Lars Rademacher wird PR-Professor an der h_da

Lars Rademacher wird neuer Professor für Public Relations an der Hochschule Darmstadt. Der ehemalige BASF-Sprecher und aktuelle PR-Professor an der privaten Macromedia Hochschule in München besetzt eine der drei Professuren, die für den neuen Studiengang Online-Kommunikation geschaffen wurden. Zum Wintersemester 2014/15 kommt der neue Kollege von Thomas Pleil – nach einer Dekade  One-Man-Show als einziger PR-Professor.

Breites Wissen für die interne Kommunikation in Unternehmen

Lars Rademacher wird neuer Professor für Public Relations an der Hochschule Darmstadt. © Macromedia Hochschule
Lars Rademacher wird neuer Professor für Public Relations an der Hochschule Darmstadt.
© Macromedia Hochschule

„Gerade der Aspekt, einen zweiten Fachkollegen zu haben, freut mich natürlich besonders nach zehn Jahren als PR-Alleinunterhalter an unserer Hochschule“, betont Pleil in seinem Textdepot.

Seine Schwerpunkte im neuen Studiengang sind die interne Kommunikation bei organisatorischem Wandel sowie die Themen Stakeholder-Management und Partizipation. „Auch die politische Kommunikation und CSR sind ihm nicht fremd, so dass wir gemeinsam viele Anwendungsfelder der Online-Kommunikation abdecken“, weiß Pleil und hofft, dass die beiden weiteren Kollegen auch pünktlich zum Team stoßen. Die Professuren für Online-Marketing und Web-Literacy sind noch nicht besetzt.

Viel Erfahrung für den neuen Studiengang Online-Kommunikation

Lars Rademacher bringt für die Herausforderung des neuen Studiengangs Online-Kommunikation viel Erfahrung mit. Seit 2008 ist er an der Macromedia-Hochschule Professor für Medienmanagement, insbesondere für Public Relations. Am Campus München hatte er ab 2011 die stellvertretende Studiengangsleitung inne, seit 2013 ist er Studiengangsleiter Medienmanagement. Bevor es Rademacher an die Hochschulen zog, arbeitete er als freier Journalist, Kommunikationsberater sowie Geschäftsführer in PR-Agenturen, als Kommunikationsleiter beim Science Center Phaeno in Wolfsburg und Pressesprecher bei der BASF.

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Fundstücke der Woche KW52 & KW1

Shitstorms 2011: t3n-Autor Falk Hedermann wagt einen etwas anderen Jahresrückblick und hat die größten Aufreger des letzten Jahres zusammengetragen.

Videoanrufe, Gesichsterkennung, Timeline: 2011 war bei Facebook jede Menge los. Allfacebook.de hat einen Facebook-Jahresrückblick erstellt. Außerdem werfen die Bolgger einen Blick auf die Facebook-Nutzerzahlen für das Jahr 2012. (mehr …)

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Uni Leipzig in der Aus- und Weiterbildung der Kommunikationsbranche auf Platz Eins

Die dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor wollten es wieder einmal genau wissen: Wie ist es um die Aus- und Weiterbildung in der deutschen Kommunikationsbranche bestellt? Zwischen dem 08. und 20. Juli 2010 wurden insgesamt 1.121 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen und Pressestellen befragt, an welchen Punkten sie in Sachen Fortbildung Positives wie Negatives sehen.

Für Studenten – also uns – besonders interessant sind aus dem 26-seitigen Katalog die Seiten 18 bis 22, die sich im Schwerpunkt der Ausbildung zukünftiger High Potentials widmen. So sehen 35,5 Prozent der Befragten ein Studium als Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg in die Kommunikationsbranche, während ein Studium mit PR-Zusatzausbildung mit 30,1 Prozent auf Platz zwei folgt. Explizit ausgewiesene Studiengänge im Bereich Kommunikationsmanagement/ PR auf Master- bzw. Bachelorbasis rangieren in der Einschätzung der Umfrageteilnehmer mit 14,0 bzw. 10,3 Prozent erst auf dem dritten bzw. vierten Rang, was künftigen Absolventen aber keinen Grund zum Kopfzerbrechen geben sollte: Spezifische Studiengänge gibt es erst seit wenigen Jahren, sodass bisher nur wenige Jahrgänge das Studium abgeschlossen und in der Berufswelt einen Eindruck hinterlassen haben.

Innerhalb dieses Abschnittes wird unter anderem auch nach den favorisierten PR-Studiengängen in Deutschland gefragt, bei denen die Uni Leipzig (Master Communication Management) mit jeder fünften Antwort der Teilnehmer (20,2 Prozent) die Spitzenposition vor der TU München (MBA Communication & Leadership – berufsbegleitend), 11,9 Prozent, und der Uni Hohenheim (Master Kommunikationsmanagement), 10,2 Prozent, belegt.

