Jan 29, 2012 Kateryna Scherer 0
Best Practice: Ikea Werbung in der Métro
Sechs Tage, fünf Menschen, 54 Quadratmeter und die Pariser Métro. Eine spektakuläre Marketing-Aktion von IKEA, in der eine WG in einer U-Bahn Station entsteht. Weiterlesen »
Jan 29, 2012 Kateryna Scherer 0
Sechs Tage, fünf Menschen, 54 Quadratmeter und die Pariser Métro. Eine spektakuläre Marketing-Aktion von IKEA, in der eine WG in einer U-Bahn Station entsteht. Weiterlesen »
Jan 16, 2012 Christina Schoenfeld 0
Name: Markus Weik
Alter: 33
Aktuelle Tätigkeit: Markus Weik arbeitet als Senior Executive für die Strategic Communications Practice von FTI Consulting am Standort Frankfurt. Dort berät er Kunden unter anderem aus den Bereichen Immobilien, Asset Management, Private Equity und Automobil. Der studierte Amerikanist und Sportwissenschaftler engagiert sich zurzeit, das deutsche Team für strategische Beratung in digitaler/online Kommunikation und Reputation Management in sozialen Netzwerken aufzubauen.
Aug 14, 2011 Jenny Otto 0
Von außen wirkt es kühl und sachlich und fast ein bisschen langweilig. Ein Lehrbuch eben, dachte ich mir. Doch schon die ersten Seiten haben mich vom Gegenteil überzeugt. Die zweite Auflage von Online Relations – Leitfaden für moderne PR im Netz beschäftigt sich mit allem was PR im Netz betrifft, ist sehr angenehm geschrieben und trotz der Fülle an Informationen sehr lebhaft. Das liegt vermutlich an den vielen Links und Beispielen. Als Standardwerk für Online-PR, das „von den Grundlagen bis zu speziellen Gebieten der Online-PR alles Wissenswerte abdeckt“ bezeichnet Ulf-Hendrik Schrader im PR Agentur Blog dieses Buch.
Und was steckt drin?
Thematisch führt das Buch von früher (die Geschichte des Web) nach heute (der aktuelle Stand des web2.0 und der Online-PR) und bietet einem Ausblick in die Zukunft. Es gibt Anleitungen zur Konzeption von Corporate Websites und auch interessante Tipps für die Online- Pressearbeit, die heutzutage aus mehr als nur dem Versenden von Nachrichten bestehen sollte. Wie zum Beispiel eine gute Presse-Seite im Internet aussehen könnte und was diese alles beinhalten sollte – das erklärt Dominik Ruisinger zielgerichtet den PR-Abteilungen. Außerdem gibt es Kapitel zu den Themen Newsletter und Social Media Relations, die nicht nur berichten, was es zur Zeit gibt, sondern auch Ratschläge für Firmen erteilen, Möglichkeiten und Risiken aufzeigen.
Wer schon von der ersten Auflage begeistert war, wird sich in der zweiten Auflage über mehr Aktualität, 25 Seiten extra, ein besonders großes Glossar, sowie über mehr Links und Studien freuen. So wird der Unterschied zum ersten Band in der Rezession des PR Plus Blogs beschrieben.
Wie ist es aufgebaut?
Neben erklärenden Texten und Definitionen gibt es Anleitungen und praktischen Tipps. Außerdem gibt es Kästen mit kurzen Texten: die „Ausflüge“. Diese liefern Hintergründe und erzählen von Beispielen sowie Webseiten, auf denen etwas gut umgesetzt ist oder berichten von einzelnen Aktionen, die für besonderes Aufsehen gesorgt haben. Ruisingers Werk „Online Relations“ „bietet Denkanstöße und nützliche Anregungen auch für Praktiker“ so Ulf-Hendrik Schrader im PR Agentur Blog.
Wer steckt dahinter?
Der Hauptautor Dominique Ruisinger unterrichtet PR mit Fokus auf Online-PR, Online Marketing und Social Media und arbeitet als PR-Berater. Unter den anderen sieben Autoren sind führende Köpfe von PR-Unternehmen, Webmanager, Autoren und PR-Berater tätig. Auch Thomas Pleil hat seinen Beitrag geleistet mit dem Kapitel über die zunehmende Wichtigkeit von Online-PR.
