Influencer-Marketing für den guten Zweck

Influencer machen Product Placement – das kennen wir schon. Doch manche verbessern auch die Welt.

Wie? Influencer nutzen ihre Reichweite, um auf Probleme und Missstände in der Welt hinzuweisen und Handlungsvorschläge zu geben.

Warum? Weil sie innerhalb ihrer Communities starken Einfluss auf Meinungen und Verhaltensweisen nehmen und diese ändern können.

Wer? Ich zeige euch ein Beispiel.

 

Anzeige, Werbung, Product Placement

Influencer sind, wie das Wort schon sagt, Einflussnehmer und Meinungsmacher. Sie besitzen hohes Ansehen innerhalb ihrer Followerschaft. Sie gelten bei ihren Fans als Experten auf ihrem Gebiet. Sei es zum Thema Mode, Reisen oder Beauty – ihre Follower vertrauen den geposteten Tipps und Aussagen. Damit erreichen sie den Status eines Vorbildes und das besonders für Jugendliche und junge Erwachsene.

In den Posts finden sich vor allem Produktplatzierungen – im Kern also klassische Werbefotos oder-videos, die unter dem Anschein des alltäglichen Lebens verpackt werden. Diese bringen je nach Anzahl der Follower und täglicher Traffic auf dem Profil ein entsprechendes Entgelt. Influencer-Marketing wird von Unternehmen gezielt genutzt, um Kunden innerhalb einer bestimmten Zielgruppe auf ihr Produkt aufmerksam zu machen – eine einfache und vergleichsweise günstige Werbestrategie mit viel Wirkung.

 

Influencer-Marketing unter dem Hashtag #lovetheocean

Erfreulicherweise nutzen einige Influencer ihre Reichweite und Bekanntheit, um auf gesellschaftliche Problematiken und Missstände in der Welt aufmerksam zu machen. Die angesprochenen Themen verbreiten sich schnell und stoßen auch außerhalb der eigenen Community auf Reaktionen.

Die Influencer-Marketing-Kampagne von Davidoff „Cool Water“ und National Geographic läuft seit 2012 unter dem Hashtag #lovetheocean. Dabei steht die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll in den Meeren und an Stränden im Vordergrund. Das Ziel aller Beteiligten ist, bis 2020 zehn Prozent der Weltmeere zu offiziellen Naturschutzgebieten zu erklären und damit großflächige Meeresschutzgebiete zu schaffen.

Bekannte Influencer, wie André Hamann und Scott Eastwood (der Sohn des Schauspielers Clint Eastwood) haben sich an der Aktion beteiligt und bei ihren Followern um Unterstützung gebeten. Eine verkaufte Flasche des Davidoff-Parfums rettet 10.000 Quadratmeter Ozean.

Aufgrund des großen Erfolgs der Kampagne hat André Hamann sie eigenständig verlängert und auf verschiedenste Orte der Welt ausgeweitet: angefangen am Strand in San Diego über den Timmendorfer Strand bis nach Bali. Durch lokale Säuberungsaktionen werden die Strände vom Müll befreit und gleichzeitiges Posting in den sozialen Netzwerken schafft Aufmerksamkeit für die Problematik.

Quelle: Instagram-Profil André Hamann

 

2050: Viel Plastikmüll, weniger Fische

Die Menge an Plastikmüll in den Meeren übersteigt jegliche Vorstellungskraft. Laut WWF Deutschland landen jährlich circa 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren. Auf dem Meeresgrund sieht es noch schlimmer aus. Dort befinden sich circa 80 Millionen Tonnen abgesunkener Plastikmüll. Die erschreckende Prognose: im Jahr 2050 befindet sich mehr Plastikmüll wie Fische in den Ozeanen.

Sicherlich ist der Erfolg der Kampagne unter anderem der Bekanntheit der Marke Davidoff zuzusprechen. Fakt ist, dass Davidoff auf der entsprechenden Kampagnenseite Produktplatzierungen vorgenommen und damit Werbung für das Parfum „Cool Water“ gemacht hat. Im Vordergrund stand allerdings jederzeit die Message und die Aktion #lovetheocean. Auch wenn Davidoff sicherlich den ein oder anderen Dollar beim Verkauf eines Parfums kassiert, die gute Absicht steht außer Frage.

Unter dem Hashtag #lovetheocean finden sich aktuell knapp 240.000 Beiträge, welche die Reichweite und den Erfolg der Kampagne verdeutlichen. Sicherlich fallen nicht alle Postings unter die entsprechende Kampagne, allerdings sorgt Davidoff regelmäßig dafür, dass die beliebtesten Beiträge des Hashtags auf die Kampagne aufmerksam machen. Somit wurde wissentlich ein Hashtag gewählt, den viele Instagram-User in einem anderen Zusammenhang nutzen, wie zum Beispiel bei einfachen Strandschnappschüssen aus dem Urlaub am Meer. Gerade dadurch sensibilisiert die Kampagne die Nutzer und Follower für das Thema Umweltverschmutzung.

