Exklusives Interview mit einem der Erfinder der Content Service Plattform Contentpepper

Marc Czieslick,  einer der Geschäftsführer von App&Web Multikanal Marketing und den Erfindern  von Contentpepper, präsentierte uns Mitte November den Schlüssel zu einer erfolgreichen .Content Marketing Strategie: eine Content Service Plattform. Das junge Unternehmen (Gründung 2013) mit Sitz in Köln und Münster. Mit einem Team von 24 Mitarbeitern entwickeln sie kontinuierlich an der Zukunftsfähigkeit von Content-Marketing-Strategien.

Was ist eine Content Service Plattform? Diese Informationen findest du in meinem letzten Blogpost. Link zu „Vom Content Chaos zur innovativen Content Service Plattform“.

In einem Interview erzählt uns Marc die Hintergründe von Contentpepper und welche Mission sie verfolgen. Auch für Kunden mit kleinem Budget ist eine Lösung in Planung.

Auf der „Über Uns“-Seite von Contentpepper ist die Rede von „Pain Points“. Was waren die ausschlagenden Punkte zur Gründung Eurer Geschäftsidee?

Wir, die beiden Gründer von Contentpepper, waren bei einem CMS-Hersteller angestellt und haben bemerkt, dass der Markt mehr als die Funktionen benötigt, die ein klassisches CMS bietet. Insbesondere die steigende Anzahl an Marketingkanälen war mit den damals vorhandenen Systemen nicht gut zu verwalten.

Wie lautet die Mission von Contentpepper und welchen Nutzen trägt die Gesellschaft von Content-Service-Plattformen?

Technisch tragen Content Service Plattformen zur Reduzierung von Komplexität bei. Gleichzeitig wird dadurch die Effizienz von Redakteuren und Mitarbeitern im Marketing gesteigert.

Ein wichtiger Faktor für die Etablierung von einer Content-Service-Plattform ist das verfügbare Budget der Kunden. Was ist Euer Go-To-Paket für Kunden mit kleinem Budget?

Aktuell starten unsere Enterprise-Pakete in der Größenordnung von 12.000 Euro im Jahr. Unser Durchschnittskunde zahlt zwischen 25.000 Euro und 30.000 Euro. Aktuell sind wir in der Planungs- und Konzeptionsphase, um Contentpepper auch als Cloud-Service anzubieten. Ziel ist es, Enterprise-Funktionen auch für wenige hundert Euro im Monat auf dem Markt zu platzieren.

Contentpepper ist Gewinner des „Innovationspreis-IT – Initiative Mittelstand 2018“ im Bereich CMS. Was hebt Euch von der Konkurrenz ab?

Es gibt auf dem Markt viele Einzellösungen, die ein Problem bzw. einen Use Case im Marketing- und Kommunikationsprozess bedienen. Wir haben es geschafft, diese Use Cases in Form von Content Services auf einer zentralen Plattform modular anzubieten. So kann sich jeder Kunde passgenau seine Kommunikations- und Marketingplattform zusammenstellen. Von klassischen Websites über Social-Media-Anbindung bis hin zur App für iOS und Android stehen Lösungen zur Verfügung und können dann zur Lead-Generierung, für das Content Marketing etc. genutzt werden.

Ihr arbeitet unter anderem mit künstlicher Intelligenz, viele sehen das Thema skeptisch. Wie würdest Du diese von KI überzeugen?

Wir haben schon heute eine Lösung in unserer Plattform, die den Content basierend auf persönlich vorgenommenen Einstellungen automatisiert, um dem Leser oder dem Nutzer die besten Inhalte zu liefern. Wenn Künstliche Intelligenz diesdurch „Lernen“ noch besser hinbekommt, dann erhalten die Nutzer tatsächlich die gewünschte Information zur richtigen Zeit auf dem richtigen Kanal. Aus meiner Sicht ist dies eine Win-Win-Situation für Unternehmen und Konsumenten.

Welche Technik-Trends werden sich deiner Meinung nach 2019 etablieren?

Ich glaube, dass wir mit der künstlichen Intelligenz noch ganz am Anfang stehen, aber dass die tatsächliche Umsetzung und der Einzug in den Alltag rasend schnell kommen wird. Hier werden auch im Jahr 2019 schon bemerkenswerte Verschmelzungen von verschiedenen Trends stattfinden. Ich denke da an den weiteren Einzug von Sprachsteuerung über Siri, Alexa & Co. in Verbindung mit virtuellen Realitäten im Haus und am Arbeitsplatz. Wahrscheinlich zeigen uns die Echo-Bildschirme schon bald als VR-Bild, wie das Kleidungsstück an uns aussieht, nach dem ich es gestern gegoogelt habe…

Hast Du abschließende Tipps an uns Studenten im Bereich Onlinekommunikation, um optimal in der neuen Welt durchzustarten?

Ich kann nur empfehlen, jeden Prozess und jedes System, auf das die Studenten treffen, einmal zu hinterfragen. Vieles geht heute besser, schneller und effizienter als noch vor zwei oder drei Jahren. Den Druck der Digitalisierung müssen insbesondere die Studenten in die Unternehmen tragen – dabei viel Spaß!

