Die Bewerbungsfrist des PR-Bild Award 2014 endet

Hier ein kurzes Review der Preisverleihung des Jahres 2013, sowie alle Infos zum diesjährigen Award

Alle Jahre wieder, wird in der PR der berüchtigte „PR-Bild Award“ durch eine Jury, bestehend aus Experten und Journalisten an Unternehmen und PR-Agenturen verliehen, die durch ihre Öffentlichkeitsarbeit im Bereich PR-Bildproduktion besonders den Nerv der Zeit getroffen haben.

Der Award ist in dieser Branche zu einer bedeutungsvollen Auszeichnungen für PR-Agenturen und Unternehmen im Öffentlichkeitsbereich geworden. Auch im vergangenen November wurde der „PR-Bild Award“ bei einem feierlichen Festakt hoch über den Dächern Hamburgs verliehen. Mit rund 1700 Bewerbungen, konnte letztes Jahr eine Bewerbungsbestmarke verzeichnet werden. Durchgesetzt hat sich letztendlich das unten abgebildete Foto mit dem Slogan „Der Feind in unserem Essen“, des Berliner Unternehmens LOOX Sports GmbH, welches mit dem Bild letztes Jahr zum „PR-Bild des Jahres“ 2013 in Deutschland gekürt wurde. Außerdem erhielt das Bild den 1. Platz in der Kategorie Produktfoto.

"PR-Bild des Jahres" 2013 in Deutschland
„PR-Bild des Jahres“ 2013 in Deutschland

Nicola Pattberg, Leiterin Presse und Kommunikation LOOX Sports GmbH ist auf die Auszeichnung und ihr Team sehr stolz. „Dass unser Spiegelei-Bild angesichts der sehr starken Mitbewerber gekürt wurde, freut uns als junges Unternehmen natürlich ganz besonders und motiviert zudem das ganze Team.“

 Alle wichtigen Infos zum „PR-Bild Award“

Auch dieses Jahr haben Unternehmen und PR-Agenturen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wieder die Möglichkeit, sich für den renommierten „PR-Bild Award“ zu bewerben und mit dem eingereichten Bild, in einer der 6 branchenspezifischen Kategorien, zum Sieger und womöglich zum „PR-Bild des Jahres“ gekürt zu werden.
Frank Stadthoewer, Geschäftsführer der dpa-Tochter „news aktuell“ freut sich über die Entwicklung des Awards. „Als wir vor 9 Jahren den PR-Bild Award ins Leben gerufen haben, wollten wir die große Bedeutung von Bildern für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unterstreichen. Ich denke, dass bekommen wir jedes Jahr ganz gut hin.

Über die Notwendigkeit des Awards ist sich auch Markus Peichel von LeadAcedemy für Mediendesign bewusst. Er sagt: „Ich glaube, dass der PR-Bild Award gerade jetzt und gerade heute, in dieser veränderten Medienlandschaft, eine sehr wichtige Rolle spielt. Besonders, der durch den Strukturwandel geprägte Medienmarkt hat sich stark verändert. Dadurch dass im Editorialbereich immer mehr Budgets wegbrechen, entsteht die Möglichkeit für die PR-Fotografie hier, mit hochwertigen, eigenen, gewagten, mutigen Produktionen diese Lücke auszufüllen.“

PR-Bild des Jahres 2013 in der Schweiz                         "Für viele Kinder geht die Rechnung nicht auf"
PR-Bild des Jahres 2013 in der Schweiz „Für viele Kinder geht die Rechnung nicht auf“

Teilnahmebedingungen und Kategorien

Bewerben darf sich grundsätzlich jedes Unternehmen und jede PR-Agentur, die bis zum 20. Juni 2014 ein PR-Bild in die
„news aktuell“ Redaktion eingereicht haben. Die Teilnahme ist kostenlos und die Bewerbungsfrist endet am 20. Juni 2014.
Weitere Informationen auf http://www.pr-bild-award.de/teilnahmebedingungen Neben dem „PR-Bild des Jahres“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wird der Award außerdem, in 6 verschiedenen Kategorien verliehen. Dazu zählen Unternehmneskommunikation, Event und Presse, Produktfoto, Portrait, NGO-Foto sowie die Kategorie Tourismus, Freizeit und Sport. Wer Interesse an den Gewinnerbildern des letzten Jahres hat, kann sich auf der Homepage www.pr-bild-award.de/sieger2013 alle Bilder rund um den „PR-Bild Award“ anschauen.