 

Mit einfachen Mitteln zur großen Wirkung

Nicht immer ist eine große Marke oder ein bekannter Sponsor nötig, um als Influencer Gutes zu tun. Allein das Aussprechen kann in den Köpfen der Follower ein Umdenken bewirken. So machen beispielsweise Mode-Blogger/innen auf das Thema Tierpelz aufmerksam, indem sie in ihren Posts erwähnen, dass sie selbst aus Gründen des Tierschutzes, keinerlei Echt-Pelz tragen. Oder Make-up-Influencer verdeutlichen, dass sie tierversuchsfreie Kosmetik-Produkte verwenden und legen ihren Fans nahe, es ihnen nachzutun. Diese Meinung kann sich durchaus in den Köpfen der Follower verfestigen und weitertragen.

Für Influencer gibt es über das reine Product Placement hinaus, etliche Möglichkeiten innerhalb ihrer Community bestimmte Themen anzusprechen und für Unterstützung zu werben. Gleichzeitig erreichen sie dadurch eine höhere Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit – eine win-win-Situation für alle Beteiligten!

Wie Influencer Cheng Loew es mit Herzblut und einer non-profit-Kampagne geschafft hat, in Tansania eine Wasserleitung zu bauen, erfahrt ihr in wenigen Tagen.

 

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Interview: Philipp Meier (mainzplus CITYMARKETING) über digitales Stadtmarketing und Virtual Reality

Die Digitalisierung verändert auch das Stadtmarketing enorm. Die Stadt Mainz leistet Pionierarbeit und setzt bereits Virtual und Augmented Reality ein. Der Bereichsleiter Marketing & Tourismus der mainzplus CITYMARKETING GmbH, Philipp Meier, gibt im Interview exklusive Einblicke.

 

 

Wie beurteilen Sie die Veränderung des Tourismus durch die Digitalisierung?

Die Digitalisierung ist einer der Megatrends, der die Rahmenbedingungen auch im Tourismus komplett geändert hat. Digitale Medien wie Online-Medien und Apps hin zur künstlichen Intelligenz werden immer wichtiger, um Zielgruppen und Touristen zu erreichen. Das Informationsverhalten hat sich komplett verändert, man muss kürzere und schnellere Informationen bereitstellen. Die Digitalisierung ist quasi ein Inkubator, ein Beschleuniger, vieler Informations- und Kommunikationsprozesse.

 

Wer ist die Hauptzielgruppe im Stadtmarketing der Stadt Mainz?

Letztendlich haben wir ganz viele Zielgruppen, allen voran die BürgerInnen unserer Stadt. Insbesondere für sie und mit ihnen machen wir Stadtmarketing, da sie wichtige Markenbotschafter für die Stadt sind. In diesem Zusammenhang haben wir touristische Zielgruppen, insbesondere im Tagestourismus und dem Umkreis der Metropolregion Rhein-Main. Im Übernachtungstourismus gibt es sowohl nationale als auch internationale Gäste. Diese kommen häufig von Übersee aus Amerika oder auch zunehmend aus dem chinesischen Raum. Es ist immer wichtig nach innen zu arbeiten und die BürgerInnen mit einzubinden – denn die kennen die Stadt und ihr Lebensgefühl am besten. Wenn wir die dann der Stadt Mainz und somit die „Marke Mainz“ definiert haben, können wir das auch gut nach außen transportieren.

 

Welche Projekte gibt es für die Bürger?

Mit der Binnenmarketing Kampagne “#mainzgefühl” waren wir auf der Suche nach der Marke Mainz: Was ist das Besondere an Mainz, was unterscheidet uns von anderen Städten – insbesondere was das Lebensgefühl betrifft? Mit einer großen Umfrage und einer Social Media Challenge haben wir dies herausgearbeitet. Im zweiten Schritt werden wir mit den Ergebnissen nach außen treten und das „Mainz-Gefühl“ authentisch kommunizieren.

 

Mit der MAINZ-App gibt es seit März 2018 eine App, die alle Highlights und Informationen der Stadt zusammenfasst. Wie wollen Sie mit dieser App die Zielgruppen erreichen?

Für die Bürger ist die App ideal, um sich zum Beispiel über Veranstaltungen zu informieren. Auch für kulturelle Sehenswürdigkeiten lohnt sie sich. Das Römische Bühnentheater am ehemaligen Südbahnhof haben wir komplett rekonstruiert und mithilfe von Virtual Reality dargestellt. Sowohl Bürger, als auch Touristen können in die römische Zeit eintauchen und virtuell sehen, wie die Stadt damals aussah.

Ein weiteres Beispiel ist Gutenberg (Anm. d. Autors: Johannes Gutenberg, Erfinder des Buchdrucks 1450 in Mainz, seither auch bekannt als die „Gutenberg-Stadt“). Wir haben ihn in der virtuellen Welt aufleben lassen, um diese Besonderheit und die Sehenswürdigkeiten, die damit zu tun haben, in der App zu präsentieren.

 

Virtual und Augmented Reality zählen zu den Top-Innovationen in der aktuellen technischen Entwicklung. Sehen Sie sich als eine Art Vorreiter in der Tourismusbranche?

