Die Kommunikatoren von morgen – Sind wir vorbereitet auf das, was die Zukunft bringt?

Die Kommunikatoren der Zukunft

Wir Redakteure der PR-Fundsachen lassen uns aktuell zu Onlinekommunikatoren an der Hochschule Darmstadt ausbilden. Kommunikatoren, die später in den Bereichen PR und Marketing arbeiten wollen – oder es zumindest in Betracht ziehen. Doch bereitet uns das Studium auf die zukünftige Arbeit vor? Sind wir für die Voraussetzungen und Ansprüche der zukünftigen Kommunikation gewappnet?

Content Strategy Camp als Treffpunkt der Kommunikatoren

Das Content Strategy Camp (kurz #cosca17) war auch dieses Jahr wieder eine Veranstaltung mit vielseitigen Sessions rund um Content-Strategie und Kommunikation. Und auch dieses Mal waren einige Studierende der Onlinekommunikation auf dem Mediencampus unterwegs und haben sich unter die Barcamp-Besucher und Kommunikationsexperten gemischt.

Tim Bartelsen, Student der Onlinekommunikation im zweiten Semester, nahm das diesjährige Barcamp zum Anlass, um über die Kommunikatoren-Ausbildung der Zukunft zu diskutieren. Wie werden Kommunikationsexperten zukünftig arbeiten. Wie werden – oder müssen – sie ausgebildet werden?

Inspiriert von dieser Session möchte ich folgend einige weiterführende Ideen aufführen.


PR- und Kommunikations-Studium in Deutschland

Um einen ersten Eindruck zu erhalten, in welchen Bereichen Kommunikatoren heute überhaupt ausgebildet werden können, halte ich es für sinnvoll, zunächst Studiengänge im Bereich Kommunikation zu suchen. Studycheck.de listet aktuell in der Fachrichtung PR und Kommunikation 15 Studiengänge auf.

PR- und Kommunikation-Studiengänge in Deutschland
PR- und Kommunikation-Studiengänge in Deutschland, https://www.studycheck.de/studium/medien-kommunikation/pr-kommunikation

Ganz hoch im Kurs stehen dabei traditionelle Public Relations- (bei 8 Hochschulen [HS]) und Unternehmenskommunikation-Studiengänge (9 HS) sowie Kommunikationsmanagement (10 HS) und visuelle Kommunikation (8 HS). Moderne Varianten wie Digitale Kommunikation und Online-Kommunikation sind erst an wenigen Hochschulen vertreten. Aussagen über den inhaltlichen Fortschritt der vermittelten Kompetenzen lassen sich daraus trotzdem nur bedingt schließen – wenn man nicht gerade Zeit und Geld für 15 Vollzeitstudien hat.

Die Grundlagen der Kommunikation zu lehren ist ein wichtiger erster Schritt. Nicht weniger wichtig ist es doch auch, auf zukünftige Entwicklungen einzugehen und vorbereitet zu sein. Die Digitalisierung hat unsere Kommunikation enorm beeinflusst. Digitale Themen sind wichtig für die Kommunikatoren und müssen auch in den klassischen Studiengängen mit aufgegriffen werden.


Aufgaben der Kommunikatoren von morgen

Was muss der Kommunikator von morgen leisten? Wo sind seine Aufgaben? Ich unterscheide hier zwischen drei verschiedenen Rollen, um die Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen zu verdeutlichen. Zu jeder Rolle greife ich ein Phänomen oder einen Zukunftstrend auf, der die Aufgaben des Kommunikationsexperten möglicherweise beeinflussen wird. Sicherlich ist diese Auflistung nicht vollständig, doch vermittelt sie einen ersten Überblick über mögliche Herausforderungen für den Kommunikationsexperten.


Die Gestalter – Neue Interfaces, neue Aufgaben

Kommunikationsdesign ist immer noch sehr gefragt in den Hochschulen im Lande. Insbesondere Gestalter, die sich auf User Interfaces spezialisieren wollen, werden sich auf Veränderungen einstellen müssen. Denn Benutzeroberflächen ändern sich und damit auch der Arbeitsbereich für den Designer. Vom Desktop-Rechner zum kleinen Smartphone. Vom Display zum Sprachinterface.

Neben dem klassischen Display-Interface zeigen uns die Big Player aus dem Silicon Valley, dass Sprache immer mehr Bedeutung in der Interaktion und Kommunikation hinzugewinnt. Künftige Kommunikationsdesigner werden sich mit Conversational Interfaces (CI), also Sprachsteuerungen wie Amazons Alexa oder Apples Siri, auseinandersetzen müssen.

Das Design von solchen Interfaces wird immer nutzerorientierter: Nutzerführung und Nutzungskontext müssen für den Anwender effektiv und sinnvoll gestaltet werden, da eine Orientierung für den User ohne visuelle Oberfläche weitaus schwieriger ist.

