Virtueller Urlaub – Reisen mal anders

Neues entdecken, sich auf Reisen machen und das ohne aus dem Haus zu gehen. Klingt paradox, aber solch ein virtueller Urlaub ist möglich.

Urlaub auf Balkonien

Ob aus Kostengründen oder aus Bequemlichkeit, viele bleiben über die Ferien-  beziehungsweise Urlaubszeit zuhause. Somit fallen auch das stressige Koffer packen und die Reisekosten weg. Sie verbringen bei sich daheim eine entspannte, ruhige Zeit und versuchen den Alltag zu vergessen und abzuschalten. In der gewohnten Umgebung ist dies aber gar nicht so leicht. Da wäre es doch super, wenn man auch von seinem Balkon aus mal etwas anderes sehen könnte. Etwas, das einen in ein richtiges Urlaubsfeeling versetzt. Das liegt im Bereich des Möglichen. Durch die ständigen Fortschritte der Technologien kann der Urlaub auf Balkonien zu etwas ganz besonderem werden.

Tech-Trends

Das Reisen ist durch das Internet nicht mehr an einen Ort gebunden, sondern kann von der Ferne erlebt werden. Es kann in Echtzeit stattfinden und bietet einem die Möglichkeit, mit Einheimischen in Interaktionen zu treten. Somit unterscheidet es sich von den typischen Fernsehbildern. Sie waren früher die einzige Alternative, Orte von weit weg aus anzuschauen.

Die neuen Technologien machen es möglich, die ganze Welt von zu Hause aus zu entdecken. Ob durch VR, AR oder 360 Grad Videos. Diese Tools werden unter anderem im Tourismusmarketing genutzt, da sie eine hervorragende Wirkung auf die Reisenden haben. VR-Brillen bieten die Möglichkeit, sich an einen anderen Ort versetzen zu lassen. Setzt jemand diese auf, sieht er eine virtuelle Welt. Je nach Wunsch, kann er am Strand, in der Stadt oder auch in der Wüste sein. VR bietet eine Vielzahl an zu entdeckenden Orten.

Aber auch 360 Grad-Videos bieten ein außergewöhnliches Bilderlebnis: aus jedem Blickwinkel alles sehen. Besonders gut funktioniert dies in Kombination mit der VR-Brille. Der Urlaubsort kann so genauestens angeschaut werden. Keine Ecke bleibt unentdeckt. Diese Bilder bleiben, genau wie die eines reellen Urlaubs, noch lange im Kopf.

In kurzer Zeit ist es für uns wahrscheinlich schon normal, virtuell zu verreisen. Oder ist dies nur ein vorübergehender Trend? Schließlich gibt es immer noch einige Differenzen zwischen einer wirklichen und einer virtuellen Reise.

Realer vs. virtueller Urlaub

Jedes Jahr auf’s Neue kommt der Wunsch nach Urlaub und verreisen auf. Wohin soll es diesmal gehen? Aber kaum ist diese Frage geklärt kommen noch viele weitere auf. Eine reale Reise ist mit einigen organisatorischen Aufgaben verbunden. Wodurch oftmals Stress bei den Reisenden aufkommt. Und das ist wohl kaum der Sinn von einem Urlaub. Jedoch lohnt sich dieser Stress meist, wenn die Reise erstmal angefangen hat. Durch die vielen besonderen Eindrücke und besonderen Erlebnisse, die mit allen Sinnen wahrgenommen werden können, ist die vorherige zeitaufwendige Planung schnell wieder vergessen.

Im Gegensatz dazu werden beim virtuellen Urlaub nicht alle Sinne beansprucht. Durch die Bilder und den Ton in Echtzeit wirkt es so als wäre man direkt vor Ort. Allerdings kann man nicht fühlen beziehungsweise anfassen, schmecken oder riechen. Die Wahrnehmung erfolgt also nicht über alle Sinne und ist somit nicht so getreu, wie bei einer realen Reise. Hierbei gibt es aber den Vorteil, dass Wartezeiten am Flughafen, Bahnhof oder das Koffer packen wegfallen. Einmal investieren und jedes Jahr woanders auf virtuelle Reisen gehen, anstatt wie bei den realen Urlauben jedes Mal hohe Kosten zu haben.

Fazit

Kann ein virtueller Urlaub einen reellen Urlaub ersetzen? Bei dieser Frage gehen die Meinungen auseinander. Ein klares Ja oder Nein gibt es darauf nicht. Beide Varianten haben sowohl Vorteile als auch Nachteile. Es ist stark von der reisenden Person abhängig, bei welcher Variante sie sich wohler fühlt. Je nachdem welcher Typ jemand ist, kann das virtuelle Reisen eine gute Alternative sein. Um neues zu entdecken, muss kein Fuß mehr vor die Haustüre gesetzt werden. Dadurch eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten des Reisens. Bei dem nächsten Urlaub gerne die andere Art zu verreisen ausprobieren!