Mit der App haben wir Pionierarbeit in der Branche geleistet, in dieser Form gibt es noch keine vergleichbare App. Wir verbinden statische Informationen mit digitalen Modulen im Bereich VR und AR. Die Entwicklung hat uns großen Spaß gemacht, da wir innovativ arbeiten und Tourismus mit modernen Technologien verknüpfen konnten. Ohne die Technologien wäre vieles nicht mehr erlebbar, weil Gebäude verfallen sind oder durch den Krieg zerstört wurden.

Zusammengearbeitet haben wir hierbei unter anderem mit der Johannes Gutenberg-Universität und der Hochschule Mainz, da uns der historische und der wissenschaftliche Aspekt der Informationsaufarbeitung sehr wichtig war. Wir haben auch mit dem Mainzer Stadtarchiv gesprochen, da dort alle relevanten historischen Informationen vorliegen. Die Softwareentwicklung und Programmierung der App wurde von zwei Agenturen, VRM Digital und ZDF Digital, übernommen.

 

Wie ist das Feedback der Bürger und Touristen auf die App?

Das Feedback ist durchweg positiv. Unser Anspruch ist nun, dass wir die App noch bekannter machen. Ziel ist, dass jeder Mainzer, der ein Smartphone oder ein Tablet besitzt, die App downloadet. Derzeit steht es 50:50. Die Hälfte aller Nutzer haben den Standort Mainz, was unserem Ziel entspricht, beide Zielgruppen zu erreichen.

Eine Herausforderung ist aber vor allem die Technik, die VR und AR-Technologie funktioniert nicht auf jedem Endgerät – ältere Produkte können die modernen Technologien teilweise nicht mehr abbilden. Da sich die Geräte immer weiter entwickeln, bin ich mir jedoch sicher, dass im Laufe dieses Jahres die Geräte alle so modern sind, dass VR und AR problemlos abzuspielen sind.

 

Sie sprachen von der Weiterverbreitung der App. Influencer haben eine enorme Reichweite, sehen Sie hier Potenzial für das Stadtmarketing der Stadt Mainz?

Grundsätzlich arbeiten wir gerne und viel mit Influencern zusammen, gerade bei der Kampagne „#mainzgefühl“. Durch die vielen Follower sind sie sehr gute Multiplikatoren auf sozialen Medien, wodurch wir eine virale Reichweite erreichen konnten. Das hat uns gezeigt, dass wir auch in Zukunft noch stärker im Influencer Bereich tätig sein wollen. Auch Blogger und Reisejournalisten sowie junge Gastronomen und Gründer, die per se schon als Influencer gelten, eignen sich. Wir haben ein gutes Gefühl dabei, dass die Mischung der Influencer der richtige Weg ist. Wichtig ist für uns nicht nur die Quantität der Follower, sondern auch die Qualität der Bilder und der Bildsprache. Natürlich wollen wir besonders mit Influencern arbeiten, die ein ähnliches Bild von Mainz haben und den Fokus auf ähnliche Themen legen wie wir.

 

Vielen Dank an Philipp Meier für das Interview und die Einblicke. Weitere PR-Fundsachen Lesetipps über VR, AR und andere Innovationen findet ihr hier:

→ Virtual Reality kann in vielen Bereichen eingesetzt werden. Franziskas Beitrag über Serious Games zeigt, dass sich die Technologie gut für spielerisches Lernen eignet und so bereits von DRK Rheinhessen-Nahe verwendet wird.

→ In Werbung und Marketing ist Virtual Reality ideal, um Emotionen zu erwecken. Charlotte erläutert dies in ihrem Beitrag über Virtual Reality Marketing.

→ Auch bei TUI spielt die Technologie bereits eine Rolle. Mehr über die Wirkung von Virtual und Augmented Reality im Tourismusmarketing erfahrt ihr im Beitrag von Marina.

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Die 100 Millionen Challenge

„Im Gegensatz zu vielen anderen hier wollen wir tatsächlich etwas verkaufen“ – Mit diesen Worten leiteten Selina und Max von Mynewsdesk ihre Session beim Content Strategie Camp 2017 in Dieburg ein. Mynewsdesk (im Folgenden MND), eine Plattform für digitale PR mit Hauptsitz in Stockholm, stellt die 100 Millionen Challenge vor. Die beiden Mitarbeiter der Niederlassung in Leipzig erklären, was  Mynewsdesk geschafft hat. Aber was ist die 100 Millionen Challenge? Warum hat man davon so wenig bis gar nichts gehört? Und was meinen die mit 100 Millionen?

Royal PR – Eine Kampagne aus dem Königreich

Die 100 Millionen Challenge wurde von den Londoner MND Kollegen ins Leben gerufen und fand auf der Insel großen Zuspruch. Eine Herausforderung mit einer Earned Media Kampagne 100 Millionen Menschen erreichen: Wie also kann ein mittelständiges Unternehmen mit der Kommunikation so erfolgreich sein? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, fangen wir bei null an.

