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Interne Kommunikation für mehr Motivation?

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Unmotiviert und wenig engagiert: Ersten Ergebnissen des IFAK Arbeitsklima-Barometers 2008 zufolge, fühlt sich kaum ein deutscher Angestellter mehr seinem Arbeitgeber verpflichtet. Gerade einmal zwölf Prozent gehen noch ambitioniert ans Werk. 64 Prozent der Beschäftigen betrachten ihren Job als Pflichtprogramm. Ganze 24 Prozent haben innerlich schon gekündigt.

Für die betroffenen Unternehmen hat das verheerende Folgen. So steigt mit der Unzufriedenheit des Personals die Anzahl der Fehltage sowie die Bereitschaft den Job zu wechseln. Gleichzeitig bringen Arbeitnehmer, die ihrem Arbeitgeber nicht verbunden sind, wesentlich weniger Ideen für Verbesserungen und Innovationen mit ein. Allein die steigenden Fehlzeiten haben Kosten von jährlich 22,4 Milliarden Euro zur Folge.

Mir stellt sich die Frage, ob es sich nicht lohnen würde, mittels interner Kommunikation mehr Mitarbeiterbindung zu erreichen. Dass so etwas zu kostenintensiv sein könnte, bezweifle ich. Es muss ja nicht gleich ein wöchentlicher Bowlingabend für das Gemeinschaftsgefühl der Angestellten sein. Wahrscheinlich könnte schon ein monatliches Mitarbeiterfrühstück die Zufriedenheit steigern. Profitieren würden beide, Angestellte ebenso wie Unternehmen.

Übrigens scheinen Führungskräfte bei der Unternehmensbindung eine wesentliche Rolle zu spielen. Angestellte, die sich ihrem Betrieb verpflichtet fühlen, sind zu 79 Prozent mit der allgemeinen Arbeit ihrer Führungskräfte zufrieden. Ein eklatanter Unterschied zu gerade einmal sechs Prozent zufriedenen, ihrem Unternehmen nicht verbundenen Arbeitnehmern.

Auch hier ließe sich wahrscheinlich mit interner Kommunikation viel bewirken. Man stelle sich einmal vor: Der Chef nimmt sich regelmäßig Zeit, mit seinen Mitarbeitern zusammen zu sitzen, sich deren Probleme und Ideen ernsthaft anzuhören und auszudiskutieren. Selbst wenn ein solches Vorgehen sich kaum mit dem Terminplan aller Vorgesetzten vereinbaren lässt, Wege für Kommunikation gibt es immer.

Studie entdeckt auf: Verhaltensbiologie & PR

  1. Christina WolfNo Gravatar

    Hi Viktoria!

    Großes Problem bei der internen Kommunikation, ist meiner Meinung nach, ganz klar das Budget. Beispielsweise die Mitarbeiterzeitung ist unglaublich teuer (Konzeption, fürs Design braucht man meiste eine externe Agentur und schließlich der Druck usw.). Und diese sollte, wenn sie tatsächlich „binden“ soll, regelmäßig erscheinen. Für Mitarbeiterversammlungen fehlt oft die Zeit, speziell in den Führungsebenen.

    Ein anderer Punkt ist außerdem, der schnelle Wechsel der CEOs. Wie soll sich ein Mitarbeiter mit einem Unternehmen identifizieren, wenn dies nicht mal die Führungsebene kann?
    Die Mitarbeiterzufriedenheit wird, wie du schon beschrieben hast, definitiv für die Produktivität unterschätzt.

  2. Roland Kopp-WichmannNo Gravatar

    Als Führungskräftetrainer und Coach erlebe ich immer wieder, dass eine Quelle von mangelnder Kommunikation ist, dass viele Mitarbeiter wie Kinder – und nicht wie Erwachsene – behandelt werden. Dass es auch anders gehen könnte, habe ich am Beispiel einer erfolgreichen Personalberatung in diesem Artikel in meinem Blog beschrieben: http://tinyurl.com/55cgf3

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