 

Ist A/B-Testing allein ausreichend, um das Nutzerverhalten analysieren zu können?

Annemarie: Nein. Für das Nutzerverhalten selbst gibt es mittlerweile viele intelligente Algorithmen, die das Nutzerverhalten analysieren und entsprechende Kampagnen aussteuern. Das Nutzerverhalten ist so individuell wie der Mensch selbst. Das A/B-Testing ist ein kleiner Teil davon und zielt auf den Erfolg von Kampagnen ab. Durch intelligente Algorithmen kann beispielsweise zusätzlich zu Empfehlungen die Platzierung von Layern dem Nutzerverhalten angepasst werden.

 

A/B-Testing ist nicht nur im E-Commerce ein wichtiges Thema, sondern kann auch auf redaktionellen Seiten zum Einsatz kommen. Was kannst Du anderen Unternehmen mit auf den Weg geben, die bisher noch keine Erfahrungen mit dem Testing haben?

Annemarie: Hierzu gibt es ein treffendes Zitat von Herb Kelleher, das lautet: „We have a strategic plan. It’s called doing things.“ Man benötigt keine große Erfahrung im A/B-Testing, man benötigt viel Geduld und muss stetig laufende Kampagnen beobachten. Kleine Schritte machen, diese dann lieber ausbauen als gleich das große Ganze zu wollen, ist unser Tipp in diesem Bereich.

 

Habt Ihr auch schlechte Erfahrungen beim A/B-Testing gemacht?

Annemarie: Schlechte Erfahrungen sind vielleicht etwas hoch gegriffen, aber klar, nicht jede Kampagne wird zum Erfolg durch das A/B-Testing. Auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass manche Kampagnen dazu geführt haben das Klickverhalten zu reduzieren. Hier gilt es schnell zu handeln.

 

Was habt Ihr in Zukunft an neuen Themen im Bereich Online-Marketing und Personalisierung geplant?

Annemarie: Im Rahmen der Digitalisierung ist für uns der nächste Schritt in Richtung Product Recommendations. Auf diesen Test freuen wir uns bereits sehr und sind auf die ersten Zahlen gespannt. Durch intelligente Algorithmen wird hier das Klickverhalten der User analysiert. Anhand dieses Verhaltens wird dem User dann ein statistischer Zwilling zugewiesen, d.h. ein User mit ähnlichem Verhalten, der bereits eine Reise bei uns gebucht hat. Dadurch können dem Nutzer noch gezielter Maßnahmen ausgespielt werden.

Danke Annemarie für das tolle Interview!

 

Tech for Good diskutiert: Ist technischer Fortschritt gut oder schlecht?

Die Wochen wurde bei PR-Fundsachen intensiv beleuchtet, welche guten Dinge Technik mit sich bringen kann. Doch was ist mit den Schattenseiten? Das Team von Tech for Good hat sich zusammengesetzt und sich das mal näher angesehen. Wir haben uns die Frage gestellt: Sollte technischer Fortschritt weiter so vorangetrieben werden und bringt sie gute oder moralisch fragwürdige Konsequenzen mit sich?

Unsere Moderatoren Sara, Celine und Sabia haben diese Frage in einer lockeren Runde debattiert, ihre Ansichten ausgetauscht und versucht eine mögliche Antwort zu finden. Ich, Alena, bin in der Rolle der Diskussionsleiterin, protokolliere und versuche Denkanstöße zu liefern.“

Alena: „Ein aktuelles Beispiel: In China wurden vor einigen Wochen die ersten gentechnisch modifizierten Zwillinge geboren. Die Babys sollen immun gegen das HIV-Virus sein. Ein Durchbruch in Wissenschaft und Technik, aber einer zum Guten?“

Sabia: „Oh wow. Davon habe ich bisher nicht gehört. Erstaunlich! Aber auch irgendwie bedenklich.“

Celine: „Naja, falls es wirklich funktionieren sollte, wäre es doch super.“

Sabia: „Ja genau, falls… Was wenn nicht? Man weiß ja gar nicht was für Konsequenzen so etwas für die Babys haben könnte.“

Sara: „Ich weiß auch nicht was ich davon halten soll. Das könnte ja erst der Anfang sein. Wo würde denn da die Grenzlinie verlaufen? Babys zum Zusammenbasteln, das ist doch komisch.“

Alena: „Entfernen wir uns mal von dem Beispiel. Was haltet ihr generell vom aktuellen technischen Fortschritt, wie weit sollte er gehen?“

Celine: „Naja, ohne geht’s ja nicht. Sonst würden wir immer noch im Mittelalter leben.“

Sara: „Du hast schon recht. Aber man sollte da differenzieren, es gibt ja positive und negative Entwicklungen. Beispielsweise die Erfindungen ,die wir bei Tech for Good vorstellen sind klasse, andere Sachen wie neue Waffen hingegen nicht . Mit technischem Fortschritt kommt beides.“

Celine: „Man könnte versuchen das doch irgendwie zu regulieren, mehr in Gutes zu investieren.“

Sabia:  „Als ob das jemals klappen könnte! Genau andersrum wird doch investiert.“

Celine „Aber du würdest ja wohl nicht auf technischen Fortschritt verzichten wegen den schlechten Dingen?“

Sara: „Das würde denke ich niemand. Zumindest aus unserer westlichen Welt, dafür sind wir den Luxus viel zu sehr gewöhnt.“

Sabia: „Das muss doch seine Grenzen haben. Mit jedem neuen Fortschritt kommt irgendwer auf die Idee, wie man das für Waffen oder sowas verwenden kann.“

Sara: „Wurde nicht probiert mit der neuen Robotik-Technik so eine Art Supersoldaten zu schaffen?“

Sabia: „Von sowas rede ich! Das ist doch krank.“

Celine: Das kann man aber leider nicht verhindern.“

Sara: „Deshalb sollte Fortschritt irgendwie reguliert werden. Auch in Anbetracht der Genmodifizierung. Der Mensch sollte nicht Gott spielen.“

Sabia: „Das tut er schon…“

Celine: „Wie willst du das denn regulieren? Weltweite Organisationen die Wirtschaft oder sowas regulieren sollten gibt es ja schon. Klappt ja kaum, die können effektiv nicht viel ausrichten.“

Sara: „Ja aber das kann doch nicht einfach weitergehen bis zum geht nicht mehr. Auch in Bezug auf Klimaerwärmung ist die momentane Entwicklung ja katastrophal. Der technische Fortschritt hat mit Anfang der Industrialisierung schon ziemliche Schäden verursacht. Wenn das so weitergeht wie jetzt, haben spätestens die nächsten Generationen ein großes Problem.“

Sabia: „Naja, es wird ja versucht mit diesen Klimagipfeln die Erderwärmung zu stoppen.“

Celine: „Diese Beschlüsse dort sind ja auch nicht bindend. Das sind alles einfach gut gemeinte Vorsätze, als wirkliche Vorhaben. Wir wissen ja wie unsere Vorsätze zum neuen Jahr halten, also erhoffe ich mir da noch so viel von.“

Sabia: „Besser als nichts!“

Celine: „Ja das stimmt.“

Alena: „Was wären denn eure Vorstellungen wie es weitergehen soll?“

Sabia: „Einerseits ist es echt beeindruckend was die Entwicklung so bringen kann. Man liest ja ständig irgendwelche Artikel in denen neueste Durchbrüche beschrieben werden. Neue Krebstherapien oder auch so Sachen wie Transplantationen mit künstlichen Organen. In der Medizin ist das schon nicht verkehrt. In allen anderen Bereichen weiß ich nicht so recht.“

Sara: „Selbst in der Medizin wird es grenz-wertig. Es sollte ja 2020 oder so eine erste Kopftransplantation durchgeführt werden. Also ist es auch in dem Bereich schnell an der Grenze zum moralisch Fragwürdigem.“

Celine:  „Es ist einfach die Frage, ob die guten Ergebnisse die schlechten übertreffen, egal in welchem Bereich jetzt.“

Sabia: „Das tun sie nicht, also zumindest nicht nach meinem Gefühl.“

Sara: „Naja, deshalb sind so Organisationen wie Tech for Good ja auch so wichtig! Der Fortschritt ist kaum zu bremsen und hier und da stellen sich ja Menschen dem entgegen, um eben noch was Gutes damit zu bewirken.“

Sabia: „Da hast du recht. Es wird wohl weitergehen, egal was man davon hält. Man sollte einfach versuchen das Beste rauszuholen.“

Der Meinungsaustausch zwischen unseren Moderatoren kam doch noch auf einen Nenner.