Früher erzählte man sich spannende Geschichten aus aller Welt am Lagerfeuer. In Zeiten von Web 2.0, Industrie 4.0 und Big Data sieht das anders aus. Man muss die Menschen dementsprechend abholen und mitnehmen. Ziel war es, eine Herausforderung einzugehen, einem mittelständigen Unternehmen mit einer einzigen Geschichte die 100 Millionen „Aufrufe“ zu ermöglichen und dabei moderne Technologien einzusetzen. Und das alles in einem kurzen Zeitraum. Voraussetzung: Das Unternehmen sollte eine coole Message mit entsprechendem Produkt mitbringen, jedoch bereit für purpose-driven communication, also einer zielgerichteten, zweckmäßigen Kommunikation, sein. Max erklärt, dass sie damit weg von der direkten Produktkommunikation und sich mehr zu einem höher gelegenen Ziel bewegen wollen.

Safety First! Zwei Stufen, ein Unternehmen

Moderne Herausforderungen und kleine Stufen wurden hier verbunden: Auf der ersten Stufe galt es, ein passendes Unternehmen aus rund 500 Bewerbungsmails zu wählen. In gleichem Zuge wurde eine Partneragentur hinzugezogen, um Content und Ideen umzusetzen, denn das Produkt ist eine Softwarelösung (dran bleiben! 😉 ). Die zweite Stufe beschrieb, nicht mehr und nicht weniger, die Konzeption der Kampagne.

Aber wer ist denn nun dieses coole Unternehmen?

Es ist niemand geringeres als Hövding! Was für’n Ding? Hövding, das sind die, die diesen Fahrrad-Airbag erfunden haben. Genau der, welcher sich bei einem Sturz automatisch öffnet. Hövding deshalb, da es als mittelständiges Unternehmen mit innovativem Produkt und einer positiven Agenda alle Voraussetzungen seitens MND erfüllt. Hinzu kam die Bereitschaft, ein kleines Risiko einzugehen und mehr auf Awareness zu setzen. Für MND hieß das: Safety First, eben.

Give a Beep

Mit einer kreativen Kampagne ohne Paid-Media, also nur mit dem Produkt und der Kampagnenstory eine hohe Reichweite generieren – die nächste Herausforderung.
Entstanden ist „Give a Beep“. In den letzten fünf Jahren hat sich die Anzahl der Radfahrer in London fast verdreifacht. Damit stieg auch die Gefahr auf mehr Unfälle deutlich.

„I’m supposed to press this [Flic] when I feel scared or frustrated. That’s when I give a beep.“ sagt ein 11-Jähriger Radfahrer aus London im Kampagnenvideo.

Insgesamt wurden 500 Radfahrer in der englischen Hauptstadt mit einem sogenannten Flic, einem GPS-Gerät, ausgestattet. Trifft man auf einen gefährlichen Spot, drückt man auf diesen Flic, welcher die Koordinaten an eine interaktive Karte sendet. Man sendet also einen „Beep“. Eine Karte mit potenziellen Gefahrenstellen war jedoch nicht der einzige Zweck dieser Aktion. Mit jedem Beep wurde eine Mail an Londons Bürgermeister, Sadiq Khan, gesendet. Sein Postfach wurde regelrecht überflutet, denn es waren während des Kampagnenzeitraums insgesamt 5000 Mails bzw. Gefahrenstellen.
Jeder Besitzer dieses Flics konnte damit das Leben anderer Radfahrer retten und zur Verkehrssicherheit Londons beitragen. Toller Nebeneffekt für ein Unternehmen, das maßgeblich zur Sicherheit von Bikern beiträgt: Der Absatz hat sich verdoppelt.

Timeline in Zahlen

Im März 2016 begann die vierwöchige Bewerbungsphase bei MND. Der Partner (Hövding) stand im April fest und so startete die Konzeption, deren Ergebnis Give a Beep war. Es folgte die Bespielung sämtlicher Kanäle über ein von MND entwickeltes Tool. Mit drei Veröffentlichungen pro Woche wurden Blogbeiträge, Videos, Social Media Posts, Pressemitteilungen und News auf den verschiedensten Kanälen gestreut. Ende Juli 2016 war es soweit und so wurden 100 Millionen einzelne Personen erreicht. An dieser Stelle muss ich eines erwähnen: Ja, es wurde zu Anfang von 100 Millionen Aufrufen gesprochen. Jetzt sind es plötzlich erreichte Personen. Ich war etwas enttäuscht…
Zurück zu den Zahlen: Es wurden 4000+ Shares auf Social Media, 8500+ Views auf Facebook und YouTube, 2780 Besuche des Newsrooms (eine Steigerung von 297%), eine doppelte Sales-Rate wie im Vorjahr, internationale Reichweite und somit insgesamt 100 Millionen Menschen erreicht. (Das war Clickbaiting im Sessiontitel, nicht aber von mir).

8 Schritte zu Earned Media

Zum Ende der Session gab es noch ein kleines Extra: Worauf sollte man bei Earned-Media-Kampagnen wie Give a Beep achten? Eine einfache Schritt-für-Schritt-Übersicht:

Tipps für Earned Media - 8 Schritte zu Earned Media

Mehr zum Linkedin-Profil hier und hier.

Klingt alles sehr logisch und vertraut, als grobe Gedankenstütze ist es vielleicht hilfreich.

