Einsatz von Sprachassistenten – Vier bekannte Sprachassistenten im Vergleich

Sprachassistenten haben sich in den letzten Jahren zu einem der größten Technik-Trends entwickelt.  Populäre Assistenten sind unter anderem Siri, Cortana, Alexa und der Google Assistent. In diesem Beitrag möchte ich euch aufzeigen, was die bekanntesten Sprachassistenten sind und welche Fähigkeiten diese haben. Außerdem werde ich vor allem auf die Möglichkeiten eingehen, wie Sprachassistenten in dem Unternehmensalltag eingebunden werden können.

Was ist ein Sprachassistent?

Die Assistenten arbeiten mit künstlichen Intelligenzen.  Es ist eine Software, die aus den gesprochenen oder eingegebenen Kommandos sinnvolle Bezüge herstellen kann und dem Nutzer daraufhin eine Antwort gibt. Beispielsweise könnte eine Person sagen “Alexa, wie ist das Wetter?” Und dann antwortet das Gerät mit einer Sprachausgabe: “Es sind 18 Grad” angepasst an den eigenen Wohnort. Das System passt sich an das eigene Nutzerverhalten an. Je nachdem wie oft man etwas fragt oder wie oft an einen Empfänger gesendet wurde. Bei der Arbeit mit Sprachassistenten entsteht ein “Deep Learning” im Gerät. In diesem Prozess entwickelt sich das Gerät weiter. Es wird schlauer und weiß mehr über den Nutzer. Dies bietet nicht nur privaten Nutzern einen Mehrwert, sondern auch den Unternehmen. Beispielsweise können die Kundendaten auch mit einem Sprachassistenten verwaltet werden. Sprachassistenten werden auch bezeichnet als: Smartspeaker, Smart Lautsprecher oder  intelligente Lautsprechersysteme.

Wie funktioniert ein Sprachassistent?

Sehr viele Menschen nutzen schon die Assistenten, wissen aber nicht was hinter einer Frage und einer Antwort alles steht. Was passiert alles vor der Sprachausgabe. Wenn der Nutzer den Sprachassistenten aktiviert, reagiert das Smartphone oder das Gerät auf gesprochene Worte. Um schneller eine Antwort zu erhalten, sucht es aus den Sprachdaten, die Kontextdaten zu dem eigentlichen Thema zusammen. Das können Uhrzeit oder auch Standort des Bedieners sein. Anschließend werden diese Daten an den entsprechenden Assistenz Anbieter gesendet. Dort werden die gesprochenen Worte in Schrift umgewandelt (Speech to Text). Anschließend wird der Text von den Servern der Anbieter erkannt und die passende Antwort gesucht. Dann wird die Antwort generiert und an das Telefon oder Gerät zurückgeschickt.

 

Was sind die besten Einsatzmöglichkeiten?

Es gibt viele Möglichkeiten Sprachassistenten in einem Unternehmen einzusetzen. Nicht nur Unternehmen nutzen sie sondern auch Privatpersonen. Der Einsatz der Möglichkeiten, ist natürlich auch für alle. In diesem Schaubild sind einige der Optionen aufgegliedert. Die Möglichkeiten werden auch immer mehr ausgebaut.

 

Die vier bekanntesten Sprachassistenten im Vergleich

Google Home

Google Home wurde im Zusammenhang mit der Suchmaschine Google erstellt. Diese stellt alle wichtigen Informationen zur Verfügung. Bei dem Sprachassistenten Google Home und Amazon Echo handelt es sich um eigene Geräte mit integrierten Lautsprechern. Bei Google Home sagt man: “Ok Google, […]!”. Desweiteren hat Google  eine Sprachassistenten App herausgebracht, den Google Assistent. Diese ist aber nicht auf jedem Smartphone installierbar. Die Voraussetzung ist, dass das Smartphone die Generation 5.0 oder 6.0 von Android hat.


Amazon Echo (Alexa)

Amazon hat einen Sprachassistenten entwickelt namens Amazon Echo oder auch Alexa genannt. Der Befehl um eine Aufgabe auszuführen ist beispielsweise “Alexa, sag mir die Uhrzeit.”. Auf diesem Assistenten kann der Nutzer verschiedene Skills auf das Gerät herunterladen. Es gibt beispielsweise, einen Wetter-Skill oder einen Skill in dem man Listen erstellen kann. Alexa ist verbunden mit den jeweiligen Amazon Kaufplattformen. Dadurch kann der Nutzer per Sprachbefehl ein Produkt auf Amazon kaufen oder auch bei Amazon Video einen Film. Es hat eine sehr gute Smart Home Integration. Nachteile sind, dass die Einrichtung für alle Funktionen zeitaufwändig ist, die Daten von Benutzerkonten in der Cloud nicht gut abrufbar sind und es nur in Kombination mit einem erstellten Amazon-Account nutzbar ist.

Siri

Siri ist nur einsetzbar auf dem iPhone, iPad, iWatch, Mac und Apple TV. Bei den Sprachassistenten Apps, die vorinstalliert sind, gibt es eine Freihand-Bedienung und eine Integration im Betriebssystem. Kann also auch auf Kontakte und andere Daten vom Smartphone zugreifen. Siri hat einen undurchsichtigen Datenschutz und ist nicht kontextsensitiv. Ein Nachteil des Apple Sprachassistenten ist es, dass Siri ausschließlich auf Apple Produkten funktioniert.

Cortana

Der Sprachassistent Cortana ist vorinstalliert auf den Microsoft Smartphones und Windows Computern. Cortana hat wiederum eine langsame Auswertung, ungenaue Websuche und noch keine Smart Home-Funktionen.

 

Fazit

Sprachassistenten sind sehr vielfältig und sehr gut in einem Unternehmen einzusetzen. Sie bieten einen Mehrwert, wie im Beitrag beschrieben und vereinfachen viele Arbeitsprozesse. Sprachassistenten sind die Zukunft für Unternehmen, die diese bisher noch nicht nutzen. Wenn Ihr euch für Sprachassistenten entscheidet, ist es in jeden Fall keine Belastung, sondern der Anfang von etwas Neuem.

 

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Der Technik-Trend 2019

Top oder Flop? Wir haben abgestimmt!

Die heutige Gesellschaft wird überrollt durch Neuheiten in der Technik. Egal, ob privat oder geschäftlich, wir müssen uns dauerhaft auf neue Technik-Trends einstellen und unser Verhalten optimieren.