Künstliche Intelligenz Designer
Zwetana Penova, Die Studierende von heute sind die Designer der Zukunft (https://www.slideshare.net/ZwetanaPenova/die-studierende-von-heute-sind-die-designer-der-zukunft)

Mit Conversational Interfaces haben die Gestalter unter den Kommunikatoren auch Berührungspunkte mit künstlicher Intelligenz. Der Designer wird daher ein Grundverständnis für Mathematik, Soziologie, Psychologie, Software-Entwicklung und Robotik brauchen, um die Sprachinterfaces zu verstehen und eine gute User Experience schaffen zu können.


Die Strategen – Die Qual der Wahl

Fast täglich sprießen neue Apps in den Stores von Android und iOS aus dem Boden. Neue Social Media-Plattformen, neue Messenger. Und damit auch oft neue Formate für digitales Storytelling oder eine noch direktere Interaktion mit dem User.

Kommunikationsstrategen müssen nicht nur dafür sorgen, dass sie mit ihren Unternehmen auf allen Plattformen vertreten sind, wo sich ihre Zielgruppen befinden. Nein, auch direkte Kommunikationswege mit dem Stakeholder müssen durchdacht und Formate entwickelt werden. Die Strategen der Zukunft sollten sich regelmäßig mit den neuen Kanälen und Formaten beschäftigen, um auf dem Laufenden zu bleiben und Strategien auf eine bestmögliche User Journey zu optimieren.

Die Herausforderung ist es, gerade im Studium nicht bei den traditionellen Kommunikationskanälen stehen zu bleiben, sondern stetig neue strategische Möglichkeiten zur Kommunikation zu entwickeln.


Die Produzenten – Maschinen als Herausforderung

„Journalisten per se sind nicht zwingend die besten Content-Strategen. Das haben sie nicht gelernt. Sie sind aber geeignet, Content zu erstellen – und mit anderen Gewerken zu kooperieren.“
Kai Heddergott

Die Digitalisierung ist bereits soweit vorangeschritten, dass immer mehr Textinhalte von Maschinen geschrieben werden. Das Erstaunliche dabei: Roboter können Medien nicht nur lesen, sondern mittlerweile sogar verstehen. „Roboterjournalismus“ ist im Vormarsch.

Diese „semantische Welle der Digitalisierung“ – wie Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, Geschäftsführer des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, es Ende letzten Jahres beschrieb (vgl. Quelle) – führt dazu, dass der künftige Journalist und Content-Produzent weitaus gezielter kommunizieren muss, um dem Roboterjournalismus entgegenwirken zu können.

„In Zukunft kommt es […] immer mehr darauf an, den Nutzern die Inhalte zu liefern, die sie wollen, wann sie wollen und wo sie wollen.“
Andreas Eder

Die Content-Produzenten müssen sich näher an der Zielgruppe des entsprechenden Mediums orientieren, den Konsumenten da abholen, wo er aktiv ist und die Werkzeuge einsetzen, die ihnen das jeweilige Medium bieten.


Auch wenn ich hier nun zwischen den drei Rollen „Gestalter“, „Stratege“ und „Produzent“ unterscheide, ist eines wichtig: Zukünftige Kommunikatoren sollten in mehreren Bereichen unterwegs sein und sich Kompetenzen in verschiedenen Disziplinen aneignen. Kommunikatoren arbeiten an der Schnittstelle und sollten sich auch als Generalisten verstehen – bestenfalls mit eigenem Spezialgebiet.


5 Takeaways für angehende Kommunikatoren

Die Entwicklungen sind vielfältig und die Ausbildung von Kommunikatoren muss entsprechend flexibel angepasst werden. Das gilt für die neuen aber auch klassischen Studiengänge, die Kommunikatoren ausbilden.

Obwohl diese Entwicklungen divers sind, habe ich hier fünf Takeaways aus der #cosca17-Session mit Tim Bartelsen entnehmen können:


(1) Spezialisiere dich auf ein Thema.

Es gibt viele, die in der PR- und Marketing-Branche mitmischen. Es ist wichtig sich bereits während der Ausbildung zum Kommunikator klar zu machen, in welchem Bereich man später mal arbeiten möchte. Dafür ist es sinnvoll seine Stärken zu finden und sich gegebenenfalls auf bestimmte Thematiken zu spezialisieren. Ob strategisch, gestalterisch oder im Bereich Management – das Kommunikationsstudium bietet viele Möglichkeiten.


(2) Aber, schau über den Tellerrand!

Auch wenn eine Spezialisierung in ein Thema sehr gut ist, werden heutzutage immer mehr Generalisten gesucht. Es ist wichtig, als Stratege auch in die Produktion reinzuschnuppern, um später Hand in Hand mit Kollegen arbeiten zu können und Arbeitsabläufe zu verstehen.

