Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Fundstücke der Woche #KW 47

1

Adidas in der Social-Media-Krise: Seit fünf Tagen werden die Facebook-Seiten einiger Sponsoren der Fußball-EM 2012 in Polen und der Ukraine mit Protestkommentaren und Boykott-Aufrufen überschwemmt. Grund für die Protestwelle ist die Tötung von streunenden Katzen und Hunden im EM-Gastgeberland Ukraine.

Kommentar auf der Facebook-Fanseite von Adidas.

Der Zorn der Tierschützer und ihrer Unterstützer hat sich besonders auf die Fanseite von Adidas konzentriert. Den genauen Ablauf dieser Krise und ihre Zusammenhänge beschreibt Tapio Liller ausführlich auf seinem Oseon-Blog . Besonders interessant ist hier auch die Diskussion, die in den Kommentaren entstanden ist. Shitstorm oder berechtigte Kundenkritik ist die heiß diskutierte Frage.

Virale Kühlschrank-Kampagne: Ein chinesischer Blogger hat den Haushaltsgerätehersteller Siemens öffentlichkeitswirksam unter Druck gesetzt, weil das Unternehmen wochenlang nicht auf seine öffentliche Beschwerde über schlecht schließende Kühlschranktüren reagierte. Klaus Eck hat die ganze Geschichte analysiert und beschreibt, wie Social Media die Bedingungen für den Kunden-Service verändert hat.

Die Chance nach der Krise: Daniel Rehn spricht mit Thomas Zimmerling, dem Chef des Kommunikations-Teams von Jack Wolfskin, über die  Online-PR-Strategie des Unternehmens. Die Outdoormarke mit dem Tatzenlogo geriet im Oktober 2009 in die Kritik, nachdem sie jegliche Verwendung von Pfotendesigns auf DaWanda, einem Online-Marktplatz für Handgemachtes, abmahnte.

Sag`s treffender: Unter dem Motto „Ist das relevant oder kann das weg“ hat Kerstin Hoffmann eine Text-Checkliste zusammengestellt.

Ist die Wahrheit Pflicht? Am Beispiel der vom PR-Rat gerügten Kampagne “Tramp a Benz” schreibt Nora Zumdick im Blog des PRSH e.V. über PR-Ethik, goldene Löwen und zahnlose Tiger.

  1. Max

    Ich finde es krass, dass Facebook, den meiner Meinung nach, berechtigten Aufschrei der Tierschützer teils als Spam ansieht und Zensur übt. So etwas gehört sich einfach nicht und ist ein weiteres Argument für eine Verstaatlichung von Facebook.

Die Kommentare sind deaktiviert.