Studentische PR-Weblogs: Das Bloggen der Anderen

Wird man nach guten PR-Weblogs gefragt, dann fallen dem geneigten Kenner in der Regel innerhalb kürzester Zeit eine gute handvoll Blogs ein, die allesamt von etablierten und anerkannten Köpfen der Branche geführt werden. Wenn man allerdings nach Weblogs derer fragt, die sich gerade in Form eines Studiums auf dem Weg in Richtung Public Relations und Öffentlichkeitsarbeit bewegen, dann beginnt das Überlegen.

Um diese kleine Lücke zu füllen wage ich deshalb den Blick über den CampusTellerrand hinaus und präsentiere die bloggenden Kommilitonen von heute, die die Kollegen von morgen sein könnten.

Da wären beispielsweise gerade richtig aktiv werdende Public Relations Studierende Hannover, kurz PRSH.
Hinter diesem Kürzel verbergen sich Studenten der Studiengänge Public Relations (B.A) und Kommunikationsmanagement (M.A) der University of Applied Sciences Hannover, die sich zu einem Verein zusammengeschlossen haben und nicht nur über ihre Aktivitäten (Exkursionen, Kongressbesuche und die geplante Einführung der Hannoverschen PR-Gespräche) berichten, sondern auch zum aktuellen PR-Geschehen Stellung beziehen wollen. Der Clou an der Sache: Sämtliche Aktivitäten des Vereins geschehen, wie man dem Blog entnehmen kann, außerhalb der eigentlichen Studienzeiten. Denn damit möchte man nicht nur sich selbst, sondern auch den Studiengängen in Hannover etwas Gutes tun. Ein Vorhaben, dass trotz des sehr jungen Blogalters (offizieller Page-Launch war der 25. Dezember) alsbald erreicht werden dürfte, sodass man eine Nichtbeachtung des „Jünglings“ nach Betrachtung der ersten Beiträge tunlichst unterlassen sollte.

Bislang mehr Meriten hat sich dagegen das offizielle Begleitblog zum LPRS>>Forum verdient, das in diesem Wintersemester mit den Vorbereitungen für die im April 2010 zum fünften Mal stattfindende Tagung in die nächste Runde geht. Auch hier handelt es sich um einen Verein, der im Juli 2004 von PR-Studenten der Universität Leipzig gegründet wurde, um „einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung des Lehrangebots und der Zukunftsperspektiven der Studenten zu leisten“, wie es auf der Vereinsseite heißt. Aus den ursprünglichen sieben sind mittlerweile über 150 Mitglieder geworden (Studenten, Alumni, Professionals und Praktiker), die dem Verein hilfreich zur Seite stehen.
Zu sehen, wie sich die Studenten immer wieder aufs Neue aus den Vorbereitungsphasen der Tagungen melden, um dem LPRS>>Forum die entsprechenden Konturen zu verpassen, ist eine Freude – vor allem dann, wenn man selbst bereits ähnliche Veranstaltungen mitorganisiert hat und weiß wie aufreibend das alles sein kann, nur um in der Hochzeit, pünktlich zum Starttermin, in Freude an der Sache, der PR und den Gästen umzuschlagen. Angetan hat es mir persönlich dabei die Nachbereitung der Foren, wenn besprochene Themen nochmals aufgegriffen und mit dem aktuellen Geschehen auf eine Linie gebracht werden.

Im südlichsten Süden, genauer genommen an der FH Joanneum im österreichischen Graz, finden sich wiederum die Studenten von Heinz Wittenbrink, die nicht als Kurs oder Projektteam des Studiengangs Journalismus und Public Relations als solches, sondern im Gros jeder für sich die Welt des Social Web erkunden. Ein paar Wenige dieser Runde konnten wir im Januar 2009 im Rahmen der Zukunft-Online-PR bei uns in Dieburg begrüßen, wobei sich drei Kommilitonen im Oktober 2008 zur WG3.0 (ein klasse Wortspiel, wie ich finde) zusammengeschlossen haben und unter anderem nun in unregelmäßigen Abständen über ihr Weblog ihre wg3null pottkaffe-Podcasts ausschenken.

