ZOPR – Live-Blogging: Workshop „SEO – Schreiben, um gefunden zu werden“ mit Charly Kahle

Die kleinen Karawanen haben ihren Weg gefunden, die Workshopräume ebenso. Über den Twitterstream von ZukunftOnlinePR kann man am Workshop „Twitter – die SMS des Web 2.0“ teilnehmen, während wir uns an dieser Stelle dem SEO widmen werden.

Als Ergänzung kann man in den kommenden 60 Minuten auch über http://www.opensourcepr.de/liveblog/ dabei sein.

Das von der Cocomore AG betreute Portal ellviva ist ein Beispiel für SEO-optimiertes Agieren im Web. Aber wie immer kann alles SEO keinen Erfolg bringen, wenn die Inhalte nicht stimmen. In diesem Fall geht das Konzept aber Dank gutem, auf die Leser(innen) zugeschnittenem Content auf.

Zur allgemeinen Förderung der Klickzahlen bieten sich laut Kahle „Mutmacher-Einstiege“ an, „How to“-Angebote und die vorhin erwähnten sprechenden Links sind ebenfalls sehr willkommen. Der Leser muss sehen können, was ihn nach dem Klick erwartet. Blindflüge durch Websites machen sich nun einmal nicht sonderlich gut.

Leicht problematisch wird es allerdings, wenn Google seine Suchalgorhythmen ändert und damit sämtliche Strukturen durcheinanderwirbelt. Die redaktionelle Pflege zahlt sich im Vergleich zu maschinell erzeugten Linkstrukturen jedoch immer noch deutlich aus.

Das suchmaschinenoptimierte Schreiben kann man mit der Verwendung von Kernbegriffen – sprich, Schlagwörtern – mittels Wiederholungen im Titel, Teaser, Text usw. gehörig vorantreiben. Das Dumme an der Sache: Oftmals leidet die Lesbarkeit unter der Optimierung.
Ein Opener wie „Schatz, heute nicht“ liest sich schöner als „Migräne: Schatz, heute nicht“, wird aber schlechter gefunden, da Migräne in diesem Fall das „Buzzword“ ist.

Für SEO-Künstler, die sich bis in die Sub-Ebenen in die Thematik reingefuchst haben, ist das natürlich nur eine kleine Fingerspielerei. Clever wie man ist, nutzt man einfach die zum Beispiel über Google Analytics gelieferten Top-Suchbegriffe der Seite, um sich dahingehend zu orientieren.

Die Frage, ob Analytics ob seiner detailierten Suchergebnisse und Profile der Userbewegung nicht schon rechtswidrig ist, bleibt allerdings unbeantwortet. Die eleganteste Lösung: Auf der Startseite (irgendwo) auf die Nutzung von Analytics im Hintergrund hinweisen. Schaden kann es zumindest nicht.

Ab zu den Fragen:

„Muss man sich für eine Topplatzierung wirklich hinsetzen und einen mehrzeiligen Block mit Kernbegriffen in die Meta-Daten tippen?“ – „Wenn sie ganz vorne gefunden werden wollen, ja.“

„Woher kommen diese zwei grundverschiedenen Meinung auf der einen Seite mit Synonymen arbeiten zu müssen und auf der anderen Seite nur mit diesem einen SEO-Kernbegriff?“ – „Weil niemand ganz genau weiß, wie das alles funktioniert.“

„Kann man die Beeinflussung von Texten durch das durch SEO-bezogene Schreiben eigentlich schön finden?“ – „Mir persönlich gefällt das auch nicht wirklich, weil gute Ideen durch diese Regeln eingeschränkt werden. Aber was bringt mir der tollste Text, wenn ihn später niemand liest, weil er ihn nicht findet? Solange man auf das Gefundenwerden angewiesen ist, muss man intensiver darüber nachdenken, wie man schreiben möchte.“

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ZOPR – Live-Blogging: „Gatekeeper Suchmaschine“ von Martin Goldmann

Nach der Mittagspause hat nun Martin Goldmann das Wort. Als freier Journalist bietet er Fachbeiträge zu IT-Themen, Schulungen für Online-Journalismus, PR-Texte und das Schreiben von Newslettern an. Weitere Aufgabenfelder des Redaktionsbüros sind das Erstellen von Konzeptionen, Redaktion und Produktion von Schulungs-Videos, Produktion und Veröffentlichung von Audio- und Videocasts.

Die Tricks und Tipps, wie man Google und weitere Suchmaschinen beeinflussen kann, verrät er uns nun.
Das Zauberwort heißt in diesem Fall SEO (Search Engine Optimization) und ist das wohlklingende Rundumpaket zum Optimieren einer Internet-Seite, auf das sie in den Ergebnissen der Suchmaschinen weit oben auftaucht. Auf der Seite an sich machen sich Keywords immer gut, um gefunden zu werden, „off-site“ bieten sich Verlinkungen an.