„Wir brauchen spezialisierungsfähige Generalisten.“
Kai Heddergott


(4) Besuche Barcamps und ähnliche Veranstaltungen.

Eine weitere Möglichkeit sich weiterzubilden und neue Inhalte kennen zu lernen, sind Veranstaltungen wie BarCamps oder Konferenzen wie die re:publica. Dort erhält man oft viel neuen Input und trifft neue Leute aus der Branche.


(5) Vernetze dich mit Branchenkollegen!

Neue Leute kennenzulernen ist in der Arbeitswelt der Kommunikatoren äußerst wichtig. Vernetze dich also mit deinen Arbeits- und Branchenkollegen und sammle fleißig (digitale) Visitenkarten. Vielleicht brauchst du diese Kontakte später mal für eigene Projekte.


Die Kommunikatoren von morgen müssen kommunikativ, flexibel und vor allem interessiert sein. Interessiert an dem was ist und dem was kommt.


tl;dr

Was müssen die Kommunikatoren der Zukunft leisten? Wie müssen sie dafür ausgebildet werden? Ob Stratege, Gestalter oder Produzent. Das Kommunikationsstudium bietet vielfältige Möglichkeiten. Die Zukunft bietet uns diverse Entwicklungen, die die Aufgaben von Kommunikationsexperten beeinflussen. Neue Interfaces, mehr Kanäle und Maschinen als Herausforderer. Die Kommunikatoren von morgen müssen daher kommunikativ, flexibel und interessiert sein.


In diesem Zusammenhang auch interessant:

Kundenservice 2.0: Kommuniziere ich bald nur noch mit einem Roboter?

Quellen

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Sind wir schlecht ausgebildet?

Sind unsere AbsolventInen nicht geeignet, nach dem Studium in einer Agentur zu arbeiten? Das zumindest scheint Uwe Kohrs, Präsident der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA), zu glauben. In der Novemberausgabe des prmagazins bemängelt er im Artikel „Persönlichkeiten verzweifelt gesucht„, dass PR-Agenturen keine „geeigneten Mitarbeiter“ mehr fänden.

Müssen wir uns Sorgen um unsere berufliche Zukunft machen? Foto: www.JenaFoto24.de / pixelio.de
Müssen wir uns Sorgen um unsere berufliche Zukunft machen?
Foto: www.JenaFoto24.de / pixelio.de

Zum Einen sieht er auch das „miese Image des Agenturberufs“ als einen Grund. Zum Anderen sei aber die Qualität der BewerberInnen schlechter als früher, da Hochschulen und andere (privaten) Ausbildungsinstitutionen zu wenig Wert darauf legen, dass Studierende auch soziale Kompetenzen erwerben und ihre Persönlichkeiten entwickeln können. Darum will er jetzt „Universitäten und private(n) Ausbildungsinstitutionen“ in die Pflicht nehmen. Natürlich machen wir uns jetzt, ein halbes Jahr vor unserem Bachelor-Abschluss, Gedanken über unsere Zukunft in der PR-Branche.

Sind wir nach dem Studium nicht gut genug ausgebildet, um einen Job zu finden?

Nein, sagen Julia-Maria Blesin, Lan Anh Nguyen und Nina Krake, Vorstand der PR Studierenden Hannover e.V. (PRSH): Die „Professionalisierung des Berufsfeldes wäre ohne fundierte und umfassende PR-Ausbildung nicht möglich“. Diese Meinung vertreten sie in ihrem Kommentar zu den Äußerungen des GPRA-Präsidenten im PR Journal. Sie bemängeln außerdem, wie andere KommentatorInnen auch, dass Uwe Kohrs seine Anforderungen an die BewerberInnen nicht konkretisiert. Sie erkennen: Bei der fehlenden Sozialkompetenz und mangelnden Persönlichkeitsentwicklung während des Studiums „handelt es sich nicht um ein spezifisches „Problem“ der PR-Branche, sondern vielmehr des universitären Ausbildungssystems“. Auch Ernst Primosch, Deutschland-CEO von  Hill + Knowlton, äußert diese Kritik im prmagazin. Der Argumentation von Blesin, Nguyen und Krake folgen auch die meisten der KommentatorInnen: Sascha Stoltenow, Sina Petzold und Robert Hesse sind sich einig, dass das Problem weniger bei den Hochschulen und Absolventen liegt, sondern vielmehr auf Agenturseite – sei es nun eine (in vielen Fällen) schlechte Bezahlung oder die langsame Anpassung an neue Anforderungen von Seiten des Markts und der Arbeitnehmer.

