Technologien im Agenturalltag bei McCann

Kann man sich in dieser Zeit noch vorstellen, wie es ohne Technologien wäre? Was gäbe es für Konsequenzen oder was würde sich verändern, wenn es auf einmal keine mehr gibt? Heutzutage kann man es sich kaum vorstellen, dass die Technik fehlt. Auch in Unternehmen und Agenturen ist sie kaum noch weg zu denken. Die Agentur McCann ist, was neue Technologien angeht, sehr breit aufgestellt. Der CEO von McCann Ruber Iglesias wird in diesem Beitrag einige Fragen diesbezüglich beantworten.

Frage 1: Werden neue Technologien in den Agenturalltag bei McCann eingebunden? Und wenn ja, welche?

Ruber Iglesias: Heutzutage müssen sich Agenturen schneller denn je auf neue Kundenanforderungen einstellen und für entsprechende Expertise sorgen. Insbesondere Agenturen, die frühzeitig in Digital und IT investiert haben bieten Marketinglösungen an, die Kreativität und Technologie vereinen. Das wurde seit den frühen 90er Jahren zur Kern-Kompetenz der McCann Worldgroup. So verfügen wir in unserem Headquarter in Frankfurt über eine eigene IT-Abteilung mit ca. 100 Kolleginnen und Kollegen, was ca. 25% der gesamten Belegschaft der deutschen Agenturgruppe entspricht. Mit neuen Technologien setzt sich diese Abteilung tagtäglich auseinander. Diese werden direkt im Agenturalltag oder für Kunden angewendet. Die Bandbreite reicht hier von komplexen CMS-Systemen wie Adobe (AEM) oder Achaia hin zu individuell entwickelten Innovationen Lösungen. Manchmal auch in Zusammenarbeit mit externen Partnern wie z.B. dem Fraunhofer Institut.

Kommunikation einer Agentur oder eines Unternehmens ist einer der größten Bestandteile im Business. In der heutigen Zeit werden verschiedene Technologien eingesetzt. Sowie auch bei McCann.

Frage 2: Werden generell verschiedene Technologien und Tools auch in der Unternehmenskommunikation eingesetzt? Welche sind es?

Ruber Iglesias: Für die Unternehmenskommunikation unserer Kunden und unserer Agentur setzen wir unterschiedliche Tools ein. Vornehmlich auf CMS-Systemen basierend wie oben beschrieben. Selbstverständlich haben wir auch ein eigenes Intranet für die wichtigsten Informationen rund um unsere Agentur und bei der Belegschaft. Dort haben die gängigen, aber auch teils neuen Social Media Kanäle einen festen Platz in ihrem Arbeitsalltag.

Während meines Praktikums bei McCann im August 2018 durfte ich die PR Abteilung, die Kundenberatung und die Kreation unterstützen. Somit habe ich einen Einblick bekommen, wie der Arbeitsprozess im PR- und Marketingbereich funktioniert.

Frage 3: Wie werden Technologien in neuen Werbespots, Anzeigen oder auch in der Public Relation eingebaut?

Ruber Iglesias: Technologien sind heutzutage immer integraler Bestandteil von Kampagnen, insbesondere als Teil von CRM-Programmen oder in Social Media.

Des weiteren bekam ich in diesen 6 Wochen die Möglichkeit, im Creative Lab von McCann zum ersten Mal in meinem Leben eine Virtual Reality (VR) Brille auszuprobieren. Ich sah mit der Brille eine Landschaft und durfte auch virtuell Zeichnen. Das war für mich eine interessante Situation, so einfach in die Luft zu Zeichnen. Da ich VR als einen sehr ausbaufähigen Trend sehe interessiert es mich sehr, inwieweit es in einer Agentur eingesetzt wird.

Frage 4: Welchen Bestandteil haben die Augmented Reality (AR) und die Virtuelle Realität (VR) bei der Arbeit bei McCann?

Ruber Iglesias: Erst kürzlich, haben wir im Zuge der Markteinführung, des neuen Opel Combo ein Augmented Reality Game für unseren Kunden Opel entwickelt. Der seit Jahren unter anderem von Borussia Dortmund gesponsert wird. Mit unserer App „Kick like BVB“ kann man im Wettbewerb gegen die BVB-Profis antreten und dabei attraktive Fan-Preise gewinnen. Dazu muss man einfach nur mehr Bälle virtuell in den Opel Combo Life kicken. Ein schönes Instrument zur Kundenbindung, erhältlich im Apple Store.

Neben Virtual Reality gibt es noch mehr spannende neue Technologien. Dieser Trend wird in der Zukunft ein großes Potenzial in Unternehmen haben, so wie auch in Agenturen.

Frage 5: Was wären Ihrer Vorstellung nach Möglichkeiten, wie die Agentur künftig neue Technologien einbringen könnte?

Ruber Iglesias: Digitalagenturen wie MRM//McCann werden sich verstärkt mit neuen Technologien befassen, insbesondere rund um das Thema E-Commerce und am POS. Hierbei ist insbesondere eine agile Vorgehensweise gemeinsam mit dem Kunden/Nutzer von Relevanz um anhand von Prototypen schnell zu validen Ergebnissen oder auch Konzepte Korrekturen zu kommen.

In Zukunft wird es immer mehr Optionen geben, die Kommunikation zu steigern und zu optimieren. Mittlerweile ist alles vernetzt, sodass überall, egal wo man ist, aktualisiert werden kann. In meinem Praktikum bei McCann durfte ich an einem Meeting über Amazon Echo bzw. Alexa teilnehmen. Amazon Echo und andere Sprachassistenten waren im letzten Jahr 2018 eine sehr große Veränderung in Sachen Kommunikation und Fortschritt. Wenn Ihr mehr über Sprachassistenten erfahren wollt, lest euch den Beitrag Einsatz von Sprachassistenten – Vier bekannte Sprachassistenten im Vergleich durch.

Frage 6: Inwieweit werden Sprachassistenten in den Agenturalltag mit eingebunden?

