Chatbots im Tourismus

Wenn man an einen Roboter denkt hat man oft das typische Bild einer Blechmaschine im Kopf, aber Chatbots sind anders. Sie sind für Kommunikationsaufgaben geschaffen. Hinter ihnen versteckt sich für gewöhnlich ein Prozess oder ein Dienst aus der Cloud, wodurch ihnen die Möglichkeit gegeben wird, mit uns Menschen zu kommunizieren.

Was sind Chatbots?

Chatbots gibt es in unterschiedlichen Varianten. Oftmals laufen diese über einen Messenger wie Facebook, WhatsApp, Twitter oder werden direkt auf der Website eingebettet. Es werden Dialogfenster angeboten, in die der User seine Fragen eingeben kann. Diese werden dann nicht von einem Mitarbeiter des Unternehmens, sondern von dem Bot beantwortet. Besonders nützlich sind solche Bots, wenn vermehrt die gleichen oder ähnliche Fragen gestellt werden, da somit eine schnelle Antwort gewährleistet werden kann. Für außergewöhnliche Fragen gibt es oftmals die Möglichkeit seine E-mail-Adresse zu hinterlassen, damit sich ein Mitarbeiter um dieses Anliegen kümmern kann.

Um diese schwierigen Fragen beantworten zu können, muss die künstliche Intelligenz noch weiter mit Daten gespeist werden. Aber die Chatbots lernen bei jeder Unterhaltung dazu und erweitern ihr Wissen. Sie lernen von den Benutzereingaben um personalisierte und passende Antworten herausgeben zu können, dabei gibt es ein Problem – den Datenschutz, denn einige Chatbots bedienen sich nicht nur an den Informationen der Unterhaltung, sondern sammeln weitere Nutzerdaten und werten diese aus.

Warum Chatbots?

Auf vielen Websites, ob bei H&M, Sephora oder dem Messenger Kik, sind Chatbots nicht mehr wegzudenken. Vor  Allem im Bereich des Kundenservices gehören sie einfach dazu und werden von vielen Kunden als selbstverständlich angesehen. Auch die Tourismusbranche wird bereits von Chatbots erobert, denn auch dort spielt die digitale Präsenz eine entscheidende Rolle.

Durch die Nutzung eines Bots wird die Suche nach passenden Flügen oder Hotels erleichtert, denn er findet nicht nur das beste Angebot, sondern gibt auch Empfehlungen ab, wann die beste Reisezeit ist. All das und noch weitere Funktionen gibt es bei dem Online-Reisebüro von Kayak und das ganz einfach über den Facebook-Messenger.

Buchungen sind allerdings nur die Anfänge einer Reise, dann geht es weiter mit Informationen über das Hotel, die Tagesplanung vor Ort und Tipps zu tollen Spots in der Umgebung. Genau da sollten Hotels anknüpfen, um die Reise mithilfe von Bots für die Kunden angenehmer zu machen, sowie das Personal zu entlasten.

Chatbot James

Ein tolles Beispiel dafür ist das Hotel Ameron in der Speicherstadt Hamburg. Dieses hat 2017 den Concierge James eingestellt.

„Mit James soll dem Gast ermöglicht werden, zu jeder Zeit und an jedem Ort mit uns einfach in Kontakt zu treten. Im Vordergrund steht hier das positive Erlebnis für den Kunden. Wir suchen die aktive Kommunikation mit unseren Gästen und diese Erfahrung soll sich auch im Chat widerspiegeln”, erklärt Michael Lutz, Director of Operations Deutschland der AMERON Hotel Collection.

James bringt die Gäste immer auf den neuesten Stand, was aktuelle Informationen und Tipps rund um das Hotel und die Umgebung betrifft. Sei es eine Frage zum Frühstücksbuffet, ein Ausflugstipp in Hamburg oder eine Tischreservierung im italienischen Restaurant.  Sollte der Concierge einmal nicht weiter wissen, wird direkt der persönliche Kontakt zum Rezeptionsteam hergestellt. Chatbot James ermöglicht den Gästen somit eine unkomplizierte Art, ihre Wünsche und Probleme über den Facebook-Messenger zu äußern.

Natürlich ist James inzwischen einer von vielen Bots in der Hotellerie. Es werden mit Sicherheit noch einige Hotels und Reiseanbieter wie beispielsweise Thomas Cook mitziehen, die dazu noch weitere Funktionen generieren werden.

Ausblick

Der Trend hin zu Bots ist in vollem Gange. Bereits jeder vierte Bundesbürger kann sich die Nutzung eines Chatbots vorstellen. Aber auch Sprachbots werden heutzutage in sehr vielen Haushalten genutzt, sei es Alexa, Siri, Cortana oder Viv. Aufgrund der Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz werden Sprachbots in naher Zukunft möglicherweise auch in der Hotel- und Restaurantfachbranche ihren Nutzen finden. Sie werden unter anderem Tischbestellungen automatisch aufnehmen können.

Wenn du das nächste Mal auf der Suche nach der perfekten Reise bist, probiere es doch auch mal mit der Hilfe von den lieben Chat- und Sprachbots!

 

Tech for Good diskutiert: Ist technischer Fortschritt gut oder schlecht?

Die Wochen wurde bei PR-Fundsachen intensiv beleuchtet, welche guten Dinge Technik mit sich bringen kann. Doch was ist mit den Schattenseiten? Das Team von Tech for Good hat sich zusammengesetzt und sich das mal näher angesehen. Wir haben uns die Frage gestellt: Sollte technischer Fortschritt weiter so vorangetrieben werden und bringt sie gute oder moralisch fragwürdige Konsequenzen mit sich?

Unsere Moderatoren Sara, Celine und Sabia haben diese Frage in einer lockeren Runde debattiert, ihre Ansichten ausgetauscht und versucht eine mögliche Antwort zu finden. Ich, Alena, bin in der Rolle der Diskussionsleiterin, protokolliere und versuche Denkanstöße zu liefern.“

Alena: „Ein aktuelles Beispiel: In China wurden vor einigen Wochen die ersten gentechnisch modifizierten Zwillinge geboren. Die Babys sollen immun gegen das HIV-Virus sein. Ein Durchbruch in Wissenschaft und Technik, aber einer zum Guten?“

Sabia: „Oh wow. Davon habe ich bisher nicht gehört. Erstaunlich! Aber auch irgendwie bedenklich.“

Celine: „Naja, falls es wirklich funktionieren sollte, wäre es doch super.“

Sabia: „Ja genau, falls… Was wenn nicht? Man weiß ja gar nicht was für Konsequenzen so etwas für die Babys haben könnte.“

Sara: „Ich weiß auch nicht was ich davon halten soll. Das könnte ja erst der Anfang sein. Wo würde denn da die Grenzlinie verlaufen? Babys zum Zusammenbasteln, das ist doch komisch.“

Alena: „Entfernen wir uns mal von dem Beispiel. Was haltet ihr generell vom aktuellen technischen Fortschritt, wie weit sollte er gehen?“

Celine: „Naja, ohne geht’s ja nicht. Sonst würden wir immer noch im Mittelalter leben.“

Sara: „Du hast schon recht. Aber man sollte da differenzieren, es gibt ja positive und negative Entwicklungen. Beispielsweise die Erfindungen ,die wir bei Tech for Good vorstellen sind klasse, andere Sachen wie neue Waffen hingegen nicht . Mit technischem Fortschritt kommt beides.“

Celine: „Man könnte versuchen das doch irgendwie zu regulieren, mehr in Gutes zu investieren.“

Sabia:  „Als ob das jemals klappen könnte! Genau andersrum wird doch investiert.“

Celine „Aber du würdest ja wohl nicht auf technischen Fortschritt verzichten wegen den schlechten Dingen?“

Sara: „Das würde denke ich niemand. Zumindest aus unserer westlichen Welt, dafür sind wir den Luxus viel zu sehr gewöhnt.“

Sabia: „Das muss doch seine Grenzen haben. Mit jedem neuen Fortschritt kommt irgendwer auf die Idee, wie man das für Waffen oder sowas verwenden kann.“

Sara: „Wurde nicht probiert mit der neuen Robotik-Technik so eine Art Supersoldaten zu schaffen?“

Sabia: „Von sowas rede ich! Das ist doch krank.“

Celine: Das kann man aber leider nicht verhindern.“

Sara: „Deshalb sollte Fortschritt irgendwie reguliert werden. Auch in Anbetracht der Genmodifizierung. Der Mensch sollte nicht Gott spielen.“

Sabia: „Das tut er schon…“

Celine: „Wie willst du das denn regulieren? Weltweite Organisationen die Wirtschaft oder sowas regulieren sollten gibt es ja schon. Klappt ja kaum, die können effektiv nicht viel ausrichten.“

Sara: „Ja aber das kann doch nicht einfach weitergehen bis zum geht nicht mehr. Auch in Bezug auf Klimaerwärmung ist die momentane Entwicklung ja katastrophal. Der technische Fortschritt hat mit Anfang der Industrialisierung schon ziemliche Schäden verursacht. Wenn das so weitergeht wie jetzt, haben spätestens die nächsten Generationen ein großes Problem.“

Sabia: „Naja, es wird ja versucht mit diesen Klimagipfeln die Erderwärmung zu stoppen.“

Celine: „Diese Beschlüsse dort sind ja auch nicht bindend. Das sind alles einfach gut gemeinte Vorsätze, als wirkliche Vorhaben. Wir wissen ja wie unsere Vorsätze zum neuen Jahr halten, also erhoffe ich mir da noch so viel von.“

Sabia: „Besser als nichts!“

Celine: „Ja das stimmt.“

Alena: „Was wären denn eure Vorstellungen wie es weitergehen soll?“

Sabia: „Einerseits ist es echt beeindruckend was die Entwicklung so bringen kann. Man liest ja ständig irgendwelche Artikel in denen neueste Durchbrüche beschrieben werden. Neue Krebstherapien oder auch so Sachen wie Transplantationen mit künstlichen Organen. In der Medizin ist das schon nicht verkehrt. In allen anderen Bereichen weiß ich nicht so recht.“

Sara: „Selbst in der Medizin wird es grenz-wertig. Es sollte ja 2020 oder so eine erste Kopftransplantation durchgeführt werden. Also ist es auch in dem Bereich schnell an der Grenze zum moralisch Fragwürdigem.“

Celine:  „Es ist einfach die Frage, ob die guten Ergebnisse die schlechten übertreffen, egal in welchem Bereich jetzt.“

Sabia: „Das tun sie nicht, also zumindest nicht nach meinem Gefühl.“

Sara: „Naja, deshalb sind so Organisationen wie Tech for Good ja auch so wichtig! Der Fortschritt ist kaum zu bremsen und hier und da stellen sich ja Menschen dem entgegen, um eben noch was Gutes damit zu bewirken.“

Sabia: „Da hast du recht. Es wird wohl weitergehen, egal was man davon hält. Man sollte einfach versuchen das Beste rauszuholen.“

Der Meinungsaustausch zwischen unseren Moderatoren kam doch noch auf einen Nenner.

Aus der Diskussion ergibt sich: Es ist Ansichtssache. Unbestritten bleibt, dass technischer Fortschritt Gutes und Schlechtes mit sich bringen kann. Was man davon halten soll, bleibt wohl jedem selbst überlassen. Wichtig bleibt: Der Mensch, ob jetzt als Regierung oder Einzelperson sollte sich dafür einsetzten, dass die positiven Aspekte überwiegen sollen. Ob das Wunschdenken bleibt oder zur tatsächlichen Realität wird, kann wohl keiner Absehen, aber dafür etwas tun, dass es wahr wird.

A/B-Testing und Personalisierung: Was Unternehmen durch personalisierten Content erreichen können!

Wie kann man Content genau auf die Bedürfnisse der Nutzer zuschneiden? Wir haben uns von einem Profi Tipps geben lassen: Annemarie Sowa, Merchandising and Content Managerin für Personalisierung bei Thomas Cook, verrät im Interview, wie A/B-Testing dabei hilft, Content zu personalisieren und gezielt an die Nutzer anzupassen.

 

Was ist A/B-Testing eigentlich?

Beim A/B-Testing werden zwei Versionen einer Website verglichen. Durch die Tests kann festgestellt werden, welche der beiden Versionen bei den Nutzern besser ankommt. Beide Varianten werden den Nutzern dabei per Zufallsprinzip angezeigt. Durch A/B-Tests soll also zum einen die Website-Performance verbessert und gleichzeitig die Conversion-Rate gesteigert werden, die das Verhältnis zwischen Website-Besuchern und getätigten Transaktionen beschreibt.

Annemarie Sowa von Thomas Cook hat uns in einem Interview Fragen rund um das Thema A/B-Testing und einer damit verbundenen Personalisierung beantwortet. Als Merchandising and Content Managerin für Personalisierung in der E-Commerce-Abteilung des Reiseveranstalters kennt sie sich bestens in den beiden Bereichen aus.

 

Annemarie, wo und wie genau setzt Ihr A/B-Testing bei Thomas Cook ein?