Wie sieht es 2019 aus? Was kommt auf uns zu? Gerade uns, Studenten der Hochschule Darmstadt Fachbereich Media, tangiert dieses Thema 24/7. Wir müssen uns ständig auf dem Laufenden halten und die Trends zwischen Top oder Flop selektieren. Wir haben für euch abgestimmt, welche Technik-Trends sich unserer Meinung nach im Jahr 2019 durchsetzen!

Briefing – Eckdaten zur Umfrage

Im Zeitraum vom 08.12.2018 bis 04.01.2019 (Dauer 4 Wochen) haben insgesamt 187 Studenten und Studentinnen an der Umfrage teilgenommen. Die Studenten sind alle an der h_da im Fachbereich Media immatrikuliert. Die Umfrage beinhaltet 14 Fragen mit einer durchschnittlichen Antwortdauer von ein bis zwei Minuten. Die Studenten hatten die Antwortauswahl von Top, Flop oder keine Meinung und mussten insgesamt 12 Technik-Trends einstufen. Weitere Eckdaten findet ihr am Ende des Artikels.

Top oder Flop – The Winner is…

Platz 1: 3D-Druck

Mit 150 Top-Antworten, sind über 80% der Studenten der Meinung, dass 3D-Druck der Technik-Trend schlechthin ist und sich im Jahr 2019 noch mehr etablieren wird. 3D-Druck ist eine computerseitige Erschaffung von virtuellen 3D-Modellen zur Nachbildung von realen Objekten. Er wird bereits in vielen Bereichen eingesetzt, wie zum Beispiel Kunst und Design, Architektur, Flugzeugindustrie. Aber speziell im Gesundheitswesen ist 3D-Druck ein Durchbruch und schenkt vielen Menschen eine zweite Chance. Weitere Informationen zu 3D-Druck im Gesundheitswesen, findet ihr im Blogbeitrag von Sabia „3D-Druck – Der Mensch druckt sich gesund“.

Platz 2: Künstliche Intelligenz (KI)

Dicht gefolgt ist die künstliche Intelligenz auf Platz 2 mit 146 Top-Antworten, das entspricht 78,1% der Studenten. KI ist die Nachbildung von menschlichen Wahrnehmungen und Handeln durch Maschinen und ist bereits in vielen alltäglichen Abläufen zu Hause. Egal, ob Smart Home, intelligente Hotelzimmer, Chat Bots oder in Games. Künstliche Intelligenzen erleichtern uns Menschen das Leben und bietet vor allem Unternehmen einen Mehrwert. Aber vielleicht erobert KI auch die Welt? Dazu findet ihr Informationen im Blogbeitrag von Jasmin „Eine Evolution von einer Maschine zum Menschen“.

Platz 3: Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR)

Auf Platz 3 mit 140 Top-Antworten liegen die Technik-Trends Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR). VR-Brillen sind bereits in vielen Haushalten vorhanden und finden verstärkt Einsatz in der Gamewelt. Hierbei handelt es sich um Schaffung einer scheinbaren Welt. In dieser kann der Betrachter eintauchen, sich in ihr bewegen und seine Fantasien und Vorstellungen umsetzen kann mithilfe von Computern. Aber nicht nur Privatmenschen ist ein Mehrwert geboten, sondern auch in Unternehmen ist die „digital erschaffene Welt“ etabliert. Vor allem in der Tourismusbranche ist VR, AR und MR nicht mehr wegzudenken. Die Reisenden könnten vor Anreise bereits erste Urlaubsgefühle erleben und Hotels begutachten. Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr im Blog meiner Kommilitonin Marina „Tourismusmarketing mit VR und AR: Vom Engaging Content zur Traumreise“.

Exklusive Expertenmeinung

Auch Marc Czieslick, einer der Geschäftsführer von App&Web Multikanal Marketing und den Erfindern von Contentpepper ist der Meinung das künstliche Intelligenzen und virtuelle Realitäten im Jahr 2019 verstärkt eingesetzt werden.

„Ich glaube, dass wir mit der künstlichen Intelligenz noch ganz am Anfang stehen, aber dass die tatsächliche Umsetzung und der Einzug in den Alltag rasend schnell kommen wird. Hier werden auch im Jahr 2019 schon bemerkenswerte Verschmelzungen von verschiedenen Trends stattfinden. Ich denke da an den weiteren Einzug von Sprachsteuerung über Siri, Alexa & Co. in Verbindung mit virtuellen Realitäten im Haus und am Arbeitsplatz. Wahrscheinlich zeigen uns die Echo-Bildschirme schon bald als VR-Bild, wie das Kleidungsstück an uns aussieht, nach dem ich es gestern gegoogelt habe…“.

Platz 4 bis 9:

Das breite Mittelfeld habe ich kurzgefasst. Im Bereich von 118 bis 98 Top’s wurden folgende Technik-Trends eingestuft.

# 4: Content-Marketing und Personalisierung (118 Top-Antworten). Weitere Informationen zu diesem Trend findet ihr im Artikel von Meike „A/B-Testing und Personalisierung: Was Unternehmen durch personalisierten Content erreichen können!“.

# 5: Smart Spaces (117 Top-Antworten). Weitere Informationen zu diesem Trend findet ihr im Artikel „Intelligente Hotelzimmer“ von Marion.

# 6: Edge Computing (111 Top-Antworten)

# 7: Mircotargeting und Psychometrie (109 Top-Antworten). Weitere Informationen zu diesem Trend findet ihr im Artikel von Eva „Psychometrie – die Maßschneiderei für Content“.

# 8: Autonomes Autofahren (105 Top-Antworten)

# 9: Internet of Things (98 Top-Antworten)

Platz 10: Blockchain

Etwa ein Drittel (53) der Studenten stimmten ab, das Blockchain sich nicht 2019 etablieren wird. Hierbei handelt es sich um öffentlich einsehbare Datenbank, zum Speichern, Verarbeiten, Teilen und Verwalten von Informationen. Blockchain befindet sich noch in den Startlöchern, viele Unternehmen wissen noch nicht diesen Technik-Trend für sich zu nutzen. Aber wie wird es 2025 aussehen? Diese Informationen finden ihr im Blogbeitrag von Jasmin „Blockchain soll bis 2025 massentauglich werden“.

