Der Technik-Trend 2019

Top oder Flop? Wir haben abgestimmt!

Die heutige Gesellschaft wird überrollt durch Neuheiten in der Technik. Egal, ob privat oder geschäftlich, wir müssen uns dauerhaft auf neue Technik-Trends einstellen und unser Verhalten optimieren.

Wie sieht es 2019 aus? Was kommt auf uns zu? Gerade uns, Studenten der Hochschule Darmstadt Fachbereich Media, tangiert dieses Thema 24/7. Wir müssen uns ständig auf dem Laufenden halten und die Trends zwischen Top oder Flop selektieren. Wir haben für euch abgestimmt, welche Technik-Trends sich unserer Meinung nach im Jahr 2019 durchsetzen!

Briefing – Eckdaten zur Umfrage

Im Zeitraum vom 08.12.2018 bis 04.01.2019 (Dauer 4 Wochen) haben insgesamt 187 Studenten und Studentinnen an der Umfrage teilgenommen. Die Studenten sind alle an der h_da im Fachbereich Media immatrikuliert. Die Umfrage beinhaltet 14 Fragen mit einer durchschnittlichen Antwortdauer von ein bis zwei Minuten. Die Studenten hatten die Antwortauswahl von Top, Flop oder keine Meinung und mussten insgesamt 12 Technik-Trends einstufen. Weitere Eckdaten findet ihr am Ende des Artikels.

Top oder Flop – The Winner is…

Platz 1: 3D-Druck

Mit 150 Top-Antworten, sind über 80% der Studenten der Meinung, dass 3D-Druck der Technik-Trend schlechthin ist und sich im Jahr 2019 noch mehr etablieren wird. 3D-Druck ist eine computerseitige Erschaffung von virtuellen 3D-Modellen zur Nachbildung von realen Objekten. Er wird bereits in vielen Bereichen eingesetzt, wie zum Beispiel Kunst und Design, Architektur, Flugzeugindustrie. Aber speziell im Gesundheitswesen ist 3D-Druck ein Durchbruch und schenkt vielen Menschen eine zweite Chance. Weitere Informationen zu 3D-Druck im Gesundheitswesen, findet ihr im Blogbeitrag von Sabia „3D-Druck – Der Mensch druckt sich gesund“.

Platz 2: Künstliche Intelligenz (KI)

Dicht gefolgt ist die künstliche Intelligenz auf Platz 2 mit 146 Top-Antworten, das entspricht 78,1% der Studenten. KI ist die Nachbildung von menschlichen Wahrnehmungen und Handeln durch Maschinen und ist bereits in vielen alltäglichen Abläufen zu Hause. Egal, ob Smart Home, intelligente Hotelzimmer, Chat Bots oder in Games. Künstliche Intelligenzen erleichtern uns Menschen das Leben und bietet vor allem Unternehmen einen Mehrwert. Aber vielleicht erobert KI auch die Welt? Dazu findet ihr Informationen im Blogbeitrag von Jasmin „Eine Evolution von einer Maschine zum Menschen“.

Platz 3: Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR)

Auf Platz 3 mit 140 Top-Antworten liegen die Technik-Trends Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR). VR-Brillen sind bereits in vielen Haushalten vorhanden und finden verstärkt Einsatz in der Gamewelt. Hierbei handelt es sich um Schaffung einer scheinbaren Welt. In dieser kann der Betrachter eintauchen, sich in ihr bewegen und seine Fantasien und Vorstellungen umsetzen kann mithilfe von Computern. Aber nicht nur Privatmenschen ist ein Mehrwert geboten, sondern auch in Unternehmen ist die „digital erschaffene Welt“ etabliert. Vor allem in der Tourismusbranche ist VR, AR und MR nicht mehr wegzudenken. Die Reisenden könnten vor Anreise bereits erste Urlaubsgefühle erleben und Hotels begutachten. Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr im Blog meiner Kommilitonin Marina „Tourismusmarketing mit VR und AR: Vom Engaging Content zur Traumreise“.

Exklusive Expertenmeinung

Auch Marc Czieslick, einer der Geschäftsführer von App&Web Multikanal Marketing und den Erfindern von Contentpepper ist der Meinung das künstliche Intelligenzen und virtuelle Realitäten im Jahr 2019 verstärkt eingesetzt werden.