Die Topkräfte der akademischen Forschung und Ausbildung sind demnach auch Prof. Dr. Ansgar Zerfaß (33,3 Prozent) und Prof. Dr. Günter Bentele (29,6 Prozent) der Uni Leipzig vor Prof. Dr. Dr. Claudia Mast (Hohenheim, 20,6 Przent) und Prof. Dr. Miriam Meckel (St. Gallen, 16,8 Prozent).

Aus Darmstädter Sicht kann man nun fragen, warum sich weder unser Studiengang Online-Journalismus mitsamt seinem Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit/Online-PR noch Prof. Dr. Thomas Pleil in dieser Aufzählung wiederfinden lassen. Nun ja, die Fragestellung impliziert die Antwort im Grunde, wird doch nur nach Master-Studiengängen gefragt.

Irgendwann in der Zukunft, wenn auf die letzten Diplomjahrgänge die ersten Bachelor-Absolventen folgen und ein Master an der Hochschule Darmstadt Einzug halten könnte, wird sich auch unsere Hochschule in der Umfrage wiederfinden.

Bis dahin gratulieren wir unseren Kommilitonen an all den ausgezeichneten Unis und Hochschulen zu ihren guten Plätzen im Ranking!

Das Ganze gibt es übrigens auch als Blogpost bei newsaktuell.de/blog, der sich mit den Gesamtergebnissen der Umfrage auseinandersetzt.

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#zopr – Schafft Kommunikation Absatz?

TextWer ein Seminar anbietet, braucht Teilnehmer. Wer Teilnehmer braucht, muss strategisch kommunizieren. Online? Offline? Wir setzen in unserer Kommunikation auf beide Wege – und sind dabei genau in der Situation, in der sich PR-Praktiker häufig befinden und von der wir in der Theorie nicht immer begeistert sind: Wir wollen durch Kommunikation unseren Absatz fördern – und dies mit geringem Budget.

Offline erreichen wir potentielle Teilnehmer wie PR-Praktiker, Kommunikationsverantwortliche aus Unternehmen und Alumni über personalisierte Einladungen. Den Flyer zum Seminar verteilen wir zusätzlich auf Veranstaltungen. Relevante Medien erreichen wir über regionale und überregionale Presseverteiler. Ergänzend kontaktieren wir regionale Verbände, damit diese das Seminar in ihre Publikationen – wie beispielsweise Newsletter – aufnehmen.

Unseren Slogan “Twittern Sie nicht einfach drauf los” nehmen wir uns selbst zu Herzen und nutzen Social-Media strategisch. Im Zentrum steht die Website. Vernetzt mit Social Networks wie beispielsweise Twitter und Facebook bietet sie allgemeine Informationen zum Seminar. Ergänzend sammeln wir Fundsachen zu Online-PR und begleiten die Entwicklung des Seminars. Wir beobachten aktuelle Diskussionen und nehmen aktiv an ihnen teil.

Mit der Offline- wie Online-Kommunikation schaffen wir einen Rahmen, um potentielle Teilnehmer dort abzuholen, wo sie sich befinden. Wie erfolgreich am Ende des Tages unsere Kommunikation sein wird und ob sich die gewünschte Zahl an Teilnehmern anmelden, wissen wir spätestens am 11. und 12. November, wenn wir uns in Darmstadt mit der Zukunft der Online-PR beschäftigen.

Was Sie tun können? Empfehlen Sie uns gerne weiter, oder – noch besser – kommen Sie im November nach Darmstadt zu Zukunft Online-PR – Das Seminar.

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Twittern sie nicht einfach drauf los – Kommunikationsstrategien im Social Web

Das „Web 2.0“ ist zum festen Bestandteil unserer Kommunikation geworden. Social Networks wie Facebook, Twitter oder Xing haben extrem hohe Reichweiten und viele aktive Mitglieder. Bloße Präsenz ist hier jedoch kein Garant für eine erfolgreiche Online-PR. Wer in der Unternehmenskommunikation auf Social Media setzt, braucht die richtige Strategie.

Wie das gelingen kann, wollen wir, PR-Studierende des sechsten Semesters im Studiengang Online-Journalismus, bei „Zukunft Online-PR – Das Seminar“ zeigen.
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Mehr Wert schaffen – Profilwerkstatt und PR-Studenten präsentieren Studie zu Social Media in der B2B-Kommunikation

Die Frage, ob Social Media überhaupt relevant für die Business-to-Business-Kommunikation sind, war schnell beantwortet. Über die Frage, wann und in welcher Form Social Media eines Tages zum Alltag in der Unternehmenskommunikation gehören werden, ließ sich vortrefflich diskutieren, oder zumindest Expertise austauschen. Im achten Forum für Vordenker der Profilwerkstatt am Dienstagabend im Darmstadtium.