Platz 11: Chatbots

Fast die Hälfte (82) der Studenten der Hochschule Darmstadt stimmten dafür, dass 2019 Chatbots sich nicht in der Gesellschaft durchsetzen. Chatsbots sind textbasiertes Dialogsysteme, in Kombination mit KI bieten sie dem Nutzer personalisierte Informationen. Aber warum sind die Studenten abgeneigt? Diese Frage stellte sich auch meine Kommilitonin Meike in ihrem Artikel „Chatbots: Megatrend oder doch nur kurzer Hype?“.

Platz 12: Kryptowährungen

Der absolute Flop-Technik-Trend ist laut der h_da Studentinnen und Studenten die Kryptowährung. 110 Studenten stimmten mit einem Flop ab. Bitcoin & Co. sind digitale Zahlungsmittel, welche auf kryptographischen Werkzeugen basieren. Vor allem Bitcoin ist ein Paradebeispiel dafür, wie es nicht laufen soll. Erst ein riesen Hype, dann 80% Kursverlust auf die Aktien der Bitcoin. Menschen investierten und schauten dann ins Leere.

Ich denke deshalb, dass viele Personen skeptisch diesem Trend gegenüberstehen. Ich selbst bin auch kein Freund von Kryptowährungen, deshalb habe ich recherchiert und bin auf einen interessanten Artikel von BTC-Echo „Die 5 großen Chancen für Bitcoin in 2019“ gestoßen – Vielleicht ändert das eure Ansicht.

Weitere Technik-Trends

Es gibt noch viele weitere Technik-Trends, aber vor allem das Thema digitale Zahlungssysteme, wie zum Beispiel Google Pay oder Apple Pay sind bei den Studenten vermehrt im Gespräch. Ich bin sehr gespannt, wie sich dieser Trend in der Gesellschaft etablieren wird. Ich persönlich denke, dass das bargeldlose Zahlen vor allem in den jüngeren Generationen willkommen ist, aber wie man so schön sagt ,,Bares ist Wahres“.

Vielen Dank an alle Teilnehmer!

Hiermit möchte ich mich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Umfrage bedanken. Ihr Studenten der Hochschule Darmstadt Fachbereich Media, habt den Leserinnen und Lesern von PR-Fundsachen eure Ansicht gezeigt. Es gibt bestimmt viele Meinungen zu diesem Thema, jeder hat seine Gründe, aber ich finde es ist schon mal ein Anfang und verschafft einen Überblick im Technik-Trends-Chaos 2019. Mal schauen, ob wir Recht hatten!

Viele weitere interessante Artikel über Technik-Trends findet ihr auf www.pr-fundsachen.de oder unter dem Hashtag #techtrends

…Wen es interessiert – hier ein paar weitere Eckdaten

Teilgenommen haben Studenten des Studienganges Online-Kommunikation (86 Teilnehmer), Informationswissenschaften (18 Teilnehmer), Sound and Music Production (17 Teilnehmer), Motion Pictures (17 Teilnehmer), Animation and Game (16 Teilnehmer), Online-Journalismus (16 Teilnehmer), Interactive Media Design (10 Teilnehmer), Leadership in the Creative Industries (5 Teilnehmer), Medienentwicklung (1 Teilnehmer) und International Media Cultural Work (1 Teilnehmer).

Ich habe die Umfrage über Social-Media-Kanäle wie Facebook und per WhatsApp Gruppen geteilt. Darüber hinaus war die Hochschule so freundlich, meine Umfrage per Mail an die Studenten weiterzuleiten. Danke dafür.

Wer noch weitere Informationen zur Umfrage erhalten möchte, ich bin gerne bereit, die Umfrage weiterzuleiten!

 

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Exklusives Interview mit einem der Erfinder der Content Service Plattform Contentpepper

Marc Czieslick,  einer der Geschäftsführer von App&Web Multikanal Marketing und den Erfindern  von Contentpepper, präsentierte uns Mitte November den Schlüssel zu einer erfolgreichen .Content Marketing Strategie: eine Content Service Plattform. Das junge Unternehmen (Gründung 2013) mit Sitz in Köln und Münster. Mit einem Team von 24 Mitarbeitern entwickeln sie kontinuierlich an der Zukunftsfähigkeit von Content-Marketing-Strategien.

Was ist eine Content Service Plattform? Diese Informationen findest du in meinem letzten Blogpost. Link zu „Vom Content Chaos zur innovativen Content Service Plattform“.

In einem Interview erzählt uns Marc die Hintergründe von Contentpepper und welche Mission sie verfolgen. Auch für Kunden mit kleinem Budget ist eine Lösung in Planung.

Auf der „Über Uns“-Seite von Contentpepper ist die Rede von „Pain Points“. Was waren die ausschlagenden Punkte zur Gründung Eurer Geschäftsidee?

Wir, die beiden Gründer von Contentpepper, waren bei einem CMS-Hersteller angestellt und haben bemerkt, dass der Markt mehr als die Funktionen benötigt, die ein klassisches CMS bietet. Insbesondere die steigende Anzahl an Marketingkanälen war mit den damals vorhandenen Systemen nicht gut zu verwalten.

Wie lautet die Mission von Contentpepper und welchen Nutzen trägt die Gesellschaft von Content-Service-Plattformen?

Technisch tragen Content Service Plattformen zur Reduzierung von Komplexität bei. Gleichzeitig wird dadurch die Effizienz von Redakteuren und Mitarbeitern im Marketing gesteigert.

Ein wichtiger Faktor für die Etablierung von einer Content-Service-Plattform ist das verfügbare Budget der Kunden. Was ist Euer Go-To-Paket für Kunden mit kleinem Budget?

Aktuell starten unsere Enterprise-Pakete in der Größenordnung von 12.000 Euro im Jahr. Unser Durchschnittskunde zahlt zwischen 25.000 Euro und 30.000 Euro. Aktuell sind wir in der Planungs- und Konzeptionsphase, um Contentpepper auch als Cloud-Service anzubieten. Ziel ist es, Enterprise-Funktionen auch für wenige hundert Euro im Monat auf dem Markt zu platzieren.

Contentpepper ist Gewinner des „Innovationspreis-IT – Initiative Mittelstand 2018“ im Bereich CMS. Was hebt Euch von der Konkurrenz ab?

