Der Technik-Trend 2019

Top oder Flop? Wir haben abgestimmt!

Die heutige Gesellschaft wird überrollt durch Neuheiten in der Technik. Egal, ob privat oder geschäftlich, wir müssen uns dauerhaft auf neue Technik-Trends einstellen und unser Verhalten optimieren.

Wie sieht es 2019 aus? Was kommt auf uns zu? Gerade uns, Studenten der Hochschule Darmstadt Fachbereich Media, tangiert dieses Thema 24/7. Wir müssen uns ständig auf dem Laufenden halten und die Trends zwischen Top oder Flop selektieren. Wir haben für euch abgestimmt, welche Technik-Trends sich unserer Meinung nach im Jahr 2019 durchsetzen!

Briefing – Eckdaten zur Umfrage

Im Zeitraum vom 08.12.2018 bis 04.01.2019 (Dauer 4 Wochen) haben insgesamt 187 Studenten und Studentinnen an der Umfrage teilgenommen. Die Studenten sind alle an der h_da im Fachbereich Media immatrikuliert. Die Umfrage beinhaltet 14 Fragen mit einer durchschnittlichen Antwortdauer von ein bis zwei Minuten. Die Studenten hatten die Antwortauswahl von Top, Flop oder keine Meinung und mussten insgesamt 12 Technik-Trends einstufen. Weitere Eckdaten findet ihr am Ende des Artikels.

Top oder Flop – The Winner is…

Platz 1: 3D-Druck

Mit 150 Top-Antworten, sind über 80% der Studenten der Meinung, dass 3D-Druck der Technik-Trend schlechthin ist und sich im Jahr 2019 noch mehr etablieren wird. 3D-Druck ist eine computerseitige Erschaffung von virtuellen 3D-Modellen zur Nachbildung von realen Objekten. Er wird bereits in vielen Bereichen eingesetzt, wie zum Beispiel Kunst und Design, Architektur, Flugzeugindustrie. Aber speziell im Gesundheitswesen ist 3D-Druck ein Durchbruch und schenkt vielen Menschen eine zweite Chance. Weitere Informationen zu 3D-Druck im Gesundheitswesen, findet ihr im Blogbeitrag von Sabia „3D-Druck – Der Mensch druckt sich gesund“.

Platz 2: Künstliche Intelligenz (KI)

Dicht gefolgt ist die künstliche Intelligenz auf Platz 2 mit 146 Top-Antworten, das entspricht 78,1% der Studenten. KI ist die Nachbildung von menschlichen Wahrnehmungen und Handeln durch Maschinen und ist bereits in vielen alltäglichen Abläufen zu Hause. Egal, ob Smart Home, intelligente Hotelzimmer, Chat Bots oder in Games. Künstliche Intelligenzen erleichtern uns Menschen das Leben und bietet vor allem Unternehmen einen Mehrwert. Aber vielleicht erobert KI auch die Welt? Dazu findet ihr Informationen im Blogbeitrag von Jasmin „Eine Evolution von einer Maschine zum Menschen“.

Platz 3: Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR)

Auf Platz 3 mit 140 Top-Antworten liegen die Technik-Trends Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR). VR-Brillen sind bereits in vielen Haushalten vorhanden und finden verstärkt Einsatz in der Gamewelt. Hierbei handelt es sich um Schaffung einer scheinbaren Welt. In dieser kann der Betrachter eintauchen, sich in ihr bewegen und seine Fantasien und Vorstellungen umsetzen kann mithilfe von Computern. Aber nicht nur Privatmenschen ist ein Mehrwert geboten, sondern auch in Unternehmen ist die „digital erschaffene Welt“ etabliert. Vor allem in der Tourismusbranche ist VR, AR und MR nicht mehr wegzudenken. Die Reisenden könnten vor Anreise bereits erste Urlaubsgefühle erleben und Hotels begutachten. Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr im Blog meiner Kommilitonin Marina „Tourismusmarketing mit VR und AR: Vom Engaging Content zur Traumreise“.

Exklusive Expertenmeinung

Auch Marc Czieslick, einer der Geschäftsführer von App&Web Multikanal Marketing und den Erfindern von Contentpepper ist der Meinung das künstliche Intelligenzen und virtuelle Realitäten im Jahr 2019 verstärkt eingesetzt werden.

„Ich glaube, dass wir mit der künstlichen Intelligenz noch ganz am Anfang stehen, aber dass die tatsächliche Umsetzung und der Einzug in den Alltag rasend schnell kommen wird. Hier werden auch im Jahr 2019 schon bemerkenswerte Verschmelzungen von verschiedenen Trends stattfinden. Ich denke da an den weiteren Einzug von Sprachsteuerung über Siri, Alexa & Co. in Verbindung mit virtuellen Realitäten im Haus und am Arbeitsplatz. Wahrscheinlich zeigen uns die Echo-Bildschirme schon bald als VR-Bild, wie das Kleidungsstück an uns aussieht, nach dem ich es gestern gegoogelt habe…“.

Platz 4 bis 9:

Das breite Mittelfeld habe ich kurzgefasst. Im Bereich von 118 bis 98 Top’s wurden folgende Technik-Trends eingestuft.

# 4: Content-Marketing und Personalisierung (118 Top-Antworten). Weitere Informationen zu diesem Trend findet ihr im Artikel von Meike „A/B-Testing und Personalisierung: Was Unternehmen durch personalisierten Content erreichen können!“.

# 5: Smart Spaces (117 Top-Antworten). Weitere Informationen zu diesem Trend findet ihr im Artikel „Intelligente Hotelzimmer“ von Marion.

# 6: Edge Computing (111 Top-Antworten)

# 7: Mircotargeting und Psychometrie (109 Top-Antworten). Weitere Informationen zu diesem Trend findet ihr im Artikel von Eva „Psychometrie – die Maßschneiderei für Content“.