*Alpha Publikum (auch Alpha-Audience) sind Menschen, die sich mit den gleichen Themen beschäftigen wie ein Unternehmen. Für uns heißt das: Leute, bei welchen es von Anfang an klar ist, dass sie sich für ein bestimmtes Thema interessieren werden und dafür nicht gecatched werden müssen.

Was haben nun die Schweden damit zu tun?

MND setzt sich laut Max intensiv damit auseinander, wie PR funktioniert. So haben sie vier Punkte definiert, die sie dabei als Schwerpunkte sehen:

Schwerpunkte Mynewsdesk PR

Eine Software namens „Newsroom“, welche diese vier Punkte abdeckt, wurde daraus entwickelt und lässt sich durch das Erwerben einer 12-monatigen Lizenz als Content-Hub in den Presse-/ Publishbereich eines Unternehmens implementieren. Damit lässt sich Content gegliedert in mehreren Bereichen einfach verbreiten. So bietet die Software allerhand wichtige Tools wie ein Karussell der letzten Veröffentlichungen, einen Bereich für Veranstaltungen, Bilder und Videomaterial, Social Media Feeds, Ansprechpersonen, Pressemitteilungen, News und mehr. Der Newsroom soll Beziehungen zu Journalisten vereinfachen und Zeit für persönliche Beziehungen zu diesen geben (Stichwort: follow-up). Nüchtern betrachtet ist der Newsroom also ein Management-Tool für den Pressebereich der Website.

 

Mynewsdesk Hövding Newsroom
Screenshot: Der Pressebereich von Hövding mit dem Mynewsdesk Newsroom-Tool (Quelle: Hövding www.hovding.de / Mynewsdesk https://www.mynewsdesk.com/de/hovding).

Um niemandes Arbeit kleinzureden kann dieses Tool natürlich enorm helfen. Denn mit integriertem Timer für Veröffentlichungen, Dokumenten-Upload-Möglichkeit (Bspw. Pressetexte als PDF) und nach Zielgruppe und Thema kategorisierte Kontakt- und Verteilerlisten. Gibt es also eine neue Mitteilung zum Thema Auto, wählt man seine entsprechende Kontaktliste, um Redakteuren und Journalisten aus der passenden Branche Bescheid zu geben. Umgekehrt funktioniert das auch: Journalisten können den Newsroom abonnieren und bekommen bei jeder Neuigkeit eine Mitteilung. Außerdem kann die Reichweite ausgewertet werden, fast im Google-Analytics-Style. Praktisch.

Durch dieses Tool hat die Kampagne für Hövding die 100 Millionen erreicht.

Die eigenen Hände

Am Ende des Tages liegt es natürlich in der eigenen Hand: wollen wir etwas Eigenes auf die Beine stellen und jeden noch so kleinen, auch mal nervigen, Schritt per Handarbeit, aber mit Liebe ausführen oder wollen wir unsere Daten für eine Jahresgebühr von 230€ aufwärts (Quelle: arcticstartup) aus der Hand geben? Das bleibt nun jedem selbst überlassen.

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4. Deutscher Preis für Onlinekommunikation

Was haben Raupen im Salat, der 1. FC Köln und ein Jahr in Berlin gemeinsam? Wir haben uns die Nominierten und Gewinner des Deutschen Preis für Onlinekommunikation genauer angeschaut.

Im vierten Jahr in Folge wurde gestern Abend in Berlin der Deutsche Preis für Onlinekommunikation verliehen. Ausgerichtet wird der Preis von dem Magazin pressesprecher, um die Leistungen der digitalen Kommunikation zu ehren. In 37 Kategorien traten herausragende Kampagnen gegen zukunftsweisende Projekte und Strategien aus dem Bereich digitaler Kommunikation gegeneinander an.

Für die PR-Fundsachen haben wir drei Kategorien ausgesucht, die uns besonders angesprochen haben.

Supergeil gewinnt Virale Kommunikation:

Edeka Kampagne Supergeil
Weitere Videos aus der „Supergeil“-Reihe

In der Kategorie „Virale Kommunikation“ gewinnt Friedrich Liechtenstein für EDEKA mit diesem verdammten Ohrwurm. Das Lied Supergeil gab es bereits Anfang 2013. Die Agentur Jung von Matt hat die Single über ein Jahr später für den Lebensmittelhandel EDEKA als virales Marketingvideo aufgearbeitet. „Supergeil“ hat mittlerweile über zehn Millionen Views auf Youtube. Darüber hinaus gibt es diverse Ausläufer des dreiminütigen Clips. So wünscht Friedrich Liechtenstein beispielsweise einen „supergeilen“ Geburtstag oder besingt „supergeile“ Kollegen. Bei der gestrigen Verleihung des Preises für Onlinekommunikation trat Friedrich Liechtenstein als Pausenact auf. Gemessen an der Resonanz der Netzgemeinde hat Jung und Matt wohl alles richtig gemacht mit der Auswahl dieses skurrilen Werbebotschafters.