Es gibt auf dem Markt viele Einzellösungen, die ein Problem bzw. einen Use Case im Marketing- und Kommunikationsprozess bedienen. Wir haben es geschafft, diese Use Cases in Form von Content Services auf einer zentralen Plattform modular anzubieten. So kann sich jeder Kunde passgenau seine Kommunikations- und Marketingplattform zusammenstellen. Von klassischen Websites über Social-Media-Anbindung bis hin zur App für iOS und Android stehen Lösungen zur Verfügung und können dann zur Lead-Generierung, für das Content Marketing etc. genutzt werden.

Ihr arbeitet unter anderem mit künstlicher Intelligenz, viele sehen das Thema skeptisch. Wie würdest Du diese von KI überzeugen?

Wir haben schon heute eine Lösung in unserer Plattform, die den Content basierend auf persönlich vorgenommenen Einstellungen automatisiert, um dem Leser oder dem Nutzer die besten Inhalte zu liefern. Wenn Künstliche Intelligenz diesdurch „Lernen“ noch besser hinbekommt, dann erhalten die Nutzer tatsächlich die gewünschte Information zur richtigen Zeit auf dem richtigen Kanal. Aus meiner Sicht ist dies eine Win-Win-Situation für Unternehmen und Konsumenten.

Welche Technik-Trends werden sich deiner Meinung nach 2019 etablieren?

Ich glaube, dass wir mit der künstlichen Intelligenz noch ganz am Anfang stehen, aber dass die tatsächliche Umsetzung und der Einzug in den Alltag rasend schnell kommen wird. Hier werden auch im Jahr 2019 schon bemerkenswerte Verschmelzungen von verschiedenen Trends stattfinden. Ich denke da an den weiteren Einzug von Sprachsteuerung über Siri, Alexa & Co. in Verbindung mit virtuellen Realitäten im Haus und am Arbeitsplatz. Wahrscheinlich zeigen uns die Echo-Bildschirme schon bald als VR-Bild, wie das Kleidungsstück an uns aussieht, nach dem ich es gestern gegoogelt habe…

Hast Du abschließende Tipps an uns Studenten im Bereich Onlinekommunikation, um optimal in der neuen Welt durchzustarten?

Ich kann nur empfehlen, jeden Prozess und jedes System, auf das die Studenten treffen, einmal zu hinterfragen. Vieles geht heute besser, schneller und effizienter als noch vor zwei oder drei Jahren. Den Druck der Digitalisierung müssen insbesondere die Studenten in die Unternehmen tragen – dabei viel Spaß!

Vielen Dank an Contentpepper!

Hiermit möchten wir uns recht herzlich bedanken für die Zusammenarbeit mit Contentpepper und die Unterstützung von anstrebenden Studenten im Bereich Online-Kommunikation. Wir freuen uns auf die Umsetzung und Veröffentlichung unserer Content-Service-Plattform und sind gespannt, was uns Contentpepper in Zukunft noch bringen wird.

Wir wünschen Allen ein frohes Fest und besinnliche Feiertage!

 

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Tourismusmarketing: Zukunft ist Vergangenheit

Steht uns die Machtergreifung der Roboter im Tourismus bevor? Lassen sich die Gäste in naher Zukunft lieber von Maschinen statt Menschen bedienen? Wie viel Hightech können Hotels ihren Gästen zumuten? Die Digitalisierung zeigt es uns.

Wir von #KommOnTour haben unsere Top 5 aus dem Jahr 2018 gewählt. Werden sich diese durchsetzen? Bühne frei!

#5 Gute Connection zwischen Hotel und Gast

“Die Sprache gehört zum Charakter des Menschen.” Das wusste schon Sir Francis Drake, der erste englische Weltumsegler. Genauso ist die Sprache das Herzstück der Kommunikation und die Verbindung zwischen Hotel und Gast.

Werfen wir jedoch einen Blick in die Netzwelt. Hier fühlt sich unsere Generation WHY zuhause. Beleuchten wir mal die klassische Website. Hier gibt es einen Umbruch. Die Möglichkeit der Sprachfunktionen sollte auch und vor allem auf den Landing Pages ausgebaut werden. Auch zeichnet sich unsere Generation WHY dadurch aus, vorab am liebsten schon alles zu wissen.

Deshalb eine Notiz an die Hotels und Reiseportale: Weniger ist nicht immer mehr. Wenn ihr also mehr Informationen in verschiedenen Sprachen anbietet, wird die Zielgruppe durch die breitere sprachliche Auffächerung größer.

International erfolgreich heißt auch international auftreten – angefangen bei der Sprache.

 

#4 R2-D2 nun auch im Tourismus?

Science-Fiction nun auch im echten Leben – zumindest was die Digitalisierung in unserem Alltag angeht. Lassen sich die Gäste in naher Zukunft lieber von Maschinen statt Menschen bedienen?

Science Fiction in unserem Alltag?

Vorstellbar könnten Gründe sein wie: Roboter haben nie schlechte Laune. Sie werden circa 20 Sprachen fließend sprechen können.

Was die mechanischen Helfer jetzt schon auf dem Kasten haben: den Gästen viele Wünsche erfüllen. Ein persönliches Anliegen wird noch diskreter behandelt, wenn es von einem Serviceroboter entgegengenommen wird. So ist es zumindest schon in Kalifornien in einigen Hotels Gang und Gebe.

Ausgeweitet hat sich dieser maschinelle Service auch schon auf Restaurants und Kreuzfahrtschiffe. Dort fungieren Roboter als Roomservice, assistieren den Kellnern und der Empfangsdame oder mischen auch schon selbst Cocktails. Diese Aufgaben zeigen, dass die kleinen Blechbutler ihren menschlichen Kollegen unter die Arme greifen können.

„Besonders gefährdet sind in den nächsten 20 Jahren Tätigkeiten wie Empfangsmitarbeiter, Kellner, Roomservice und Kofferträger“ ~ Wirtschaftswissenschaftler Carl Benedikt Frey, University of Oxford

In den nächsten 20 Jahren sollen circa 35 Prozent der Hotel-Jobs von Robotern übernommen werden. Welche das genau sind, erfahrt ihr hier.

 

Roomservice: Maschine statt Mensch?

 

Darüber hinaus gibt es auch schon Exemplare, die Emotionen wie Freude durch ein Lächeln etwa oder keckes Augenzwinkern vermitteln Wegen dieser menschenähnlichen Reaktionen sind Roboter jetzt schon für die Olympischen Spiele 2020 als Hostessen eingeplant.