Ruber Iglesias: Sprachassistenten werden mehr und mehr unseren Alltag bestimmen, nicht nur zu Hause oder in der Agentur. Das Handy wird in der Folge in den nächsten Jahren an Bedeutung verlieren. Insofern beschäftigen wir uns täglich mit etwaigen Anwendungen und programmieren hier auch eigene Alexa-Skills, die wir zunehmend auch im Zuge neuer Marketinglösungen für unsere Kunden entwickeln. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf der sprach-basierten Suche liegen.

Des Weiteren fanden während meines Praktikums mehrere spannenden Meetings, Speak-Ups oder Tooltimes für die Mitarbeiter statt. Zum Beispiel wurden neue Funktionen von beispielsweise Social Media Kanälen beigebracht oder auch andere interessante neue Trends vorgestellt.

Frage 7: Mich würde es sehr interessieren, wie diese Veranstaltungen organisiert werden? Und inwieweit ist dies für die Arbeit in der Agentur wichtig?

Ruber Iglesias: Die Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für unsere Agentur von zentraler Bedeutung. Unsere regelmäßigen Speak-Ups und Tooltimes sind wichtige Plattformen, um fortwährend über neue Innovationen zu informieren. Organisiert werden diese Veranstaltungen von Führungskräften aus unserer Kreation und IT, die insbesondere auch durch den Austausch mit unseren internationalen Kollegen in sogenannten Center of Excellence oder durch Besuch von Kongressen inspiriert werden.

Zukünftig und auch schon heute gibt es einige technologische Trends, die vieles verändern könnten.

Fazit

In diesem Blogbeitrag hast Du einen guten Einblick in den Arbeitsalltag einer bekannten Agentur mit Technologien bekommen. McCann als renommierte Agentur, achtet immer darauf, auf dem neuesten Stand zu sein und seine Mitarbeiter zu schulen.

Ruber Iglesias, vielen Dank für Ihre Kooperation!

 

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Der Technik-Trend 2019

Top oder Flop? Wir haben abgestimmt!

Die heutige Gesellschaft wird überrollt durch Neuheiten in der Technik. Egal, ob privat oder geschäftlich, wir müssen uns dauerhaft auf neue Technik-Trends einstellen und unser Verhalten optimieren.

Wie sieht es 2019 aus? Was kommt auf uns zu? Gerade uns, Studenten der Hochschule Darmstadt Fachbereich Media, tangiert dieses Thema 24/7. Wir müssen uns ständig auf dem Laufenden halten und die Trends zwischen Top oder Flop selektieren. Wir haben für euch abgestimmt, welche Technik-Trends sich unserer Meinung nach im Jahr 2019 durchsetzen!

Briefing – Eckdaten zur Umfrage

Im Zeitraum vom 08.12.2018 bis 04.01.2019 (Dauer 4 Wochen) haben insgesamt 187 Studenten und Studentinnen an der Umfrage teilgenommen. Die Studenten sind alle an der h_da im Fachbereich Media immatrikuliert. Die Umfrage beinhaltet 14 Fragen mit einer durchschnittlichen Antwortdauer von ein bis zwei Minuten. Die Studenten hatten die Antwortauswahl von Top, Flop oder keine Meinung und mussten insgesamt 12 Technik-Trends einstufen. Weitere Eckdaten findet ihr am Ende des Artikels.

Top oder Flop – The Winner is…

Platz 1: 3D-Druck

Mit 150 Top-Antworten, sind über 80% der Studenten der Meinung, dass 3D-Druck der Technik-Trend schlechthin ist und sich im Jahr 2019 noch mehr etablieren wird. 3D-Druck ist eine computerseitige Erschaffung von virtuellen 3D-Modellen zur Nachbildung von realen Objekten. Er wird bereits in vielen Bereichen eingesetzt, wie zum Beispiel Kunst und Design, Architektur, Flugzeugindustrie. Aber speziell im Gesundheitswesen ist 3D-Druck ein Durchbruch und schenkt vielen Menschen eine zweite Chance. Weitere Informationen zu 3D-Druck im Gesundheitswesen, findet ihr im Blogbeitrag von Sabia „3D-Druck – Der Mensch druckt sich gesund“.

Platz 2: Künstliche Intelligenz (KI)

Dicht gefolgt ist die künstliche Intelligenz auf Platz 2 mit 146 Top-Antworten, das entspricht 78,1% der Studenten. KI ist die Nachbildung von menschlichen Wahrnehmungen und Handeln durch Maschinen und ist bereits in vielen alltäglichen Abläufen zu Hause. Egal, ob Smart Home, intelligente Hotelzimmer, Chat Bots oder in Games. Künstliche Intelligenzen erleichtern uns Menschen das Leben und bietet vor allem Unternehmen einen Mehrwert. Aber vielleicht erobert KI auch die Welt? Dazu findet ihr Informationen im Blogbeitrag von Jasmin „Eine Evolution von einer Maschine zum Menschen“.

Platz 3: Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR)

Auf Platz 3 mit 140 Top-Antworten liegen die Technik-Trends Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR). VR-Brillen sind bereits in vielen Haushalten vorhanden und finden verstärkt Einsatz in der Gamewelt. Hierbei handelt es sich um Schaffung einer scheinbaren Welt. In dieser kann der Betrachter eintauchen, sich in ihr bewegen und seine Fantasien und Vorstellungen umsetzen kann mithilfe von Computern. Aber nicht nur Privatmenschen ist ein Mehrwert geboten, sondern auch in Unternehmen ist die „digital erschaffene Welt“ etabliert. Vor allem in der Tourismusbranche ist VR, AR und MR nicht mehr wegzudenken. Die Reisenden könnten vor Anreise bereits erste Urlaubsgefühle erleben und Hotels begutachten. Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr im Blog meiner Kommilitonin Marina „Tourismusmarketing mit VR und AR: Vom Engaging Content zur Traumreise“.

Exklusive Expertenmeinung

Auch Marc Czieslick, einer der Geschäftsführer von App&Web Multikanal Marketing und den Erfindern von Contentpepper ist der Meinung das künstliche Intelligenzen und virtuelle Realitäten im Jahr 2019 verstärkt eingesetzt werden.