 

Das Wahlverfahren und die Jury

PR-Bild des Jahres 2013 in Österreich                 "Umarmung
PR-Bild des Jahres 2013 in Österreich „Umarmung

Das Wahlverfahren findet in drei Stufen statt: Bewerbungs-Phase, Jury-Phase, Abstimmungs-Phase. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist, nimmt sich die Jury bestehend aus Journalisten und PR-Experten Zeit, um das Material zu sichten. Stargast in der Jury ist dieses Jahr Boris Entrup, exklusiver Make-up Artist von Maybelline New York. Am Ende der Jury-Phase besteht jeder der sechs Kategorien aus einer Shortlist mit jeweils zehn Bildern. Diese Shortlist wird anschließend im August veröffentlicht. Sobald die Shortlist veröffentlicht ist, werden PR-Fachleute, Pressesprecher und Journalisten eingeladen, ihre Stimme abzugeben. Die Stimmabgabe ist sowohl im Web über die Homepage, als auch offline, bis Mitte September möglich.

Alle Gewinner werden im Oktober bekannt gegeben und zur Preisverleihung eingeladen.

 

In knapp zwei Wochen endet die Bewerbungsphase. Wer sich also noch bewerben möchte, kann dies ganz schnell und einfach auf der Internetseite www.pr-bild-award.de erledigen. Viel erfolg!

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“Ich glaube dass PRler auf einem sehr hohen Niveau jammern”

Ein großer Teil der Führungskräfte in der deutschen PR-Branche ist  unzufrieden mit seinem Verdienst – das ergab eine aktuelle Umfrage in PRimetime, einer Initiative der dpa-Tochter news aktuell. So ein Ergebnis beschäftigt uns Studenten mit PR-Schwerpunkt natürlich. Deshalb haben wir direkt mal nachgefragt, was eine junge Geschäftsführerin dazu sagt. Im Interview: Birte Frey, Gründerin von quäntchen + glück.

Birte, wie weit bist du als Gründerin und Geschäftsführerin einer Agentur für Online-Kommunikation betroffen?

Wer sich selbstständig macht, muss damit rechnen in den ersten Jahren weit weniger Geld zu verdienen als Kollegen mit Festanstellung in größeren Unternehmen. Vielleicht ein Grund, warum meine Perspektive da ein wenig anders ist, als die der befragten Kollegen. Wir haben quäntchen + glück gegründet, weil wir Unternehmen zu zeitgemäßer Online-Kommunikation verhelfen wollen: Facebookseiten auf denen gleichberechtigte Dialoge zwischen Unternehmen und Kunden geführt werden, Blogs die kein Marketing-Gewäsch, sondern Geschichten aus dem Alltag der Mitarbeiter bieten und Unternehmen, die sich voll ehrlicher Begeisterung den Möglichkeiten von Online-Kommunikation verschreiben. Wir haben die Agentur noch während unseres Studiums gegründet, um mit doppeltem Boden einige Monate zu testen, ob wir mit diesen Idealen unseren Lebensunterhalt verdienen können. Das können wir. Trotzdem muss ich manchmal schlucken, wenn ich auf meinem Konto sehe, dass da jeden Monat ein paar Hundert Euro allein für Versicherungen abgehen.

Das wichtigste Ergebnis der Umfrage: Insgesamt 33 Prozent sind teilweise oder sogar sehr unzufrieden – die Befragten nennen unterschiedliche Gründe. Wie beurteilst du diese?