Wird es in nicht allzu langer Zeit “alle Macht den Robotern” heißen? Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband kann sich zumindest die Übernahme von Aufgaben im Housekeeping oder an der Rezeption vorstellen.

Oder jene Tätigkeiten, welche die Mitarbeiter nicht so gerne ausführen. Diese werden von den mechanischen Kollegen „zuverlässiger und effizienter erledigt“, so der Besitzer des Luxushotels „Schloss Elmau“ in Oberbayern. Bestätigung genug, dass die mechanische Assistenz jetzt schon sehr gefragt ist – sowohl bei den Angestellten als auch bei den Gästen.

#3 Die Macht der Influencer

Dieser  Begriff, der inzwischen zu einem Beruf geworden ist, ist nicht zu verwechseln mit der Krankheit “Influenza”. Dennoch sind Influencer auch ansteckend – im positiven Sinne.

Als herkömmliche Marketingstrategien kennen wir im Tourismus klassische Websites, Messen und Kataloge an erster Stelle. Doch das Blatt musste sich wenden, um gerade junge Reisebegeisterte anzulocken. “Digitales Marketing” ist hier das Stichwort, darunter Kooperationen mit Influencern, auch “Bloggern” genannt.

Gut genug für Instagram?

Der “digitale Reisekatalog” ist Instagram. Wovon  lassen sich Urlaubs Begeisterte faszinieren? Von ästhetisch einladenden, authentischen Bildern! Authentizität können am besten unsere Vorbilder im Netz, Blogger, generieren. Dies ist die Wirkung bzw. der Einfluss der Arbeit von Influencern. Da Instagram eine Fotoplattform ist, eignet sich das Influencer-Marketing hier am besten.

Diese Strategie der Kooperation mit Bloggern hört sich erst einmal einfach an. Welche Tipps und Hinweise jedoch mittelständische Reiseanbieter und Hotels für eine erfolgreiche Zusammenarbeit beachten sollten, hat euch Kathrin zusammengestellt.

Ob dieser Trend bald überlaufen sein könnte, da die Zahl der Influencer steigend ist, wird uns die Social Media-Zukunft zeigen.

#2 Jetzt schon Fernweh? Mach’s mit VR oder AR!

Aber wie können die Technologien Virtual Reality und Augmented Reality in der Tourismusbranche angewendet werden? Reisekataloge werden immer mehr durch  Instagram ersetzt. Also warum nicht mithilfe von AR den Schmöker lebendiger machen? Dazu muss man einfach den QR-Code abscannen. Außerdem  gibt VR durch sogenannte “Pre-Trip-Experiences” im Reisebüro einen Vorgeschmack auf den nächsten Urlaub.

 

Digitalisierung findet auch zwischen den Zeilen statt!

 

Beide Technologien entspringen der Idee des immersiven Marketings, gepaart mit Engaging Content. Dies bedeutet, dass VR-Brillen reale Bewegungen  und Interaktionen virtuell simulieren. AR wiederum gibt über eine Brille weitere kontext- und standortbezogene Informationen preis. Egal,  ob Urlauber sich gerade ein Museum anschauen oder sich für ein Restaurant entscheiden möchten.

 

Augmented Reality im Smarphone.

 

Virtual und Augmented Reality stehen immer höher im Kurs, davon kann uns auch Marina berichten. Des Weiteren wird unsere Hochschule ab dem Sommersemester 2019 sogar den Studiengang “Expended Realities” anbieten, virtuelle Welten verknüpfend mit der Realität. Anhand dieser Zukunftsaussichten sind wir gespannt, wohin uns die (virtuelle) Reise weiterführen wird.

#1 Wunschlos glücklich im Hotelzimmer …

… dank IoT-System – “Internet of Things”, das mit Geräten und Anwendungen interagiert. Was verbirgt sich dahinter? Eine Technologie, die ermöglicht, das Hotelzimmer für die Zeit des Aufenthalts den persönlichen Wünschen anzupassen. So werden Reisen durch den Hotelservice noch individueller gestaltet. Diesen Weg der Digitalisierung gehen auch schon einige Hotels wie das Marriott, Hilton oder Opera am Zürichsee. Sie setzen künstliche Intelligenz ein, um die Gewohnheiten der Gäste zu speichern und ihnen so mehr (Licht- und Musik-)Komfort zu bieten.

 

Effizienteres Rooming dank intelligentem Hotelzimmer?

 

Individualisierung ist der aufsteigende Trend. Insofern ist es durchaus vorstellbar, in naher Zukunft noch vor dem Betreten des Hotelzimmers auf die gewünschte Temperatur heizen zu lassen. Besonders in Skigebieten eine sinnvolle Wohlfühl-Strategie für den Winterurlaub. Im Sommerurlaub könnten schon die Getränke kaltgestellt  werden, während die Gäste noch auf dem Weg sind.

 

Intelligente Hotelzimmer in Zukunft immer mehr Standard?

 

Wie sieht es an dieser Stelle mit dem Datenschutz aus? Die Gäste müssen natürlich erst der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) seit Mai 2018 zustimmen. Danach können die Anwendungen und Geräte die persönlichen Informationen speichern. Was die Hotel-Apps noch alles drauf haben, um den Gästen einen abwechslungsreichen und personalisierten Urlaub zu ermöglichen? Das erzählt euch Marie in ihrem Blogpost.

Miriam Taenzer, Tourismus-Expertin beim Bitkom, fasst dieses Thema folgendermaßen zusammen:

„Für das Hotel der Zukunft stehen schon heute viele Technologien bereit[.] […] Für Hoteliers wird immer wichtiger, sich auf technikaffine Zielgruppen einzustellen.“

Ein Blick in die Glaskugel

Was bringen uns die Trends für die Zukunft? Teilweise mehr Informationen in anderen, neuen Formaten, die es zu entdecken gilt. Alle digitalen Trends im Tourismusmarketing sollen natürlich pro (Hotel-)Gäste sein. An erster Stelle stehen verbesserter Service und Komfort, um sich noch mehr  wohlzufühlen. Nur die neue DSGVO darf hierbei nicht ungeachtet bleiben.

