„Sein Sie König Ihres virtuellen Reiches!“

Neue Studie zur B2B Online-Kommunikation in Mittelaltergrafik
Neue Studie zur B2B Online-Kommunikation in Mittelaltergrafik

„Content is King“ – unter diesem Motto stellt die Beratungsagengtur „Die Firma“ ihre neue Studie zum „business to business“ (kurz B2B) Kommunikationsverhalten deutscher Firmen vor. Die Resultate können sich sehen lassen – auch dank ihrer anschaulichen Aufbereitung. Die zusammenfassende Darstellung gleicht dem Fenster einer prunkvollen Mittelalter-Burg. Diese sind verziert mit buntem Glasmosaik, das gleichzeitig eine Geschichte erzählt und das Ergebnis der Studie „B2B Online-Monitor 2014“ vorstellt. Doch die Erhebung enthält nicht nur die neusten Zahlen zur B2B Kommunikation im Internet, sondern auch „Tipps für den König“:

„Die Firma“ schlug dieses Thesenpapier an die königlichen Pforten der Unternehmen
„Die Firma“ schlug dieses Thesenpapier an die königlichen Pforten der Unternehmen

Die Studie gibt es gegen Angabe des Namens und der E-Mail-Adresse als kostenlosen Download. Befragt wurden 187 Vertreter von Unternehmen mit „unter 250“ bis „über 5.000“ Mitarbeitern. Auf 39 Seiten sind die Ergebnisse detailliert erklärt und mit weiteren Grafiken veranschaulicht.
Fazit der Studie:

  • Der Einsatz klassischer Instrumente, wie beispielsweise Pressemitteilungen, überwiegt immer noch im Kommunikations-Mix
  • Unsicherheit bedingt den Umgang mit digitaler Kommunikation, wie zum Beispiel Social Media
  • Unternehmen sind sich dem Erfolg oder Misserfolg ihrer Kommunikationsmaßnahmen nicht bewusst
  • Viele Firmen planen langfristige Ziele zu setzen und ihr Online-Profil zu schärfen

Die Prognose von „Die Firma“ lautet: “B2B Online-Kommunikation wird sich in den nächsten Jahren spürbar verändern.”

Die Studie zeigt anschaulich, warum viele Unternehmen an klassischen Kommunikationsmaßnahmen festhalten und an welchen Stellen es für die meisten noch nachzuziehen gilt – eine hilfreiche Lektüre für Geschäftsführer sowie Kommunikationsexperten.

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Bruchlandung der Lufthansa auf Twitter

Nach dem Erfolg der digitalen Plattformen lufthansa.com und mobile.lufthansa.com versucht sich die Mutter aller deutschen Fluggesellschaften nun auf weiteren zielgruppenaffinen Plattformen. So ergänzte man seine digitale Kommunikation vor Kurzem um einen neuen Kanal: Twitter. Das Unternehmen will die Plattform nutzen, um zeitnah auf aktuelle Angebote, reiserelevante Informationen und News hinzuweisen und gleichzeitig Angebote und Features exklusive für die Twitter-Zielgruppe anzubieten. Für das Zwitschern verantwortlich ist die externe Kölner Pixelpark Agentur, die bereits für die E-Mail-Kommunikation des Global Players verantwortlich ist.

Also endlich ein DAX-Unternehmen, welches sich auf den interaktiven Dialog mit seiner Zielgruppe einlässt. Könnte man meinen… Aber die deutsche Airline sieht das mit der Kommunikation ein wenig anders. Statt interaktivem Dialog ist das, was der blaue Kranich betreibt, eher ein inaktiver Monolog, denn die Lufthansa nutzt den Twitterkanal ausschließlich um die User mit Sonderangeboten und undurchsichtigen Online-Auktionen zu überschütten. Fragen oder Anregungen, von denen es genügend gebe, hat die Linienfluggesellschaft scheinbar nicht vorgesehen. Dabei ist der Kerngedanke des Netztickers als Kommunikationskanal zwischen den Teilnehmern gedacht – und nicht dafür die User mit mehrwertfreier Onlinewerbung zu quälen. Kurz gesagt: Man hat das Prinzip Twitters als Medium an sich nicht verstanden. Keine wechselseitige Kommunikation, kein Eingehen auf die Follower (bislang folgt der Account keinem einzigen seiner Anhänger) und durch den externen Schreiber erst recht auch keinerlei Authentizität.

Und als ob das nicht schon reichen würde, bietet man den „Informationsservice“ nur von Montag bis Freitag an, was nicht gerade als Dienst am Kunden zu werten ist. Ein Unternehmen, das seine Dienste 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche anbietet, sollte sich gerade beim Twittern nicht auf bestimmte Tage beschränken. Wenn schon „Service“ über Twitter, dann bitte richtig.

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Print als Informationsmedium verliert bei jungen Leuten an Bedeutung

Das überwiegend junge Menschen in ihrem Informationsverhalten eher auf das Internet statt auf Printmedien zurückgreifen, ist bekannt. Wie deutlich das jedoch ist, zeigt jetzt eine aktuelle Studie der AWA (Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse).

Besonders ausgeprägt ist dieses Verhalten bei Menschen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren. Bei jungen Menschen ab 14 Jahren ist eine Entwicklung hin zum Internet und weg von klassischen Medien zwar nicht ganz so ausgeprägt, aber dennoch zu erkennen.

Es ist offensichtlich, dass die klassischen Medien durch das steigende Informationsverhalten im Internet rapide Marktanteile verliert. Was diese Entwicklung zudem für die Medienbranche bedeutet sowie die komplette Studie, kann man in der F.A.Z.-Community nachlesen.

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