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Pressearbeit online: Newsroom 2.0

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Seit einigen Tagen wird diskutiert, wie in Zeiten von Social Software eine Pressemitteilung aussehen könnte (Template als pdf). Den Ansatz von Shift Communications finde ich im Prinzip recht spannend – auch wenn die komplette Pressemitteilung 2.0 manche Journalisten (und PR-Leute) überfordern dürfte. Doch warum fehlt Tagging darin? Neben RSS-Feeds bietet Tagging aus meiner Sicht vor allem den Vorteil, Online-Newsrooms übersichtlicher zu machen. Denn dort werden etliche Pressemitteilungen archiviert und viele weitere Arbeitshilfen für Journalisten bereit gehalten.

Wenn ich mir die Newsrooms vor allem großer Unternehmen anschaue, so stehen die PR-Leute durch ihren enormen Output an Pressematerial vor dem Problem, dieses den Journalisten gut zugänglich zu machen. Siemens zum Beispiel unterscheidet da zwischen Fach-, Wirtschaft- und Publikumsspresse. Aktuell findet sich zum Beispiel in der Rubrik „Publikumspresse“ eine Meldung, die erklärt, dass das erfolgreiche Verkaufen von Hochgeschwindigkeitszügen Arbeitsplätze sichert. Ohne über den Nachrichtenwert zu diskutieren – ist das nicht vielleicht doch eine Wirtschaftsmeldung?

Mein Vorschlag für Online-Pressebereiche: Pressemitteilungen sollten getaggt werden. Am besten jede Meldung mit mindestens vier, fünf Tags. Im Pressearchiv könnte dann in einer eigenen Spalte die Liste der vergebenen Tags angezeigt werden – entweder alphabetisch oder als Tag Cloud. Dasselbe würde ich auch bei Pressefotos machen. Wenn die Tags der Bilder die Begriffe der Presseinfos dann noch mit einen Zusatz wie z.B. „pic“ für „picture“ übernehmen, kann ich als Betrachter schnell erkennen, wo Bilder und wo Texte zu einem Schlagwort stecken.

Nicht so wichtig wie das Tagging sind bei der Social Media Press Release aus meiner Sicht unter jeder Meldung Buttons für das Social Bookmarking. Wer das nutzt, hat mit großer Wahrscheinlichkeit ohnehin ein Bookmarklet im Browser abgelegt.

Wie schön ein RSS-Feed dagegen ist, merkt man erst, wenn man sich mal personalisierte Startseiten (z.B. mit Pageflakes oder Netvibes) angelegt hat, in die sich Feeds, Mailboxen, Bookmarks undsoweiter zusammenpuzzeln lassen. Macht noch mehr Spaß als ein reiner Feedreader…

>>Basic Thinking: Personalisierte Startseiten im Web

  1. […] Thomas Pleil hat in PR-Fundsachen noch einen bemerkenswerten Ergänzungsvorschlag: Taggig. Wenn man die einzelnen Pressemitteilungen mit Tags versieht, wird die Suche in einem virtuellen Pressezentrum (zumindest bei großen Unternehmen mit einer hohen Zahl von Presseinfos) deutlich vereinfacht. Warum da bisher noch keiner drauf gekommen ist? […]

  2. Danke für den Tagging-Hinweis. Wir taggen seit heute. Zugegeben: Einiges muss noch nachgearbeitet werden, dann folgen auch Tag-Übersichten oder vielleicht auch Tag-Clouds.

  3. Super, freue mich, dass mein kleiner Hinweis so schnell als nützlich empfunden wird. Lassen Sie es mich bitte wissen, wenn Sie auch Tag-Übersichten einsetzen. Gespannt bin ich natürlich, ob und wie die Besucher einer bei der Recherche damit umgehen.

