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Das Weiße Haus startet eigenen Weblog

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Am gestrigen Abend konnte man die ersten frohen Botschaften lesen: „Das Weiße Haus hat einen Weblog gestartet“, titelt da Heise Online
kurz vor Mitternacht und benennt direkt ein paar Kritikpunkte am neuen Journal der Regierungsmitglieder. So scheint es, dass Dana Perino, die Sprecherin des Weißen Hauses, sich schon vorab dafür entschuldigt, dass die regelmäßige Berichterstattung „neu“ für alle Beteiligten sei. Auch stellt sie klar, dass die „Trip Notes from the Middle East“ nur „a little bit of a blog“ wären.

Man ist geneigt ihr Glauben zu schenken, denn auch wenn das Design stark an einen Weblog erinnern mag, fehlen doch essentielle Merkmale, wie etwa eine Kommentarfunktion. Zudem sind die „Trip Notes“ nicht gerade sehr prominent platziert, denn auf der Startseite des Weißen Hauses findet man gerade einmal einen kleinen unauffälligen Link im rechten Feature-Kästchen. Da liegt die Vermutung nahe, dass man mit diesem ersten Testlauf einer, laut eigenen Aussagen, „neuen“ Online-Kommunikationsmethode wohl bestenfalls eine bislang eher untypische Geste der Transparenz nach außen senden will.

Anlass für die Eröffnung des Blogs ist übrigens die achttägige Reise von Präsident Bush in den Nahen Osten, auf der er zum ersten Mal Israel und die palästinensischen Gebiete besucht. Was George W. Bush dort alles erlebt, werden wir in den „Trip Notes“ allerdings nicht zu lesen bekommen – zumindest nicht von ihm persönlich. Bloggen wird nämlich nicht der Präsident himself, sondern nur die mitreisenden hochrangigen Vertreter seiner Delegation.

Was meint ihr zu dieser Neuigkeit? In meinen Augen ist die Strategie sehr interessant, denn sollte sich das Prinzip als praktikabel erweisen, könnten auch zukünftige Reisen des US-Präsidenten auf diese Art und Weise begleitet werden. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Person, die demnächst die Präsidenten-Nachfolge antritt, diesen Anflug von Web 2.0 im Weißen Haus weiterführt.

  1. […] – Ist ein neues A-Blog in Sicht? Das Weiße Haus hat nun ein eigenes Blog gestartet, in dem Fall ein spezielles Themenblog: Trip Notes from the Middle East. Bush als Blogger, cool, man muss nur einen Umkehrfilter drüberlegen, der dann die Texte in voller Wahrheit glänzen lässt:) (via PR-Fundsachen) […]

  2. Auch Bushs politischer Gegenpol, der iranische Präsident Ahmadinedschad, ist unter die Blogger gegangen. Ist zwar schon eine ganz Weile her, aber bei mir erst jetzt angekommen. Ungewöhnlich hierbei: Auf dem Blog des Zensors gibt es viele negative Kommentare.

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