Ist der Stellenmarkt bereits abgegrast? Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de
Ist der Stellenmarkt bereits abgegrast?
Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de

Nein, sagt auch Tapio Liller, Inhaber der Agentur Oseon, im firmeneigenen Blog: „Die Suche nach qualifizierten Einsteigern für den PR-Beruf ist seit jeher eine Herausforderung.(…) Nur an einem liegt es nicht: Den Hochschulen.“ Vielmehr sieht er die Agenturen in der Pflicht, mehr in die Praxisausbildung zu investieren. „Wer fertige PR-Leute quasi “ab Werk” erwartet, wird der Realität nicht gerecht“, erklärt er und stößt damit in das selbe Horn wie die PRSH: „Wir sind der Meinung, dass niemand von einem jungen Menschen erwarten kann und darf, dass er als „perfekter PR-Berater“ in den Beruf einsteigt – zumal dies wohl auch kaum in den Generationen vor uns der Fall war!“ Als entscheidenden Punkt sieht Liller außerdem, dass die Arbeit auch finanziell anerkannt wird: „Wer nur billige Berufseinsteiger rekrutiert, um Margenziele zu erreichen, wird diese Einsteiger wieder verlieren, sobald sie wissen, was ihre Leistung wert ist.“

Uwe Kohrs äußerte sich gegenüber dem PR-Journal noch einmal zum Thema Bezahlung – gefragt war nach dem Einstieg mit einem Master-Abschluss, also nach mindestens fünf Studienjahren: „Aus unserer Sicht sollte das Einstiegsgehalt für Trainees nach dem Studium bei ca. 20.000 Euro brutto pro Jahr liegen.“ Als hätte sie diese Antwort schon vorausgesehen, schrieb Sina Petzold bereits drei Tage vor Veröffentlichung dieses Interviews in einem Kommentar zum Artikel im PR Journal: „Mich wundert es im Übrigen überhaupt nicht, dass die jungen, talentierten Absolventen nicht in Agenturen wie die von Herrn Kohrs wollen. Da muss man nämlich trotz guter Ausbildung sowie Erfahrungen dank Praktika und Werksstudententätigkeit für einen Hungerlohn nochmal mind. ein Jahr Ausbildung (Trainee) dran hängen.“

Wir freuen uns auf spannende Aufgaben in der Zukunft. Foto: Stephan Bachmann / pixelio.de
Wir freuen uns auf spannende Aufgaben in der Zukunft.
Foto: Stephan Bachmann / pixelio.de

Nein, sagen auch wir. Gerade haben wir unsere dreimonatige Praxisphase (und damit unser zweites Praktikum im Rahmen des Bachelor-Studiums) abgeschlossen – und zwar erfolgreich. Egal ob Agentur, Unternehmen, Zeitungs- oder Fernsehredaktion: Unsere Arbeitgeber bescheinigten uns, dass wir neben den richtigen (Fach-)Kenntnissen, auch eine sehr selbstständige Arbeitsweise mitbringen. Viele von uns beendeten das Praktikum mit einem Jobangebot – als Werkstudierende oder sogar Festangestellte. Natürlich haben wir noch nicht ausgelernt. Einerseits gibt es Themen, die auch ein sehr praxisbezogenes Studium nur bedingt bzw. theoretisch vermitteln kann (z.B. Auftragsakquise und die längerfristige Kundenbetreuung). Andererseits verändert sich besonders in der Onlinekommunikation immer noch viel – und das wird auch so bleiben. Viel wichtiger als die Kenntnisse der aktuellsten Tools oder Statistiken finden wir daher Lernbereitschaft und Neugier auf neue Kommunikationsformen. So wählt auch Tapio Liller seine künftigen MitarbeiterInnen aus: „Hauptsache er oder sie bringt Neugier, Lernwillen und eine gesunde Portion Ehrgeiz mit, den Kommunikationsberuf in all seinen Facetten zu erlernen.“

Noch ein Nachsatz: Ein Blick auf die Website von Uwe Kohrs’ Agentur Impact offenbart, dass diese bereits zum 1. Juni 2013 einen „PR Junior-Berater (m/w)“ suchte. Voraussetzungen für BewerberInnen: „(…) abgeschlossenes Hochschulstudium und mindestens drei Jahre Berufserfahrung in einer PR-Agentur, Pressestelle oder in einer Redaktion“. Angaben zur Gehaltsvorstellungen für eine/n Junior-Berater/in macht die Agentur nicht. Da die Anzeige noch online ist, scheint die Stelle bisher nicht besetzt zu sein. Die Bewertung dieser Information darf jede/r selbst vornehmen…

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Ein Mensch: Der Königsweg zur Öffentlichkeitsarbeit

Anfang Mai beschrieb PR-Fundsachen-Autor Eric Scharfenort die Job-Entwicklungen in der Kommunikations-Branche. Gerade Berufseinsteigern fällt es demnach schwer, den Arbeitsmarkt zu überblicken. Auch Fachmedien und Blogs diskutierten in den letzten Wochen mehrfach über den Arbeitsmarkt und wie der Berufsstart gelingt. Als Geschäftsführer einer PR-Agentur weiß Ulf-Hendrik Schrader, was PR-Einsteiger mitbringen müssen. In seinem Gastbeitrag für PR-Fundsachen gibt er der Diskussion eine neue Richtung.

