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WIR basteln uns eine Würstchenbude – Crowdsourcing im großen Stil

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Quelle: www.wurstundmoritz.ch

Es gibt zahlreiche Beispiele bei denen Unternehmen einige ihrer Arbeitsschritte an die Community abgeben. Sei es das Erfinden eines Burgers für Mc Donalds, oder gar das Lösen von Problemen durch einen Ideenwettbewerb bei Tchibo.

Dieser Prozess, auch Crowdsourcing genannt, kann Vor- und Nachteile haben. Ein dicker Pluspunkt ist sicherlich die Kundenbindung, die dadurch meist entsteht. Ein Nachteil jedoch ist der enorme Aufwand den solch eine Strategie mit sich bringen kann. Eine detailgetreue Umsetzung der Communityvorschläge könnte mehr Geld kosten als eventuell vorgesehen. Man sollte also genau abwägen welche Ideen verwertbar sind und welche nicht.

Doch was wenn das Unternehmen noch gar nicht existiert? Wenn es faktisch also noch gar keine wirklichen Kunden gibt? Die Gründer von Wurst und Moritz, einem Imbiss der im Februar 2012 eröffnet werden soll, sehen genau hier ihre Chance.

Facebook als Publikumsjoker
Durch Einbindung einer Social-Media-Gemeinde wollen sie ihre Würstchenbude gestalten. Hierfür stellen sie seit September immer wieder einzelne Punkte des Konzeptes auf ihrer Facebookseite zur Diskussion. Vom Design der Innenausstattung bis zur Auswahl der Saucen – Wurst und Moritz baut stets auf das Feedback der Onlinefangemeinde. Vor 10 Tagen gab es dafür unteranderem ein Testessen, bei dem knapp 30 Facebookfans ihren Senf zur Wurst abgaben.

Durch diese Art von Kundenbindung durch Crowdsourcing hat sich Wurst und Moritz schon jetzt, gut zwei Monate vor geplanter Eröffnung, einen großen Namen gemacht. Presse und Bloggerszene berichteten vor allem in der Schweiz mehrmals über das Vorhaben. Grund zur Hoffnung, dass sich vom ersten Tag an eine Stammkundschaft im Imbiss einfinden wird. Auf jeden Fall will man die Community auch nach der Eröffnung weiter bei Laune halten. Hierzu sind einige Aktionen geplant, wie zum Beispiel eine „Wurst des Monats“, die von den Facebookfreunden entworfen werden kann und dessen Erfinder dann einen Preis erhält.

Mutig ist das Konzept von Wurst und Moritz allemal. Und solch eine überaus kreative Art von Unternehmensgründung sollte meiner Meinung nach belohnt werden. Ob die Würstchenbude ab Februar jedoch aus allen Nähten platzt, bleibt erst einmal abzuwarten.

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