Als Grund für ihre Unzufriedenheit haben 55 Prozent der Umfrageteilnehmer angegeben, dass ihr Gehalt bei ihrer Erfahrung und Ausbildung nicht angemessen ist. Ich finde das schwer zu beurteilen. Was ist angemessen? Rechnet man das pro Ausbildungsjahr? Wie misst man den Wert von Erfahrung? Insgesamt glaube ich aber, dass PRler auf einem sehr hohen Niveau jammern. Eine Kindergärtnerin absolviert in Darmstadt eine fünfjährige Ausbildung und verdient wenn sie fertig ist als Anfängerin tariflich festgelegte 1.399, 55 Euro (tövd E6 in Stufe 1 ) Nach ein paar Jahren kommt sie vielleicht auf 1.700 Euro – auch wenn sie einen Kindergarten leitet. Wie viele Führungskräfte in der PR-Branche müssen mit so wenig Geld auskommen?

Mehr als 50 Prozent der Führungskräfte würden den Arbeitgeber unter bestimmten Voraussetzungen wechseln. Welche der angegebenen Kriterien kannst du nachvollziehen?

Interessante Themengebiete und Wertschätzung der eigenen Leistung sind für mich Kriterien, die meine Arbeit liebenswert machen. Diese Punkte halte ich auch für viel wichtiger als eine Menge Geld zu verdienen. Und den Teilnehmern der Umfrage scheinen diese Punkte ja auch nicht gleichgültig zu sein. Den Wunsch nach einem interessanteren Themenfeld im Job haben immerhin 46 Prozent, die höhere Wertschätzung der geleisteten Arbeit 41 Prozent der Teilnehmer als Grund angegeben, warum sie ihren Job wechseln würden. Gründe, die auf der Hand liegen: Wer das Gefühl hat, seine Arbeit wird nicht geschätzt, der wird seine Aufgaben nie mit Leidenschaft erfüllen und hat natürlich auch keinen Spaß an Überstunden, die eine Position mit Personal- und Projektverantwortung oft mit sich bringt. Wer in der Kommunikationsbranche arbeitet, verbringt mehr Zeit am Arbeitsplatz, als mit seinem Partner oder Freunden – wer sich da nicht wohl fühlt, hat wahrlich kein schönes Leben.  

Haben dich die Umfrageergebnisse überrascht?

Ein wenig schon. Im September ist die vierte Auflage der Berufsfeldstudie „Profession Pressesprecher“ des Bundesverband deutscher Pressesprecher e.V. erschienen. Kernaussage dort: „Der durchschnittliche deutsche Pressesprecher 2012 ist 42 Jahre alt, sehr gut ausgebildet und sehr zufrieden im Job. Er oder sie hat ein Jahreseinkommen von 64.000 Euro brutto.“ Welche der Studien hat also recht? Merkwürdig finde ich auch, dass das Gehaltsgefälle zwischen Männern und Frauen in der Umfrage von PRimetime anscheinend überhaupt nicht thematisiert wird. Laut Profession Pressesprecher verdienen Frauen nämlich 20.000 Euro weniger im Jahr als ihre Kollegen. In meinen Augen ein viel wichtigeres Thema!

Welche Perspektiven oder Konsequenzen ergeben sich deiner Meinung nach jetzt für angehende Führungskräfte in der PR-Branche?

Ein großes Problem scheinen unbezahlte Überstunden und geringe Wertschätzung der Arbeit zu sein. Da sehe ich einen Ansatzpunkt. Dass unzählige Überstunden – trotz Pizza-Flat – auf Dauer auslaugen und “Kannst-du-schnell-mal-Aufgaben” mit kurzfristigen Deadlines zu Schnapp-Atmung führen, ist nichts Neues. Schön, dass dieses Problem nun immer mehr Führungskräften unserer Branche bewusst wird. Das sind ja genau diejenigen, die ihre Mitarbeiter und sich selbst aus dem als Karriereleiter getarnten Hamsterrad heraus holen können. Auf geht’s, lasst uns neue Konzepte ausprobieren, die Mitarbeiter und Chefs glücklicher machen. Bei quäntchen + glück testen wir gerade die Urlaubs-Flat: Jeder Mitarbeiter – und Chef – kann so viel Urlaub nehmen wie er will. Einzige Bedingung: Die Zeiten müssen mit den Kollegen abgestimmt werden, damit keine Kundenprojekte darunter leiden.  

