Tourismusmarketing: Zukunft ist Vergangenheit

Steht uns die Machtergreifung der Roboter im Tourismus bevor? Lassen sich die Gäste in naher Zukunft lieber von Maschinen statt Menschen bedienen? Wie viel Hightech können Hotels ihren Gästen zumuten? Die Digitalisierung zeigt es uns.

Wir von #KommOnTour haben unsere Top 5 aus dem Jahr 2018 gewählt. Werden sich diese durchsetzen? Bühne frei!

#5 Gute Connection zwischen Hotel und Gast

“Die Sprache gehört zum Charakter des Menschen.” Das wusste schon Sir Francis Drake, der erste englische Weltumsegler. Genauso ist die Sprache das Herzstück der Kommunikation und die Verbindung zwischen Hotel und Gast.

Werfen wir jedoch einen Blick in die Netzwelt. Hier fühlt sich unsere Generation WHY zuhause. Beleuchten wir mal die klassische Website. Hier gibt es einen Umbruch. Die Möglichkeit der Sprachfunktionen sollte auch und vor allem auf den Landing Pages ausgebaut werden. Auch zeichnet sich unsere Generation WHY dadurch aus, vorab am liebsten schon alles zu wissen.

Deshalb eine Notiz an die Hotels und Reiseportale: Weniger ist nicht immer mehr. Wenn ihr also mehr Informationen in verschiedenen Sprachen anbietet, wird die Zielgruppe durch die breitere sprachliche Auffächerung größer.

International erfolgreich heißt auch international auftreten – angefangen bei der Sprache.

 

#4 R2-D2 nun auch im Tourismus?

Science-Fiction nun auch im echten Leben – zumindest was die Digitalisierung in unserem Alltag angeht. Lassen sich die Gäste in naher Zukunft lieber von Maschinen statt Menschen bedienen?

Science Fiction in unserem Alltag?

Vorstellbar könnten Gründe sein wie: Roboter haben nie schlechte Laune. Sie werden circa 20 Sprachen fließend sprechen können.

Was die mechanischen Helfer jetzt schon auf dem Kasten haben: den Gästen viele Wünsche erfüllen. Ein persönliches Anliegen wird noch diskreter behandelt, wenn es von einem Serviceroboter entgegengenommen wird. So ist es zumindest schon in Kalifornien in einigen Hotels Gang und Gebe.

Ausgeweitet hat sich dieser maschinelle Service auch schon auf Restaurants und Kreuzfahrtschiffe. Dort fungieren Roboter als Roomservice, assistieren den Kellnern und der Empfangsdame oder mischen auch schon selbst Cocktails. Diese Aufgaben zeigen, dass die kleinen Blechbutler ihren menschlichen Kollegen unter die Arme greifen können.

„Besonders gefährdet sind in den nächsten 20 Jahren Tätigkeiten wie Empfangsmitarbeiter, Kellner, Roomservice und Kofferträger“ ~ Wirtschaftswissenschaftler Carl Benedikt Frey, University of Oxford

In den nächsten 20 Jahren sollen circa 35 Prozent der Hotel-Jobs von Robotern übernommen werden. Welche das genau sind, erfahrt ihr hier.

 

Roomservice: Maschine statt Mensch?

 

Darüber hinaus gibt es auch schon Exemplare, die Emotionen wie Freude durch ein Lächeln etwa oder keckes Augenzwinkern vermitteln Wegen dieser menschenähnlichen Reaktionen sind Roboter jetzt schon für die Olympischen Spiele 2020 als Hostessen eingeplant.

Wird es in nicht allzu langer Zeit “alle Macht den Robotern” heißen? Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband kann sich zumindest die Übernahme von Aufgaben im Housekeeping oder an der Rezeption vorstellen.

