Der Shitstorm – komplexes Phänomen und treuer Begleiter

Der Begriff des ‚Shitstorms‘ und die damit verbundene Vorstellung einer kritischen Masse im Netz trat seinen Siegeszug im Jahr 2010 an. Damals ahnte keiner, dass dieses Phänomen bis heute Privatpersonen, Unternehmen und Politik in Atem halten wird. Der Shitstorm ist in der Gesellschaft etabliert; vom Duden gewürdigt und mit Preisen ausgezeichnet. Kein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo im Netz der digitale Pranger eröffnet wird. Zusammen mit seinen engen Verwandten, der Hatespeech und dem Flamewar, beschäftigt er nicht nur die akademische Welt, sondern sorgt, z.B. in der aktuellen Flüchtlingsdiskussion, für viel Gesprächsstoff in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Der Shitstorm ist ein treuer Begleiter des digitalen Lebens.

Aber kennen wir ihn wirklich so gut, wie wir bisher dachten? Ist da nicht mehr als ein „Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets, der zum Teil mit beleidigenden Äußerungen einhergeht“ (Duden)? Das verkürzte Verständnis, einen Shitstorms ausschließlich als kritische Masse im Netz zu begreifen und die damit einhergehende Reduzierung des Phänomens auf einen Effekt, „den man eigentlich nur von Babys kennt: Wenn eines anfängt zu heulen, heult das andere auch“ (W&V), negiert dessen Komplexität und Tragweite, deren Untersuchung Aufgabe meiner Doktorarbeit war.

Folgend sind die exemplarische Erkenntnisse zusammengefasst. Es wird deutlich, dass uns der Shitstorm auch in Zukunft beschäftigen wird. Er steht für nicht weniger als die Frage, was der Einzug der Social Media in das gesellschaftliche Leben bedeutet und welche Risiken in Zukunft mit Facebook und Co. einhergehen.

Plattformen, Themen und Akteure – zentrale Variablen für die Entwicklung des Sturms

Plattformen

Die plattformspezifischen Eigenschaften besitzen eine hohe Relevanz für die Ausprägung der Empörungswellen. Die Kommunikations- und Darstellungsangebote in den Social Media bieten den kritischen Akteuren nicht nur Möglichkeiten, sich selbst darzustellen, sondern vor allem ihre eigene Meinung schnell und unkompliziert öffentlich wahrnehmbar zu äußern, die Beiträge anderer zu teilen oder diese zu diskutieren. Die soziale Vernetzung des Internets bildet die notwendige Basis für die Entstehung und Entwicklung eines Shitstorms.

Themen

Das Thema (der Inhalt) ist eine zentrale Determinante für die Ausprägung und den weiteren Verlauf eines Shitstorms. Selten bestimmt jedoch ein Kernthema den Aufruhr. Viele Shitstorms zeigen stark thematische Nebenstränge, die parallel zum Hauptthema verlaufen. Shitstorms sind daher selten reine Prozesse, die nur ein Thema behandeln, sondern eher ein Potpourri von Inhalten, Meinungen, Ansichten und Intentionen einander unabhängiger Individuen in den Social Media.
Ein kritisches Thema reicht nicht, um den Shitstorm auszulösen. Es muss einen ‚zündenden Funken‘ geben, der die schwelende Wut zum Kochen gibt. Dieser kann in den Handlungen des Adressaten oder dritter Akteure liegen.

Akteure

Oft dominieren nicht einzelne Akteure den Sturm, sondern Akteursgruppen. Diese lassen sich hin-sichtlich ihres Themen- oder Adressatenbezuges unterscheiden. Eine klare Trennung liegt jedoch selten vor. Akteure mit überwiegenden Themenbezug haben keine starke Bindung zum Adressaten, sondern zu den Inhalten des Shitstorms (Tierschützer, Interessensgruppen, etc.). Hingegen weisen Akteure mit überwiegendem Adressatenbezug eine persönliche Bindung zu diesem auf und kritisieren vor allem dessen Verfehlungen (Kunden, Fans, Mitarbeiter, etc.). Shitstorms spiegeln daher keine allgemeine Öffentlichkeit wieder. Sie repräsentieren thematische Teilöffentlichkeiten.