Annemarie: Wir nutzen das in allen Online-Kanälen: Webseite, E-Mail-Marketing und Social Media. Das A/B-Testing wird auf der Webseite hauptsächlich genutzt, um Kampagnen gegen eine Nullgruppe auszuspielen und entsprechende Validierungs-Ergebnisse zu erzielen. Daraus lässt sich schließen, ob die Kampagne generell umgesetzt werden kann, überarbeitet werden muss oder eine andere folgen sollte. Die Nullgruppe meint User, die keine Kampagne ausgespielt bekommen. Auch wenden wir sogenannte Multivariantentests an, in dem wir zum Beispiel zwei Kampagnen und eine Nullgruppe gegeneinander laufen lassen.
Bei E-Mails kann ein A/B-Test zum Beispiel auch nur anhand der Betreffzeile erfolgen. Hier kann durch die Tests beobachtet werden, welche Betreffzeile eine höhere Öffnungsrate erzielt.

 

Inwiefern kommt hier die Personalisierung ins Spiel?

Bei der Personalisierung gibt es einen Unterscheid zwischen der persönlichen Ansprache des Kunden, zum Beispiel durch eine Anrede, und der Individualisierung, auf Grundlage von Transaktionsdaten. Das wäre zum Beispiel, wenn ein User aufgrund seines Suchverhaltens personalisierte Inhalte angezeigt bekommt.

 

Eines der Ziele von A/B-Testing ist es, die Conversion Rate zu steigern. Hast Du hier konkrete Beispiele, an denen Ihr uns Erfolge für die von Euch angewendeten Tests zeigen könnt?

Annemarie: Ich habe ein Beispiel für einen Multivariantentest mitgebracht, der momentan auf unseren Seiten ThomasCook.de und Neckermann-Reisen.de ausgespielt wird. Hier werden zwei Kampagnen gegen eine Nullgruppe ausgespielt. Wir testen die Anzeige der letzten Suchen gegen die Anzeige der letzten Suchen mit Detailanzeigen (Destination und Hotel).

Der Test zeigt schön auf, wie man auch „nur die letzten Suchen“ personalisiert abbilden kann. Wenn der Kunde sogar im Kunden-Bereich eingeloggt ist, wird der Name mit in die Kampagne integriert. Der Test ist bisher erst drei Wochen live. Trotz der kurzen Laufdauer konnte jedoch schon bei beiden Kampagnen eine Steigerung der Conversion Rate von zwei Prozent gegenüber der Nullgruppe erreicht werden, die keine Kampagne zur Personalisierung ausgespielt bekommen hat. Bei den beiden Kampagnen ist es dann bisher wohl ein Kopf-an-Kopf-Rennen (lacht), wobei sich das im Laufe der Zeit sicher noch abgrenzen wird.

 

Ist A/B-Testing allein ausreichend, um das Nutzerverhalten analysieren zu können?

Annemarie: Nein. Für das Nutzerverhalten selbst gibt es mittlerweile viele intelligente Algorithmen, die das Nutzerverhalten analysieren und entsprechende Kampagnen aussteuern. Das Nutzerverhalten ist so individuell wie der Mensch selbst. Das A/B-Testing ist ein kleiner Teil davon und zielt auf den Erfolg von Kampagnen ab. Durch intelligente Algorithmen kann beispielsweise zusätzlich zu Empfehlungen die Platzierung von Layern dem Nutzerverhalten angepasst werden.

 

A/B-Testing ist nicht nur im E-Commerce ein wichtiges Thema, sondern kann auch auf redaktionellen Seiten zum Einsatz kommen. Was kannst Du anderen Unternehmen mit auf den Weg geben, die bisher noch keine Erfahrungen mit dem Testing haben?

Annemarie: Hierzu gibt es ein treffendes Zitat von Herb Kelleher, das lautet: „We have a strategic plan. It’s called doing things.“ Man benötigt keine große Erfahrung im A/B-Testing, man benötigt viel Geduld und muss stetig laufende Kampagnen beobachten. Kleine Schritte machen, diese dann lieber ausbauen als gleich das große Ganze zu wollen, ist unser Tipp in diesem Bereich.

 

Habt Ihr auch schlechte Erfahrungen beim A/B-Testing gemacht?

Annemarie: Schlechte Erfahrungen sind vielleicht etwas hoch gegriffen, aber klar, nicht jede Kampagne wird zum Erfolg durch das A/B-Testing. Auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass manche Kampagnen dazu geführt haben das Klickverhalten zu reduzieren. Hier gilt es schnell zu handeln.

 

Was habt Ihr in Zukunft an neuen Themen im Bereich Online-Marketing und Personalisierung geplant?

Annemarie: Im Rahmen der Digitalisierung ist für uns der nächste Schritt in Richtung Product Recommendations. Auf diesen Test freuen wir uns bereits sehr und sind auf die ersten Zahlen gespannt. Durch intelligente Algorithmen wird hier das Klickverhalten der User analysiert. Anhand dieses Verhaltens wird dem User dann ein statistischer Zwilling zugewiesen, d.h. ein User mit ähnlichem Verhalten, der bereits eine Reise bei uns gebucht hat. Dadurch können dem Nutzer noch gezielter Maßnahmen ausgespielt werden.

Danke Annemarie für das tolle Interview!

 

Roboter erobern Hotels

Immer mehr smarte Roboter, autonome elektronische Helfer und künstliche Intelligenz: Die Digitalisierung entwickelt sich immer weiter. Was man normalerweise in einem Science-Fiction-Film sieht, ist z.B. in Japan bereits Realität. Hier werden statt menschlicher Mitarbeiter High-Tech-Roboter eingesetzt.

Roboter Mario
Solche Roboter findet man in Zukunft immer häufiger in Hotels

„Hi I am A.L.O.“ steht auf der aus Metall geformten Brust. Sein Piepsen erinnert an R2-D2 aus der „Star Wars-Saga.“ Mit konstanter Geschwindigkeit rollt er durch die Flure des „Aloft Cupertino“- Hotels in Kalifornien.  Er ist sogar so freundlich, dass er Menschen im Fahrstuhl zuerst aussteigen lässt. Verschlossene Türen kann er jedoch nicht öffnen, da ihm kein Greifarm, wie man es von R2-D2 kennt, angebracht wurde.

Anders als bei „Star Wars“ ist A.L.O. nicht im Raumschiff unterwegs, sondern arbeitet als Serviceroboter in der Hotellerie. A.L.O. ist 91 cm groß, wiegt stolze 45 Kilo und liefert all das, was Gäste aufs Zimmer bestellen möchten. Zahnpasta, Getränke, Zeitschriften, Hygieneartikel und sogar Kondome. Ein Mitarbeiter legt den vom Gast gewünschten Gegenstand in das Ladefach des kleinen Helfers, tippt die Zimmernummer ein und schickt ihn los. Am Zimmer angekommen, benachrichtigt er diesen. Wird die Tür geöffnet, so öffnet der Roboter seine Ladeklappe und der Gast entnimmt die gewünschten Artikel. Nachdem die Bestellung ausgeführt wurde, fragt der Roboter den Hotelgast, ob er zufrieden ist und wackelt bei einem Lob mit seiner Ladeklappe.

A.L.O. hat zwischenzeitlich Zwillingsbrüder bekommen. In anderen kalifornischen Hotels rollen mittlerweile ebenfalls einige Roboter herum, wie zum Beispiel im „Crowne Plaza San José“, im „Holiday Inn Express Redwood“ oder im „Residence Inn by Marriott“ in Los Angeles. Ein Roboter ging sogar auf Dienstreise und arbeitete 2016 in Aloft Hotels in München, Stuttgart, London und Dubai.

 

Arbeit, Arbeit, Ladestation

Es gibt bereits viele Blechbutler, die in Hotels, auf Kreuzfahrtschiffen und in Restaurants beschäftigt werden. Eingesetzt werden sie für den Roomservice, übernehmen Kellnertätigkeiten, bedienen Gäste am Empfang, verstauen Gepäck oder mixen als Barkeeper Drinks. Ein Multitalent also. Ist der Akku leer, wird er einfach aufgeladen. Einige können sogar ein Lächeln schenken. Diese Roboter findet man künftig immer häufiger. Sie sind in der Lage, auf Dauer Servicepersonal zu ersetzen, um Personalkosten zu sparen. „Besonders gefährdet sind in den nächsten 20 Jahren Tätigkeiten wie Empfangsmitarbeiter, Kellner, Roomservice und Kofferträger“, sagt Wirtschaftswissenschaftler Carl Benedikt Frey von der University of Oxford.

Ganze 35 Prozent der Jobs in den kommenden 20 Jahren sollen von intelligenten Robotern übernommen werden. „Es betrifft vor allem Logistik, Transport, Verkauf, Verwaltung, aber auch Berufe im Dienstleistungsbereich – wie im Tourismus.“ Eines bleibt jedoch schwer ersetzbar: Zimmermädchen. „Betten machen und beziehen, das können Roboter nicht. Es ist einfach zu kompliziert“, erklärt Frey.

Arbeiten bis der Akku leer ist
Roboter „arbeiten“ so lange bis der Akku aufgeladen werden muss.

Der Dinosaurier – Roboter

Wie in vielen Dingen sind auch beim Thema Roboter die Japaner Vorreiter. 2015 hatte in Japan in einem Freizeitpark das Hotel „Henn-na“ eröffnet. Übersetzt bedeutet dies soviel wie „das seltsame Hotel.“

Hier werden Gäste von einem Dino-Roboter und einem kleinen Männchen empfangen. Im Zimmer sagt eine pinkfarbene Blechpflanze das Wetter vorher.  Im „Robot-Restaurant“ wird man statt von schicken Kellnern von Ninja-Robotern bedient. Den Namen des Hotels hätte man wohl nicht besser wählen können.

 

Empfangsdame Chihira-Kanae

Der Technologieriese Toshiba hat eine Roboter-Empfangsdame, deren Name Chihira-Kanae ist. Die freundliche Japanerin Mitte 30 gestikuliert mit Händen und Füßen. Auch auf die Mimik wurde Wert gelegt, denn sie kann lächeln, mit den Augen zwinkern und verfügt sogar über eine Gesichtserkennungssoftware. Chihira-Kanae ist sogar sprachtalentiert und spricht Deutsch, Englisch, Japanisch und Chinesisch. Sie wird jedoch nicht nur als Empfangsdame, sondern auch als Messehostess eingesetzt und begrüßte bereits viele reisebegeisterte Besucher auf der weltgrößten Reisemesse, der ITB in Berlin. Durch die noch nicht ganz ausgereifte Technik wirken die Bewegungen jedoch noch sehr wie die einer Puppe. Es ist geplant, diese Roboter bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio als Hostess einzusetzen.

 

19 Sprachen – kein Problem für Mario

Nicht nur in Japan trifft man auf Roboter, die einem am Empfang oder an der Bar begrüßen. Im „Ghent Marriott-Hotel“ in Belgien arbeitet der erste humanoide Roboter der Welt, Mario. Das Sechs-Kilo-Männchen spricht ganze 19 Sprachen und begrüßt Gäste am Empfang. Im New Yorker „Yotel“-Hotel sitzt ein Gelenkarmroboter hinter einer Sicherheitsscheibe, nimmt das Gepäck der Gäste entgegen und verstaut dieses.

Mittlerweile lässt sich auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband auf Roboter ein. Sprecherin Stefanie Heckel: „In einigen Bereichen können wir uns in der Tat den Einsatz von Robotern vorstellen, denken wir zum Beispiel an das Housekeeping oder standardisierte Rezeptionsdienstleistungen.“

Selbst im Luxushotel „Schloss Elmau“ in Oberbayern werden einmal Roboter arbeiten. „Aber nur in Bereichen ohne direkten Gastkontakt“, sagt Besitzer Dietmar Müller-Elmau. „Viele standardisierte Aufgaben, die nicht gerne von intelligenten Mitarbeitern erledigt werden, können Roboter in zehn Jahren zuverlässiger und effizienter erledigen.“

 

Sie tragen Müll raus

Brian McGuinness, Global Brand Leader bei Starwood Hotels sagt, dass die Hotelgäste sich bereits mit den Robotern angefreundet haben. Sie müssten sogar oft für Selfies herhalten.  Immer mehr bestellen etwas aufs Zimmer, um die programmierten Maschinen kennenzulernen. Für sie gibt es keine Pausen. Wenn sie gerade keine Gäste bedienen, stehen sie den Zimmermädchen zur Seite, indem sie den Müll rausbringen oder ein extra Handtuch ins Bad legen. Die Gäste sind begeistert.

 

„Pepper“ wird nicht seekrank

Sogar auf Kreuzfahrtschiffen werden die Servicebots eingesetzt. “Pepper” begrüßt auf der „Aida Prima“ und „Costa Diameda“ die Gäste und hilft ihnen beim Check-in auf Deutsch, Englisch und Italienisch. Hansjörg Kunze, Vice President Communication & Sustainability bei “Aida Cruises” ist stolz: „Pepper ist weltweit der erste Roboter, der die wichtigsten menschlichen Emotionen lesen kann. Eine 3D-Kamera ermöglicht es ihm, Bewegungen sowie Mimik und Gestik von Personen zu erkennen. Die Passagiere können auf diese Weise mit dem elektronischen Crewmitglied interagieren.“ Auch auf Fragen zum Tagesprogramm und Ausflugszielen hat Pepper stets eine Antwort parat. Bemerkenswert ist auch, dass er Spa-Termine und Tische im Restaurant reservieren kann.