„Ich glaube, dass wir mit der künstlichen Intelligenz noch ganz am Anfang stehen, aber dass die tatsächliche Umsetzung und der Einzug in den Alltag rasend schnell kommen wird. Hier werden auch im Jahr 2019 schon bemerkenswerte Verschmelzungen von verschiedenen Trends stattfinden. Ich denke da an den weiteren Einzug von Sprachsteuerung über Siri, Alexa & Co. in Verbindung mit virtuellen Realitäten im Haus und am Arbeitsplatz. Wahrscheinlich zeigen uns die Echo-Bildschirme schon bald als VR-Bild, wie das Kleidungsstück an uns aussieht, nach dem ich es gestern gegoogelt habe…“.

Platz 4 bis 9:

Das breite Mittelfeld habe ich kurzgefasst. Im Bereich von 118 bis 98 Top’s wurden folgende Technik-Trends eingestuft.

# 4: Content-Marketing und Personalisierung (118 Top-Antworten). Weitere Informationen zu diesem Trend findet ihr im Artikel von Meike „A/B-Testing und Personalisierung: Was Unternehmen durch personalisierten Content erreichen können!“.

# 5: Smart Spaces (117 Top-Antworten). Weitere Informationen zu diesem Trend findet ihr im Artikel „Intelligente Hotelzimmer“ von Marion.

# 6: Edge Computing (111 Top-Antworten)

# 7: Mircotargeting und Psychometrie (109 Top-Antworten). Weitere Informationen zu diesem Trend findet ihr im Artikel von Eva „Psychometrie – die Maßschneiderei für Content“.

# 8: Autonomes Autofahren (105 Top-Antworten)

# 9: Internet of Things (98 Top-Antworten)

Platz 10: Blockchain

Etwa ein Drittel (53) der Studenten stimmten ab, das Blockchain sich nicht 2019 etablieren wird. Hierbei handelt es sich um öffentlich einsehbare Datenbank, zum Speichern, Verarbeiten, Teilen und Verwalten von Informationen. Blockchain befindet sich noch in den Startlöchern, viele Unternehmen wissen noch nicht diesen Technik-Trend für sich zu nutzen. Aber wie wird es 2025 aussehen? Diese Informationen finden ihr im Blogbeitrag von Jasmin „Blockchain soll bis 2025 massentauglich werden“.

Platz 11: Chatbots

Fast die Hälfte (82) der Studenten der Hochschule Darmstadt stimmten dafür, dass 2019 Chatbots sich nicht in der Gesellschaft durchsetzen. Chatsbots sind textbasiertes Dialogsysteme, in Kombination mit KI bieten sie dem Nutzer personalisierte Informationen. Aber warum sind die Studenten abgeneigt? Diese Frage stellte sich auch meine Kommilitonin Meike in ihrem Artikel „Chatbots: Megatrend oder doch nur kurzer Hype?“.

Platz 12: Kryptowährungen

Der absolute Flop-Technik-Trend ist laut der h_da Studentinnen und Studenten die Kryptowährung. 110 Studenten stimmten mit einem Flop ab. Bitcoin & Co. sind digitale Zahlungsmittel, welche auf kryptographischen Werkzeugen basieren. Vor allem Bitcoin ist ein Paradebeispiel dafür, wie es nicht laufen soll. Erst ein riesen Hype, dann 80% Kursverlust auf die Aktien der Bitcoin. Menschen investierten und schauten dann ins Leere.

Ich denke deshalb, dass viele Personen skeptisch diesem Trend gegenüberstehen. Ich selbst bin auch kein Freund von Kryptowährungen, deshalb habe ich recherchiert und bin auf einen interessanten Artikel von BTC-Echo „Die 5 großen Chancen für Bitcoin in 2019“ gestoßen – Vielleicht ändert das eure Ansicht.

Weitere Technik-Trends

Es gibt noch viele weitere Technik-Trends, aber vor allem das Thema digitale Zahlungssysteme, wie zum Beispiel Google Pay oder Apple Pay sind bei den Studenten vermehrt im Gespräch. Ich bin sehr gespannt, wie sich dieser Trend in der Gesellschaft etablieren wird. Ich persönlich denke, dass das bargeldlose Zahlen vor allem in den jüngeren Generationen willkommen ist, aber wie man so schön sagt ,,Bares ist Wahres“.

Vielen Dank an alle Teilnehmer!