Shitstorm-Typen – jeder Shitstorm ist anders

Die Untersuchung der Charakteristika von Stürmen weist drei Typen auf:

a) Der plötzliche Sturm: Er bricht sehr schnell und unerwartet für den Adressaten aus. Ein kritisches Thema liegt im Vorfeld nicht vor. Der Sturm ist oft selbst verschuldet. Das Interesse an dem Fall in den Online- und Offlinemedien ist gering. Er endet so schnell wie er gekommen ist.

b) Die schwelende Empörung: Bei diesem Typ besteht im Vorfeld ein kritischer Themenkontext. Der Sturm ist Teil dieses kritischen Kontextes und wird durch Eigenverschulden oder Dritte ausgelöst. Das Interesse der Medien online wie offline steigt.

c) Der gesellschaftliche Pranger: Auch hier besteht im Vorfeld ein Krisenkontext. Das Thema konzentriert sich aber nicht nur auf die von den Akteuren unterstellten Verfehlungen des Adressaten. Es erreicht eine Gesellschaftsebene (z. B. Menschenrechte, Tierschutz, etc.), die losgelöst von dem Adressaten vom allgemeinen gesellschaftlichen Interesse ist. Medien online wie offline interessieren sich für den Fall.

‚Sündenbockdilemma‘ – nicht jeder ist schuldig

Die Schuldfrage der Adressaten eines Shitstorms wird selten diskutiert. Die Schuld des Betroffenen ist  vorausgesetzt. So ist auch die Entschuldigung in vielen Veröffentlichungen zum Thema Shitstorm als Mittel der Krisenkommunikation prominent vertreten. So einfach ist es aber nicht: Es gibt Fälle wie den von Adidas (2011) oder Mammut (2011), die zeigen, dass ein Adressat auch nur ‚Mittel zum Zweck‘ sein kann, um über ihn auf ein höher gelagertes Thema (z.B. Tier- oder Umweltschutz) hinzu-weisen. Die Akteure suchen sich einen Sündenbock. Grundsätzlich wird daher in solchen Fällen  von einem ‚Sündenbockdilemma‘ gesprochen.
Bei Adidas war es der hohe Bekanntheitsgrad der Marke und ihr Sponsoring der Europameisterschaft 2012 in der Ukraine, was Tierschützer ermutigte, das Unternehmen und seine Plattformen zu nutzen, um den ihrer Meinung nach grausamen Umgang mit den Straßenhunde in der Ukraine im Vorfeld der EM hinzuweisen. Adidas selbst hat nicht falsch gemacht. Entsprechend dünn fiel die Reaktion des Unternehmens aus. Außer einem Posting auf Facebook, das auf die offizielle Stellungnahme der UEFA verwies, geschah nichts. Eine Entschuldigung wäre hier auch völlig deplatziert gewesen.

Die Rolle Dritter – von ‚echten‘ und ‚konstruierten‘ Shitstorms

„Stell dir vor es ist Shitstorm und keiner geht hin.“ (W&V)

Es ist anzunehmen, dass die allgemeine Wahrnehmung eines Shitstorms als wogende Hasstirade voller Aggressionen gegenüber dem Adressaten ohne die teilweise einseitigen Berichterstattungen Dritter (z.B. den Medien) begründet ist. Viele Stürme wären nur Stürmchen, würden sich nicht Online- wie Offline-Medien darauf stürzen und aus der sprichwörtlichen Mücke den großen Elefanten zaubern. Beispielhaft dafür steht der oft beschriebene Shitstorm der Ing-Diba und ihrem Testimonial Dirk Nowitzki (2012). Von vielen als zweiwöchige Hasstirade gegen die Bank beschrieben, konzentrierte sich die eigentliche Empörung nur auf die ersten drei bis fünf Tage und war für die Bank nur halb so schlimm wie viele Beiträgen glauben machen. „Ein Shitstorm war es nicht, auch wenn es in den Medien so betitelt wurde.“ (Quelle), betont es der Pressesprecher der Bank in Referaten zu der Empörungsflut. So ist grundsätzlich von ad definitionem ‚echten‘ Shitstorms sowie von Dritten hochstilisierten und damit ‚konstruierten‘ Shitstorms zu unterscheiden.

Folgen und Fazit – oder doch eher …

Nach dieser kurzen Reise durch die Welt des Shitstorms, die jedoch nur dessen Komplexität skizzieren konnte, bleibt die Frage nach den Folgen des Sturms. Kurz gesagt: Shitstorms haben kaum wirtschaftliche Folgen für die Unternehmen. Oft wirkt die Krise, deren Bestandteil sie meist darstellen, viel schlimmer; siehe die Fälle des ADAC (2014) oder der Ergo (2011). Ihre Wirkung auf die Reputation der Adressaten ist jedoch zu betrachten; vor allem kurzfristig. Der Adressat ist mit der Kritik Gesprächsthema in den Online- und (noch schlimmer) den Offline-Medien. Oft geht es dabei gar nicht um den Shitstorm selbst, sondern die in ihm behandelten negativen Inhalte. Ein Aussitzen des Sturms ist keine gute Idee. Schnell könnte sich dieser verselbständigen oder die Nichthandlung als Arroganz seitens der Akteure gedeutet werden. Der Shitstorm würde sich verschärfen.

