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Greenpeace: Kampf ums Image

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Die Umweltschutzorganisation Greenpeace steht vor einem Finanzskandal und dem daraus resultierenden Image-Problem. Ein Mitarbeiter der Finanzabteilung hat bei Spekulationen auf dem Devisenmarkt Millionenverluste erwirtschaftet. Bei Termingeschäften wurde auf den sinkenden Euro spekuliert – das traf aber nicht ein.

Greenpeace Tanker © Glyn Baker
Greenpeace Tanker © Glyn Baker

Die 3,8 Millionen Euro stammten aus Spenden, diese waren laut Spiegel-Informationen, aus Deutschland und weiteren finanzstarken Greenpeace-Länderorganisationen an die Zentrale in den Niederlanden überwiesen worden. Eine Untersuchung habe ergeben, dass es sich um keine selbstbereichernde Handlung des Mitarbeiters gehandelt habe und es wurden Fehler im Kontrollsystem der Organisation festgestellt. Korruptionsvorwürfe konnten nicht bestätigt werden, so Greenpeace International Sprecher Mike Townsley. Er bestätigt ebenfalls die „ernsthafte Fehleinschätzung“ des Mitarbeiters, dessen Entlassung in die Wege geleitet wurde.

Greenpeace in Erklärungsnot

Brigitte Behrens, Geschäftsführerin der Umweltschutz Organisation in Deutschland äußerte sich gegenüber Zeit Online: „Greenpeace International ist hier ein gravierender Fehler unterlaufen, für den wir uns auch bei unseren Förderern entschuldigen wollen. Es ist mir wichtig zu betonen, dass Greenpeace International nicht mit Spendengeldern an der Börse spekuliert hat, sondern die Verträge zur Währungsrisiko-Absicherung zu Verlusten geführt haben.“

Die aktuellen Kampagnen der Umwelt-Aktivisten seien nicht gefährdet. Greenpeace hatte im Jahre 2012 Einnahmen von knapp 270 Millionen Euro an Spenden. Wie die zukünftigen Spender auf diesen Skandal reagieren, wird an der Höhe der kommenden Spenden ablesbar sein. Das Image von Greenpeace hat dadurch Schaden erlitten. Wie lange der Vertrauensverlust anhält, wird die Zukunft zeigen.

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