Leider nicht mehr aktiv ist hingegen das von Studenten der Fachhochschule Osnabrück am Standort Lingen (Ems) geführte Weblog prethik.de, das sich einst die Frage stellte, ob PR Ethik brauche und sich über das Seminar hinaus damit befasste. Eine Frage, die heute – gerade nach der geforderten Abschaffung des PR-Ethikrates – aktueller denn je erscheint.

Nachtrag: Sollte jemand noch weitere studentische PR-Blogs kennen, so soll er oder sie sich nicht scheuen diese in den Kommentaren zu nennen, um die Liste gerne noch ein wenig wachsen zu lassen 😉

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ZOPR – Live-Blogging: Aus, vorbei und vielen Dank!

Der letzte Vortrag ist gehalten, die letzten Fragen sind gestellt und das Büffet so gut wie leergeräumt. Die Fachtagung „Zukunft Online-PR 2009“ kann ohne Zweifel als voller Erfolg gewertet werden.

Zum Abschluss ließ Prof. Dr. Thomas Pleil es sich nicht nehmen das Organisationsteam nach vorne zu zitieren, um den wohlverdienten Applaus des Publikums entgegennehmen zu können. Vollkommen zurecht, wie ich sehr wahrscheinlich stellvertretend für alle Teilnehmer sagen darf.

Sämtliche Foliensätze, Bilder und Twittereien werden noch vervollständigt und sind alsbald in den Quellen zu finden:

Die Foliensätze finden sich auf http://www.slideshare.net/zukunftonlinepr, die Bilder im offiziellen Flickr-Account und sämtliche Tweets sind in den Weiten des Twitterverse unter dem Hashtag #zopr auffindbar (so wie hier zum Beispiel).

Mein werter Twitter-Kollege Tobias Reitz und meinereiner verabschieden uns ebenso wie die Macher hinter diesem glorreichen Tag, wünschen unseren Gästen und Besuchern eine gute Heimreise und hoffen, sie alle bei der nächsten großen Veranstaltung am Campus Dieburg der Hochschule Darmstadt wieder begrüßen zu können.

Vielen Dank für alles und schönen Abend noch!

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ZOPR – Live-Blogging: „Öffentlichkeit im Wandel: Das bringt das Netz“ von Dr. Jan-Hinrik Schmidt

Auf geht´s in den letzten Vortrag des Tages. Dr. Jan-Hinrik Schmidt vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg bildet nach Prof. Dr. Pleils eröffneder Frage „Was bringt das Netz?“ eine Brücke ans Ende der Veranstaltung und versucht eine Antwort zu geben.

Der Einstieg erfolgt mit einem kleinen Blick darauf, was im Web2.0 eigentlich geschieht. So stellt er unter anderem fest, dass die Hürden für onlinebasiertes Interessen-, Beziehungs- und Informationsmanagement sinken. Wir stellen uns anders, vielfältiger dar als im Real Life, pflegen bestehende Beziehungen und knüpfen neue Kontakte, die sonst nie entstanden wären und organisieren unser Wissen anders.

Und aus diesem Grund „trauen“ wir uns auch eher an einer Community wie StudiVZ, Wer-kennt-wen, Facebook und Co. teilzunehmen. Das Kontaktknüpfen steht dabei aber nur an zweiter Stelle. Sich um alte Freunde zu kümmern, Bekannte von gemeinsamen Erlebnissen wiederzufinden oder einfach nur von Kindergartenfreunden aufgestöbert zu werden, ist die primäre Handlung. Dem Einzelnen werden quasi persönliche Öffentlichkeiten zur Verfügung gestellt, in denen sie sich bewegen und präsentieren können.

Im Bereich Informationsmanagement nutzen wir das Netz nach unseren Vorstellungen und stellen uns das gewünschte (fachspezifische) Wissensangebot über ganz persönliche Filter zusammen. Wir abonnieren die uns genehmen Nachrichten-Feeds, Twitteraccounts und Blogs und klammern das aus, was für uns sowieso nicht relevant erscheint, teilen unsere Interessen bei Bedarf aber auch mit anderen Nutzern. Social News-Plattformen wie Digg profitieren gerade davon, müssen sich aber noch stärker etablieren.