Wer sollte es lesen?
Für Studenten im Bereich PR ist dieses Buch als Lehrbuch genau das richtige und als Nachschlagewerk erweist es sich ebenfalls als sehr nützlich. Man findet Definitionen sowie tiefer gehende Erklärungen und anwendungsbezogene, strategische Ratschläge. Auch für PR-Praktiker und alle die sich einen Gesamtüberblick über das Thema verschaffen wollen ist das Buch zu empfehlen. „Es eignet sich sowohl für Einsteiger – auch ohne große technische Kenntnisse – als auch für Experten“ so Kai Fischer in seiner Rezension auf spendwerk.de.
Mein persönliches Fazit
Ich selbst, als Studentin des PR-Zweiges, finde dieses Buch sehr ansprechend. Am interessantesten find ich die Kapitel zu Corporate Website und Medienarbeit im Social-Media-Zeitalter. Bei diesen Themen sind die Beispiele besonders gut ausgewählt und spannend dargestellt. Außerdem sind die „Ausflüge“ sehr unterhaltsam und lesenswert. Auch der Aufbau gefällt mir gut, durch die vielen Unterteilungen ist es zum einen möglich schnell eine bestimmte Information zu finden und zum andern lädt es dadurch zum stöbern ein. Man kann einzelne Kapitel sehr gut lesen, ohne den Gesamtkontext zu vermissen.
Mir persönlich fehlt eine Vertiefung zum Thema Social Web im B2B. Dieses doch etwas spezielle Thema wird für meinen Geschmack zu oberflächlich behandelt. Dafür war mir das Kapitel zu den Newlettern etwas zu langatmig und zu detailliert.
Alles in allem würde ich Ruislingers „Online Relations“ aber auf jeden Fall weiter empfehlen.
Tipp: Probelesen
Wer sich den Lesestil erst einmal anschauen möchte, bevor er den nicht wirklich studentenfreundlichen Preis von 49,95 für das Buch ausgibt, kann hier die ersten 12 Seiten als PDF zum Probelesen herunterladen.
Feb 9, 2011 Desiree Grobecker Comments Off
Steckbrief zur Person
Name: Mark Mätschke
Alter: 35
Aktuelle Tätigkeit: Mark Mätschke ist Pressesprecher der Currenta GmbH & Co. OHG in Leverkusen, twittert gern und schaut täglich bei Facebook vorbei. Auch bei Xing und Linkedin pflegt er seine Profile. Die von ihm betreute Currenta-Spendenaktion “Nachbarschafft Hilfe” wurde im letzten Jahr gleich mehrfach mit dem Corporate Media Master-Award ausgezeichnet.
PR-Fundsachen: Herr Mätschke, wie sind Sie zur PR gekommen?
Kurz gesagt: Wie die Jungfrau zum Kinde! Ich bin, wie man so schön sagt, von Hause aus ein Geograph. Mein beruflicher Werdegang lässt sich wie folgt zusammenfassen: Schauspieler – Student – Praktikant – Patentinhaber – Leitender Vertriebsmitarbeiter – Pressesprecher.
Zur ersten Position dieser Aufzählung kann ich sagen: Ich war jung und brauchte das Geld, schaue aber sehr gerne auf die aufregende Zeit und interessante Erfahrung zurück. Zur letzten Position möchte ich behaupten: Ich bin in meinem Traumjob angekommen.
Nach einem Praktikum im Jahr 2006 bekam ich die Möglichkeit, an einer Verfahrensentwicklung mitzuarbeiten. Ein halbes Jahr später stand ich unter einer Patentanmeldung zur “thermischen Behandlung von Elektronikschrott”. So kann es gehen! Meine Empfehlung an alle Studenten lautet: Nutzt ein Praktikum als Einstieg in die Festanstellung – bei mir hat es geklappt!
In das Berufsleben gestartet bin ich also in dem Unternehmen, für das ich heute noch arbeite: CURRENTA. 2006 hieß mein heutiger Brötchengeber allerdings noch Bayer Industry Services.
