App geht’s! Die Geschichte hinter der „Wissenschaftsstadt Darmstadt“

Schon einmal von der App „Wissenschaftsstadt Darmstadt“ gehört? In diesem Blogbeitrag erzählt Agnes Allig von der Darmstadt Marketing GmbH die Geschichte, wie es zu der App kam im Jahre 2015. Und natürlich, was sich alles hinter dem Icon mit dem Hochzeitsturm von Darmstadt, verbirgt. Städte-Apps, gepaart mit Virtual und Augmented Reality, werden immer wichtiger für Großstädte – vor allem für Touristen.

 

Das Wahrzeichen von Darmstadt …

 

… auch als Icon der App.

 

 

Frau Allig, wie kam es zur Idee und schließlich auch zur Umsetzung der App „Wissenschaftsstadt Darmstadt“?

„Im touristischen Bereich sind Apps schon sehr lange ein Thema und auch wir als Darmstadt Marketing GmbH haben uns lange mit dem Thema beschäftigt. Haben uns aber entschlossen, dass wir keine Standard-App haben wollen – sozusagen von der Stange ein System, das für viele Städte angeboten wird. Da wir Wissenschaftsstadt sind und wir sehr viele wissenschaftliche Partner hier vor Ort haben, mit denen wir gerne eine eigene richtige Darmstadt-App entwickeln möchten.“

 

Welches Ziel verfolgt die Darmstadt Marketing GmbH mit dieser App?

„Das Ziel der Darmstadt-App war und ist, eine übergreifende App für verschiedene Themen der Stadt zu machen. Das Thema Tourismus mit Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Gastronomie, Einzelhandel, Veranstaltungen etc., Terminen, als erstes in die App mit aufzunehmen, um damit zu starten. Die App ist ein Darmstädter System, von einer Darmstädter Technikfirma entwickelt. Das Konzept ist auch von einer Darmstädter Firma. Das heißt, das war ein Kooperations-Projekt. Und das Besondere ist, dass wir eine Schnittstellen-Technik verwenden. Das heißt, die Informationen aus der Darmstadt-App werden aus unterschiedlichen Systemen gebündelt und in der App ausgespielt.“

 

Welche Aspekte, auch inhaltlich gesehen, waren euch für die App wichtig?

„Inhaltlich war uns wichtig, dass die Darmstadt-App viele verschiedene Themen abbildet, die sowohl Touristen, aber auch Bürgern nutzen. Von technsicher Seite war uns wichtig, dass die App ein System nutzt, das auf einer Schnittstellen-Systematik basiert. Und somit z. B. der Veranstaltungskalender der Stadt, die ÖPNV-Daten der HEAG mobilo, die touristischen Daten der Darmstadt Marketing GmbH […] an der […] Grundstelle in den Einrichtungen gepflegt und dann in der App gebündelt und dort tagesaktuell ausgegeben werden.“

 

Wie fiel denn das Feedback aus, wie kam die App bei den Nutzern an?

„Die App hat aktuell noch als Schwerpunkt den touristischen Nutzer. Das heißt, die meisten nutzen die App für ihren Aufenthalt in Darmstadt zwei, drei Tage, ein Wochenende. Da haben wir als Feedback, dass z. B. die tagesaktuellen Veranstaltungen, aber auch die Möglichkeit, sich vom aktuellen Standort zur nächsten Sehenswürdigkeit, zum Museum navigieren zu lassen, sehr gut ankommen.“

 

Wie möchte die Darmstadt Marketing GmbH die App noch weiter ausbauen?

„Im Anfangskonzept zur Darmstadt-App war schon angedacht, dass man unterschiedliche Ausbaustufen hat. Durch den Projektzeitraum „Digitalstadt“ kamen nochmal weitere Schwerpunkte und Impulse hinzu – z. B. das Thema „Servicekonto“. Ein Servicekonto für eine Stadt soll die Möglichkeit geben, dass Bürger über die App verschiedene Behördengänge erledigen. Z. B. einen Personalausweis beantragen, ein Auto ummelden etc. Das heißt, wir sind jetzt gerade in einem Prozess, zu schauen, was war das Konzept damals, wo stehen wir jetzt – welche neuen technischen Möglichkeiten gibt es in der Zwischenzeit. Wie hat sich vielleicht auch das Nutzerverhalten geändert und in welche Richtung möchten wir die App weiterentwickeln.“

 

Sie sprachen gerade die neuen technischen Möglichkeiten an: Inzwischen verbreiten sich Augmented und Virtual Reality immer mehr. Konnte die Darmstadt Marketing GmbH in dem Bereich schon Erfahrungen sammeln?