  4. […] Das ist der zweite Streich: Die PR-Agentur Shift Communications (Boston, San Francisco) bietet auf 30 Seiten (pdf) einen wie ich finde recht guten praxisnahen Überblick zu Public Relations und Social Media. Das Paper (das übrigens jeder kopieren und verändern darf), eignet sich besonders für Einsteiger in die Thematik, aber es stecken so viele Links und Tipps darin, dass auch Leute, die sich schon länger damit beschäftigten, noch auf ein paar Anregungen stoßen dürften. Vor ein paar Wochen hatte Shift bereits mit einer Vorlage (pdf) für die Social Media Press Release eine größere Diskussion innerhalb der PR-Community angestoßen. Die heute online gestellten “PR 2.0 Essentials” stellen Themen wie RSS, Blogs, Tagging, Podcasts, Wikis, Social Networking, Social Bookmarking vor. Ebenso natürlich die Social Media Press Release, die auch unter dem Gesichtspunkt der Suchmaschinenoptimierung gesehen wird. Sicher mit unserer Brille auf ersten Blick ein vielleicht ungewöhnlicher Gedanke – gilt hier zu Lande doch häufig noch als größte Herausforderung, mit Presseinfos Journalisten nicht zu nerven… Überhaupt sind viele der Shift-Tipps natürlich ganz auf die Gegebenheiten in den USA ausgerichtet – insofern empfiehlt sich beispielsweise, die Tipps zum Umgang mit Bloggern nicht einfach in den deutschen Sprachraum zu übertragen. […]

  5. […] Über PR-Fundsachen habe ich den dreißigseitigen PDF-Leitfaden“PR 2.0 Essentials” der US-amerikanischen PR-Agentur SHIFT Communications gefunden, in denen alle Möglichkeiten und Instrumente von PR 2.0 und Social Media aufgeführt werden. SHIFT Communications ist vor einigen Wochen schon mal aufgefallen mit dem Social Media Press Release (PDF). PR 2.0, auch New PR, und Social Media sind die jüngsten Schlagworte, unter denen Public Relations diskutiert werden. Im Grunde geht es um die Nutzung neuer, auf Zusammenarbeit basierender Internettechnologien (die auch unter dem Begriff Web.20 zusammengefasst werden) für die Public Relations. […]

  6. […] Thomas Pleil stellt bei PR-Fundsachen die Social Media Press Release vor und macht den Vorschlag, Pressemitteilungen zukünftig zu taggen: “Pressemitteilungen sollten getaggt werden. Am besten jede Meldung mit mindestens vier, fünf Tags. Im Pressearchiv könnte dann in einer eigenen Spalte die Liste der vergebenen Tags angezeigt werden – entweder alphabetisch oder als Tag Cloud. Dasselbe würde ich auch bei Pressefotos machen. Wenn die Tags der Bilder die Begriffe der Presseinfos dann noch mit einen Zusatz wie z.B. “pic” für “picture” übernehmen, kann ich als Betrachter schnell erkennen, wo Bilder und wo Texte zu einem Schlagwort stecken.” Technorati Tags: Social Media Press Release, Tagging […]

  7. […] Dass viele Newsrooms auf Unternehmens-Websites in Zeiten von Socialmedia etwas angestaubt daherkommen, ist ja keine Neuigkeit. Anfang Februar schon hat Todd Defren, der auch das Template für die Social Media News Release entwickelt hat, eine Vorlage für einen Social Media Newsroom vorgestellt. Neben dem nackten Template (pdf) gibt es auch eine erste Umsetzung von Todds Agentur Shift Communications. Das Ganze gefällt mir recht gut (und erinnert mich an ein paar meiner eigenen Vorschläge): Da gibt es Tags, Kommentare zu den News, Multimedia-Elemente (die vielleicht noch etwas eleganter, z.B. über Tabs, eingebunden werden könnten), viele Möglichkeiten, News weiterzuleiten bzw. abzulegen und selbst den Skype-Status des Pressesprechers. Und warum werden viele Unternehmen das Modell dennoch nicht übernehmen wollen? Vermutlich, weil sie Probleme damit haben, wenn Leser/Journalisten Presseinfos kommentieren. […]

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