Pressemitteilungen: Es gibt keinen Königsweg

„Fast die Hälfte der Pressemitteilungen, die die befragten Journalisten erhalten, ist für sie vor
dem Hintergrund ihres Ressorts bzw. ihrer thematischen Spezialisierung grundsätzlich irrelevant“, heißt es in dem Ergebnis des ersten Mediakompass‘ von convento und w.komm. Zwar basieren 42 Prozent aller tagesaktuellen Meldungen auf Pressemitteilungen und anderen Pressematerialen, doch vor allem die Journalisten aus dem TV/HF-Bereich beklagen die wenig gezielte Zusendung von Mitteilungen.

Unterschiede in der Nutzung der PR-Materialien zeigen sich in den verschiedenen Mediengattungen: Journalisten der Wochenmagazine und Special-Interest-Blätter greifen häufiger auf PR-Material zurück, als die Kollegen der Tageszeitung. Hier spielen die klassischen Nachrichtenagenturmeldungen eine deutlich größere Rolle als in den anderen Medien.

Richtig interessant wird es bei dem Ergebnis zur Frage, was für Journalisten der Auslöser ist, sich intensiver mit einem Thema auseinander zusetzen. Die Antwort ist eindeutig: Persönliche Erlebnisse und Erfahrungen stehen mit 80 Prozent an erster Stelle. Danach folgen die tagesaktuellen Top-Ereignisse und Pressemitteilungen.

Die oftmals umstrittene Frage (und auch bei uns in der Textwerkstatt häufig diskutiert), wie Journalisten gerne die Texte erhalten wollen – direkt in einer E-Mail oder als Word-Anhang – bekommt dank der Umfrage eine Antwort. Hier hilft ebenfalls der Blick in die verschiedenen Mediengattungen: Journalisten aus Tageszeitungen bevorzugen mit 90 Prozent den gesamten Text direkt in der Email, jeder zweite von ihnen möchte zudem die Pressemitteilung als Word-Dokument. Bei den Kollegen der Fachzeitung ist es umgekehrt: 80 Prozent bevorzugen den Word-Anhang und die Hälfte wünscht die Mitteilung direkt in der Email.

Diese und weitere Erkenntnisse des ersten Mediakompass‘ lassen hoffen, dass es bei dem angekündigten halbjährlichen Turnus der Umfrage, auch in Zukunft weitere Aufschlüsse über das Arbeitsumfeld und das Verhältnis von Journalisten und PR-Verantwortlichen gibt. Der Königsweg im Umgang miteinander wird wohl vorerst weiterhin von Branche und Mediengattung abhängig sein, doch je mehr man über seinen Gegenüber und dessen Arbeitweisen erfährt, je besser wird das Verhältnis werden.

Die ausführlichen Ergebnisse der Umfrage (öffnet als .pdf):
Summary Mediakompass

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Fehler bei der „E-Mail-Pressearbeit“ vermeiden

Bei der Themenrecherche bin ich letzte Woche auf einen lesenswerten Beitrag des “PR-Agentur Blogs” gestoßen. Darin werden Ratschläge gegeben, wie man Fehler bei der E-Mail-Kommunikation mit Journalisten vermeiden kann. Hier die interessantesten Tipps:

Werbesprache ist tabu!
Gestalten Sie Pressemitteilungen lesenswert und sachlich. “Reißerische Werbeslogans oder übertriebenes Eigenlob haben in einer Pressemitteilung nichts verloren”, so der “PR-Agentur Blog”.

Große Anhänge vermeiden
PDF- oder RTF-Anhänge sind bei Journalisten unbeliebt. Der Rat des “PR-Agentur Blogs”: “Versenden Sie den vollständigen Text der Mitteilung als Plaintext und setzen Sie Links zu HTML- und PDF-Versionen”.

Den richtigen Zeitpunkt wählen
“Wer Pressemitteilungen Freitag abends oder Montag morgens verschickt, riskiert, dass die Meldung in der E-Mail-Flut vom Wochenende untergeht,” so der “PR-Agentur Blog”. Versenden Sie Pressemittelungen also besser in der Mitte der Woche.

Den kompletten Blogeintrag finden Sie unter: http://www.pr-agentur-blog.de/archives/149-Pressearbeit-per-E-Mail-Die-haeufigsten-Fehler.html

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