Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Blogger – Wer sind diese Menschen und warum bloggen sie?

10

Mitte der 90 Jahre tauchten die ersten Online-Tagebücher im Internet auf. Einen Boom und Beliebtheit gewannen das Online-Schreiben Ende der 90 Jahre. Es wurden Services eingerichtet, die jedem Internetnutzer die Möglichkeit boten sich seinen individuellen Blog einzurichten. Nach Informationen von Berlecon wächst die Anzahl von Blogs monatlich um rund 15% an. In Deutschland sollen insgesamt schon über 70 000 Blogs bestehen.

Jeder kann ein Blogger sein, jedoch unterscheidet man zwischen Non-Personal-Blogger und Hobby Blogger.

Unter Non-Personal-Blogger fallen Mitarbeiter und Chefs aus Unternehmen und Agenturen, die Marketing und PR auf diesem Wege betreiben. Sie wollen damit ein großes Spektrum an Publikum mit Informationen und Ideen erreichen. „Die meisten Weblogs sind einfache Online-Tagebücher, aber besonders im IT- und Medienumfeld finden sich zunehmend auch meinungsbildende Blogs, die traditionelle Medien ergänzen. Mit ihrer Hilfe lassen sich Trends erkennen und – wenn man sie richtig in die Kommunikationsarbeit einbezieht – auch beeinflussen“, so Dr. Thorsten Wichmann, ehemaliger Geschäftsführer von Berlecon Research († 20. September 2006).

Hobby Blogger sind Menschen, die aus Spaß schreiben. Der Inhalt ihrer Texte handelt meist von ihrem Alltag, Erlebnissen und Erfahrungen. Aber es gibt leider Hobby-Blogger, die versuchen ihre Blogs auf Kosten anderer Menschen zu füllen. Das bedeutet, dass sie online ihre Mitmenschen diffamieren und dies auch noch lustig finden. Normalerweise machen sie sich dadurch strafbar, da diese Art des Bloggens als öffentliche Beleidigungen oder, noch deutlicher ausgedrückt, als öffentliches Mobbing bezeichnet werden kann. Solange keine Namen genannt werden, können die Geschädigten nicht rechtlich dagegen vorgehen. Diese Art von Bloggern benötigen anscheinend Sympathiepunkte über das Netz und stiften Gleichdenkende zu ähnlichen unsauberen Kommentaren an. Aus Spaß zu Bloggen ist eine tolle Sache, doch ein vertretbares Maß an Menschlichkeit soll erhalten bleiben. Wer darüber hinausschießt, ist von Dummheit und Sarkasmus befangen und zeugt dazu von wenig Empathie.

  1. Frank HammNo Gravatar

    In welche Sparte passt da ein Blogger, der nicht als Angehöriger eines Unternehmens (oder als Selbständiger, Freiberufler) bloggt sondern über fachliche Themen aus seinen beruflichen Tätigkeiten?

    P.S. Ich bin der Ansicht, dass auch ein Non-Personal-Blogger aus bzw. mit Spaß schreiben sollte 🙂

  2. Klaus EckNo Gravatar

    Die Studie ist nun doch schon einige Jahre alt, sodass die Zahlen völlig veraltet sind. Thorsten Wichmann ist leider schon Ende 2006 verstorben.

    Mehr Aussagekraft und Aktualität weisen die Analysen von Jan Schmidt aus, der sich in seinen Studien ausführlich mit der Bloggerschaft beschäftigt.

  3. SudabahNo Gravatar

    Vielen Dank für die vielen anregenden Anmerkungen.

    @Frank: Diese Art von Bloggern fallen unter die Kategorie Non-Personal-Blogger, da sie einen hohen Informationsgehalt vermitteln möchten.
    Die Kategorien Personal- und Non-Personal-Blogger unterscheiden nicht allein zwischen Unternehmen und Privatpersonen, sondern auch zwischen dem Informationsgehalt und Wissensstand der Blogger. Ich hoffe, ich konnte Dir mit dieser Information weiterhelfen.