Aus der Diskussion ergibt sich: Es ist Ansichtssache. Unbestritten bleibt, dass technischer Fortschritt Gutes und Schlechtes mit sich bringen kann. Was man davon halten soll, bleibt wohl jedem selbst überlassen. Wichtig bleibt: Der Mensch, ob jetzt als Regierung oder Einzelperson sollte sich dafür einsetzten, dass die positiven Aspekte überwiegen sollen. Ob das Wunschdenken bleibt oder zur tatsächlichen Realität wird, kann wohl keiner Absehen, aber dafür etwas tun, dass es wahr wird.

A/B-Testing und Personalisierung: Was Unternehmen durch personalisierten Content erreichen können!

Wie kann man Content genau auf die Bedürfnisse der Nutzer zuschneiden? Wir haben uns von einem Profi Tipps geben lassen: Annemarie Sowa ist Merchandising- and Content-Managerin für Personalisierung bei Thomas Cook. In einem Interview verrät sie uns, wie A/B-Testing dabei hilft, Content zu personalisieren und gezielt an die Nutzer anzupassen.

 

Was ist A/B-Testing eigentlich?

Beim A/B-Testing werden zwei Versionen einer Website verglichen. Durch die Tests kann festgestellt werden, welche der beiden Versionen bei den Nutzern besser ankommt. Beide Varianten werden den Nutzern dabei per Zufallsprinzip angezeigt. Durch A/B-Tests soll also zum einen die Website-Performance verbessert und gleichzeitig die Conversion-Rate gesteigert werden, die das Verhältnis zwischen Website-Besuchern und getätigten Transaktionen beschreibt.

Annemarie Sowa von Thomas Cook hat uns in einem Interview Fragen rund um das Thema A/B-Testing und einer damit verbundenen Personalisierung beantwortet. Als Merchandising and Content Managerin für Personalisierung in der E-Commerce-Abteilung des Reiseveranstalters kennt sie sich bestens in den beiden Bereichen aus.

 

Annemarie, wo und wie genau setzt Ihr A/B-Testing bei Thomas Cook ein?

Annemarie: Wir nutzen das in allen Online-Kanälen: Webseite, E-Mail-Marketing und Social Media. Das A/B-Testing wird auf der Webseite hauptsächlich genutzt, um Kampagnen gegen eine Nullgruppe auszuspielen und entsprechende Validierungs-Ergebnisse zu erzielen. Daraus lässt sich schließen, ob die Kampagne generell umgesetzt werden kann, überarbeitet werden muss oder eine andere folgen sollte. Die Nullgruppe meint User, die keine Kampagne ausgespielt bekommen. Auch wenden wir sogenannte Multivariantentests an, in dem wir zum Beispiel zwei Kampagnen und eine Nullgruppe gegeneinander laufen lassen.
Bei E-Mails kann ein A/B-Test zum Beispiel auch nur anhand der Betreffzeile erfolgen. Hier kann durch die Tests beobachtet werden, welche Betreffzeile eine höhere Öffnungsrate erzielt.

 

Inwiefern kommt hier die Personalisierung ins Spiel?

Bei der Personalisierung gibt es einen Unterscheid zwischen der persönlichen Ansprache des Kunden, zum Beispiel durch eine Anrede, und der Individualisierung, auf Grundlage von Transaktionsdaten. Das wäre zum Beispiel, wenn ein User aufgrund seines Suchverhaltens personalisierte Inhalte angezeigt bekommt.

 

Eines der Ziele von A/B-Testing ist es, die Conversion Rate zu steigern. Hast Du hier konkrete Beispiele, an denen Ihr uns Erfolge für die von Euch angewendeten Tests zeigen könnt?

Annemarie: Ich habe ein Beispiel für einen Multivariantentest mitgebracht, der momentan auf unseren Seiten ThomasCook.de und Neckermann-Reisen.de ausgespielt wird. Hier werden zwei Kampagnen gegen eine Nullgruppe ausgespielt. Wir testen die Anzeige der letzten Suchen gegen die Anzeige der letzten Suchen mit Detailanzeigen (Destination und Hotel).

Der Test zeigt schön auf, wie man auch „nur die letzten Suchen“ personalisiert abbilden kann. Wenn der Kunde sogar im Kunden-Bereich eingeloggt ist, wird der Name mit in die Kampagne integriert. Der Test ist bisher erst drei Wochen live. Trotz der kurzen Laufdauer konnte jedoch schon bei beiden Kampagnen eine Steigerung der Conversion Rate von zwei Prozent gegenüber der Nullgruppe erreicht werden, die keine Kampagne zur Personalisierung ausgespielt bekommen hat. Bei den beiden Kampagnen ist es dann bisher wohl ein Kopf-an-Kopf-Rennen (lacht), wobei sich das im Laufe der Zeit sicher noch abgrenzen wird.

 

Ist A/B-Testing allein ausreichend, um das Nutzerverhalten analysieren zu können?

Annemarie: Nein. Für das Nutzerverhalten selbst gibt es mittlerweile viele intelligente Algorithmen, die das Nutzerverhalten analysieren und entsprechende Kampagnen aussteuern. Das Nutzerverhalten ist so individuell wie der Mensch selbst. Das A/B-Testing ist ein kleiner Teil davon und zielt auf den Erfolg von Kampagnen ab. Durch intelligente Algorithmen kann beispielsweise zusätzlich zu Empfehlungen die Platzierung von Layern dem Nutzerverhalten angepasst werden.

 

A/B-Testing ist nicht nur im E-Commerce ein wichtiges Thema, sondern kann auch auf redaktionellen Seiten zum Einsatz kommen. Was kannst Du anderen Unternehmen mit auf den Weg geben, die bisher noch keine Erfahrungen mit dem Testing haben?

Annemarie: Hierzu gibt es ein treffendes Zitat von Herb Kelleher, das lautet: „We have a strategic plan. It’s called doing things.“ Man benötigt keine große Erfahrung im A/B-Testing, man benötigt viel Geduld und muss stetig laufende Kampagnen beobachten. Kleine Schritte machen, diese dann lieber ausbauen als gleich das große Ganze zu wollen, ist unser Tipp in diesem Bereich.

 

Habt Ihr auch schlechte Erfahrungen beim A/B-Testing gemacht?

Annemarie: Schlechte Erfahrungen sind vielleicht etwas hoch gegriffen, aber klar, nicht jede Kampagne wird zum Erfolg durch das A/B-Testing. Auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass manche Kampagnen dazu geführt haben das Klickverhalten zu reduzieren. Hier gilt es schnell zu handeln.

 

Was habt Ihr in Zukunft an neuen Themen im Bereich Online-Marketing und Personalisierung geplant?