„Ich glaube, dass wir mit der künstlichen Intelligenz noch ganz am Anfang stehen, aber dass die tatsächliche Umsetzung und der Einzug in den Alltag rasend schnell kommen wird. Hier werden auch im Jahr 2019 schon bemerkenswerte Verschmelzungen von verschiedenen Trends stattfinden. Ich denke da an den weiteren Einzug von Sprachsteuerung über Siri, Alexa & Co. in Verbindung mit virtuellen Realitäten im Haus und am Arbeitsplatz. Wahrscheinlich zeigen uns die Echo-Bildschirme schon bald als VR-Bild, wie das Kleidungsstück an uns aussieht, nach dem ich es gestern gegoogelt habe…“.

Platz 4 bis 9:

Das breite Mittelfeld habe ich kurzgefasst. Im Bereich von 118 bis 98 Top’s wurden folgende Technik-Trends eingestuft.

# 4: Content-Marketing und Personalisierung (118 Top-Antworten). Weitere Informationen zu diesem Trend findet ihr im Artikel von Meike „A/B-Testing und Personalisierung: Was Unternehmen durch personalisierten Content erreichen können!“.

# 5: Smart Spaces (117 Top-Antworten). Weitere Informationen zu diesem Trend findet ihr im Artikel „Intelligente Hotelzimmer“ von Marion.

# 6: Edge Computing (111 Top-Antworten)

# 7: Mircotargeting und Psychometrie (109 Top-Antworten). Weitere Informationen zu diesem Trend findet ihr im Artikel von Eva „Psychometrie – die Maßschneiderei für Content“.

# 8: Autonomes Autofahren (105 Top-Antworten)

# 9: Internet of Things (98 Top-Antworten)

Platz 10: Blockchain

Etwa ein Drittel (53) der Studenten stimmten ab, das Blockchain sich nicht 2019 etablieren wird. Hierbei handelt es sich um öffentlich einsehbare Datenbank, zum Speichern, Verarbeiten, Teilen und Verwalten von Informationen. Blockchain befindet sich noch in den Startlöchern, viele Unternehmen wissen noch nicht diesen Technik-Trend für sich zu nutzen. Aber wie wird es 2025 aussehen? Diese Informationen finden ihr im Blogbeitrag von Jasmin „Blockchain soll bis 2025 massentauglich werden“.

Platz 11: Chatbots

Fast die Hälfte (82) der Studenten der Hochschule Darmstadt stimmten dafür, dass 2019 Chatbots sich nicht in der Gesellschaft durchsetzen. Chatsbots sind textbasiertes Dialogsysteme, in Kombination mit KI bieten sie dem Nutzer personalisierte Informationen. Aber warum sind die Studenten abgeneigt? Diese Frage stellte sich auch meine Kommilitonin Meike in ihrem Artikel „Chatbots: Megatrend oder doch nur kurzer Hype?“.

Platz 12: Kryptowährungen

Der absolute Flop-Technik-Trend ist laut der h_da Studentinnen und Studenten die Kryptowährung. 110 Studenten stimmten mit einem Flop ab. Bitcoin & Co. sind digitale Zahlungsmittel, welche auf kryptographischen Werkzeugen basieren. Vor allem Bitcoin ist ein Paradebeispiel dafür, wie es nicht laufen soll. Erst ein riesen Hype, dann 80% Kursverlust auf die Aktien der Bitcoin. Menschen investierten und schauten dann ins Leere.

Ich denke deshalb, dass viele Personen skeptisch diesem Trend gegenüberstehen. Ich selbst bin auch kein Freund von Kryptowährungen, deshalb habe ich recherchiert und bin auf einen interessanten Artikel von BTC-Echo „Die 5 großen Chancen für Bitcoin in 2019“ gestoßen – Vielleicht ändert das eure Ansicht.

Weitere Technik-Trends

Es gibt noch viele weitere Technik-Trends, aber vor allem das Thema digitale Zahlungssysteme, wie zum Beispiel Google Pay oder Apple Pay sind bei den Studenten vermehrt im Gespräch. Ich bin sehr gespannt, wie sich dieser Trend in der Gesellschaft etablieren wird. Ich persönlich denke, dass das bargeldlose Zahlen vor allem in den jüngeren Generationen willkommen ist, aber wie man so schön sagt ,,Bares ist Wahres“.

Vielen Dank an alle Teilnehmer!

Hiermit möchte ich mich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Umfrage bedanken. Ihr Studenten der Hochschule Darmstadt Fachbereich Media, habt den Leserinnen und Lesern von PR-Fundsachen eure Ansicht gezeigt. Es gibt bestimmt viele Meinungen zu diesem Thema, jeder hat seine Gründe, aber ich finde es ist schon mal ein Anfang und verschafft einen Überblick im Technik-Trends-Chaos 2019. Mal schauen, ob wir Recht hatten!

Viele weitere interessante Artikel über Technik-Trends findet ihr auf www.pr-fundsachen.de oder unter dem Hashtag #techtrends

…Wen es interessiert – hier ein paar weitere Eckdaten

Teilgenommen haben Studenten des Studienganges Online-Kommunikation (86 Teilnehmer), Informationswissenschaften (18 Teilnehmer), Sound and Music Production (17 Teilnehmer), Motion Pictures (17 Teilnehmer), Animation and Game (16 Teilnehmer), Online-Journalismus (16 Teilnehmer), Interactive Media Design (10 Teilnehmer), Leadership in the Creative Industries (5 Teilnehmer), Medienentwicklung (1 Teilnehmer) und International Media Cultural Work (1 Teilnehmer).

Ich habe die Umfrage über Social-Media-Kanäle wie Facebook und per WhatsApp Gruppen geteilt. Darüber hinaus war die Hochschule so freundlich, meine Umfrage per Mail an die Studenten weiterzuleiten. Danke dafür.

Wer noch weitere Informationen zur Umfrage erhalten möchte, ich bin gerne bereit, die Umfrage weiterzuleiten!

 

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Virtueller Urlaub – Reisen mal anders

Neues entdecken, sich auf Reisen machen und das ohne aus dem Haus zu gehen. Klingt paradox, aber solch ein virtueller Urlaub ist möglich.