# 8: Autonomes Autofahren (105 Top-Antworten)

# 9: Internet of Things (98 Top-Antworten)

Platz 10: Blockchain

Etwa ein Drittel (53) der Studenten stimmten ab, das Blockchain sich nicht 2019 etablieren wird. Hierbei handelt es sich um öffentlich einsehbare Datenbank, zum Speichern, Verarbeiten, Teilen und Verwalten von Informationen. Blockchain befindet sich noch in den Startlöchern, viele Unternehmen wissen noch nicht diesen Technik-Trend für sich zu nutzen. Aber wie wird es 2025 aussehen? Diese Informationen finden ihr im Blogbeitrag von Jasmin „Blockchain soll bis 2025 massentauglich werden“.

Platz 11: Chatbots

Fast die Hälfte (82) der Studenten der Hochschule Darmstadt stimmten dafür, dass 2019 Chatbots sich nicht in der Gesellschaft durchsetzen. Chatsbots sind textbasiertes Dialogsysteme, in Kombination mit KI bieten sie dem Nutzer personalisierte Informationen. Aber warum sind die Studenten abgeneigt? Diese Frage stellte sich auch meine Kommilitonin Meike in ihrem Artikel „Chatbots: Megatrend oder doch nur kurzer Hype?“.

Platz 12: Kryptowährungen

Der absolute Flop-Technik-Trend ist laut der h_da Studentinnen und Studenten die Kryptowährung. 110 Studenten stimmten mit einem Flop ab. Bitcoin & Co. sind digitale Zahlungsmittel, welche auf kryptographischen Werkzeugen basieren. Vor allem Bitcoin ist ein Paradebeispiel dafür, wie es nicht laufen soll. Erst ein riesen Hype, dann 80% Kursverlust auf die Aktien der Bitcoin. Menschen investierten und schauten dann ins Leere.

Ich denke deshalb, dass viele Personen skeptisch diesem Trend gegenüberstehen. Ich selbst bin auch kein Freund von Kryptowährungen, deshalb habe ich recherchiert und bin auf einen interessanten Artikel von BTC-Echo „Die 5 großen Chancen für Bitcoin in 2019“ gestoßen – Vielleicht ändert das eure Ansicht.

Weitere Technik-Trends

Es gibt noch viele weitere Technik-Trends, aber vor allem das Thema digitale Zahlungssysteme, wie zum Beispiel Google Pay oder Apple Pay sind bei den Studenten vermehrt im Gespräch. Ich bin sehr gespannt, wie sich dieser Trend in der Gesellschaft etablieren wird. Ich persönlich denke, dass das bargeldlose Zahlen vor allem in den jüngeren Generationen willkommen ist, aber wie man so schön sagt ,,Bares ist Wahres“.

Vielen Dank an alle Teilnehmer!

Hiermit möchte ich mich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Umfrage bedanken. Ihr Studenten der Hochschule Darmstadt Fachbereich Media, habt den Leserinnen und Lesern von PR-Fundsachen eure Ansicht gezeigt. Es gibt bestimmt viele Meinungen zu diesem Thema, jeder hat seine Gründe, aber ich finde es ist schon mal ein Anfang und verschafft einen Überblick im Technik-Trends-Chaos 2019. Mal schauen, ob wir Recht hatten!

Viele weitere interessante Artikel über Technik-Trends findet ihr auf www.pr-fundsachen.de oder unter dem Hashtag #techtrends

…Wen es interessiert – hier ein paar weitere Eckdaten

Teilgenommen haben Studenten des Studienganges Online-Kommunikation (86 Teilnehmer), Informationswissenschaften (18 Teilnehmer), Sound and Music Production (17 Teilnehmer), Motion Pictures (17 Teilnehmer), Animation and Game (16 Teilnehmer), Online-Journalismus (16 Teilnehmer), Interactive Media Design (10 Teilnehmer), Leadership in the Creative Industries (5 Teilnehmer), Medienentwicklung (1 Teilnehmer) und International Media Cultural Work (1 Teilnehmer).

Ich habe die Umfrage über Social-Media-Kanäle wie Facebook und per WhatsApp Gruppen geteilt. Darüber hinaus war die Hochschule so freundlich, meine Umfrage per Mail an die Studenten weiterzuleiten. Danke dafür.

Wer noch weitere Informationen zur Umfrage erhalten möchte, ich bin gerne bereit, die Umfrage weiterzuleiten!

 

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Content und Storytelling im Tourismus

Man sagt, Reisen macht Menschen zu Geschichtenerzählern. Welche Branche eignet sich also besser für kreativen Content und mitreißendes Storytelling als die Tourismusbranche? Finnland geht mit positivem Beispiel voran und kombiniert eine Vielzahl von Trends.

 

„Content is king“

Das Zitat stammt von Bill Gates, der diese Feststellung bereits 1996 in einem Essay machte. Ziel ist es, durch Content die Nutzer auf das Unternehmen und seine Produkte aufmerksam zu machen und dadurch langfristig neue Kunden zu gewinnen, sowie alte Kunden zu halten. Auch im Tourismus gilt diese Devise. Cision zufolge bevorzugen 70 Prozent der Internet-User, durch Content Marketing statt durch traditionelle Werbung Neues über Produkte zu erfahren. Also: Content wird immer wichtiger, crossmediale Content Strategien immer notwendiger.

 

Finnland kann’s

Blogs sind im Content Marketing besonders beliebt. Das gilt auch für die Tourismusbranche, wie diese Liste der Top 30 Corporate Blogs im deutschsprachigen Raum zeigt. Ein weiteres Beispiel für gelungenen Content und überzeugendes Storytelling ist die Website Visit Finland, als auch das Projekt „Dein Finnland“.

