SOS-Kinderdörfer auf dem Social-Media Vormarsch

Kaum ein großes Unternehmen folgt nicht dem Social Media Trend. Denn schließlich muss man in Zeiten von Web 2.0 up to date bleiben und der richtige Einsatz hat Kommunikationsstrategien erfolgreich werden lassen.

Auch einige Nichtregierungsorganistaionen (NGOs) haben den Nutzen von Social Media mittlerweile für sich entdeckt. Bislang scheiterte es bei vielen NGOs an dem geringen Budget oder der knappen personellen Ressourcen. Doch seit dem Erfolg der Greenpeace Social Media-Kampagne gegen Nestlé trauen sich immer mehr NGOs diesen Kommunikationskanal zu nutzen, um ihre Zielgruppen zu erreichen. Denn dadurch erreichen sie ein großes weltweites Netzwerk, in dem sie Neuigkeiten und Informationen zu Kampagnen und Projekten veröffentlichen. Und gleichzeitig binden sie Spender, Aktivisten und Förderer an sich, um ihnen so an der Organisation teilhaben zu lassen und auf dem Laufenden zu halten.

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Warum sich Flattr nun auch für NGOs lohnt

Vor ein paar Monaten habe ich mich mit der Frage beschäftigt, ob Nichtregierungsorganisationen (NGOs) Flattr zum Fundraising einsetzen könnten. Gesine Gernand von Amnesty International und Volker Gassner von Greenpeace sahen damals verschiedene Probleme, Knackpunkt war letztlich das Flattr-Prinzip: Nutzer können nur von Flattr profitieren, wenn sie selbst Gelder verteilen. Volker Gaßner, Teamleiter Presse, Recherche und Neue Medien von Greenpeace, sagte dazu: „Unsere Spenden müssen wir satzungsgemäß anlegen und können sie nicht einfach weiterspenden.“

Dieses Problem hat sich erledigt. Flattr wartet zum Jahreswechsel mit einigen neuen Features auf. So ist es für NGOs nun möglich, ohne den Zwang selbst flattern zu müssen, an dem Social-Payment-Dienst teilzunehmen, wie Unternehmensleiter Linus Olsson bestätigt: „Aktuell müssen uns NGOs nur ein paar Informationen über die Organisation schicken, um als User gesondert gekennzeichnet zu werden. Über genaue Anforderungen beraten wir intern noch. Gebühren werden für sie aber auf jeden Fall nicht fällig.“

Besonders interessant dürfte in diesem Zusammenhang eine weitere Neuerung sein, die Linus Neumann vergangene Woche bei netzpolitik zusammengefasst hat: Über einen Spendenbutton können User Beträge ab zwei Euro direkt verteilen, ohne dass es vom monatlichen Flattr-Guthaben abgezogen wird.

Gemeinnützige Organisationen können darüberhinaus auch von indirekten Spenden profitieren. Wenn Nutzer am Ende des Monats nichts „geflattert“ haben, überweist Flattr den Betrag zu jeweils gleichen Teilen automatisch an zurzeit fünf Organisationen. Mit welchen Beträgen diese rechnen können, ist noch nicht abzusehen: „Sobald wir Zahlen haben und die Zeit dafür finden, werden wir sie aber veröffentlichen“, sagt Olsson.

Zu den fünf Organisationen gehören aktuell die Ärzte ohne Grenzen, das Rote Kreuz, The Blood Cancer Associasion (unterstützt Forschung und Entwicklung der Hämatologie), Projekt Aware (unterstützt Schutz der Unterwasserwelt) und Sea Shepherd Conservation Society („militante Umweltschutzorganisation“).

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Umverteilung oder Spende?

Warum sich Flattr für NGOs nicht lohnt – und wie Gründer Olsson darauf reagiert

Seit einigen Wochen ist der Social-Payment-Dienst Flattr – zumindest in der deutschsprachigen Bloggerszene – in aller Munde. Abseits von nicht praktikablen Abo-Systemen ist es neben Kachingle der erste nutzerfreundliche Ansatz, um für Online-Inhalte Geld zu bekommen. Warum? Weil es das Bedürfnis des Nutzers befriedigt, so wenig Aufwand wie möglich damit zu haben, für – der Definition nach – „geringwertige Güter“ etwas zu zahlen.

Flattr befindet sich noch in der Beta-Phase, weist aber bereits erste kleine Erfolge auf. Ob und inwiefern sich der Dienst von Peter Sunde und Linus Olsson wirklich durchsetzt (vor allem auch außerhalb Deutschlands), steht noch in den Sternen. Dass aber überhaupt so viel über ihn gesprochen wird (potentielle Mitarbeiter der taz müssen Flattr kennen), spricht zumindest dafür, dass der Ansatz der richtige ist. Am Ende muss ein funktionierender Dienst nicht Flattr heißen.