Urlaub auf Balkonien

Ob aus Kostengründen oder aus Bequemlichkeit, viele bleiben über die Ferien-  beziehungsweise Urlaubszeit zuhause. Somit fallen auch das stressige Koffer packen und die Reisekosten weg. Sie verbringen bei sich daheim eine entspannte, ruhige Zeit und versuchen den Alltag zu vergessen und abzuschalten. In der gewohnten Umgebung ist dies aber gar nicht so leicht. Da wäre es doch super, wenn man auch von seinem Balkon aus mal etwas anderes sehen könnte. Etwas, das einen in ein richtiges Urlaubsfeeling versetzt. Das liegt im Bereich des Möglichen. Durch die ständigen Fortschritte der Technologien kann der Urlaub auf Balkonien zu etwas ganz besonderem werden.

Tech-Trends

Das Reisen ist durch das Internet nicht mehr an einen Ort gebunden, sondern kann von der Ferne erlebt werden. Es kann in Echtzeit stattfinden und bietet einem die Möglichkeit, mit Einheimischen in Interaktionen zu treten. Somit unterscheidet es sich von den typischen Fernsehbildern. Sie waren früher die einzige Alternative, Orte von weit weg aus anzuschauen.

Die neuen Technologien machen es möglich, die ganze Welt von zu Hause aus zu entdecken. Ob durch VR, AR oder 360 Grad Videos. Diese Tools werden unter anderem im Tourismusmarketing genutzt, da sie eine hervorragende Wirkung auf die Reisenden haben. VR-Brillen bieten die Möglichkeit, sich an einen anderen Ort versetzen zu lassen. Setzt jemand diese auf, sieht er eine virtuelle Welt. Je nach Wunsch, kann er am Strand, in der Stadt oder auch in der Wüste sein. VR bietet eine Vielzahl an zu entdeckenden Orten.

Aber auch 360 Grad-Videos bieten ein außergewöhnliches Bilderlebnis: aus jedem Blickwinkel alles sehen. Besonders gut funktioniert dies in Kombination mit der VR-Brille. Der Urlaubsort kann so genauestens angeschaut werden. Keine Ecke bleibt unentdeckt. Diese Bilder bleiben, genau wie die eines reellen Urlaubs, noch lange im Kopf.

In kurzer Zeit ist es für uns wahrscheinlich schon normal, virtuell zu verreisen. Oder ist dies nur ein vorübergehender Trend? Schließlich gibt es immer noch einige Differenzen zwischen einer wirklichen und einer virtuellen Reise.

Realer vs. virtueller Urlaub

Jedes Jahr auf’s Neue kommt der Wunsch nach Urlaub und verreisen auf. Wohin soll es diesmal gehen? Aber kaum ist diese Frage geklärt kommen noch viele weitere auf. Eine reale Reise ist mit einigen organisatorischen Aufgaben verbunden. Wodurch oftmals Stress bei den Reisenden aufkommt. Und das ist wohl kaum der Sinn von einem Urlaub. Jedoch lohnt sich dieser Stress meist, wenn die Reise erstmal angefangen hat. Durch die vielen besonderen Eindrücke und besonderen Erlebnisse, die mit allen Sinnen wahrgenommen werden können, ist die vorherige zeitaufwendige Planung schnell wieder vergessen.

Im Gegensatz dazu werden beim virtuellen Urlaub nicht alle Sinne beansprucht. Durch die Bilder und den Ton in Echtzeit wirkt es so als wäre man direkt vor Ort. Allerdings kann man nicht fühlen beziehungsweise anfassen, schmecken oder riechen. Die Wahrnehmung erfolgt also nicht über alle Sinne und ist somit nicht so getreu, wie bei einer realen Reise. Hierbei gibt es aber den Vorteil, dass Wartezeiten am Flughafen, Bahnhof oder das Koffer packen wegfallen. Einmal investieren und jedes Jahr woanders auf virtuelle Reisen gehen, anstatt wie bei den realen Urlauben jedes Mal hohe Kosten zu haben.

Fazit

Kann ein virtueller Urlaub einen reellen Urlaub ersetzen? Bei dieser Frage gehen die Meinungen auseinander. Ein klares Ja oder Nein gibt es darauf nicht. Beide Varianten haben sowohl Vorteile als auch Nachteile. Es ist stark von der reisenden Person abhängig, bei welcher Variante sie sich wohler fühlt. Je nachdem welcher Typ jemand ist, kann das virtuelle Reisen eine gute Alternative sein. Um neues zu entdecken, muss kein Fuß mehr vor die Haustüre gesetzt werden. Dadurch eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten des Reisens. Bei dem nächsten Urlaub gerne die andere Art zu verreisen ausprobieren!

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Tourismusmarketing: Zukunft ist Vergangenheit

Steht uns die Machtergreifung der Roboter im Tourismus bevor? Lassen sich die Gäste in naher Zukunft lieber von Maschinen statt Menschen bedienen? Wie viel Hightech können Hotels ihren Gästen zumuten? Die Digitalisierung zeigt es uns.

Wir von #KommOnTour haben unsere Top 5 aus dem Jahr 2018 gewählt. Werden sich diese durchsetzen? Bühne frei!

#5 Gute Connection zwischen Hotel und Gast

“Die Sprache gehört zum Charakter des Menschen.” Das wusste schon Sir Francis Drake, der erste englische Weltumsegler. Genauso ist die Sprache das Herzstück der Kommunikation und die Verbindung zwischen Hotel und Gast.

Werfen wir jedoch einen Blick in die Netzwelt. Hier fühlt sich unsere Generation WHY zuhause. Beleuchten wir mal die klassische Website. Hier gibt es einen Umbruch. Die Möglichkeit der Sprachfunktionen sollte auch und vor allem auf den Landing Pages ausgebaut werden. Auch zeichnet sich unsere Generation WHY dadurch aus, vorab am liebsten schon alles zu wissen.

Deshalb eine Notiz an die Hotels und Reiseportale: Weniger ist nicht immer mehr. Wenn ihr also mehr Informationen in verschiedenen Sprachen anbietet, wird die Zielgruppe durch die breitere sprachliche Auffächerung größer.

International erfolgreich heißt auch international auftreten – angefangen bei der Sprache.

 

#4 R2-D2 nun auch im Tourismus?

Science-Fiction nun auch im echten Leben – zumindest was die Digitalisierung in unserem Alltag angeht. Lassen sich die Gäste in naher Zukunft lieber von Maschinen statt Menschen bedienen?