 

Vodafone gewinnt Onlinekrisenkommunikation:

Vodafone Operation Pandora
Operation „Pandora“
Foto: http://prreportawards.de/gewinner/issues-reputation-management/

Nach dem Datenklau im September beauftragte Vodafone seine Kommunikationsabteilung damit, den drohenden Reputationsschaden abzuwenden und die Operation „Pandora“ ins Leben zu rufen. Die Kommunikationsabteilung erstellte unter anderem mithilfe der Politik-, Sicherheits-, und Rechtsabteilung sowie von Hotline-, Shop-, Marketing- und Social-Media-Experten ein Konzept zur Krisenabwendung in großem Stil. Am 12. September ab 6 Uhr begann die Kommunikation nach Außen. Briefe an alle Betroffenen, Erklärfilme, speziell für den Rundfunk eingerichtete Interviewräume sowie ein sogenannter Social Media War Room, in dem Rechtsanwälte, Datenschützer, Community- und Mediamanager bereit standen, gehörten zu den Kommunikationsmaßnahmen. Dies alles wurde von einem umfangreichen Monitoring der Ereignisse begleitet. Die Kommunikationsabteilung schaffte es, zwei Millionen betroffene Kunden, 11.000 interne Mitarbeiter, 5.000 Hotline-Betreuer, 1.600 Shops und 20 Community Manager am Morgen des ersten Kristentagesüber die Geschehnisse zu unterrichten. Innerhalb von zwei Tagen konnte Vodafone die bisher größte Datenkrise abwenden. Mit in der Kategorie Onlinekrisenkommunikation war auch der erfolgreich abgewendete Vapiano-Shitstorm.

Sind Sie Klaus-Heidi? gewinnt Online Competition:

Klaus-Heidi Andersson
Der Gewinner: Klaus-Heidi Andersson

Im Oktober 2013 hatte die Lufthansa eine brillante Idee. Sie stellte der schwedischen Bevölkerung die Frage „Är du Klaus-Heidi?“ Die Fluggesellschaft veröffentlichte ein Video auf Youtube, in dem sie von einem lockerleichten Leben in Berlin erzählten. Die Konditionen klangen verlockend: in charmantem Berlinerisch wurde den Bewerbern ein One-Way-Flug in unsere Hauptstadt, ein Jahr lang in einer hippen Wohnung in Kreuzberg, ein Deutschkurs und ein trendiges Fahrrad versprochen. Alles für umme. Die einzige Voraussetzung: Ändere deinen Vornamen in Klaus-Heidi. Das Video wurde innerhalb von kürzester Zeit in ganz Skandinavien zum Internethit. Ganze 42 Schweden wagten den lebensverändernden Schritt, nahmen an der Aktion teil und änderten ihren Vornamen. Der Gewinner der Aktion: Michael Andersson, bzw. Klaus-Heidi Andersson aus dem kleinen Örtchen Fjugesta in der Nähe von Stockholm. Für weniger mutige Schweden hielt die Lufthansa immerhin vergünstige Flüge bereit. Wir finden: Eine tolle Competition, die uns und viele Schweden begeistert hat.

 

Die komplette Winnerlist gibt es hier zu finden.

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Dünn ist Doof?

Der weibliche Körper in den Medien – eine scheinbar niemals endende Diskussion. Im Photoshop-Zeitalter erregen Kampagnen, die sich gegen den Size Zero-Wahn wenden daher besondere Aufmerksamkeit. Nicht selten ziehen sie viral durch soziale Netzwerke und kommen so dem Image der beworbenen Marke zugute.

Diesen Effekt wollte die Dessousfirma Triumph wohl für sich nutzen und wirbt mit einer kurvigen Kampagne für ihre junge Linie BeeDees. Mit dem neuen Angebot „Curvy Cups“ möchte Triumph nach eigener Aussage „Frauen mit großer Oberweite supporten“, denn „Schließlich wollen wir, dass ihr eure Kurven lebt und liebt, so wie wir es tun.“

Provokant oder peinlich? BeeDees bedient sich altbekannter SprücheFoto: BeeDees
Provokant oder peinlich? BeeDees bedient sich altbekannter Sprüche Foto: BeeDees

Das ist zunächst einmal ein begrüßenswerter Ansatz, doch die frechen Werbesprüche sind etwas unglücklich gewählt. Die berliner Agentur glow ist für provokante Dessous-Werbung bekannt, hat sich für die „freche“ BeeDees-Kampagne aber eher altbekannter Phrasen bedient. Sprüche wie „Frauen sind wie Straßen, je kurviger sie sind, desto gefährlicher sind sie“ erinnern doch stark an die Jungs-Witze, die man sich in der sechsten Klasse erzählt hat (zur Erinnerung hier ein Spruch, der mindestens genauso witzig ist: „Jungs sind wie Toiletten, entweder besetzt oder beschissen, hihi“).

Noch schwieriger ist der Slogan „Echte Männer stehen auf Kurven – nur Hunde spielen mit Knochen.“, der vielleicht gut gemeint ist, aber nicht so wirkt – er suggeriert, dass dünne Frauen nicht begehrenswert sind. Das obligatorische Passantenbefragungsvideo in der Fußgängerzone liefert glow gleich mit, inklusive gut aussehender Frauen, die zu seichter Klaviermusik ihre Meinung zum besten geben. Hat man schon hundert mal gesehen, scheint aber zu funktionieren. Die Aussage des Videos: „Echte Frauen gibt es eben in allen Größen und Formen.“  Eine etwas widersprüchliche Kampagne also, die falsch verstanden werden kann. Der Shitstorm blieb trotz dieser Mängel  aus – Glück gehabt.

