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G8: NGO-Campaigning im Social Web

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Der G8-Gipfel zeigt ziemlich eindrucksvoll, wie gut YouTube und Co. zur Mobiliserung eingesetzt werden können. Allein das Stichwort G8 liefert in YouTube mehr als 2.800 Treffer, fast genau so viele bietet MySpace. Die zehn am häufigsten gesehenen YouTube-Videos kommen auf gut 1,1 Millionen Views. In fast allen Fällen handelt es sich (nach ein paar Stichproben) um Kritik bzw. Aufrufe zum Protest. Neben Privatpersonen nutzen auch NGOs Social Software bzw. das Web im Rahmen ihres Campaignings.

Zum Beispiel gibt es G8-Blogs von attac und Oxfam, die auch auf YouTube mitG8-TV aktiv sind. Ebenfalls unter dem Namen G8-TV gibt es hier ein Portal, das eine größere Zahl von Aktivisten vereint, indimedia bietet zudem ein Live-Netzradio. In allen Fällen bieten die Formate mit wenig Aufwand sehr aktuell über neue Entwicklungen zu berichten, Tipps zu geben und zu koordinieren. Und nicht selten fehlt der Hinweis, dass die Angebote auch über Dinge berichten sollen, die nicht in den etablierten Medien vorkommen.

Hier ein Beispiel-Video von Oxfam. Wer noch auf andere NGOs gestoßen ist, die im G8-Umfeld das Social Web einsetzen: Hinweise sind herzlich willkommen…

  1. Thomas PleilNo Gravatar

    Bekennerschreiben: Post ist von mir – wollte eigentlich testen, warum das Einbinden von Videos holpert und war verkehrt angemeldet….

  2. piagNo Gravatar

    Reiche mal den Link zu G8-TV nach:
    http://www.g8-tv.org
    Hatte mich am Sonntag etwas ausführlicher damit beschäftigt. Was wird angeboten? In welchen Formaten? Welche Tendenz haben die Beiträge? Und wie kommen sie beim User an?

    Sonntags war es noch möglich die Anzahl der Views der einzelnen Beiträge zu sehen. Diese Option finde ich mittlerweile nicht mehr.

    Schade. Denn sie hätten als Beispiel dienen können, dass auch alternative Berichterstattung, wie die der etablierten Medien, „Trend”-Themen unterliegt. So lag der Beitrag über den Black Block, verständlicherweise in Front, und andere Beiträge sortierten sich mit weitaus weniger Views weiter hinten ein.

    Davon abgesehen lohnt sich ein Blick auf die Beiträge – und sei es nur, um zu erkennen, wie unterschiedlich Beiträge aufgebaut sein können, was als Höhepunkt gilt, wann dieser gesetzt wird und zu guter Letzt, wie unterschiedlich in seiner Aussage ähnliches Videomaterial betextet werden kann. Und natürlich, nicht zu vergessen, bieten die Beiträge eben auch einen Blick auf das Randgeschehen, was womöglich aus Gründen der Quote oder der Kapazitäten keinen Platz in der Berichterstattung der etablierten Medien findet.

    Erwähnenswert vielleicht noch: Das
    http://www.gipfelblog.de
    – dort finden sich auch Links zu rund um G8 berichtenden Medien, NGOs, etc. – und es wird fleißig „getwittert”.

  3. Thomas PleilNo Gravatar

    Super, danke schön! Unsere Blogger der Woche haben sich vorgenommen, das Thema fortzuführen…

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