Die (O-Ton Goldmann) „große Datenkrake“ Google ordnet Seiten nach drei Werten ein: Pagerank, Popularität (Klickzahlauswertung) und „Sauberkeit“ der Inhalte.

Da die Pagerank-Formel ein für normale Menschen kaum verständliches Gebilde darstellt, sollte man sich nicht um die mathematischen Hintergründe scheren. Viel eher wäre eine Optimierung der Website-Grundlagen wünschenswert. Dazu gehören ein sauberer Code, korrekt verwendete title-, head- und sonstige Tags (die sinnvollerweise immer richtig plaziert und gehandhabt werden sollten) und knackige Meta-Tags, um die Suchergebnisse selbst im Hintergrund aktiv beeinflussen und pushen zu können.

Aber man kann natürlich auch suchmaschinenfreundlich schreiben bzw. für Google richtig schreiben. Informationen, die der Kunde suchen könnte, sollte ich also entsprechend hervorheben und mir bei Schlagworten auch Synonyme durch den Kopf gehen lassen. Aus journalistischer Sicht gilt selbstverständlich: Das Wichtigste kommt zuerst!
Die richtige Handhabe von Links inklusive korrekter und sachdienlicher Benennung, die sinnvolle Verlinkung eigener Inhalte und sogar Bildbeschreibung können sich ebenfalls positiv beim „Gefundenwerden“ niederschlagen.

Im Hide and Seek mit Google treten in der Regel aber unweigerlich auch Fehler auf, die man recht simpel verhindern kann. Denn wenn ich mir die unglaublich schicke, aber mit Flash und Javascript vollgekleisterte Landing Page spare, dann kickt Google mich auch nicht von Anfang an raus. Doppelter Content und Session-IDs sind in der Folge auch nicht sehr zuträglich, lassen sich jedoch mit ein wenig Aufmerksamkeit ohne weiteres verhindern.

Im Fazit lässt sich sagen, dass mit „handwerklich“ sauberer und konsequenter Arbeit ist Suchmaschinenoptimierung keine Zauberei. Solange man das Angebot aktuell hält dürfte nichts passieren, aber die Grundregel, um gefunden zu werden, bleibt dabei auch: Was nicht online ist, kann nicht gefunden werden.

Und diesen Part kann kein noch so sauberer Code ändern.

Hinweis: Die Theorie ist nun abgedeckt, die Praxis wird im Workshop „SEO – Schreiben um gefunden zu werden“ ab 15.35 Uhr von Charly Kahle, leitender Redakteur bei der Cocomore AG, vorgeführt.

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Fachtagung „Zukunft Online-PR 2009“

Am 29. Januar 2009 findet die Fachtagung „Zukunft Online-PR 2009“ an der Hochschule Darmstadt am Campus Dieburg statt.
Zu den Themen der Veranstaltung zählen unter anderem:

  • Corporate Blogs / Microblogs
  • Suchmaschinenoptimiertes Schreiben
  • Word of mouth im Netz
  • Was bringen Soziale Netzwerke in der Unternehmenskommunikation / PR / Recruiting?

In zusätzlich angebotenen Workshops sollen die Gäste dann die Möglichkeit haben, einige Themen genauer zu betrachten. Ivana Buljan, Patricia Ogon, Christina Wolf und ich organisieren diese Veranstaltung. Unsere Aufgaben umfassen dabei unter anderem die Referentenauswahl, die Themenauswahl, Marketing, PR, Moderation, Budgetplanung und Organisation.

Der Eintritt beträgt 35 Euro, inklusive Snacks und Getränke, für Studenten ist die Veranstaltung selbstverständlich kostenfrei. Die Website zu der Fachtagung „Zukunft Online-PR 2009“ befindet sich noch im Aufbau, jedoch können Interessierte erste Informationen bei Twitter, Xing oder Zukunft Online-PR nachlesen.

Beim Fachtag Zukunft Online-PR 2007, welcher ebenfalls von PR-Studenten des 7. Semesters Online-Journalismus/PR organisiert wurde, ging es um die Frage, wie Unternehmen Corporate Blogs, Podcasts oder andere Web 2.0-Formate im Rahmen ihrer Online-PR einsetzen. Hierzu wurden von den Studenten umfassende Case Studies erarbeitet.

Wir möchten die Diskussion über den Einsatz von Web 2.0 in Unternehmen weiterführen, freuen uns auf ein spannendes Projekt und hoffen auf eine rege Teilnahme.

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