Oder jene Tätigkeiten, welche die Mitarbeiter nicht so gerne ausführen. Diese werden von den mechanischen Kollegen „zuverlässiger und effizienter erledigt“, so der Besitzer des Luxushotels „Schloss Elmau“ in Oberbayern. Bestätigung genug, dass die mechanische Assistenz jetzt schon sehr gefragt ist – sowohl bei den Angestellten als auch bei den Gästen.

#3 Die Macht der Influencer

Dieser  Begriff, der inzwischen zu einem Beruf geworden ist, ist nicht zu verwechseln mit der Krankheit “Influenza”. Dennoch sind Influencer auch ansteckend – im positiven Sinne.

Als herkömmliche Marketingstrategien kennen wir im Tourismus klassische Websites, Messen und Kataloge an erster Stelle. Doch das Blatt musste sich wenden, um gerade junge Reisebegeisterte anzulocken. “Digitales Marketing” ist hier das Stichwort, darunter Kooperationen mit Influencern, auch “Bloggern” genannt.

Gut genug für Instagram?

Der “digitale Reisekatalog” ist Instagram. Wovon  lassen sich Urlaubs Begeisterte faszinieren? Von ästhetisch einladenden, authentischen Bildern! Authentizität können am besten unsere Vorbilder im Netz, Blogger, generieren. Dies ist die Wirkung bzw. der Einfluss der Arbeit von Influencern. Da Instagram eine Fotoplattform ist, eignet sich das Influencer-Marketing hier am besten.

Diese Strategie der Kooperation mit Bloggern hört sich erst einmal einfach an. Welche Tipps und Hinweise jedoch mittelständische Reiseanbieter und Hotels für eine erfolgreiche Zusammenarbeit beachten sollten, hat euch Kathrin zusammengestellt.

Ob dieser Trend bald überlaufen sein könnte, da die Zahl der Influencer steigend ist, wird uns die Social Media-Zukunft zeigen.

#2 Jetzt schon Fernweh? Mach’s mit VR oder AR!

Aber wie können die Technologien Virtual Reality und Augmented Reality in der Tourismusbranche angewendet werden? Reisekataloge werden immer mehr durch  Instagram ersetzt. Also warum nicht mithilfe von AR den Schmöker lebendiger machen? Dazu muss man einfach den QR-Code abscannen. Außerdem  gibt VR durch sogenannte “Pre-Trip-Experiences” im Reisebüro einen Vorgeschmack auf den nächsten Urlaub.

 

Digitalisierung findet auch zwischen den Zeilen statt!

 

Beide Technologien entspringen der Idee des immersiven Marketings, gepaart mit Engaging Content. Dies bedeutet, dass VR-Brillen reale Bewegungen  und Interaktionen virtuell simulieren. AR wiederum gibt über eine Brille weitere kontext- und standortbezogene Informationen preis. Egal,  ob Urlauber sich gerade ein Museum anschauen oder sich für ein Restaurant entscheiden möchten.

 

Augmented Reality im Smarphone.

 

Virtual und Augmented Reality stehen immer höher im Kurs, davon kann uns auch Marina berichten. Des Weiteren wird unsere Hochschule ab dem Sommersemester 2019 sogar den Studiengang “Expended Realities” anbieten, virtuelle Welten verknüpfend mit der Realität. Anhand dieser Zukunftsaussichten sind wir gespannt, wohin uns die (virtuelle) Reise weiterführen wird.

#1 Wunschlos glücklich im Hotelzimmer …

… dank IoT-System – “Internet of Things”, das mit Geräten und Anwendungen interagiert. Was verbirgt sich dahinter? Eine Technologie, die ermöglicht, das Hotelzimmer für die Zeit des Aufenthalts den persönlichen Wünschen anzupassen. So werden Reisen durch den Hotelservice noch individueller gestaltet. Diesen Weg der Digitalisierung gehen auch schon einige Hotels wie das Marriott, Hilton oder Opera am Zürichsee. Sie setzen künstliche Intelligenz ein, um die Gewohnheiten der Gäste zu speichern und ihnen so mehr (Licht- und Musik-)Komfort zu bieten.