Eingestellt wurde ich als Sales Manager. In den ersten drei Jahren meiner beruflichen Praxis zeigte ich Chemieunternehmen in Europa Alternativen im Umgang mit ihren Abfällen auf. Nur einer internen Stellenausschreibung habe ich es zu verdanken, dass ich heute das machen darf, was mir am meisten Spaß macht: die Kommunikations- und PR-Arbeit!
Als Pressesprecher für den CHEMPARK habe ich einen abwechslungsreichen Job voller spannender Herausforderungen. Zu meinem Tagesgeschäft gehört die Standortkommunikation genauso wie die Krisenkommunikation. Mein Herz schlägt jedoch für das Social Web und die Möglichkeiten, die uns diese dialogorientierte Kommunikation heute bietet.
PR-Fundsachen: Welche Fähigkeiten sollten kommende PRler in den Beruf mitbringen?
Die wichtigsten Kernkompetenzen eines PR-Profis der Zukunft sind meiner Meinung nach: crossmediales Denken, Affinität zur IT-Technologie und natürlich ein gutes Gefühl für Kommunikation.
Das Tagesgeschäft – besonders in großen Unternehmen – erfordert Flexibilität und Einsatzbereitschaft. Komplexe Abstimmungsprozesse müssen gemeistert und eventuelle Krisen abgewendet werden. Die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen, von der Human Resources- über die Public Affairs-Abteilung bis hin zum Marketing und Vertrieb, muss funktionieren und akkordiert werden. Eine hohe Kreativität rundet den perfekten PRler ab.
PR-Fundsachen: Wohin wird sich die Online-PR in der Zukunft entwickeln?
Auf diese Frage gibt es meiner Meinung nach viele Antworten, die alle richtig sein können. Wenn ich mal den Blick in die berühmte Glaskugel wagen soll, so glaube ich, dass die zukünftige Online-PR noch dialogorientierter werden wird, als sie es heute schon ist. Der Weg vom “One-to-Many-Monolog” zum “One-to-One-Dialog” ist hier noch nicht komplett beschritten worden und stellt die Macher der zukünftigen Online-PR vor ganz neue Herausforderungen – nicht nur in personeller Hinsicht.
Ein wichtiges Stichwort lautet in diesem Zusammenhang auch “Augmented Reality”, d. h. die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Ein schönes Beispiel hierfür ist der neue “Deals”-Service von Facebook. Mit dieser Funktionalität haben Unternehmen die Möglichkeit, einen ganz neuen Weg in der Kundenansprache zu gehen. Sie können mit Ihren Kunden auf eine noch nie dagewesene Art und Weise in den Dialog treten und mit geschickten Marketingstrategien und Kampagnen neue Märkte erschließen.
An den Rahmenbedingungen wie Ehrlichkeit, Offenheit, Schnelligkeit und vor allem Authentizität wird sich sicherlich nichts ändern. Die Unternehmen, die diese Grundvoraussetzungen nicht nur kennen, sondern auch leben, werden langfristig erfolgreicher sein als andere.
PR-Fundsachen: Herr Mätschke, vielen Dank für dieses Interview!
Sämtliche im Rahmen der Kurzinterviewreihe „Die PRaktiker“ entstandenen Antworten und Texte sind ebenso wie die Bilder Eigentum unserer Interviewpartner und erscheinen mit ihrer Genehmigung, sofern nicht anders mit uns ausgemacht, ausschließlich im Studiengangsweblog zum Schwerpunkt Online-PR der Hochschule Darmstadt, den PR-Fundsachen (http://www.pr-fundsachen.de/). Sollte Interesse an einem der Texte/ Interviews bestehen, bitten wir darum, sich mit uns bzw. unserem Interviewpartner in Verbindung zu setzen.
Jan 20, 2011 Magdalena Tischer Comments Off
Name: Marcel Bernet
Alter: 52
Aktuelle Tätigkeit: Marcel Bernet ist Gründer und Inhaber von Bernet PR, Autor, Dozent und Blogger. Er twittert, ist mit Bernet PR bei Facebook vertreten und Initiant des Social Media Gipfel.