Ein Mensch: Der Königsweg zur Öffentlichkeitsarbeit

In letzter Zeit haben einige PR-Experten im Netz eine Diskussion darüber geführt, welche Kandidaten für den Beruf der Public Relations besonders geeignet sind. Es ist keine Überraschung, dass die Ausbildung in Form des Studiums im Zentrum des Disputs steht. Es ist aber auch keine Selbstverständlichkeit.Den Aufschlag machte der PR Report mit dem Artikel: „Die PR ist eine durchakademisierte Welt“. Der Tenor ist deutlich: Eine Karriere müsse mit einem abgeschlossenen Studium beginnen, am besten Jura oder BWL/VWL, da die Geschäftsleitung ein klares Verständnis betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge erwarte. Nun stellt sich allerdings die Frage, ob jemand, der gelernt hat wissenschaftlich zu arbeiten und zum Diplom ein hohes Maß an Faktenwissen mitbringen sollte, auch den nötigen Transfer in der Praxis hinbekommt. Denn im Alltag der Öffentlichkeitsarbeit hat man es primär mit Kommunikation zu tun. Sei es der Umgang mit Journalisten, Mitarbeitern oder Kunden.

Wo lernt man Flexibilität?
Auch das Einarbeiten in fremde Themen ist eine wesentliche Grundvoraussetzung, die flexibles Denken und hohe mentale Anpassungsfähigkeit erfordert. Beides sind nicht unbedingt Fähigkeiten, die in den oben genannten Studiengängen gefördert werden. Denn allein die enorme Betonung des Faktenwissens in diesen Bereichen ködert nicht selten Charaktere, die sich gern hinter Textbergen verschanzen oder Zahlenberge wälzen.Genau das jedoch ist im Alltag der Öffentlichkeitsarbeit eher kontraproduktiv. Auch der Einspruchvon Oliver Jorzik, PR-Dozent und PR-Trainer, streift hier nur die Oberfläche, das jedoch in der richtigen Richtung, wenn er schreibt, dass es auf die Anforderungen der jeweiligen Kunden ankäme. Politologen reden eben gern mit ihresgleichen und Gesundheits- oder Ernährungswissenschaftler haben einen guten Stand bei Firmen, die genau diesen Markt rund um Wellness und Medizin adressieren.

Eine Fachausbildung ist gut, aber nicht hinreichend
Diese Verengung auf die Ansprüche der Kunden greift zu kurz. Denn ein PR-Mensch muss Erfahrung im Bereich der Medien haben und schreiben können, er oder sie sollte aber vor allem verstehen, was Kunden wollen und ihnen aufzeigen können, was davon möglich und überhaupt zielführend ist. Außenperspektive ist mindestens ebenso wichtig. Da ist dann weniger Expertise im Faktenlernen gefragt sondern das kreative Anpassen des eigenen Wissens an veränderliche Umgebungsvariablen. Dabei muss man auch noch einen inneren Kompass hochhalten können und die Ergebnisse der Kollegen und freien Mitarbeiter im Auge behalten.Es geht hier in Sachen Kompetenz also zunächst darum, sich schnell und tief in Themen einzuarbeiten. Dabei muss man immer auch mehrere Perspektiven von verschiedenen beteiligten Teilöffentlichkeiten im Auge behalten und eben nicht nur die Wünsche der Fachleute bedienen. Der Einwand von Jorzik ist gut, aber ein guter PRler ist ähnlich wie ein guter Journalist immer auch Anwalt der Leser und der Stakeholder und muss das Wichtige, die Nachricht, erkennen und aufbereiten. Wer zu nahe am Fach ist, verliert diese Außensicht schnell. Es helfen an dieser Stelle auch keine Berufsfeldstudien.

Zwar ist es sehr sinnvoll und wünschenswert, wenn das Handwerkszeug sowie die einzelnen Werkzeuge einer Agentur zumindest bekannt sind und verstanden wurden. Aber ihr Einsatz ist dann schon wieder so abhängig von der Branche der Kunden, der Aufgabe in der internen Kommunikation, dem strategischen Zuarbeiten der Geschäftsleitung oder der schlichten Nachbereitung von Events, dass man nur on the job wirklich erkennen und bewerten kann, was jemand zu leisten imstande ist.