Science Fiction in unserem Alltag?

Vorstellbar könnten Gründe sein wie: Roboter haben nie schlechte Laune. Sie werden circa 20 Sprachen fließend sprechen können.

Was die mechanischen Helfer jetzt schon auf dem Kasten haben: den Gästen viele Wünsche erfüllen. Ein persönliches Anliegen wird noch diskreter behandelt, wenn es von einem Serviceroboter entgegengenommen wird. So ist es zumindest schon in Kalifornien in einigen Hotels Gang und Gebe.

Ausgeweitet hat sich dieser maschinelle Service auch schon auf Restaurants und Kreuzfahrtschiffe. Dort fungieren Roboter als Roomservice, assistieren den Kellnern und der Empfangsdame oder mischen auch schon selbst Cocktails. Diese Aufgaben zeigen, dass die kleinen Blechbutler ihren menschlichen Kollegen unter die Arme greifen können.

„Besonders gefährdet sind in den nächsten 20 Jahren Tätigkeiten wie Empfangsmitarbeiter, Kellner, Roomservice und Kofferträger“ ~ Wirtschaftswissenschaftler Carl Benedikt Frey, University of Oxford

In den nächsten 20 Jahren sollen circa 35 Prozent der Hotel-Jobs von Robotern übernommen werden. Welche das genau sind, erfahrt ihr hier.

 

Roomservice: Maschine statt Mensch?

 

Darüber hinaus gibt es auch schon Exemplare, die Emotionen wie Freude durch ein Lächeln etwa oder keckes Augenzwinkern vermitteln Wegen dieser menschenähnlichen Reaktionen sind Roboter jetzt schon für die Olympischen Spiele 2020 als Hostessen eingeplant.

Wird es in nicht allzu langer Zeit “alle Macht den Robotern” heißen? Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband kann sich zumindest die Übernahme von Aufgaben im Housekeeping oder an der Rezeption vorstellen.

Oder jene Tätigkeiten, welche die Mitarbeiter nicht so gerne ausführen. Diese werden von den mechanischen Kollegen „zuverlässiger und effizienter erledigt“, so der Besitzer des Luxushotels „Schloss Elmau“ in Oberbayern. Bestätigung genug, dass die mechanische Assistenz jetzt schon sehr gefragt ist – sowohl bei den Angestellten als auch bei den Gästen.

#3 Die Macht der Influencer

Dieser  Begriff, der inzwischen zu einem Beruf geworden ist, ist nicht zu verwechseln mit der Krankheit “Influenza”. Dennoch sind Influencer auch ansteckend – im positiven Sinne.

Als herkömmliche Marketingstrategien kennen wir im Tourismus klassische Websites, Messen und Kataloge an erster Stelle. Doch das Blatt musste sich wenden, um gerade junge Reisebegeisterte anzulocken. “Digitales Marketing” ist hier das Stichwort, darunter Kooperationen mit Influencern, auch “Bloggern” genannt.

Gut genug für Instagram?

Der “digitale Reisekatalog” ist Instagram. Wovon  lassen sich Urlaubs Begeisterte faszinieren? Von ästhetisch einladenden, authentischen Bildern! Authentizität können am besten unsere Vorbilder im Netz, Blogger, generieren. Dies ist die Wirkung bzw. der Einfluss der Arbeit von Influencern. Da Instagram eine Fotoplattform ist, eignet sich das Influencer-Marketing hier am besten.

Diese Strategie der Kooperation mit Bloggern hört sich erst einmal einfach an. Welche Tipps und Hinweise jedoch mittelständische Reiseanbieter und Hotels für eine erfolgreiche Zusammenarbeit beachten sollten, hat euch Kathrin zusammengestellt.

Ob dieser Trend bald überlaufen sein könnte, da die Zahl der Influencer steigend ist, wird uns die Social Media-Zukunft zeigen.

#2 Jetzt schon Fernweh? Mach’s mit VR oder AR!

Aber wie können die Technologien Virtual Reality und Augmented Reality in der Tourismusbranche angewendet werden? Reisekataloge werden immer mehr durch  Instagram ersetzt. Also warum nicht mithilfe von AR den Schmöker lebendiger machen? Dazu muss man einfach den QR-Code abscannen. Außerdem  gibt VR durch sogenannte “Pre-Trip-Experiences” im Reisebüro einen Vorgeschmack auf den nächsten Urlaub.

 

Digitalisierung findet auch zwischen den Zeilen statt!

 

Beide Technologien entspringen der Idee des immersiven Marketings, gepaart mit Engaging Content. Dies bedeutet, dass VR-Brillen reale Bewegungen  und Interaktionen virtuell simulieren. AR wiederum gibt über eine Brille weitere kontext- und standortbezogene Informationen preis. Egal,  ob Urlauber sich gerade ein Museum anschauen oder sich für ein Restaurant entscheiden möchten.

 

Augmented Reality im Smarphone.

 

Virtual und Augmented Reality stehen immer höher im Kurs, davon kann uns auch Marina berichten. Des Weiteren wird unsere Hochschule ab dem Sommersemester 2019 sogar den Studiengang “Expended Realities” anbieten, virtuelle Welten verknüpfend mit der Realität. Anhand dieser Zukunftsaussichten sind wir gespannt, wohin uns die (virtuelle) Reise weiterführen wird.

#1 Wunschlos glücklich im Hotelzimmer …

… dank IoT-System – “Internet of Things”, das mit Geräten und Anwendungen interagiert. Was verbirgt sich dahinter? Eine Technologie, die ermöglicht, das Hotelzimmer für die Zeit des Aufenthalts den persönlichen Wünschen anzupassen. So werden Reisen durch den Hotelservice noch individueller gestaltet. Diesen Weg der Digitalisierung gehen auch schon einige Hotels wie das Marriott, Hilton oder Opera am Zürichsee. Sie setzen künstliche Intelligenz ein, um die Gewohnheiten der Gäste zu speichern und ihnen so mehr (Licht- und Musik-)Komfort zu bieten.

 

Effizienteres Rooming dank intelligentem Hotelzimmer?

