Wer hat vor Angst vor… Social Media?

Die Top 5 Gründe, warum Unternehmen sich vor Social Media fürchten.

Ayelet Noff hat Unternehmen zu ihren Vorbehalten gegenüber Social Media befragt. Die folgenden fünf Punkte, sind die wesentlichen Bedenken der Unternehmen und die Ratschläge von Ayelet Noff:

1. Wir haben Angst, die Kontrolle über unsere Marke zu verlieren und uns negativer Kritik auszusetzen.

Wenn Sie ein Unternehmen gründen und Ihre Marke werbewirksam der Öffentlichkeit präsentieren, dann werden die Menschen über Ihre Marke reden. Und genau das möchten Sie doch?! Das ist der primäre Grund, warum Sie für Ihre Marke werben – um andere darauf aufmerksam zu machen.

Die Frage ist nun, ob Sie aktiv am Kundendialog teilnehmen möchten oder es lieber ignorieren, was die Menschen über Ihre Marke sagen. Soll ein Kunde, der mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung unzufrieden ist, eine Gruppe mit Namen „Ich hasse [Ihre Marke]“ gründen? Oder bevorzugen Sie es, dass der Kunde seine Unzufriedenheit direkt Ihnen gegenüber äußert? Dadurch könnten Sie ihm adäquat antworten können und ihn möglicherweise als Kunden zurückgewinnen.

Nicht erst seit Social Media gibt es unzufriedene Kunden – es bietet diesen allerdings eine Plattform ihren Frust loszuwerden. Und zwar ganz öffentlich. Wenn Sie dem Kunden diese Plattform verwehren, so wird er sich seine Eigene suchen und damit mehr Schaden anrichten. Warum? Weil Sie nicht da sind und ihm nicht antworten können. Und zudem dem Eindruck vermitteln, nicht kritikfähig zu sein.

Social Media steht für Unterhaltung. Zum einen bedeutet es, zuzuhören. Zum anderen bedeutet es, mit dem Kunden in einen offenen Dialog zu treten, anstatt ihm einfach nur eine blinkende Banner-Anzeige vors Gesicht zu halten. Mit Hilfe von Social Media haben Sie die Möglichkeit, positive Unterhaltungen zu führen und somit positive Nachrichten von Kunden auf Ihrer Seite aufzuführen. Und das Gute daran ist, dass diese positiven Unterhaltungen für all Ihre Stakeholder sichtbar sind.

Einige der Unterhaltungen werden auch negativ sein. Aber betrachten Sie diese als Chance, um Kunden zurückzugewinnen. Wenn Sie den Einsatz von Social Media verstanden haben, erhöhen Sie somit die Anzahl der positiven Rückmeldungen und können die negative Kritik verringern und kontrollieren. Denn damit zeigen Sie den Menschen -„Eure Meinung ist uns wichtig“.

2. Wir verstehen Social Media nicht.

Sie fürchten sich vor Social Media, da Sie nicht verstanden haben, was Sie damit tun können? Über was Sie reden sollen und an wen Sie sich wenden sollen? Wichtig ist, dass Sie sich von einem erfahrenen Social Media Experten beraten und betreuen lassen. Mit Hilfe dieses Experten an Ihrer Seite, werden Sie Ihre Angst gegenüber Social Media verlieren und die vielen Möglichkeiten erkennen, die sich damit Ihrer Marke eröffnen.

3. Der Wirkungsgrad von Social Media ist nur schwer messbar.

Heutzutage gibt es verschiedene Möglichkeiten die Effektivität von Social Media Kampagnen zu messen. Tools wie Google Analytics ermöglichen es Ihnen die Inhalte, die auf Ihrer Webseite auftauchen, zurückzuverfolgen und ihren Ursprung zu ermitteln. Mit Google Alerts haben Sie die Möglichkeit Verlinkungen von Blog Einträgen und anderen Webseiten zu Ihrer Seite zu ermitteln. Damit haben Sie nicht nur die Möglichkeit zu überwachen, was die Menschen über Ihre Marke sagen, sondern Sie können auch sehen, wer die Meinungsmacher in der Branche sind.

Selbst für den Microbloggingdienst Twitter, gibt es eine Vielzahl von Dienstleistungen dieser Art, wie z.B.: Twitter Grader, Twitter Analytics sowie auch Twitalyzer. Auch Facebook gewährt Einblicke in die Seitenverwaltung und ermöglicht es Ihnen diverse Informationen einzusehen: wie z.B. demographische Werte Ihrer Fans, wie viel Interaktion stattgefunden hat, wie viele Kommentare abgegeben wurden, etc. Je mehr Sie über Social Media lernen, desto mehr Instrumente treten in Erscheinung, die es Ihnen ermöglichen den Wirkungsgrad zu erfassen.

4. Wir fürchten, dass unsere Angestellten den ganzen Tag auf Facebook und Twitter verbringen.

Facebook hat mittlerweile 350 Millionen Nutzer. Wäre Facebook eine Nation, so wäre sie die Drittgrößte – gleich hinter China und Indien. Und da sich Ihre Mitarbeiter sowieso dort tummeln, warum also die Augen vor dieser Tatsache verschließen? Setzen Sie sie effektiv für Ihre Unternehmensziele ein. Wenn Sie Nachrichten über Facebook verbreiten möchten, befähigen Sie Ihre Mitarbeiter Ihnen dabei zu helfen. Wie? Indem Sie beispielsweise eine eigene Fanseite einrichten und Ihre Mitarbeiter dazu animieren dieser Gruppe beizutreten. Somit werden sie ein Teil Ihrer Social Media Aktivitäten. Dell ist hierfür ein gutes Beispiel und für seine hervorragende Twitter Strategie bekannt. Das Unternehmen beschäftigt rund 200 Mitarbeiter, die für den Twitter Account zuständig sind und auf die Anliegen und Fragen der Menschen eingehen. Diese Strategie hat Dell bis heute geschätzte 6,5 Millionen Dollar eingebracht.

Den Mitarbeitern den Zugriff zu Sozialen Netzwerken zu verwehren, um diese zur Recherche zu nutzen und mit Menschen aus der Branche in Kontakt zu treten – verschafft Ihnen einen Wettbewerbsnachteil. Erlauben Sie Ihren Mitarbeitern auf diese Sozialen Netzwerke zuzugreifen. Oder noch besser – motivieren Sie dazu, diese Tools zu nutzen.

5. Social Media ist teuer.

Dieses Bedenken ist nicht nur etwas, dass Sie nicht fürchten sollten – es ist auch falsch. Stellen Sie einfach die Kosten für den Einsatz von Social Media den Kosten für einen Werbespot gegenüber. Was kostet mehr?

Social Media ist einer der kosteneffizientesten Wege, um Millionen von Menschen anzusprechen. Wie kein anderes Medium in der heutigen Zeit, haben Sie mit Social Media die Möglichkeit gezielte Nischenmärkte damit zu erreichen.

Für Sie als Unternehmen stellt sich nicht mehr die Frage, ob Sie sich in diesen Netzwerken tummeln sollten – sondern wann Sie dort in Erscheinung treten. Je länger Sie als Unternehmen Ihre Augen davor verschließen, desto schneller verlieren Sie aus den Augen, was draußen in der realen Welt vor sich geht.

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