Annemarie: Im Rahmen der Digitalisierung ist für uns der nächste Schritt in Richtung Product Recommendations. Auf diesen Test freuen wir uns bereits sehr und sind auf die ersten Zahlen gespannt. Durch intelligente Algorithmen wird hier das Klickverhalten der User analysiert. Anhand dieses Verhaltens wird dem User dann ein statistischer Zwilling zugewiesen, d.h. ein User mit ähnlichem Verhalten, der bereits eine Reise bei uns gebucht hat. Dadurch können dem Nutzer noch gezielter Maßnahmen ausgespielt werden.

Danke Annemarie für das tolle Interview!

 

Roboter erobern Hotels

Immer mehr smarte Roboter, autonome elektronische Helfer und künstliche Intelligenz: Die Digitalisierung entwickelt sich immer weiter. Was man normalerweise in einem Science-Fiction-Film sieht, ist z.B. in Japan bereits Realität. Hier werden statt menschlicher Mitarbeiter High-Tech-Roboter eingesetzt.

Roboter Mario
Solche Roboter findet man in Zukunft immer häufiger in Hotels

„Hi I am A.L.O.“ steht auf der aus Metall geformten Brust. Sein Piepsen erinnert an R2-D2 aus der „Star Wars-Saga.“ Mit konstanter Geschwindigkeit rollt er durch die Flure des „Aloft Cupertino“- Hotels in Kalifornien.  Er ist sogar so freundlich, dass er Menschen im Fahrstuhl zuerst aussteigen lässt. Verschlossene Türen kann er jedoch nicht öffnen, da ihm kein Greifarm, wie man es von R2-D2 kennt, angebracht wurde.

Anders als bei „Star Wars“ ist A.L.O. nicht im Raumschiff unterwegs, sondern arbeitet als Serviceroboter in der Hotellerie. A.L.O. ist 91 cm groß, wiegt stolze 45 Kilo und liefert all das, was Gäste aufs Zimmer bestellen möchten. Zahnpasta, Getränke, Zeitschriften, Hygieneartikel und sogar Kondome. Ein Mitarbeiter legt den vom Gast gewünschten Gegenstand in das Ladefach des kleinen Helfers, tippt die Zimmernummer ein und schickt ihn los. Am Zimmer angekommen, benachrichtigt er diesen. Wird die Tür geöffnet, so öffnet der Roboter seine Ladeklappe und der Gast entnimmt die gewünschten Artikel. Nachdem die Bestellung ausgeführt wurde, fragt der Roboter den Hotelgast, ob er zufrieden ist und wackelt bei einem Lob mit seiner Ladeklappe.

A.L.O. hat zwischenzeitlich Zwillingsbrüder bekommen. In anderen kalifornischen Hotels rollen mittlerweile ebenfalls einige Roboter herum, wie zum Beispiel im „Crowne Plaza San José“, im „Holiday Inn Express Redwood“ oder im „Residence Inn by Marriott“ in Los Angeles. Ein Roboter ging sogar auf Dienstreise und arbeitete 2016 in Aloft Hotels in München, Stuttgart, London und Dubai.

 

Arbeit, Arbeit, Ladestation

Es gibt bereits viele Blechbutler, die in Hotels, auf Kreuzfahrtschiffen und in Restaurants beschäftigt werden. Eingesetzt werden sie für den Roomservice, übernehmen Kellnertätigkeiten, bedienen Gäste am Empfang, verstauen Gepäck oder mixen als Barkeeper Drinks. Ein Multitalent also. Ist der Akku leer, wird er einfach aufgeladen. Einige können sogar ein Lächeln schenken. Diese Roboter findet man künftig immer häufiger. Sie sind in der Lage, auf Dauer Servicepersonal zu ersetzen, um Personalkosten zu sparen. „Besonders gefährdet sind in den nächsten 20 Jahren Tätigkeiten wie Empfangsmitarbeiter, Kellner, Roomservice und Kofferträger“, sagt Wirtschaftswissenschaftler Carl Benedikt Frey von der University of Oxford.

Ganze 35 Prozent der Jobs in den kommenden 20 Jahren sollen von intelligenten Robotern übernommen werden. „Es betrifft vor allem Logistik, Transport, Verkauf, Verwaltung, aber auch Berufe im Dienstleistungsbereich – wie im Tourismus.“ Eines bleibt jedoch schwer ersetzbar: Zimmermädchen. „Betten machen und beziehen, das können Roboter nicht. Es ist einfach zu kompliziert“, erklärt Frey.

Arbeiten bis der Akku leer ist
Roboter „arbeiten“ so lange bis der Akku aufgeladen werden muss.

Der Dinosaurier – Roboter

Wie in vielen Dingen sind auch beim Thema Roboter die Japaner Vorreiter. 2015 hatte in Japan in einem Freizeitpark das Hotel „Henn-na“ eröffnet. Übersetzt bedeutet dies soviel wie „das seltsame Hotel.“

Hier werden Gäste von einem Dino-Roboter und einem kleinen Männchen empfangen. Im Zimmer sagt eine pinkfarbene Blechpflanze das Wetter vorher.  Im „Robot-Restaurant“ wird man statt von schicken Kellnern von Ninja-Robotern bedient. Den Namen des Hotels hätte man wohl nicht besser wählen können.

 

Empfangsdame Chihira-Kanae

Der Technologieriese Toshiba hat eine Roboter-Empfangsdame, deren Name Chihira-Kanae ist. Die freundliche Japanerin Mitte 30 gestikuliert mit Händen und Füßen. Auch auf die Mimik wurde Wert gelegt, denn sie kann lächeln, mit den Augen zwinkern und verfügt sogar über eine Gesichtserkennungssoftware. Chihira-Kanae ist sogar sprachtalentiert und spricht Deutsch, Englisch, Japanisch und Chinesisch. Sie wird jedoch nicht nur als Empfangsdame, sondern auch als Messehostess eingesetzt und begrüßte bereits viele reisebegeisterte Besucher auf der weltgrößten Reisemesse, der ITB in Berlin. Durch die noch nicht ganz ausgereifte Technik wirken die Bewegungen jedoch noch sehr wie die einer Puppe. Es ist geplant, diese Roboter bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio als Hostess einzusetzen.

 

19 Sprachen – kein Problem für Mario

Nicht nur in Japan trifft man auf Roboter, die einem am Empfang oder an der Bar begrüßen. Im „Ghent Marriott-Hotel“ in Belgien arbeitet der erste humanoide Roboter der Welt, Mario. Das Sechs-Kilo-Männchen spricht ganze 19 Sprachen und begrüßt Gäste am Empfang. Im New Yorker „Yotel“-Hotel sitzt ein Gelenkarmroboter hinter einer Sicherheitsscheibe, nimmt das Gepäck der Gäste entgegen und verstaut dieses.

Mittlerweile lässt sich auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband auf Roboter ein. Sprecherin Stefanie Heckel: „In einigen Bereichen können wir uns in der Tat den Einsatz von Robotern vorstellen, denken wir zum Beispiel an das Housekeeping oder standardisierte Rezeptionsdienstleistungen.“

Selbst im Luxushotel „Schloss Elmau“ in Oberbayern werden einmal Roboter arbeiten. „Aber nur in Bereichen ohne direkten Gastkontakt“, sagt Besitzer Dietmar Müller-Elmau. „Viele standardisierte Aufgaben, die nicht gerne von intelligenten Mitarbeitern erledigt werden, können Roboter in zehn Jahren zuverlässiger und effizienter erledigen.“

 

Sie tragen Müll raus

Brian McGuinness, Global Brand Leader bei Starwood Hotels sagt, dass die Hotelgäste sich bereits mit den Robotern angefreundet haben. Sie müssten sogar oft für Selfies herhalten.  Immer mehr bestellen etwas aufs Zimmer, um die programmierten Maschinen kennenzulernen. Für sie gibt es keine Pausen. Wenn sie gerade keine Gäste bedienen, stehen sie den Zimmermädchen zur Seite, indem sie den Müll rausbringen oder ein extra Handtuch ins Bad legen. Die Gäste sind begeistert.