Vielen Dank an Contentpepper!

Hiermit möchten wir uns recht herzlich bedanken für die Zusammenarbeit mit Contentpepper und die Unterstützung von anstrebenden Studenten im Bereich Online-Kommunikation. Wir freuen uns auf die Umsetzung und Veröffentlichung unserer Content-Service-Plattform und sind gespannt, was uns Contentpepper in Zukunft noch bringen wird.

Wir wünschen Allen ein frohes Fest und besinnliche Feiertage!

 

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„Vom Content Chaos zur innovativen Content Service Plattform“

Twitter, Facebook, Homepage, YouTube, Blogs und vieles mehr. Wo fange ich an? Was ist interessant? Schon wieder ein Post verpasst? Gerade die Unternehmen investieren viel Zeit und Kosten in die Generierung und Distribution von Content. Die Lösung: Content Service Plattform!

In der heutigen Zeit werden wir überschüttet mit Content. Es ist schwer zu selektieren, welche Informationen relevant für uns sind und wo wir welche Informationen finden. Für Unternehmen ist die personalisierte Contentproduktion aufwendig, kostet viel Zeit und Nerven. Einer der Geschäftsführer von App&Web Multikanal Marketing, Marc Czieslick, präsentierte uns Studenten der h_da im Bereich Online-Kommunikation, die Lösung! Eine Content Service Plattform ist der Schlüssel zum Erfolg jeder Content-Marketing-Strategie. Achtung Spoiler-Alarm: An Weihnachten um 12 Uhr erscheint ein exklusives Interview mit Marc.


Was ist eine Content Service Plattform?

Egal ob, Postings auf Social-Media-Kanälen, Videos auf YouTube, Bilder auf Pinterest, Blogbeiträgen, Inhalte der Unternehmenshomepage. All diese Informationen werden gesammelt und verknüpft auf einer Plattform. Schluss mit aufwendiger Aufbereitung und Distribution von Content. Schluss mit stundenlangen Suchen, Folgen und Liken. Contentpepper präsentiert die Informationen auf einem Silbertablett. „Vom Content Chaos zur innovativen Content Service Plattform“, so beschreibt es Marc Czieslick. Nach diesen Worten ging uns allen Studentinnen ein Licht auf: Wie genial ist diese Lösung!

Eine Content Service Plattform bietet die Aggregation von Content, die Automatisierung von Prozessen, ein einheitliches Layout und Personalisierung, sowie eine einfache Distribution, Monetarisierung, Lead Management und Content Transformation. Alles aus einer Hand, auf einer Plattform.

Wie funktioniert der Prozess?

Marc erklärte es uns anhand von Contentpepper in drei Schritten . Schritt eins: Bestehende Datenstrukturen verbinden. Über (REST)-API können verschiedene Contents aus unterschiedlichen digitalen Quellen verknüpft werden. Hierdurch entsteht ein riesiger Pool aus Inhalten. Im Schritt zwei werden die verschiedenen Content Service aktiviert. Der Redakteur kann unter anderem aus den Tools Personalisierung, Erstellung, Verteilung, Layouting wählen und somit den Content optimal aufbereiten. Im dritten Schritt werden die Kanäle für die Distribution bestimmt. Automatisierungsprozesse ermöglichen ein Just-in-Time Posting auf mehreren Kanälen.

Mit Hilfe von Data Analytics, Tracking und lernenden Content Engines werden dem Nutzer personalisierte und dem Nutzerinteresse angepasste Informationen zur Verfügung gestellt. Künstliche Intelligenzen stehen hier noch am Anfang, bieten aber großes Potential um den Nutzern zukünftig den passenden Content, zur richtigen Zeit, im genutzten Kanal automatisiert auszuspielen. Des Weiteren besteht noch die Möglichkeit per API-Schnittstelle weitere Tools zur Datenanalyse oder E-Commerce Inhalte einzubinden. All diese Vorgänge sind automatisiert und sparen nicht nur Zeit, sondern auch Kosten.

Das Resultat: Nur ein Tool bearbeitet, verwaltet und verteilt allen digitalen Content. Hierdurch entsteht eine einheitliche Customer Journey und spart nicht nur den Unternehmen Zeit und Kosten, sondern bietet einen Mehrwert. Insbesondere dem Endkunden!

Welche Vorteile bringt eine Content Service Plattform mit sich?

Jetzt stellen sich bestimmt viele die Frage, was kostet die Implementierung? Die Antwort: Ja, es kostet Geld, aber es ist wie eine Investition von erneuerbaren Energien anzusehen. Die Einführung einer Content Service Plattform erspart nicht nur Zeit, sondern langfristig gesehen auch Kosten. Beginnend durch die automatische Multikanal-Ausspielung auf verschiedenen Kanälen, egal ob Smart-Phone, Tablet oder sogar Smart-Watch entsteht eine Kostenersparnis von 70-80%. Und das ist nicht alles, erklärte uns Marc! Hier noch weitere Beispiele: Einheitliche Layout-Konfiguration erspart Kosten von 60-80%, Automatisierung und flexible Platzierung von Content auf diversen Portalen erspart jährlich 20-30% der Zeit.