„Wir beschäftigen uns schon seit längerer Zeit mit dem Thema „VR/AR“. Ein erster Versuch sozusagen war 2006. Da haben wir einen Imagefilm über Darmstadt gemacht und dafür hat Fraunhofer, das Institut für graphische Datenverarbeitung, einen Avatar – die Lili – für uns programmiert, der als virtueller Avatar durch die Stadt geführt hat.

2011 haben wir nochmal ein Projekt mit Fraunhofer IGD gemacht zum Thema Augmented Reality, bei dem wir für das Haus Olbrich auf der Mathildenhöhe eine App entwickelt haben. Die, wenn man mit dem Smartphone vor dem Haus stand und die Kamera auf das Haus gerichtet hat, zeitgleich historische Ansichten und Skizzen über das Motiv gelegt hat. Das war ein Forschungsprojekt, das 2011 und 2012 lief.

Das war alles noch recht früh. Augmented Reality war noch in den Kinderschuhen. Die Technik, die Smartphones waren noch nicht so weit verbreitet. Das Thema war noch nicht so verständlich für alle. Das kam erst mit dem Thema „Pokemons“ vor zwei, drei Jahren, wo es wirklich eine […] breitenwirksame Nutzung gab …“

 

Wie sehen denn dann die aktuellen Überlegungen aus?

„… und inzwischen überlegen wir eben, […] wie man solche Elemente in die Darmstadt-App einbauen kann. Überlegen aber auch, ob man eine App immer weiter mit unterschiedlichen Themen und Techniken aufladen muss – oder ob es eben nicht Sinn macht, gewisse Sachen auszugliedern.

So gibt es aktuell z. B. ein Projekt mit der Firma FUTURE HISTORY, mit der wir die App „Mathildenhöhe Darmstadt“ gemacht haben. Bei der man auch historische Ansichten mit aktuellen Ansichten der Mathildenhöhe vergleichen kann.“

 

Wenn ihr euch selbst ein Bild davon machen möchtet, wie die beiden Apps „Wissenschaftsstadt Darmstadt“ und „Mathildenhöhe Darmstadt“ in der Praxis aussehen und genau funktionieren, bekommt ihr in den folgenden Videos ein paar Einblicke. Wenn ihr die Features selbst ausprobieren möchtet, könnt ihr euch die Apps auch im App Store und Google Play Store downloaden und drauf los swipen. Viel Spaß!

 

 

 

 

Ihr möchtet mal den Avatar „Lili“ sehen? Here we go: https://www.darmstadt-tourismus.de/ueber-uns/forschungsprojekte

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Tourismusmarketing: Zukunft ist Vergangenheit

Steht uns die Machtergreifung der Roboter im Tourismus bevor? Lassen sich die Gäste in naher Zukunft lieber von Maschinen statt Menschen bedienen? Wie viel Hightech können Hotels ihren Gästen zumuten? Die Digitalisierung zeigt es uns.

Wir von #KommOnTour haben unsere Top 5 aus dem Jahr 2018 gewählt. Werden sich diese durchsetzen? Bühne frei!

#5 Gute Connection zwischen Hotel und Gast

“Die Sprache gehört zum Charakter des Menschen.” Das wusste schon Sir Francis Drake, der erste englische Weltumsegler. Genauso ist die Sprache das Herzstück der Kommunikation und die Verbindung zwischen Hotel und Gast.

Werfen wir jedoch einen Blick in die Netzwelt. Hier fühlt sich unsere Generation WHY zuhause. Beleuchten wir mal die klassische Website. Hier gibt es einen Umbruch. Die Möglichkeit der Sprachfunktionen sollte auch und vor allem auf den Landing Pages ausgebaut werden. Auch zeichnet sich unsere Generation WHY dadurch aus, vorab am liebsten schon alles zu wissen.

Deshalb eine Notiz an die Hotels und Reiseportale: Weniger ist nicht immer mehr. Wenn ihr also mehr Informationen in verschiedenen Sprachen anbietet, wird die Zielgruppe durch die breitere sprachliche Auffächerung größer.