Finnland gilt als Vorreiter in vielen Bereichen: 2017 galt das Land als stabilster Staat der Welt, das Bildungssystem ist modern und vorbildlich. Im europäischen Vergleich ist auch die Digitalisierung in Finnland weit fortgeschritten – ein Zukunftsland. Dieses Image wird auch auf der Website verdeutlicht. Zehn Sprachen sind verfügbar, sie ist also klar international aufgerichtet. Die Website wirkt klar strukturiert, innovativ und weckt Interesse.

 

Finnische Abenteuer: Erlebnistourismus vom Feinsten

Neben Content als Trend wird auch der sogenannte Erlebnistourismus aufgegriffen, denn das Land bietet einzigartige Abenteuer. „Millennials investieren lieber in Erlebnisse statt in eine Ware“, stellte der Airbnb-CEO Brian Chesky 2018 fest. Das nordische Land ist sich seiner Leistungsmerkmale durchaus bewusst und vermarktet diese in Kombination mit Fakten und Informationen auf der Website.

Für viele Touristen stellen die Nordlichter zum Beispiel ein einzigartiges, magisches Erlebnis dar. In Finnland kann man diese in Lappland, der nördlichsten Region des Landes, in bis zu 200 Nächten pro Jahr beobachten. Damit diese Erfahrung besonders toll wird, gibt es auf der Website eine Art Guide dazu.

Besonders bekannt ist auch die finnische Saunakultur. Im Durchschnitt besitzt jeder finnische Haushalt eine Sauna, welche dort ein großer Teil des Alltags ist. Mehr über die Kultur, die Bräuche und warum die Hitze so entspannend für Finnen wirkt, wird in diesem Artikel dargestellt.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal passt besonders gut zur aktuellen Jahreszeit. Finnland gilt als Heimat des Weihnachtsmannes. Rovaniemi ist die Hauptstadt Lapplands und sein „offizieller“ Wohnsitz, welcher besonders zur kalten Hauptsaison besondere Aktivitäten und Erlebnisse verspricht. Vermarktet wird dies nicht nur auf der Visit Finland Website, sondern auch auf der eigenen Website der verschneiten Stadt. Am Besten kann man Menschen mit Emotionen und Nostalgie erreichen. Dafür eignet sich der Weihnachtsmann und die festliche Atmosphäre natürlich perfekt.

Die Nordlichter in Skandinavien sind ein ganz besonderes Erlebnis.
Die Nordlichter in Skandinavien sind ein ganz besonderes Erlebnis.

 

Erfolgreiches Storytelling

Es fällt auch auf, dass beide Websites Video Marketing nutzen. Erlebnisse werden visualisiert, was das Interesse der Nutzer zusätzlich stärkt. In Zukunft ist nicht nur Content Marketing immer wichtiger, sondern auch Bewegtbild. Insbesondere die jüngere Zielgruppe konsumiert mehr Videos, Tendenz steigend.

Bei der ITB 2017 stellten Jyrki Oksanen (Direktor Mitteleuropa, Visit Finland) und Joachim Schmidt (Gründer von Intensive Senses, Agentur für Content Marketing) das Konzept des Projektes „Dein Finnland“ vor. Hierbei zeigten sie auch Aspekte auf, die gutes Storytelling braucht.

Während für Touristiker das Produkt im Vordergrund steht, wollen Reisende Emotionen. Kann sich der Kunde mit dem beworbenen Produkt identifizieren, erweckt dies Sympathie und schafft Vertrauen. Ein weiteres Stichwort ist Leidenschaft: Leidenschaft für Reisen und einmalige Erlebnisse, Leidenschaft für Natur und Wandern. Finnland bietet den Reisenden grandiose Erfahrungen, die gut erzählten Stories und visuell ansprechende Videos bringen die Augen zum Glänzen.

„Stories liegen überall, auch im Detail“: Durch Details entsteht ein besserer Gesamtüberblick, der über die klaren Seen und dichten Wälder hinausgeht. Leidenschaft gepaart mit Authentizität führt zu einem inspirierten Kunden. Der Kunde will mehr.

Durch Leidenschaft sollen Touristen zu Reisen nach Finnland animiert werden.
Durch Leidenschaft sollen Touristen zu Reisen nach Finnland animiert werden.

 

Die Customer Journey

In der Customer Journey ist Content sehr relevant. Durch gutes Storytelling werden Menschen inspiriert, suchen nach weiteren Informationen und buchen schlussendlich eventuell eine Reise. Und das nur, weil sie durch guten Content auf die Destination aufmerksam wurden. Auch während und nach der Reise spielt Content eine große Rolle – Stichwort User Generated Content. Natalie’s Blogbeitrag zufolge wählen junge Reisende Reiseziele häufig danach aus, ob diese sich gut auf der Plattform Instagram präsentieren lassen. Passenderweise gibt es auch zu diesem Trend einen Artikel auf der Website: Welche finnischen Orte eignen sich am besten für Instagram?

Storytelling und Content finden sich also in der gesamten Customer Journey wieder. Daher lohnt sich eine Content Strategie. Im Fall von Finnland trug die gut durchdachte Strategie übrigens ihre Früchte: Visit Finland fokussierte sich 2014 auf den deutschen Markt und konnte mehr deutsche Touristen verzeichnen. Besonders beliebt war übrigens Winterurlaub – vielleicht inspiriert durch den Weihnachts- und Winter Content?!

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Exklusives Interview mit einem der Erfinder der Content Service Plattform Contentpepper

Marc Czieslick,  einer der Geschäftsführer von App&Web Multikanal Marketing und den Erfindern  von Contentpepper, präsentierte uns Mitte November den Schlüssel zu einer erfolgreichen .Content Marketing Strategie: eine Content Service Plattform. Das junge Unternehmen (Gründung 2013) mit Sitz in Köln und Münster. Mit einem Team von 24 Mitarbeitern entwickeln sie kontinuierlich an der Zukunftsfähigkeit von Content-Marketing-Strategien.

