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Die PRaktiker (18): Susanne Franke

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Steckbrief zur Person

Name: Susanne Franke

Alter: 39

Aktuelle Tätigkeit: Corporate Communication Manager für namics (u.a. auf Twitter unter @namics, im Corporate Blog http://blog.namics.com), ab Januar 2011 verantwortlich für Marketing und Kommunikation bei Goldbach Interactive, Dozentin für Social Media an der HTW Chur http://www.fh-htwchur.ch/htw und Bloggerin.

PR-Fundsachen: Frau Franke, wie sind Sie zur PR gekommen?

Seit 1992 arbeitete ich erst als Geschäftsleitungs-, später als Marketing-Assistentin. Das ist immer auch ein Kommunikationsjob. Besonders in kleinen Unternehmen ist Marketing und PR Chefsache, heute ja auch in großen. Erst 1995 wagte ich mich in ein internationales Unternehmen und ans richtige Marketing. Vorerst als Assistentin. Später erhielt ich eigene Bereiche und 2001 durfte ich für GFT das Schweizer Marketing und PR zum Leben erwecken. Das war mein PR-Start. Der IT- und Web-Branche bin ich seit 1998 treu. Dort schlägt der Internetpuls und ich muss nicht im Hosenanzug agieren.

PR-Fundsachen: Welche Fähigkeiten sollten kommende PRler in den Beruf mitbringen?

Sozial- und Medienkompetenz! Lernfähigkeit und Aufrichtigkeit. Die Zeiten des Schönredens in der PR sind vorbei. Wenn ein PR-Mensch ehrlich und authentisch ist, wird er mehr bewegen. Bescheidenheit dürfte auch wertvoll sein, denn die Kommunikation eines Unternehmens wird dank Social Media von immer mehr Menschen getragen, nicht mehr ausschließlich von der PR-Abteilung. Es melden sich viele Menschen öffentlich zu Wort, von denen man lernen kann. Wir brauchen ein feines Gespür, diese Dialoge zu moderieren. Wir sind nicht mehr nur Sender, sondern Kommunikatoren.

PR-Fundsachen: Wohin wird sich die Online-PR in der Zukunft entwickeln?

Wer weiß das schon? Ich glaube, der Dialog wird noch mehr in den Fokus rücken und die direkte Kommunikation. Die interne Kommunikation spielt eine wichtigere Rolle. Wir sind weniger abhängig von bestehenden Publikationen (klassische Medien) und die Rolle der Journalisten wird neu definiert. Menschen, mit denen ein Unternehmen kommuniziert, sind weniger klaren Bezugsgruppen zuzuordnen. Ich glaube sogar, dass sich die Definitionen ganz auflösen werden. Darum wird die Sozial- und Medienkompetenz von PRlern wichtig sein wie auch eine ordentliche Portion Flexibilität. Wir werden selbständiger kommunizieren und müssen Teil interner und externer Kommunikationsprozesse sein, statt nur Informationen zu verwerten. Das gibt noch Hausaufgaben auf, besonders für hierarchisch strukturierte Unternehmen. Die Kommunikation verändert sich weg von juristischen Personen, also von Unternehmen, hin zu Menschen, die sich austauschen.

PR-Fundsachen: Frau Franke, vielen Dank für das Interview!

(Das Interview führte Daniel Rehn)

  1. […] Sehr weit aus dem Fenster lehnt sich in ihrem Interview Susanne Franke. Angesprochen auf die Zukunft der Online-PR sagt sie unter anderem: Menschen, mit denen ein Unternehmen  kommuniziert, sind weniger klaren Bezugsgruppen zuzuordnen. Ich glaube sogar, dass sich die Definitionen ganz auflösen werden. Darum wird die Sozial und Medienkompetenz von PRlern wichtig sein wie auch eine ordentliche Portion Flexibilität. Wir werden selbständiger kommunizieren und müssen Teil interner und externer Kommunikationsprozesse sein, statt nur Informationen zu verwerten (…). Die Kommunikation verändert sich weg von juristischen Personen, also von Unternehmen, hin zu Menschen, die sich austauschen. ==> gesamtes Interview […]

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