Fazit:
Zeugnisse verhindern nicht selten den offenen Blick auf die Entwicklungsmöglichkeiten einer Person. Die Bewerber brauchen vor allem einen klaren Zugang zum eigenen Potenzial und den Willen zu überzeugen. Das muss jeder Bewerber mitbringen, da ist weder ein Jurastudium wirklich förderlich noch ein abgebrochenes Theologiestudium hinderlich.

Als PR-Studierende interessiert das PR-Fundsachen-Team, wie der Start ins Berufsleben gelingt. Worauf achten Sie bei Bewerbern? Wie haben Sie Ihren Chef von sich überzeugt? Ob als Kommentar oder Blogpost – Teilen Sie mit uns Ihre Erfahrungen!

 

Ulf-Hendrik Schrader

 

Ulf-Hendrik Schrader ist Geschäftsführer der Aufgesang Public Relations GmbH, die mit 14 Mitarbeitern national und international marktführende Unternehmen der digitalen Wirtschaft sowie branchenübergreifend eine Vielzahl erfolgreicher kleiner und mittelständischer Unternehmen berät. Schrader hält für verschiedene Bildungsträger Seminare zu Online-PR. Er ist Autor zahlreicher Fachartikel sowie Studien, Herausgeber des Online-PR-Newsletters und Mitveranstalter des ConventionCamp, der größten Internet(Un)Konferenz Deutschlands.

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PR-Berufseinstieg: Rhein-Main Gebiet bietet gute Perspektiven

Den PR-Agenturen in Deutschland geht es gut. Wie das kürzlich erschienene Pfeffer PR-Ranking 2011 belegt, stiegen die Honorare um 9,4 Prozent (2010: 1,1 %). Die Mitarbeiterzahlen weisen im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 6,5 Prozent auf. Damit kann die Branche nach den eher mageren Jahren 2009 und 2010 einen kräftigen Aufschwung verzeichnen.
An der Spitze des Rankings der acht deutschen Ballungsgebiete steht das Rhein-Main Gebiet, welches die größte prozentuale Honorarsteigerung aufweist. Insgesamt beteiligten sich 137 Agenturen an der Umfrage.

Die gute Marktlage wird jedoch etwas gedämpft, denn die Agenturen finden immer weniger qualifizierte Mitarbeiter.  Sie könnten viel mehr Kunden betreuen, wenn es nicht am Personal mangeln würde. Diese Problematik wurde in den vergangenen Wochen in der Branche ausführlich diskutiert. Auch Mirko Kaminski, Geschäftsführer und Inhaber der Agentur „achtung!“, nahm dieses Thema in seiner Youtube-Reihe „Auf ein Wort vorm Regal“ auf. Seiner Meinung nach wird dieses Problem langfristige Auswirkungen auf die Branche haben.

Für Berufseinsteiger könnten die Zeiten momentan also nicht besser sein. Doch einen Überblick über den Arbeitsmarkt zu bekommen fällt den meisten schwer. Viele der großen Namen in der Branche sind den Absolventen gänzlich unbekannt. Hierbei hilft der „Karriere-Check Agenturen“,  den das  PR Career Center in Kooperation mit der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) anbietet. Die Herausgeber haben dem Heft nun ein Update für 2012 spendiert.
Im Heft stellen sich 40 Kommunikationsagenturen mit ihren Tätigkeitsschwerpunkten und Anforderungen vor. Das Rhein-Main Gebiet spielt auch hier als Standort eine zentrale Rolle. In den Kategorien Daten&Fakten, Einstieg, Ausbildung und Aufstieg können Absolventen erste Eindrücke über potenzielle Arbeitgeber gewinnen.

Auch bei ersten Hürden bei der Bewerbung weiß der Ratgeber Hilfe. Über Aufforderungen wie:  „Senden Sie uns ihre Bewerbung mit einer Gehaltsvorstellung“, werden wohl viele Bewerber stolpern . Was verdient ein PR-Berufseinsteiger eigentlich? Im Karrierecheck erfahren Absolventen mit welchen Gehältern sie als Volos oder Trainees rechnen können.

In den Kategorien „Must Haves“ und „Nice to Have“ können Berufseinsteiger außerdem erste Anforderungen abgleichen.

 

 

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Die PRaktiker (22): Markus Weik

Markus Weik, Senior Executive bei FTI Consulting
Steckbrief zur Person

Name: Markus Weik

Alter: 33

Aktuelle Tätigkeit: Markus Weik arbeitet als Senior Executive für die Strategic Communications Practice von FTI Consulting am Standort Frankfurt. Dort berät er Kunden unter anderem aus den Bereichen Immobilien, Asset Management, Private Equity und Automobil. Der studierte Amerikanist und Sportwissenschaftler engagiert sich zurzeit, das deutsche Team für strategische Beratung in digitaler/online Kommunikation und Reputation Management in sozialen Netzwerken aufzubauen.