Doch wie definieren sich die genannten persönlichen Öffentlichkeiten? Bin ich in meiner Aktualität meiner Profile stabil oder sprunghaft? Agiere ich nur in einer oder mehrerer Communities? Allesamt Faktoren, die meinen „Raum“ ausmachen, aber nicht bestimmen. Die naturgegebenen Grenzen des Real Life existieren so gesehen nicht mehr. Im Web kann ich an vielen Orten gleichzeitig sein, was meiner Person zweifelsohne entgegenkommt, wenn ich es darauf anlege.

Wenn meine Freunde aber versuchen all meine Schritte und „Aufenthaltsorte“ zu verfolgen, wird es für sie kompliziert. Wollen sie sich wirklich die Mühe machen und mir überall hin folgen? Und noch wichtiger: Will ich überhaupt, dass sie mir überall hin folgen? Schließlich kann es durchaus passieren, dass ich gerade das nicht möchte – und ich könnte im schlimmsten Fall nichts dagegen tun. „Man agiert im Netz immer vor einem unsichtbaren Publikum“, da man nie nachvollziehen kann, wer mich wie gefunden/ „besucht“ hat.

Man sieht, es ist ein schwieriger Spagat, den das Web uns abverlangt. Man kann sich in fast jede Richtung ausleben, muss aber gleichzeitig damit rechnen, dass jeder genau das nachvollziehen kann. Das Stichwort „Privacy Management“ spielt gerade in dieser Beziehung eine ganz bedeutende Rolle und wird vielen auch in Zukunft noch einiges Kopfzerbrechen bereiten. Die Frage, wie ich mich darstelle und vor allem wahrgenommen werden möchte, sollte aus diesem Grund nie ganz ausgeblendet werden…

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ZOPR – Live-Blogging: Workshop „SEO – Schreiben, um gefunden zu werden“ mit Charly Kahle

Die kleinen Karawanen haben ihren Weg gefunden, die Workshopräume ebenso. Über den Twitterstream von ZukunftOnlinePR kann man am Workshop „Twitter – die SMS des Web 2.0“ teilnehmen, während wir uns an dieser Stelle dem SEO widmen werden.

Als Ergänzung kann man in den kommenden 60 Minuten auch über http://www.opensourcepr.de/liveblog/ dabei sein.

Das von der Cocomore AG betreute Portal ellviva ist ein Beispiel für SEO-optimiertes Agieren im Web. Aber wie immer kann alles SEO keinen Erfolg bringen, wenn die Inhalte nicht stimmen. In diesem Fall geht das Konzept aber Dank gutem, auf die Leser(innen) zugeschnittenem Content auf.

Zur allgemeinen Förderung der Klickzahlen bieten sich laut Kahle „Mutmacher-Einstiege“ an, „How to“-Angebote und die vorhin erwähnten sprechenden Links sind ebenfalls sehr willkommen. Der Leser muss sehen können, was ihn nach dem Klick erwartet. Blindflüge durch Websites machen sich nun einmal nicht sonderlich gut.

Leicht problematisch wird es allerdings, wenn Google seine Suchalgorhythmen ändert und damit sämtliche Strukturen durcheinanderwirbelt. Die redaktionelle Pflege zahlt sich im Vergleich zu maschinell erzeugten Linkstrukturen jedoch immer noch deutlich aus.

Das suchmaschinenoptimierte Schreiben kann man mit der Verwendung von Kernbegriffen – sprich, Schlagwörtern – mittels Wiederholungen im Titel, Teaser, Text usw. gehörig vorantreiben. Das Dumme an der Sache: Oftmals leidet die Lesbarkeit unter der Optimierung.
Ein Opener wie „Schatz, heute nicht“ liest sich schöner als „Migräne: Schatz, heute nicht“, wird aber schlechter gefunden, da Migräne in diesem Fall das „Buzzword“ ist.

Für SEO-Künstler, die sich bis in die Sub-Ebenen in die Thematik reingefuchst haben, ist das natürlich nur eine kleine Fingerspielerei. Clever wie man ist, nutzt man einfach die zum Beispiel über Google Analytics gelieferten Top-Suchbegriffe der Seite, um sich dahingehend zu orientieren.

Die Frage, ob Analytics ob seiner detailierten Suchergebnisse und Profile der Userbewegung nicht schon rechtswidrig ist, bleibt allerdings unbeantwortet. Die eleganteste Lösung: Auf der Startseite (irgendwo) auf die Nutzung von Analytics im Hintergrund hinweisen. Schaden kann es zumindest nicht.