Ein spannendes Konzept –  vielen Dank für deine Offenheit!

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Uni Leipzig in der Aus- und Weiterbildung der Kommunikationsbranche auf Platz Eins

Die dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor wollten es wieder einmal genau wissen: Wie ist es um die Aus- und Weiterbildung in der deutschen Kommunikationsbranche bestellt? Zwischen dem 08. und 20. Juli 2010 wurden insgesamt 1.121 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen und Pressestellen befragt, an welchen Punkten sie in Sachen Fortbildung Positives wie Negatives sehen.

Für Studenten – also uns – besonders interessant sind aus dem 26-seitigen Katalog die Seiten 18 bis 22, die sich im Schwerpunkt der Ausbildung zukünftiger High Potentials widmen. So sehen 35,5 Prozent der Befragten ein Studium als Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg in die Kommunikationsbranche, während ein Studium mit PR-Zusatzausbildung mit 30,1 Prozent auf Platz zwei folgt. Explizit ausgewiesene Studiengänge im Bereich Kommunikationsmanagement/ PR auf Master- bzw. Bachelorbasis rangieren in der Einschätzung der Umfrageteilnehmer mit 14,0 bzw. 10,3 Prozent erst auf dem dritten bzw. vierten Rang, was künftigen Absolventen aber keinen Grund zum Kopfzerbrechen geben sollte: Spezifische Studiengänge gibt es erst seit wenigen Jahren, sodass bisher nur wenige Jahrgänge das Studium abgeschlossen und in der Berufswelt einen Eindruck hinterlassen haben.

Innerhalb dieses Abschnittes wird unter anderem auch nach den favorisierten PR-Studiengängen in Deutschland gefragt, bei denen die Uni Leipzig (Master Communication Management) mit jeder fünften Antwort der Teilnehmer (20,2 Prozent) die Spitzenposition vor der TU München (MBA Communication & Leadership – berufsbegleitend), 11,9 Prozent, und der Uni Hohenheim (Master Kommunikationsmanagement), 10,2 Prozent, belegt.

Die Topkräfte der akademischen Forschung und Ausbildung sind demnach auch Prof. Dr. Ansgar Zerfaß (33,3 Prozent) und Prof. Dr. Günter Bentele (29,6 Prozent) der Uni Leipzig vor Prof. Dr. Dr. Claudia Mast (Hohenheim, 20,6 Przent) und Prof. Dr. Miriam Meckel (St. Gallen, 16,8 Prozent).

Aus Darmstädter Sicht kann man nun fragen, warum sich weder unser Studiengang Online-Journalismus mitsamt seinem Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit/Online-PR noch Prof. Dr. Thomas Pleil in dieser Aufzählung wiederfinden lassen. Nun ja, die Fragestellung impliziert die Antwort im Grunde, wird doch nur nach Master-Studiengängen gefragt.

Irgendwann in der Zukunft, wenn auf die letzten Diplomjahrgänge die ersten Bachelor-Absolventen folgen und ein Master an der Hochschule Darmstadt Einzug halten könnte, wird sich auch unsere Hochschule in der Umfrage wiederfinden.

Bis dahin gratulieren wir unseren Kommilitonen an all den ausgezeichneten Unis und Hochschulen zu ihren guten Plätzen im Ranking!

Das Ganze gibt es übrigens auch als Blogpost bei newsaktuell.de/blog, der sich mit den Gesamtergebnissen der Umfrage auseinandersetzt.

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