 

Individualisierung ist der aufsteigende Trend. Insofern ist es durchaus vorstellbar, in naher Zukunft noch vor dem Betreten des Hotelzimmers auf die gewünschte Temperatur heizen zu lassen. Besonders in Skigebieten eine sinnvolle Wohlfühl-Strategie für den Winterurlaub. Im Sommerurlaub könnten schon die Getränke kaltgestellt  werden, während die Gäste noch auf dem Weg sind.

 

Intelligente Hotelzimmer in Zukunft immer mehr Standard?

 

Wie sieht es an dieser Stelle mit dem Datenschutz aus? Die Gäste müssen natürlich erst der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) seit Mai 2018 zustimmen. Danach können die Anwendungen und Geräte die persönlichen Informationen speichern. Was die Hotel-Apps noch alles drauf haben, um den Gästen einen abwechslungsreichen und personalisierten Urlaub zu ermöglichen? Das erzählt euch Marie in ihrem Blogpost.

Miriam Taenzer, Tourismus-Expertin beim Bitkom, fasst dieses Thema folgendermaßen zusammen:

„Für das Hotel der Zukunft stehen schon heute viele Technologien bereit[.] […] Für Hoteliers wird immer wichtiger, sich auf technikaffine Zielgruppen einzustellen.“

Ein Blick in die Glaskugel

Was bringen uns die Trends für die Zukunft? Teilweise mehr Informationen in anderen, neuen Formaten, die es zu entdecken gilt. Alle digitalen Trends im Tourismusmarketing sollen natürlich pro (Hotel-)Gäste sein. An erster Stelle stehen verbesserter Service und Komfort, um sich noch mehr  wohlzufühlen. Nur die neue DSGVO darf hierbei nicht ungeachtet bleiben.

Es werden noch weitere spannende Themen hier auf PR-Fundsachen auf uns warten. Es wird noch mehr um Apps gehen, die den kompletten Urlaub managen können. Außerdem scheiben wir weiterhin das Thema „Storytelling“ groß. Wie Influencer oder die Hotels selbst Reiseangebote in emotionale Geschichten verpacken, haben wir bereits erzählt. Doch wie geht die Story weiter?

 

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Virtual Reality – Was Nutzer anspricht und Spezialisten wissen sollten!

Oder: Wie man 6 Dimensionen der Freiheit nutzt, um Rezipienten volle Immersion im nicht-linearen, interaktiven virtuellen Storytelling zu ermöglichen. 🤓

Virtual Reality bleibt in 2017 ein spannendes Thema. Auch die re:publica befasste sich damit. Man konnte fast zu jeder Stunde eine Diskussionsrunde, einen Vortrag oder einen Workshop zum Thema VR auf der re:publica 17 besuchen. Dazu gab es mit dem labore:tory ganze 4 Stockwerke, die speziell dem Thema der virtuellen Welten und all ihrer Spielarten gewidmet waren. Die Chance mit Fachleuten aus der Branche in Dialog zu treten oder von ihren Erfahrungen zu profitieren, konnte ich mir nicht entgehen lassen.

Aber was sind die wichtigen Fragen, die es zu diesem Themenkomplex aus der Sicht eines Kommunikationsspezialisten zu beantworten gilt? Um sich eine Entscheidungsgrundlage zu schaffen, wäre wichtig zu wissen, was der Nutzer derzeit mit VR macht und was ihn in Zukunft daran interessieren wird, wie der aktuelle Nutzer aussieht und wie man ihn begeistern kann. Und natürlich wie man VR möglicherweise für die eigenen Kommunikationsziele nutzen kann. Diesen Fragen bin ich nachgegangen und habe meine Erkenntnisse in diesem Artikel zusammengefasst.

Was ist Virtual Reality?

Einen interessanten Einstieg bildet die Frage, was eigentlich unter Virtual Reality zu verstehen ist. Wikipedia hat hierzu eine einfache und schnelle Antwort parat:

“VR ist die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung einer Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung.”

Wenn diese simulierte Realität in Wechselwirkung mit der normalen Realität steht, wird von Augmented Reality (AR) oder Mixed Reality (MR) gesprochen.Beispielsweise bei einer Einblendung virtueller Inhalte mittels einer Brille, wie der Micrososft Hololens, in das Sichtfeld der Nutzer. Hierfür gäbe es zahllose Möglichkeiten der Anwendung. Wäre es nicht wunderbar, in einem Laden nicht mehr den Verkäufern nach jagen zu müssen, sondern auf einen virtuellen Knopfdruck alle Details eines Produkts von einem Avatar erklärt zu bekommen? Aber bleiben wir in diesem Artikel bei der vollen VR. 

Erst seit einigen Jahren lässt sich die benötigte Technik für Endkunden zu erschwinglichen Preisen erwerben. Je nach Modell und zusätzlicher Ausstattung benötigt der Nutzer ein Set aus VR-Brille (Visueller Input, auch Head-Mounted Displays, oder kurz HMD, genannt), Headset (Audio Input) und Controllern (Interaktives Eingabeinstrument). Die Kosten hierfür belaufen sich zusammen auf etwa 1.100 € (Stand Mai 2017). Andere Möglichkeiten zur Nutzung von VR sind vorhanden, aber für den Nutzer längst nicht so erschwinglich. Eine dieser Alternativen wäre zum Beispiel die CAVE. Aber bleiben wir bei der derzeit verbreitetsten Nutzungsvariante in Form der VR-Brille und eines Headsets. Ist eine entsprechend leistungsstarke Hardware, wie ein PC oder eine PS4 vorhanden, kann der Nutzer via Websites, installierter Programme oder Spiele in der VR aktiv werden.

Was macht VR besser als 2D für den Nutzer ?

Eine der wichtigsten Antworten auf diese Frage geben John Cassey (Factory 42), Stephanie Llamas (Superdata Research), Aurelien Simon (Digital Catapult) und Robert Becker (IP Deutschland). In ihrer Session erläutern sie, dass es bei diesem neuen Medium vor Allem um die Qualität der Inhalte für den Nutzer gehen wird. Dabei wird in der Session vor allem von nativen Formaten für VR gesprochen. Also Inhalte, die spezielle für das Medium VR entwickelt werden oder wurden. Stephanie Llamas nennt hier als Beispiel, dass eine VR-Story dem Nutzer freie Wahl der Perspektive und Position lassen muss. Anders könnte er auch einen Film schauen. Die VR-Umgebung bietet dem Nutzer den Vorteil, dass er sich in alle Richtungen umschauen kann.