Seine Seetauglichkeit ist erste Sahne – selbst bei hohem Seegang wird ihm nicht schlecht. Pepper eroberte bereits das weltgrößte Kreuzfahrtschiff „Harmony of the Seas“ von Royal Caribbean Cruises. Hier wird er tatsächlich als tanzender Barkeeper eingesetzt und mixt den Gästen Cocktails.

Kreuzfahrtschiffe - ein Einsatzgebiet für Roboter
Auch auf Kreuzfahrtschiffen werden Roboter bereits eingesetzt.

Wünschenswert

Der Reiseanbieter Travelzoo bestätigt den Trend, dass Roboter auf dem Tourismusmarkt gern gesehen sind. Nur der Einsatz als Steward ist den Befragten (noch) zu unsicher. Bestätigt wurde dies von einer internationale Umfrage. Die Befragten wünschen sich, dass Roboter künftig an der Rezeption, als Portier, Gepäckträger, Butler oder Kellner in Hotels eingesetzt werden. Bis 2020 sollen Roboter eine große Rolle im Alltag der Reisebranche spielen.

Ein weiterer Vorteil der Assistenten ist, dass sie arbeiten können, bis der Akku aufgeladen werden muss. Außerdem arbeiten sie effizienter und folgen strikter den erteilten Aufgaben. Die meisten der Befragten finden es gut, wenn Roboter wie Maschinen aussehen, dafür aber wie Menschen sprechen können.

 

Ein Kurzschluss

Roboter arbeiten effizient und zuverlässig. Sie sind in vielen Bereichen einsetzbar. A.L.O., der Butler, ist innerhalb von eineinhalb Jahren nur ein einziges Mal ausgefallen. Warum? Weil ein Gast seine feuchten Duschtücher in die Ladeklappe gestopft hatte und es somit zu einem Knall kam. Ein Kurzschluss, der aber schnell wieder behoben werden konnte. Seitdem befindet sich A.L.O. wieder auf den Rollen.

 

Fazit

Roboter in Hotels sind jetzt schon ein voller Erfolg. Immer mehr Gäste wünschen sich die menschenähnlichen Gestalten. Ihre verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und Sprachfähigkeiten machen sie zum Allround-Talent.

Ein Nachteil ist dies allerdings für viele Mitarbeiter in Bereichen wie Logistik, Verwaltung oder Rezeption, welche bereits jetzt und in naher Zukunft durch menschenähnliche Gestalten ersetzt werden. Also Augen auf beim nächsten Hotelbesuch. 😉

Psychometrie – die Maßschneiderei für Content

Wie viele Likes hast Du in den vergangenen 24h verteilt? Sicherlich mehr, als gedacht.
Viele Unternehmen sind sich bislang weder der Chancen, noch der Risiken des Microtargetings bewusst. Dank Digitalisierung, Big Data und Internet of Things gilt es aufmerksam zu bleiben.

 

Psycho-was?

Pro Minute entstehen vier Millionen neue Likes auf Facebook. Eine von vielen Datenspuren, die in der Kombination mehr als nur “gefällt mir” ausdrücken können.

Psychometrie befasst sich mit genau dieser Schlussfolgerung. Aus der Vielzahl von Daten lassen sich sowohl Persönlichkeitsmerkmale bestimmen, als auch Handlungen prognostizieren. Klingt das nicht nach dem optimalen Erfolgsfaktor für zielgruppengerechte Kommunikation?

Dr. Michal Kosinski ist Psychologe und Professor der Stanford University. Nach Donald Trumps erfolgreichen Wahlkampf stieg die Bekanntheit des Sozialpsychologen rapide an. Viele seiner Kollegen haben stets bezweifelt, dass Facebook-Likes, oder andere online generierte Daten, eine valide Grundlage zur Forschung bieten. Sie fragten sich:

 

Wie sehr gleicht die Online-Persönlichkeit der Offline-Persönlichkeit?

Dr. Kosinski belehrte seine Kritiker eines Besseren. Der entwickelte Computeralgorithmus kann unverfängliche Informationen nutzen und intime Charaktereigenschaften schlussfolgern. Vom Alter, über IQ bis zur sexuellen Orientierung – der Algorithmus kennt kaum Grenzen. Je mehr Informationen gegeben sind, desto genauer können Prognosen und Einschätzungen des Einzelnen sein.

Die folgenden Zahlen beschreiben den Vergleich von digitalen Informationen und analogen Beziehungen. Lediglich zehn Likes entsprechen dem Wissen unserer Arbeitskollegen über unsere Persönlichkeit. 70 Likes sagen mehr über uns aus, als unsere Freunde von uns wissen. Um unsere Familie zu übertreffen, müssen 150 Likes analysiert werden. Ab 300 Likes kennt uns der Algorithmus besser als unser Partner.

 

Content is king

Kommunikationsstrategien zielen seit jeher darauf ab, die passenden Inhalte zur richtigen Zeit optimal zu platzieren. Die Informationsflut von Digitalisierung und Big Data birgt das Risiko in der Masse von Nachrichten unterzugehen. Die Informationen der Analyse ermöglicht es, den Content an die Bedürfnisse der Rezipienten anzupassen. Mit den gewonnenen Informationen ist es möglich die Zielgruppe präzise zu erreichen und anzusprechen. Studien von Dr. Kosinski haben belegt, dass Psychometrie die Interaktion um ca. 40% steigert. Verkäufe verzeichneten durch Microtargeting einen Aufschwung von ca. 50%.

Nicht nur Marketing und PR-Strategien lassen sich dadurch effizienter gestalten, sondern auch das Employer Branding. In Zeiten des Fachkräftemangels hat das Werben um kompetente Mitarbeiter an Relevanz gewonnen. Die Chancen der sozialen Medien und ihrer Reichweite unterschätzen viele Unternehmen nach wie vor. Stellenanzeigen und andere Ausschreibungen enthalten ein spezifisches Profil, das als Basis der Zielgruppe genutzt werden kann. So wird die Anzeige nur Nutzern angezeigt, die die Anforderungen erfüllen und die Erfolgsquote der Anzeige steigt.

 

„Big data comes with big responsibility“

Das Zitat von Dr. Michal Kosinski unterstreicht, dass die Psychometrie nicht nur ein Gewinn ist, sondern auch große Verantwortung in sich trägt. Das Microtargeting gilt es also mit Vorsicht zu genießen. Regeln und Erwartungen müssen geachtet werden, um das Vertrauen der Verbraucher sicherzustellen. Transparenz ist das A und O wenn es um die Sicherung von Vertrauen in den Medien geht. Das Kennzeichnen von Werbung und gesponserten Beiträgen ist ein Anfang. In Deutschland trat in diesem Jahr die DSGVO in Kraft, die einen gesetzlichen Rahmen zum Datenschutz der Verbraucher beitragen soll.

 

Filterbubble 4.0

Wird die sagenumwobene Filterbubble mit Psychometrie weiter ausgedehnt? Die Existenz einer Filterblase in den Medien wird immer mehr betont. Die Diskussion, ob die Filterblase aus Internet und Algorithmus hervorgeht, oder vom Menschen selbst, wird durch Microtargeting weiter angefacht. Experten betonen allerdings, dass es keine Beweise für die Existenz der Filterblase gäbe. Der Mensch umgibt sich gerne mit Menschen und Themen, die seinem Weltbild entsprechen. Warum sollte das in den sozialen Medien anders sein?

An dieser Stelle könnte man über das Huhn und das Ei fachsimpeln. Was war zuerst da? Schafft der User sich seine Filterblase ganz allein, oder ist der Algorithmus an allem Schuld?
Dr. Kosinski sagt ganz klar, dass Menschen immer das hören wollen, was ihrer Weltanschauung entspricht. Sie folgen Seiten von Menschen oder Themen, die sie interessieren. Die Algorithmen, die unsere Feeds koordinieren, treibt die Selektion höchstens auf die Spitze, in dem er die Inhalte nach Priorität ausspielt.

Dr. Kosinski geht noch einen Schritt weiter und betont in diversen Interviews, dass Psychometrie nicht nur den Unternehmen einen Nutzen biete. Durch die exakter konzipierte Werbung könnte der User künftig weniger Werbeinhalte angezeigt bekommen. Die angezeigten Inhalte treffen umso besser den Nerv des Nutzers und seine aktuellen Interessen. Es scheint eine Win-Win-Situation für Nutzer und Unternehmen zu sein – meint man zumindest.

 

Wann endet Effizienz und wo beginnt Manipulation

Durch Big Data, Internet of Things und Co werden Nutzer des Internets immer gläserner. Die Datenbasis bietet für Forscher und Unternehmen diverse Chancen die User zu durchleuchten.
Wie authentisch kann die Kommunikation inklusive Analysen und Prognosen noch sein, wenn jeder eine andere Nachricht mit differenten Core-Elementen erhält? Die Aussagen der Inhalte sollten nicht zu arg differenzieren. Die Glaubwürdigkeit und das Image könnten unter kontrastreichen Inhalten leiden.

Viele Kritiker betonen immer wieder, dass Psychometrie die User negativ beeinflusst. Es treibt eine monoperspektivische Denkweise voran und liefert den Rezipienten nur die Inhalte, die für sie komfortabel konsumierbar sind. Anreize und Anregungen zum Umdenken könnten auf der Strecke bleiben. Die Nutzer würde somit immer in ihrer eigenen Filterblase schweben und bleiben.

Verantwortung ist ein großes und zentrales Wort in Zeiten der Datenspuren. Nicht nur Unternehmen sind angehalten ethisch und reflektiert zu agieren. Auch die Nutzer sollten sich darüber im Klaren sein, welche Daten sie wo und wann offenbaren. Psychometrie hat bewiesen, dass Algorithmen selbst aus unverfänglichen Inhalten intime Informationen auslesen kann.User sollten sich der Binnenweisheit bewusst sein: „If you are not paying for it, you’re not the customer; you’re the product being sold.“

 

All in all

Datenbasierte Analysen sind ein zentrales Thema in Zeiten von Digitalisierung, Big Data und Internet of things. Neben vielen Vorteile darf man zahlreiche Risiken nicht verdrängen. Ein detailliertes Profil seiner Zielgruppe zu kennen, steigert die Qualität der Inhalte in jedem Fall.

Die Unternehmenskommunikation kann gezieltere Inhalte für die Rezipienten ausspielen und eine höhere Interaktion erzielen. Die Glaubwürdigkeit des Unternehmens muss gleichzeitig gesichert werden und die Inhalte sollten entsprechend gekennzeichnet sein. Transparenz und Authentizität dürfen bei all der Euphorie nicht vergessen werden.

Die Nutzer der sozialen Medien sollten sich gleichermaßen bewusst sein, welche Verantwortung sie mit ihren Daten und dem Konsum der Medien haben. Blinder Medienkonsum gehört der Vergangenheit an. Die Konsequenzen unseres Surfens sehen wir täglich in sämtlichen Ads. Wir bleiben gespannt, wie sich Psychometrie und Microtargeting in Zukunft entwickeln werden.

Vom Engaging Content zur Traumreise

Technologien wie Virtual Reality oder Augmented Reality wirken hervorragend auf Reisefreudige. AR lässt den Reisekatalog zum Leben erwecken und VR findet Anwendung in Reisebüros. Eine kurze Pre-Trip Experience auf Hawaii würde wohl keiner ablehnen. Wie können VR und AR eingesetzt werden und warum wirken sie? Die Antwort ist Engaging Content und Immersive Marketing.

 

Unterschied Virtual Reality und Augmented Reality

Jeder hat schon einmal mal von Virtual Reality gehört, aber wie genau funktioniert VR? Virtual Reality erschafft eine realitätsnahe Immersion. Alle realen Bewegungen und Interaktionen zwischen Usern werden in der digitalen Welt simuliert. Inhalte werden über Display und Lautsprecher wiedergegeben.

VR zeigt dem Nutzer virtuelle Welten. Jedoch erweitert Augmented Reality die Wirklichkeit um imaginäre Elemente. So kann die Umwelt an kontextbezogenen Informationen angereichert werden. Visuelle Inhalte verschmelzen mit dem realen Bild. Mit der Traveler Insight App werden verstaubte Reisekataloge zum Leben erweckt. Hierzu scannt man auf der Seite seines Wunschhotels das AR-Symbol und prompt ploppen mehr Bilder oder Videos auf. Sie bereiten Lust zu verreisen.

Augmented Reality kann dich durch eine neue Stadt navigieren und Öffnungszeiten von Restaurants oder Museen direkt am Gebäude virtuell platzieren. Lästiges Googeln gehört so der Vergangenheit an. Darüber hinaus kann AR das klassische Urlaubserlebnis revolutionieren. Die Kamera vom Tablet oder Smartphone erfasst Standorte und Sehenswürdigkeiten, wodurch auf dem Bildschirm parallel Informationen angezeigt werden. AR kann eine Geschichte, die vor mehreren Jahren am Ort stattfand, wieder erlebbar machen. Die Time Traveler App lässt dich in Berlin miterleben, wie Frida Schulze in letzter Minute aus ihrem Fenster in den Westen sprang.

