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Smilestorm statt Shitstorm

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Wer online publiziert weiß: das Internet ist kein Ponyhof – egal ob Blog, Onlinemagazin oder YouTube-Kanal, je größer das Publikum, desto mehr Hater, die statt konstruktiver Kritik verletzende Kommentare hinterlassen. Die Zeitschrift GLAMOUR hat deshalb am Montag eine Kampagne gegen Cybermobbing gestartet: „#smilestorm – stop hating. with kindness.

#smilestorm - Kampagne gegen Cybermobbing
Foto: Glamour

Die Idee ist einfach aber genial: jeden fiesen Kommentar einfach mit einem Lächeln, bzw. #smilestorm kontern. „Die Regeln des sozialen Umgangs und der Höflichkeit sollten auch in der digitalen Welt gelten“, sagt GLAMOUR-Chefredakteurin Andrea Ketterer. „Mit der Aktion #smilestorm wollen wir uns für ein respektvolles Miteinander im Netz einsetzen und für das sich verbreitende Phänomen des Hating sensibilisieren. Wir wollen eine Debatte anstoßen und animieren, überall dort den Hashtag #smilestorm als ein positives ‚Stopp-Zeichen‘ zu setzen, wo besonders aggressive Kommunikation auffällt.“

Die Kampagne startet mit einem großen Special, sowohl online als auch in der neuen Printausgabe. Unterstützt wird sie von bekannten Gesichtern: Jessica Weiß, Katja Schweizberger, Fabian Kölmel, Cro, Nils Bokelberg – insgesamt rund 30 bekannte Blogger und Promis berichten über ihre Meinung und Erfahrungen zum Thema in Texten, Videos, Interviews und Zeichnungen.

#smilestorm Aktionslogo, via GLAMOUR
#smilestorm Aktionslogo, via GLAMOUR

Bei der Planung von #smilestorm wurde die Redaktion von der Kreativagentur The Hyphe untersetützt, die Logo, Hashtag und Claim entwickelten. Wer mehr über die Entstehung der Kampagne erfahren möchte kann sich das Making-of-Video ansehen. Zivilcourage ist ein wichtiges Thema bei Condé Nast – Erst Ende 2013 initiierte das Männermagazin GQ die Kampagne #Mundpropaganda gegen Homophonie, die von Schauspielern und Musikern unterstützt wurde.

Dass man das Internet durch diese Aktion nicht zum Ponyhof machen kann ist GLAMOUR sicher bewusst, dennoch wäre es schön, wenn sie so viel Aufmerksamkeit bekommt, dass manche Menschen in Zukunft zweimal nachdenken, bevor sie Kommentare abschicken. Schön ist auch, dass #smilestorm uns mal wieder bewusst macht, dass nichts so entwaffnend ist wie ein Lächeln.

Die Entwicklung von #smilestorm kann man übrigens bei Storify verfolgen.