Eine Expertenrunde zum Thema Virtual Reality
Business Model instead of Marketing Case – The Who and How of making Money with Virtual Reality

Im Unterschied zum 2D-Film müssen die einzigartigen Möglichkeiten der VR hierbei voll ausgeschöpft werden, damit ein Nutzer den Vorteil seiner Investition auch erleben kann. Stellen wir uns  einen aktuellen Film vor. Derzeit geben Kameras die Perspektive vor. Man betrachtet durch ein Fenster eine Szene in einem Haus. Bei einem Film wartet der Zuschauer die nächste Szene ab. In der VR könnte er selbst entscheiden, wann er das Haus betreten will oder sich einfach umdrehen und zum nächsten Haus gehen. Diese neue Art der Erzählung wird als nicht-lineares, interaktives Storytelling bezeichnet.  Geschichten müssen mit Blick auf diese Möglichkeiten ganz anders als für klassische Filme inszeniert werden. Nur durch so erarbeiteten und spannend gestalteten Content kann der Nutzer dafür begeistert werden, sich die entsprechende Hardware zu kaufen.

Woraus sich die Frage ableitet, was interessanten VR-Content ausmacht und wie man ihn erkennt, um ihn in der Kommunikation einzusetzen

Worauf sollte bei VR Content für Nutzer geachtet werden?

“Der wichtigste Vorteil von VR für Nutzer ist die Möglichkeit Geschichten und Dinge zu erleben, die sie in der Realität nicht erleben können”

stellt Gregoire Parain (COO bei Novelab VR Studio) fest. Laut ihm kann der Nutzer für gute Unterhaltung schon heute aus einer Vielzahl an Angeboten wählen: Ob aus den stetig wachsenden Onlineangeboten wie  Netflix, Youtube, eSports und Co. oder alternativ den klassischen Offlinemedien, wie TV, Radio und haptischen Produkten. Um den interessierten, meist medienaffinen VR-Nutzer als Zielgruppe zu erreichen, muss man sich von 2D Angeboten abgrenzen. Sie gelten als technikaffin, experimentierfreudig, anspruchsvoll und finanzstark und sind somit beispielsweise oft Micro-Influencer oder haben als Opinion-Leader hohen Wert als Zielgruppe.

Um allerdings bei dieser Angebotsmenge einen Mehrwert für diese anspruchsvollen Nutzer und damit einen kommunikativen Wettbewerbsvorteil für sein Vorhaben durch die Nutzung von VR zu erlangen, wird seiner Meinung nach ebenfalls die Qualität des Contents ausschlaggebend sein. Er bezieht sich allerdings auf einen anderen Aspekt des bereits bekannten Quality of Content. Werfen wir einen Blick auf die Elemente neben der Geschichte und dem inhaltlichen Mehrwert, wichtig sind, um Nutzer zu begeistern.

Die VR-Dreifaltigkeit – 6 Dimension der Freiheit, Immersion und Interaktion

Immersion

Beschreibt den Grad des Eintauchens in die virtuellen Welten – idealerweise  ohne Ablenkung durch die eigentliche Realität. Diesen Zustand des vollständigen Eintauchens in die virtuelle Realität, also die vollständige Immersion nennt man auch Präsenz. Jeder, der bereits aus einem spannenden Moment eines Films herausgerissen wurde und somit diesen Moment des Mitfieberns verloren hat, kann verstehen, wieso Immersion besonders wichtig ist.

Das bedeutet, die richtige Hardware vorausgesetzt: Je mehr Sinne bedient werden können, desto höher der Grad an Immersion. Wobei mindestens Augen und Ohren vollständig mit Informationen aus der virtuellen Welt versorgt werden sollten. Informationen über das Rezeptionsverhalten und wie Sinneseindrücke bei den Nutzern wirken sind hier besonders wertvoll. Nur mit diesen Erkenntnissen können die Sinne besonders immersiv bedient und eine Geschichte interessant erzählt werden. Passende  Farben, Klänge und zukünftig auch Gerüche, Temperaturen, Tastterlebnisse und Vibrationen müssen für die Vermittlung von Botschaften ausgewählt werden. Sensory Mapping nennt sich eine Forschungsmethode, mit der diese Erkenntnisse gewonnen werden können. Sie sammelt unter Anderem durch neurologische GEhirnmessungen Details zu dieser Wechselwirkung zwischen virtuell erzeugten Sinneseindrücken und den durch sie ausgelösten Emotionen. Diese Erkenntnisse werden in Zukunft bei VR und dem Thema Immersion eine wichtige Rolle spielen. Einen sehr interessanten Einblick in die Welt der multisensorischen Möglichkeiten bot Grace Boyle auf der re.publica.

 

Wer hierzu auf dem Laufenden bleiben möchte, kann @gracekboyle folgen, von der mir folgendes Statement  in Erinnerung bleiben wird:

”Getting together the informations what is conceived how by different audiences is essential for putting together an awesome message and story.”

Besonders da er nicht nur bezogen auf sensorische Informationen anwendbar ist.

6 DoF – Die 6 Dimensionen der Freiheit

Dieser Begriff beschreibt die Freiheit des Nutzers, sich in allen Ebenen der Bewegung frei zu entscheiden, wo er sein möchte.
Oben und unten werden derzeit von vielen Nutzern noch nicht stark genutzt. Im Gegensatz zu den normalen Bewegungsrichtungen vorwärts, rückwärts, rechts und links. Für die Platzierung von wichtigen Inhalten kann sich derzeit also auf diese Richtungen konzentriert werden. Für die Geschichte und im Sinne der Immersion sollten allerdings alle 6 Richtungen einbezogen werden. Dieses Alleinstellungsmerkmal der VR gegenüber anderer Medien ermöglicht es Nutzern, sich frei zu bewegen und nicht durch Einschränkungen in ihrer Bewegungsfreiheit aus ihrem Erlebnis gerissen zu werden.