 

„Pepper“ wird nicht seekrank

Sogar auf Kreuzfahrtschiffen werden die Servicebots eingesetzt. “Pepper” begrüßt auf der „Aida Prima“ und „Costa Diameda“ die Gäste und hilft ihnen beim Check-in auf Deutsch, Englisch und Italienisch. Hansjörg Kunze, Vice President Communication & Sustainability bei “Aida Cruises” ist stolz: „Pepper ist weltweit der erste Roboter, der die wichtigsten menschlichen Emotionen lesen kann. Eine 3D-Kamera ermöglicht es ihm, Bewegungen sowie Mimik und Gestik von Personen zu erkennen. Die Passagiere können auf diese Weise mit dem elektronischen Crewmitglied interagieren.“ Auch auf Fragen zum Tagesprogramm und Ausflugszielen hat Pepper stets eine Antwort parat. Bemerkenswert ist auch, dass er Spa-Termine und Tische im Restaurant reservieren kann.

Seine Seetauglichkeit ist erste Sahne – selbst bei hohem Seegang wird ihm nicht schlecht. Pepper eroberte bereits das weltgrößte Kreuzfahrtschiff „Harmony of the Seas“ von Royal Caribbean Cruises. Hier wird er tatsächlich als tanzender Barkeeper eingesetzt und mixt den Gästen Cocktails.

Kreuzfahrtschiffe - ein Einsatzgebiet für Roboter
Auch auf Kreuzfahrtschiffen werden Roboter bereits eingesetzt.

Wünschenswert

Der Reiseanbieter Travelzoo bestätigt den Trend, dass Roboter auf dem Tourismusmarkt gern gesehen sind. Nur der Einsatz als Steward ist den Befragten (noch) zu unsicher. Bestätigt wurde dies von einer internationale Umfrage. Die Befragten wünschen sich, dass Roboter künftig an der Rezeption, als Portier, Gepäckträger, Butler oder Kellner in Hotels eingesetzt werden. Bis 2020 sollen Roboter eine große Rolle im Alltag der Reisebranche spielen.

Ein weiterer Vorteil der Assistenten ist, dass sie arbeiten können, bis der Akku aufgeladen werden muss. Außerdem arbeiten sie effizienter und folgen strikter den erteilten Aufgaben. Die meisten der Befragten finden es gut, wenn Roboter wie Maschinen aussehen, dafür aber wie Menschen sprechen können.

 

Ein Kurzschluss

Roboter arbeiten effizient und zuverlässig. Sie sind in vielen Bereichen einsetzbar. A.L.O., der Butler, ist innerhalb von eineinhalb Jahren nur ein einziges Mal ausgefallen. Warum? Weil ein Gast seine feuchten Duschtücher in die Ladeklappe gestopft hatte und es somit zu einem Knall kam. Ein Kurzschluss, der aber schnell wieder behoben werden konnte. Seitdem befindet sich A.L.O. wieder auf den Rollen.

 

Fazit

Roboter in Hotels sind jetzt schon ein voller Erfolg. Immer mehr Gäste wünschen sich die menschenähnlichen Gestalten. Ihre verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und Sprachfähigkeiten machen sie zum Allround-Talent.

Ein Nachteil ist dies allerdings für viele Mitarbeiter in Bereichen wie Logistik, Verwaltung oder Rezeption, welche bereits jetzt und in naher Zukunft durch menschenähnliche Gestalten ersetzt werden. Also Augen auf beim nächsten Hotelbesuch. 😉

Psychometrie – die Maßschneiderei für Content

Wie viele Likes hast Du in den vergangenen 24h verteilt? Sicherlich mehr, als gedacht.
Viele Unternehmen sind sich bislang weder der Chancen, noch der Risiken des Microtargetings bewusst. Dank Digitalisierung, Big Data und Internet of Things gilt es aufmerksam zu bleiben.

 

Psycho-was?

Pro Minute entstehen vier Millionen neue Likes auf Facebook. Eine von vielen Datenspuren, die in der Kombination mehr als nur “gefällt mir” ausdrücken können.

Psychometrie befasst sich mit genau dieser Schlussfolgerung. Aus der Vielzahl von Daten lassen sich sowohl Persönlichkeitsmerkmale bestimmen, als auch Handlungen prognostizieren. Klingt das nicht nach dem optimalen Erfolgsfaktor für zielgruppengerechte Kommunikation?

Dr. Michal Kosinski ist Psychologe und Professor der Stanford University. Nach Donald Trumps erfolgreichen Wahlkampf stieg die Bekanntheit des Sozialpsychologen rapide an. Viele seiner Kollegen haben stets bezweifelt, dass Facebook-Likes, oder andere online generierte Daten, eine valide Grundlage zur Forschung bieten. Sie fragten sich:

 

Wie sehr gleicht die Online-Persönlichkeit der Offline-Persönlichkeit?

Dr. Kosinski belehrte seine Kritiker eines Besseren. Der entwickelte Computeralgorithmus kann unverfängliche Informationen nutzen und intime Charaktereigenschaften schlussfolgern. Vom Alter, über IQ bis zur sexuellen Orientierung – der Algorithmus kennt kaum Grenzen. Je mehr Informationen gegeben sind, desto genauer können Prognosen und Einschätzungen des Einzelnen sein.

Die folgenden Zahlen beschreiben den Vergleich von digitalen Informationen und analogen Beziehungen. Lediglich zehn Likes entsprechen dem Wissen unserer Arbeitskollegen über unsere Persönlichkeit. 70 Likes sagen mehr über uns aus, als unsere Freunde von uns wissen. Um unsere Familie zu übertreffen, müssen 150 Likes analysiert werden. Ab 300 Likes kennt uns der Algorithmus besser als unser Partner.

 

Content is king

Kommunikationsstrategien zielen seit jeher darauf ab, die passenden Inhalte zur richtigen Zeit optimal zu platzieren. Die Informationsflut von Digitalisierung und Big Data birgt das Risiko in der Masse von Nachrichten unterzugehen. Die Informationen der Analyse ermöglicht es, den Content an die Bedürfnisse der Rezipienten anzupassen. Mit den gewonnenen Informationen ist es möglich die Zielgruppe präzise zu erreichen und anzusprechen. Studien von Dr. Kosinski haben belegt, dass Psychometrie die Interaktion um ca. 40% steigert. Verkäufe verzeichneten durch Microtargeting einen Aufschwung von ca. 50%.

Nicht nur Marketing und PR-Strategien lassen sich dadurch effizienter gestalten, sondern auch das Employer Branding. In Zeiten des Fachkräftemangels hat das Werben um kompetente Mitarbeiter an Relevanz gewonnen. Die Chancen der sozialen Medien und ihrer Reichweite unterschätzen viele Unternehmen nach wie vor. Stellenanzeigen und andere Ausschreibungen enthalten ein spezifisches Profil, das als Basis der Zielgruppe genutzt werden kann. So wird die Anzeige nur Nutzern angezeigt, die die Anforderungen erfüllen und die Erfolgsquote der Anzeige steigt.

 

„Big data comes with big responsibility“

Das Zitat von Dr. Michal Kosinski unterstreicht, dass die Psychometrie nicht nur ein Gewinn ist, sondern auch große Verantwortung in sich trägt. Das Microtargeting gilt es also mit Vorsicht zu genießen. Regeln und Erwartungen müssen geachtet werden, um das Vertrauen der Verbraucher sicherzustellen. Transparenz ist das A und O wenn es um die Sicherung von Vertrauen in den Medien geht. Das Kennzeichnen von Werbung und gesponserten Beiträgen ist ein Anfang. In Deutschland trat in diesem Jahr die DSGVO in Kraft, die einen gesetzlichen Rahmen zum Datenschutz der Verbraucher beitragen soll.