(mehr …)

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Die PRaktiker (20): Marcel Bernet

Steckbrief zur Person

Name: Marcel Bernet

Alter: 52

Aktuelle Tätigkeit: Marcel Bernet ist Gründer und Inhaber von Bernet PR, Autor, Dozent und Blogger. Er twittert, ist mit Bernet PR bei Facebook vertreten und Initiant des Social Media Gipfel.

PR-Fundsachen: Herr Bernet, wie sind Sie zur PR gekommen?

Marcel Bernet: Nach einem BWL-Studium wusste ich nicht so recht, wie weiter. Marketing war mein Schwerpunkt gewesen. Am liebsten wäre ich einfach nur rumgereist – was ich tat, bis alle Studiendarlehen aufgebraucht waren. Also habe ich einen ersten Job angenommen, in einem Handelshaus; mit vielen Reisen. Bis mir das dann auch zu viel wurde – und so ging das weiter: Einfach immer rausfinden, was mir gar nicht oder eher schon passt. Was rückblickend ganz logisch aussehen mag, war ein stetes Suchen, Ausprobieren – und Nichtwissen.

Näher angeschaut habe ich mir Werbung, Journalismus und PR – worauf ich in einer PR-Agentur landete. Das war das richtige: Eine schöne Kombination von Strategie und Praxis, Analyse und Umsetzen, immer viel zu lernen und intensivem Umgang mit der Sprache. Nach fünf Jahren in dieser Agentur folgte ein Abstecher in eine New Yorker Agentur. Dort war ich gleichzeitig Korrespondent für zwei Schweizer Wochenzeitungen.

Nach der Rückkehr entschied ich mich für die Selbständigkeit. Damals war ich gerade Vater von Zwillingen geworden, jetzt sind sie 21, Bernet PR wird 20.

PR-Fundsachen: Welche Fähigkeiten sollten kommende PRler in den Beruf mitbringen?

Marcel Bernet: Im Mittelpunkt stehen für mich, in dieser Reihenfolge:

1. Die Freude an der Sprache und am Austausch
PR-Profis müssen auch heute noch gerne schreiben. Ein Konzept, ein Drehbuch, einen Artikel, eine Medienmitteilung. Die Freude am Schreiben muss sich paaren mit der Lust, aus der Schreibstube hinaus zu gehen. Menschen zu treffen, ihnen zuzuhören, sich ihnen mitzuteilen.

2. Lust auf das Vereinfachen von Komplexitäten
Wer analytisch stark ist, erkennt sofort, was ansteht. Komplexe Sachverhalte schnell erfassen und daraus das Einfache, Wesentliche zu destillieren – das hilft nicht nur PR-Beratern, sondern auch PR-Verantwortlichen in Unternehmen. Strategische Gesamtsicht und die Fähigkeit, Themen auf den Punkt zu bringen, sind im expandierenden Online-Universum gefragter denn je.

3. Gestaltungswille
Analysen alleine bringen nichts, wenn sie nicht in Taten geformt werden. Gestaltungswille ist für mich die Lust, ein Gesamtkunstwerk zu erschaffen – ganz viele kleine Dinge zu gestalten, mit zahlreichen internen und externen Partnern, und sie alle auf ein Ganzes auszurichten.

PR-Fundsachen: Wohin wird sich die Online-PR in der Zukunft entwickeln?

Marcel Bernet: Ich halte es da mit Clay Shirky: Wer sagt, er wisse, wohin sich der Umbruch entwickelt, der lügt. Schon 1996 habe ich in Vorträgen gesagt, dass sich das Internet durchsetzen wird. Wusste ich es? Für die Zukunft sehe ich drei Ahnungen – sie sind im bernetblog näher ausgeführt:

Wir werden den Übergang zu Online als wirklichem Leitmedium meistern: Online wird der Kanal mit der grössten Mitwirkung, Multiplikation und Meinungsbildung sein.

PR wird sich stärker einsetzen müssen für eine offene, öffentliche Dialogkultur – intern wie extern. Wir werden noch besser lernen, Social Media in Krisensituationen zu moderieren.

Um die neuen, breiter abgestützten Kommunikationsflüsse zu moderieren, werden sich PR, Werbung, Kundendienst und Marketing besser aufeinander abstimmen.

Die Gesamtsicht wird immer zentraler – und immer anspruchsvoller. Mir kommt es vor, wie wenn Unternehmen eine neue Sprache finden müssten, und zwar als Ganzes. Eine Sprache, die verkauft – aber nicht nur. Die vermittelt. Die eingeht auf Anstösse, sich aber auch gegen Spam und Verleumdung wehrt.