Hiermit möchte ich mich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Umfrage bedanken. Ihr Studenten der Hochschule Darmstadt Fachbereich Media, habt den Leserinnen und Lesern von PR-Fundsachen eure Ansicht gezeigt. Es gibt bestimmt viele Meinungen zu diesem Thema, jeder hat seine Gründe, aber ich finde es ist schon mal ein Anfang und verschafft einen Überblick im Technik-Trends-Chaos 2019. Mal schauen, ob wir Recht hatten!

Viele weitere interessante Artikel über Technik-Trends findet ihr auf www.pr-fundsachen.de oder unter dem Hashtag #techtrends

…Wen es interessiert – hier ein paar weitere Eckdaten

Teilgenommen haben Studenten des Studienganges Online-Kommunikation (86 Teilnehmer), Informationswissenschaften (18 Teilnehmer), Sound and Music Production (17 Teilnehmer), Motion Pictures (17 Teilnehmer), Animation and Game (16 Teilnehmer), Online-Journalismus (16 Teilnehmer), Interactive Media Design (10 Teilnehmer), Leadership in the Creative Industries (5 Teilnehmer), Medienentwicklung (1 Teilnehmer) und International Media Cultural Work (1 Teilnehmer).

Ich habe die Umfrage über Social-Media-Kanäle wie Facebook und per WhatsApp Gruppen geteilt. Darüber hinaus war die Hochschule so freundlich, meine Umfrage per Mail an die Studenten weiterzuleiten. Danke dafür.

Wer noch weitere Informationen zur Umfrage erhalten möchte, ich bin gerne bereit, die Umfrage weiterzuleiten!

 

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3D-Druck – Der Mensch druckt sich gesund 

Stellt euch vor, Ihr oder einer euren Lieben wird krank und es wird ein neues Organ benötigt und Ihr wollt oder könnt nicht die lange Wartezeit auf der Spender-Liste verbringen.

Wie wäre es, wenn Ihr nicht warten müsstet? – Die Ärzte drucken auf Wunsch, mit etwas “Tinte” 3D-Ersatzorgane. Was sich zunächst wie eine Folge bei Grey’s Anatomy anhört, ist schon längst mehr Science als Science-Fiction.  

 

Wenn Ihr glaubt, das 3D-Druckverfahren gäbe es erst seit neuestem, irrt Ihr euch. Tatsächlich gibt es erste Versuche zum 3D-Druck bereits seit den 80-er Jahren. Was damals mit Experimenten begann, wird in der heutigen Zeit in den verschiedensten Bereichen eingesetzt. Vorwiegend wird Sie als die Zukunft der Medizin bezeichnet. Aber wissen wir wirklich was genau das ist und in welcher Relation es mit dem 3D-Druck steht? – und die wichtigste Frage: Welchen Mehrwert bringt uns eben diese Technik?  

Das Druckverfahren ist längst so weit, dass ganze Häuser in wenigen Stunden gedruckt werden können. Aber sieht so unsere Zukunft aus? 3D-gedruckte Menschen wohnen in 3D-gedruckten Häusern und essen 3D-gedrucktes Essen? Wahrscheinlich nicht ganz so, doch trotz alledem ist der Drucker genauso in der Medizin angekommen – ob Herzklappen, Kiefergelenke, Knorpel- und Knochenelemente, Hautflächen oder selbst ganze Ersatz-Organe sollen in naher Zukunft, bzw. entstehen bereits auf Knopfdruck.

 

3D-Biodruck – Wie der Mensch seine Organe druckt 

3D bioprinter (Photo: Cellink.com)
3D bioprinter (Photo: Cellink.com)

Das größte Wachstum in den letzten Jahren wies der 3D-Biodruck (vom englischen “Bioprinting”) auf, welches als einer der Entwicklungen des 3D-Drucks definiert ist.   

Bei einem 3D-Biodrucker handelt es sich um einen 3D-Drucker, das mit organischen Substanzen arbeitet. Dieses Verfahren gestattet das Drucken von menschlichem oder tierischem Gewebe (z.B. Haut oder Zellen). Durch die Gewinnung von Stammzellen sollen Biodrucker die Erzeugung von Organen realisieren.   