Wichtig ist immer die Ruhe und einen klaren Kopf zu bewahren, wenn es mal wieder Kritik hagelt. Wer die Instrumente und Mechanismen der Krisenkommunikation online wie offline kennt, der ist gut gegen den Shitstorm gerüstet. Und der beste Shitstorm ist eh der, der nie ausbricht!

… ein Ausblick?

Solange die Social Media jedem ermöglichen, seine Meinung zu sagen und die Meinung anderer zu teilen, so lange wird uns der Shitstorm erhalten bleiben. Wir müssen lernen, mit ihm umzugehen. Dabei hilft es, das Phänomen nicht als eine ‚Laune‘ und nervigen Nebeneffekt des Netzes zu begreifen. Shitstorms spiegeln immer auch das Meinungsbild der Menschen wieder. Nicht immer muss man es ernst nehmen, noch weniger ist jede geäußerte Meinung im Netz die herrschende Meinung. Vieles ist einfach nur „Dummheit“ (Sascha Lobo). Aber neben all dem Gezeter bietet der ein oder andere Shitstorm auch die Möglichkeit, Fehler zu identifizieren und Optimierungspotenziale zur Sprache zu bringen.

Hintergrund

Dr. Christian Salzborn

 

Der Medienwissenschaftler Dr. Christian Salzborn leitet bei der Marke smart (Daimler AG) Kooperationen und Product Placement-Projekte. Er hat an der Universität Hohenheim zum Thema Shitstorm promoviert (Betreuer: Prof. Dr. Wolfgang Schweiger; Zweitgutachter: Prof. Dr. Thomas Pleil).

Salzborn, Christian (2015). Phänomen Shitstorm – Herausforderung für die Onlinekrisenkommunikation von Unternehmen. Hohenheim (Dissertation). Online unter: http://opus.uni-hohenheim.de/volltexte/2015/1110.

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Mehr Wertschätzung, bitte!

Eine gute Beziehung beruht auf der Wertschätzung für den Partner. Während das bei Mann und Frau mal mehr, mal weniger gut funktioniert, ist das Verhältnis zwischen Konsumenten und Marken aktuell in der Krise. Laut der Studie „brandshare“ der PR-Agentur Edelmann, fühlen sich 80 Prozent der deutschen Befragten von Marken nicht genug wertgeschätzt und haben das Gefühl, dass diese sich allein aus Profitgründen für sie interessieren.

Im vergangenen Jahr haben an der Markenstudie der Hamburger Agentur 15.000 Menschen in zwölf Ländern, davon 1.010 in Deutschland, teilgenommen. „Marken nehmen, aber geben nicht genug“, resümiert Uta Behnke, Managing Director bei Edelman Hamburg, die zweite Auflage der „brandshare“-Studie. Zwischen Kundenanspruch und Realität ist der Unterschied gewaltig: 80 Prozent der Befragten erwarten, dass ihre Beschwerden ernstgenommen werden und ihnen Unternehmen genau zuhören, doch lediglich 13 Prozent glauben, dass Marken diese Erwartungen erfüllen. Ernüchternde Zahlen für PR-Etagen, die denken, sie würden nahe am Kunden arbeiten. „Wir sehen ein riesiges Potenzial für Marken, das Unternehmen nicht ausschöpfen“, sagt Behnke.

Entgegen dieser schlechten Werte steht die hohe Bereitschaft der Konsumenten „persönliche Informationen und Inhalte zu teilen, eine Marke zu empfehlen und gegen Kritik zu verteidigen“. Neun von zehn Konsumenten wünschen sich eine stärkere Bindung zur Marke, die sich laut der Geschäftsführerin „vor allem auch inhaltlich mit dem Feedback des Konsumenten auseinandersetzen muss, um tatsächlich in einen Dialog mit ihm treten zu können“, sagt Behnke.

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Ein weiterer Ansatz der „brandshare“-Studie zeigt, dass 58 Prozent der Konsumenten der gesellschaftliche Nutzen von Marken wichtig ist und sich Unternehmen sinnstiftend einsetzen. „Wenn eine Marke nicht definieren kann, welchen konkreten Beitrag sie innerhalb der Gesellschaft leistet, wird sie irgendwann ihre Daseinsberechtigung verlieren und wirtschaftlich langfristig nicht mehr erfolgreich sein können“.

Laut der Befragung würden Kunden ein solches Engagement mit höherer Kaufbereitschaft belohnen, die Marke eher weiterempfehlen und persönliche Informationen mit den Unternehmen teilen. Gute Ansätze für Firmen, um deren Beziehungen zu retten.

Weitere Informationen zur „brandshare“-Studie

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Dafür gibt es doch ’ne App!

Mobile & Social Media Recruiting – geht das?  

