Burger King an McDonald’s verkauft?

Am Montagabend haben sich Hacker einen Spaß mit dem offiziellen Twitter Account von Burger King USA erlaubt. Als Tweet war zu lesen: „Wir wurden gerade an @McDonalds verkauft.“ Der Meldung folgten weitere, ähnlich absurde Tweets. (siehe Bild). Zudem haben die Hacker das Profilbild und das Coverbild der Twitter Seite geändert und dort die Logos des Konkurrenten McDonald’s eingefügt.

Bild des gehackten Twitter Accounts.
Bild des gehackten Twitter Accounts. (Quelle: Screenshot von Twitter)

Bei dem Angriff auf Burger King handelt es sich wohl um einen gezielten Angriff, aus bisher noch unbekannter Quelle. Erste Vermutungen deuten auf eine Untergruppierung der bekannten Hackergruppe „Anonymus“  hin, zu dessen Zugehörigkeit sich aber theoretisch jeder bekennen kann.

Der Burger King Account wurde nach rund 90 Minuten gesperrt, die entsprechenden Tweets wurden gelöscht. Mittlerweile ist der Normalzustand (@BurgerKing) wieder hergestellt. Weiterer Schaden wurde vermutlich nicht angerichtet. Immerhin hat der Hackerangriff für Burger King zu fast 30.000 neuen Followern geführt. Die Sperrung des Accounts war aus Sicht von Burger King erstmal die sicherste Möglichkeit um dem Hacker das Handwerk zu legen. Der Account ging nach der Sperrung relativ schnell wieder Online und die wenigsten Nutzer dürften überhaupt etwas von dem eigntlichen Hack gemerkt haben.  Wichtig ist auch zu erwähnen das der Hack keine Gefahr für die Follower von Burger King dargestellt hat.

Burger King meldet sich zurück.
Burger King meldet sich zurück. (Quelle: Twitter Screenshot)

McDonald’s hat sich über seinen offiziellen Twitter Kanal bereits zu dem Vorfall geäußert und distanziert sich von dem Hackerangriff.

Tweet von McDonald's
Statement von McDonald’s
(Quelle: Twitter Screenshot)

Anfang Februar wurden erneut massenweise Twitter Accounts gehackt, dieses mal waren es rund eine viertel Millionen. Twitter hat die betroffenen Nutzer informiert und rät Ihnen das Passwort zu ändern. Zu den Betroffenen zählt unter anderem auch die Schauspielerin Jessica Alba.

Wie kann man seinen Account schützen?

Hier ein paar grundsätzliche Tipps zum Thema Account Sicherheit im Überblick:

Hacker der Gruppe Anonymus
Ein Hacker der bekannten Gruppe Anonymus. (Quelle: alles-schlumpf via photopin cc)

Wahrscheinlich ist ein Großteil der User über folgende Punkte aufgeklärt. Doch gerade bei Accounts die von Unternehmen oder Organisationen verwendet werden, sollte man verstärkt auf Sicherheit achten. Jeder Account, der nicht entsprechend gesichert ist, ist automatisch eine Gefahr für all seine Follower.

Passwortsicherheit:
Falls Sie Ihr Passwort in dieser Liste finden, sollten sie es schleunigst ändern. Die Top 5 der unsichersten Passwörter sind:
1. password
2. 123456
3. 12345678
4. abc123
5. qwerty
Um sich Zugang zu einem Account zu verschaffen, braucht man also nicht unbedingt Hackerwissen, man kann schlicht und einfach raten.
Bei den meisten Anbietern sorgt allerdings ein Sicherheitsmechanismus dafür, dass nach mehrmaliger Falscheingabe des Passwortes der Account vorläufig gesperrt wird.

Verschiedene Passwörter nutzen:
Benutzen Sie für jede Plattform auf der Sie aktiv sind ein anderes Passwort. So verhindern Sie dass Hacker Zugang auf Ihre anderen Profile, oder gar Ihren E-mail Account erhalten. Hier muss man das Rad nicht jedes mal neu erfinden. Die Änderung von einem Zeichen innerhalb des Passworts kann den Zugriff schon deutlich erschweren.

Phishing-Attacken:
Bei Direktnachrichten von Kontakten mit Inhalten wie: „Guck mal ich habe dich auf diesem Photo gesehen – LINK“, sollte man keinesfalls auf den Link klicken. Wenn man den Kontakt kennt, kann man gegebenenfalls nachfragen. Bei Kontakten die man nicht kennt, sollte man diese Meldung als Spam markieren.