Da gefiel mir die glow-Kampagne für das Unterwäschelabel blush schon besser. Im Sommer 2013 ging der Slogan „Dear Edward Snowden, there’s still a lot to uncover“ neben dem Foto eines Dessousmodels um die Welt – virales Marketing vom Feinsten.

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Smilestorm statt Shitstorm

Wer online publiziert weiß: das Internet ist kein Ponyhof – egal ob Blog, Onlinemagazin oder YouTube-Kanal, je größer das Publikum, desto mehr Hater, die statt konstruktiver Kritik verletzende Kommentare hinterlassen. Die Zeitschrift GLAMOUR hat deshalb am Montag eine Kampagne gegen Cybermobbing gestartet: „#smilestorm – stop hating. with kindness.

#smilestorm - Kampagne gegen Cybermobbing
Foto: Glamour

Die Idee ist einfach aber genial: jeden fiesen Kommentar einfach mit einem Lächeln, bzw. #smilestorm kontern. „Die Regeln des sozialen Umgangs und der Höflichkeit sollten auch in der digitalen Welt gelten“, sagt GLAMOUR-Chefredakteurin Andrea Ketterer. „Mit der Aktion #smilestorm wollen wir uns für ein respektvolles Miteinander im Netz einsetzen und für das sich verbreitende Phänomen des Hating sensibilisieren. Wir wollen eine Debatte anstoßen und animieren, überall dort den Hashtag #smilestorm als ein positives ‚Stopp-Zeichen‘ zu setzen, wo besonders aggressive Kommunikation auffällt.“

Die Kampagne startet mit einem großen Special, sowohl online als auch in der neuen Printausgabe. Unterstützt wird sie von bekannten Gesichtern: Jessica Weiß, Katja Schweizberger, Fabian Kölmel, Cro, Nils Bokelberg – insgesamt rund 30 bekannte Blogger und Promis berichten über ihre Meinung und Erfahrungen zum Thema in Texten, Videos, Interviews und Zeichnungen.

#smilestorm Aktionslogo, via GLAMOUR
#smilestorm Aktionslogo, via GLAMOUR

Bei der Planung von #smilestorm wurde die Redaktion von der Kreativagentur The Hyphe untersetützt, die Logo, Hashtag und Claim entwickelten. Wer mehr über die Entstehung der Kampagne erfahren möchte kann sich das Making-of-Video ansehen. Zivilcourage ist ein wichtiges Thema bei Condé Nast – Erst Ende 2013 initiierte das Männermagazin GQ die Kampagne #Mundpropaganda gegen Homophonie, die von Schauspielern und Musikern unterstützt wurde.

Dass man das Internet durch diese Aktion nicht zum Ponyhof machen kann ist GLAMOUR sicher bewusst, dennoch wäre es schön, wenn sie so viel Aufmerksamkeit bekommt, dass manche Menschen in Zukunft zweimal nachdenken, bevor sie Kommentare abschicken. Schön ist auch, dass #smilestorm uns mal wieder bewusst macht, dass nichts so entwaffnend ist wie ein Lächeln.

Die Entwicklung von #smilestorm kann man übrigens bei Storify verfolgen.

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Mysteriöses Follower Wachstum bei der FDP

Hat die FDP wirklich Twitter-Follower gekauft? Der rasante Anstieg von 6000 auf 36.000 Follower in nur einer Woche machte zahlreiche Online-Medien aufmerksam und brachte die FDP in Erklärungsnot. Der Benchmarking-Website Pluragraph.de, die auf den Follower-Boom aufmerksam geworden ist, erklärten die Liberalen, dass die Abkürzung FDP der Grund sei: Im Portugiesischen fände fdp nämlich für das Schimpfwort „filho da puta“ (Hurensohn) Verwendung. Ein unwahrscheinliches Szenario, denn einen so schnellen Anstieg ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt erklärt die Theorie nicht.

Follower Entwicklung von @fdp_de
Quelle: pluragraph.de

 

Woher aber kommen die vielen neuen Fans? Menschlicher Natur sind sie nicht, denn die Fake-Quote liegt mittlerweile bei stattlichen 84%. Der Verdacht eines Fake-Profil-Kaufs liegt also nahe, wird von der FDP aber entschieden zurückgewiesen. Gegenüber sueddeutsche.de sagte FDP-Sprecher Peter Blechschmidt: „Ich kann definitiv erklären, dass wir weder Twitter- noch Facebook-Accounts kaufen“.