Marcel Bernet: Nach einem BWL-Studium wusste ich nicht so recht, wie weiter. Marketing war mein Schwerpunkt gewesen. Am liebsten wäre ich einfach nur rumgereist – was ich tat, bis alle Studiendarlehen aufgebraucht waren. Also habe ich einen ersten Job angenommen, in einem Handelshaus; mit vielen Reisen. Bis mir das dann auch zu viel wurde – und so ging das weiter: Einfach immer rausfinden, was mir gar nicht oder eher schon passt. Was rückblickend ganz logisch aussehen mag, war ein stetes Suchen, Ausprobieren – und Nichtwissen.
Näher angeschaut habe ich mir Werbung, Journalismus und PR – worauf ich in einer PR-Agentur landete. Das war das richtige: Eine schöne Kombination von Strategie und Praxis, Analyse und Umsetzen, immer viel zu lernen und intensivem Umgang mit der Sprache. Nach fünf Jahren in dieser Agentur folgte ein Abstecher in eine New Yorker Agentur. Dort war ich gleichzeitig Korrespondent für zwei Schweizer Wochenzeitungen.
Nach der Rückkehr entschied ich mich für die Selbständigkeit. Damals war ich gerade Vater von Zwillingen geworden, jetzt sind sie 21, Bernet PR wird 20.
PR-Fundsachen: Welche Fähigkeiten sollten kommende PRler in den Beruf mitbringen?
Marcel Bernet: Im Mittelpunkt stehen für mich, in dieser Reihenfolge:
1. Die Freude an der Sprache und am Austausch
PR-Profis müssen auch heute noch gerne schreiben. Ein Konzept, ein Drehbuch, einen Artikel, eine Medienmitteilung. Die Freude am Schreiben muss sich paaren mit der Lust, aus der Schreibstube hinaus zu gehen. Menschen zu treffen, ihnen zuzuhören, sich ihnen mitzuteilen.
2. Lust auf das Vereinfachen von Komplexitäten
Wer analytisch stark ist, erkennt sofort, was ansteht. Komplexe Sachverhalte schnell erfassen und daraus das Einfache, Wesentliche zu destillieren – das hilft nicht nur PR-Beratern, sondern auch PR-Verantwortlichen in Unternehmen. Strategische Gesamtsicht und die Fähigkeit, Themen auf den Punkt zu bringen, sind im expandierenden Online-Universum gefragter denn je.
3. Gestaltungswille
Analysen alleine bringen nichts, wenn sie nicht in Taten geformt werden. Gestaltungswille ist für mich die Lust, ein Gesamtkunstwerk zu erschaffen – ganz viele kleine Dinge zu gestalten, mit zahlreichen internen und externen Partnern, und sie alle auf ein Ganzes auszurichten.
PR-Fundsachen: Wohin wird sich die Online-PR in der Zukunft entwickeln?
Marcel Bernet: Ich halte es da mit Clay Shirky: Wer sagt, er wisse, wohin sich der Umbruch entwickelt, der lügt. Schon 1996 habe ich in Vorträgen gesagt, dass sich das Internet durchsetzen wird. Wusste ich es? Für die Zukunft sehe ich drei Ahnungen – sie sind im bernetblog näher ausgeführt:
Wir werden den Übergang zu Online als wirklichem Leitmedium meistern: Online wird der Kanal mit der grössten Mitwirkung, Multiplikation und Meinungsbildung sein.
PR wird sich stärker einsetzen müssen für eine offene, öffentliche Dialogkultur – intern wie extern. Wir werden noch besser lernen, Social Media in Krisensituationen zu moderieren.
Um die neuen, breiter abgestützten Kommunikationsflüsse zu moderieren, werden sich PR, Werbung, Kundendienst und Marketing besser aufeinander abstimmen.
Die Gesamtsicht wird immer zentraler – und immer anspruchsvoller. Mir kommt es vor, wie wenn Unternehmen eine neue Sprache finden müssten, und zwar als Ganzes. Eine Sprache, die verkauft – aber nicht nur. Die vermittelt. Die eingeht auf Anstösse, sich aber auch gegen Spam und Verleumdung wehrt.