Nutzung von fremden Netzwerken:
Gerade wenn man in fremden Netzwerken unterwegs ist, sich an fremden Endgeräten anmeldet oder öffentliche HotSpots benutzt, ist erhöhte Vorsicht geboten. Die Daten werden innerhalb des Netzwerks unverschlüsselt gesendet und sind so theoretisch von jedem Netzwerkteilnehmer ohne großen Aufwand sichtbar. Bei der Nutzung von mobilen Endgeräten ist hier erhöhte Vorsicht geboten. So ist es sinnvoll sich zumindest mit einer Firewall abzusichern.

Falls der Twitter Account gehackt wurde, sollte man sich an den Support von Twitter wenden.

Weitere Tipps zum Thema Sicherheit gibt es hier.

Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es leider nicht. Will jemand mit entsprechenden Kenntnissen einen Account hacken, so findet er einen Weg. Deshalb ist es umso wichtiger seine Accounts regelmäßig zu überprüfen.

Es sei dahingestellt ob der Burger King Account gehackt wurde, weil nicht genug auf Sicherheit geachtet wurde oder weil sich jemand einen Spaß erlaubt hat. Gewissen Hackergruppen ist es durchaus zuzutrauen, in jeden beliebigen Account einzudringen. Warum es dieses mal BurgerKing getroffen hat ist also nicht genau zu sagen. Bleibender Schaden wurde nicht angerichtet, der Channel ist wieder online, als sei nichts gewesen. Was bleibt ist ein kleines Medienecho, 30.000 neue Follower für Burger King und die Gewissheit dass auch Accounts von Weltkonzernen gehackt werden können.

 

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Nachgehakt bei der Telekom: Andreas Bock im Interview zu @telekom_hilft

TextBei der Recherche zum Artikel über @telekom_hilft blieben einige Fragen offen. Dabei wollten wir es nicht belassen und haben stattdessen bei Andreas Bock nachgefragt. Der Leiter für Social Media Vertrieb & Service bei der Telekom gibt einen Einblick, wie der Twitterstart hinter den Kulissen ablief, wie die flexibel die Mitarbeiter eingesetzt werden und welche Tools zum Monitoring verwendet werden. (mehr …)

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@telekom_hilft: Ein Schritt in Richtung Kunde

Vor ein paar Tagen hatte Sven Meister ein Problem mit dem UMTS-Empfang seines Handys. Etwas genervt twitterte und bloggte er darüber, äußerte seinen Unmut über den Anbieter, die Deutsche Telekom. Eine gewöhnliche Situation? Sicherlich. Ungewöhnlich ist hingegen, dass Meister damit die Aufmerksamkeit bei der Telekom erregt hat. Und noch ungewöhnlicher ist, dass sie Kontakt aufnimmt, mit „@telekom_hilft“. Das ist der Twitter-Account, mit dem die Telekom den Dialog mit ihren Kunden sucht und Service in 140 Zeichen bieten will. Bisher scheint der Plan aufzugehen. 2047 Follower, 78 Listeneinträge und 925 Tweets sprechen für sich. (mehr …)

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Twitter: Wenn das zwitschern verstummt

Einbahnstraße: Twitter als One-Way-Medium

„Stell dir vor, du tweetest, und keiner antwortet“ – um ganz frei Carl Sandbergs Vision überdrüssiger Kriegshandlungen zu zitieren. Schwer vorstellbar, feiern doch User und Medien gemeinsam Twitter als den Star der Peer-to-Peer-Kommunikation. Mit Blick auf eine aktuelle Studie von Harvard Business kommt der Microblogging-Dienst wohl eher nicht über das Dasein eines Starlets hinaus. Denn gerade einmal zehn Prozent der Twitter-User produzieren 90 Prozent aller Inhalte – jedes konventionelle Social Network besitzt eine weitaus höhere Beteiligungsquote.

Für die Untersuchung wurde das Nutzungsverhalten von rund 300.000 Twitter-Usern ausgewertet. Die Erkenntnisse waren eine Überraschung: Der durchschnittliche Twitterer beteiligt sich nur sehr verhalten am 140-Zeichen-Austausch.

Among Twitter users, the median number of lifetime tweets per user is one.

Die aus meinungspluralistischer Sicht eher ernüchternde Erkenntnis zeigt, dass sich Twitter vielmehr einem altbekannten Informationfluss zuneigt: wenige erzählen der Masse etwas, ohne dass es zu einem Austausch oder gar zum Diskurs kommt.