 

Effizienteres Rooming dank intelligentem Hotelzimmer?

 

Individualisierung ist der aufsteigende Trend. Insofern ist es durchaus vorstellbar, in naher Zukunft noch vor dem Betreten des Hotelzimmers auf die gewünschte Temperatur heizen zu lassen. Besonders in Skigebieten eine sinnvolle Wohlfühl-Strategie für den Winterurlaub. Im Sommerurlaub könnten schon die Getränke kaltgestellt  werden, während die Gäste noch auf dem Weg sind.

 

Intelligente Hotelzimmer in Zukunft immer mehr Standard?

 

Wie sieht es an dieser Stelle mit dem Datenschutz aus? Die Gäste müssen natürlich erst der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) seit Mai 2018 zustimmen. Danach können die Anwendungen und Geräte die persönlichen Informationen speichern. Was die Hotel-Apps noch alles drauf haben, um den Gästen einen abwechslungsreichen und personalisierten Urlaub zu ermöglichen? Das erzählt euch Marie in ihrem Blogpost.

Miriam Taenzer, Tourismus-Expertin beim Bitkom, fasst dieses Thema folgendermaßen zusammen:

„Für das Hotel der Zukunft stehen schon heute viele Technologien bereit[.] […] Für Hoteliers wird immer wichtiger, sich auf technikaffine Zielgruppen einzustellen.“

Ein Blick in die Glaskugel

Was bringen uns die Trends für die Zukunft? Teilweise mehr Informationen in anderen, neuen Formaten, die es zu entdecken gilt. Alle digitalen Trends im Tourismusmarketing sollen natürlich pro (Hotel-)Gäste sein. An erster Stelle stehen verbesserter Service und Komfort, um sich noch mehr  wohlzufühlen. Nur die neue DSGVO darf hierbei nicht ungeachtet bleiben.

Es werden noch weitere spannende Themen hier auf PR-Fundsachen auf uns warten. Es wird noch mehr um Apps gehen, die den kompletten Urlaub managen können. Außerdem scheiben wir weiterhin das Thema „Storytelling“ groß. Wie Influencer oder die Hotels selbst Reiseangebote in emotionale Geschichten verpacken, haben wir bereits erzählt. Doch wie geht die Story weiter?

 

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Arbeit 4.0 – Wie die Digitalisierung die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt hat

Strikte Hierarchien, feste Urlaubstage, dunkle abgeschirmte Büros? Das war gestern! Durch die Digitalisierung sind nicht nur Arbeitsplätze weggefallen und neue hinzugekommen, sondern der komplette Arbeitsmarkt hat sich verändert. Ob positiv oder negativ, seht selbst.

 

Arbeit 4.0 – Wie alles ins Rollen kam

Startschuss war der 22.04.2015! An diesem Tage wurde das sogenannte „Grünbuch“ im Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorgestellt. Der Auftakt der Diskussion über die Arbeit von Morgen. Die Technologisierung hat bereits die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Aus diesem Grund  mussten einige Rechte und Themen im Bundesministerium besprochen werden. http://www.arbeitenviernull.de

Spätestens nach der 19 monatigen Diskussion, über die zukünftige Arbeit auf Grund der Digitalisierung, im Bundestag war der Begriff „Arbeiten 4.0“ in aller Munde.

 

Das klassische Arbeitsmodell stirbt aus

Mittlerweile hat es jeder mitbekommen. Das klassische Arbeitsmodell in einem Unternehmen ist vom Aussterben bedroht. Abgeschirmte Büros und strikte Hierarchien gibt es in jungen Unternehmen kaum noch. Ruheräume, Gaming-Areas und Restaurants statt Kantine, sind nicht nur bei „Google“ aufzufinden. Der Arbeitnehmer möchte sich wohl fühlen, um die gewünschte Arbeit abliefern zu können. Zudem kommt, dass das Gehalt nicht mehr, wie früher, ausschlaggebend bei der Anwerbung neuer Mitarbeiter ist. Viel mehr stehen deren eigene Bedürfnisse und Vorstellungen im Vordergrund.