Von eRecruiting bis Guerilla Recruiting – die Kreativbranche lässt sich inzwischen so einiges einfallen, um neue Mitarbeiter zu gewinnen. Auch Social Media Recruiting und speziell entwickelte Apps gewinnen bei HR-Managern an Beliebtheit. Doch wie kommen sie bei den potenziellen Bewerbern an? Der erste trendMonitor zum Thema „Mobile & Social Media Recruiting“ soll darüber Aufschluss bringen. Doch nicht jeder ist mit dieser Studie zufrieden.

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Wertschöpfung: Ganz groß abgehandelt

International ausgezeichnet brauchen Praktiker weniger darüber zu grübeln, ob und in welcher Höhe neue PR-Praktiken im kommenden Geschäftsjahr mit finanziellen Mitteln ausgestattet werden. Für üblich ist das Budget bei allen PR-Praktiken der Knackpunkt. Erhebung hier, Messung dort. Einen Horchposten vielleicht in jedem neuen Kanal, der im Internet bekannt wird und die Budgetierung kommt, Jahr für Jahr, Maßnahme für Maßnahme.

Die Autoren um Jörg Pfannenberg beschreiben in sechs Kapiteln die Notwendigkeit von Kommunikation und Betriebswirtschaft. Kundige Leser wundern sich deshalb auch kaum darüber, dass zu den Autoren neben Claudia Mast auch Ansgar Zerfaß zählt.

Mit jedem Kapitel zielen die Autoren auf Werte ab, gleich ob am Kapitalmarkt, bei der Reputation oder Intern erzielt. Sie beginnen mit einem kurzen Statement, bevor sie knapp ihre jeweiligen Werkzeuge vorstellen und schließlich beschreiben. Controlling und Management sind die Teilbereiche, aus denen die Autoren bekannte Werkzeuge wie die Balanced Scorecard adaptieren, um Kommunikation besser mess- und planbar zu machen. Die vielen Werkzeuge, darunter auch Kennzahlensysteme, sollen Praktiker vor strikter Budgetierung feien und zudem die Verzahnung von Public Relations und Unternehmensführung verdeutlichen.

Die Autoren sind daran bemüht, ihre Werkzeuge, die von der Idee her aus Wirtschaft kommen, praxisnah, anhand von Beispielen an großen Unternehmen, zu vermitteln. Gelingen tut dies allerdings nicht immer, schon gar nicht, wenn man Laie ist. Das Buch mag an ein breites Publikum gerichtet sein, doch ohne nötigen Hintergrund führt allein schon die Termini in eine Irre aus Text und Schaubild. Denn kaum ein Beitrag kommt ohne Schaubild aus, was das Buch schnell zum Rechercheprojekt werden lässt.

Einsteiger dürften schier aufgeschmissen sein, weil das Buch ein immenses Durchhaltevermögen fordert. Per se ist das nicht schlecht. Auch hat die Fassung von 2005 kaum an Aktualität verloren. Doch trotz der rund 220 Seiten ist das schwarze Hardcover aus dem Hause Frankfurter Allgemeine Buch ein Brocken. Außer Frage steht, dass die Autoren damit eine gelungene Anlaufstelle und einen weitreichenden Überblick in angewandte Theorie bieten. Jedoch bleibt das Anwenden dieser Werkzeuge individuell und bedarf dann der genauen Betrachtung.

Allgemeine Informationen zum Buch:
Wertschöpfung durch Kommunikation
Jörg Pfannenberg, Ansgar Zerfaß (Hrsg.)
Frankfurter Allgemeiner Buch
F.A.Z.-Institut, Frankfurt, 2005
ISBN: 978-3899810530
Umfang: 224 Seiten
Preis: 30,00 €

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Facebook & Co – Marktriesen unter Generalverdacht


Ja, Facebook hat es nicht leicht. An allen Ecken und Enden meckern Kritiker und Datenschützer an dem Netzwerk herum. Oft – und das sollte man auf keinen Fall trivialisieren – mit Recht, denn mit Datenschutz und Nutzerrechten nimmt es das US-amerikanische Unternehmen nicht immer so genau. Bei soviel (augenscheinlich berechtigter) Kritik, fällt es natürlich umso leichter, gegen Facebook zu wettern.

Einer der wichtigsten Kritiker, Social-Media-Experte und Medientheoretiker Geert Lovink, hielt auf der Berliner Ausstellung „transmediale“ einen Vortrag, in dem er zum „Kampf gegen die globale Macht der Social-Media-Konzerne“ aufrief. Der „Freitag“ hat Lovinks Handlungsempfehlungen in seiner Onlineausgabe zusammengefasst.

Einige von Lovinks Ausführungen sind dabei durchaus diskussionswürdig; eine einzige aber ganz besonders:

„Lokale Ansätze müssen an die Stelle globaler Netzwerke treten.“

Nicht nur, dass der „Freitag“ seine Nutzer mit den Gedanken Lovinks fast völlig allein im Regen stehen lässt. Ohne tief in die Medientheorien des Herrn Lovinks einzusteigen, ist es eigentlich nicht möglich, die ursprüngliche Bedeutung dieses Satzes zu rekonstruieren.