In dieser Aussage gestützt wird die FDP jetzt von fandealer.de, die angeblich für den sprunghaften Anstieg verantwortlich sein sollen. In einer Pressemitteilungen gab fandealer bekannt:

„Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat zu keinem Zeitpunkt den Kauf von Twitter Followern auf www.fandealer.de in Auftrag gegeben.“

Wenn es die FDP nicht war – wer war es dann? Die Antwort liefert fandleader prompt mit:

„Eine eingehende Überprüfung des Kampagnenurhebers und dessen Benutzerkontos ergab, dass die Kampagne für die Twitter-Seite der FDP von einem politischen Mitbewerber auf www.fandealer.de lanciert wurde. Das entsprechende Benutzerkonto wurde zweifelsfrei mit einer E-Mail Adresse einer anderen deutschen Partei eingerichtet.“

Den Namen der Partei nannte fandealer aus Datenschutzgründen allerdings nicht.

Ist das Rätsel um den mysteriösen Follower-Boom damit gelöst? Nur zu Teilen, wie fandealer in der Pressemitteilung erklärt:

„Entgegen verschiedener Medienberichte wurden über das Portal www.fandealer.de lediglich 922 der über 30.000 neuen Follower der FDP vermittelt.“

Es bleibt also weiterhin ungeklärt, was es mit den restlichen 29.000 neuen Followern auf sich hat. Fast alle von ihnen sollen aus dem Ausland stammen. Auch die Frage, warum eine andere deutsche Partei der FDP 922 Follower kauft, bleibt offen. Um einen Skandal auszulösen wäre diese Anzahl allein wohl deutlich zu gering gewesen.

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Der Kunde steht im Vordergrund

Vor ein paar Tagen brachte Meedia einen Artikel mit vier Hinweisen für Zeitungs- und Zeitschriftenverlage heraus. Es ging um die Zukunft der Printprodukte. Meedia gab den Tipp die Leser (besonders die Abonnenten) und nicht die Anzeigenkunden in den Vordergrund zu stellen und auf deren Bedürfnisse zu reagieren. Außerdem werden Erfolge in den „kleinen Verlagen gefeiert, die mehr Gespür für die Nischen haben.“ Dazu kommt, dass die Texte von Journalisten die sich in verschiedenen Themengebieten besser auskennen, bei den Lesern besser ankommen. Denn oft sind in den Zeitungen und Zeitschriften die Texte „zusammengeschrieben und aufgewärmt“.

Nun hat der Online-PR Blog einen ähnlichen Artikel gepostet. Wieder geht es um das Jahr 2013 – diesmal die Online-PR Trends. Auch hier wird darum gebeten den Kunden in den Vordergrund zu stellen. Außerdem soll das Wissen aus den Bereichen PR, Marketing, Vertrieb und SEO genutzt werden. Es kann dem Unternehmen helfen ihre Inhalte erfolgreich im Netz zu platzieren und so auch die Kundengewinnung zu steigern.

Public Relations

Es geht darum, dass eine Online Pressemitteilung ein wirkungsvolles Medium ist. Es können ganz einfach multimediale Elemente und Hyperlinks (auch zur Unternehmenswebseite oder dem Corporate Blog) platziert werden und damit wird nicht nur der Inhalt aufgewertet, sondern die Online Pressemitteilung gewinnt auch an Leseanreiz.

Content Marketing

Ziel ist zwar Kundengewinnung, aber auch Kundenbindung. So wird der Informationsbedarf des Kunden in den Vordergrund gestellt. Durch die Bereitstellung nützlicher Tipps, Anleitungen oder Ratschlägen können Leser auf entsprechende Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens aufmerksam gemacht werden.  Tipp vom Online-PR Blog: Zuhören im Web 2.0 – Ganz leicht kann herausgefunden werden was die Zielgruppe bewegt und benötigt.

Vertrieb

Informationen über Probleme und Herausforderungen beim Kaufentscheidungsprozess der Kunden hat u. a. der Vertrieb oder auch der Kundenservice. Diese haben entscheidende Informationen über die Bedürfnisse potenzieller Kunden und können dadurch der Entwicklung relevanter Inhalte im Netz für PR-Kampagnen helfen.

Social Media

Die neuen Plattformen vom Social Web eröffnen Unternehmen viele neue Möglichkeiten. Der direkte Dialog mit Kunden steht im Vordergrund. Das Unternehmen kann nicht nur helfen bei der Kaufentscheidung, sondern kann sich selbst auch Feedback einholen. Das schafft Transparenz und stärkt die Reputation nachhaltig.

SEO

Suchmaschinenoptimierte Texte fördern nicht nur die Sichtbarkeit, sondern auch die Reichweite der Online-PR Kampagne. Für solche Texte darf aber der Fokus nicht nur auf der Textentwicklung liegen, sondern viel wichtiger ist das Wissen um Keyword Relevanz, Keyword Dichte und Link Building. Damit sind Unternehmen im Netz  besser aufzufinden. Außerdem können Kaufabschlüsse durch die Einbindung von Links gefördert werden.

Im Jahr 2013 steht ganz klar der Kunde im Vordergrund, sofern die Unternehmen die Tipps vom Online-PR Blog und Meedia folgen. Wir dürfen gespannt sein ob das ein oder andere Unternehmen sich den ein oder anderen Tipp vornimmt und umsetzt. Die Zeit wird dann zeigen ob die Tipps hilfreich waren oder nicht.

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