International erfolgreich heißt auch international auftreten – angefangen bei der Sprache.

 

#4 R2-D2 nun auch im Tourismus?

Science-Fiction nun auch im echten Leben – zumindest was die Digitalisierung in unserem Alltag angeht. Lassen sich die Gäste in naher Zukunft lieber von Maschinen statt Menschen bedienen?

Science Fiction in unserem Alltag?

Vorstellbar könnten Gründe sein wie: Roboter haben nie schlechte Laune. Sie werden circa 20 Sprachen fließend sprechen können.

Was die mechanischen Helfer jetzt schon auf dem Kasten haben: den Gästen viele Wünsche erfüllen. Ein persönliches Anliegen wird noch diskreter behandelt, wenn es von einem Serviceroboter entgegengenommen wird. So ist es zumindest schon in Kalifornien in einigen Hotels Gang und Gebe.

Ausgeweitet hat sich dieser maschinelle Service auch schon auf Restaurants und Kreuzfahrtschiffe. Dort fungieren Roboter als Roomservice, assistieren den Kellnern und der Empfangsdame oder mischen auch schon selbst Cocktails. Diese Aufgaben zeigen, dass die kleinen Blechbutler ihren menschlichen Kollegen unter die Arme greifen können.

„Besonders gefährdet sind in den nächsten 20 Jahren Tätigkeiten wie Empfangsmitarbeiter, Kellner, Roomservice und Kofferträger“ ~ Wirtschaftswissenschaftler Carl Benedikt Frey, University of Oxford

In den nächsten 20 Jahren sollen circa 35 Prozent der Hotel-Jobs von Robotern übernommen werden. Welche das genau sind, erfahrt ihr hier.

 

Roomservice: Maschine statt Mensch?

 

Darüber hinaus gibt es auch schon Exemplare, die Emotionen wie Freude durch ein Lächeln etwa oder keckes Augenzwinkern vermitteln Wegen dieser menschenähnlichen Reaktionen sind Roboter jetzt schon für die Olympischen Spiele 2020 als Hostessen eingeplant.

Wird es in nicht allzu langer Zeit “alle Macht den Robotern” heißen? Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband kann sich zumindest die Übernahme von Aufgaben im Housekeeping oder an der Rezeption vorstellen.

Oder jene Tätigkeiten, welche die Mitarbeiter nicht so gerne ausführen. Diese werden von den mechanischen Kollegen „zuverlässiger und effizienter erledigt“, so der Besitzer des Luxushotels „Schloss Elmau“ in Oberbayern. Bestätigung genug, dass die mechanische Assistenz jetzt schon sehr gefragt ist – sowohl bei den Angestellten als auch bei den Gästen.

#3 Die Macht der Influencer

Dieser  Begriff, der inzwischen zu einem Beruf geworden ist, ist nicht zu verwechseln mit der Krankheit “Influenza”. Dennoch sind Influencer auch ansteckend – im positiven Sinne.

Als herkömmliche Marketingstrategien kennen wir im Tourismus klassische Websites, Messen und Kataloge an erster Stelle. Doch das Blatt musste sich wenden, um gerade junge Reisebegeisterte anzulocken. “Digitales Marketing” ist hier das Stichwort, darunter Kooperationen mit Influencern, auch “Bloggern” genannt.

Gut genug für Instagram?

Der “digitale Reisekatalog” ist Instagram. Wovon  lassen sich Urlaubs Begeisterte faszinieren? Von ästhetisch einladenden, authentischen Bildern! Authentizität können am besten unsere Vorbilder im Netz, Blogger, generieren. Dies ist die Wirkung bzw. der Einfluss der Arbeit von Influencern. Da Instagram eine Fotoplattform ist, eignet sich das Influencer-Marketing hier am besten.

Diese Strategie der Kooperation mit Bloggern hört sich erst einmal einfach an. Welche Tipps und Hinweise jedoch mittelständische Reiseanbieter und Hotels für eine erfolgreiche Zusammenarbeit beachten sollten, hat euch Kathrin zusammengestellt.

Ob dieser Trend bald überlaufen sein könnte, da die Zahl der Influencer steigend ist, wird uns die Social Media-Zukunft zeigen.

#2 Jetzt schon Fernweh? Mach’s mit VR oder AR!