Was ist eine Content Service Plattform? Diese Informationen findest du in meinem letzten Blogpost. Link zu „Vom Content Chaos zur innovativen Content Service Plattform“.

In einem Interview erzählt uns Marc die Hintergründe von Contentpepper und welche Mission sie verfolgen. Auch für Kunden mit kleinem Budget ist eine Lösung in Planung.

Auf der „Über Uns“-Seite von Contentpepper ist die Rede von „Pain Points“. Was waren die ausschlagenden Punkte zur Gründung Eurer Geschäftsidee?

Wir, die beiden Gründer von Contentpepper, waren bei einem CMS-Hersteller angestellt und haben bemerkt, dass der Markt mehr als die Funktionen benötigt, die ein klassisches CMS bietet. Insbesondere die steigende Anzahl an Marketingkanälen war mit den damals vorhandenen Systemen nicht gut zu verwalten.

Wie lautet die Mission von Contentpepper und welchen Nutzen trägt die Gesellschaft von Content-Service-Plattformen?

Technisch tragen Content Service Plattformen zur Reduzierung von Komplexität bei. Gleichzeitig wird dadurch die Effizienz von Redakteuren und Mitarbeitern im Marketing gesteigert.

Ein wichtiger Faktor für die Etablierung von einer Content-Service-Plattform ist das verfügbare Budget der Kunden. Was ist Euer Go-To-Paket für Kunden mit kleinem Budget?

Aktuell starten unsere Enterprise-Pakete in der Größenordnung von 12.000 Euro im Jahr. Unser Durchschnittskunde zahlt zwischen 25.000 Euro und 30.000 Euro. Aktuell sind wir in der Planungs- und Konzeptionsphase, um Contentpepper auch als Cloud-Service anzubieten. Ziel ist es, Enterprise-Funktionen auch für wenige hundert Euro im Monat auf dem Markt zu platzieren.

Contentpepper ist Gewinner des „Innovationspreis-IT – Initiative Mittelstand 2018“ im Bereich CMS. Was hebt Euch von der Konkurrenz ab?

Es gibt auf dem Markt viele Einzellösungen, die ein Problem bzw. einen Use Case im Marketing- und Kommunikationsprozess bedienen. Wir haben es geschafft, diese Use Cases in Form von Content Services auf einer zentralen Plattform modular anzubieten. So kann sich jeder Kunde passgenau seine Kommunikations- und Marketingplattform zusammenstellen. Von klassischen Websites über Social-Media-Anbindung bis hin zur App für iOS und Android stehen Lösungen zur Verfügung und können dann zur Lead-Generierung, für das Content Marketing etc. genutzt werden.

Ihr arbeitet unter anderem mit künstlicher Intelligenz, viele sehen das Thema skeptisch. Wie würdest Du diese von KI überzeugen?

Wir haben schon heute eine Lösung in unserer Plattform, die den Content basierend auf persönlich vorgenommenen Einstellungen automatisiert, um dem Leser oder dem Nutzer die besten Inhalte zu liefern. Wenn Künstliche Intelligenz diesdurch „Lernen“ noch besser hinbekommt, dann erhalten die Nutzer tatsächlich die gewünschte Information zur richtigen Zeit auf dem richtigen Kanal. Aus meiner Sicht ist dies eine Win-Win-Situation für Unternehmen und Konsumenten.

Welche Technik-Trends werden sich deiner Meinung nach 2019 etablieren?

Ich glaube, dass wir mit der künstlichen Intelligenz noch ganz am Anfang stehen, aber dass die tatsächliche Umsetzung und der Einzug in den Alltag rasend schnell kommen wird. Hier werden auch im Jahr 2019 schon bemerkenswerte Verschmelzungen von verschiedenen Trends stattfinden. Ich denke da an den weiteren Einzug von Sprachsteuerung über Siri, Alexa & Co. in Verbindung mit virtuellen Realitäten im Haus und am Arbeitsplatz. Wahrscheinlich zeigen uns die Echo-Bildschirme schon bald als VR-Bild, wie das Kleidungsstück an uns aussieht, nach dem ich es gestern gegoogelt habe…

Hast Du abschließende Tipps an uns Studenten im Bereich Onlinekommunikation, um optimal in der neuen Welt durchzustarten?

Ich kann nur empfehlen, jeden Prozess und jedes System, auf das die Studenten treffen, einmal zu hinterfragen. Vieles geht heute besser, schneller und effizienter als noch vor zwei oder drei Jahren. Den Druck der Digitalisierung müssen insbesondere die Studenten in die Unternehmen tragen – dabei viel Spaß!

Vielen Dank an Contentpepper!

Hiermit möchten wir uns recht herzlich bedanken für die Zusammenarbeit mit Contentpepper und die Unterstützung von anstrebenden Studenten im Bereich Online-Kommunikation. Wir freuen uns auf die Umsetzung und Veröffentlichung unserer Content-Service-Plattform und sind gespannt, was uns Contentpepper in Zukunft noch bringen wird.

Wir wünschen Allen ein frohes Fest und besinnliche Feiertage!

 

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„Vom Content Chaos zur innovativen Content Service Plattform“

Twitter, Facebook, Homepage, YouTube, Blogs und vieles mehr. Wo fange ich an? Was ist interessant? Schon wieder ein Post verpasst? Gerade die Unternehmen investieren viel Zeit und Kosten in die Generierung und Distribution von Content. Die Lösung: Content Service Plattform!

In der heutigen Zeit werden wir überschüttet mit Content. Es ist schwer zu selektieren, welche Informationen relevant für uns sind und wo wir welche Informationen finden. Für Unternehmen ist die personalisierte Contentproduktion aufwendig, kostet viel Zeit und Nerven. Einer der Geschäftsführer von App&Web Multikanal Marketing, Marc Czieslick, präsentierte uns Studenten der h_da im Bereich Online-Kommunikation, die Lösung! Eine Content Service Plattform ist der Schlüssel zum Erfolg jeder Content-Marketing-Strategie. Achtung Spoiler-Alarm: An Weihnachten um 12 Uhr erscheint ein exklusives Interview mit Marc.