Es werden noch weitere spannende Themen hier auf PR-Fundsachen auf uns warten. Es wird noch mehr um Apps gehen, die den kompletten Urlaub managen können. Außerdem scheiben wir weiterhin das Thema „Storytelling“ groß. Wie Influencer oder die Hotels selbst Reiseangebote in emotionale Geschichten verpacken, haben wir bereits erzählt. Doch wie geht die Story weiter?

 

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Chatbots im Tourismus

Wenn man an einen Roboter denkt hat man oft das typische Bild einer Blechmaschine im Kopf, aber Chatbots sind anders. Sie sind für Kommunikationsaufgaben geschaffen. Hinter ihnen versteckt sich für gewöhnlich ein Prozess oder ein Dienst aus der Cloud, wodurch ihnen die Möglichkeit gegeben wird, mit uns Menschen zu kommunizieren.

Was sind Chatbots?

Chatbots gibt es in unterschiedlichen Varianten. Oftmals laufen diese über einen Messenger wie Facebook, WhatsApp, Twitter oder werden direkt auf der Website eingebettet. Es werden Dialogfenster angeboten, in die der User seine Fragen eingeben kann. Diese werden dann nicht von einem Mitarbeiter des Unternehmens, sondern von dem Bot beantwortet. Besonders nützlich sind solche Bots, wenn vermehrt die gleichen oder ähnliche Fragen gestellt werden. Somit kann eine schnelle Antwort gewährleistet werden. Für außergewöhnliche Fragen gibt es oftmals die Möglichkeit seine E-mail-Adresse zu hinterlassen, damit sich ein Mitarbeiter um dieses Anliegen kümmern kann.

Um diese schwierigen Fragen beantworten zu können, muss die künstliche Intelligenz noch weiter mit Daten gespeist werden. Die Chatbots lernen bei jeder Unterhaltung dazu und erweitern ihr Wissen. Sie lernen von den Benutzereingaben, um personalisierte und passende Antworten herausgeben zu können. Dabei gibt es ein Problem – den Datenschutz, denn einige Chatbots bedienen sich nicht nur an den Informationen der Unterhaltung, sondern sammeln weitere Nutzerdaten und werten diese aus.

Warum Chatbots?

Auf vielen Websites, ob bei H&M, Sephora oder dem Messenger Kik, sind Chatbots nicht mehr wegzudenken. Vor  Allem im Bereich des Kundenservices gehören sie einfach dazu. Sie werden von vielen Kunden als selbstverständlich angesehen. Auch die Tourismusbranche wird bereits von Chatbots erobert, denn auch dort spielt die digitale Präsenz eine entscheidende Rolle.

Durch die Nutzung eines Bots wird die Suche nach passenden Flügen oder Hotels erleichtert. Er findet nicht nur das beste Angebot, sondern gibt auch Empfehlungen ab, wann die beste Reisezeit ist. All das und noch weitere Funktionen gibt es bei dem Online-Reisebüro von Kayak und das ganz einfach über den Facebook-Messenger.

Buchungen sind allerdings nur die Anfänge einer Reise. Es geht weiter mit Informationen über das Hotel, der Tagesplanung vor Ort und Tipps zu tollen Spots in der Umgebung. Genau da sollten Hotels anknüpfen, um die Reise mithilfe von Bots für die Kunden angenehmer zu machen, sowie das Personal zu entlasten.

Chatbot James

Ein tolles Beispiel dafür ist das Hotel Ameron in der Speicherstadt Hamburg. Dieses hat 2017 den Concierge James eingestellt.

„Mit James soll dem Gast ermöglicht werden, zu jeder Zeit und an jedem Ort mit uns einfach in Kontakt zu treten. Im Vordergrund steht hier das positive Erlebnis für den Kunden. Wir suchen die aktive Kommunikation mit unseren Gästen und diese Erfahrung soll sich auch im Chat widerspiegeln”, erklärt Michael Lutz, Director of Operations Deutschland der AMERON Hotel Collection.

James bringt die Gäste immer auf den neuesten Stand, was aktuelle Informationen und Tipps rund um das Hotel und die Umgebung betrifft. Sei es eine Frage zum Frühstücksbuffet, ein Ausflugstipp in Hamburg oder eine Tischreservierung im italienischen Restaurant.  Sollte der Concierge einmal nicht weiter wissen, wird direkt der persönliche Kontakt zum Rezeptionsteam hergestellt. Chatbot James ermöglicht den Gästen somit eine unkomplizierte Art, ihre Wünsche und Probleme über den Facebook-Messenger zu äußern.

Natürlich ist James inzwischen einer von vielen Bots in der Hotellerie. Es werden mit Sicherheit noch einige Hotels und Reiseanbieter wie beispielsweise Thomas Cook mitziehen, die dazu noch weitere Funktionen generieren werden.

Ausblick

Der Trend hin zu Bots ist in vollem Gange. Bereits jeder vierte Bundesbürger kann sich die Nutzung eines Chatbots vorstellen. Aber auch Sprachbots werden heutzutage in sehr vielen Haushalten genutzt, sei es Alexa, Siri, Cortana oder Viv. Aufgrund der Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz werden Sprachbots in naher Zukunft möglicherweise auch in der Hotel- und Restaurantfachbranche ihren Nutzen finden. Sie werden unter anderem Tischbestellungen automatisch aufnehmen können.

Wenn du das nächste Mal auf der Suche nach der perfekten Reise bist, probiere es doch auch mal mit der Hilfe von den lieben Chat- und Sprachbots!

 

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Automatisierte Kreativität – wie verändert künstliche Intelligenz die Branche?

Jedes Jahr tauchen neue Technologien oder Trends auf, die die Kommunikationsbranche revolutionieren sollen. Jetzt scheint es jedoch einen Kandidaten zu geben, der dieses Versprechen halten kann: Die künstliche Intelligenz.

Vor nicht allzu langer Zeit schien die künstliche Intelligenz für die Allgemeinheit mehr Science Fiction als Wissenschaft zu sein. Obwohl erste Visionen und Forschungen schon in den 1940ern begannen, erschien ein denkender Computer für die meisten nur wie eine Möglichkeit der Zukunft und keine Tatsache der Gegenwart.

Doch im vergangenen Jahr sorgte plötzlich ein Ereignis für besondere Aufregung: Die von Google programmierte künstliche Intelligenz AlphaGo schlug einen der besten Spieler in dem aus China stammenden, strategischen Brettspiel “Go”. Ziel des Spiels ist es, mit seinen Spielsteinen mehr Gebiet zu umschließen als der Gegner. Mit seinen 4 einfachen Grundregeln hat das Spiel eine wesentlich höhere Anzahl an möglichen Spielzügen als beim Schach. Experten bezeichneten laut Business Insider einen der Spielzüge von AlphaGo als nahezu kreativ.