 

Filterbubble 4.0

Wird die sagenumwobene Filterbubble mit Psychometrie weiter ausgedehnt? Die Existenz einer Filterblase in den Medien wird immer mehr betont. Die Diskussion, ob die Filterblase aus Internet und Algorithmus hervorgeht, oder vom Menschen selbst, wird durch Microtargeting weiter angefacht. Experten betonen allerdings, dass es keine Beweise für die Existenz der Filterblase gäbe. Der Mensch umgibt sich gerne mit Menschen und Themen, die seinem Weltbild entsprechen. Warum sollte das in den sozialen Medien anders sein?

An dieser Stelle könnte man über das Huhn und das Ei fachsimpeln. Was war zuerst da? Schafft der User sich seine Filterblase ganz allein, oder ist der Algorithmus an allem Schuld?
Dr. Kosinski sagt ganz klar, dass Menschen immer das hören wollen, was ihrer Weltanschauung entspricht. Sie folgen Seiten von Menschen oder Themen, die sie interessieren. Die Algorithmen, die unsere Feeds koordinieren, treibt die Selektion höchstens auf die Spitze, in dem er die Inhalte nach Priorität ausspielt.

Dr. Kosinski geht noch einen Schritt weiter und betont in diversen Interviews, dass Psychometrie nicht nur den Unternehmen einen Nutzen biete. Durch die exakter konzipierte Werbung könnte der User künftig weniger Werbeinhalte angezeigt bekommen. Die angezeigten Inhalte treffen umso besser den Nerv des Nutzers und seine aktuellen Interessen. Es scheint eine Win-Win-Situation für Nutzer und Unternehmen zu sein – meint man zumindest.

 

Wann endet Effizienz und wo beginnt Manipulation

Durch Big Data, Internet of Things und Co werden Nutzer des Internets immer gläserner. Die Datenbasis bietet für Forscher und Unternehmen diverse Chancen die User zu durchleuchten.
Wie authentisch kann die Kommunikation inklusive Analysen und Prognosen noch sein, wenn jeder eine andere Nachricht mit differenten Core-Elementen erhält? Die Aussagen der Inhalte sollten nicht zu arg differenzieren. Die Glaubwürdigkeit und das Image könnten unter kontrastreichen Inhalten leiden.

Viele Kritiker betonen immer wieder, dass Psychometrie die User negativ beeinflusst. Es treibt eine monoperspektivische Denkweise voran und liefert den Rezipienten nur die Inhalte, die für sie komfortabel konsumierbar sind. Anreize und Anregungen zum Umdenken könnten auf der Strecke bleiben. Die Nutzer würde somit immer in ihrer eigenen Filterblase schweben und bleiben.

Verantwortung ist ein großes und zentrales Wort in Zeiten der Datenspuren. Nicht nur Unternehmen sind angehalten ethisch und reflektiert zu agieren. Auch die Nutzer sollten sich darüber im Klaren sein, welche Daten sie wo und wann offenbaren. Psychometrie hat bewiesen, dass Algorithmen selbst aus unverfänglichen Inhalten intime Informationen auslesen kann.User sollten sich der Binnenweisheit bewusst sein: „If you are not paying for it, you’re not the customer; you’re the product being sold.“

 

All in all

Datenbasierte Analysen sind ein zentrales Thema in Zeiten von Digitalisierung, Big Data und Internet of things. Neben vielen Vorteile darf man zahlreiche Risiken nicht verdrängen. Ein detailliertes Profil seiner Zielgruppe zu kennen, steigert die Qualität der Inhalte in jedem Fall.

Die Unternehmenskommunikation kann gezieltere Inhalte für die Rezipienten ausspielen und eine höhere Interaktion erzielen. Die Glaubwürdigkeit des Unternehmens muss gleichzeitig gesichert werden und die Inhalte sollten entsprechend gekennzeichnet sein. Transparenz und Authentizität dürfen bei all der Euphorie nicht vergessen werden.

Die Nutzer der sozialen Medien sollten sich gleichermaßen bewusst sein, welche Verantwortung sie mit ihren Daten und dem Konsum der Medien haben. Blinder Medienkonsum gehört der Vergangenheit an. Die Konsequenzen unseres Surfens sehen wir täglich in sämtlichen Ads. Wir bleiben gespannt, wie sich Psychometrie und Microtargeting in Zukunft entwickeln werden.

Tourismusmarketing mit VR und AR: Vom Engaging Content zur Traumreise

Technologien wie Virtual Reality oder Augmented Reality wirken hervorragend auf Reisefreudige. AR lässt den Reisekatalog zum Leben erwecken und VR findet Anwendung in Reisebüros. Eine kurze Pre-Trip Experience auf Hawaii würde wohl keiner ablehnen. Wie können VR und AR eingesetzt werden und warum wirken sie? Die Antwort ist Engaging Content und Immersive Marketing.

 

Unterschied Virtual Reality und Augmented Reality

Jeder hat schon einmal mal von Virtual Reality gehört, aber wie genau funktioniert VR? Virtual Reality erschafft eine realitätsnahe Immersion. Alle realen Bewegungen und Interaktionen zwischen Usern werden in der digitalen Welt simuliert. Inhalte werden über Display und Lautsprecher wiedergegeben.

VR zeigt dem Nutzer virtuelle Welten. Jedoch erweitert Augmented Reality die Wirklichkeit um imaginäre Elemente. So kann die Umwelt an kontextbezogenen Informationen angereichert werden. Visuelle Inhalte verschmelzen mit dem realen Bild. Mit der Traveler Insight App werden verstaubte Reisekataloge zum Leben erweckt. Hierzu scannt man auf der Seite seines Wunschhotels das AR-Symbol und prompt ploppen mehr Bilder oder Videos auf. Sie bereiten Lust zu verreisen.

Augmented Reality kann dich durch eine neue Stadt navigieren und Öffnungszeiten von Restaurants oder Museen direkt am Gebäude virtuell platzieren. Lästiges Googeln gehört so der Vergangenheit an. Darüber hinaus kann AR das klassische Urlaubserlebnis revolutionieren. Die Kamera vom Tablet oder Smartphone erfasst Standorte und Sehenswürdigkeiten, wodurch auf dem Bildschirm parallel Informationen angezeigt werden. AR kann eine Geschichte, die vor mehreren Jahren am Ort stattfand, wieder erlebbar machen. Die Time Traveler App lässt dich in Berlin miterleben, wie Frida Schulze in letzter Minute aus ihrem Fenster in den Westen sprang.

VR – eine Chance für Reisebüros

VR bietet hingegen ganz andere Möglichkeiten! Reisebüros wie Thomas Cook haben sich bereits seit 2017 mit dieser Technologie ausgestattet. Die Anwendung findet im Marketing insofern statt, dass zum Zwecke der Produktpräsentation von Reiseplanung- bis entscheidung VR unterstützend wirkt. Diese Technik bietet Kunden Einblicke in Reiseziele, die für die meisten zuhause nicht erlebbar sind – die VR-Technologie findet sich bis dato noch nicht in vielen Wohnzimmern.

VR senkt die Hemmschwelle, um etwas Neues auszuprobieren.

Eine Frau trägt eine VR-Brille.
So könnte eine Pre-Trip Experience Reise aussehen.