VR – eine Chance für Reisebüros

VR bietet hingegen ganz andere Möglichkeiten! Reisebüros wie Thomas Cook haben sich bereits seit 2017 mit dieser Technologie ausgestattet. Die Anwendung findet im Marketing insofern statt, dass zum Zwecke der Produktpräsentation von Reiseplanung- bis entscheidung VR unterstützend wirkt. Diese Technik bietet Kunden Einblicke in Reiseziele, die für die meisten zuhause nicht erlebbar sind – die VR-Technologie findet sich bis dato noch nicht in vielen Wohnzimmern.

VR senkt die Hemmschwelle, um etwas Neues auszuprobieren.

Eine Frau trägt eine VR-Brille.
So könnte eine Pre-Trip Experience Reise aussehen.

Beispiel: Der Reisefreudige setzt die VR-Brille auf und befindet sich am Strand auf Hawaii. Der Sand rieselt durch seine Finger und die Wellen rauschen. Die Testreise überzeugt den Kunden, sodass er den 20-Stunden Flug nach Hawaii in Kauf nimmt. Weiterhin schaut er sich den Ausblick aus Zimmer 33 an und schaut gegen eine Wand. Der Ausblick aus Zimmer 304 zeigt den Sonnenuntergang über dem Meer und auch diese Auswahl ist getroffen. So können Kunden Entscheidungen einfacher treffen, wodurch VR maßgeblich bei der Reiseplanung assistiert.

 

Engaging Content und Immersive Marketing nutzen

Die Pre-Trip Experience erzeugt Fernweh, indem Kunden durch den VR-Einsatz emotional intensiver und somit erfolgreicher stimuliert werden. Das Reiseziel und Erlebnis an sich werden greifbar. Der Kunde wird auf emotionaler Ebene abgeholt und taucht in den Content einer Marke oder eines Produktes ein. Hier präsentiert sich „Engaging Content“ von seiner aller feinsten Seite. Engaging Content eröffnet potenziellen Reisenden auf eine interaktive Weise etwas Unerwartetes, worüber sie noch tiefer nachdenken werden.

Gleichzeitig nennt sich das Ganze auch „Immersive Marketing“. VR-Content hinterlässt einen immersiven Eindruck beim Kunden, wenn er emotional und zielgerichtet aufbereitet ist. Es geht darum, den Kunden durch positive Gefühle zu berühren und ihn in den Bann zu ziehen.

Wer seine bevorstehende Reise bereits mit eigenen Augen gesehen hat, wird diese Bilder bis zum Urlaub im Kopf behalten. Expedia hat mit ihrem 360°-Video „How Far Australia“  3,5 Millionen Klicks generiert. Das Video lässt sich am besten mit einer VR-Brille genießen, aber es fasziniert auch auf dem einfachen Smartphone. Das ist ein gutes Beispiel zur Vermarktung einer Reise, allerdings ist der Effekt größer, wenn aus der Ich-Perspektive gefilmt wird.

Ausblick

Man kann erwarten, dass VR- und AR-Technologien im Tourismusmarketing intensiver eingesetzt werden. Engaging Content und Immersive Marketing werden, aufgrund ihrer Effekte, in der Tourismusbranche verstärkt angewendet.

Tl;dr

Tourismusmarketing kann durch Engaging Content und Immersive Marketing effektiver werden. Engaging Content nimmt den potenziellen Touristen mit Hilfe von Virtual Reality auf eine interaktive Reise mit. Von Emotionen und positiven Gefühlen geprägt (Immersive Marketing), wird der Kunde enthusiastischer sein, zu reisen. Reisekataloge können durch Augmented Reality mediale Unterstützung erhalten und Touristen auf ihrer Reise begleiten.

 

Foodsharing-Apps und andere Tipps gegen Verschwendung

Du suchst nach Möglichkeiten gegen Food Waste? Dann bist du goldrichtig. Welche Apps, Seiten oder Tools man wie nutzen kann, um Lebensmittel günstig zu erwerben, vor der Tonne zu „retten“ oder doch noch in leckeren Gerichten zu verwerten, erfährst du hier.

Das Ausmaß der Verschwendung ist erschreckend. Weltweit landen mehr als ein Drittel aller Lebensmittel im Müll. Pro Kopf werden in Deutschland jährlich circa 82 Kilogramm Essen im Wert von rund 235 Euro weggeschmissen. Jeder zweite Kopfsalat und jede zweite Kartoffel werden schon während der Ernte aussortiert. Gemüse, das der offiziellen optischen Norm nicht entspricht, schafft es gar nicht erst in den Supermarkt.

Wir kaufen oft mehr, als wir brauchen. Schmeißen Produkte schon weg, wenn das Haltbarkeitsdatum naht und kochen größere Portionen, als wir sie tatsächlich essen können. Absurd, wenn man sich vor Augen führt, dass mehr als 815 Millionen Menschen weltweit hungern.

Sinnloser Verschwendung muss entgegengewirkt werden, denn produzierte und vor allem noch genießbare Lebensmittel sollten auch konsumiert werden. Um Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten, muss man nicht mehr in den Container des nächsten Supermarktes steigen. Gegen Lebensmittelverschwendung kann mittlerweile jeder etwas tun – ganz leicht vom Smartphone aus. Denn inzwischen wurden zahlreiche Apps entwickelt und Unternehmen gegründet, die lokalisieren, wo sich zu rettende Lebensmittel befinden oder wie man diese am besten verwertet.

Was ist Foodsharing?

Foodsharing ist eine Initiative gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Insgesamt gibt es in Deutschland bereits 3000 Betriebe und 25.000 Freiwillige, die am Food Sharing Konzept teilnehmen. Dadurch wurden bisher rund 7,8 Millionen Kilogramm Lebensmittel vor der Tonne gerettet. Pro Tag finden in etwa 1.000 Abholungen statt, bei denen jedermann die Möglichkeit hat, kostenlos oder gegen kleines Geld Lebensmittel zu bekommen.

Food Sharing funktioniert nur durch freiwillige Helfer und Spender, die das Essen in Supermärkten, Restaurants oder von Privatpersonen abholen. Die Lebensmittel werden dann zu sogenannten „Fairteilern“- und somit unter die Menschen gebracht.

 

Auf den Teller, statt in die Tonne

Schluss mit der Wegwerfmentalität: Mit diesen Tipps, Apps und Tools fällt das Lebensmittelretten leicht.

Too Good To Go

Das Startup-Unternehmen aus Dänemark hat der Verschwendung von Lebensmitteln seit 2015 den Kampf angesagt. Restaurants entsorgen abends regelmäßig beträchtliche Mengen von überschüssigen, aber noch frischen Lebensmitteln im Müll. Durch Too Good To Go können Gastronomen nun zubereitetes, aber nicht verkauftes Essen zu vergünstigten Preisen über die App anbieten, um es so vor der Mülltonne zu bewahren. Die Gastronomen haben somit mehr Einnahmen und als Kunde erhält man günstige, frische Mahlzeiten in einer Überraschungsbox. Eine Win-Win-Situation für Gastronomie, Kunden und die Umwelt.

Plant Jammer

Du willst in den Urlaub fahren und dein Kühlschrank ist voll von Resten, die sich scheinbar nicht verwerten lassen? Der Kühlschrank platzt aus allen Nähten, aber du findest trotzdem nichts zu essen? Die Kreativität steht auf dem Schlauch? Die Lösung findest du mit der App Plant Jammer. Plant Jammer verfügt über einen mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Koch, der schnell und leicht Rezepte aus den vorrätigen Zutaten erstellen kann. Ob Wok, Suppe, Pizza, Pasta, Salat, Tacos, Porridge, Risotto, Quiche, Eintopf, Dips und vieles mehr: die circa 3 Millionen Rezepte werden vom programmierten Profi-Koch für dich durchforstet und zusammengestellt. Durch Plant Jammer wird das Reste-Essen wieder attraktiv.

Etepetete

Etepetete distanziert sich von der Norm. Ob die Kartoffel oder die Zucchini krumm oder schief ist, das interessiert nicht – hier kommt alles vom Feld in die Box. Frisch, gesund und vor allem regional – in diesem Online-Shop werden getreu nach dem Motto „Think outside the box“ Lebensmittel, die es aufgrund ihres Aussehens nicht in den Supermarkt schaffen, frisch vom Feld direkt an die Haustür gebracht. Etepetete hat ein Netzwerk mit Bio-Bauern geschaffen, von denen man sich in gewünschten Intervallen mit krummem Obst und Gemüse beliefern lassen kann.

SIRPLUS

Unter diesem Namen versteckt sich der erste Supermarkt Berlins, der Nahrungsmittel rettet und zurück in den Kreislauf führt. Das SIRPLUS Team verkauft überschüssige, zu kleine, krumme, zu alte oder einfach andersartige Produkte. Der Supermarkt verfügt sogar über seinen eigenen Online-Shop mit Lieferung innerhalb des gesamten Bundesgebiets. Lebensmittelrettung soll Mainstream gemacht werden. Ziel ist es, Überproduktion nachhaltig zu reduzieren und die Ressourcen unseres Planeten zu bewahren.

Foodsharing

Ein anderes Konzept gegen Lebensmittelverschwendung verfolgt die Plattform Foodsharing. Lebensmittel werden hier online für alle zugänglich angeboten. Hier können sich zum Beispiel Privatpersonen anmelden, die in den Urlaub fahren und deshalb gerne übrig gebliebene Lebensmittel kostenlos abgeben möchten. Außerdem holen einige ehrenamtliche Mitarbeiter Essen aus Betrieben und stellen dieses ebenfalls bei Foodsharing ein oder verteilen es an Tafeln und andere gemeinnützige Vereine.

 

Wie gehen Supermärkte mit Lebensmittelverschwendung um?

Containern: Mit diesem Wort umschreibt man die Entwendung von Lebensmitteln aus Müllcontainern, welche vorher von Supermärkten weggeworfen wurden. Für etwas, das viele als das „Retten von Lebensmitteln“ bezeichnen würden, müssen sich zwei Studentinnen nun vor Gericht verantworten. Für den Marktleiter und die Staatsanwaltschaft in München gilt dies als besonders schwerer Diebstahl.

Während viele Filialleiter sich weiter starr an die Wegwerf-Kultur halten, versuchen andere hingegen umzudenken. Einige Märkte spenden bereits Produkte, welche sich drei Tage vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum befinden, an die Tafel. Ein Supermarkt-Betreiber aus dem Landkreis Regensburg hat dieses System noch weiter ausgefeilt und verschenkt sogar die Lebensmittel, die er nicht mehr verkaufen kann oder die Tafel nicht möchte. Dazu hat er sogenannte Foodsharing-Boxen in zwei seiner Filialen in Bernhardswald und Wenzenbach aufgestellt.

Raphael Dirnberger möchte damit die Lebensmittelverschwendung reduzieren. Viele der Kunden haben sich zuvor an den Müllcontainern bedient, was er als unwürdig erachtete, sodass er sich für das Verschenken entschied. Um dieses Konzept umzusetzen, nutzt er eine Gesetzeslücke: Supermärkten ist es gesetzlich untersagt, Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum zu verkaufen. Das Verschenken hingegen ist legal.
Neben Raphael Dirnberger gibt es einige andere Filialleiter, welche das Konzept ebenfalls begeistert ausführen. Neben der positiven Resonanz, die die Märkte dadurch unter anderem in den sozialen Medien erhalten, werden Abfälle reduziert und die Ressourcen geschont.

Ob Etepetete, To Good to Go oder ein großzügiger Markt-Betreiber: All diese Entwicklungen zeigen, dass es einige Wege gibt in unserer konsumorientierten Überschuss- und Wegwerfgesellschaft wieder ein neues Bewusstsein für Lebensmittel und für unsere Umwelt zu generieren. Unsere hochentwickelte Technik unterstützt uns auf diesem Weg.

 

Quellen

Bayrischer Rundfunk:

Giga: „To Good To Go“, „Zu gut für die Tonne“ und Co.
HR-Fernsehen: Mit Lebensmittelrettern unterwegs
Sueddeutsche: Lebensmittelverschwendunng – das kann man noch essen
Taste the Waste
Welthungerhilfe: Lebensmittelverschwendung

 

Vom Engaging Content zur Traumreise

Technologien wie Virtual Reality oder Augmented Reality wirken hervorragend auf Reisefreudige. AR lässt den Reisekatalog zum Leben erwecken und VR findet Anwendung in Reisebüros. Eine kurze Pre-Trip Experience auf Hawaii würde wohl keiner ablehnen. Wie können VR und AR eingesetzt werden und warum wirken sie? Die Antwort ist Engaging Content und Immersive Marketing.

 

Unterschied Virtual Reality und Augmented Reality

Jeder hat schon einmal mal von Virtual Reality gehört, aber wie genau funktioniert VR? Virtual Reality erschafft eine realitätsnahe Immersion. Alle realen Bewegungen und Interaktionen zwischen Usern werden in der digitalen Welt simuliert. Inhalte werden über Display und Lautsprecher wiedergegeben.