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Wie Blockchain den Tourismus revolutionieren kann

Blockchain ist eine der Top-Innovationen in der Technik. Noch sind die Potenziale nicht komplett ausgeschöpft, aber es gibt viele mögliche Anwendungsbereiche. Wie die Blockchain im Tourismus eingesetzt werden kann, erfahrt ihr hier.

 

Was ist Blockchain überhaupt?

Die Blockchain ist ein webbasiertes, öffentliches Buchhaltungssystem, das auf der Technik eines verteilt dezentralisierten Netzwerks basiert. Die „Blockkette“, wie man den Begriff auf Deutsch übersetzen kann, ist eine Datenbank – gespeichert werden die Daten aber nicht auf zentralen Rechnern, sondern auf mehreren Servern. Dort wird jeweils eine Kopie der Daten verwaltet, damit sie mehrfach gesichert sind und nicht verloren gehen können. Die Daten sammeln sich in einzelnen Blöcken (Block), die mit den anderen Blöcken durch eine Art Kette (Chain) netzwerkartig verbunden sind.

Blockchain im Tourismus - Visuelle Darstellung einer Blockchain.
Visuelle Darstellung einer Blockchain.

Wird man ein Teil dieses großen Netzwerkes, bekommt man eine Spiegelung dieser Blockchain. Auf diesem Wege kann jeder Nutzer dieses Netzwerkes einen Überblick über alle Informationen und alles Wissen haben, das in der Blockchain abgebildet ist. Dies macht die Technologie unglaublich transparent. Ein großer Vorteil ist auch, dass alle dort gesicherten Informationen fälschungssicher sind. Jede Information, die in der Blockchain gespeichert wird, wird im Vorfeld vom System verifiziert. Durch das Speichern auf einer Vielzahl von Servern ist eine Manipulation oder Fälschung beinahe unmöglich.

 

Anwendung der Blockchain

Besonders häufig wird der Begriff Blockchain in Verbindung mit der Kryptowährung Bitcoin verwendet, da die Transfers dabei mit der Blockchain-Technologie stattfinden. Auch das Darknet basiert auf einer Blockchain und in Branchen wie im Supply Chain Management findet die Technologie bereits Verwendung.

Blockchain im Tourismus - Blockchain wird besonders häufig mit Bitcoins in Verbindung gebracht.
Blockchain wird besonders häufig mit Bitcoins in Verbindung gebracht.

Im Tourismus jedoch gibt es derzeit noch „kaum realisierte Projekte und Geschäftsmodelle“, so Anja Mendel, Sprecherin der Digitalstadt Darmstadt. Konzepte gibt es aktuell zum Beispiel von TUI oder Amadeus. TUI Chef Fritz Joussen sagt im Interview mit dem Manager-Magazin sogar, dass Blockchain die „Zukunft“ ist.

 

Blockchain im Tourismus

Amadeus sieht die Blockchain Technologie als eine der Top Innovationen, die die Reisebranche in Zeiten der Digitalisierung enorm verändern können. In einem Whitepaper hat das Unternehmen folgende Potenziale herausgearbeitet:

Wer kennt es nicht: Lange Schlangen am Flughafen, Einlasskontrollen bei Check In und Boarding und zuletzt will auch das Hotel den Ausweis überprüfen. Bis man endlich das Zimmer beziehen und die Reise so richtig losgehen kann, dauert es seine Zeit. Durch die Blockchain Technologie könnte man eine sicherere und effizientere Art der Identifikation einführen, die uns Zeit spart, welche zum Reisen übrig bleibt.

Möglich ist es auch, Gepäckstücke mit der persönlichen Identifikation zu verknüpfen und eine effektivere, effizientere Tracking Methode einzuführen. Außerdem können alle verschiedenen Parteien, die für die Gepäckstücke verantwortlich sind, unabhängig vom Standort Informationen austauschen. So gehen Gepäckstücke seltener verloren, was für uns auch hier bedeutet: Mehr Zeit zum Reisen, weniger Zeit mit Stress und Organisieren bei verlorenem Gepäck.

Nutzerfreundlichere Treueprogramme: Amadeus hält es für anwendungsfreundlicher und praktischer, wenn erworbene Punkte bei unterschiedlichen Partnern wie Hotelketten oder Vielfliegerprogrammen besser untereinander ausgetauscht werden könnten. Das Einsetzen eines dezentralen Buchhaltungssystems wie der Blockchain wäre also auch hier durchaus sinnvoll.