PR-Fundsachen: Herr Bernet, vielen Dank für dieses Interview!

Sämtliche im Rahmen der Kurzinterviewreihe „Die PRaktiker“ entstandenen Antworten und Texte sind ebenso wie die Bilder Eigentum unserer Interviewpartner und erscheinen mit ihrer Genehmigung, sofern nicht anders mit uns ausgemacht, ausschließlich im Studiengangsweblog zum Schwerpunkt Online-PR der Hochschule Darmstadt, den PR-Fundsachen (http://www.pr-fundsachen.de/). Sollte Interesse an einem der Texte/ Interviews bestehen, bitten wir darum, sich mit uns bzw. unserem Interviewpartner in Verbindung zu setzen.
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Die PRaktiker (SPEZIAL): Alle Interviews der Fundsachen-Serie in einem Buch

Wie wird man eigentlich PR-Praktiker? Welche Fähigkeiten muss man mitbringen, und wie verändern Web und Social Media den Beruf? Diese Fragen stellen seit Sommer 2009 Studenten des Studiengangs Online-Journalismus (Schwerpunkt PR) der Hochschule Darmstadt Kommunikationsverantwortlichen aus Unternehmen, Agenturen und öffentlichen Einrichtungen.

Die Idee zur Serie „Die PRaktiker“ hatte Daniel Rehn, inzwischen diplomierter Online-Journalist. Seit seinem ersten Interview mit Kerstin Hoffmann haben 17 weitere PR-Praktiker den Fundsachen einen Einblick in ihren beruflichen Alltag gegeben.

Entstanden ist ein umfassendes Bild der Arbeitswelt (Online-)PR, das nun im eBook „Die PRaktiker“ zugänglich gemacht wird und alle geführten Interviews kompakt auf 44 Seiten bündelt. Das Institut für Kommunikation und Medien dankt allen Gesprächspartnern sowie der Software AG, die das eBook finanziell fördert, für ihre wertvolle Unterstützung und wünscht viel Spaß beim Lesen.

Das Buch „Die PRaktiker“ ist auch erschienen bei Books On Demand: ISBN 978-3-8391-6308-5, Paperback, 44 Seiten

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Weiterbildung „Zukunft Online-PR 2010“: Brücke zwischen Hochschule und Praxis

Zukunft Online PR 2010 - Das Seminar

Nach monatelanger Vorbereitung war es letzte Woche endlich soweit, Zukunft Online-PR – Das Seminar fand in der Exlibris-Konferenzetage in Darmstadt statt.

Nachdem wir, PR-Studierende der Hochschule Darmstadt, ein halbes Jahr mit der Konzeption, Planung und Vermarktung des Seminars im Rahmen eines Semesterprojekts verbracht hatten, konnten wir am 11. und 12. November endlich die 14 Teilnehmer in Darmstadt begrüßen.

Erfahrene PR-Praktiker wie Uwe Knaus (Manager Unternehmenskommunikation Daimler AG), Stephan Fink (Fink&Fuchs Public Relations AG) und Prof. Dr. Thomas Pleil (Professor für PR an der Hochschule Darmstadt) vermittelten den Teilnehmern einen praxisnahen und wissenschaftlich fundierten Einblick in die Chancen und Möglichkeiten von Social Media für Unternehmen.

Das Repertoire des Seminars reichte von der Vorstellung verschiedener Social Media Tools, bis hin zum Erarbeiten einer eigenen Social Media-Strategie. Auch wichtige Themen wie Social Media Monitoring und der Umgang mit Social Media im Fall einer Krise kamen zur Sprache.

Zu Beginn der Planungsphase hatten wir uns bewusst für ein Seminar in kleinem Rahmen entschieden. So war es uns möglich, auch Teile mit Workshop-Charakter im Seminar zu integrieren. Je nach Wünschen und Vorwissen der Teilnehmer konnten wir differenzieren: Für einige war das Ausprobieren von Tools interessant, andere hatten schon die Aufgabe mitgebracht, eine Strategie zu entwickeln. Die Spanne reichte vom geplanten Blog bis zur umfassenden Strategie, zu der zumindest die Richtung erarbeitet werden konnte. Denn wir wollten, dass die Teilnehmer aus dem Seminar so viel wie möglich für ihre tägliche Berufspraxis mitnehmen können.

Dies wurde auch sofort genutzt und so findet sich sicher bald das ein oder andere Unternehmen mehr auf Twitter, Facebook und Co.

Zwar ist das Seminar jetzt erst einmal vorbei, weitere ähnliche Veranstaltungen, auch beispielsweise inhouse bei Unternehmen, sind denkbar. Bei Interesse freuen wir uns über eine Email an jk.jessen at zukunftonlinepr.de.

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