Der Anlass war für unseren Studiengang und speziell den Schwerpunkt Public Relations ein erfreulicher: Thomas Pleil stellte den zahlreichen Zuhörern die frisch veröffentlichte Studie „Mehr Wert schaffen – Social Media in der B2B-Kommunikation“ vor.  Unsere Kommilitonen des Vorgängerjahrgangs hatten sie im Namen des Instituts für Kommunikation und Medien (IKuM) und im Auftrag der Profilwerkstatt erarbeitet. Die Studie schlägt bereits erste Wellen im Netz: hier, hier oder hier.

Social-Media-Klassentreffen

Die anschließende Podiumsdiskussion leitete Holger Schmidt, Netzökonom und Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Und während unsere Kollegen in Hannover den Kommunikationsberater 2.0 suchten, diskutierten der PR-Berater Klaus Eck, Nerses Chopurian, Director Seller Communications bei eBay Europe, Jan Westerbarkey, der unterhaltsame CEO von Westaflex, Norbert Eder, Vice President Corporate Communications bei der Software AG, und Thomas Pleil über einen Forschungsbereich, der, so heißt es im Vorwort der Studie, „noch in den Kinderschuhen steckt.“

Denn während in den USA Social Media in der Business to Business-Kommunikation längst ein Thema ist, B2B-Unternehmen gar aktiver im Social Web sind als B2C-Unternehmen, wie Stephan Fink mit Hinweis auf eine Studie von business.com während des Vortrags via Twitter anmerkte, ist das Potenzial von Social Media im B2B-Bereich in Deutschland bislang kaum thematisiert worden.

Um den Einsatz von Social Media in der Business to Business-Kommunikation zu untersuchen, hatten die Studenten Fachdiskussionen um B2B und Social Web sowie bisher erschienene Studien zum Thema analysiert. Sie führten zwölf Experteninterviews und untersuchten vier Fallbeispiele aus vier verschiedenen Branchen: die Social Media-Aktivitäten der Software AG, der Triodos Bank (einer Bank für nachhaltige Geldanlagen), der Westaflex GmbH (einem deutschen Haustechnikhersteller) und der Cirquent GmbH (IT-Consulting).

Social Media – vielseitig verwendbar

Als die wichtigsten Einsatzfelder von Social Media in der B2B-Kommunikation stellten sich die interne Kommunikation und das Wissensmanagement, die Kundenkommunikation und der Kunden-Support heraus. Nerses Chopurian erzählte, ebay sei es gelungen, dass Kunden sich gegenseitig beim Support helfen – das spare dem Unternehmen immense Kosten. Geeignet ist das Social Web weiterhin zum Recruiting neuer Mitarbeiter. Ein gelungenes dafür ist das Recruiting-Konzept von Daimler. Daimler Career  gefällt auf Facebook bereits über 1300 Menschen, auf Twitter folgen über 1900. Das Beispiel am Rande zeigt: Social Media können für Unternehmen in der B2B-Kommunikation einen Mehrwert schaffen.

Im Social Web vernetzen sich die B2B-Entscheider. Über 90 Prozent von ihnen nutzen das Internet für die vorbereitende Informationsbeschaffung, zeigte eine Studie von Virtual Identity in Kooperation mit Google Deutschland. Das Web ist bei deutschen B2B-Entscheidern fester Bestandteil des Arbeitsalltags geworden.

Social Media können die Reputation und die Sichtbarkeit eines Unternehmens im Internet erhöhen, insbesondere wenn es gelingt, eigene Themen zu setzen oder sich an Fachdiskussionen zu beteiligen. Es gäbe heutzutage kaum ein Thema, das nicht im Netz diskutiert wird, wies Thomas Pleil auf eine große Chance für die Unternehmen hin.

Für Martina Keller, Geschäftsführerin der Profilwerkstatt, ist dabei entscheidend: „Die Inhalte der Kommunikation sind wichtiger als der Kanal, auf dem Kommunikation stattfindet.“ Klaus Eck ergänzte, Content-Strategie, Agenda Setting und gutes Storytelling seien unabdingbar, um mit Hilfe von Social Media einen Mehrwert zu generieren. Und dann gälte immer noch: „Gute Inhalte bedeuten nicht automatisch viele Leser“

Die Software AG, erzählte Norbert Eder in diesem Zusammenhang, habe schlechte Erfahrungen mit einem Unternehmensblog gemacht. Durch die heterogene Kundenstruktur interessierten die Einträge jeweils nur Teile der Zielgruppe. Die Leser blieben aus. Ein Problem vieler großer Unternehmen.