Wenn man den Gedanken der Dezentralisierung nun konsequent zu Ende denkt (in dem Versuch der Aussage eine Bedeutung abzuringen), dann stünde künftig in jeder Küche ein kleiner Server auf dem Kühlschrank. Das wäre absolute persönliche Datenhoheit und in Kombination mit redundanten Ausfallsystemen möglicherweise das perfekte Netz. Notwendigerweise müsste sich dann ein jeder mit den Wonnen der Netzwerktechnik befassen, denn Server brauchen schließlich Pflege und Wartung.

Auf der anderen Seite könnte sich die globale Versorgung mit Serverkomponenten jedoch als durchaus schwierig erweisen, weil Preise und Verfügbarkeit seltener Erden, wie etwa Lithium, in hohem Maße vom Handelsgebahren von Nationen, wie China abhängen.

Ansichtssache

Mit „Dezentralisierung“ könnte aber auch das Rückbesinnen auf kleine lokale Netzwerke innerhalb des Webs angespielt werden, wie es sie bereits vor dem Web 2.0 gegeben hat. Mit einer solchen „Lokalisierung“ ginge zwar eine engere, stärkere Vernetzung der Nutzer einher, doch blieben diese dann eher unter sich. Die Frage, die sich dabei aufwirft ist: Warum sollte ich auf einmal damit zufrieden sein, Nutzer nicht mehr erreichen zu können, weil sie sich nicht in meinem Netzwerk befinden? Das wäre Veränderung wider den praktischen Fortschritt.

Viel schwerwiegender wäre jedoch, dass eine „Dezentralisierung“ mit massiven wirtschaftlichen Einbußen einherginge, weil Unternehmen aus dem Kreis der Sozialen Medien ausgeschlossen werden würden. Das träfe jedoch nicht nur die Unternehmen, sondern vor allem auch die User, denn der Draht zu Marken und Firmen fiele dann weg. Erfolgsstorys und Unterhaltungswert in der B2C-Kommunikation wären damit Geschichte.

Was bleibt?

Bei all der berechtigten Kritik an Facebook & Co wäre es also ein Lichtblick, wenn sich etablierte Onlinemedien sensibler mit dem Thema beschäftigen und darüber berichten würden.  Einseitige oder unverständliche Berichterstattung können schnell zur Verunsicherung führen und Unternehmen mit großer Marktpräsenz wie Google stehen schnell unter Generalverdacht. Dann sind plötzlich nicht mehr die virtuellen Mauern und Systemgrenzen das Problem, sondern die Mauern in den Köpfen.

 

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“Ich glaube dass PRler auf einem sehr hohen Niveau jammern”

Ein großer Teil der Führungskräfte in der deutschen PR-Branche ist  unzufrieden mit seinem Verdienst – das ergab eine aktuelle Umfrage in PRimetime, einer Initiative der dpa-Tochter news aktuell. So ein Ergebnis beschäftigt uns Studenten mit PR-Schwerpunkt natürlich. Deshalb haben wir direkt mal nachgefragt, was eine junge Geschäftsführerin dazu sagt. Im Interview: Birte Frey, Gründerin von quäntchen + glück.

Birte, wie weit bist du als Gründerin und Geschäftsführerin einer Agentur für Online-Kommunikation betroffen?

Wer sich selbstständig macht, muss damit rechnen in den ersten Jahren weit weniger Geld zu verdienen als Kollegen mit Festanstellung in größeren Unternehmen. Vielleicht ein Grund, warum meine Perspektive da ein wenig anders ist, als die der befragten Kollegen. Wir haben quäntchen + glück gegründet, weil wir Unternehmen zu zeitgemäßer Online-Kommunikation verhelfen wollen: Facebookseiten auf denen gleichberechtigte Dialoge zwischen Unternehmen und Kunden geführt werden, Blogs die kein Marketing-Gewäsch, sondern Geschichten aus dem Alltag der Mitarbeiter bieten und Unternehmen, die sich voll ehrlicher Begeisterung den Möglichkeiten von Online-Kommunikation verschreiben. Wir haben die Agentur noch während unseres Studiums gegründet, um mit doppeltem Boden einige Monate zu testen, ob wir mit diesen Idealen unseren Lebensunterhalt verdienen können. Das können wir. Trotzdem muss ich manchmal schlucken, wenn ich auf meinem Konto sehe, dass da jeden Monat ein paar Hundert Euro allein für Versicherungen abgehen.

Das wichtigste Ergebnis der Umfrage: Insgesamt 33 Prozent sind teilweise oder sogar sehr unzufrieden – die Befragten nennen unterschiedliche Gründe. Wie beurteilst du diese?