Go Spielbrett
Eine Partie Go auf dem Spielbrett

Nun scheinen in vielen beruflichen Bereichen alle Augen auf die neuen Entwicklungen von künstlicher Intelligenz gerichtet zu sein. Die größten Unternehmen der Welt, wie zum Beispiel Apple und Google, verkünden Projekte zur weiteren Erforschung und Entwicklung von künstlicher Intelligenz. Natürlich wurden auch auf der re:publica und der Media Convention in Berlin über jenes faszinierende Thema gesprochen. In einer Diskussion ging es vor allem um die Frage ob künstliche Intelligenz kreativ sein kann. Wenn ja, was bedeutet das für die Kommunikations- und Medienbranche?

Künstliche Intelligenz ist schon länger Alltag als man denkt

Erst bei genauerem betrachten wird klar, wie sehr intelligente Programme schon zu unserem alltäglichen Leben gehören. Durch sie weiß Netflix, welche Filme und Serien dem Nutzer vorgeschlagen werden sollen, Amazons “Alexa” kann dadurch eine bessere Personalisierung bieten, selbstfahrende Autos wie unter anderem von Tesla lernen dadurch im Straßenverkehr zurecht zu kommen. Bilderkennung wird zum Beispiel bei Facebook dazu genutzt, die Bilder auch für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen zugänglich zu machen. Siri kann durch Natural Language Processing auf Fragen antworten und sogar Pinterest arbeitet mit einer künstlichen Intelligenz. Christian Erxleben erklärt, dass die selbstlernende künstliche Intelligenz von Pinterest Bilder und deren Inhalt erkennt und anschließend passende Suchergebnisse für den Nutzer ausspielt und ebenfalls die Anzeigen in den Suchergebnissen auf deren Pins anpassen kann.

Obwohl es vielen nicht bewusst ist, hat sich das Verhalten der Kunden schon den schlauen Programmen angepasst. In einem Artikel für contently.com beschreibt Dillion Baker es als Erwartung:

“[…]our tolerance and our attention span right now as consumers is wildly, wildly, wildly shorter than it used to be. […] You’re dealing with a world where they’re expecting that you know who they are, you can understand their needs, and you can fulfill them in real time.”

Ohne künstliche Intelligenz wären viele dieser personalisierten Optionen in der gewünschten oder erwarteten Geschwindigkeit nicht möglich.

So sehr sie im Leben zu Hause anwesend ist, wird künstliche Intelligenz im Beruf ebenfalls eine große Rolle spielen und das nicht nur in Manufakturen und Fabriken. Auch in der Werbung haben sich schon viele mit dem Thema beschäftigt und erste Versuche in der Zusammenarbeit mit ihr gestartet.

Wie sieht künstliche Intelligenz in der Werbebranche aus?

Die Berühmtheit unter den künstlichen Intelligenzen ist momentan Watson von IBM. Dieser dürfte vielen durch Werbeclips wie diesen bekannt sein, in dem er sich mit Sänger und Songwriter Bob Dylan über seine Texte unterhält. Doch er kann mehr als nur Sprüche reißen. Watson wählte für einen Film von 20th Century Fox, der “zufälligerweise” von einer künstlichen Intelligenz handelt, das richtige Material für einen ansprechenden Trailer aus. Stefan Pfeiffer, der unter anderem im Marketing der IBM Deutschland, Österreich und Schweiz tätig ist, erklärte in der Diskussion “Automating Creativity – How Artificial Intelligence changes Creative Processes” auf der Media Convention Berlin, wie dem schlauen System dies gelang .

Neben Experimenten wie dem Schneiden eines Trailers oder dem Designen eines Kleides hat IBM noch andere Pläne mit seiner künstlichen Intelligenz. Durch Watson Ads soll Werbung interaktiv werden, der Kunde kann selbst die Initiative ergreifen, wenn er sich für ein Produkt interessiert, statt sich nur überreden zu lassen, so t3n.

Es gibt außerdem erste Versuche Werbung auch außerhalb von PC, Handy und Co. zu personalisieren. Eine Allwetter-Kamera mit einem speziellen System wurde in Tokio mit einem zuversichtlichen Ergebnis getestet. Die an einer Autobahn angebrachte Kamera identifizierte eine begrenzte Zahl an Automodellen und ordnete sie dann einer Zielgruppe zu. Anschließend wurde daran abgestimmte Werbung auf eine Außenwerbefläche gespielt. Giuseppe Rondinella berichtet auf Horizont, dass in Zukunft trotz Privatsphäre-Debatte nicht nur das Auto, sondern auch der Mensch erkannt werden kann um ihn dann einer Zielgruppe zuordnen zu können.

Diese Liste könnte noch einige Seiten weitergehen. Ein Poster in London, dass sich durch Eye-Tracking an die Betrachter anpasst, ein Online-Game von Volkswagen in dem man durch Geräusche einen virtuellen Wagen steuert oder eine Kampagne von Toyota in Zusammenarbeit mit Watson, die Facebook-Usern außergewöhnliche Aktivitäten auf Basis ihrer Interessen vorschlägt. Die Ideen scheinen kein Ende zu nehmen und der Einfluss, den künstliche Intelligenz auf die Werbebranche hat und auch in Zukunft haben wird, ist jetzt schon ein heiß diskutiertes Thema.

Schluss mit den langweiligen Aufgaben

Wie in den Beispielen schon deutlich zu sehen ist, spielt künstliche Intelligenz ein großes Thema in der Personalisierung von Werbung. Auch Werbetafeln können jetzt auf einzelne Personen zugeschnitten werden. Chris Pierantozzi von Saatchi LA bezeichnet Werbung, die einzelne Bruchstücke je nach gegebenen Informationen verändert und anpasst, als “flexible storytelling

Olivier Goethals von SapientRazorfish ist jedoch der Meinung, dass man sich mehr auf die Möglichkeiten in der Customer Experience konzentrieren sollte. Durch das System könne das Unternehmen den Kunden besser verstehen und somit zielgerichteter das passende Angebot zum passenden Zeitpunkt liefern. Er behauptet aus Werbung würde dann Service werden. Außerdem solle eine künstliche Intelligenz besser mit großen Mengen an Daten arbeiten können. Auch Henry Schuck, CEO von DiscoverOrg sieht eine Verbindung zwischen den intelligenten Programmen und der Verarbeitung von Daten und behauptet jede Marketingtätigkeit, die mit Daten und datenbasierten Entscheidungen zu tun hat werde früher oder später mit künstlicher Intelligenz in Berührung kommen. Daten-basierte Probleme sind sozusagen die Spezialität von KIs.