Jan 18, 2011 Jan-Kristian Jessen Comments Off
Name: Tobias Sparwasser
Alter: 37
Aktuelle Tätigkeit: Tobias Sparwasser ist Leiter der Abteilung Kommunikation und Medien des 1. FSV Mainz 05. Der gebürtige Mainzer ist verantwortlich für die interne und externe Kommunikation der 05er, kümmert sich also um Stadionzeitung, Online-Kommunikation, Journalisten und die interne Kommunikation.
PR-Fundsachen: Herr Sparwasser, wie sind Sie zur PR gekommen?
Tobias Sparwasser: Ich bin über eine journalistische Laufbahn zum 1. FSV Mainz 05 und zu meiner Funktion als Leiter Medien und PR gekommen. Ich habe während meines Publizistik-Studiums von 1994 bis 2000 als freier Mitarbeiter der Mainzer Rhein-Zeitung und anschließend von 2000 bis 2002 als Volontär der Allgemeinen Zeitung in Mainz gearbeitet und mich aufgrund meiner Affinität zum Sport und insbesondere zu Mainz 05 dieser Stelle gewissermaßen systematisch genähert. Der Verein hat 2002 die Stelle des Pressesprechers neu geschaffen, mein Aufgabengebiet im Verein hat sich entsprechend mit mir entwickelt und umfasst heute neben der Verantwortung für die vereinseigenen Medien und die PR eingebunden in die Geschäftsführung auch übergeordnete Themen.
PR-Fundsachen: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse sollten kommende PRler in den Beruf mitbringen?
Tobias Sparwasser: Journalistische Grundkenntnisse sind grundlegend für die Tätigkeit im PR-Bereich. Das betrifft die eigene Fähigkeit, Informationen in Wort und Bild zu verarbeiten, aber auch das Wissen um die Arbeitsweise von Journalisten und Medienunternehmen oder die Wirkung medialer Inhalte. Persönliche Eigenschaften sind beispielsweise Flexibilität, Kontaktfreude, Stressresistenz. Mittlerweile empfinde ich meine in den vergangenen Jahren gesammelte Erfahrung als eine wertvolle Stütze im Alltag.
PR-Fundsachen: Wohin wird sich die Online-PR in der Zukunft entwickeln?
Tobias Sparwasser: Wohin sich die Online-PR in Zukunft bewegt, vermag ich nicht abschließend einzuschätzen. Die Klubs der Bundesliga werden immer wieder versuchen, die neuen Medien für ihre Zwecke zu nutzen. So kann jeder Klub seinen Fans wesentlich zielgerichteter und unabhängiger von den klassischen Medien Informationen zugänglich machen und diese Kanäle beispielsweise für den Ticketverkauf nutzen. Darüber hinaus eignen sich neue Medien als Mittel zur Fanbindung. Beim Kontakt zu den Journalisten oder Medienunternehmen präferiere ich einen eher konservativen Ansatz. Jenseits der offiziellen Verlautbarungen und Pressemitteilungen des Vereins, gleich über welche Kanäle diese verbreitet werden, bleibt der persönliche Kontakt als Instrument der Steuerung ein wichtiger Faktor.
PR-Fundsachen: Herr Sparwasser, vielen Dank für dieses Interview!
Sämtliche im Rahmen der Kurzinterviewreihe „Die PRaktiker“ entstandenen Antworten und Texte sind ebenso wie die Bilder Eigentum unserer Interviewpartner und erscheinen mit ihrer Genehmigung, so fern nicht anders mit uns ausgemacht, ausschließlich im Studiengangsweblog zum Schwerpunkt Online-PR der Hochschule Darmstadt, den PR-Fundsachen (http://www.pr-fundsachen.de/). Sollte Interesse an einem der Texte/ Interviews bestehen, bitten wir darum, sich mit uns bzw. unserem Interviewpartner in Verbindung zu setzen.
Dez 20, 2010 Tobias Reitz 1
Wie wird man eigentlich PR-Praktiker? Welche Fähigkeiten muss man mitbringen, und wie verändern Web und Social Media den Beruf? Diese Fragen stellen seit Sommer 2009 Studenten des Studiengangs Online-Journalismus (Schwerpunkt PR) der Hochschule Darmstadt Kommunikationsverantwortlichen aus Unternehmen, Agenturen und öffentlichen Einrichtungen.
