Das Communication Camp 2015 #cc15da

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Über ein Semester Vorbereitung für zwei Tage kreative Social-PR-Power. Am 3. und 4. Juli fand zum vierten Mal das Communication Camp statt. Das Camp ist ein Zusammentreffen von PR-Profis und einer sozialen Organisation, die kein Budget für Öffentlichkeitsarbeit einplanen kann.

An diesem Wochenende werden die Profis zu Teilzeithelden und die Organisation zum Zentrum kreativer Kommunikationsstrategien. Das es nicht dabei bleibt, und innerhalb zwei Tagen tatsächlich handfeste Ergebnisse entstehen, haben vorherige ComCamps bereits bewiesen. Zeit für uns nachzuziehen!

25 Studenten haben zum Ende des Wintersemesters 2014 den Schwerpunkt Public Relations gewählt. Die Tinte auf den Abgabezetteln war noch flüssig, als die Dozenten Thomas Pleil und Jan-Kristian Jessen bereits die erste Versammlung einberiefen. Kernaussage: Die Veranstaltung Communication Camp 2015 organisieren und ermöglichen. Gestartet wird jetzt.

Bereits in den Semesterferien gab es Treffen, die Website des Communication Camp bekam ein neues Grundgerüst, Social Media Teams wurden gegründet, die Stadt Darmstadt als Partner organisiert, Flyer erstellt, mögliche Medienpartner angeschrieben und ein umfassender Zeitplan aufgestellt — Das heilige Google Doc. Während des Semesters wurden die Aufgaben intensiver, die Struktur der Veranstaltung erkennbar. Das Netzwerk Asyl setzte sich gegen über 15 weitere sozial und kulturell engagierte Organisationen durch, und wurde von uns als Projektpartner ausgewählt. Auch aus vielen Bewerbern für das Teilzeithelden-Team musste wir einen kleinen Kreis bestimmen. Diese Auswahl war nicht einfach, und wir möchten nochmals allen Bewerbern, ob Organisation oder PR-Profi, für ihr Interesse danken.

Der erste Tag des Communication Camp brach mit der Thermometer-App auf Anschlag an. Es war so heiß, dass nicht nur #Hitze der Trend in Twitter war, sondern wir uns Sorgen um die Temperatur im nicht-klimatisierten Glaskasten, unserem Veranstaltungsort, machten. Wie der Name schon sagt: Das Ding besteht aus einer Menge Glas. Aber durch die Lage auf der Nordseite war die Wohlfühlatmosphäre gesichert. Ab 18 Uhr trafen die Teilzeithelden ein, und durften sich gleich ihrer ersten Aufgabe stellen.   

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„Beschreibe drei deiner Kompetenzen mit einem Hashtag“

Damit durften sie dann gleich ihren ersten Kontakt mit dem Foto-Team machen, dass die Teilnehmer erst einen Tag und 1200 Bildern später in Ruhe lassen würde. Und dann gab es natürlich noch ein Video-Team. Die Einführung der Veranstaltung war ein Mix aus Begrüßung, Danksagung, Problemerklärung und Aufgabenverteilung. Bereits während der Rede wurden schon Lösungsvorschläge getweetet. Die Teilzeithelden wollten loslegen.

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Das Social Media Team tickerte Live vom Event mithilfe der Plattform Storify.

Was sich am Abend des ersten Tages bereits andeutete wurde dann bei der morgendlichen Besprechung nochmal deutlich: Die vielen Teilzeithelden und Studenten hatten einiges zu tun am zweiten Tag. Nach einem gemeinsamen Frühstück wurden die Aufgaben besprochen, die Gruppen neu eingeteilt und dann hieß es loslegen. 

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Waren die Gruppen am vorherigen Tag noch bunt und zufällig gemischt so standen dieses Mal die Fachgebiete der einzelnen Teilnehmer im Vordergrund. Content, interne Kommunikation und Technik – in diesen Teams wurde über den ganzen Tag verteilt an Lösungen getüftelt. Wie können die Geschichten der Flüchtlinge kurz und knackig, aber auch spannend und nicht zu emotional beschrieben werden? Wie muss das Formular zu den Sach- und Zeitspenden aussehen? Welche Fragen können aufkommen, wenn Außenstehende dem Netzwerk Asyl helfen möchten? Wie soll die Seite aufgebaut werden? Je länger der Nachmittag ging desto mehr lichteten sich die Fragezeichen vom Vorabend. Die vielen Diskussionen, die hochsommerlichen Temperaturen – alles schien am späten Nachmittag wie verflogen, als die Ergebnisse präsentiert wurden.

Nicht jeder Vorschlag und Ansatz konnte dabei so umgesetzt werden wie gewünscht, das war allen Teilnehmer aber von Anfang an bewusst. Das Ergebnis konnte sich jedoch mehr als sehen lassen. Am Ende der zwei Tage hatten die Teilzeithelden einen eigenständigen Online Auftritt des eingetragenen Vereins errichtet. Wichtige Dokumente und Formulare sind nun in einem Wiki verfügbar, die interne Kommunikation soll nun im Google Drive stattfinden. Zum Austausch mit der Bevölkerung bei Sachspenden und sonstigen Anliegen wurde nun eine Facebook Gruppe gegründet, eine eigene und pflegeleichte Website wurde ebenfalls erstellt. Die Mitglieder des Netzwerks waren sichtlich zufrieden und erstaunt über das Ergebnis, den Applaus hatten sich nicht nur die Teilzeithelden und Studenten verdient, sondern auch die Organisatoren und Unterstützer des CC 15. In diesem Zuge danken wir der Wissenschaftsstadt Darmstadt, dem Darmstädter Echo, Radio Darmstadt, quäntchen + glück und der Hochschule Darmstadt für die tolle Kooperation. Das Communication Camp wäre ohne Medienpartner nicht möglich gewesen.

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Die Zusammenfassung über Storify und alle Bilder findet ihr auf der Website des Communication Camps.

Marcel Sowa und Daniel Camino

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