Beispiel: Der Reisefreudige setzt die VR-Brille auf und befindet sich am Strand auf Hawaii. Der Sand rieselt durch seine Finger und die Wellen rauschen. Die Testreise überzeugt den Kunden, sodass er den 20-Stunden Flug nach Hawaii in Kauf nimmt. Weiterhin schaut er sich den Ausblick aus Zimmer 33 an und schaut gegen eine Wand. Der Ausblick aus Zimmer 304 zeigt den Sonnenuntergang über dem Meer und auch diese Auswahl ist getroffen. So können Kunden Entscheidungen einfacher treffen, wodurch VR maßgeblich bei der Reiseplanung assistiert.

 

Engaging Content und Immersive Marketing nutzen

Die Pre-Trip Experience erzeugt Fernweh, indem Kunden durch den VR-Einsatz emotional intensiver und somit erfolgreicher stimuliert werden. Das Reiseziel und Erlebnis an sich werden greifbar. Der Kunde wird auf emotionaler Ebene abgeholt und taucht in den Content einer Marke oder eines Produktes ein. Hier präsentiert sich „Engaging Content“ von seiner aller feinsten Seite. Engaging Content eröffnet potenziellen Reisenden auf eine interaktive Weise etwas Unerwartetes, worüber sie noch tiefer nachdenken werden.

Gleichzeitig nennt sich das Ganze auch „Immersive Marketing“. VR-Content hinterlässt einen immersiven Eindruck beim Kunden, wenn er emotional und zielgerichtet aufbereitet ist. Es geht darum, den Kunden positive Gefühle zu vermitteln und ihn in den Bann zu ziehen.

Wer seine bevorstehende Reise bereits mit eigenen Augen gesehen hat, wird diese Bilder bis zum Urlaub im Kopf behalten. Expedia hat mit ihrem 360°-Video „How Far Australia“  3,5 Millionen Klicks generiert. Das Video lässt sich am besten mit einer VR-Brille genießen, aber es fasziniert auch auf dem einfachen Smartphone. Das ist ein gutes Beispiel zur Vermarktung einer Reise, allerdings ist der Effekt größer, wenn aus der Ich-Perspektive gefilmt wird.

Ausblick

Man kann erwarten, dass VR- und AR-Technologien im Tourismusmarketing intensiver eingesetzt werden. Engaging Content und Immersive Marketing werden, aufgrund ihrer Effekte, in der Tourismusbranche verstärkt angewendet.

Tl;dr

Tourismusmarketing kann durch Engaging Content und Immersive Marketing effektiver werden. Engaging Content nimmt den potenziellen Touristen mit Hilfe von Virtual Reality auf eine interaktive Reise mit. Von Emotionen und positiven Gefühlen geprägt (Immersive Marketing), wird der Kunde enthusiastischer sein, zu reisen. Reisekataloge können durch Augmented Reality mediale Unterstützung erhalten und Touristen auf ihrer Reise begleiten.

 

Foodsharing-Apps und andere Tipps gegen Verschwendung

Du suchst nach Möglichkeiten gegen Food Waste? Dann bist du goldrichtig. Welche Apps, Seiten oder Tools man wie nutzen kann, um Lebensmittel günstig zu erwerben, vor der Tonne zu „retten“ oder doch noch in leckeren Gerichten zu verwerten, erfährst du hier.

Das Ausmaß der Verschwendung ist erschreckend. Weltweit landen mehr als ein Drittel aller Lebensmittel im Müll. Pro Kopf werden in Deutschland jährlich circa 82 Kilogramm Essen im Wert von rund 235 Euro weggeschmissen. Jeder zweite Kopfsalat und jede zweite Kartoffel werden schon während der Ernte aussortiert. Gemüse, das der offiziellen optischen Norm nicht entspricht, schafft es gar nicht erst in den Supermarkt.

Wir kaufen oft mehr, als wir brauchen. Schmeißen Produkte schon weg, wenn das Haltbarkeitsdatum naht und kochen größere Portionen, als wir sie tatsächlich essen können. Absurd, wenn man sich vor Augen führt, dass mehr als 815 Millionen Menschen weltweit hungern.

Sinnloser Verschwendung muss entgegengewirkt werden, denn produzierte und vor allem noch genießbare Lebensmittel sollten auch konsumiert werden. Um Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten, muss man nicht mehr in den Container des nächsten Supermarktes steigen. Gegen Lebensmittelverschwendung kann mittlerweile jeder etwas tun – ganz leicht vom Smartphone aus. Denn inzwischen wurden zahlreiche Apps entwickelt und Unternehmen gegründet, die lokalisieren, wo sich zu rettende Lebensmittel befinden oder wie man diese am besten verwertet.

Was ist Foodsharing?

Foodsharing ist eine Initiative gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Insgesamt gibt es in Deutschland bereits 3000 Betriebe und 25.000 Freiwillige, die am Food Sharing Konzept teilnehmen. Dadurch wurden bisher rund 7,8 Millionen Kilogramm Lebensmittel vor der Tonne gerettet. Pro Tag finden in etwa 1.000 Abholungen statt, bei denen jedermann die Möglichkeit hat, kostenlos oder gegen kleines Geld Lebensmittel zu bekommen.

Food Sharing funktioniert nur durch freiwillige Helfer und Spender, die das Essen in Supermärkten, Restaurants oder von Privatpersonen abholen. Die Lebensmittel werden dann zu sogenannten „Fairteilern“- und somit unter die Menschen gebracht.

 

Auf den Teller, statt in die Tonne

Schluss mit der Wegwerfmentalität: Mit diesen Tipps, Apps und Tools fällt das Lebensmittelretten leicht.

Too Good To Go

Das Startup-Unternehmen aus Dänemark hat der Verschwendung von Lebensmitteln seit 2015 den Kampf angesagt. Restaurants entsorgen abends regelmäßig beträchtliche Mengen von überschüssigen, aber noch frischen Lebensmitteln im Müll. Durch Too Good To Go können Gastronomen nun zubereitetes, aber nicht verkauftes Essen zu vergünstigten Preisen über die App anbieten, um es so vor der Mülltonne zu bewahren. Die Gastronomen haben somit mehr Einnahmen und als Kunde erhält man günstige, frische Mahlzeiten in einer Überraschungsbox. Eine Win-Win-Situation für Gastronomie, Kunden und die Umwelt.

Plant Jammer

Du willst in den Urlaub fahren und dein Kühlschrank ist voll von Resten, die sich scheinbar nicht verwerten lassen? Der Kühlschrank platzt aus allen Nähten, aber du findest trotzdem nichts zu essen? Die Kreativität steht auf dem Schlauch? Die Lösung findest du mit der App Plant Jammer. Plant Jammer verfügt über einen mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Koch, der schnell und leicht Rezepte aus den vorrätigen Zutaten erstellen kann. Ob Wok, Suppe, Pizza, Pasta, Salat, Tacos, Porridge, Risotto, Quiche, Eintopf, Dips und vieles mehr: die circa 3 Millionen Rezepte werden vom programmierten Profi-Koch für dich durchforstet und zusammengestellt. Durch Plant Jammer wird das Reste-Essen wieder attraktiv.

Etepetete

Etepetete distanziert sich von der Norm. Ob die Kartoffel oder die Zucchini krumm oder schief ist, das interessiert nicht – hier kommt alles vom Feld in die Box. Frisch, gesund und vor allem regional – in diesem Online-Shop werden getreu nach dem Motto „Think outside the box“ Lebensmittel, die es aufgrund ihres Aussehens nicht in den Supermarkt schaffen, frisch vom Feld direkt an die Haustür gebracht. Etepetete hat ein Netzwerk mit Bio-Bauern geschaffen, von denen man sich in gewünschten Intervallen mit krummem Obst und Gemüse beliefern lassen kann.