Was ist eine Content Service Plattform?

Egal ob, Postings auf Social-Media-Kanälen, Videos auf YouTube, Bilder auf Pinterest, Blogbeiträgen, Inhalte der Unternehmenshomepage. All diese Informationen werden gesammelt und verknüpft auf einer Plattform. Schluss mit aufwendiger Aufbereitung und Distribution von Content. Schluss mit stundenlangen Suchen, Folgen und Liken. Contentpepper präsentiert die Informationen auf einem Silbertablett. „Vom Content Chaos zur innovativen Content Service Plattform“, so beschreibt es Marc Czieslick. Nach diesen Worten ging uns allen Studentinnen ein Licht auf: Wie genial ist diese Lösung!

Eine Content Service Plattform bietet die Aggregation von Content, die Automatisierung von Prozessen, ein einheitliches Layout und Personalisierung, sowie eine einfache Distribution, Monetarisierung, Lead Management und Content Transformation. Alles aus einer Hand, auf einer Plattform.

Wie funktioniert der Prozess?

Marc erklärte es uns anhand von Contentpepper in drei Schritten . Schritt eins: Bestehende Datenstrukturen verbinden. Über (REST)-API können verschiedene Contents aus unterschiedlichen digitalen Quellen verknüpft werden. Hierdurch entsteht ein riesiger Pool aus Inhalten. Im Schritt zwei werden die verschiedenen Content Service aktiviert. Der Redakteur kann unter anderem aus den Tools Personalisierung, Erstellung, Verteilung, Layouting wählen und somit den Content optimal aufbereiten. Im dritten Schritt werden die Kanäle für die Distribution bestimmt. Automatisierungsprozesse ermöglichen ein Just-in-Time Posting auf mehreren Kanälen.

Mit Hilfe von Data Analytics, Tracking und lernenden Content Engines werden dem Nutzer personalisierte und dem Nutzerinteresse angepasste Informationen zur Verfügung gestellt. Künstliche Intelligenzen stehen hier noch am Anfang, bieten aber großes Potential um den Nutzern zukünftig den passenden Content, zur richtigen Zeit, im genutzten Kanal automatisiert auszuspielen. Des Weiteren besteht noch die Möglichkeit per API-Schnittstelle weitere Tools zur Datenanalyse oder E-Commerce Inhalte einzubinden. All diese Vorgänge sind automatisiert und sparen nicht nur Zeit, sondern auch Kosten.

Das Resultat: Nur ein Tool bearbeitet, verwaltet und verteilt allen digitalen Content. Hierdurch entsteht eine einheitliche Customer Journey und spart nicht nur den Unternehmen Zeit und Kosten, sondern bietet einen Mehrwert. Insbesondere dem Endkunden!

Welche Vorteile bringt eine Content Service Plattform mit sich?

Jetzt stellen sich bestimmt viele die Frage, was kostet die Implementierung? Die Antwort: Ja, es kostet Geld, aber es ist wie eine Investition von erneuerbaren Energien anzusehen. Die Einführung einer Content Service Plattform erspart nicht nur Zeit, sondern langfristig gesehen auch Kosten. Beginnend durch die automatische Multikanal-Ausspielung auf verschiedenen Kanälen, egal ob Smart-Phone, Tablet oder sogar Smart-Watch entsteht eine Kostenersparnis von 70-80%. Und das ist nicht alles, erklärte uns Marc! Hier noch weitere Beispiele: Einheitliche Layout-Konfiguration erspart Kosten von 60-80%, Automatisierung und flexible Platzierung von Content auf diversen Portalen erspart jährlich 20-30% der Zeit.

Welche Zielgruppe möchte Contentpepper ansprechen?

Unternehmer, aber auch kleine Teams, die ihre Content-Marketing-Strategie zielgerichtet einsetzen wollen, mehr Leads generieren und komplexe Content Strukturen auf den Grund führen wollen. Sie möchten der Digitalisierung einen Schritt voraus sein und das Content Chaos strukturieren, aktivieren und optimal dem Kunden zur Verfügung stellen.

Der Höhepunkt – Unsere eigene PR-Fundsachen-Plattform

App&Web sponsert und ermöglicht uns Studenten die Zusammenarbeit mit einer Content Service Plattform und wir sind die Ersten des Studienganges Online-Kommunikation, die damit arbeiten dürfen. Im Rahmen unserer Lernagentur wird uns eine auf unsere Bedürfnisse angepasste Plattform zur Verfügung gestellt. Unsere Aufgabe ist es im Namen der PR-Fundsachen zum Ende des Semesters drei verschiedene Content Hubs zu bauen und zu veröffentlichen. Unsere Hubs beziehen sich auf aktuelle Technik-Trends, Tech-For-Good und Technik im Tourismusmarketing.

Seid gespannt: Ende Januar geht unsere Content Service Plattform von Contentpepper online!

Weitere Informationen zu Contentpepper findet ihr unter www.contentpepper.de 

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Personalisierter Content (und woher er kommt)

Die Zeiten, in denen Content für jeden gleich aussah sind schon lange vorbei. Personalisierte Inhalte sind auf dem Vormarsch und aus vielen Online-Angeboten nicht mehr wegzudenken.

Aber wie funktioniert das?

Zuerst einmal sollte sich jeder, der beim Browsen keine Anonymisierung verwendet (Proxys, Private Modus des Browsers etc.) bewusst sein, dass er auch personalisierte Inhalte angezeigt bekommt. Ob er nun will, oder nicht. Kann man sich dagegen wehren? Ja. Aber dazu später mehr.