Bei typischen sozialen Netzwerken – z.B. Facebook – zeigt sich eine ganz anderes Bild: die aktivsten 10 Prozent der User generieren gerade mal 30 Prozent der Posts bzw. Inhalte.

Unterstützt wird das Studienergebnis auch durch die Erkenntnisse der Marktforscher von Nielsen. Nicht zu widerlegen ist zwar ein rasantes Wachstum der Twitter-Community in kurzer Zeit, aber in Sachen Kundenbindung sieht es schlecht aus. Nielsen zufolge verlassen rund 60 Prozent der User das Netzwerk bereits nach einem Monat wieder. Damit erreicht Twitter eine maximale Bindungsrate von 40 Prozent – Facebook oder Myspace hätten im vergleichbaren Entwicklungsstand eine bis zu doppelt hohe Rate erreicht.

Dumm nur, dass ein großes Publikum systemrelevant ist, um große Reichweiten zu generieren und letztlich Geld zu verdienen. Das genau plant Twitter: Mitbegründer Biz Stone kündigte bereits im Mai an, man wolle zukünftig Business-Tools gegen Bares anbieten. Höchste Zeit, sammelte Twitter doch mindestens 22 Millionen Dollar Risikokapital ein, um den Dienst am Laufen zu halten. Eine weitere Möglichkeit Twitter endlich mit der „Lizenz zum Gelddrucken“ auszustatten, wäre doch die Nutzerdaten zu verkaufen – theoretisch kein Problem: die Privacy Policies schließen es ja nicht aus.

Business Transfers: Twitter may sell, transfer or otherwise share some or all of its assets, including your personally identifiable information, […]

Was fehlt, ist eine beständige standhafte Userschaft. Was bleibt ist die Frage: wann der letzte Vogel verstummt.

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Vodafone zwitschert – Carmen Hillebrand im Interview

vodatwit1Seit dem 01. April twittert Vodafone, die Nummer zwei auf dem deutschen Mobilfunkmarkt, und hat es dabei schon auf knapp 300 Tweets gebracht. Betrieben wird der Firmenaccount @vodafone_de von Pressesprecherin Carmen Hillebrand (@CarmenHi), der interessanterweise ohne jedwede länderübergreifende Konzernstrategie geführt wird und momentan mit circa 90 Minuten Pflege pro Tag auskommt.

Im Interview mit grenzpfosten.de plaudert Hillebrand (40), die selbst erst Mitte Februar zum Vodafone-Team dazustieß, über die Möglichkeiten, die „Twitter als ein Werkzeug der Unternehmenskommunikation“ zur Dialogführung mit den Kunden bietet.

Wer wissen möchte, wie schwer es war das Management von Twitter zu überzeugen oder wie die Reaktionen der Community ausfielen, dem empfiehlt sich die Lektüre des kompletten Interviews. Zum Teil gibt es sehr nette, kleine Einsichten in die Kommunikationsstrategien des Konzerns, ohne dabei lehrerhaft zu wirken.

Warum Unternehmen überhaupt darüber nachdenken sollten Twitter (nicht) zu benutzen, beantwortet Hillebrand gegen Ende des Interviews:

Warum sollten Unternehmen twittern?
Twitter, wie überhaupt das Web 2.0, bietet die Möglichkeit sich zu öffnen und mit den Menschen in Dialog zu treten. Daher ist Twitter ein guter Kanal für die Unternehmenskommunikation.

Und warum nicht?
Bevor ein Unternehmen Twitter als Kommunikationswerkzeug in seiner PR-Strategie verankert, sollte eine Beobachtungsphase erfolgen. Die Abfrage lautet hier: ist meine Zielgruppe auf Twitter?

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Twitter gehackt

Die zunehmende Popularität Twitters bei Politikern, Unternehmen und anderen Prominenten hat auch ihre Schattenseiten: Neben einem interessanten Kommunikationskanal scheint der Microbloggingdienst nun auch ein Spielplatz für Hacker. So wurden jetzt 33 Twitter-Accounts gehackt. Unter den Betroffenen finden sich unter anderem US-Präsident Barack Obama, CNN-Moderator Rick Sanchez oder auch Sängerin Britney Spears.

Teils pubertierend scherzhafte, teils Nachrichten mit finanziellen Absichten wurden fälschlicherweise gepostet. So wirbt angeblich Barack Obama für eine Umfrage, bei der „Benzin im Wert von 5000 Dollar“ zu gewinnen sei und leitet auf einen Affiliate-Link. Rick Sanchez dagegen bleibt heute lieber der Arbeit fern, weil er zu viel Crack geraucht habe.