VR zeigt dem Nutzer virtuelle Welten. Jedoch erweitert Augmented Reality die Wirklichkeit um imaginäre Elemente. So kann die Umwelt an kontextbezogenen Informationen angereichert werden. Visuelle Inhalte verschmelzen mit dem realen Bild. Mit der Traveler Insight App werden verstaubte Reisekataloge zum Leben erweckt. Hierzu scannt man auf der Seite seines Wunschhotels das AR-Symbol und prompt ploppen mehr Bilder oder Videos auf. Sie bereiten Lust zu verreisen.

Augmented Reality kann dich durch eine neue Stadt navigieren und Öffnungszeiten von Restaurants oder Museen direkt am Gebäude virtuell platzieren. Lästiges Googeln gehört so der Vergangenheit an. Darüber hinaus kann AR das klassische Urlaubserlebnis revolutionieren. Die Kamera vom Tablet oder Smartphone erfasst Standorte und Sehenswürdigkeiten, wodurch auf dem Bildschirm parallel Informationen angezeigt werden. AR kann eine Geschichte, die vor mehreren Jahren am Ort stattfand, wieder erlebbar machen. Die Time Traveler App lässt dich in Berlin miterleben, wie Frida Schulze in letzter Minute aus ihrem Fenster in den Westen sprang.

VR – eine Chance für Reisebüros

VR bietet hingegen ganz andere Möglichkeiten! Reisebüros wie Thomas Cook haben sich bereits seit 2017 mit dieser Technologie ausgestattet. Die Anwendung findet im Marketing insofern statt, dass zum Zwecke der Produktpräsentation von Reiseplanung- bis entscheidung VR unterstützend wirkt. Diese Technik bietet Kunden Einblicke in Reiseziele, die für die meisten zuhause nicht erlebbar sind – die VR-Technologie findet sich bis dato noch nicht in vielen Wohnzimmern.

VR senkt die Hemmschwelle, um etwas Neues auszuprobieren.

Eine Frau trägt eine VR-Brille.
So könnte eine Pre-Trip Experience Reise aussehen.

Beispiel: Der Reisefreudige setzt die VR-Brille auf und befindet sich am Strand auf Hawaii. Der Sand rieselt durch seine Finger und die Wellen rauschen. Die Testreise überzeugt den Kunden, sodass er den 20-Stunden Flug nach Hawaii in Kauf nimmt. Weiterhin schaut er sich den Ausblick aus Zimmer 33 an und schaut gegen eine Wand. Der Ausblick aus Zimmer 304 zeigt den Sonnenuntergang über dem Meer und auch diese Auswahl ist getroffen. So können Kunden Entscheidungen einfacher treffen, wodurch VR maßgeblich bei der Reiseplanung assistiert.

 

Engaging Content und Immersive Marketing nutzen

Die Pre-Trip Experience erzeugt Fernweh, indem Kunden durch den VR-Einsatz emotional intensiver und somit erfolgreicher stimuliert werden. Das Reiseziel und Erlebnis an sich werden greifbar. Der Kunde wird auf emotionaler Ebene abgeholt und taucht in den Content einer Marke oder eines Produktes ein. Hier präsentiert sich „Engaging Content“ von seiner aller feinsten Seite. Engaging Content eröffnet potenziellen Reisenden auf eine interaktive Weise etwas Unerwartetes, worüber sie noch tiefer nachdenken werden.

Gleichzeitig nennt sich das Ganze auch „Immersive Marketing“. VR-Content hinterlässt einen immersiven Eindruck beim Kunden, wenn er emotional und zielgerichtet aufbereitet ist. Es geht darum, den Kunden durch positive Gefühle zu berühren und ihn in den Bann zu ziehen.

Wer seine bevorstehende Reise bereits mit eigenen Augen gesehen hat, wird diese Bilder bis zum Urlaub im Kopf behalten. Expedia hat mit ihrem 360°-Video „How Far Australia“  3,5 Millionen Klicks generiert. Das Video lässt sich am besten mit einer VR-Brille genießen, aber es fasziniert auch auf dem einfachen Smartphone. Das ist ein gutes Beispiel zur Vermarktung einer Reise, allerdings ist der Effekt größer, wenn aus der Ich-Perspektive gefilmt wird.

Ausblick

Man kann erwarten, dass VR- und AR-Technologien im Tourismusmarketing intensiver eingesetzt werden. Engaging Content und Immersive Marketing werden, aufgrund ihrer Effekte, in der Tourismusbranche verstärkt angewendet.

Tl;dr

Tourismusmarketing kann durch Engaging Content und Immersive Marketing effektiver werden. Engaging Content nimmt den potenziellen Touristen mit Hilfe von Virtual Reality auf eine interaktive Reise mit. Von Emotionen und positiven Gefühlen geprägt (Immersive Marketing), wird der Kunde enthusiastischer sein, zu reisen. Reisekataloge können durch Augmented Reality mediale Unterstützung erhalten und Touristen auf ihrer Reise begleiten.

 

Foodsharing-Apps und andere Tipps gegen Verschwendung

Du suchst nach Möglichkeiten gegen Food Waste? Dann bist du goldrichtig. Welche Apps, Seiten oder Tools man wie nutzen kann, um Lebensmittel günstig zu erwerben, vor der Tonne zu „retten“ oder doch noch in leckeren Gerichten zu verwerten, erfährst du hier.

Das Ausmaß der Verschwendung ist erschreckend. Weltweit landen mehr als ein Drittel aller Lebensmittel im Müll. Pro Kopf werden in Deutschland jährlich circa 82 Kilogramm Essen im Wert von rund 235 Euro weggeschmissen. Jeder zweite Kopfsalat und jede zweite Kartoffel werden schon während der Ernte aussortiert. Gemüse, das der offiziellen optischen Norm nicht entspricht, schafft es gar nicht erst in den Supermarkt.

Wir kaufen oft mehr, als wir brauchen. Schmeißen Produkte schon weg, wenn das Haltbarkeitsdatum naht und kochen größere Portionen, als wir sie tatsächlich essen können. Absurd, wenn man sich vor Augen führt, dass mehr als 815 Millionen Menschen weltweit hungern.

Sinnloser Verschwendung muss entgegengewirkt werden, denn produzierte und vor allem noch genießbare Lebensmittel sollten auch konsumiert werden. Um Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten, muss man nicht mehr in den Container des nächsten Supermarktes steigen. Gegen Lebensmittelverschwendung kann mittlerweile jeder etwas tun – ganz leicht vom Smartphone aus. Denn inzwischen wurden zahlreiche Apps entwickelt und Unternehmen gegründet, die lokalisieren, wo sich zu rettende Lebensmittel befinden oder wie man diese am besten verwertet.

Was ist Foodsharing?

Foodsharing ist eine Initiative gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Insgesamt gibt es in Deutschland bereits 3000 Betriebe und 25.000 Freiwillige, die am Food Sharing Konzept teilnehmen. Dadurch wurden bisher rund 7,8 Millionen Kilogramm Lebensmittel vor der Tonne gerettet. Pro Tag finden in etwa 1.000 Abholungen statt, bei denen jedermann die Möglichkeit hat, kostenlos oder gegen kleines Geld Lebensmittel zu bekommen.

Food Sharing funktioniert nur durch freiwillige Helfer und Spender, die das Essen in Supermärkten, Restaurants oder von Privatpersonen abholen. Die Lebensmittel werden dann zu sogenannten „Fairteilern“- und somit unter die Menschen gebracht.

 

Auf den Teller, statt in die Tonne

Schluss mit der Wegwerfmentalität: Mit diesen Tipps, Apps und Tools fällt das Lebensmittelretten leicht.

Too Good To Go

Das Startup-Unternehmen aus Dänemark hat der Verschwendung von Lebensmitteln seit 2015 den Kampf angesagt. Restaurants entsorgen abends regelmäßig beträchtliche Mengen von überschüssigen, aber noch frischen Lebensmitteln im Müll. Durch Too Good To Go können Gastronomen nun zubereitetes, aber nicht verkauftes Essen zu vergünstigten Preisen über die App anbieten, um es so vor der Mülltonne zu bewahren. Die Gastronomen haben somit mehr Einnahmen und als Kunde erhält man günstige, frische Mahlzeiten in einer Überraschungsbox. Eine Win-Win-Situation für Gastronomie, Kunden und die Umwelt.

Plant Jammer

Du willst in den Urlaub fahren und dein Kühlschrank ist voll von Resten, die sich scheinbar nicht verwerten lassen? Der Kühlschrank platzt aus allen Nähten, aber du findest trotzdem nichts zu essen? Die Kreativität steht auf dem Schlauch? Die Lösung findest du mit der App Plant Jammer. Plant Jammer verfügt über einen mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Koch, der schnell und leicht Rezepte aus den vorrätigen Zutaten erstellen kann. Ob Wok, Suppe, Pizza, Pasta, Salat, Tacos, Porridge, Risotto, Quiche, Eintopf, Dips und vieles mehr: die circa 3 Millionen Rezepte werden vom programmierten Profi-Koch für dich durchforstet und zusammengestellt. Durch Plant Jammer wird das Reste-Essen wieder attraktiv.

Etepetete

Etepetete distanziert sich von der Norm. Ob die Kartoffel oder die Zucchini krumm oder schief ist, das interessiert nicht – hier kommt alles vom Feld in die Box. Frisch, gesund und vor allem regional – in diesem Online-Shop werden getreu nach dem Motto „Think outside the box“ Lebensmittel, die es aufgrund ihres Aussehens nicht in den Supermarkt schaffen, frisch vom Feld direkt an die Haustür gebracht. Etepetete hat ein Netzwerk mit Bio-Bauern geschaffen, von denen man sich in gewünschten Intervallen mit krummem Obst und Gemüse beliefern lassen kann.

SIRPLUS

Unter diesem Namen versteckt sich der erste Supermarkt Berlins, der Nahrungsmittel rettet und zurück in den Kreislauf führt. Das SIRPLUS Team verkauft überschüssige, zu kleine, krumme, zu alte oder einfach andersartige Produkte. Der Supermarkt verfügt sogar über seinen eigenen Online-Shop mit Lieferung innerhalb des gesamten Bundesgebiets. Lebensmittelrettung soll Mainstream gemacht werden. Ziel ist es, Überproduktion nachhaltig zu reduzieren und die Ressourcen unseres Planeten zu bewahren.

Foodsharing

Ein anderes Konzept gegen Lebensmittelverschwendung verfolgt die Plattform Foodsharing. Lebensmittel werden hier online für alle zugänglich angeboten. Hier können sich zum Beispiel Privatpersonen anmelden, die in den Urlaub fahren und deshalb gerne übrig gebliebene Lebensmittel kostenlos abgeben möchten. Außerdem holen einige ehrenamtliche Mitarbeiter Essen aus Betrieben und stellen dieses ebenfalls bei Foodsharing ein oder verteilen es an Tafeln und andere gemeinnützige Vereine.

 

Wie gehen Supermärkte mit Lebensmittelverschwendung um?

Containern: Mit diesem Wort umschreibt man die Entwendung von Lebensmitteln aus Müllcontainern, welche vorher von Supermärkten weggeworfen wurden. Für etwas, das viele als das „Retten von Lebensmitteln“ bezeichnen würden, müssen sich zwei Studentinnen nun vor Gericht verantworten. Für den Marktleiter und die Staatsanwaltschaft in München gilt dies als besonders schwerer Diebstahl.

Während viele Filialleiter sich weiter starr an die Wegwerf-Kultur halten, versuchen andere hingegen umzudenken. Einige Märkte spenden bereits Produkte, welche sich drei Tage vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum befinden, an die Tafel. Ein Supermarkt-Betreiber aus dem Landkreis Regensburg hat dieses System noch weiter ausgefeilt und verschenkt sogar die Lebensmittel, die er nicht mehr verkaufen kann oder die Tafel nicht möchte. Dazu hat er sogenannte Foodsharing-Boxen in zwei seiner Filialen in Bernhardswald und Wenzenbach aufgestellt.

Raphael Dirnberger möchte damit die Lebensmittelverschwendung reduzieren. Viele der Kunden haben sich zuvor an den Müllcontainern bedient, was er als unwürdig erachtete, sodass er sich für das Verschenken entschied. Um dieses Konzept umzusetzen, nutzt er eine Gesetzeslücke: Supermärkten ist es gesetzlich untersagt, Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum zu verkaufen. Das Verschenken hingegen ist legal.
Neben Raphael Dirnberger gibt es einige andere Filialleiter, welche das Konzept ebenfalls begeistert ausführen. Neben der positiven Resonanz, die die Märkte dadurch unter anderem in den sozialen Medien erhalten, werden Abfälle reduziert und die Ressourcen geschont.

Ob Etepetete, To Good to Go oder ein großzügiger Markt-Betreiber: All diese Entwicklungen zeigen, dass es einige Wege gibt in unserer konsumorientierten Überschuss- und Wegwerfgesellschaft wieder ein neues Bewusstsein für Lebensmittel und für unsere Umwelt zu generieren. Unsere hochentwickelte Technik unterstützt uns auf diesem Weg.