Sascha Lobo etwa hat sich aus verschiedenen Gründen dagegen entschieden, Flattr zu nutzen. Er kritisiert unter anderem, dass durch Flattr lediglich eine Umverteilung stattfindet:

„Diese Grössenordnungen und die zu erwartende Marktdurchdringung lassen mich vermuten, dass bei Flattr ein mittelgroßer Haufen Blogger das Geld im Kreis herumreicht. Natürlich, und das ist an den aktuellen, interessanten Zahlen zu erkennen, profitieren davon eine Handvoll großer Blogs oder die taz*. Aber schon das flattr-Prinzip – man kann nur geflattrt werden, wenn man selbst flattrt – deutet stark darauf hin, dass die Vielzahl der kleineren Blogs die wenigen, größeren bezahlen werden. Als Fan der Umverteilung von oben nach unten ist mir das nur mäßig sympathisch.“

Ob und inwiefern Lobos Vermutung zutrifft, hängt letztlich auch davon ab, ob es innerhalb der Gesellschaft eine Nachfrage nach einem effizienten Online-Micropayment-Dienst gibt oder nicht. Ist der Durchschnittsbürger grundsätzlich nicht dazu bereit für Online-Inhalte zu zahlen, nutzt auch das beste System nichts.

Doch selbst wenn nur innerhalb der Blogosphäre Geld umverteilt wird, kann dies für den Anspruch des Journalismus als vierte Gewalt nützlich sein. Was ist schlecht daran, wenn kleinere Blogs ihre hauptberuflichen Kollegen bei ihrer unabhängigen Arbeit unterstützen?

Besteht in der Gesellschaft allerdings diese Nachfrage, bleibt abzuwarten, ob Flattr eine kritische Masse erreicht, die das System langfristig trägt. Womöglich könnte dies sogar bei Printmedien zu dem Einsehen führen, dass für guten Journalismus nicht zwangsläufig und ausschließlich Bäume sterben müssen.

Eine weiterer Ansatz wäre, Flattr weiterzudenken: Könnten es NGOs in diesem Fall auch beim Fundraising einsetzen? „Grundsätzlich ist es ein sehr spannendes Instrument, auch um eine jüngere Zielgruppe anzusprechen“, sagt Gesine Gernand von Amnesty International, schränkt aber ein, dass es nur einseitig ginge: „Wir haben einen Menschenrechtsauftrag, unsere Aufgabe ist es nicht, Geld zu verteilen.“ Volker Gaßner, Teamleiter Presse, Recherche und Neue Medien von Greenpeace sieht das gleiche Problem: „Unsere Spenden müssen wir satzungsgemäß anlegen und können sie nicht einfach weiterspenden.“

Aktuell ist es – wie von Lobo beschrieben – nicht möglich an Flattr teilzunehmen, ohne selbst Geld zu verteilen. Ein Zustand, der nicht zwingend in Stein gemeißelt ist: „Die Idee ist, dass User wissen sollen, dass sich hinter Beiträgen, die sie flattern, jemand befindet, der bereit ist, dies auch für andere zu tun. Wenn es allerdings dadurch zum Beispiel für NGOs unmöglich ist, an Flattr teilzunehmen, sollten wir dafür eine Lösung finden“, sagt Olsson von Flattr, der nun Kontakt zu NGOs aufnehmen will.

Doch das Flattr-Prinzip ist nicht das einzige Problem. „Wenn Spender für einen Flattr-Klick eine Quittung haben möchten, wäre der Aufwand im Hintergrund zu groß dafür“, erklärt Gaßner. Auch die Sicherheitsfrage abseits der üblichen Bezahlverfahren wie Lastschrift und Kreditkarte ist derzeit noch ungeklärt: „Wir bei Amnesty agieren sehr restriktiv, um nicht in unsichere Fahrwasser zu geraten“, sagt Gernand.

Sie wird spannend zu beobachten sein, die Entwicklung von Flattr. Für diejenigen, die es selbst ausprobieren möchten, hat Olsson zehn Einladungen bereit gestellt:

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(Eine Bitte: Wer eine Einladung annimmt, möge dies in Kommentaren dazu schreiben.)

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Vier Monate WWF Jugend-Community – eine erste Zwischenbilanz

Der WWF startete im April diesen Jahres ihre erste Online-Community für Jugendliche, denen die Umwelt nicht egal ist.