Am einfachsten lässt sich Personalisierung am Beispiel von Amazon erklären. Jeder der das Onlineshopping-Portal schon einmal benutzt hat weiß, dass die Startseite nach jeder Suche anders aussieht. Der Grund dafür liegt auf der Hand – Amazon versucht, sich unseren Interessen anzupassen und somit schneller Kaufanreize zu schaffen. Unsere vergangenen Suchanfragen sind mit unserem Nutzerkonto verknüpft und so fällt es Amazon leicht, Muster und Präferenzen zu erkennen. Trotzdem funktioniert diese Anpassung auch, wenn wir gar nicht eingeloggt sind. Wie das?

Kekse! Kekse überall!

Kekse? Ja, Kekse. Cookies um genau zu sein. Cookies sind kleine Textdateien, die Webseiten in unserem Browser speichern und auch wieder abrufen können. Sie enthalten unter anderem Informationen über zuvor besuchte Seiten, Sprache, Standort, Interessen etc..

Viele Websitebetreiber machen sich Cookies zunutze, indem sie ihr Angebot entsprechend der gespeicherten Informationen anpassen. Für viele mag sich das überraschend, oder sogar erschreckend anhören, doch ohne Cookies, würde im Internet so einiges komplizierter werden. Beispielsweise sind sie notwendig, um Nutzer beim Login zu authentifizieren (durch sog. Session-IDs)

Wer sich genauer über die Funktionsweise von Cookies informieren möchte, kann das hier tun.

Amazon Cookies
Mit Google Chrome lassen sich gespeicherte Cookies ganz einfach anzeigen: F12 drücken, auf den Menüpunkt „Applications“ navigieren und links auf „Cookies“ klicken

Der gläserne Nutzer?

Die Personalisierung von Content ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass Onlineportale detaillierte Verhaltensmuster über ihre User erstellen und auswerten können. Hier ein Beispiel:

Ich bestelle über Amazon üblicherweise Technikprodukte, wie PC-Komponenten. Dementsprechend sieht auch meine persönliche Startseite aus:

Personalisierte Amazon Startseite
Personalisierte Amazon Startseite

Anfang jedes Jahres hat meine Mutter Geburtstag. Von mir bekommt sie unter Anderem immer eine neue CD von Künstlern, die ihr gefallen könnten. Logischerweise werden diese ebenfalls über Amazon geordert, wer fährt denn auch heute noch zu Media Markt, um sich eine CD zu kaufen?

Die Webanalyse-Abteilung bei Amazon sieht das und zieht Ihre eigenen Schlüsse aus diesem Verhalten. Grob herunter gebrochen könnte das ungefähr so aussehen:

 

Nutzer ist Technik-Fan -> Wir zeigen ihm Produkte, die in diese Kategorie fallen

Einmal im Jahr (immer im Januar) bestellt Nutzer eine CD mit ruhiger Gitarrenmusik -> Auffälliges verhalten, das vom üblichen Schema abweicht

Interpretation: Jedes Jahr im Januar ist ein wiederkehrendes Event an dem Nutzer eine andere Produktkategorie verwendet

Reaktion: Jeden Januar werfen wir ihm CDs mit ruhiger Gitarrenmusik auf die Startseite, damit er auch nicht vergisst bei uns zu bestellen

 

Und plötzlich darf ich mir jeden Januar folgendes Ansehen:

Personalisierte Amazon Startseite
Personalisierte Amazon Startseite

Maschinen steuern unsere Customer Journey

Das obige Beispiel ist an Komplexität kaum zu unterbieten und dient nur zur Veranschaulichung. Der aktuelle Stand der Personalisierung ist aber schon viel weiter.
Beispielsweise versucht Google derzeit mit Hilfe von künstlicher Intelligenz, Werbeanzeigen immer mehr auf den individuellen User abzustimmen.

Aber wollen wir das? Sollen zukünftig nur noch Algorithmen darüber entscheiden, welche Produkte wir auf Amazon angezeigt bekommen? Und wie viele Informationen will ich überhaupt über mich preisgeben? All diese Fragen muss jeder für sich selbst beantworten, es gibt sowohl Vor- als auch Nachteile durch diese Entwicklung. Für diejenigen, die sich von diesem Trend eher abwenden wollen, gibt es aber diverse Möglichkeiten, Tracking und Personalisierung zu verhindern.

Beispielsweise bietet jeder Browser einen Privaten Modus (Chrome: Inkognito-Modus, Firefox: Privater Modus, Safari: Privates Surfen). Dieser verhindert unter anderem, dass Cookies von Webseiten dauerhaft im eigenen Browser gespeichert werden. Zusätzlich bieten alle modernen Browser die Möglichkeit, sogenannter „Do-Not-Track-Anforderungen“ (DNT)  zu senden. Diese verhindern, dass Persönliche Daten zur Erstellung von Benutzerprofilen gespeichert werden. Diese bieten jedoch leider keine 100%ige Sicherheit, da viele Websitebetreiber DNTs nicht mehr akzeptieren.

Wem das noch nicht reicht, kann zusätzlich durch die Verwendung von einem (oder mehreren) Proxyserver(n) seine Identität und seinen Standort verschleiern. Was das ist und wie das funktioniert, lässt sich hier nachlesen.

 

 

Quellen:

Slideshare Ferdinand V. Seggern Im Rahmen des #cosca17 (23.06.2017)

„Personalisierung in Online-Shops – was bringt es und wann funktioniert es?“ – Novalent Magazin (09.06.2015)

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„Qualität zählt heute mehr denn je“

Im Vorfeld des Content Strategy Camp 2015  (#cosca15) am Mediencampus in Dieburg haben wir den Sponsoren des Barcamps Fragen zum Thema Inhalte und Platzierung gestellt. Das folgende Interview mit Christian Gericke von Acrolinx aus Berlin thematisiert ebenfalls die Punkte Content Marketing und Strategien.