SIRPLUS

Unter diesem Namen versteckt sich der erste Supermarkt Berlins, der Nahrungsmittel rettet und zurück in den Kreislauf führt. Das SIRPLUS Team verkauft überschüssige, zu kleine, krumme, zu alte oder einfach andersartige Produkte. Der Supermarkt verfügt sogar über seinen eigenen Online-Shop mit Lieferung innerhalb des gesamten Bundesgebiets. Lebensmittelrettung soll Mainstream gemacht werden. Ziel ist es, Überproduktion nachhaltig zu reduzieren und die Ressourcen unseres Planeten zu bewahren.

Foodsharing

Ein anderes Konzept gegen Lebensmittelverschwendung verfolgt die Plattform Foodsharing. Lebensmittel werden hier online für alle zugänglich angeboten. Hier können sich zum Beispiel Privatpersonen anmelden, die in den Urlaub fahren und deshalb gerne übrig gebliebene Lebensmittel kostenlos abgeben möchten. Außerdem holen einige ehrenamtliche Mitarbeiter Essen aus Betrieben und stellen dieses ebenfalls bei Foodsharing ein oder verteilen es an Tafeln und andere gemeinnützige Vereine.

 

Wie gehen Supermärkte mit Lebensmittelverschwendung um?

Containern: Mit diesem Wort umschreibt man die Entwendung von Lebensmitteln aus Müllcontainern, welche vorher von Supermärkten weggeworfen wurden. Für etwas, das viele als das „Retten von Lebensmitteln“ bezeichnen würden, müssen sich zwei Studentinnen nun vor Gericht verantworten. Für den Marktleiter und die Staatsanwaltschaft in München gilt dies als besonders schwerer Diebstahl.

Während viele Filialleiter sich weiter starr an die Wegwerf-Kultur halten, versuchen andere hingegen umzudenken. Einige Märkte spenden bereits Produkte, welche sich drei Tage vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum befinden, an die Tafel. Ein Supermarkt-Betreiber aus dem Landkreis Regensburg hat dieses System noch weiter ausgefeilt und verschenkt sogar die Lebensmittel, die er nicht mehr verkaufen kann oder die Tafel nicht möchte. Dazu hat er sogenannte Foodsharing-Boxen in zwei seiner Filialen in Bernhardswald und Wenzenbach aufgestellt.

Raphael Dirnberger möchte damit die Lebensmittelverschwendung reduzieren. Viele der Kunden haben sich zuvor an den Müllcontainern bedient, was er als unwürdig erachtete, sodass er sich für das Verschenken entschied. Um dieses Konzept umzusetzen, nutzt er eine Gesetzeslücke: Supermärkten ist es gesetzlich untersagt, Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum zu verkaufen. Das Verschenken hingegen ist legal.
Neben Raphael Dirnberger gibt es einige andere Filialleiter, welche das Konzept ebenfalls begeistert ausführen. Neben der positiven Resonanz, die die Märkte dadurch unter anderem in den sozialen Medien erhalten, werden Abfälle reduziert und die Ressourcen geschont.

Ob Etepetete, To Good to Go oder ein großzügiger Markt-Betreiber: All diese Entwicklungen zeigen, dass es einige Wege gibt in unserer konsumorientierten Überschuss- und Wegwerfgesellschaft wieder ein neues Bewusstsein für Lebensmittel und für unsere Umwelt zu generieren. Unsere hochentwickelte Technik unterstützt uns auf diesem Weg.

 

Quellen

Bayrischer Rundfunk:

Giga: „To Good To Go“, „Zu gut für die Tonne“ und Co.
HR-Fernsehen: Mit Lebensmittelrettern unterwegs
Sueddeutsche: Lebensmittelverschwendunng – das kann man noch essen
Taste the Waste
Welthungerhilfe: Lebensmittelverschwendung

 

Virtual-Reality-Marketing & emotionale Kundenansprache

Virtual Reality und Augmented Reality bieten Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten ihre Kommunikation zu modernisieren. In welchen Bereichen und warum sollte VR in Unternehmen eingesetzt werden? Wie kann ich durch Virtual-Reality-Marketing die Emotionalität und Wahrnehmung meiner Werbebotschaft steigern?

 

VR-Wahrnehmung

Die “Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine”, wie VR auch genannt wird, “[…] ermöglicht ein intuitives Interagieren mit der dreidimensional simulierten Umgebung.” (Dörner u.a. 2013, 15) Im Bezug auf die menschliche Wahrnehmung ist das Kernelement, der virtuelle Ort den man vermeintlich “hautnah” erleben kann. Diese “VR-Experience” spricht zeitgleich mehrere Sinne des Menschen an, wodurch eine erhöhte Wahrnehmung und somit, die vollkommene Aufmerksamkeit auf den virtuellen Ort konzentriert wird.

Virtual-Reality-Marketing

Das Ziel von vielen Unternehmen ist, dass ihre Kommunikationsbotschaft von der Zielgruppe bewusst aufgenommen und verarbeitet wird. Virtual-Reality-Marketing bietet diese Möglichkeit, indem sie nicht nur Zielgruppen im B2C-, sondern auch im B2B-Bereich, neue (Marken-)Erlebnisse ermöglichen. Diese Konzepte werden in Zukunft gefragter denn je sein, da sie erfolgreich in die Köpfe der Kunden gelangen und dort bleiben.

Virtual-Reality-Emotionen

In der Virutal-Reality wird die Kommunikationsbotschaft, demnach intensiver und emotional wahrnehmbarer für den Konsumenten. Somit wird die Werbebotschaft nicht nur erfolgreich übermittelt und verankert, sondern der Rezipient wird mittels Virtual-Reality auch in die Lage versetzt mit ihr zu interagieren. Ein “Echtzeit-Virtual-Reality-Experiment” von Peta, das bekannt unter dem Hashtag #EyetoEye ist, verdeutlicht und visualisiert die zuvor genannten Aspekte. Dieses innovative Projekt verbindet erfolgreich Wahrnehmung und Emotionen in einer VR-Werbekampagne.

 

PETA EYE to EYE Virtual Reality Live Acting Experience from Demodern on Vimeo.

VR bietet Unternehmen neue Möglichkeiten sich selbst und ihre Werbebotschaft zu vermarkten. Wie VR-Brillen jenseits der Unterhaltungsbranche zum Lebensretter werden, könnt ihr im Artikel: Virtual Reality: Serious Games als Lebensretter von Tech for good erfahren.

 

Lesetipps:

👉 Virtual Reality: Serious Games als Lebensretter

👉 eyetoeye.peta.de

 

Literaturquellen:

  • Dörner, Ralf / Broll, Wolfgang / Grimm, Paul / Jung, Bernhard (Hrsg.): Virtual und Augmented Reality (VR/AR). Grundlagen und Methoden der Virtuellen und Augmentierten Realität. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg.

Selfmade Tourismus-Marketing auf Instagram

Nicht nur Influencer-Marketing boomt auf Instagram, wie Kathrin schon in ihrem Beitrag erläutert hat. Auch die Unternehmen selbst haben gute Chancen, gesehen und wahrgenommen zu werden. Doch wie funktioniert Tourismus-Marketing auf Instagram?

 

Das wachsende Marketing-Tool Instagram

Ist es nicht so, dass wir anfangen zu träumen, wenn wir tolle Bilder unter Palmen oder auf hohen, schneebedeckten Bergen sehen? Aber auch, dass wir selbst unsere schönsten Urlaubsmomente mit der Instagram-Welt teilen?

 

… unter Palmen …

 

… oder auf schneebedeckten Bergen …

 

Der Tourismus erfreut sich auf der Fotoplattform großer Beliebtheit bei den Usern. Doch wie können Tourismusunternehmen daran anknüpfen und Reichweite sowie glückliche Urlauber generieren?

