Eine Journalistin hat in ihren Artikeln für die Online-Zeitung Wired News möglicherweise dutzende erfundene Zitate verwendet.
Wired News veröffentlichte das Ergebnis einer hausinternen Untersuchung. In etwa 160 Artikeln der Journalistin Michelle Delio wurden mehr als 40 nicht identifizierbare Zitatquellen gefunden.
Delio hatte als freie Autorin für Wired News geschrieben. Die Menschen, die sie in ihren Artikeln zititerte, existierten jedoch nie.
Veröffentliche Beiträge von “Wolfgang”
US-amerikanische Medien sind wegen der Ausstrahlung so gennanter Fake News in die Kritik geraten.
Dabei handelt es sich um Nachrichtenvideos, die von der US-Regierung produziert und von Fernsehsendern übernommen werden, ohne die Quelle zu nennen. Die ausgestrahlten Berichte sind wie ein normaler journalistischer TV-Beitrag aufgemacht und werden auch als solcher präsentiert. In Wirklichkeit wird der Bericht, der beispielsweise die Arbeit der Bush-Regierung ausdrücklich lobt, von Regierungsbehörden in Auftrag gegeben.
Zudem sind mehrere Fälle bekannt geworden, in denen Journalisten von der Regierung bezahlt wurden, um ihre Botschaften zu verbreiten.
Die Blogger-Gemeinde ist in den Vereinigten Staaten in die Schranken gewiesen worden. Viele Weblogger beanspruchen mit ihren Meinungsbörsen“ journalistische Anerkennung. In den USA gelten für sie jedoch nicht die gleichen Rechte wie für echte Journalisten.
Ein kalifornischer Richter verurteilte die Betreiber von drei Blogsites zur Offenlegung ihrer Quellen. Die Weblogs hatten geheime Informationen über Produkte der Computerfirma Apple veröffentlicht, die noch in der Entwicklung waren. Das Gericht gewährte den Bloggern kein Recht auf Quellenschutz, wie es Journalisten haben, um Informanten Anonymität zu garantieren.
Weblogs beeinflussen das Internet und die reale Welt. Ein Artikel des Computer-Magazins CHIP zeigt, welche Möglichkeiten Online-Journale bieten und gibt Hintergrund-Informationen und Tipps zum Thema Blogging.
Neues Veröffentlichungs-Konzept
Weblogs verbreiten sich immer stärker. Weltweit existieren bereits mehrer Millionen Online-Journale. Im deutschsprachigen Raum entstehen pro Tag durchschnittlich 120 neue Blogs.
Ihre Verfasser stammen aus allen Gesellschaftsschichten und -gruppen. Sie schreiben nicht für einen bestimmten Leser, sondern subjektiv und frei Schnauze.
Blogger legen den Finger in die Wunde und scheuen sich nicht die Wahrheit zu publizieren. Das deutsche Weblog Der Kutter bringt es in seinem Mission Statement auf den Punkt: Wir sind Guerilla-Publizisten.
Am Wochenende (07.05. - 08.05.2005) fand in Wiesbaden die Fachtagung Blogs & Co. - Von neuen Öffentlichkeiten zur heimlichen Medienrevolution - Welche Chancen hat eine kritische Internetkultur? - statt.
Zwei Tage lang diskutierten Medienexperten, ob Blogs mehr als Katzencontent und Tagebücher für Freaks sind. Im Mittelpunkt, auf der vom netzwerk recherche und der Bundeszentrale für politische Bildung veranstalteten Tagung, stand die Frage nach der Eignung von Blogs für journalistische Inhalte.
Nach Angaben des US-amerikanischen News-Portals eweek.com hat Google einen mobilen Blog-Aktualisierungsdienst für Blogger.com gestartet. Per SMS und MMS können Anwender eigene Weblogs anlegen und mit Inhalten füttern“.
