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PR Tools für Social Media

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Es ist lange her, seitdem Social Media ein Synonym für Facebook war. Die Anzahl an sozialen Kanälen ist exponentiell gestiegen, und sie steigt weiter.
Für jedes Hobby, für jede Spezialisierung steigen die Alternativen. Für Videos gibt es YouTube und Vimeo als Big Fish, Vine bietet sich vor allem für kleinere Videos an. Fotobegeisterte benutzen das Urgestein Flickr, die hippe Plattform 500px und die Smartphone Version Instagram. Für Musik gibt es Soundcloud, Live-Übertragungen gehen mit Twitch, Meerkat oder Periscope. Die Kommunikation untereinander kann mit Whatsapp, Snapchat, Facebook Messenger, Telegram erfolgen. Blogs können über WordPress, Blogger und Tumblr laufen. Für Berufliche Zwecke kann man Xing und LinkedIn benutzen. Facebook sollte mit Ello Konkurrenz bekommen. Twitter etabliert sich auch im deutschen Raum immer mehr. Sogar Dating ist mit Tinder als Social Media Kanal vertreten. Die Liste bewegt sich Richtung Unendlichkeitssymbol.

In der PR arbeitet man naturgemäß mit Social Media, ob man Kanäle betreut und bedient, oder überwacht. Das Problem der Vielfalt der sozialen Kanäle, ist ein Organisations- und Zeitproblem. Bevor 50 verschiedene Browser-Tabs abgearbeitet sind, kann direkt von vorne angefangen werden. Wir brauchen PR Tools, genauer gesagt: Social Media Monitoring Tools. Und davon gibt es, wie bei den Sozialen Netzwerken, Allrounder, Spezialisten und Alternativen. Eine kleine Auswahl:

 

Hootsuite

dashboard

Foto: Hootsuite (Presse Kit)

 

Hootsuite erstellt ein Dashboard aus verknüpften Kanälen. In einem Tab kann der Twitter Feed, die Facebook Timeline, Nachrichten, Listen oder Gruppen angezeigt werden. Zusätzlich stellt Hootsuite Untertabs zur Verfügung. Es können also verschiedene Dashboards mit den persönlichen Interessen angelegt werden. Zwar können bei Weitem nicht alle Kanäle mit Hootsuite verknüpft werden, aber es gibt einen hauseigenen Store, indem Drittanbieter beispielsweise ein Instagram oder YouTube PlugIn anbieten. Mit Hootsuite kann man aber nicht nur überwachen und organisieren, sondern Beiträge publizieren.Gleichzeitig erhält man eine Analysetool, um Reichweite und Klicks zu kontrollieren. Hootsuite ist ein Allrounder, der auch mobil auf allen großen Betriebssystemen funktioniert. Doch Hootsuite hat einen riesigen Nachteil: Es ist teuer.

Zwar gibt es eine kostenlose Version, doch damit lassen sich nur drei Kanäle verbinden, wobei ein Facebook Account zum Beispiel nicht ein Kanal ist, sondern das Profil, die Fanpage und jede einzelne Gruppe als eigener Kanal betrachtet werden. Auch auf die Analyse muss man verzichten. Bedeutet: Ohne Pro-Account ist Hootsuite kein brauchbares Monitoring Tool. Die Pro-Version kostet minimum zehn Euro im Monat, dafür erhält man 50 Kanäle, einen Analysebericht und andere begrenzte Optionen. Diese kann man für mehr Geld pro Monat erweitern.

 

Tweetdeck

tweetdeck.twitter.com:

Foto: Screenshot

 

Vom Aussehen fast identisch ist das von Twitter entwickelte Tweetdeck. Zwar kann man hier nur Twitter in dem Dashboard anzeigen lassen, aber dafür gleichzeitig mehrere Accounts. Tweetdeck ist eine gute Lösung für Twitteruser, mit mehreren Profilen und zahllosen Listen, die nach eigenen Wünschen angeordnet und angezeigt werden können. Somit hat man beim Monitoring komplett Twitter abgedeckt. Auch die Teamarbeit ist mittlerweile möglich, so können mehrere Personen über Tweetdeck auf den Account zugreifen. Noch eine spannende Funktion ist das schedulen von Tweets, also das Planen von Posts, was bisher nur über Drittanbieter wie Buffer möglich war. Eine mobile App gibt es allerdings noch nicht.

Das Tweetdeck ist kostenlos.

 

Feedly

feedly

Foto: Screenshot

 

Als bester RSS-Reader bezeichnet, erfüllt Feedly die RSS Vorteile in einem organisierten und anschaulichem Weg. Verfolgt man viele Blogs und Nachrichtenkanäle, ist Feedly ein Muss. Das Dashboard ist aufgeräumt, die Darstellung überzeugt mit einem simplen Design. Mit der Option Artikel für später zu speichern, direkt zu teilen oder mit Tools wie Pocket zu sichern ist Feedly ein tolles Tool. Aber Feedly ist ein geschlossenes System. Für Social Media Monitoring ist es kaum geeignet. Zwar ist es möglich Hashtags zu verfolgen, das reicht aber bei Weitem nicht. Eine Möglichkeit dieses System zu durchbrechen ist IFTTT (If This Then That), wodurch Verknüpfungen erstellt werden können. Dafür benötigt man jedoch einen Feedly Pro-Account, der mit 45 Euro im Jahr zwar verschmerzbar, aber natürlich nicht optimal ist.

 

IFTTT

ifttt

Foto: Screenshot

 

If This Then Than ist eine Automatisierung für Kanäle. Mit IFTTT lassen sich beispielsweise Tweets direkt auf Facebook teilen, Instagram Favoriten in der Pocket speichern, Retweets in einem Google Doc sichern und und und. IFTTT hat ein überdimensionales Potenzial, da Automatismen, genannt Rezepte, selbst erstellt werden können. Als Monitoring Tool ist es zwar nicht zu bezeichnen, doch lassen sich durch IFTTT die Kanäle bündeln und z.B. in Evernote abspeichern. Auch ist es kein Tool zum Posten von Beiträgen, dient jedoch zur Vereinfachung der Bedienung von Kanälen.

 

Fazit

Eine All-in-One Lösung gibt es nicht, auch nicht durch den Kauf einer Pro-Version. Alle Kanäle zu vereinen ist allein durch die Anzahl der Social Media Plattformen nicht möglich. Doch es existieren Tools, die das Monitoring und das Bedienen der Plattformen deutlich erleichtern. So kann man zwar nicht alles auf einen Tab, aber auf einige Wenige reduzieren. Nach eigenem Geschmack kann man sich so eine bunte Mischung aus Tools zusammenstellen. Dabei muss man jedoch immer beachten, inwiefern man den Drittanbietern vertraut, da man natürlich angreifbarer für Netzattacken wie Passwortklau usw. wird. Die simpelste Lösung zum Abschluss: Email. Mit Email kann man alle Benachrichtigungen vereinen, jedoch ist ein extra, von der privaten Mail abgekoppelter Account empfehlenswert.

 

  1. […] Social Media Monitoring Tools im Vergleich (pr-fundsachen.de) Social Media-Kanäle überblicken wird für PR-Verantwortliche immer aufwändiger. Tools, die dabei helfen: Hootsuite, Tweetdeck, Feedly und IFTTT. Ihre Vor- und Nachteile. […]

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