Gartner, ein Forschungs- und Beratungsunternehmen, prophezeit, dass im nächsten Jahr schon ein Fünftel des “business content” von künstlicher Intelligenz produziert werden wird. Schon jetzt werden Texte, die einem bestimmten Aufbau unterliegen von Programmen geschrieben. Auch hier basiert die Aufgabe auf konkreten Daten. Damit könnte die künstlicher Intelligenz einige Jobs ersetzen, heißt es. Doch viele Stimmen entgegnen, dass durch sie auch viele neue Jobs erzeugt werden oder bestehende Berufe einen großen Nutzen von künstlicher Intelligenz davontragen werden. Paul Roetzer argumentiert diese Meinung durch folgendes Beispiel:

“Consider how much time your team spends discovering keywords; planning blog post topics; writing, optimizing, […]. Now imagine if a machine performed the majority of those activities and a marketer’s primary role was to enhance rather than create. […] artificial intelligence is accelerating us toward a more intelligently automated future.”

Damit habe der Mensch mehr Zeit produktiv und kreativ zu arbeiten, denn trockene, aber täglich notwendige Aufgaben werden ihm abgenommen. Der Mensch hat die Ideen, die Maschine führt sie aus und lernt.

Scott Button geht in einem Artikel auf TheDrum noch einen Schritt weiter und spekuliert wie eine KI-Werbeagentur funktionieren könnte. Er beschreibt sie als Beratungsagentur, in der ein intelligentes System nach einzigartigen, preisverdächtigen Werbeideen sucht, während ein anderes diese Ideen auf Authentizität untersucht und somit Feedback an die erste zurückgibt.

Doch immer wenn es etwas Neues gibt, sehen Menschen nicht nur die möglichen Vorteile und Chancen davon, sondern es werden auch mögliche negative Aspekte untersucht.Gerade beim Thema künstliche Intelligenz, das schon so viele Menschen in diversen Filmen erfolgreich geschockt und gegruselt hat. Es gibt einige Probleme, Herausforderungen und Fragen in der Zukunft der künstlichen Intelligenz.

Das Ende der Menschheit?

Natürlich ist die erste Kritik, die meistgestellte Frage: Werden Maschinen die Menschen ersetzen? Doch wie oben schon ausführlich besprochen, fürchten sich nur wenige vor dem Verlust ihres Jobs durch eine künstliche Intelligenz. Trotzdem sind manche, darunter Dave Snyder von Firstborn, der Meinung bestimmte Berufe wie beispielsweise Marketing Manager werden von intelligenten Maschinen eingenommen. Er ist ebenfalls der Überzeugung, dass Zahlen und Daten das große Talent von künstlicher Intelligenz sind.

Künstliche Intelligenz der Roboter
Inwieweit können intelligente Maschinen unsere Arbeit ausführen?

Dabei sollte man jedoch nicht vergessen, dass diese Systeme nur so gut sind, wie die Daten die sie erhalten. Und sie benötigen viele Daten. Laut Goethals ist eine Abhängigkeit von diesen Daten kritisch, vor allem wenn sie nur wenigen großen Unternehmen gehören und somit die Möglichkeit besteht, dass nur ein KI-Anbieter über alle Daten verfügt.

Diese Unmengen an Daten können auch beim Nutzer einen negativen Effekt auslösen: eine “Über-Personalisierung” durch die künstliche Intelligenz, kann dem Nutzer ein mulmiges Gefühl geben, sodass er sich durch den Dienst unwohl fühlt, so Dillion Baker. Im Gegensatz dazu befürchten Kritiker, dass eine zu einseitige Nutzung des Systems den Kontakt zum Kunden verschlechtern könnte. Goethals meint, nur weil künstliche Intelligenz momentan der Renner ist, sollte trotzdessen auf deren sinnvolle Nutzung geachtet werden: Wenn sie keinen Mehrwert bietet, dann sollte man sie auch nicht verwenden.

Roetzer sieht eine weitere Herausforderung für künstliche Intelligenz in der ungenauen Definition. Durch den Hype werden viele alte Ideen einfach mit diesem neuen Titel geschmückt. Daraus entsteht ein Risiko für den Ruf der Technik, die tatsächlich künstliche Intelligenz ist.

Bei all den Zweifeln und Befürchtungen freut sich Christoph Pleitgen von Wotchit in der oben genannten Diskussion der Media Convention. Er merkt an, dass die Veranstaltung sich vor einigen Jahren vermutlich um das mögliche Ende der Menschheit und des Journalismus angesichts der künstlichen Intelligenz gedreht hätte. Es sei ein Fortschritt mehr darüber zu reflektieren und diskutieren, wie sie die kreativen Prozesse beeinflussen kann.

To be continued…

Es lässt sich heute nicht mit hundertprozentiger Genauigkeit sagen, wie die Zukunft mit den intelligenten Maschinen und Programmen aussehen wird. Aber alle sind sich sicher: Als kreativer Kopf, Redakteur, Medienunternehmen oder andere medienbezogene Entität wird man in den nächsten Jahren nicht um künstliche Intelligenz herum kommen. Alle sind sich sicher, dass sie unser Leben und unsere Arbeit in vielerlei Hinsicht verändern und vielleicht sogar verbessern werden.  Doch bis jetzt sind sie nur dazu bestimmt das menschliche Können und Wissen anzunehmen, anzupassen und zu nutzen. Auf der Media Convention wird künstliche Intelligenz mehrmals als “creative assistant” bezeichnet. Kreative sollen also mit ihr zusammen arbeiten, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Dafür muss man sich jedoch mit den Möglichkeiten auseinander setzen.

Viele Experten empfehlen daher, sich durch Recherche und ständiges informieren auf dem neuesten Stand zu halten. Stefan Pfeiffer schien auf der Media Convention einen noch besseren Vorschlag zu haben: „Play around with it and let it inspire you!“

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