Ab zu den Fragen:

„Muss man sich für eine Topplatzierung wirklich hinsetzen und einen mehrzeiligen Block mit Kernbegriffen in die Meta-Daten tippen?“ – „Wenn sie ganz vorne gefunden werden wollen, ja.“

„Woher kommen diese zwei grundverschiedenen Meinung auf der einen Seite mit Synonymen arbeiten zu müssen und auf der anderen Seite nur mit diesem einen SEO-Kernbegriff?“ – „Weil niemand ganz genau weiß, wie das alles funktioniert.“

„Kann man die Beeinflussung von Texten durch das durch SEO-bezogene Schreiben eigentlich schön finden?“ – „Mir persönlich gefällt das auch nicht wirklich, weil gute Ideen durch diese Regeln eingeschränkt werden. Aber was bringt mir der tollste Text, wenn ihn später niemand liest, weil er ihn nicht findet? Solange man auf das Gefundenwerden angewiesen ist, muss man intensiver darüber nachdenken, wie man schreiben möchte.“

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ZOPR – Live-Blogging: Die Workshops

Ab 15.35 Uhr werden sich die Besucher und Teilnehmer der „Zukunft Online-PR 2009“ auf die mittlerweile vier Workshops verteilen, die da wären:

– „SEO – Schreiben, um gefunden zu werden“ mit Charly Kahle, Leitender Redakteur der Cocomore AG
– „Twitter – die SMS des Web 2.0“ mit Olaf Kolbrück, Reporter Internet und E-Business beim Horizont
– „RSS – Inhalte jenseits der Website zugänglich machen“ mit Heinz Wittenbrink vom Joanneum Graz
– Offener Workshop: „Erfahrungen, Fragen und Diskussionen zu Online-PR im Social Web“ mit Uwe Knaus und Prof. Dr. Thomas Pleil

Die Entscheidung, wohin man geht, ist schwer, das merkt man im Publikum. Mal sehen, wen es in welchen Workshop verschlägt.

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ZOPR – Live-Blogging: „Der Newsletter im Web 2.0“ von Michaela Hudi

Michaela Hudi kehrt nach einem halben Jahr Abstinenz wieder an den Campus Dieburg zurück. Das aber aus gutem Grund, schließlich ist die diplomierte Online-Journalisten als Referendarin zum Thema Newsletter eingeladen worden und bezieht Stellung zum „Newsletter im Web 2.0“.

So stellt sie zumindest klar, dass der Newsletter nach wie vor das „liebste Kind“ der Online-PR ist, sich aber den 17 „hudi´schen Kriterien“ stellen muss, wenn es um dessen Untersuchung geht.

Die Zahlenspielereien geben Erstaunliches preis: 85 Prozent der deutsche Internetnutzer haben einen Newsletter abonniert. Im Schnitt sind es in etwa fünf bis sechs, die zwar nicht zwingend komplett gelesen, aber zumindest gescannt werden, ehe sie in den virtuellen Papierkorb gefeuert werden.

Trotz allem hat man bei Newslettern aber kein Spam-Gefühl, sondern nimmt diese gerne mal mit. Aus diesem Grund sieht die Zukunft des „Rundbriefs“ überraschend rosig aus und lässt noch ein paar positive Entwicklungen erwarten. Die Faktoren „schnell und kostenlos“ und „direkte Kommunikation“ machen ihn für Verteiler wie Abonnenten begehrt.

Die vorhin angesprochenen „hudi´schen Kriterien“ für einen erfolgreichen Newsletter sind im Grunde ebenso simpel wie wahr. Hier eine kleine Auswahl:

– Anmeldeformular prominent platzieren (nicht weiter als drei Klicks von der Startseite entfernt)
– nicht mehr Daten als nötig abfragen (ein Feld für die E-Mail-Adresse reicht vollkommen aus)
– Hinweis auf die Verwendung der Daten und Frequenz des Erscheinens
– Auswahl zwischen HTML- und Text-Version des Newsletters
– den Header im Corporate Design halten
– Symbole wie Sonderzeichen im Titel vermeiden, ansonsten heißt es „Hallo, Spamordner!“
– inhaltlichen Mehrwert anpreisen und hervorheben

Der Vergleich der Newsletter von Audi, BMW und Daimler ist dabei interessant, da auch hier, wie Hudi sagt, Fehler gemacht werden (statistisch gesehen sind sogar 98 Prozent aller Newsletter inhaltlich irgendwo falsch konzipiert). Okay, eigentlich wurden alle drei verrissen, da schlecht gemacht.