Nun wurden Stimmen laut die vermuten, dass die Hacker aus einem entsprechenden Forum namens „Digital Ganster“ stammen und sich über Werkzeuge eingehackt haben, die das Twitter Support-Team benutzt, um Leuten zu helfen, die beispielsweise die angegebene E-Mail-Adresse in ihrem Twitter-Account ändern wollen, so Twitter-Unternehmensgrüner Biz Stone in einem Blogpost zum Thema.

Der Vorfall wirft die Frage auf, welche Konsequenzen das für den Microblogging haben wird. Ist ein Kommunikationsinstrument noch Interessant für Unternehmen, Politiker oder auch Nachrichtenportale, wenn solche Sicherheitslücken und damit verbundene Risiken vorliegen? Was meint ihr dazu?

Twitter hat zumindest reagiert um eben erwähnte Sicherheitslücken zu schließen und hat die gehackten Werkzeuge vorerst vom Netz genommen, so lange sie nicht absolut sicher seien.

Gefunden auf Spiegel.de

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Spiegel Online twittert

Das Microbloggingtool Twitter entwickelt sich immer mehr zum Mainstream-Tool. Seit kurzem nutzt auch Spiegel Online das soziale Netzwerk als zusätzlichen Ausspielkanal der eigenen Inhalte. Mit den Worten „Schlagzeilen, Eilmeldungen, Satire-Schmankerl und alles andere – blitzschnell kommen unsere Updates zu Ihnen“ wirbt das Nachrichtenmagazin für seine neuen Kommunikationskanäle.

Wer möchte, kann das gesamte Spiegel Online Angebot abonnieren, oder nur einzelne Themengebiete. Der Twitterkanal „SPIEGEL_alles“ beinhaltet das komplette Spiegel-Angebot und hat bereits mehr als 1.300 Tweets und schon 180 Follower (Stand: 18.12. | 18:30Uhr). Doch leider zeichnen sich die Twitter-Kanäle des Nachrichtenmagazins bisher durch eine eher einseitige Kommunikation aus. Denn Spiegel Online „followed“ bislang keinem der schon zahlreich gewordenen „Spiegel-Freunde“.

Der Grundgedanke, redaktionelle Inhalte nun auch über das immer wichtiger werdende Kommunikationstool Twitter zu verteilen, ist zwar gut, doch Twitter zeichnet sich vor allem durch seine Dialogmöglichkeiten aus. Austausch ist hier das Stichwort – und dieser ist bei den Spiegel-Tweets bislang nicht gegeben – die Kanäle des Nachrichtenmagazins gleichen eher einem RSS-Feed.

Um mehr Dynamik in die Tweets zu bringen, könnte der Spiegel über den Redaktionsalltag bloggen und wichtigen „Followern“ ebenfalls folgen. Durchaus positiv finde ich den Schlusssatz des Spiegel-Artikels zu den neuen Twitter-Kanälen:

„Wir wollen die Twitter von SPIEGEL ONLINE ständig weiterentwickeln und greifen Vorschläge gerne auf – damit unser ganz persönlich zugeschnittenes Nachrichtenangebot für Sie in Zukunft noch besser wird.“

Wenn sich Spiegel Online die Vorschläge der Twitter-Gemeinde zu Herzen nimmt, wird das Angebot sicher noch mehr Nutzwert generieren.

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„Elektrischer Reporter“

…ist ein Video-Podcast welches seit September 2006 von  Mario Sixtus, im Auftrag der Verlagsgruppe Handelsblatt produziert wird. Sixtus erklärt im Retrostil digitale Technologien des Internets.

2007 wurde der „Elektrische Reporter“ mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Seit dem 28. November 2008 wird der „Elektrische Reporter“ auf dem ZDFinfokanal ausgestrahlt.

Für uns als PR-Studenten ist das Podcast „Elektrischer Reporter: Microblogging“ sehr interessant. Sixtus erklärt hier die Nutzung, Vorteile und Gefahren des „Twitterns“ oder auch „Zwitscherns“ und lässt Experten, wie z. B. Biz Stone, Twitter-Mitgründer, Igor Schwarzmann von Trend-Scout oder auch Jan Schmidt, Soziologe zu Wort kommen.  Schmidt ist einer unserer Referenten beim Fachtag „Zukunft Online-PR 2009“, allerdings nicht zum Thema „Microblogging“.

Wer sich also mit Twitter noch nicht allzusehr beschäftigt hat, bekommt hier eine gute Einführung und wir eine gute Einstimmung auf das Thema „Microblogging“.

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