 

Quellen

Bayrischer Rundfunk:

Giga: „To Good To Go“, „Zu gut für die Tonne“ und Co.
HR-Fernsehen: Mit Lebensmittelrettern unterwegs
Sueddeutsche: Lebensmittelverschwendunng – das kann man noch essen
Taste the Waste
Welthungerhilfe: Lebensmittelverschwendung

 

Virtual-Reality-Marketing & emotionale Kundenansprache

Virtual Reality und Augmented Reality bieten Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten ihre Kommunikation zu modernisieren. In welchen Bereichen und warum sollte VR in Unternehmen eingesetzt werden? Wie kann ich durch Virtual-Reality-Marketing die Emotionalität und Wahrnehmung meiner Werbebotschaft steigern?

 

VR-Wahrnehmung

Die “Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine”, wie VR auch genannt wird, “[…] ermöglicht ein intuitives Interagieren mit der dreidimensional simulierten Umgebung.” (Dörner u.a. 2013, 15) Im Bezug auf die menschliche Wahrnehmung ist das Kernelement, der virtuelle Ort den man vermeintlich “hautnah” erleben kann. Diese “VR-Experience” spricht zeitgleich mehrere Sinne des Menschen an, wodurch eine erhöhte Wahrnehmung und somit, die vollkommene Aufmerksamkeit auf den virtuellen Ort konzentriert wird.

Virtual-Reality-Marketing

Das Ziel von vielen Unternehmen ist, dass ihre Kommunikationsbotschaft von der Zielgruppe bewusst aufgenommen und verarbeitet wird. Virtual-Reality-Marketing bietet diese Möglichkeit, indem sie nicht nur Zielgruppen im B2C-, sondern auch im B2B-Bereich, neue (Marken-)Erlebnisse ermöglichen. Diese Konzepte werden in Zukunft gefragter denn je sein, da sie erfolgreich in die Köpfe der Kunden gelangen und dort bleiben.

Virtual-Reality-Emotionen

In der Virutal-Reality wird die Kommunikationsbotschaft, demnach intensiver und emotional wahrnehmbarer für den Konsumenten. Somit wird die Werbebotschaft nicht nur erfolgreich übermittelt und verankert, sondern der Rezipient wird mittels Virtual-Reality auch in die Lage versetzt mit ihr zu interagieren. Ein “Echtzeit-Virtual-Reality-Experiment” von Peta, das bekannt unter dem Hashtag #EyetoEye ist, verdeutlicht und visualisiert die zuvor genannten Aspekte. Dieses innovative Projekt verbindet erfolgreich Wahrnehmung und Emotionen in einer VR-Werbekampagne.

 

PETA EYE to EYE Virtual Reality Live Acting Experience from Demodern on Vimeo.

VR bietet Unternehmen neue Möglichkeiten sich selbst und ihre Werbebotschaft zu vermarkten. Wie VR-Brillen jenseits der Unterhaltungsbranche zum Lebensretter werden, könnt ihr im Artikel: Virtual Reality: Serious Games als Lebensretter von Tech for good erfahren.

 

Lesetipps:

👉 Virtual Reality: Serious Games als Lebensretter

👉 eyetoeye.peta.de

 

Literaturquellen:

  • Dörner, Ralf / Broll, Wolfgang / Grimm, Paul / Jung, Bernhard (Hrsg.): Virtual und Augmented Reality (VR/AR). Grundlagen und Methoden der Virtuellen und Augmentierten Realität. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg.

Selfmade Tourismus-Marketing auf Instagram

Nicht nur Influencer-Marketing boomt auf Instagram, wie Kathrin schon in ihrem Beitrag erläutert hat. Auch die Unternehmen selbst haben gute Chancen, gesehen und wahrgenommen zu werden. Doch wie funktioniert Tourismus-Marketing auf Instagram?

 

Das wachsende Marketing-Tool Instagram

Ist es nicht so, dass wir anfangen zu träumen, wenn wir tolle Bilder unter Palmen oder auf hohen, schneebedeckten Bergen sehen? Aber auch, dass wir selbst unsere schönsten Urlaubsmomente mit der Instagram-Welt teilen?

 

… unter Palmen …

 

… oder auf schneebedeckten Bergen …

 

Der Tourismus erfreut sich auf der Fotoplattform großer Beliebtheit bei den Usern. Doch wie können Tourismusunternehmen daran anknüpfen und Reichweite sowie glückliche Urlauber generieren?

Instagram als Content-Strategie einzusetzen ist durchaus sinnvoll, denn im November 2017 gab die Plattform bekannt, die 800-Millionen-Marke geknackt zu haben. 80 Prozent der User folgen mindestens einem Unternehmensprofil. Unternehmen sollten an diesen Zahlen weiterhin und intensiver anknüpfen, wenn sie Dienstleistungen in Form von Reisen anbieten.

 

Bilder sprechen mehr als 1.000 Worte

Schon gewusst? “Eine Studie ergab, dass zwei Drittel der 18- bis 34-jährigen ihr Reiseziel vor allem danach auswählen, ob es für Instagram geeignet ist.” – Anja Beckmann, deutsche Reisebloggerin

Die Bilder und Videos, die man von Urlaubsreisen im Feed und in den Stories sieht, inspirieren viele, neue Reiseziele zu entdecken. Durch den Feed und die Story-Funktion können Urlauber ihre Follower mit auf ihre eigene Reise nehmen.

Urlaubsfoto mit der Instagram-Welt teilen.

 

Hotels können mit der gleichen Strategie ihren Fans und Interessierten Eindrücke der Hotelanlage und Landschaften gewähren. Vor allem durch (Live-)Videos in der Instagram-Story können sie ihre Abonnenten für einen kurzen Moment darin eintauchen lassen.

 

Erlebnisse live im Video in  der Instagram-Story festhalten.

 

Nehmen Tourismusunternehmen einen bestimmten Geldbetrag in die Hand, zeigt Instagram auch Nicht-Followern gesponserte Stories und Posts an. Warum dieses “Pushen” immer wichtiger beim neuen Likes- und Kommentar basierten Algorithmus wird, erklärt Timo Schwämmlein von der datenwerk Innovationsagentur hier.

Bei über 10.000 Followern gibt es sogar die Option, Links von der Website oder einem Blog in die Stories zu integrieren. Mit der GIF-Aufforderung „SWIPE UP“ gelangt man über einen weiterführenden Button direkt auf die Website und kann sich informieren. Somit können Unternehmen den Traffic auf der Landing Page auch enorm steigern.

 

Beispiel für eine gesponserte Story zum Swipen. Quelle: Instagram.

 

Story-Highlights

Diese Funktion ist vor allem dafür praktisch, eine unbegrenzte Anzahl an Stories für dazukommende Follower zu speichern. So können sie diese trotz Überschreitung der 24 Stunden-Frist noch miterleben. Super geeignet sind die Highlights für Werbekampagnen oder Stories mit wichtigen Hashtags oder Links. Da man auch verschiedene Archive anordnen kann, geben die Highlights einen guten Überblick über verschiedene Themen. Somit kann sich der Profilbesucher entscheiden, wovon er Einblicke bekommen möchte. Ausflüge, Hotel-Sportprogramm, Workshops oder Sehenswürdigkeiten?

 

Beispiel für archivierte Highlights im Feed. Quelle: Instagram.

 

Fragen-Sticker

Eine relativ neue Möglichkeit der Interaktion mit der Community ist der Fragen-Sticker „Stelle mir eine Frage“, der abwandelbar ist. Somit kann das Hotel den Viewern Antworten auf Fragen geben, die allgemein interessieren. Aber auch das Hotel kann seinen Abonnenten gezielt Fragen stellen. Auf diesem Wege bekommen Tourismusunternehmen schnell und unkompliziert Wünsche und Anregungen zugetragen.

 

Fragen-Sticker in der Praxis.

 

Die Community aufleben lassen

Der nächste Step des Geschichtenerzählens ist die Community im Post mit einzubinden. Wenn man die Geschichte zum Bild erzählt hat, sind vor allem eine oder mehrere Fragen als Abschluss ratsam. Je länger die Story, desto mehr bleibt eine Frage hängen, wenn diese zum Schluss gestellt wird. Wenn man nach seiner eigenen Erfahrung zum jeweiligen Thema gefragt wird, hat man als Leser oft sofort das Bedürfnis zu antworten – oder „erzählen“.

Die Unternehmen haben durch die User-Kommentare die Möglichkeit, mit ihnen in Dialog zu treten. Das schafft Nähe und zeigt Interesse an der Meinung oder Geschichte des Followers. Dadurch wirken der Reiseveranstalter nahbar und der Hotelbetrieb kundenfreundlich..

 

Reichweite vergrößern leicht gemacht

Natürlich denkt man hierbei sofort an die klassischen Influencer. Doch auch als Tourismusunternehmen kann man mit ansprechenden Motiven und populären Hashtags neue Follower generieren. Wie das geht? Instagram ordnet Bilder mit bekannten Hashtags zusätzlich auf Hashtag-Seiten ein. Somit werden die Fotos auch dort gesehen, wenn man diese Hashtags separat folgt.

Hashtag setzen!

 

User Generated Content

Vor allem Reise Hotels und Restaurants profitieren inzwischen ganz stark von den geteilten Urlaubserlebnissen von Gästen. Durch Geotagging und Verlinkungen zu den Hotel-Accounts in Posts und Stories wird jeder Instagrammer zum Botschafter von diesen Orten und Plätzen.

Müssen wir nicht alle zugeben, dass diese Art von unbezahlter Werbung – nicht einmal vorsätzlich gepostete Werbung – am authentischsten ist? Im Prinzip bezeichnet man dies als bildhaftes Mouth-to-Mouth-Marketing. Der Vorteil: Die Empfehlungen stammen von Freunden und Bekannten, denen man auf Instagram folgt. Die Follower wissen dann, dass hinter den Posts zufriedene Urlauber stecken.

 

… weil das Essen so lecker war … Quelle: privat.

Der Konkurrenz folgen

Auch im Tourismus wurde das Rad nicht neu erfunden – nur digitalisiert. Themen und Marketingmöglichkeiten werden höchstens abgewandelt, individualisiert, angepasst und weitergesponnen. Also ist es auch ganz legitim, einen Blick in den Feed und die Stories der Konkurrenz zu werfen. Dort sieht man dann auch, was bei Communities gut ankommt und was einen inspirieren kann.

Bei diesem Tipp sollte das Hotel oder der Reiseveranstalter aufpassen, nicht eins zu eins zu kopieren.

 

Das Werbegeschenk zum Schluss

Am besten kann ein Unternehmen Follower zum regelmäßigen Lesen der Beiträge und Schauen der Stories animieren, wenn es etwas zu gewinnen gibt. Mitmach-Aktionen mit der Aufforderung, andere zu verlinken, generieren neue Abonnenten und damit Reichweite. Eine andere Teilnahmebedingung könnte das Reposten mit Firmen Erwähnung in der Story sein.

Der User bekommt durch Verlosungen das Gefühl, für seine Abo-Treue und seinen Beitrag in der Community belohnt zu werden. Dafür eignet sich doch ein Reisegutschein oder ein geschenkter Ausflug sehr gut.

 

Fazit: Regelmäßigkeit und Struktur!

Diese Tipps und Tricks führen nur dann zu einem dauerhaften Erfolg im Instagram-Marketing, wenn die Tourismusunternehmen Beiträge und Stories regelmäßig publizieren. Mithilfe von verschiedenen Tools kann in diesem Fall das Reiseunternehmen einen Content-Kalender bei Instagram erstellen. Man muss jedoch dazu sagen, dass diese Programme auf Dauer nicht kostenlos sind.

… ebenfalls Insights messen.
Organisation und Struktur …

 

Was ich jedoch damit sagen will: Eine strukturierte Planung im Voraus ist das A und O. Auf das Konzept kann dann die Umsetzung mit den verschiedenen Instagram-Möglichkeiten folgen. Insofern: Gute (Instagram-)Reise!

 

 

Lesetipps:

https://onlinemarketing.de/news/11-instagram-strategien-reichweite-mehr-follower

https://www.zielbar.de/magazin/content-strategie-instagram-marketing-5297/

Blockchain soll bis 2025 massentauglich werden

Diese Überschrift beherrscht derzeit die Artikel deutscher IT-Zeitschriften. Blockchain ist nicht nur einsetzbar im Tourismus, sondern auch in allen Bereichen, die mit Transaktionen zutun haben.

Ein kurzer Überblick über die Vorteile von Blockchain:

1. Es ist ein unveränderliches, dezentrales, vertrauenswürdiges Angebot.
2. Es bringt riesige Fortschritte in Themen Sicherheit, Transparenz und Rückverfolgbarkeit mit sich.