Beim Biodrucker gibt es gegenwärtig zwei gängige Methoden, die zur Herstellung von künstlichem Gewebe eingesetzt werden. Zum einen das “Laser-Prinzip” und zum anderen das “Tintenstrahl-Prinzip”. Bei dem ersten Prinzip wird, wie der Name bereits verrät, mit einem Laserstrahl und mit Zellen angereicherten Gel gearbeitet. Wohingegen beim zweiten Prinzip mit 2 Düsen, gefüllt mit jeweils Hydrogel und lebende Zellen (z.B. Körperzellen oder Vorläuferzellen).  

 

Hoffnungsvolle Zukunft   

Mit Hilfe der Einführung des 3D-Druckverfahren in der Medizin ist es jetzt schon in der Gegenwart möglich, Objekte schnell und kostengünstig zu produzieren – vor allem stellt dies für die ärmere Bevölkerungsschicht oder gar für Entwicklungsländer eine Möglichkeit dar, betroffenen Menschen schneller und günstiger, als bisher, Prothesen zur Verfügung zu stellen.  

Zudem gibt es in dieser Branche zahlreiche Unternehmen, Labore und Universitäten auf dem gesamten Globus, die in dieser Branche arbeiten. Einen bedeutenden Meilenstein auf diesem Gebiet erzielte 2017 die Technischen Hochschule Zürich (kurz ETH Zürich). Den Forschern gelang es erstmals, ein voll funktionsfähiges Herz aus Silikon im 3D-Drucker nachzubilden. Zwar funktioniert das Kunstherz und bewegt sich ähnlich wie ein echtes, jedoch hält es nur rund 3000 Schläge durch (Laufdauer ca. 30-45 Minuten), bis das Gewebe reißt.

3D-Kunstherz aus Silikon (Bild: Zurich Heart)
3D-Kunstherz aus Silikon (Photo: Zurich Heart)

Sobald es den Forschern gelingt (die guter Hoffnung sind) die Biotinte für dieses Organ zu optimieren, kann dies die Rettung für weltweit Millionen von Menschen bedeuten. Denn durch Mangel an Spenderorgane (besonders bei Herzen) sind die Wartezeiten enorm lang für viele Patienten.  

Angesichts der Tatsache, dass wir bereits lebendes Gewebe drucken können, hat dies auch das Interesse der Kosmetikindustrie geweckt. Denn auch Tierversuche könnten dank der neuen Technologie schon bald der Vergangenheit angehören. In diesem Sinne arbeitet bereits der französische Konzern “L’Oréal” mit dem Biotech Unternehmen “Organovo” zusammen, um gemeinsam eine Technik zu entwickeln, mit dessen Hilfe sich menschliche Haut künstlich reproduzieren lässt.  

 

Die Schwierigkeiten & die große Herausforderung

Forscher räumen ein, wir sind noch lange nicht so weit, bis ein voll funktionsfähiges Organ einem bspw. Herzkranken-Patienten transplantiert werden kann. Zu dieser Thematik äußerte sich James Yoo, Leiter der Bioprinting-Gruppe.

Die großen Probleme dabei macht jedoch nicht die Drucktechnik, sondern die Biologie selbst, so der Wissenschaftler – denn bei der Züchtung und Vermehrung der Millionen Zellen vergehen schon mal mehrere Wochen, die eben für den Aufbau eines Gewebes oder Organs benötigt werden. Darüber hinaus müssen zu diesem Zweck die richtigen Zelltypen am rechten Ort auf den Zehntelmillimeter platziert werden. Die größte Herausforderung dabei ist es jedoch, die Zellen auch noch dazu zu bringen, wie beim natürlichen Vorbild ein lebendiges Netzwerk zu bilden. Welches zusammenwächst und die vielen verschiedenen Aufgaben in einem Organ übernehmen kann.  

 

Resümee  

Selbstverständlich hat jedes einzelne 3D-Druckverfahren seine eigenen Eigenschaften und ist nicht ganz so einfach in der Realisierung, wie in einer Science-Fiction. Aber dennoch lässt sich abschließend feststellen, dass der 3D-Druck sich bereits jetzt, obwohl diese Technologie nicht in jedem Bereich voll ausgereift ist, als ein großer Gewinn für die Medizin erwiesen hat.

Somit liegt der Vorteil des vorgestellten 3D-Drucks innerhalb der Medizin im Zusammenhang mit Tech for Good auf der Hand. Besonders weil Sie, wie bereits erwähnt, eine große Hilfe für Millionen von Menschen auf der gesamten Welt ist. Sie wird auch noch in Zukunft dafür sorgen, das Leben betroffener Patienten zu bessern und zu retten.   

 

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