Ich bin kürzlich auf einen Artikel der Financial Times Deutschland gestoßen, der über die „Personalstudie 2012“ des U-Form-Verlages Solingen berichtet. Der Verlag befragte in Kooperation mit der Hochschule Heilbronn mehr als 250 Ausbildungsverantwortliche aus klein- und mittelständischen Betrieben sowie Mitarbeiter von Großkonzernen. Die Umfrage ergab, dass Unternehmen ins Azubi-Marketing stärker investieren. Doch soziale Medien werden bisher kaum genutzt. Der hohe Zeitaufwand hält die Unternehmen ab. Der Nutzen wird in jedem dritten Betrieb als zu gering eingeschätzt. Die befragten Unternehmen setzen lieber ihre Schwerpunkte auf Praktika, wollen Kontakte über Arbeitsagenturen knüpfen, eine eigene Karriereseite im Internet anbieten und Jobbörsen nutzen.
Schade eigentlich, dass Unternehmen im Social Web eher zurückhaltend sind, denn gerade Jugendliche und junge Erwachsene sind nicht selten stundenlang am Tag im Netz unterwegs. Ein großer Vorteil von Social-Media-Aktivitäten ist, dass Neuigkeiten der Unternehmen durch die Kommunikationskanäle direkt zur Zielgruppe gelangen. Der User sucht nicht nach Informationen, er bekommt sie auf seiner Social-Media-Plattform automatisch gebündelt. Wie oft besucht ein User die Internetseite von Unternehmen, um nach Neuigkeiten zu schauen? Vermutlich nicht täglich. Der User könnte aber täglich durch die sozialen Netzwerke beispielsweise viele Stellenangebote von Unternehmen erhalten. Ein weiteres großes Plus: Interessierte können auch einfacher und schneller in Dialog mit Unternehmen treten. Manche Unternehmen setzen das in dieser Form um, wie mein folgendes Beispiel zeigt:
1.020 Kommentare, 9.221 "Mag ich"-Klicks und 314.584 Views auf Youtube innerhalb von nicht mal 48 Stunden. Dabei handelt es sich nicht um das neuste Musikvideo von Justin Bieber und auch nicht um den neusten Hollywood Blockbuster. Es scheint eher wie eine Aufforderung zur Revolution. Eine Revolution gegen solche, die mit der wirtschaftlich ohnehin schon gescholtenen Medienlandschaft oft tun und lassen was sie möchten: Politiker. Diese entscheiden oft nicht zum Wohle des Volkes, sondern zum Wohle der eigenen Partei oder sogar der eigenen Person.
Steckbrief zur Person
Name: Markus Weik
Alter: 33
Aktuelle Tätigkeit: Markus Weik arbeitet als Senior Executive für die Strategic Communications Practice von FTI Consulting am Standort Frankfurt. Dort berät er Kunden unter anderem aus den Bereichen Immobilien, Asset Management, Private Equity und Automobil. Der studierte Amerikanist und Sportwissenschaftler engagiert sich zurzeit, das deutsche Team für strategische Beratung in digitaler/online Kommunikation und Reputation Management in sozialen Netzwerken aufzubauen.
Talente und gute Ideen gibt es massenhaft. Aber meistens fehlt diesen Menschen das nötige Kleingeld, um sich zu vermarkten. Die Lösung dafür bietet das Konzept des Crowdfundings. Der Trend aus Amerika findet auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Im letzten Jahr konnten damit über 300 Projekte realisiert werden.
Was versteht man überhaupt unter Crowdfunding?
[caption id="attachment_5986" align="alignleft" width="228" caption="Quelle: www.myspass.de"]
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Bei diesem Konzept stellen viele Mikroinvestoren das Geld für ein Projekt, eine Idee, manchmal sogar für ein ganzes Unternehmen zur Verfügung. Zumindest kann man somit das notwendige Startkapital gewinnen. Es ist eine alternative zur klassischen Finanzierung über Investoren und Banken. Das Entscheidende ist, dass die Masse es in der Hand hat, ob ein Projekt realisiert wird.
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Bei diesem Konzept stellen viele Mikroinvestoren das Geld für ein Projekt, eine Idee, manchmal sogar für ein ganzes Unternehmen zur Verfügung. Zumindest kann man somit das notwendige Startkapital gewinnen. Es ist eine alternative zur klassischen Finanzierung über Investoren und Banken. Das Entscheidende ist, dass die Masse es in der Hand hat, ob ein Projekt realisiert wird.