Nach vier Monaten Community-Betrieb erzählt Marcel Gluschak, Content- & Community-Manager der WWF Jugend, wie das Angebot von den Jugendlichen angenommen wird und welche Aktionen es derzeit auf der Seite gibt.
Am Ende verrät er außerdem, was für die Zukunft noch geplant ist.

Bitte stellen Sie sich kurz vor. Wer sind Sie und was machen Sie?

Mein Name ist Marcel Gluschak, ich bin 29 Jahre alt und komme aus Köln. Seit Februar diesen Jahres bin ich Content- & Community-Manager für die WWF Jugend. Für mich eine der attraktivsten Aufgaben, die ich mir vorstellen kann. Der intensive Austausch mit der Zielgruppe und das unmittelbare Feedback aus der Community motivieren uns sehr für unsere Naturschutzarbeit und inspirieren uns für neue Ideen.

Was bietet die Community und welches Ziel verfolgt sie?

Wir verstehen die Community der WWF Jugend vor allem als inhaltliche, redaktionelle Community. Jugendliche können sich mit anderen Umweltschutzinteressierten vernetzen und durch eigene Beiträge das Themenspektrum der WWF Jugend mitbestimmen. Die WWF Jugend-Community soll eine Plattform zur Organisation gemeinsamer Aktionen werden. Dabei können sowohl Kampagnen des WWF wie auch eigene Initiativen eine Rolle spielen. Wir haben zum Beispiel bereits mehrfach Mitglieder der WWF Jugend in unsere Aktionen eingebunden.
Der Klimaaktionstag in Bonn oder die Kongresse der SPD und der CDU/CSU sind einige Beispiele. Die derzeit laufende „Green Finger“-Kampagne ist ein Projekt, das von den Jugendlichen selbst konzipiert wurde. Hier sammeln Jugendliche Klimaschutzstatements aus allen Teilen der Welt. Die WWF Jugend möchte also ihre Mitglieder nicht nur informieren, sondern steht auch mit Rat und Tat zur Verfügung, wenn Jugendliche konkret anpacken wollen.

Eine der aktuellen Aktionen auf der Internetseite ist die Expedition in den afrikanischen Dschungel, nach Dzanga-Sangha. Erzählen Sie kurz, worum es dabei geht.

Dzanga-Sangha ist ein Regenwaldreservat im zweitgrößten Regenwaldgebiet der Erde, dem Kongobecken. Hier, im Dreiländereck von Kamerun, leben einmalige Arten auf engem Raum beeinander: Waldelefanten, Schimpansen, Bongo-Antilopen, Gorillas… Die Wilderei, der Handel mit Elfenbein und die Abholzung bedrohen diese Region. Ziel der Expedition ist es, wieder mehr Aufmerksamkeit auf dieses Gebiet sowie den Regenwaldschutz zu lenken. Das nicht nur mit Zahlen und Fakten, sondern auch mit den konkreten Erlebnisberichten von den jungen Regenwaldbotschaftern. Vor Ort werden die drei Expeditionsteilnehmer bloggen und Fotos und Videos auf unsere Seite schicken.

Nach der Expedition werden sie mit unserer Hilfe versuchen, weitere Mittel für dieses Regenwaldreservat zu akquirieren. Einer der Jugendlichen fährt später nochmals nach Dzanga-Sangha, um darüber zu berichten, was die Spenden bewirkt haben. Transparenz und Teilhabe sind uns dabei sehr wichtig.

Und wie haben Sie die Expeditionsteilnehmer ausgewählt?

Die Entscheidung darüber, wer die drei Regenwaldbotschafter sein werden, haben wir zu einem großen Teil der Community überlassen. 140 Jugendliche haben sich online für die Expedition beworben. Über zwei mehrwöchige Votingphasen haben die User dann ihre Favoriten bestimmt. Dabei haben wir beobachtet, dass einige Bewerber ihre Profile hierfür immer wieder überarbeitet haben.

Die Expedition selbst wird sehr anstrengend für die Teilnehmer und so mussten wir die endgültige Entscheidung selbst treffen. Deshalb haben wir mit den zehn bestbewerteten Kandidaten ein Casting-Camp im Binger Wald gemacht. Dabei ging es weniger darum, ein klassisches Casting mit Gewinnern und Verlieren zu veranstalten, sondern (mehr …)

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Kostenloses E-Book zum Thema „Fundraising“

Ohne Moos nix los – das wissen auch kleine und regionale NGOs  und Non-Profit-Hilfsorganisationen. Weder Projekte, Kampagnen noch die alltäglichen Organisationsgeschäfte sind ohne Spenden und sonstige Zuwendungen realisierbar.