Durch die Anwendung der Blockchain im Tourismus kann der Prozess von Zahlungen zwischen zwei oder mehreren Anbietern enorm vereinfacht werden: Häufig sind Zahlungsprozesse sehr komplex, da viele Vermittler involviert sind und die Zahlungen über verschiedene Länder und Kontinente mit verschiedenen Währungen durchgeführt werden müssen. Mit Hilfe der Implementierung von Blockchain im Zahlungsverkehr wird diese Komplexität reduziert und der Prozess verschnellert.

Blockchain im Tourismus: Für Reisende würde die Blockchain Technologie viele Vorteile mit sich bringen.
Für Reisende würde die Blockchain Technologie viele Vorteile mit sich bringen.

 

Blockchain in Deutschland

Im Ruhrpott eröffnete 2017 ein Blockchain Hotel. Ziel ist es vor allem, die Blockchain- und Bitcoin Community zusammenzubringen und zum Fortschritt beizutragen. Übernachtung und Frühstück sind preisgünstig, ganz unter dem Motto „Wer etwas beiträgt, zahlt fast nichts“. Das Hotel bietet Arbeitstreffen, verfügt über Seminarräume und ist Veranstalter des „Blockchain Tech Crypto Meetups“. Hier kommen Experten und Interessierte zusammen, um im Rahmen von Workshops und Vorträgen mehr über die Technologie zu lernen und ihr Wissen auszutauschen.

Als Studentin der Hochschule Darmstadt war es für mich nur naheliegend, mich auch bei der „Digitalstadt Darmstadt“ nach dem aktuellen Stand von Blockchain im Tourismus und Stadtmarketing zu informieren. Potenziale und Anwendungsbereiche werden auch hier gesehen, umgesetzt wird derzeit aber vor allem ein anderes Pilotprojekt: Die Blockchain Ethereum wird verwendet, um den Versorgerwechsel zwischen fünf Energieversorgern abzubilden. Außerdem gibt es weitere Bereiche, in denen die Verwendung von Blockchain derzeit überprüft wird. 

 

Wo geht die Reise hin? – Ein Blick in die Zukunft

Digitalisierung und Internet sind in Deutschland auch im Jahre 2018 noch „Neuland“, es bedarf dringend Verbesserung. Der ITB zufolge ist Blockchain 64 Prozent kein Begriff, während 19 Prozent der Befragten schon von der Technologie gehört haben, sie aber nicht nutzen. Bei Experten ist die Thematik heiß diskutiert: Ist Blockchain die Zukunft des Internets und der Industrie? Kann man bereits von einer Revolution sprechen oder ist es nur ein Hype, der vergeht und sich nicht dauerhaft durchsetzt?

Weltweit gibt es einige Länder, die die Potenziale in Blockchain erkennen und Projekte und Forschungen fördern. Besonders stechen hier die Schweiz und San Marino heraus, die mit einem positiven Beispiel voran gehen. In der Schweiz wurde das „Crypto Valley“ gegründet, dass sich in der der Blockchain Branche etablieren und den Markt erobern will. Ebenfalls möchte San Marino als älteste Republik der Welt führendes Blockchain Zentrum werden. Das kleine Land denkt sogar, dass Blockchain einen größeren Einfluss als das Internet haben wird.

Wie man sieht, gibt es durchaus Ansätze, die der Blockchain Innovation positiv gestimmt gegenüberstehen und Initiative ergreifen. Während wir in Deutschland teilweise noch etwas mit der Digitalisierung hadern und Unternehmen sich langsam erst mit der Onlinekommunikation anfreunden, sind andere Länder bereits tief in der Forschung. Wichtig ist es nun also, dass wir die „nächste Internetrevolution“ nicht verpassen. Es braucht Unternehmer und Sponsoren, die Projekte unterstützen und fördern. Gleichzeitig muss mehr von der Politik kommen, die selbst 2018 noch skeptisch gegenüber der Digitalisierung ist. Es gibt eindeutig Potenziale – auch im Tourismus. Um es kurz zu fassen:

 

„The challenge will be to continue to find where blockchain can add value […]” (Amadeus)

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Arbeit 4.0 – Wie die Digitalisierung die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt hat

Strikte Hierarchien, feste Urlaubstage, dunkle abgeschirmte Büros? Das war gestern! Durch die Digitalisierung sind nicht nur Arbeitsplätze weggefallen und neue hinzugekommen, sondern der komplette Arbeitsmarkt hat sich verändert. Ob positiv oder negativ, seht selbst.

