Storytelling in Lost II: Die Zuschauer fesseln

Wie crossmediales Storytelling funktioniert, demonstriert die Fernsehserie Lost. Sie zeigt, wie sich Zuschauer durch das Nutzen von Synergien verschiedener Medien-Kanäle, vom passiven lean-back TV-Konsumenten zum aktiven lean-forward Nutzer wandeln. Was Praktiker über Kampagnen oder Geschichten bei Stakeholdern oft erreichen wollen, demonstriert die Serie Lost: Sie baut eine Community um eine Geschichte. Im Beitrag Storytelling in Lost I: Von einer TV-Serie lernen wurde der richtige Kanal für Geschichten gesucht. Aber wie etabliert man auf einer kommunikativen Einbahnstraße einen Rückkanal? Lost findet eine Antwort.

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Storytelling in Lost I: Von einer Serie lernen

Die Fernsehserie Lost und Public Relations: fiktional versus nicht-fiktional! Wie passt das zusammen? Beide kämpfen um Aufmerksamkeit während eine Informationsflut das Publikum auf allen Kanälen überschwemmt. Die Herausforderungen des Internets sind eine Chance für Geschichten, die das Komplexe verständlich machen. Die Geschichten von Mysterien und Menschen in Lost fesseln Zuschauer und binden sie in Communities. Sie wirken lang über Kampagnen-Zeiträume hinaus. Von Lost lernen heißt, von der Erzählstruktur lernen, wie man eine Geschichte crossmedial erzählt. Abseits des Storytellings verrät das Beispiel Lost viel über Content-Syndication und gibt Antworten darauf, wie Kommunikatoren Kanäle richtig füllen.

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PR-Praktiker (16): Marcus Uhlig

Steckbrief zur Person

Name: Marcus Uhlig

Alter: 39 Jahre

Aktuelle Tätigkeit: Marcus Uhlig ist Leiter der Abteilung „Medien und Kommunikation“ des DSC Arminia Bielefeld und somit für die interne wie externe Kommunikation des Fußball-Zweitligisten verantwortlich. Neben dem handwerklichen Tagesgeschäft – Medienanfragen bearbeiten, Bundesliga-Spieltage koodinieren und Mitarbeiter informieren – steuert er in Absprache mit der sportlichen Leitung die strategische Kommunikationsplanung des Traditionsvereins. Marcus Uhlig sieht seine Abteilung als „Schnittstelle“ zwischen Verein und Medien.

PR-Fundsachen: Herr Uhlig, wie sind Sie zur PR gekommen?

Weil ich in der Schule nicht aufgepasst habe – sonst hätte ich mich damit nicht rumschlagen müssen (lacht). Im Ernst: Als Kind wollte ich immer Reporter werden, habe mich dann aber nach dem Abitur entschieden, Jura zu studieren. Während meines Studiums habe ich allerdings regelmäßig für verschiedene Medien und PR-Agenturen gearbeitet. Als ich fertig war und mich endgültig entscheiden musste, wohin mein Weg führt, habe ich mich mit der PR-Agentur medienbüro 24/7 selbstständig gemacht. Durch meine Kontakte aus der Studienzeit hatte ich sofort, ohne selbst akquirieren zu müssen, genug Aufträge, um rentabel arbeiten zu können.

PR-Fundsachen: Welche Fähigkeiten sollten kommende PR’ler in den Beruf mitbringen?

Ähnliche Fähigkeiten wie der zukünftige Journalist. Entscheidend ist, dass er crossmedial denkt und arbeitet. Der ganzheitliche Umgang mit Informationen wird immer wichtiger. Um dem gerecht zu werden, muss man sich permanent weiterbilden und eine Idee schlauer sein als Konkurrenz und Konsument. Die Halbwertzeit von Kommunikation nimmt stetig ab. Indem der PR’ler die bestehenden Möglichkeiten reflektiert und weiterentwickelt, hebt er sich von der Masse ab.

PR-Fundsachen: Wohin wird sich die Online-PR in der Zukunft entwickeln?

Klar ist, dass die klassische PR – hier eine Pressemitteilung, da eine Pressekonferenz – weiter an Bedeutung verlieren wird, wenngleich diese Instrumente nicht verschwinden werden. Durch das Internet und speziell Social Media entstehen fast täglich neue Möglichkeiten, um mit seinen Zielgruppen zu kommunizieren, ohne den Weg über den Journalisten zu gehen.

Manchmal denke ich, die Fahnenstange sei erreicht, doch das ist sie noch lange nicht – und wird es vielleicht nie. Wie schon angesprochen, kommt es darauf an, mit der Zeit zu gehen, Innovationen aufzunehmen, sich damit auseinanderzusetzen und einen praktischen Umgang zu schaffen.

PR-Fundsachen: Herr Uhlig, vielen Dank für dieses Interview!