Quelle: Acrolinx_Hoffotografen
Quelle: Acrolinx_Hoffotografen

Christian Gericke, SVP Sales EMEA / APAC and Global Client Services, verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung im Bereich Dokumenten- und Informationsmanagement. Vor seiner Tätigkeit bei Acrolinx war Gericke 3 Jahre bei HP als Regional Business Manager für das HP Indigo- und Inkjet-Web-Press-Geschäft in Mittel- und Osteuropa verantwortlich. Unter seiner Verantwortung, die Vertrieb, Marketing und Services umfasste, verzeichnete seine Organisation zweistellige jährliche Wachstumsraten. Gericke war davor Geschäftsführer bei Exstream Software und für den deutschsprachigen Raum und Osteuropa zuständig. Im Zuge der Übernahme des Unternehmens durch Hewlett-Packard kam er zu dem amerikanischen Technologiekonzern.

Acrolinx ist Sponsor des Content Strategy Camp. Welchen Aspekt von Content Marketing adressieren Sie?

Acrolinx beschäftigt sich mit dem eigentlichen Content, denn seine Qualität zählt heute mehr denn je. Es geht darum, Content wettbewerbsfähig zu machen. Er muss sich aus der Flut der verfügbaren Informationen abheben, sonst werden ihn Ihre Kunden weder finden noch lesen. Content sollte leicht zu finden, gut lesbar und ansprechend sein. Um enge Kundenbeziehungen aufzubauen, ist der beste Content gerade gut genug. Dabei muss er nicht nur inhaltlich richtig und einheitlich sein, auch der Tonfall (Tone of Voice) muss Ihrer Zielgruppe entsprechen. Ihr Content gibt Ihrem Unternehmen eine eigene Persönlichkeit, daher müssen alle im Unternehmen mit einer Corporate Language sprechen. Doch wie bringen Sie sämtliche Autoren in Ihrem Unternehmen dazu, in Ihrer Corporate Language zu schreiben und Ihre sprachlichen Vorgaben einzuhalten? Genau an diesem Punkt setzt Acrolinx an: Mit unserer Content Optimization Platform verwalten Sie Ihre Sprachstandards, setzen sie unternehmensweit durch und bewerten sie.

Acrolinx fungiert quasi als automatisierter Wächter über die Corporate Language als Teil der CI?

Genau. Content entsteht heute in unterschiedlichsten Abteilungen, wie: Marketing, PR, Technische Dokumentation, Training, Produktteams – um nur einige zu nennen. Die erstellten Inhalte werden oft in bis zu 30 Sprachen übersetzt. Um den Prozess der Content-Erstellung konsistent, effizient und kostengünstig zu halten, nutzen Autoren deshalb Acrolinx. Und zwar da, wo der Content entsteht. Acrolinx ist mit einer Vielzahl von Autorenwerkzeugen und Content-Plattformen kompatibel, damit das gesamte Unternehmen Ihre Kunden einheitlich mit einer Corporate Language anspricht, getreu unserem Motto „Speak With One Voice“.

Mal ganz konkret: Prüft Acrolinx den Content bereits während der Erstellung auf die Einhaltung von Unternehmens- und Markenstandards?

Richtig. Viele Unternehmen machen ihren Autoren Vorgaben in Form von Styleguides, Terminologielisten oder Redaktionsleitfäden. Doch Autoren nehmen diese Vorgaben oft nicht zur Kenntnis oder halten sich nicht daran. Auch werden Vorgaben aus einem Redaktionsleitfaden oft unterschiedlich interpretiert, wenn es zum Beispiel um die Kundenansprache geht. Um dem entgegenzuwirken, können Sie die Vorgaben und Regeln Ihres Unternehmens in Acrolinx abbilden. Dies umfasst Richtlinien für Stil und Tonfall, Keywords für die Suchmaschinenoptimierung sowie Terminologie, Rechtschreibung und Grammatik. Wir haben zahlreiche Projekte rund um den Globus durchgeführt und unseren Kunden geholfen, mit einer Stimme zu sprechen. Mit unseren Regelsets können Sie sofort starten. Ihre Autoren sind schnell produktiv. Mit Acrolinx als Schaltzentrale für die Verwaltung und das Nachschlagen der Terminologie profitieren zudem alle Personen im Unternehmen.

Bietet Acrolinx auch Analysen und Berichte für die Erfolgskontrolle?

Ja, Acrolinx erfasst Leistungs- und Nutzungsdaten, die als Grundlage von Berichten für verschiedene Adressaten dienen. Zum Beispiel für Führungskräfte als Beleg für Qualitätssteigerungen und Kostensenkungen. Oder für Manager als Beleg, wie oft Autoren Acrolinx nutzen und an welchen Punkten sie Unterstützung bei der Content-Erstellung benötigen. Mit den Analysefunktionen von Acrolinx können Sie die Ergebnisse bewerten, Kosteneinsparungen berechnen und Problembereiche ermitteln.

Können Sie uns ein paar Acrolinx-Kunden nennen?

Wir unterstützen unter anderem IBM, Adobe, Philips, Siemens, MAN und Liebherr dabei, Marketing-Content und technische Texte zu vereinheitlichen und zu verbessern. Mehr Kunden und Anwenderberichte finden Sie auf unserer Website www.acrolinx.de.

Herr Gericke, vielen Dank für das Gespräch.

Im Rahmen der Interviewserie sprachen wir auch mit Susanne Ullrich und Saim Alkan.

 

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„Das wichtigste Qualitätskriterium ist die Weiterverbreitungsrate“

Im Vorfeld des Content Strategy Camp 2015  (#cosca15) am Mediencampus in Dieburg haben wir den Sponsoren des Barcamps drei Fragen zum Thema Inhalte und Platzierung gestellt. Wir starten in dieser Ausgabe mit Susanne Ullrich von Brandwatch. Ullicht ist der Meinung, dass in der Social Media-Welt vor allem die Weiterverbreitungsrate entscheidend ist.