Salmonellen, beschädigte Ware oder gar keine Ware

Dies sind nur drei von vielen Problemen, vor denen Lieferanten oder Unternehmen stehen, wenn es um die Distribution von Produkten geht. Insbesondere bei Lebensmitteln kann Blockchain eine erhebliche Verbesserung der vorhandenen Methoden sein. Denn Blockchain setzt genau da an, wo häufig eine Kontrollierbarkeit schwierig wird: Transparenz.
Drei Vorteile von Blockchain auf einem Blick:

1. Erhöhung der Transparenz und Reaktionsfähigkeit
Ergebnis: Kostenersparnis und eine Erleichterung der Kontrolle.

2. Es verhilft dabei nachvollziehen zu können, ob ein Produkt von einer bestimmten Marke hergestellt wird oder von einem Drittanbieter
Ergebnis: Authentizität der Marke steigt und eine Reduzierung der Fälschungen wird hervorgerufen.

3. Unternehmen können bei starken Problemen, wie einer Kontamination, den Auslöser herausfinden
Ergebnis: Kostspielige und potenzielle reputationsschädigende Massenrückrufe bleiben außen vor.


Das Prinzip von Blockchain in der Praxis

Manchmal ist es schwer, neue Technologien in seinem eigenen Unternehmen zu sehen. Deshalb habe ich drei Tipps vorbereitet, wie Blockchain in Ihrem Unternehmen Einzug finden könnte.


Wissen, was Blockchain genau ist

Die einen sagen, dass Blockchain eine Datenbank ist, die anderen sind sich unsicher, ob es losgelöst vom Bitcoin zu betrachten ist. Blockchains geben vor, wie Daten strukturiert sind und in welcher Relation sie zueinanderstehen. Sie lassen aber eine effiziente Abfrage und Nutzung der Daten offen. Denn die Technologie ist noch nicht im vollen Maß ausgereift. Jedoch können Unternehmen durch konsequente Arbeit eine Blockchain bereits vor 2025 erfolgreich implementieren.


Ist Blockchain für dein Unternehmen hilfreich?

Jedes Unternehmen hat ein anderes Steckenpferd und Schwerpunkte auf denen es die Projekte stützt. Hier gilt es herauszufiltern, ob und welche Blockchain-Technologie für das Unternehmen geeignet ist. Denn alle Anforderungen, die für das Unternehmen wichtig sind, sollten abgedeckt sein.


Wie kann Blockchain in das Unternehmen eingeführt werden?

Die Auswahl von konkreten Technologien ist ein wichtiges Element eines Projektes. Ein Bewusstsein, welches Entwicklungs-Know-How benötigt wird und wie viel Arbeit hinter dem letztendlichen Nutzen steckt, das können nur die Unternehmen entscheiden. Es sollte ein Bewusstsein darüber entstehen, dass Blockchain einen riesigen Vorteil für ein Unternehmen ist, wenn Punkt 2 mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden kann.

Als Beispiel: Sie sind ein Lieferant für Seelachs. Besonders hier sind viele entscheidende Faktoren für den Erhalt einer guten Qualität wichtig. Verschiffen Sie den Seelachs Übersee, so können viele Kontaktpunkte mit Lieferanten entstehen. Am Ende der Lieferkette steht der Kunde, welcher sich über Salmonellen im Fisch beklagt. Nun stehen Unternehmen vor der Frage: Übernehmen sie die volle Schuld, rufen ihre Ware zurück und nehmen einen Umsatz- und Imageverlust in Kauf? Oder können Sie durch Blockchain nachvollziehen, welcher Lieferant den Fisch beispielsweise während dem Umladevorgang in der Sonne auftauen lassen hat?

 

Mit diesem Beispiel möchte ich Unternehmen in Ihren Gedanken über die Blockchain-Technologie stärken. Es bleibt spannend, in welche Richtung diese Innovation ihren Lauf nimmt.

 

3D-Druck – Der Mensch druckt sich gesund 

Stellt euch vor, Ihr oder einer euren Lieben wird krank und es wird ein neues Organ benötigt und Ihr wollt oder könnt nicht die lange Wartezeit auf der Spender-Liste verbringen.

Wie wäre es, wenn Ihr nicht warten müsstet? – Die Ärzte drucken auf Wunsch, mit etwas “Tinte” 3D-Ersatzorgane. Was sich zunächst wie eine Folge bei Grey’s Anatomy anhört, ist schon längst mehr Science als Science-Fiction.  

 

Wenn Ihr glaubt, das 3D-Druckverfahren gäbe es erst seit neuestem, irrt Ihr euch. Tatsächlich gibt es erste Versuche zum 3D-Druck bereits seit den 80-er Jahren. Was damals mit Experimenten begann, wird in der heutigen Zeit in den verschiedensten Bereichen eingesetzt. Vorwiegend wird Sie als die Zukunft der Medizin bezeichnet. Aber wissen wir wirklich was genau das ist und in welcher Relation es mit dem 3D-Druck steht? – und die wichtigste Frage: Welchen Mehrwert bringt uns eben diese Technik?  

Das Druckverfahren ist längst so weit, dass ganze Häuser in wenigen Stunden gedruckt werden können. Aber sieht so unsere Zukunft aus? 3D-gedruckte Menschen wohnen in 3D-gedruckten Häusern und essen 3D-gedrucktes Essen? Wahrscheinlich nicht ganz so, doch trotz alledem ist der Drucker genauso in der Medizin angekommen – ob Herzklappen, Kiefergelenke, Knorpel- und Knochenelemente, Hautflächen oder selbst ganze Ersatz-Organe sollen in naher Zukunft, bzw. entstehen bereits auf Knopfdruck.

 

3D-Biodruck – Wie der Mensch seine Organe druckt 

3D bioprinter (Photo: Cellink.com)
3D bioprinter (Photo: Cellink.com)

Das größte Wachstum in den letzten Jahren wies der 3D-Biodruck (vom englischen “Bioprinting”) auf, welches als einer der Entwicklungen des 3D-Drucks definiert ist.   

Bei einem 3D-Biodrucker handelt es sich um einen 3D-Drucker, das mit organischen Substanzen arbeitet. Dieses Verfahren gestattet das Drucken von menschlichem oder tierischem Gewebe (z.B. Haut oder Zellen). Durch die Gewinnung von Stammzellen sollen Biodrucker die Erzeugung von Organen realisieren.   

Beim Biodrucker gibt es gegenwärtig zwei gängige Methoden, die zur Herstellung von künstlichem Gewebe eingesetzt werden. Zum einen das “Laser-Prinzip” und zum anderen das “Tintenstrahl-Prinzip”. Bei dem ersten Prinzip wird, wie der Name bereits verrät, mit einem Laserstrahl und mit Zellen angereicherten Gel gearbeitet. Wohingegen beim zweiten Prinzip mit 2 Düsen, gefüllt mit jeweils Hydrogel und lebende Zellen (z.B. Körperzellen oder Vorläuferzellen).  

 

Hoffnungsvolle Zukunft   

Mit Hilfe der Einführung des 3D-Druckverfahren in der Medizin ist es jetzt schon in der Gegenwart möglich, Objekte schnell und kostengünstig zu produzieren – vor allem stellt dies für die ärmere Bevölkerungsschicht oder gar für Entwicklungsländer eine Möglichkeit dar, betroffenen Menschen schneller und günstiger, als bisher, Prothesen zur Verfügung zu stellen.  

Zudem gibt es in dieser Branche zahlreiche Unternehmen, Labore und Universitäten auf dem gesamten Globus, die in dieser Branche arbeiten. Einen bedeutenden Meilenstein auf diesem Gebiet erzielte 2017 die Technischen Hochschule Zürich (kurz ETH Zürich). Den Forschern gelang es erstmals, ein voll funktionsfähiges Herz aus Silikon im 3D-Drucker nachzubilden. Zwar funktioniert das Kunstherz und bewegt sich ähnlich wie ein echtes, jedoch hält es nur rund 3000 Schläge durch (Laufdauer ca. 30-45 Minuten), bis das Gewebe reißt.

3D-Kunstherz aus Silikon (Bild: Zurich Heart)
3D-Kunstherz aus Silikon (Photo: Zurich Heart)

Sobald es den Forschern gelingt (die guter Hoffnung sind) die Biotinte für dieses Organ zu optimieren, kann dies die Rettung für weltweit Millionen von Menschen bedeuten. Denn durch Mangel an Spenderorgane (besonders bei Herzen) sind die Wartezeiten enorm lang für viele Patienten.  

Angesichts der Tatsache, dass wir bereits lebendes Gewebe drucken können, hat dies auch das Interesse der Kosmetikindustrie geweckt. Denn auch Tierversuche könnten dank der neuen Technologie schon bald der Vergangenheit angehören. In diesem Sinne arbeitet bereits der französische Konzern “L’Oréal” mit dem Biotech Unternehmen “Organovo” zusammen, um gemeinsam eine Technik zu entwickeln, mit dessen Hilfe sich menschliche Haut künstlich reproduzieren lässt.  

 

Die Schwierigkeiten & die große Herausforderung

Forscher räumen ein, wir sind noch lange nicht so weit, bis ein voll funktionsfähiges Organ einem bspw. Herzkranken-Patienten transplantiert werden kann. Zu dieser Thematik äußerte sich James Yoo, Leiter der Bioprinting-Gruppe.

Die großen Probleme dabei macht jedoch nicht die Drucktechnik, sondern die Biologie selbst, so der Wissenschaftler – denn bei der Züchtung und Vermehrung der Millionen Zellen vergehen schon mal mehrere Wochen, die eben für den Aufbau eines Gewebes oder Organs benötigt werden. Darüber hinaus müssen zu diesem Zweck die richtigen Zelltypen am rechten Ort auf den Zehntelmillimeter platziert werden. Die größte Herausforderung dabei ist es jedoch, die Zellen auch noch dazu zu bringen, wie beim natürlichen Vorbild ein lebendiges Netzwerk zu bilden. Welches zusammenwächst und die vielen verschiedenen Aufgaben in einem Organ übernehmen kann.  

 

Resümee  

Selbstverständlich hat jedes einzelne 3D-Druckverfahren seine eigenen Eigenschaften und ist nicht ganz so einfach in der Realisierung, wie in einer Science-Fiction. Aber dennoch lässt sich abschließend feststellen, dass der 3D-Druck sich bereits jetzt, obwohl diese Technologie nicht in jedem Bereich voll ausgereift ist, als ein großer Gewinn für die Medizin erwiesen hat.

Somit liegt der Vorteil des vorgestellten 3D-Drucks innerhalb der Medizin im Zusammenhang mit Tech for Good auf der Hand. Besonders weil Sie, wie bereits erwähnt, eine große Hilfe für Millionen von Menschen auf der gesamten Welt ist. Sie wird auch noch in Zukunft dafür sorgen, das Leben betroffener Patienten zu bessern und zu retten.   

 

Wie Blockchain den Tourismus revolutionieren kann

Blockchain ist eine der Top-Innovationen in der Technik. Noch sind die Potenziale nicht komplett ausgeschöpft, aber es gibt viele mögliche Anwendungsbereiche. Wie die Blockchain im Tourismus eingesetzt werden kann, erfahrt ihr hier.

 

Was ist Blockchain überhaupt?

Die Blockchain ist ein webbasiertes, öffentliches Buchhaltungssystem, das auf der Technik eines verteilt dezentralisierten Netzwerks basiert. Die „Blockkette“, wie man den Begriff auf Deutsch übersetzen kann, ist eine Datenbank – gespeichert werden die Daten aber nicht auf zentralen Rechnern, sondern auf mehreren Servern. Dort wird jeweils eine Kopie der Daten verwaltet, damit sie mehrfach gesichert sind und nicht verloren gehen können. Die Daten sammeln sich in einzelnen Blöcken (Block), die mit den anderen Blöcken durch eine Art Kette (Chain) netzwerkartig verbunden sind.

Blockchain im Tourismus - Visuelle Darstellung einer Blockchain.
Visuelle Darstellung einer Blockchain.

Wird man ein Teil dieses großen Netzwerkes, bekommt man eine Spiegelung dieser Blockchain. Auf diesem Wege kann jeder Nutzer dieses Netzwerkes einen Überblick über alle Informationen und alles Wissen haben, das in der Blockchain abgebildet ist. Dies macht die Technologie unglaublich transparent. Ein großer Vorteil ist auch, dass alle dort gesicherten Informationen fälschungssicher sind. Jede Information, die in der Blockchain gespeichert wird, wird im Vorfeld vom System verifiziert. Durch das Speichern auf einer Vielzahl von Servern ist eine Manipulation oder Fälschung beinahe unmöglich.

 

Anwendung der Blockchain

Besonders häufig wird der Begriff Blockchain in Verbindung mit der Kryptowährung Bitcoin verwendet, da die Transfers dabei mit der Blockchain-Technologie stattfinden. Auch das Darknet basiert auf einer Blockchain und in Branchen wie im Supply Chain Management findet die Technologie bereits Verwendung.

Blockchain im Tourismus - Blockchain wird besonders häufig mit Bitcoins in Verbindung gebracht.
Blockchain wird besonders häufig mit Bitcoins in Verbindung gebracht.

Im Tourismus jedoch gibt es derzeit noch „kaum realisierte Projekte und Geschäftsmodelle“, so Anja Mendel, Sprecherin der Digitalstadt Darmstadt. Konzepte gibt es aktuell zum Beispiel von TUI oder Amadeus. TUI Chef Fritz Joussen sagt im Interview mit dem Manager-Magazin sogar, dass Blockchain die „Zukunft“ ist.