Sämtliche im Rahmen der Kurzinterviewreihe „Die PRaktiker“ entstandenen Antworten und Texte sind ebenso wie die Bilder Eigentum unserer Interviewpartner und erscheinen mit ihrer Genehmigung, so fern nicht anders mit uns ausgemacht, ausschließlich im Studiengangsweblog zum Schwerpunkt Online-PR der Hochschule Darmstadt, den PR-Fundsachen (https://www.pr-fundsachen.de). Sollte Interesse an einem der Texte/ Interviews bestehen, bitten wir darum, sich mit uns bzw. unserem Interviewpartner in Verbindung zu setzen.

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DB-Bordzeitschrift Mobil – Print top, Internet flop?

Jeder, der jemals IC, EC oder ICE gefahren ist, kennt es – das Bordmagazin Mobil der Deutschen Bahn. Das Magazin ist beliebt. Es soll sogar Reisende geben, die sich im Zug auf die Suche nach dem Printprodukt begeben, wenn es nicht gerade in unmittelbarer Umgebung ausliegt. Zudem können sich Mobil-Fans das Magazin mittlerweile auch per Abo ins Haus liefern lassen.

Laut dem Bericht „Lektüre in Bewegung“, der in der Mai-Ausgabe des PR-Magazines erschien, sieht der Kommunikationschef Olivier Schumacher den Erfolg des Magazines in der journalistischen Leitlinie und der Themenauswahl.  Die Auflage scheint dem optimistisch wirkenden jungen Kommunikationschef Recht zugeben. Monatlich werden mittlerweile 510.000 Exemplare via Auslage in den Schnellzügen und Reisezentren sowie durch Abonnements vertrieben.

Im Rahmen des PR-Magazin-Beitrages untersuchte die Journalistin Anne Villwock auch, wie denn die multimediale Umsetzung des Corporate Publishing Produkte der bekanntesten Transport-, Verkehrs- und Touristikunternehmen geglückt sind. So konfrontierte Villweck Olivier Schumacher auch mit den kleinen Mankos von mobil.de. Wenn es denn überhaupt mobil.de heißen würde. Zurzeit handelt es sich nur um ein paar Unterseiten auf der Homepage des DB-Konzerns. Dieser räumt im Rahmen des Berichtes „Lektüre in Bewegung“ ein, dass die Deutsche Bahn da sicher noch ein wenig Nachholbedarf habe.  Aber gibt es wirklich beim webbasierten Angebot von DB Mobil nur ein wenig aufzubessern?

Das Interview muss vor Mai 2009 geführt worden sein, denn das PR-Magazin ist meist schon Ende des vorangegangenen Monats im Briefkasten der Abonnenten. Mittlerweile ist Mitte August 2009 und mobil.de wirkt immer noch so stiefmütterlich behandelt wie zum Zeitpunkt des Interviews bzw. des Recherche-Interviews.

Das wirft gleich mehrere Fragen auf: Wie wichtig ist Crossmedialität für ein Unternehmen wie die Deutsche Bahn? Wie lange sollte die Umsetzung des Internet-Angebotes dauern, wenn dieses als Problem erkannt wurde? Und vor allem, wie müsste mobil.de aussehen, um auch nur ansatzweise der Printausgabe gerecht zu werden?

Zurzeit hat die Internetausgabe nicht nur wenig Platz auf untergeordneten Konzern-Webseiten, sondern ist auch nicht ganz einfach zufinden. Wer einfach mobil.de in Google eingibt, wird das Kundenmagazin im Internet nicht finden. Google benötigt wenigstens den Suchzusatz „DB“, um befriedigende Ergebnisse zu finden.

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Virtuelle Lichterketten zu Weihnachten

Pünktlich einen Monat vor Heiligabend gibt es heute eine weihnachtliche Fundsache: Die Coca Cola Christmas Trucks, die auch 2008 wieder rot leuchtend durch die Lande ziehen, sind mittlerweile Tradition. In diesem Jahr wird die bekannte Adventskampagne um ein Online-Tool erweitert. Gemeinsam mit der Wiesbadener Agentur Scholz & Volkmer und in Kooperation mit Google Maps können Internet-User auf Coke.de die Häuser von Freunden mit virtuellen Lichterketten schmücken und das Ergebnis als E-Card an die Hausbewohner senden.

Die Aktion findet international statt, sodass auf einer Europakarte alle geschmückten Häuser ein leuchtendes Gesamtbild ergeben. Ich habe das mal selbst ausprobiert und mein eigenes Zuhause mit Lichtern verziert. Fazit: Für die Kleinstadtbewohner unter uns wird es schwer, die klitzekleinen Häuser auf Google Maps mit dem Mauszeiger zum Leuchten zu bringen aber trotzdem ist das Tool eine nette Idee, um die Kampagne crossmedial zu unterstützen. Was meint ihr? 

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