Aber wie können die Technologien Virtual Reality und Augmented Reality in der Tourismusbranche angewendet werden? Reisekataloge werden immer mehr durch  Instagram ersetzt. Also warum nicht mithilfe von AR den Schmöker lebendiger machen? Dazu muss man einfach den QR-Code abscannen. Außerdem  gibt VR durch sogenannte “Pre-Trip-Experiences” im Reisebüro einen Vorgeschmack auf den nächsten Urlaub.

 

Digitalisierung findet auch zwischen den Zeilen statt!

 

Beide Technologien entspringen der Idee des immersiven Marketings, gepaart mit Engaging Content. Dies bedeutet, dass VR-Brillen reale Bewegungen  und Interaktionen virtuell simulieren. AR wiederum gibt über eine Brille weitere kontext- und standortbezogene Informationen preis. Egal,  ob Urlauber sich gerade ein Museum anschauen oder sich für ein Restaurant entscheiden möchten.

 

Augmented Reality im Smarphone.

 

Virtual und Augmented Reality stehen immer höher im Kurs, davon kann uns auch Marina berichten. Des Weiteren wird unsere Hochschule ab dem Sommersemester 2019 sogar den Studiengang “Expended Realities” anbieten, virtuelle Welten verknüpfend mit der Realität. Anhand dieser Zukunftsaussichten sind wir gespannt, wohin uns die (virtuelle) Reise weiterführen wird.

#1 Wunschlos glücklich im Hotelzimmer …

… dank IoT-System – “Internet of Things”, das mit Geräten und Anwendungen interagiert. Was verbirgt sich dahinter? Eine Technologie, die ermöglicht, das Hotelzimmer für die Zeit des Aufenthalts den persönlichen Wünschen anzupassen. So werden Reisen durch den Hotelservice noch individueller gestaltet. Diesen Weg der Digitalisierung gehen auch schon einige Hotels wie das Marriott, Hilton oder Opera am Zürichsee. Sie setzen künstliche Intelligenz ein, um die Gewohnheiten der Gäste zu speichern und ihnen so mehr (Licht- und Musik-)Komfort zu bieten.

 

Effizienteres Rooming dank intelligentem Hotelzimmer?

 

Individualisierung ist der aufsteigende Trend. Insofern ist es durchaus vorstellbar, in naher Zukunft noch vor dem Betreten des Hotelzimmers auf die gewünschte Temperatur heizen zu lassen. Besonders in Skigebieten eine sinnvolle Wohlfühl-Strategie für den Winterurlaub. Im Sommerurlaub könnten schon die Getränke kaltgestellt  werden, während die Gäste noch auf dem Weg sind.

 

Intelligente Hotelzimmer in Zukunft immer mehr Standard?

 

Wie sieht es an dieser Stelle mit dem Datenschutz aus? Die Gäste müssen natürlich erst der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) seit Mai 2018 zustimmen. Danach können die Anwendungen und Geräte die persönlichen Informationen speichern. Was die Hotel-Apps noch alles drauf haben, um den Gästen einen abwechslungsreichen und personalisierten Urlaub zu ermöglichen? Das erzählt euch Marie in ihrem Blogpost.

Miriam Taenzer, Tourismus-Expertin beim Bitkom, fasst dieses Thema folgendermaßen zusammen:

„Für das Hotel der Zukunft stehen schon heute viele Technologien bereit[.] […] Für Hoteliers wird immer wichtiger, sich auf technikaffine Zielgruppen einzustellen.“

Ein Blick in die Glaskugel

Was bringen uns die Trends für die Zukunft? Teilweise mehr Informationen in anderen, neuen Formaten, die es zu entdecken gilt. Alle digitalen Trends im Tourismusmarketing sollen natürlich pro (Hotel-)Gäste sein. An erster Stelle stehen verbesserter Service und Komfort, um sich noch mehr  wohlzufühlen. Nur die neue DSGVO darf hierbei nicht ungeachtet bleiben.

Es werden noch weitere spannende Themen hier auf PR-Fundsachen auf uns warten. Es wird noch mehr um Apps gehen, die den kompletten Urlaub managen können. Außerdem scheiben wir weiterhin das Thema „Storytelling“ groß. Wie Influencer oder die Hotels selbst Reiseangebote in emotionale Geschichten verpacken, haben wir bereits erzählt. Doch wie geht die Story weiter?

 

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