Unternehmenskultur vs. Social Media

Nicht nur das „Was“ – auch das „Wie“ spielt in der Kommunikation im Social Web eine wichtige Rolle. Glaubhaft und erfolgreich wird sie nämlich erst, wenn nicht das Unternehmen als solches, sondern die Menschen dahinter mit ihren Zielgruppen kommunizieren. Dass sich dieses Vertrauen auszahlen kann, macht Jan Westerbarkey deutlich: „Wenn die Produkte zweier Firmen vergleichbar sind, entscheidet am Ende die Nasenspitze“

Die andere Seite: In vielen Unternehmen ist die Kluft zwischen Unternehmenskultur und den ungeschriebenen Social-Media-Gesetzen ist groß. „Wenn ein Unternehmen Angst davor hat, seine Mitarbeiter kommunizieren zu lassen, stimmt etwas im Unternehmen nicht“, sagt Thomas Pleil.

Mirko Lange fasst die Diskussion auf Twitter treffend zusammen: „Wenn ich die richtige Kultur habe, ist erfolgreiche Social Media eine zwingende Konsequenz. Wenn nicht, ist Social Media harte Arbeit.“

Harte Arbeit ist auch das Formulieren einer klaren Strategie, die am Anfang jedes erfolgreichen Social-Media-Engagements stehen muss. Vom CEO, über den Betriebsrat, Kundenservice, PR und Marketing müssten alle Teile des Unternehmens an der gemeinsamen Social-Media-Policy mitarbeiten. „Das sei ein langwährender Prozess“, sagt Klaus Eck.

Den PR-Praktikern wird in diesem Zusammenhang eine neue Rolle zu Teil. Thomas Pleil sieht sie künftig als „Enabler“, oder „Facilitator“, wie sein Grazer Kollege Heinz Wittenbrink das neue Berufsbild von Kommunikatoren bezeichnet. Sie befähigen die Mitarbeiter eines Unternehmens im Social Web zu kommunizieren.

Das Fazit des Abends: Die Möglichkeiten Social Media in der internen und externen Kommunikation von B2B-Unternehmen einzusetzen sind zahlreich. In der Praxis werden sie bislang selten genutzt. „Die Unternehmen streuen Samen im Social-Media-Beet und schauen, wo etwas wächst“, beschreibt Thomas Pleil die derzeitige Phase. Der Vorteil für die Unternehmen: Ein paar Samen kosten nicht viel. Und doch, es kann eine Rose aus ihnen werden.

Aus den Ergebnissen ihrer Studie haben die Studenten zehn Social-Media-Empfehlungen entwickelt, die Entscheidern und Kommunikatoren helfen sollen, eine eigene Abwägung der Chancen und Risiken treffen zu können. Dünger für die Samen, um im Bild zu bleiben:

  1. Unternehmen sollten überprüfen, ob der Einsatz von Social Media zu ihrer Unternehmens- und Kommunikationskultur passt.
  2. Unternehmen sollten darüber nachdenken, ob sie öffentlich Dialoge führen können und wollen.
  3. Unternehmen sollten realistische und überprüfbare Kommunikationsziele formulieren.
  4. Unternehmen sollten überprüfen, ob sich in ihrer Branche ein virtuelles Netzwerk implementieren lässt.
  5. Unternehmen sollten sich fragen, welche ihrer externen Stakeholder sie über Social Media erreichen, und sie sollten wissen, wo sie sich aufhalten.
  6. Unternehmen sollten Themen setzen und wissen, welche Themen sie setzen wollen.
  7. Unternehmen sollten vorab analysieren, welche Tools ihnen helfen, ihre Social-Media-Strategie umzusetzen.
  8. 8.Social Media macht man nicht „nebenher“. Unternehmen sollten prüfen, ob sie das Know-how und die Kapazitäten für Social Media haben.
  9. Unternehmen sollten vor allem das mittlere Management von ihrer Strategie überzeugen und für alle akzeptable Regeln zur Social Media-Nutzung aufstellen.
  10. Unternehmen sollten prüfen, ob und inwieweit sie Social Media auch für die interne Kommunikation einsetzen können.

Die Studie „Mehr Wert schaffen – Social Media in der B2B-Kommunikation“ gibt Unternehmen im B2B-Sektor einen praxisorientierten Leitfaden für den Einsatz von Social Media an die Hand. Erhältlich ist sie als Book-on-Demand unter www.BoD.de (ISBN-Nr.: 9 783839 181843, Preis: 19 Euro). Einen Auszug aus der Studie finden Sie unter www.profilwerkstatt.de.

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