Männlich, jung, gebildet – die Twitterer

So sieht er also aus, der typisch deutsche Twitterer: er ist 32 Jahre jung, männlich (74%) und verfügt über eine gute Bildung (78%). Die Hälfte der Twitterer stammt aus der Medien- und Marketingbranche und getwittert wird hauptsächlich hobbymäßig (50%).  Frauen sind, im Gegnsatz zu ihren männlichen Mitstreitern, eher zurückhaltend (25,7%) und wenn sie twittern, dann legen sie mehr Wert auf Anonymität.  Sie wählen gerne Phantasienamen und twittern vorzugsweise nicht öffentlich. Diese Ergebnisse gehen aus einer Twitterumfrage von Thomas Pfeiffer (web evangelisten) hervor, welche er diese Woche veröffentlicht hat.

Was jedoch lässt sich aus dieser Studie erkennen, wenn man den 2.800 Datensätzen glauben schenken darf? Wer sich nicht gerade beruflich in der Medien- und Marketinglandschaft tummelt, bekommt von Twitter wenig mit. Neben privaten und technischen Themen bleiben die Twitterer in ihrem Metier – das Thema Web 2.0 ist vor allem bei den männlichen Microbloggern Spitzenreiter. Um also die Aufmerksamkeit der breiten Masse auf Twitter zu lenken, bedarf es wohl mehr an allgemeinverträglichen Themen. Weiterhin ersichtlich ist, dass durch Twitter relativ große soziale Netzwerke entstehen: im Schnitt hat jeder Nutzer 151 Follower und folgt selbst 140 Twitteren.

Die neuesten Zahlen der web evangelisten deuten auf Wachstum hin. Immerhin fanden diese heraus, dass die Neuregistrierungen der deutschsprachigen User von Februar auf März diesen Jahres um rund 10.000 gestiegen sind. Auch das Marktforschungsunternehmen HubSpot hatte bereits im vierten Quartal 2008 ähnliche Zahlen veröffentlicht. Ob Twitter wirklich das neue Massenmedium wird?  Kritker jedoch verbreiten, dass Twitter „am eigenen Erfolg ersticken wird“, oder als „Twitterhype“ wieder in der Senke verschwindet. Warten wir’s ab!

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