    @Klaus: Vielen Dank für die gute Quelle von aktuellen Blognutzerzahlen. Außerdem bekommt man dort sehr schön die Trends der Blognutzer und der qualitativen Relevanz der Blogs erklärt.

  4. Frank HammNo Gravatar

    @Subadah Okay, unter dem Aspekt kann ich damit leben 🙂

  5. Hobby-BloggerNo Gravatar

    Ich halte Sarkasmus für eine nette Eigenart, von der jeder Mensch „befangen“ sein sollte. (Obwohl „befangen“ hier als Verb eher deplatziert ist. Aber Schreibstil liegt ja im Ermessen des Verfassers.)

    Außerdem halte ich die fast schon psychoanalytische Interpretation, dass Blogger, die andere „diffamieren“ (weil sie womöglich einfach nur auf offensichtliche intellektuelle Missstände aufmerksam machen) an gesteigertem Geltungsbedürfnis leiden, für falsch.

    Vielmehr sind es doch überkritische Leser, die den satirischen Aspekt eines Blogs bzw. eines Blogeintrags nicht erfassen. Oder sie fühlen sich ertappt und schämen sich für ihre eigene Unzulänglichkeit, die durch den Kakao gezogen wird.

    Medienkompetent zu sein, bedeutet auch, Inhalte gemäß ihrer Darstellungsform einschätzen zu können. Satire ist Satire. Da muss man drüber stehen. Oder eben nicht, wenn man genau weiß, dass der Blogger mit seiner Kritik einfach Recht hat.

  6. Sodbrennen…

    Ich fühle mich ernsthaft diffamiert: in den PR-Fundsachen wird über meine Wenigkeit und alle anderen, die nicht aus Geldgier bloggen, auf unterster Ebene hergezogen. Man lasse sich dieses Bonmont auf der Zunge zergehen:
    Aber es gibt leider Hobby-Blog…

  7. SudabahNo Gravatar

    Ich wurde in einem anderen Blog darauf hingewiesen, dass meine Ausdrucksweise etwas zu radikal ist. Daher habe ich meinen Artikel um die Verlinkungen im letzten Satz entschärft, damit sich ertappte Blogger nicht der „Scham“ ausgesetzt fühlen müssen 😉

  8. TorqueNo Gravatar

    Sich über andere lustig zu machen ist alles andere als strafbar – da die Dummheit der angeblich kompetenten „Non-Personal-Blogger“ (noch nie gehört den Ausdruck, und ich blogge seit 2002…) ja auch nicht verboten oder wenigstens geächtet ist, dies jedoch sein sollte, da es unter den Themenaspekt Ausbeutung minderjähriger Techniken fällt, angeblich professionelle aber im Endeffekt nur mit Anzeigen und Budgets prostituierte Meinungen unter dem Tarnmantel der Individualität ins Netz zu speien und weder der Branche noch der Information und vor allem nicht der Meinungspluralität dienen, sondern lediglich auf den Zug des Corporate Bloggings aufzuspringen, da sie nur eine auf juristischen Rechtfertigungsmechanismen basierende Medienpluralität gewöhnt sind, jedoch außerhalb dieser keine Medienkompetenz im klassischen Sinne des Aufbaus von Respekt und Autorität besitzen, da argumentative Kompetenzen durch Jahren des Bionade-Schlürfens, Lifestyleprofessionalisierungsgehabes und Internetblasenaufwischens verkümmerter sind als die Augen eines Grottenolms.

    Nutzlose Links mit Insideranspielungen auf erfolgte Zensur mit persönlichem Hintergrund sind übrigens weder die feine Englische noch die feine Irgendwas 😉 Just saying.

  9. o.c.pNo Gravatar

    vielleicht sollte die Autorin ihren Beitrag rausnehmen, damit es endlich Ruhe gibt…Ihr seid doch alle erwachsene Menschen…Kindergartenniveau, sorry!

Die Kommentare sind deaktiviert.