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Deutschland Online 4 und das Web 2.0

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Heute wurde die Studie „Deutschland Online 4“ vorgestellt. Die Studie „Deutschland Online 4“ (DO4) untersucht den Stand des deutschen wie internationalen Breitband-Marktes (Kabel, DSL, VDSL, WiMAX) . Die Studie bietet einen Ausblick bis ins Jahr 2015. Das Besondere: DO4 bietet in diesem Jahre eine sehr interessante Sonderauswertung zum Thema Social Web.

DO4

Insgesamt wurden 115 Experten und 6.347 Konsumenten befragt. Die Experten stammen aus Internet-Unternehmen und Konvergenz-Playern. Sie werden ergänzt um weltweit ausgewählt Experten aus den Bereichen Bildung, Arbeitsmarkt, Gesellschaft und E-Government. Themen und Schwerpunkte der Studie sind die Konvergenz und Digitalisierung als Treiber der Informationsgesellschaft, Triple-Play, Internet TV, Web 2.0, Breitband-Internet 3.0 (VDSL) sowie Bildung, Arbeit und „Digital Lifestyle“ in der Informationsgesellschaft.

Web 2.0-Sonderauswertung der Studie

Die zentralen Ergebnisse der Untersuchung wurden im Rahmen der Digitalkonferenz DLD 2007 der Hubert Burda Media in München vorgestellt.

dld

– Online-Nachschlagewerke und Bewertungsportale werden derzeit im „Web 2.0“ bevorzugt

– Im Web 2.0 wechseln die Rollen – aus Verbrauchern und Konsumenten werden an anderer Stelle Anbieter. Beispiele für aktives Gestalten sind etwa das persönliche Profil oder der eigene Videofilm, der ins Netz gestellt für Millionen User abrufbar ist.

– Die Konsumenten versprechen sich vielfältige Vorteile durch das Social Web. Heute und in Zukunft stehen eindeutig informationsgetriebene Angebote in der Gunst der Nutzer ganz weit oben. Online-Nachschlagewerke wie Wikipedia dominieren schon heute dieses Feld, und ihre Wichtigkeit wird bis zum Jahr 2010 noch weiter steigen, so die Meinung der Konsumenten. Auch die neuen Anwendungen des Social Web wie Communities, Podcasts und Blogs werden bereits von jeweils mehr als einer Million Anwendern in Deutschland intensiv genutzt. Für die kommenden Jahre gehen die befragten Internet-Nutzer von einer klaren Steigerung aus.

– In der Betrachtung des internationalen Wirkungsbereichs (USA, EU, Asien) durch internationale Experten ist klar ersichtlich, dass die USA zurzeit eine deutliche Führungsrolle übernehmen. Die EU und Asien liegen bei der Akzeptanz von Social Web-Anwendungen in etwa gleich auf – aber auch klar hinter den USA.

Verbreitung des Social Web

Eine herausragende Bedeutung für die „neuen Anbieter“ ist offensichtlich das Bedürfnis, Informationen mit anderen zu teilen. Entsprechend sind die von Nutzern erstellten Inhalte (User Generated Content) und Online-Communities von hoher Relevanz. Durch das Social Web versprechen sich z.B. Konsumenten eine verbesserte Interaktion mit den Unternehmen. Bewertungsportale z.B. erhöhen die Transparenz hinsichtlich der Produkt- und Servicequalität kommerzieller Angebote und verbessern so den Verbraucherschutz. Aus Sicht der befragten Experten ist hierbei die strukturierte Interaktion zwischen Unternehmen und Einzelpersonen besonders wichtig. Durch produktbezogene Communities können so etwa spezielle Produkte und Dienstleistungen für den Kunden im Dialog mit diesem entwickelt und angeboten werden.

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Ein weiterer wichtiger Trend ist die zunehmende Lokalisierung der Angebote. Die Bedeutung von Online-Content mit Bezug zum unmittelbaren lokalen und regionalen Umfeld der Nutzer wird in Zukunft erheblich wachsen. Lokalen Portalen wird eine herausragende Bedeutung zuerkannt.

Download:
DO4 Sonderauswertung – Social Web (PDF)

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