Quelle: Privat
Quelle: Privat

Susanne Ullrich ist Head of Marketing DACH bei dem internationalen Social Media Monitoring Tool-Anbieter Brandwatch und leitet das Berliner Büro. Zuvor war sie im Kommunikationsbereich bei einem Suchmaschinenspezialisten sowie in einer Agentur tätig. Im BVDW ist sie als stellvertretende Vorsitzende der Fokusgruppe Social Media aktiv. Darüber hinaus engagiert sie sich bei den Digital Media Women.
Twitter: @ullrichsusanne

 

  1. Was brauchen Inhalte um zu überzeugen?

Inhalte überzeugen immer dann, wenn sie für die Zielgruppe relevant und nützlich sind. Deshalb ist es wichtig, das Firmen ihren Content so aufbereiten, dass er einen echten Mehrwert für die Kunden darstellt – sei es, weil er unterhaltsam ist, zusätzliche Informationen bereitstellt oder einen praktischen Nutzen bietet. Einen wichtigen Trend stellt in diesem Zusammenhang das “Real Time Marketing” dar. Mittels Social Media Monitoring Tools können Unternehmen in Echtzeit erkennen, welche Themen gerade für die Community interessant sind und zeitnah mit passendem Content darauf reagieren. Das kommt sehr gut an, wie aktuelle Beispiele von KitKat, Oreo oder SIXT zeigen.

  1. Wie platziert man Inhalte erfolgreich?

Das kommt ganz darauf an, wo sich die eigenen Zielgruppen bewegen. Ist man beispielsweise ein Hersteller von Motorradhelmen kann es zielführender sein, die Inhalte in spezifischen Motorsport-Foren zu platzieren statt sie in aller Breite über die gängigen Social Networks wie Facebook oder Twitter zu streuen. Aber auch hier gibt es die Möglichkeit, über Gruppen & Co. ganz bestimmte Gruppen anzusprechen. Als Marke mit einer sehr breiten Zielgruppe hingegen kann es durchaus eine gute Methode sein, die Inhalte weit gefächert über die gängigen Netzwerke zu verbreiten. Es ist immer gut, eine Basis zu haben, auf der der Content zentral zu finden ist – sei es z. B. ein Blog oder andere Sektionen der eigenen Webseite. Zu dieser Stelle kann man über alle Kanäle zurücklinken und schafft dadurch eine gute Struktur. Darüber hinaus können Influencer und eine starke Community dazu beitragen, dass Inhalte erfolgreich weiterverbreitet werden.

  1. Welche Möglichkeiten gibt es, die Qualität von Inhalten zu bewerten?

Das wichtigste Qualitätskriterium ist in der Social Media-Welt die Weiterverbreitungsrate der Inhalte. Ist der Content aus Sicht der Zielgruppen wirklich relevant, gut und teilenswert, wird er von der Community weiterempfohlen. Dies muss natürlich im Kontext betrachtet werden, denn nicht jeder Inhalt, der sich rasant im Netz verbreitet, ist hochqualitativ, sondern manchmal einfach nur unterhaltsam. Darüber hinaus gibt es weitere geschäftsrelevante Metriken, um die Qualität zu bewerten – so beispielsweise das Feedback auf den Content (z. B. durch Umfragen oder Social Media Monitoring), die Download-Zahlen oder die Klicks auf weiterführende Links innerhalb der Inhalte.

Im Rahmen der Interviewserie sprachen wir auch mit Saim Alkan und Christian Gericke.

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„Inhalte müssen eine Beziehung zum Leser schaffen“

Im Vorfeld des Content Strategy Camp 2015  (#cosca15) am Mediencampus in Dieburg haben wir den Sponsoren des Barcamps drei Fragen zum Thema Inhalte und Platzierung gestellt. In der zweiten Ausgabe kommt Philipp Renger zu Wort. Er uns seine Kollegen der aexea GmbH bewerten Qualität von Informationen zunächst auf die traditionelle Art und Weise.

Quelle: aexea GmbH
Saim Alkan Quelle: aexea GmbH

Saim Alkan ist Geschäftsführer der aexea GmbH – communication. content. consulting. Die Kommunikationsagentur mit Sitz in Stuttgart ist Spezialist für Beratung und Redaktion.

 

 

 

Philipp Renger Quelle: aexea GmbH
Philipp Renger Quelle: aexea GmbH

Philipp Renger ist Marketing- und PR-Manager im Team von aexea. Er beantwortet unsere drei Fragen zur Contentplatzierung:

1. Was brauchen Inhalte, um zu überzeugen?

Inhalte müssen eine Beziehung zum Leser schaffen. Die Inhalte müssen relevant sein – dem User in seiner Situation die Informationen liefern, die er braucht. Sie müssen auf die richtige Art und Weise aufgearbeitet sein, so dass der User sich angesprochen und verstanden fühlt.

2. Wie platziert man Inhalte erfolgreich?

Inhalte müssen dort sein, wo sich die Zielgruppe aufhält.

3. Welche Möglichkeiten gibt es, die Qualität von Inhalten zu bewerten?

Inhaltsqualität bewerten wir zunächst auf traditionelle Art und Weise in den journalistischen Qualitätsdimensionen Richtigkeit, Relevanz, Aktualität und Vermittlung. Sind die Informationen richtig, aktuell und für den User interessant und passend aufbereitet? Und natürlich prüfen wir, ob die Texte (das sind unsere Kern-Inhalte) online-gerecht aufbereitet sind: klare Sprache, passender Aufbau, der den Einstieg leicht macht und scanbare Textgestaltung. Und dazu achten wir in den Analysen auf das Userverhalten: Welche Seiten werden angeklickt? Und wo bleibt der Leser länger? Welche Seiten empfiehlt er weiter?

Im Rahmen der Interviewserie sprachen wir auch mit Christian Gericke und Susanne Ullrich

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