Die Idee zur Serie “Die PRaktiker” hatte Daniel Rehn, inzwischen diplomierter Online-Journalist. Seit seinem ersten Interview mit Kerstin Hoffmann haben 17 weitere PR-Praktiker den Fundsachen einen Einblick in ihren beruflichen Alltag gegeben.
Entstanden ist ein umfassendes Bild der Arbeitswelt (Online-)PR, das nun im eBook “Die PRaktiker” zugänglich gemacht wird und alle geführten Interviews kompakt auf 44 Seiten bündelt. Das Institut für Kommunikation und Medien dankt allen Gesprächspartnern sowie der Software AG, die das eBook finanziell fördert, für ihre wertvolle Unterstützung und wünscht viel Spaß beim Lesen.
Das Buch “Die PRaktiker” ist auch erschienen bei Books On Demand: ISBN 978-3-8391-6308-5, Paperback, 44 Seiten
Dez 15, 2010 Pia Hannappel 1
Name: Susanne Franke
Alter: 39
Aktuelle Tätigkeit: Corporate Communication Manager für namics (u.a. auf Twitter unter @namics, im Corporate Blog http://blog.namics.com), ab Januar 2011 verantwortlich für Marketing und Kommunikation bei Goldbach Interactive, Dozentin für Social Media an der HTW Chur http://www.fh-htwchur.ch/htw und Bloggerin.
PR-Fundsachen: Frau Franke, wie sind Sie zur PR gekommen?
Seit 1992 arbeitete ich erst als Geschäftsleitungs-, später als Marketing-Assistentin. Das ist immer auch ein Kommunikationsjob. Besonders in kleinen Unternehmen ist Marketing und PR Chefsache, heute ja auch in großen. Erst 1995 wagte ich mich in ein internationales Unternehmen und ans richtige Marketing. Vorerst als Assistentin. Später erhielt ich eigene Bereiche und 2001 durfte ich für GFT das Schweizer Marketing und PR zum Leben erwecken. Das war mein PR-Start. Der IT- und Web-Branche bin ich seit 1998 treu. Dort schlägt der Internetpuls und ich muss nicht im Hosenanzug agieren.
PR-Fundsachen: Welche Fähigkeiten sollten kommende PRler in den Beruf mitbringen?
Sozial- und Medienkompetenz! Lernfähigkeit und Aufrichtigkeit. Die Zeiten des Schönredens in der PR sind vorbei. Wenn ein PR-Mensch ehrlich und authentisch ist, wird er mehr bewegen. Bescheidenheit dürfte auch wertvoll sein, denn die Kommunikation eines Unternehmens wird dank Social Media von immer mehr Menschen getragen, nicht mehr ausschließlich von der PR-Abteilung. Es melden sich viele Menschen öffentlich zu Wort, von denen man lernen kann. Wir brauchen ein feines Gespür, diese Dialoge zu moderieren. Wir sind nicht mehr nur Sender, sondern Kommunikatoren.
PR-Fundsachen: Wohin wird sich die Online-PR in der Zukunft entwickeln?
Wer weiß das schon? Ich glaube, der Dialog wird noch mehr in den Fokus rücken und die direkte Kommunikation. Die interne Kommunikation spielt eine wichtigere Rolle. Wir sind weniger abhängig von bestehenden Publikationen (klassische Medien) und die Rolle der Journalisten wird neu definiert. Menschen, mit denen ein Unternehmen kommuniziert, sind weniger klaren Bezugsgruppen zuzuordnen. Ich glaube sogar, dass sich die Definitionen ganz auflösen werden. Darum wird die Sozial- und Medienkompetenz von PRlern wichtig sein wie auch eine ordentliche Portion Flexibilität. Wir werden selbständiger kommunizieren und müssen Teil interner und externer Kommunikationsprozesse sein, statt nur Informationen zu verwerten. Das gibt noch Hausaufgaben auf, besonders für hierarchisch strukturierte Unternehmen. Die Kommunikation verändert sich weg von juristischen Personen, also von Unternehmen, hin zu Menschen, die sich austauschen.
PR-Fundsachen: Frau Franke, vielen Dank für das Interview!
(Das Interview führte Daniel Rehn)