 

Arbeit 4.0 – Wie alles ins Rollen kam

Startschuss war der 22.04.2015! An diesem Tage wurde das sogenannte „Grünbuch“ im Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorgestellt. Der Auftakt der Diskussion über die Arbeit von Morgen. Die Technologisierung hat bereits die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Aus diesem Grund  mussten einige Rechte und Themen im Bundesministerium besprochen werden. http://www.arbeitenviernull.de

Spätestens nach der 19 monatigen Diskussion, über die zukünftige Arbeit auf Grund der Digitalisierung, im Bundestag war der Begriff „Arbeiten 4.0“ in aller Munde.

 

Das klassische Arbeitsmodell stirbt aus

Mittlerweile hat es jeder mitbekommen. Das klassische Arbeitsmodell in einem Unternehmen ist vom Aussterben bedroht. Abgeschirmte Büros und strikte Hierarchien gibt es in jungen Unternehmen kaum noch. Ruheräume, Gaming-Areas und Restaurants statt Kantine, sind nicht nur bei „Google“ aufzufinden. Der Arbeitnehmer möchte sich wohl fühlen, um die gewünschte Arbeit abliefern zu können. Zudem kommt, dass das Gehalt nicht mehr, wie früher, ausschlaggebend bei der Anwerbung neuer Mitarbeiter ist. Viel mehr stehen deren eigene Bedürfnisse und Vorstellungen im Vordergrund.

 

Der digitale Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz wird zunehmend durch Tools und weitere Technologien unterstützt und somit digital. Durch diese Veränderungen ergeben sich neue Möglichkeiten. Mobil, sowie auch eine hohe Vernetzung von Mitarbeitern. Arbeit ist nun bis zu drei Tage pro Woche vom Home-Office aus möglich, ohne den Bezug zum Team zu verlieren. Alles funktioniert schneller und unkompliziert, wenn die Technik richtig eingesetzt ist. Globale Vernetzung ist ein Kinderspiel und eine riesen Chance für Unternehmen und Arbeitnehmer .

 

Arbeiten von Überall

Man muss nicht mehr jeden Tag im Büro erscheinen. Von Zuhause oder Unterwegs arbeiten ist kein Privileg mehr, sondern bereits oftmals eine erwartete Option.

Teilzeit, Auszeiten, bis hin zum „Gapyear“ oder Zeitkonten. Es gibt mittlerweile viele Arbeitsformen, denen Arbeitgeber zustimmen „müssen“.

Jedoch darf nicht vergessen werden, dass die gewonnene Freiheit bei z.B. Freelancer auch viel mehr Eigenverantwortung und Initiative mit sich bringt. Größere Freiheiten brauchen mehr Regeln, um erfolgreiche Arbeit abzuliefern.

 

Schattenseite – die große Herausforderung

Wird der Mensch durch Maschinen ersetzt? Es  wird davon gesprochen, wessen Arbeitstag hauptsächlich aus Routineaufgaben besteht, wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten sehr wahrscheinlich von einem Roboter in Software oder Hardware ersetzt.

Selbst kreative Jobs bleiben dabei nicht unbedingt verschont. Es gibt bereits jetzt schon Automaten, die bereits Kurznachrichten, Finanzberichte oder Sportergebnisse eigenständig schreiben können.

Vor diesem Wandel sind leider nur die wenigsten Menschen sicher. Künstler, Unternehmensgründer oder Leute, die direkt mit Menschen arbeiten, sind schwieriger zu ersetzen. Nicht zu vergessen die Arbeitnehmer, die diese Technik entwickeln. Sie werden wohl auch nicht so schnell ihren Job verlieren können.

Bisher jedoch betrifft der digitale Wandel eher geringer qualifizierte Arbeitskräfte. Es eröffnen sich zwar im Gegenzug neue Berufsfelder, doch werden hierfür auch wieder speziell ausgebildete Arbeitnehmer gesucht. Ob auch bald höher qualifizierte Arbeitnehmer ersetzt werden, wird sich zeigen.

 

Fazit

Es ist ziemlich wichtig, dass sich die Arbeitsweise aufgrund der Technologisierung verändert hat. Auszeiten, mehr Zufriedenheit, mehr Mitbestimmungsrecht, was den eigenen Arbeitsplatz angeht, war dringend notwendig. Man verbringt die meiste Zeit der Woche damit zu arbeiten, dann sollte das Wohlbefinden stimmen. Die Arbeit darf kein Zwang sein, für die man sich früh aus dem Bett quält, weil die Motivation fehlt. In der heutigen Zeit in der alles schneller, größer und besser sein muss, kann nicht auch noch verlangt werden, dass der Arbeitnehmer all seine Wünsche an den perfekten Arbeitsplatz fallen lässt.

Natürlich ist nicht alles rosig in Hinsicht auf die weitere Technologisierung der Arbeitswelt. Ob der Mensch wirklich hauptsächlich von Maschinen ersetzt wird, wird die Zukunft zeigen.

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