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Die Corporate Social Responsibility einer „grünen“ Suchmaschine

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„Das Internet ist der wahre Klimakiller“ titelte Welt Online am 22. September 2007. Der Autor meint: „Die New York Times hat den Stromverbrauch von Google untersucht. Ergebnis: Jede Suchanfrage braucht so viel Strom, wie eine Energiesparlampe in einer Stunde.“ Nicht übel für einen kleinen Mausklick – wenn man das so pauschal sagen kann.

Es schwappte eine Welle der Diskussion durchs Netz, über die mal mehr (handelsblatt.com), mal weniger (Tagesschau.de) bösen Server und Suchmaschinen. Gestern startete die laut Selbstbeschreibung weltweit erste „grüne“ Suchmaschine namens Ecocho.com/de wie Eco=Umwelt und cho=super (jap.). Die australische Betreiberfirma Ecocho kauft für die Suchanfragen Emissionszertifikate bei der australischen CO2-Ausgleichsbehörde Greenhouse Gas Abatement Scheme (GGAS). Mit den Zertifikaten werden dann in Australien Bäume gepflanzt. Mit jeder tausendsten Suchanfrage sollen zwei neue Bäume gepflanzt und so die CO2-Belastung der Atmosphäre gesenkt werden.

Das Unternehmen finanziert sich durch Werbeeinahmen. Ob man die Umweltbewusstheit von Ecocho nun als „berechnende Geschäftstrategie“ oder als eine gute Möglichkeit der Corporate Social Responsibility sehen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Leider musste ich auf das Suchergebnis etwas länger warten als bei Google oder Yahoo – obwohl Ecocho die Technologien von Google und Yahoo verwendet. Aber wenn die Sache wirklich Bäume zum Wachsen bringt – warum nicht?

Zur Original-Pressemeldung

  1. Ja, das Thema CO2 scheint diese Branche ganz besonders für sich entdeckt zu haben: Auch Google u.a. schwimmen mit (http://www.pr-wiki.de/index.php/Main/KI), so auffällig wie bei Ecocho wird das aber nicht immer kommuniziert. Zum Thema Geschäftsstrategie: Wie bekannt war das Unternehmen vor der Aktion?

  2. Sina Lauer

    Ich habe versucht, durch das Feedback-Formular (durch das man auch auf technische Fehler aufmerksam machen kann) Kontakt aufzunehmen. Leider trat mehrmals ein „technischer Fehler“ auf :). Ich werde es die nächsten Tage aber noch einmal probieren.

    Bei meinen Recherchen meine ich in einem Artikel gelesen zu haben, dass das Unternehmen ebenso jung ist wie sein wahrscheinlich erstes Produkt. Zumindest unter dem Namen ecocho. Demnach dürfte der Bekanntheitsgrad gegen Null gegangen sein.

    Zum Thema „CSR und Motiv“ sei auf den Beitrag von Frau Mühlhauser am 3. April verwiesen: https://www.pr-fundsachen.de/?p=756

  3. Gute Idee, mehr über das Unternehmen erfahren zu wollen. Ihre erste Erfahrung sagt schon einiges. Gebe zu, meine Frage war überwiegend rhetorisch gemeint, also bitte keinen zu großen Aufwand reinstecken 🙂

  4. Sina Lauer

    Das dachte ich mir fast, aber ich bin neugierig geworden. Heute hat es funktioniert: „Your message was successfully sent.We appreciate you taking the time to get in touch with us. We aim to respond within 48 hours of receiving your message.“

  5. Sina Lauer

    Kurzer Zwischenstand: Die 48 Stunden sind bereits überschritten. Eventuell haben sie sich verschrieben und meinen „days“ anstatt „hours“. We`ll see.

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