Wie diese NGOs und NPOs, die meist nicht über erfahrene Spenden-Akquisiteure wie die weltbekannten Hilfsorganisationen WWF oder Human Rights Watch verfügen, trotzdem möglichst viele Gelder auftreiben können,  schildern Kai Fischer und Ehrenfried Conta Gromberg in ihrem Buch „Die 10 Mythen im Fundraising“.

„Die 10 Mythen im Fundraising“ können jetzt kostenlos als E-Book in Form einer PDF heruntergeladen werden. Interessierte erfahren bei Spendwerk oder im  Kulturmanagement Blog mehr zu diesem Buch.

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NGOs verspielen Spenden durch ihre Websitegestaltung

Wer will schon spenden, wenn er nicht weiß, wo sein Geld am Ende landet? Genau diese Frage haben einige Non-Profit-Organisationen scheinbar vergessen. Auf ihren Websites formulieren diese erstens nicht eindeutig, wofür sie eigentlich stehen. Zweitens verschweigen sie, wofür das Geld denn sein soll und drittens – und noch viel schlimmer – wie die Bankverbindung bzw. der Spendenkontakt lauten.

Das jedenfalls wollen die Macher der Studie „Donation Usability: Increasing Online Giving to Non-Profits and Charities“ unter Federführung von Jack Nielsen herausgefunden haben. Jack Nielsen hat sich unter anderem auf die Bewertung der Nutzerfreundlichkeit von Web-Anwendungen spezialisiert und gilt als einer der Pioniere von Web-Anwendungen. Der Econsultancy-Blog hat diese Studie zusammengefasst und hervorgehoben, dass die meisten der 23 untersuchten NGO-Websites grundlegende Fehler begangen haben, die Nielsen als „Spendenkiller“ bezeichnet:

  • der Content der Websites ist missverständlich aufbereitet. Ziele und Profil der Non-Profit-Organisation bleiben unklar
  • technische bzw. strukturelle Fehler wie ein unübersichtliches Navigationsmenü oder abschreckendes Web-Design
  • kein Spendenkontakt

Um solche groben Fehler zu vermeiden, empfiehlt der Blog-Autor Graham Charlton, einen Spenden-Button direkt auf der Startseite einzurichten, der wie bei Save the Children aus Großbritannien sofort ins Auge springt. Überhaupt positionieren britische NGOs ihre „Spenden-Button“ laut Charlton besser auf ihren Websites als ihre amerikanische Pendants.

Aber noch sind Hopfen und Malz für die 23 untersuchten amerikanischen NGOs nicht verloren. Charlton empfiehlt einen knalligen „Spenden-Button“ gleich auf die erste Seite zu setzen und die wohlgemeinten „12 fundamentals of e-commerce“ von Co-Autor Chris Lake zu befolgen.

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ZOPR – Live-Blogging: „Online-Strategien von Greenpeace“ von Volker Gaßner

Ein kleiner Auszug aus dem Referenten-Profil zu Volker Gaßner (XING-Profil): „[…]Der Diplombiologe und Bankkaufmann ist seit dem Jahr 2000 bei Greenpeace als Campaigner und Projektleiter tätig. Er hat 2007 eine Internetstrategie für Greenpeace Deutschland entwickelt. […]“

Greenpeace gilt momentan als größter NGO Deutschlands und Volker Gaßner gibt nun einen entsprechenden Einblick in das strategische Online-Auftreten der Umweltschützer. Die „Suppe“ hatte sich Gaßner laut eigener Aussage selber eingebrockt, als er mehr Mut für Online-Medien forderte. Der Chef sagte ‚okay‘, allerdings blieb die Konzepterstellung an unserem Referenten hängen. Das war 2007.

Ein Bloggertreffen mit Bloggern wie Klaus Eck und Co. gab einige erste Einblicke in das potentielle Tätigkeitsfeld. Ein Video bei netzpolitik.org dient heute noch als Beweis dafür.

Die Befürchtung mit einer onlinelastigen Strategie würde man einen Kontrollverlust über die Außendarstellung verlieren, war zu Beginn die größte Hürde. Da Zögerer in der Regel aber nur seltenst voran kommen, wagte man den Schritt ins Web.

