Electives of #onkomm: Community Management

Der Studiengang Onlinekommunikation (#onkomm) bietet eine breite Auswahl an Electives, die den Bereichen Online-Marketing, Public Relations oder Corporate Learning zugeordnet werden. Wir stellen einige dieser Kurse vor. Dieses mal: Community Management von Mag. Dr. Robert Gutounig.

Foto Herr Mag. Dr. Robert Gutounig

Er war bereits als Dozent an mehreren Hochschulen tätig, unterrichtet hauptsächlich im Master-Studiengang Content Strategie in Graz (Österreich) und hat an einer Vielzahl von Publikationen mitgeschrieben. Die PR-Fundsachen befragten ihn zu seinem Kurs “Community Management” im Darmstädter Studiengang Onlinekommunikation.

Um was geht es in Ihrem Kurs Community Management genau und wie bereiten Sie das Thema auf?

„Bei Community Management geht es für mich um ein Grundbedürfnis des Menschen, nämlich sich in Gemeinschaft mit anderen zu begeben und wie man das organisieren kann. Klar fokussieren wir dann gemäß der Studienausrichtung auf Online Communitys, aber die grundsätzlichen Mechanismen, warum sich Leute zusammentun, bleiben eigentlich immer die gleichen. Dementsprechend versuche ich die Studierenden dazu zu ermuntern, auch Communitys zu analysieren, in denen sie selbst Mitglied sind.

Ich habe – wie übrigens einige der Studierenden auch – mal als Community Manager gearbeitet und kenne daher die Praxisprobleme recht gut. Andererseits ist es mir von der Vermittlungsmethode her wichtig, dass es wissenschaftliche fundierte Inputs gibt, die uns besser verstehen lassen, wie menschliche Interaktion in digitalen Netzwerken funktioniert. Darüber hinaus gibt es Inputs aus erster Hand von erfahrenen Community PraktikerInnen und Consultants wie z.B. Jochen Hencke von d.Tales in München oder Rachel Happe vom Community Roundtable in den USA. Das machen wir dann online als interaktives Webinar.“

 

Haben Sie spezielle Methoden, um den Studierenden gewisse Kompetenzen nahe zu legen?

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die besten Lernergebnisse dadurch entstehen, dass Lernende – aufbauend auf Basiswissen – etwas selbst erarbeiten, die Ergebnisse in der Gruppe diskutieren und darüber reflektieren. “The reflective practitioner” heißt ein dementsprechendes Konzept von Donald Schön. Das versuche ich in didaktische Settings zu überführen.“

 

Was sind Ihrer Meinung nach Kernkompetenzen/Eigenschaften, die man speziell im Bereich des Community Managements mitbringen sollte?

„Da könnte man eigentlich gleich die Studierenden fragen. Die haben nämlich im Rahmen einer Aufgabe ein sehr schönes Profil der am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen erstellt. Da sind so Sachen darunter wie Internet- & Social-Media-Affinität, zielsicheres Erkennen digitaler Trends, Kommunikationsstärke, gutes schriftliches Ausdrucksvermögen etc. Und übrigens auch ein abgeschlossenes kommunikationswissenschaftliches Studium wird meist verlangt.“

 

Was hat Sie im Lehralltag und der Zusammenarbeit mit Studierenden bisher gefreut oder geärgert?

„Ich bin eigentlich immer froh, wenn ich unterrichten darf und freue mich, dass so tolle Projekte umgesetzt werden. Letztes Jahr (2017) hatten mehrere Gruppen als Teil ihres Lehrveranstaltungsprojekts am Content Strategy Camp “cosca” erfolgreich präsentiert. Eine Gruppe hatte mit ihrem Thema “Influencer & ihre Communitys” den Nerv der Zeit total getroffen, hatte eine rappelvolle Session und eine starke Social Media Präsenz in der Szene. Die haben dort auf Augenhöhe mit langjährigen Kommunikationsprofis diskutiert. Mir gefällt so etwas.“

 

Auch uns gefällt sowas! Auf dem diesjährigen Content Strategy Camp in Dieburg hat wieder ein Team im Rahmen des Kurses von Herrn Gutounig ein Barcamp über Community Management für StartUps vorbereitet. Dabei kamen interessante Diskussionen mit Profis aus der Kommunikationsbranche zustande.

Der Studiengang Onlinekommunikation zeichnet sich an einigen Stellen durch einen engen Praxisbezug aus. Der Kurs von Mag. Dr. Robert Gutounig ist dafür ein gutes Beispiel. Unter seiner Anleitung können die Studierenden im Rahmen von Projektteams viel voneinander lernen und Gelerntes direkt reflektieren. Wenn im Zuge dessen sogar eine Diskussion mit Profis aus der Branche entstehen kann, dann erfüllt der Kurs optimal seinen Zweck.

Drei Teams von “Community Management” haben sich dazu bereit erklärt, ihre erarbeiteten Ergebnisse in Blogbeiträgen aufzubereiten. Diese werden wir in den kommenden Tagen hier auf PR-Fundsachen veröffentlichen. Somit kann sich jeder nochmal selbst ein Bild von den Themen, mit denen sich die einzelnen Teams beschäftigt haben, machen.

 

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