Interaktion

Ja, es handelt sich um die gleiche, immer angepriesene und erstrebenswerte Interaktion, wie bei anderen Medien auch. Bei VR sind allerdings ganz neue Arten der Interaktion denkbar. Wieso ein Formular ausfüllen, wenn man sich auch mit einem voll animierten oder gerenderten Avatar eines Chatbots unterhalten kann? Oder man für die jeweiligen Interaktionsmöglichkeiten seinen Namen zur Abwechslung wirklich tanzen muss? Klingt abgedreht? Ist es auch. Aber es ist eben alles möglich.
Und gerade das sollte einem guten Kommunikationsprofi bewusst sein, wenn er sich über Interaktionen mit dem Nutzer Gedanken macht. Denkbar ist jede Art der kreativen Produktplatzierung. Man stelle sich nur vor, dass der Nutzer in den neuen Tesla einsteigt und losfährt, um zum nächsten Teil der Handlung zu gelangen und nicht dem Protagonisten dabei zuschauen muss. Oder ein Kugelschreiber, mit dem der Nutzer direkt seine Unterschrift unter einen rechtskräftigen Vertrag setzen kann.
Dabei ist besonders interessant, dass eine virtuelle Realität alle Vorteile der älteren Medien nutzen kann. Zusätzlich kann man völlig neue Wege gehen, um mit den Nutzern zu interagieren. Warum nicht bei “Schnell und Aufgebracht 25 VR” (Ein imaginärer Streifen über Autos) einfach auf Pause drücken und beim Autohändler virtuell ein Auto kaufen? Ein Shop-in-Entertainment-Paket vielleicht?
Solche Ideen hätte ich mir von IP Deutschlands Vertreter Robert Becker gewünscht, der auf die Frage nach Ideen für Platzierungsformate darauf hingewiesen hat, dass die Technik noch jung sei und man noch nicht viel Erfahrung habe.
Es gilt bei Interaktion: Je intuitiver für den Nutzer, desto besser. Zumindest bei der Absicht mit ihm in Kontakt treten zu wollen. Da es auch hierbei interessant ist den Grad an Immersion möglichst hoch zu halten, sollte man sich wie immer am Nutzer orientieren und ihm aus seiner Perspektive heraus die Wahl geben, selbst zu entscheiden, was er machen möchte.

Behält man also die VR-Dreifaltigkeit und das nicht-lineare Storytelling im Blick, hat man das nötige Grundwissen, um VR-Formate und Content beispielsweise für die eigene Marke, die Botschaft des Kunden oder das neue Produkt zu untersuchen und die Nützlichkeit für die Kommunikationsziele zu beurteilen.

Ein komplexes und interessantes Thema. Und dabei haben wir die Produktion von VR-Inhalten noch gar nicht angeschnitten.

OK…. wie kreiere ich meine eigene Welt?

Aber das können wir ja kurz nachholen. Zwei Branchen produzieren derzeit mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen VR Inhalte. Die klassische videoproduzierende Industrie und die Game Studios. Also entweder eine aufgezeichnete Version der Wirklichkeit oder die komplett kreierte 3D-Welt erschaffen in einer Game-Engine.

Je nach Bedarf und Interesse der angestrebten Zielgruppe unter den Nutzern kann es kosteneffizienter und effektorientierter sein, einer der beiden Herangehensweisen an die Produktion den Vorzug zu geben. Hierbei sind die Cineasten wohl die derzeit günstigere Wahl. Die besten Fahrradläden, Fahrradwerkstätten und Fahrradshops in Darmstadt findet man im Internet, zum Beispiel auf der Informationsseite zum Thema Fahrrad fahren in Darmstadt. Die Game Developer werden aber zusehends häufiger gebucht, da ihre Expertise in 3D-Umgebungen weiter vorangeschritten ist und sie große Erfahrung mit der 3D-Interaktion haben.

Mit Tools wie Tiltbrush und Gravity Sketch kann auch kostenlos und recht intuitiv eigener VR-Content erstellt werden. Allerdings braucht dies Zeit, Interesse und führt ohne einen entsprechenden Hintergrund selten zu zielorientierten Ergebnissen. Aber beide Tools eignen sich hervorragend, um ein Gespür für die Möglichkeiten der VR zu bekommen oder eine Idee zu visualisieren, die man virtuell anfassen kann.

Learn, make or buy?

Wie erwähnt sind die Preise für die benötigte Hardware seit der Entwicklung der VR stark gefallen. Auch die Anschaffungskosten für das VR-Produktionsequipment sind günstiger geworden. Trotzdem setzt sich der Preis für eine VR-Produktion weiterhin vor Allem aus den investierten Arbeitsstunden der beteiligten Spezialisten zusammen. Das macht eine pauschale Aussage fast unmöglich. Der Zeitaufwand der Produktion hängt von vielen Faktoren, wie Umfang, Detailgrad und Produktionsart ab. Aber wer eine ansprechende Qualität haben möchte, muss  Story, Immersion, 6DoF und Interaktion für den Nutzer bereit halten.

Da Know-How hierfür der entscheidende Faktor ist, sind den Kosten keine Grenzen außer Wirtschaftlichkeit gesetzt. Derzeit mag es sich lohnen, auf neue Formate der VR zu achten und bereit zu sein, wenn ein neuer Trend aufkommt. Man denke an das virtuelle Facebook wie im Beitrag unten oder ein komplett neues virtuelles soziales Netzwerk. 

Hat man allerdings eine für den Nutzer interessante Geschichte, egal ob als Spiel oder als Film, lohnt sich der Gedanke, sein Produkt oder seine Marke mittels VR oder AR in Szene zu setzen. In jedem Fall macht es Sinn, sich mit dem neuen Medium VR besser früh als spät zu beschäftigen. So kann man sicher stellen, ob ein Schritt in die virtuelle Welt Vorteile für das eigene Unternehmen oder den Kunden biete und zum passenden Zeitpunkt gezielt VR für seine Ziele nutzen und mit passenden Inhalten einsteigen kann.
Denn es gibt derzeit keinen höheren, digitalen Interaktionsgrad, als den einer guten Virtual Reality für einen begeisterten Nutzer. Und lässt das nicht jedes moderne kommunikationsorientierte Herz höher schlagen?

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