Fast Fashion ist überall, ständig erscheinen neue Kollektionen, Online-Shops locken uns mit Rabatten und die neuesten Trends sind nur einen Klick entfernt. Kleidung war noch nie so günstig und so schnell verfügbar wie heute. Doch während wir an der Kasse nur wenige Euro bezahlen, zahlen Umwelt und Klima einen hohen Preis dafür.
Die Modeindustrie zählt heute zu den ressourcenintensivsten Branchen weltweit. Die Produktion von Kleidung steigt seit Jahren an, gleichzeitig werden Kleidungsstücke immer kürzere Zeit getragen. Während das einerseits als Erfolgsgeschichte der Modebranche betitelt werden kann, hat all das drastische Folgen.
https://www.greenpeace.de/publikationen/220728-greenpeace-report-nachhaltigkeit-mode.pdf: Ein billiges T-Shirt hat seinen Preis, nur nicht für uns…Durstig nach Trends: Der enorme Wasserverbrauch

Ein Kleidungsstück durchläuft viele Produktionsschritte, bevor es im Kleiderschrank landet. Besonders die Herstellung von Baumwolle benötigt große Mengen Wasser. Dazu gehören Prozesse wie Waschen, Bleichen und Färben der Stoffe.
Laut einer Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift Nature Reviews Earth & Environment verbraucht die globale Modeindustrie jährlich rund 79 Billionen Liter Wasser. Gerade in Regionen, in denen Wasser ohnehin knapp ist, verschärft die Textilproduktion bestehende Umweltprobleme. Während in Europa die neuesten Modetrends überall verfügbar sind, kämpfen viele Produktionsländer mit sinkendem Grundwasserspiegel und zunehmender Wasserknappheit.
https://www.nature.com/articles/s43017-020-0039-9: Ein billiges T-Shirt hat seinen Preis, nur nicht für uns…Wenn Kleidung Flüsse färbt
Die Umweltauswirkungen enden nicht beim Wasserverbrauch. Bei der Herstellung von Textilien kommen zahlreiche Chemikalien zum Einsatz, beispielsweise zum Färben von Stoffen.
Werden diese Stoffe nicht ausreichend gefiltert, gelangen sie in Flüsse und Seen. Die Folgen reichen von verschmutzten Gewässern bis hin zu Schäden für ganze Ökosysteme. Besonders betroffen sind Regionen mit einer hohen Konzentration an Textilfabriken. Dort ist die Umweltbelastung oft der unmittelbare Begleiter der günstigen Mode, die später in den Schaufenstern unserer Innenstädte landet.
https://www.duh.de/informieren/ressourcen-und-abfall/fast-fashion/: Ein billiges T-Shirt hat seinen Preis, nur nicht für uns…Fast Fashion als Klimakiller

Das Klima zahlt einen hohen Preis für unsere Kleidung. Die Herstellung von Textilien benötigt große Mengen Energie. Von der Gewinnung der Rohstoffe über die Produktion bis hin zum weltweiten Transport.
Besonders problematisch sind synthetische Fasern wie Polyester, die auf Erdöl basieren. Hinzu kommen lange Lieferketten: Rohstoffe werden in einem Land gewonnen, in einem anderen verarbeitet und schließlich überall auf der Welt verkauft. Jeder einzelne Schritt verursacht Treibhausgasemissionen.
Je schneller neue Kollektionen produziert und verkauft werden, desto größer wird der ökologische Fußabdruck der Branche.
Vom Trend zum Müll in wenigen Monaten

Viele Kleidungsstücke werden heute nur wenige Male getragen, bevor sie im Schrank zurückgelassen oder entsorgt werden. Das führt zu einem immer größer werdenden Berg an Textilabfällen.
Weltweit entstehen jährlich mehr als 92 Millionen Tonnen Textilmüll. Ein Teil davon landet auf Deponien, ein anderer wird verbrannt. Selbst gespendete Kleidung wird häufig in andere Länder exportiert, wo sie ebenfalls zu einem Entsorgungsproblem wird.
https://www.wwf.de/nachhaltiges-wirtschaften/circular-economy/textilien-in-der-kreislaufwirtschaft: Ein billiges T-Shirt hat seinen Preis, nur nicht für uns…Die wichtigsten Umweltfolgen von Fast Fashion auf einen Blick
- Hoher Wasserverbrauch
- Verschmutzung von Gewässern
- Hohe CO₂-Emissionen
- Mikroplastik Belastung
- Jährlich Millionen Tonnen Textilmüll
- Hoher Energieverbrauch