Als Grund für ihre Unzufriedenheit haben 55 Prozent der Umfrageteilnehmer angegeben, dass ihr Gehalt bei ihrer Erfahrung und Ausbildung nicht angemessen ist. Ich finde das schwer zu beurteilen. Was ist angemessen? Rechnet man das pro Ausbildungsjahr? Wie misst man den Wert von Erfahrung? Insgesamt glaube ich aber, dass PRler auf einem sehr hohen Niveau jammern. Eine Kindergärtnerin absolviert in Darmstadt eine fünfjährige Ausbildung und verdient wenn sie fertig ist als Anfängerin tariflich festgelegte 1.399, 55 Euro (tövd E6 in Stufe 1 ) Nach ein paar Jahren kommt sie vielleicht auf 1.700 Euro – auch wenn sie einen Kindergarten leitet. Wie viele Führungskräfte in der PR-Branche müssen mit so wenig Geld auskommen?

Mehr als 50 Prozent der Führungskräfte würden den Arbeitgeber unter bestimmten Voraussetzungen wechseln. Welche der angegebenen Kriterien kannst du nachvollziehen?

Interessante Themengebiete und Wertschätzung der eigenen Leistung sind für mich Kriterien, die meine Arbeit liebenswert machen. Diese Punkte halte ich auch für viel wichtiger als eine Menge Geld zu verdienen. Und den Teilnehmern der Umfrage scheinen diese Punkte ja auch nicht gleichgültig zu sein. Den Wunsch nach einem interessanteren Themenfeld im Job haben immerhin 46 Prozent, die höhere Wertschätzung der geleisteten Arbeit 41 Prozent der Teilnehmer als Grund angegeben, warum sie ihren Job wechseln würden. Gründe, die auf der Hand liegen: Wer das Gefühl hat, seine Arbeit wird nicht geschätzt, der wird seine Aufgaben nie mit Leidenschaft erfüllen und hat natürlich auch keinen Spaß an Überstunden, die eine Position mit Personal- und Projektverantwortung oft mit sich bringt. Wer in der Kommunikationsbranche arbeitet, verbringt mehr Zeit am Arbeitsplatz, als mit seinem Partner oder Freunden – wer sich da nicht wohl fühlt, hat wahrlich kein schönes Leben.  

Haben dich die Umfrageergebnisse überrascht?

Ein wenig schon. Im September ist die vierte Auflage der Berufsfeldstudie „Profession Pressesprecher“ des Bundesverband deutscher Pressesprecher e.V. erschienen. Kernaussage dort: „Der durchschnittliche deutsche Pressesprecher 2012 ist 42 Jahre alt, sehr gut ausgebildet und sehr zufrieden im Job. Er oder sie hat ein Jahreseinkommen von 64.000 Euro brutto.“ Welche der Studien hat also recht? Merkwürdig finde ich auch, dass das Gehaltsgefälle zwischen Männern und Frauen in der Umfrage von PRimetime anscheinend überhaupt nicht thematisiert wird. Laut Profession Pressesprecher verdienen Frauen nämlich 20.000 Euro weniger im Jahr als ihre Kollegen. In meinen Augen ein viel wichtigeres Thema!

Welche Perspektiven oder Konsequenzen ergeben sich deiner Meinung nach jetzt für angehende Führungskräfte in der PR-Branche?

Ein großes Problem scheinen unbezahlte Überstunden und geringe Wertschätzung der Arbeit zu sein. Da sehe ich einen Ansatzpunkt. Dass unzählige Überstunden – trotz Pizza-Flat – auf Dauer auslaugen und “Kannst-du-schnell-mal-Aufgaben” mit kurzfristigen Deadlines zu Schnapp-Atmung führen, ist nichts Neues. Schön, dass dieses Problem nun immer mehr Führungskräften unserer Branche bewusst wird. Das sind ja genau diejenigen, die ihre Mitarbeiter und sich selbst aus dem als Karriereleiter getarnten Hamsterrad heraus holen können. Auf geht’s, lasst uns neue Konzepte ausprobieren, die Mitarbeiter und Chefs glücklicher machen. Bei quäntchen + glück testen wir gerade die Urlaubs-Flat: Jeder Mitarbeiter – und Chef – kann so viel Urlaub nehmen wie er will. Einzige Bedingung: Die Zeiten müssen mit den Kollegen abgestimmt werden, damit keine Kundenprojekte darunter leiden.  

Ein spannendes Konzept –  vielen Dank für deine Offenheit!

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Das Tablet und die Wirtschaft

Diese Nachricht ist bereits ein alter Hut: Der Tablet-Markt boomt. Gartner und Bitkom sehen diese Entwicklung kritisch. Allerdings ist es strittig, wie gefährlich der neue Trend wirklich ist.  