Instagram als Content-Strategie einzusetzen ist durchaus sinnvoll, denn im November 2017 gab die Plattform bekannt, die 800-Millionen-Marke geknackt zu haben. 80 Prozent der User folgen mindestens einem Unternehmensprofil. Unternehmen sollten an diesen Zahlen weiterhin und intensiver anknüpfen, wenn sie Dienstleistungen in Form von Reisen anbieten.

 

Bilder sprechen mehr als 1.000 Worte

Schon gewusst? “Eine Studie ergab, dass zwei Drittel der 18- bis 34-jährigen ihr Reiseziel vor allem danach auswählen, ob es für Instagram geeignet ist.” – Anja Beckmann, deutsche Reisebloggerin

Die Bilder und Videos, die man von Urlaubsreisen im Feed und in den Stories sieht, inspirieren viele, neue Reiseziele zu entdecken. Durch den Feed und die Story-Funktion können Urlauber ihre Follower mit auf ihre eigene Reise nehmen.

Urlaubsfoto mit der Instagram-Welt teilen.

 

Hotels können mit der gleichen Strategie ihren Fans und Interessierten Eindrücke der Hotelanlage und Landschaften gewähren. Vor allem durch (Live-)Videos in der Instagram-Story können sie ihre Abonnenten für einen kurzen Moment darin eintauchen lassen.

 

Erlebnisse live im Video in  der Instagram-Story festhalten.

 

Nehmen Tourismusunternehmen einen bestimmten Geldbetrag in die Hand, zeigt Instagram auch Nicht-Followern gesponserte Stories und Posts an. Warum dieses “Pushen” immer wichtiger beim neuen Likes- und Kommentar basierten Algorithmus wird, erklärt Timo Schwämmlein von der datenwerk Innovationsagentur hier.

Bei über 10.000 Followern gibt es sogar die Option, Links von der Website oder einem Blog in die Stories zu integrieren. Mit der GIF-Aufforderung „SWIPE UP“ gelangt man über einen weiterführenden Button direkt auf die Website und kann sich informieren. Somit können Unternehmen den Traffic auf der Landing Page auch enorm steigern.

 

Beispiel für eine gesponserte Story zum Swipen. Quelle: Instagram.

 

Story-Highlights

Diese Funktion ist vor allem dafür praktisch, eine unbegrenzte Anzahl an Stories für dazukommende Follower zu speichern. So können sie diese trotz Überschreitung der 24 Stunden-Frist noch miterleben. Super geeignet sind die Highlights für Werbekampagnen oder Stories mit wichtigen Hashtags oder Links. Da man auch verschiedene Archive anordnen kann, geben die Highlights einen guten Überblick über verschiedene Themen. Somit kann sich der Profilbesucher entscheiden, wovon er Einblicke bekommen möchte. Ausflüge, Hotel-Sportprogramm, Workshops oder Sehenswürdigkeiten?

 

Beispiel für archivierte Highlights im Feed. Quelle: Instagram.

 

Fragen-Sticker

Eine relativ neue Möglichkeit der Interaktion mit der Community ist der Fragen-Sticker „Stelle mir eine Frage“, der abwandelbar ist. Somit kann das Hotel den Viewern Antworten auf Fragen geben, die allgemein interessieren. Aber auch das Hotel kann seinen Abonnenten gezielt Fragen stellen. Auf diesem Wege bekommen Tourismusunternehmen schnell und unkompliziert Wünsche und Anregungen zugetragen.

 

Fragen-Sticker in der Praxis.

 

Die Community aufleben lassen

Der nächste Step des Geschichtenerzählens ist die Community im Post mit einzubinden. Wenn man die Geschichte zum Bild erzählt hat, sind vor allem eine oder mehrere Fragen als Abschluss ratsam. Je länger die Story, desto mehr bleibt eine Frage hängen, wenn diese zum Schluss gestellt wird. Wenn man nach seiner eigenen Erfahrung zum jeweiligen Thema gefragt wird, hat man als Leser oft sofort das Bedürfnis zu antworten – oder „erzählen“.

Die Unternehmen haben durch die User-Kommentare die Möglichkeit, mit ihnen in Dialog zu treten. Das schafft Nähe und zeigt Interesse an der Meinung oder Geschichte des Followers. Dadurch wirken der Reiseveranstalter nahbar und der Hotelbetrieb kundenfreundlich..

 

Reichweite vergrößern leicht gemacht

Natürlich denkt man hierbei sofort an die klassischen Influencer. Doch auch als Tourismusunternehmen kann man mit ansprechenden Motiven und populären Hashtags neue Follower generieren. Wie das geht? Instagram ordnet Bilder mit bekannten Hashtags zusätzlich auf Hashtag-Seiten ein. Somit werden die Fotos auch dort gesehen, wenn man diese Hashtags separat folgt.

Hashtag setzen!

 

User Generated Content

Vor allem Reise Hotels und Restaurants profitieren inzwischen ganz stark von den geteilten Urlaubserlebnissen von Gästen. Durch Geotagging und Verlinkungen zu den Hotel-Accounts in Posts und Stories wird jeder Instagrammer zum Botschafter von diesen Orten und Plätzen.

Müssen wir nicht alle zugeben, dass diese Art von unbezahlter Werbung – nicht einmal vorsätzlich gepostete Werbung – am authentischsten ist? Im Prinzip bezeichnet man dies als bildhaftes Mouth-to-Mouth-Marketing. Der Vorteil: Die Empfehlungen stammen von Freunden und Bekannten, denen man auf Instagram folgt. Die Follower wissen dann, dass hinter den Posts zufriedene Urlauber stecken.

 

… weil das Essen so lecker war … Quelle: privat.

Der Konkurrenz folgen

Auch im Tourismus wurde das Rad nicht neu erfunden – nur digitalisiert. Themen und Marketingmöglichkeiten werden höchstens abgewandelt, individualisiert, angepasst und weitergesponnen. Also ist es auch ganz legitim, einen Blick in den Feed und die Stories der Konkurrenz zu werfen. Dort sieht man dann auch, was bei Communities gut ankommt und was einen inspirieren kann.

Bei diesem Tipp sollte das Hotel oder der Reiseveranstalter aufpassen, nicht eins zu eins zu kopieren.

 

Das Werbegeschenk zum Schluss

Am besten kann ein Unternehmen Follower zum regelmäßigen Lesen der Beiträge und Schauen der Stories animieren, wenn es etwas zu gewinnen gibt. Mitmach-Aktionen mit der Aufforderung, andere zu verlinken, generieren neue Abonnenten und damit Reichweite. Eine andere Teilnahmebedingung könnte das Reposten mit Firmen Erwähnung in der Story sein.

Der User bekommt durch Verlosungen das Gefühl, für seine Abo-Treue und seinen Beitrag in der Community belohnt zu werden. Dafür eignet sich doch ein Reisegutschein oder ein geschenkter Ausflug sehr gut.

 

Fazit: Regelmäßigkeit und Struktur!

Diese Tipps und Tricks führen nur dann zu einem dauerhaften Erfolg im Instagram-Marketing, wenn die Tourismusunternehmen Beiträge und Stories regelmäßig publizieren. Mithilfe von verschiedenen Tools kann in diesem Fall das Reiseunternehmen einen Content-Kalender bei Instagram erstellen. Man muss jedoch dazu sagen, dass diese Programme auf Dauer nicht kostenlos sind.

… ebenfalls Insights messen.
Organisation und Struktur …

 

Was ich jedoch damit sagen will: Eine strukturierte Planung im Voraus ist das A und O. Auf das Konzept kann dann die Umsetzung mit den verschiedenen Instagram-Möglichkeiten folgen. Insofern: Gute (Instagram-)Reise!

 

 

Lesetipps:

https://onlinemarketing.de/news/11-instagram-strategien-reichweite-mehr-follower

https://www.zielbar.de/magazin/content-strategie-instagram-marketing-5297/

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