 

Blockchain im Tourismus

Amadeus sieht die Blockchain Technologie als eine der Top Innovationen, die die Reisebranche in Zeiten der Digitalisierung enorm verändern können. In einem Whitepaper hat das Unternehmen folgende Potenziale herausgearbeitet:

Wer kennt es nicht: Lange Schlangen am Flughafen, Einlasskontrollen bei Check In und Boarding und zuletzt will auch das Hotel den Ausweis überprüfen. Bis man endlich das Zimmer beziehen und die Reise so richtig losgehen kann, dauert es seine Zeit. Durch die Blockchain Technologie könnte man eine sicherere und effizientere Art der Identifikation einführen, die uns Zeit spart, welche zum Reisen übrig bleibt.

Möglich ist es auch, Gepäckstücke mit der persönlichen Identifikation zu verknüpfen und eine effektivere, effizientere Tracking Methode einzuführen. Außerdem können alle verschiedenen Parteien, die für die Gepäckstücke verantwortlich sind, unabhängig vom Standort Informationen austauschen. So gehen Gepäckstücke seltener verloren, was für uns auch hier bedeutet: Mehr Zeit zum Reisen, weniger Zeit mit Stress und Organisieren bei verlorenem Gepäck.

Nutzerfreundlichere Treueprogramme: Amadeus hält es für anwendungsfreundlicher und praktischer, wenn erworbene Punkte bei unterschiedlichen Partnern wie Hotelketten oder Vielfliegerprogrammen besser untereinander ausgetauscht werden könnten. Das Einsetzen eines dezentralen Buchhaltungssystems wie der Blockchain wäre also auch hier durchaus sinnvoll.

Durch die Anwendung der Blockchain im Tourismus kann der Prozess von Zahlungen zwischen zwei oder mehreren Anbietern enorm vereinfacht werden: Häufig sind Zahlungsprozesse sehr komplex, da viele Vermittler involviert sind und die Zahlungen über verschiedene Länder und Kontinente mit verschiedenen Währungen durchgeführt werden müssen. Mit Hilfe der Implementierung von Blockchain im Zahlungsverkehr wird diese Komplexität reduziert und der Prozess verschnellert.

Blockchain im Tourismus: Für Reisende würde die Blockchain Technologie viele Vorteile mit sich bringen.
Für Reisende würde die Blockchain Technologie viele Vorteile mit sich bringen.

 

Blockchain in Deutschland

Im Ruhrpott eröffnete 2017 ein Blockchain Hotel. Ziel ist es vor allem, die Blockchain- und Bitcoin Community zusammenzubringen und zum Fortschritt beizutragen. Übernachtung und Frühstück sind preisgünstig, ganz unter dem Motto „Wer etwas beiträgt, zahlt fast nichts“. Das Hotel bietet Arbeitstreffen, verfügt über Seminarräume und ist Veranstalter des „Blockchain Tech Crypto Meetups“. Hier kommen Experten und Interessierte zusammen, um im Rahmen von Workshops und Vorträgen mehr über die Technologie zu lernen und ihr Wissen auszutauschen.

Als Studentin der Hochschule Darmstadt war es für mich nur naheliegend, mich auch bei der „Digitalstadt Darmstadt“ nach dem aktuellen Stand von Blockchain im Tourismus und Stadtmarketing zu informieren. Potenziale und Anwendungsbereiche werden auch hier gesehen, umgesetzt wird derzeit aber vor allem ein anderes Pilotprojekt: Die Blockchain Ethereum wird verwendet, um den Versorgerwechsel zwischen fünf Energieversorgern abzubilden. Außerdem gibt es weitere Bereiche, in denen die Verwendung von Blockchain derzeit überprüft wird. 

 

Wo geht die Reise hin? – Ein Blick in die Zukunft

Digitalisierung und Internet sind in Deutschland auch im Jahre 2018 noch „Neuland“, es bedarf dringend Verbesserung. Der ITB zufolge ist Blockchain 64 Prozent kein Begriff, während 19 Prozent der Befragten schon von der Technologie gehört haben, sie aber nicht nutzen. Bei Experten ist die Thematik heiß diskutiert: Ist Blockchain die Zukunft des Internets und der Industrie? Kann man bereits von einer Revolution sprechen oder ist es nur ein Hype, der vergeht und sich nicht dauerhaft durchsetzt?

Weltweit gibt es einige Länder, die die Potenziale in Blockchain erkennen und Projekte und Forschungen fördern. Besonders stechen hier die Schweiz und San Marino heraus, die mit einem positiven Beispiel voran gehen. In der Schweiz wurde das „Crypto Valley“ gegründet, dass sich in der der Blockchain Branche etablieren und den Markt erobern will. Ebenfalls möchte San Marino als älteste Republik der Welt führendes Blockchain Zentrum werden. Das kleine Land denkt sogar, dass Blockchain einen größeren Einfluss als das Internet haben wird.

Wie man sieht, gibt es durchaus Ansätze, die der Blockchain Innovation positiv gestimmt gegenüberstehen und Initiative ergreifen. Während wir in Deutschland teilweise noch etwas mit der Digitalisierung hadern und Unternehmen sich langsam erst mit der Onlinekommunikation anfreunden, sind andere Länder bereits tief in der Forschung. Wichtig ist es nun also, dass wir die „nächste Internetrevolution“ nicht verpassen. Es braucht Unternehmer und Sponsoren, die Projekte unterstützen und fördern. Gleichzeitig muss mehr von der Politik kommen, die selbst 2018 noch skeptisch gegenüber der Digitalisierung ist. Es gibt eindeutig Potenziale – auch im Tourismus. Um es kurz zu fassen:

 

„The challenge will be to continue to find where blockchain can add value […]” (Amadeus)

Virtual Reality: Serious Games als Lebensretter

Dank moderner VR-Technologie erleben die Nutzer innerhalb der Gaming-Szene ein grenzenlos realistisches Spielerlebnis mit größtmöglichem Spaß-Faktor. Das ungeahnte Potenzial der Virtual Reality bleibt dabei oft ungesehen. Wie die VR-Brille jenseits der Unterhaltungsbranche zum Lebensretter wird, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Innerhalb der Virtual Reality können verschiedenste Situationen und Umgebungen detailgetreu mithilfe des 3D-Scans visuell nachgebildet werden. Im Gaming-Bereich wird die VR-Technologie schon länger genutzt und ist inzwischen auch für Privatpersonen zugänglich. Nun wurde das weitaus größere Potenzial der VR-Brillen erkannt, sodass die Technologie seit einiger Zeit in den Bereichen Medizin, Katastrophenschutz und Sicherheit zum Einsatz kommt.

 

Unterschätztes Potenzial der VR-Brillen

Die sogenannten Serious Games breiten sich aktuell weiter innerhalb des Rettungsdienstes aus. Gemeint sind tatsächlich „Ernste Spiele“: Digitale Spieleanwendungen, die an erster Stelle nicht der Unterhaltung dienen, dennoch aber Elemente des Spiels beinhalten können. Dahinter steht die Vorstellung des „Game-based Learnings“, also das spielerische Lernen, das bereits in vielen Bereichen bereits eingesetzt wird.

Vor allem im Rettungsdienst und bei der Feuerwehr sind die Einsatzkräfte und Notfallsanitäter ständig einem besonders hohen Risiko und lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzt. Die Anzahl der deutschlandweiten Verkehrsunfälle im Jahr 2017 zeigt, wie enorm die Ersthelfer täglich gefordert werden: Allein im letzten Jahr wurden 302.656 Unfälle mit Personenschaden, darunter 66.513 Schwerverletzte und 3.180 Verkehrstote, polizeilich erfasst (Statistisches Bundesamt).

Deshalb ist regelmäßiges Einsatztraining ein absolutes Muss. Die Ersthelfer werden dadurch auf die schockierenden Momente vorbereitet, damit sie im Ernstfall ruhig und konzentriert arbeiten können. Bestimmte Szenarien von besonderer Gefahr kommen glücklicherweise seltener vor, können deshalb aber kaum trainiert werden. Zum Teil erleben die Rettungskräfte diese Umstände zum ersten Mal vor Ort, in der Situation selbst.

 

Das Deutsche Rote Kreuz als Vorreiter

Um das zu verhindern, setzt das Deutsche Rote Kreuz seit März 2017 auf VR-Brillen und arbeitet in Kooperation mit HTC Vive. Das DRK Rheinhessen-Nahe nutzt die Brillen sowohl in der Aus- und Weiterbildung sowie innerhalb spezieller Gefahrensimulationen. Aktuell stechen dabei zwei Pilotprojekte heraus: Das MANV3D, ein virtuelles Einsatztraining, und der virtuelle Rettungswagen RTW360VR.

Der Rettungswagen ist dabei vollständig mit Hilfe von 3D-Scans nachgestellt und für die Sanitäter in Aus- und Weiterbildung virtuell erlebbar. Dadurch erlernen die Auszubildenden bestimmte Tätigkeiten mit weniger Aufwand und kostengünstiger. Theoretische Prozesse können dennoch praxisnah vermittelt werden und der Teilnehmer kann mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen bestimmte Handlungen gezielt üben. Auszubildende können beispielsweise ohne jegliche menschliche Beteiligung Infusionen virtuell vorbereiten und legen. Mehr Infos zum virtuellen Rettungswagen findet ihr auf der Homepage des DRK-Rheinhessen-Nahe.

Darüber hinaus bietet das DRK das MANV3D an: Ein virtuelles Einsatztraining, das die Sanitäter auf sehr gefährliche und lebensbedrohliche Situationen vorbereitet. Die Rettungskräfte befinden sich in einer nachgestellten Unfall-Umgebung und haben die Möglichkeit diese zu erkunden und die Verletzten zu sichten:

Offizieller Hinweis des DRK: Das Video ist für Kinder nicht geeignet und zeigt ggf. verstörende Inhalte. Die abgebildeten Personen sind professionell präparierte Darsteller im Rahmen des Projektes. (Quelle: Youtube-Kanal des DRK Rheinhessen-Nahe)

Zukünftig folgen neue Projekte, wie das 3D-Modell eines Patienten, um die Ausbildung im Rettungsdienst weiter zu optimieren.

 

Augmented Reality in der Praxis

Neuere Forschung beschäftigt sich darüber hinaus mit dem Einsatz von Augmented Reality (erweiterte Realität) bei echten Rettungseinsätzen. Das Projekt AUDIME (Audiovisuelle Medizinische Informationstechnik) erforscht den Einsatz von AR-Brillen in den Helmen der Rettungskräfte und wird dabei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Die Ersthelfer tragen während des Einsatzes eine Datenbrille mit integrierter Kamera, die visuelle Informationen (Bilder, Texte und Objekte) einblendet und den Rettungsprozess dadurch unterstützt. Oftmals finden die Ersthelfer ihre Unfallopfer mit schweren Verletzungen vor, die eigentlich Facharzt-Wissen und eine Behandlung im Krankenhaus benötigen.

Die eingeblendeten Informationen sind für die Notfallsanitäter eine Hilfestellung, um auch in komplizierteren Situationen die Patienten entsprechend behandeln zu können. Sogar die direkte Kommunikation mit Ärzten im Krankenhaus sowie mit anrückenden Einsatzkräften, ist mit den AR-Brillen möglich. Weitere Informationen zum Projekt AUDIME und konkrete Szenarien findet ihr hier.

Virtual Reality kann sehr vielfältig zum Einsatz kommen, da annähernd jede Situation und Räumlichkeit virtuell nachgestellt werden kann. So finden beispielsweise auch virtuelle Trainings und 3D-Simulationen im Bereich des Katastrophenschutzes, bei verschiedenen Wetter-Szenarien oder Massenpaniken, statt.

 

Weiter gedacht…

Der konkrete Nutzen der vorgestellten VR-Projekte innerhalb des Rettungsdienstes steht im Zusammenhang mit Tech for Good außer Frage. Erfreulicherweise entwickelt sich die Forschung in diesem Bereich ständig weiter und neue Projekte folgen. Das Potenzial der Virtual Reality jenseits der Unterhaltungsbranche ist enorm: Die Technologie kann auf Rettungseinsätze in der ganzen Welt, in Krisen- und Kriegsgebieten ausgeweitet werden. Ärztliche Versorgung und die Behandlung von komplizierten Fällen könnte somit auch in Entwicklungsländern garantiert werden.

Gleichzeitig kommt die VR-Technologie aber auch im Bereich Verteidigung und Militär zum Einsatz, indem Gefechtssituationen und Waffenhandling virtuell trainiert werden können. An diesem Punkt wird deutlich, dass der Übergang zwischen Tech for Good und Tech for Bad fließend ist.

Demnächst berichte ich euch im zweiten Teil meiner Reihe über die neuen Möglichkeiten des VR-Marketings und wie Virtual Reality in den nächsten Jahren unseren Alltag verändern wird – seid gespannt!

Lesetipp bis dahin:

👉 Virtual-Reality-Marketing & emotionale Kundenansprache

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