Bereits im Oktober letzten Jahres informierte die Bitkom durch eine, auf Basis aktueller Prognosen des European Information Technology Observatory (EITO) beruhende Studie, dass die Zahl der verkauften Tablets ständig steigt. Im Vergleich zu 2011 sollen die Verkaufszahlen um 52 Prozent gestiegen sein. Wurden im Jahr 2011 noch 2,2 Millionen Tablets verkauft, sind die Verkaufszahlen 2012 um eine Million angestiegen.

Doch wie das oft bei neuen Geräten ist, wird der Preis erst sehr hoch angesetzt und nach und nach gesenkt. So wohl auch bei den Tablets. Laut Bitkom ist der Durchschnittspreis eines Tablets im Jahr 2012 von 524 € auf rund 500 € gesunken. Zudem scheint es oft, als wachsen Billiganbieter nach der Einführung einer neuen technischen Errungenschaft wie Pilze aus dem Boden. Aber sehen wir weiter:

 

Einen Monat später…

Die Bitkom veröffentlichte im November 2012 erneut eine Pressemeldung, in der der Hightech-Verband auf die ständig steigenden Tablet-Verkäufe einging. Laut Bitkom besaß im Oktober vergangen Jahres bereits jeder achte Deutsche einen Tablet-PC. Laut der Studie ist dies auch kein Wunder, denn Tablets mit einer Bildschirmgröße von 7 Zoll sollen bereits ab rund 150 Euro erhältlich sein. Praktisch und handlich und dennoch eine Gefahr?

Wozu denn dann ein unhandliches Notebook kaufen, das in der Regel rund 300 Euro kostet, wenn die Billigvariante klein und handlich ist? Hinzu kommt, dass die Anbieter sich auch in technischer Hinsicht ständig überbieten. Dadurch wird der Prozess der Preissenkung auch auf dem Tablet- Markt beschleunigt. Was bei den Studien der Bitkom noch harmlos aussieht, erweist sich für Gartner als großes Problem:

Gartner spricht Klartext

Nicht nur 2012 gingen viele Tablet-PCs über den Ladentisch, auch 2013 scheint sich dieser Trend zu halten. Klingt doch gut, vor allem für die Wirtschaft. Bei genauerer Betrachtung dieses Umstands zeigt sich der Tablet- Hype jedoch von seiner schlechten Seite. Eine Studie des IT-Marktforschungsinstituts Gartner ergab, dass Tablets auch 2013 nicht wegzudenken sind. Jedoch geht Gartner auch auf die negativen Folgen dieser Entwicklung ein und wird spezifischer als Bitkom. Viele Verbraucher würden sich für günstige Tablets entscheiden. Dies schade dem Markt, so das IT-Marktforschungsinstitut.

“It is ultimately this shift toward relatively lower-priced tablets that lowers our average selling prices forecast for 2012 through 2016, which in turn is responsible for slowing device spending growth in general, and PC and tablet spending growth in particular.“  Konstatierte Richard Gordon, der stellvertretende Geschäftsführer im Management von Gartner.

 

Dramatisierung

Auch unterwegs auf dem neuesten Stand, das scheint heutzutage sehr wichtig zu sein. Mit Hilfe von Tablet-PCs lässt es sich unter anderem bequem unterwegs arbeiten und das Gewicht der Hand- oder Reisetasche leidet nicht unter den extra Kilos eines Notebooks. Was auf den ersten Blick wie ein toller Fortschritt wirkt, ist laut den Studien von Gartner und Bitkom in Wirklichkeit ein Rückschritt für die Wirtschaft.

Unter Betrachtung einer Statistik von Statista verliert jedoch beispielsweise der Vorreiter Apple Anteile auf dem Tablet-Markt. Und zwar an Anbieter, deren Tablet-PCs kaum kostengünstiger sind. Wer auf Qualität setzt, greift folglich immer noch nicht zu No -Name- Produkten. Tablets von Samsung und Asus sind nach der Statistik die größten Konkurrenten des IPads.

Eine Statistik von de.statista.com

Dies scheint weniger an den geringen Preisunterschieden zu liegen, sondern eher an der Tatsache, dass sich das Betriebssystem Android an immer größerer Beliebtheit erfreut. Microsoft steigt mittlerweile ebenfalls, mit seinem Betriebssystem Windows 8, in das Spiel mit ein und könnte sich bald zu einem großen Konkurrenten entwickeln. Wie die Statistik zeigt, buhlen folglich die großen Anbieter um Verkaufszahlen. Damit wäre der Wirtschaft nicht so sehr geschadet, wie  es Gartner vermutet. Somit bewährt sich das altbekannte Sprichwort: „Die Suppe wird nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wird“.