Welche Zielgruppe möchte Contentpepper ansprechen?

Unternehmer, aber auch kleine Teams, die ihre Content-Marketing-Strategie zielgerichtet einsetzen wollen, mehr Leads generieren und komplexe Content Strukturen auf den Grund führen wollen. Sie möchten der Digitalisierung einen Schritt voraus sein und das Content Chaos strukturieren, aktivieren und optimal dem Kunden zur Verfügung stellen.

Der Höhepunkt – Unsere eigene PR-Fundsachen-Plattform

App&Web sponsert und ermöglicht uns Studenten die Zusammenarbeit mit einer Content Service Plattform und wir sind die Ersten des Studienganges Online-Kommunikation, die damit arbeiten dürfen. Im Rahmen unserer Lernagentur wird uns eine auf unsere Bedürfnisse angepasste Plattform zur Verfügung gestellt. Unsere Aufgabe ist es im Namen der PR-Fundsachen zum Ende des Semesters drei verschiedene Content Hubs zu bauen und zu veröffentlichen. Unsere Hubs beziehen sich auf aktuelle Technik-Trends, Tech-For-Good und Technik im Tourismusmarketing.

Seid gespannt: Ende Januar geht unsere Content Service Plattform von Contentpepper online!

Weitere Informationen zu Contentpepper findet ihr unter www.contentpepper.de 

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Internet, übernehmen Sie!

Neulich im Seminar: Wir machen schon mal einen kleinen Semesterrückblick (ja, richtig gehört, das Semester ist fast schon wieder vorbei!) und sprechen unter anderem über die Recherche für die Themen in diesem Blog. Auch uns fällt es nicht leicht, die tägliche Informationsflut zu bewältigen: Twitter, RSS-Feeds, Google und woher wir sonst noch Input zu Interessantem und Lesenswertem bekommen.

Unser Professor Thomas Pleil hat uns in diesem Zusammenhang auf ein Tool aufmerksam gemacht, das ich mir mal angeschaut habe und nun vorstellen möchte: IFTTT.

„IFTTT, was soll denn das sein?“

IFTTT ist kurz für „If this then that“ und tut nichts anderes als verschiedene Web 2.0 (und auch 1.0) Kanäle zu verknüpfen und ihre Aktionen zu automatisieren. Wer schon mal programmiert hat, dem wird das bekannt vorkommen: Ein sogenannter Trigger („If this“) löst eine Aktion aus („…then that“). Der Auslöser kann vom Wetterbericht bis zum Foursquare-Check-In fast alles sein:

Nur einige der 65 verfügbaren Channels Bild: Screenshot von ifttt.com
Nur einige der 65 verfügbaren Channels
Bild: Screenshot von ifttt.com

Aus 65 Kanälen lassen sich hier Rezepte („Recipes“) zusammenbasteln. Manche lassen nur einen Trigger oder nur eine Aktion zu. Andere ermöglichen eine solche Masse an Funktionen, dass man schon wieder fast überfordert ist…

Für den Anfang sehr praktisch: Es gibt schon unzählige öffentliche Rezepte- zum Beispiel eine Verknüpfung des Wetterberichts mit den Lampen im Haus, die das Licht anschalten, wenn die Sonne aufgeht (das funktioniert natürlich nur mit „intelligenten“ Lampen, nämlich den Philips Hue Connected Bulbs). Aber auch einfache (und kostenlose) Varianten lassen sich mit wenigen Klicks realisieren. Ich habe zum Beispiel damit angefangen, dass ich in Zukunft eine Mail erhalte, wenn auf Craigslist für Frankfurt ein Job mit dem Stichwort „PR“ eingestellt wird. In sieben kurzen und leicht verständlichen Schritten war das Rezept fertig.

Was mir noch fehlt bei IFTTT? Dass ich meine Mac-Anwendungen ebenfalls steuern kann. Mit Google funktioniert das schon ganz gut (Calendar, Drive, Talk (jetzt Hangout) und Gmail werden unterstützt). Ich persönlich hoffe, dass das bald auch für iCal und Mail gilt.

Aber jetzt erstmal die vorhandenen Rezepte testen. Wer kocht mit mir?

Noch ein Tool

Einfaches Layout auch zum Offline-Lesen Bild: Screenshot Pocket App for Mac
Einfaches Layout auch zum Offline-Lesen
Bild: Screenshot Pocket App for Mac

PS: Noch ein Tool, auf das ich über IFTTT gestoßen bin: Pocket (früher bekannt als „Read It Later“). Interessanten Artikel entdeckt, aber keine Zeit, ihn zu lesen? Save it in Pocket! Per App auf jedem Gerät und auch offline in einfachem Layout ohne viel Drumherum lesbar. Das gilt leider nicht für Videos- die kann man zwar auch „in die Tasche packen“, aber nur mit Internetverbindung ansehen. Schade eigentlich!

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