Mit der Erstellung von Greenpeace Blogs als Teil der Unternehmenskommunikation wurde der erste Grundstein gelegt, da man dort sämtliche Aktionen und Kampagnen bis ins Detail erklären kann. Gerade die Kampagnenblogs bieten dabei ideale Ausgangspunkte für den Dialog rund um punktuell ausgesuchte Termine wie zum Beispiel die CeBIT, um innerhalb von fünf Wochen Druck im CeBIT-Blog auf die IT-Branche ausüben zu können.

Da man sich allerdings nicht nur auf Blogs beschränken will und wollte, wurden weitere Greenpeace-eigene Formate wie beispielsweise GreenpeaceTV ins Leben gerufen, um Webfilme (News, Stories, Dokumentationen) an den Mann bringen zu können: „[…] denn wenn man erst einmal mit dem Bloggen anfängt, dann muss man die ganze Bandbreite an weiteren Angeboten bringen. […]“

Eines dieser Angebote war eine sehr humoristische Antwort auf einen Smart-Spot, der mit einer entsprechenden Greenpeace-Version erst richtig zur Geltung kam. Uwe Knaus, übrigens ebenfalls im Publikum anwesend, meinte, man hätte den Greenpeace-Spot schon nach gerade mal 15 (!) Klicks bei YouTube auf dem Schirm gehabt. Aber anstatt pickiert aufeinander rumzuhacken, hat man sich mehr oder weniger zusammengetan.

Ein weiteres recht aktuelles Beispiel: die „Umweltschutz-Aktion“ von Vattenfall, einem nachgewiesen nicht sehr umweltfreundlichen Unternehmen, die von Greenpeace gehijacked wurde, um die Scheinheiligkeit Vattenfaals aufzudecken. Klaus Eck, der schon mehrmals erwähnt wurde, berichtete hier und darüber.

Für Greenpeace eine willkommene PR-Aktion mit ungeahnten Ausläufern, da man in dieser Zeit keinen Artikel in den (Print-)Medien fand, in dem nicht Vattenfall und Greenpeace im selben Atemzug erwähnt wurden.

Mit der Nutzung von Twitter und weiteren Communities will man das eigene Campaigning voran treiben, um selbst dann Nutzer und Mitglieder auftreiben zu können, die sich nicht direkt mit einer fixen Mitgliedschaft binden wollen.

Gaßner: „Wir setzen im Kampagnenbereich ganz eindeutig auf Communities.“

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Wanderausstellung: „Rohstoffe für eine gerechte Welt“

Im  Wintersemester 2008/2009 hatten wir, das siebte Semester der Online-Journalisten mit Schwerpunkt PR, die Wahl zwischen vier Semesterprojekten zum Thema Entwicklungshilfe, Kultur- und Event-PR. Wie in den vorangegangenen Semestern arbeiten wir mit externen Kooperationspartnern zusammen und übernehmen für diese Agenturjobs. Dieses Semester konnten wir zwischen Projekten mit der Cocomore AG, dem Goethe-Institut und dem Bonn International Conversion Center (BICC) auswählen. Außerdem betreut eine Projektgruppe die Planung der Tagung „Zukunft Online-PR“.

Unsere Projektgruppe (Laura Schade, Lars Abendroth, Ina Ochsenreiter und Sudabah Djamshedzad) kümmert sich um das Projekt für das BICC. Das Conversion Center ist eine Non-Profit-Organisation, das sich grob gesagt, für Frieden und Entwicklung einsetzt. Am 21.11. eröffnet die NGO die Wanderausstellung „Rohstoffe für eine gerecht Welt“ in Bonn. Die Auftaktveranstaltung wird im Rahmen der International Fatal Transactions Conference 2008 in der Deutschen Welle stattfinden. Während dieser Feier werden wir ein Video für das BICC drehen. Zudem wird unsere Projektgruppe in den kommenden drei Monaten eine Internetseite entwickeln, die die Wanderausstellung medial begleitet. Dort sollen für Besucher und potentielle Veranstalter verschiedenste Informationen aufbereitet werden, wie:

  • allgemeine Informationen zur Ausstellung
  • Presseberichte und Pressemitteilungen
  • Hintergrundinformationen zum Thema Rohstoffe
  • Kalender mit den geplanten Veranstaltungsorten
  • Selbstdarstellungen der an der Ausstellung beteiligten Organisationen
  • Ein Video der Auftaktveranstaltung

Außerdem werden wir den Imagetext des BICC überarbeiten und die Umsetzung eines Online-Dossiers zum Thema „Rüstungsexporte“ für die Bundeszentrale für politische Bildung begleiten. Wir sind auf die Zusammenarbeit mit dem BICC gespannt und freuen uns auf unsere Reise nach Bonn.

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