 

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Was Journalisten wollen

Journalisten sind oft von Pressemitteilungen genervt
Journalisten sind oft von Pressemitteilungen genervt

Eigentlich sollten PR-Fachleute den Journalisten jeden Wunsch von den Augen ablesen. Die Medienmacher wünschen sich Anregungen für interessante Themen und gut aufbereitetes Infomaterial. Stattdessen erhalten sie Massen von Pressemitteilungen, die nichts mit dem eigenen Ressort zu tun haben. Die jährliche Studie „Digital Journalism 2012“ des internationalen PR-Agenturnetzwerks Oriella deckt auf, was Journalisten wirklich wollen.

Oriella besteht aus 16 PR-Agenturen aus der ganzen Welt. Für die Studie wurden 600 Journalisten befragt. Dabei kam heraus, dass die Pressemitteilung an Wichtigkeit verliert. Letztes Jahr gaben noch 22 Prozent den Pressetext als primäre Recherchequelle an. Dieses Jahr waren es nur noch elf Prozent. Das direkte Gespräch mit den Unternehmensvertretern ist hingegen beliebter geworden. Überhaupt scheint die eigenständige Recherche aufzuleben. Wenn es schon die Pressemitteilung sein muss, so sollte diese wohlüberlegt verschickt werden. „Zugemüllt“ titelt Kolumnist Bernhard Blohm vom PR-Magazin seinen Beschwerdetext über schlampige Pressesprecher.

Journalistendaten: Ein beliebtes Gut

Automatisierte Mailprogramme mit über 1000 Journalistenkontakten machen die Versendung auf den ersten Blick einfacher und schneller. In der Praxis sind diese riesigen Verzeichnisse oft veraltet. Auf den „An alle senden“-Knopf zu drücken, zeugt nicht von professioneller Pressearbeit. Die Hälfte der Mails kommt zurück. Die Restlichen verfehlen ebenso ihr Ziel, weil die Redaktionen nichts mit dem Thema anfangen können. Blohm sieht hier auch ein Problem mit dem fragwürdigen Handel von Journalistenadressen. Die Händler würden zu den Adressen weitere Informationen angeben, zum Beispiel an welchen Themen ein Journalist angeblich interessiert sei. Der betroffene Redakteur in Blohms Kolumne ist nicht der einzige, der sich öffentlich über diese Arbeitsweise empört und damit die Reputation der PR-Branche verschlechtert.

Mit dem Schrotgewehr

Auf ihrem Blog „Widerhall“ beschreibt die Agentur für Medienbeobachtung „Blätterwald“ das Phänomen der Massenmails so: „Das ist wie mit dem Schrotgewehr in die Luft schießen – In der Hoffnung, dass man einen zufällig vorbei fliegenden Vogel abschießt.“ Die Agentur rät, die Journalisten persönlich von Themen zu überzeugen. Das sei effizienter.  Rechtlich gesehen haben Journalisten keine Chance gegen die Mailflut. Nach dem Hessischen Pressegesetz müssen die Kontaktdaten und inhaltlichen Verantwortlichkeiten der Redakteure angegeben werden.Diese Impressumpflicht ist in Paragraph sieben geregelt. Die Händler können dann auf Paragraph 4c des Bundesdatenschutzgesetzes zurückgreifen. Die Übermittlung von Daten aus öffentlichen Quellen – zum Beispiel aus dem Impressum  – ist demnach erlaubt. Trotzdem: Auch wenn das persönliche Gespräch zeitintensiver ist und mehr Feingefühl erfordert, sollten PR-Fachleute auf Massenmails verzichten.

Blogger – Die neuen Gatekeeper

Nicht im Impressum stehen die freien Blogger. Nach der Oriella-Studie bauen sich immer mehr Journalisten neben dem Redakteursjob eine eigene Blogger-Marke auf. Für den PR-Fachmann heißt es hier wieder unbedingt persönlich Kontakt aufnehmen. Social Media Plattformen haben sich mittlerweile als selbstverständliche Recherchequelle etabliert. Allerdings unterscheiden die Journalisten dieses Jahr stark zwischen ihnen bekannten und unbekannten Seiten. 54 Prozent der Journalisten nutzen Neuigkeiten von bekannten Informanten auf Microblogging-Plattformen wie Twitter. Bei unbekannten Quellen sind es nur 26 Prozent. Die bloße Anwesenheit und die Linkschleuder-Mentalität auf den sozialen Plattformen reichen demnach nicht mehr aus. Unternehmen müssen hier für ihre Aufmerksamkeit kämpfen und sich einen Namen machen. Dafür sollten sie auch etwas zu aktuellen Debatten beisteuern. Regelmäßige Teilnahme und ein klarer Standpunkt im sozialen Netz schaffen Verbündete – so die Studie.

Bild: CC0 1.0 Universal

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