 

Der digitale Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz wird zunehmend durch Tools und weitere Technologien unterstützt und somit digital. Durch diese Veränderungen ergeben sich neue Möglichkeiten. Mobil, sowie auch eine hohe Vernetzung von Mitarbeitern. Arbeit ist nun bis zu drei Tage pro Woche vom Home-Office aus möglich, ohne den Bezug zum Team zu verlieren. Alles funktioniert schneller und unkompliziert, wenn die Technik richtig eingesetzt ist. Globale Vernetzung ist ein Kinderspiel und eine riesen Chance für Unternehmen und Arbeitnehmer .

 

Arbeiten von Überall

Man muss nicht mehr jeden Tag im Büro erscheinen. Von Zuhause oder Unterwegs arbeiten ist kein Privileg mehr, sondern bereits oftmals eine erwartete Option.

Teilzeit, Auszeiten, bis hin zum „Gapyear“ oder Zeitkonten. Es gibt mittlerweile viele Arbeitsformen, denen Arbeitgeber zustimmen „müssen“.

Jedoch darf nicht vergessen werden, dass die gewonnene Freiheit bei z.B. Freelancer auch viel mehr Eigenverantwortung und Initiative mit sich bringt. Größere Freiheiten brauchen mehr Regeln, um erfolgreiche Arbeit abzuliefern.

 

Schattenseite – die große Herausforderung

Wird der Mensch durch Maschinen ersetzt? Es  wird davon gesprochen, wessen Arbeitstag hauptsächlich aus Routineaufgaben besteht, wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten sehr wahrscheinlich von einem Roboter in Software oder Hardware ersetzt.

Selbst kreative Jobs bleiben dabei nicht unbedingt verschont. Es gibt bereits jetzt schon Automaten, die bereits Kurznachrichten, Finanzberichte oder Sportergebnisse eigenständig schreiben können.

Vor diesem Wandel sind leider nur die wenigsten Menschen sicher. Künstler, Unternehmensgründer oder Leute, die direkt mit Menschen arbeiten, sind schwieriger zu ersetzen. Nicht zu vergessen die Arbeitnehmer, die diese Technik entwickeln. Sie werden wohl auch nicht so schnell ihren Job verlieren können.

Bisher jedoch betrifft der digitale Wandel eher geringer qualifizierte Arbeitskräfte. Es eröffnen sich zwar im Gegenzug neue Berufsfelder, doch werden hierfür auch wieder speziell ausgebildete Arbeitnehmer gesucht. Ob auch bald höher qualifizierte Arbeitnehmer ersetzt werden, wird sich zeigen.

 

Fazit

Es ist ziemlich wichtig, dass sich die Arbeitsweise aufgrund der Technologisierung verändert hat. Auszeiten, mehr Zufriedenheit, mehr Mitbestimmungsrecht, was den eigenen Arbeitsplatz angeht, war dringend notwendig. Man verbringt die meiste Zeit der Woche damit zu arbeiten, dann sollte das Wohlbefinden stimmen. Die Arbeit darf kein Zwang sein, für die man sich früh aus dem Bett quält, weil die Motivation fehlt. In der heutigen Zeit in der alles schneller, größer und besser sein muss, kann nicht auch noch verlangt werden, dass der Arbeitnehmer all seine Wünsche an den perfekten Arbeitsplatz fallen lässt.

Natürlich ist nicht alles rosig in Hinsicht auf die weitere Technologisierung der Arbeitswelt. Ob der Mensch wirklich hauptsächlich von Maschinen ersetzt wird, wird die Zukunft zeigen.

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