Doch warum ist die Perspektive des Newsletters als wandelnde „Fehlerschleuder“ so gut? Weil es, wie schon erwähnt, kostenlos, direkt und irgendwie positiv nostalgisch ist. Wer bekommt denn nicht gerne Post? Selbst RSS können dem Newsletter via E-Mail nicht den Hahn abdrehen, da RSS-Technologie „noch nicht beim Kunden angekommen ist“.

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ZOPR – Live-Blogging: „Gatekeeper Suchmaschine“ von Martin Goldmann

Nach der Mittagspause hat nun Martin Goldmann das Wort. Als freier Journalist bietet er Fachbeiträge zu IT-Themen, Schulungen für Online-Journalismus, PR-Texte und das Schreiben von Newslettern an. Weitere Aufgabenfelder des Redaktionsbüros sind das Erstellen von Konzeptionen, Redaktion und Produktion von Schulungs-Videos, Produktion und Veröffentlichung von Audio- und Videocasts.

Die Tricks und Tipps, wie man Google und weitere Suchmaschinen beeinflussen kann, verrät er uns nun.
Das Zauberwort heißt in diesem Fall SEO (Search Engine Optimization) und ist das wohlklingende Rundumpaket zum Optimieren einer Internet-Seite, auf das sie in den Ergebnissen der Suchmaschinen weit oben auftaucht. Auf der Seite an sich machen sich Keywords immer gut, um gefunden zu werden, „off-site“ bieten sich Verlinkungen an.

Die (O-Ton Goldmann) „große Datenkrake“ Google ordnet Seiten nach drei Werten ein: Pagerank, Popularität (Klickzahlauswertung) und „Sauberkeit“ der Inhalte.

Da die Pagerank-Formel ein für normale Menschen kaum verständliches Gebilde darstellt, sollte man sich nicht um die mathematischen Hintergründe scheren. Viel eher wäre eine Optimierung der Website-Grundlagen wünschenswert. Dazu gehören ein sauberer Code, korrekt verwendete title-, head- und sonstige Tags (die sinnvollerweise immer richtig plaziert und gehandhabt werden sollten) und knackige Meta-Tags, um die Suchergebnisse selbst im Hintergrund aktiv beeinflussen und pushen zu können.

Aber man kann natürlich auch suchmaschinenfreundlich schreiben bzw. für Google richtig schreiben. Informationen, die der Kunde suchen könnte, sollte ich also entsprechend hervorheben und mir bei Schlagworten auch Synonyme durch den Kopf gehen lassen. Aus journalistischer Sicht gilt selbstverständlich: Das Wichtigste kommt zuerst!
Die richtige Handhabe von Links inklusive korrekter und sachdienlicher Benennung, die sinnvolle Verlinkung eigener Inhalte und sogar Bildbeschreibung können sich ebenfalls positiv beim „Gefundenwerden“ niederschlagen.

Im Hide and Seek mit Google treten in der Regel aber unweigerlich auch Fehler auf, die man recht simpel verhindern kann. Denn wenn ich mir die unglaublich schicke, aber mit Flash und Javascript vollgekleisterte Landing Page spare, dann kickt Google mich auch nicht von Anfang an raus. Doppelter Content und Session-IDs sind in der Folge auch nicht sehr zuträglich, lassen sich jedoch mit ein wenig Aufmerksamkeit ohne weiteres verhindern.

Im Fazit lässt sich sagen, dass mit „handwerklich“ sauberer und konsequenter Arbeit ist Suchmaschinenoptimierung keine Zauberei. Solange man das Angebot aktuell hält dürfte nichts passieren, aber die Grundregel, um gefunden zu werden, bleibt dabei auch: Was nicht online ist, kann nicht gefunden werden.

Und diesen Part kann kein noch so sauberer Code ändern.

Hinweis: Die Theorie ist nun abgedeckt, die Praxis wird im Workshop „SEO – Schreiben um gefunden zu werden“ ab 15.35 Uhr von Charly Kahle, leitender Redakteur bei der Cocomore AG, vorgeführt.

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