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LinkedIn: Bist du schon verlinkt?

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In New York fand vom 7. bis 11. Februar die Social Media Week statt. Sie bot in mehreren Veranstaltungen unter anderem auch Tipps und Tricks zu LinkedIn an. LinkedIn ist ein soziales Netzwerk für geschäftliche Kontakte und in den USA so bekannt wie in Deutschland das Portal Xing.

Ruben Quinones, Direktor of New Media bei Path Interactive, präsentierte die Veranstaltung „Your LinkedIn Profile: Get Found, Get Networked, Get LinkedIn“ und beantwortete dabei die Frage, warum LinkedIn besonders auf dem amerikanischen, aber auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt so wichtig sei.

„LinkedIn is one of the first things that pops up when you look up a name on the google search“, sagte Ruben Quinones. Auf LinkedIn vermarkte man sich und seine Fähigkeiten, knüpfe neue geschäftliche Kontakte und pflege bestehende. Zudem ermögliche es das Netzwerk, dass man leichter von anderen gefunden wird. „It really is your digital resumé“, meinte er – das LinkedIn Profil als digitaler Lebenslauf.

Damit man sich besonders gut vermarkte, solle man Schlüsselbegriffe in sein Profil einarbeiten, beispielsweise in den Kategorien Zusammenfassung (summary) und Spezialgebiete (specialties). „The specialties are probably the most overlooked section in your profile“, sagte Ruben Quinones. Zudem beeinflusse es auch den Algorithmus innerhalb der LinkedIn-Suche. Um aufzuzeigen, wohin man sich in Zukunft orientieren möchte, könne man die Interessen-Spalte nutzen, die laut Ruben Quinones zum größten Teil „work related“ bleiben sollte.

Anwendungen können das Profil zusätzlich aufpeppen. Nur wenige Mitglieder nutzen den Bereich, in dem man zum Beispiel eine Google Präsentation oder ein Creative Portfolio Display erstellen kann. Dabei könne man sich gerade damit von anderen Nutzern abheben und die Chancen auf dem Berufsmark erhöhen, so Ruben Quinones. Gruppen können eine Chance sein, um neue Kontakte zu knüpfen. Das gleiche gelte auch für die Option, Fragen anderer Mitglieder zu beantworten. Ruben Quinones Tipp: Mit dem eigenen Wissen anderen helfen. „Please know what you are talking about and use your expertise to help others“, sagte er.

LinkedIn wurde im Mai 2003 in den USA gegründet und ist seit Februar 2009 auch auf Deutsch verfügbar. Derzeit hat das Netzwerk mehr als 90 Millionen Mitglieder, wovon mehr als die Hälfte außerhalb der USA leben. Über eine Million Mitglieder gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Xing hat im Vergleich laut einer Darstellung auf media-treff.de 2,4 Millionen Nutzer in Deutschland allein.

Stellt sich nun die Frage, ob es sich in der PR Branche lohnt, sich bei LinkedIn anzumelden, wenn man schon einen Xing- (und vermutlich auch einen Facebook-)Account hat. Mein Eindruck: Es kommt darauf an, auf welchem Berufsmarkt man sich bewegt oder bewegen möchte. Hat man viele internationale geschäftliche Kontakte, besonders zu Nordamerika oder möchte sich dort etablieren, sollte man sich auf Grund der Popularität von LinkedIn in den USA dafür entscheiden. Hat man vorwiegend Kontakte innerhalb Deutschlands, reicht wohl der Xing-Account aus. Wie schätzt Ihr das ein? Wer hat Erfahrungen mit LinkedIn gemacht?

  1. Erstaunlich ist, dass viele LinkedIn-Nutzer doch eher Karteileichen zu sein scheinen, wie hier zitiert wird: http://bit.ly/eqcrn0 . Ganz interessant ist dort die Diskussion unter den Lesern.

    Mir geht es ganz ehrlich so, dass ich außer einer ganz interessanten Gruppe, in der Nonprofit-PR diskutiert wird, für mich bisher kaum einen Nutzen von LinkedIn bemerkt habe…

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