IoT – Knight Rider wäre neidisch

Online-Marketing der Zukunft

Was in den 80ern noch undenkbar war, ist nun schon teilweise Realität. Generationen waren von dem Können des futuristischen Autos K.I.T.T. aus Knight Rider fasziniert. Heutzutage könnte man mit den Fähigkeiten eines Autos keine 90 Episoden mehr füllen und die Zuschauer begeistern, denn das Internet of Things ist mittlerweile Alltag geworden und in die Garagen und Häuser eingezogen. Und IoT kann mehr, als nur das Licht anmachen. Daraus ergeben sich auch für das Marketing ganz neue Aufgabenfelder.

Knight Rider
Knight Rider Held der 80er – Quelle: EST Co.,LTD. Universal Studios LLLP.

IoT ist unsere Zukunft

Die Entwickler großer Konzerne tüfteln an neuen Ideen, denn Trendforscher, Unternehmen und Agenturen sind sich über das riesige Potential des Internet of Things einig. Die Entwicklung ist rasant, so soll es bis 2020 ca. 20 Milliarden vernetzte „Things“ geben.

Um Entwicklungen in den Bereichen vernetzte Mobilität, -Industrie, -Energiesysteme und -Gebäude voranzutreiben, sucht Bosch 14.000 Akademiker. So möchte man optimal auf die neuen Anforderungen des IoTs vorbereitet sein.

Auch Marketingexperten sollten gerüstet sein… doch wie?

Wichtig ist es die neuesten Entwicklungen zu verfolgen. Es gibt kein Schema F für IoT-Marketing. Neue Ideen kann man nur entwickeln, wenn man über die neuesten Trends Bescheid weiß. Die Stärke des Internet of Things sind Verknüpfungen, deshalb sollte man nie den Blick für das große Ganze verlieren, auch wenn es auf den ersten Blick nichts mit dem eigenen Thema zu tun hat. Wer selbst mit technischen Neuerungen arbeitet, kann sich besser in die Zielgruppe hineinversetzen, denn natürlich ist diese mal wieder der Schlüssel zum Erfolg. Wenn es ihr nicht gefällt oder sie nicht erreich wird, dann helfen auch die besten Ideen nichts.

Doch welche neuen Möglichkeiten bietet das IoT und wie könnte IoT Marketing konkret aussehen?

Neue Infos über die Zielgruppe

Die vernetzten Dinge sammeln nicht nur untereinander Informationen, sondern natürlich auch über ihre Nutzer. Damit ist es noch präziser möglich die Zielgruppe kennenzulernen und zu erforschen.

Dabei können die vernetzten Dinge auch konkrete Produkte, wie zum Beispiel eine Getränkeflasche sein. Diese können direkt mit dem Konsumenten kommunizieren und ihm bei Kaufentscheidungen helfen, Hintergrundinformationen liefern oder Tipps zur Zubereitung von Cocktails zu geben. Das Unternehmen erhält dann wiederum neue Informationen über seine Kunden.

Diesen Ansatz testete schon 2015 der Getränkehersteller Diageo mit seiner smarten Flasche  Johnnie Walker Blue Label.

Johnnie Walker Smart Bottle

 

Insbesondere das vernetzte und selbstfahrende Auto erhitzt bei uns in Deutschland ganz besonders die Gemüter. Bis 2030 sollen Autos schon alleine Einkäufe vom Supermarkt abholen können. Was die skeptischen Deutschen überzeugen wird, werden wir sehen. Doch mit vernetzten Autos sind eine Vielzahl von neuen Anwendungen möglich.

Entspannte Pause auf einer langen Fahrt

Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit ihrem Auto auf einer unbekannten Route und natürlich hat man zwischendurch Hunger oder Durst und muss vielleicht auch mal auf die Toilette. Doch die bekannten Raststätten-Angebote locken die potentiellen Kunden nicht freiwillig von der Autobahn. Oder freuen Sie sich auf kulinarischen Köstlichkeiten a la verwässerter Bockwurst?!

Das smarte und vernetzte Auto könnte Ihnen jedoch helfen das beste indische Restaurant in nur 2 Minuten von der nächsten Abfahrt entfernt zu finden. Damit Sie keine Zeit verlieren, kennt das Auto das aktuelle Tagesangebot und bestellt Ihnen schon das Essen ihrer Wahl im Voraus. So habe Sie die Möglichkeit eine entspannte kurze Pause zu machen, ohne diese gestresst in einer Schlange der Raststätte verbringen zu müssen.

Navis zeigen zwar schon lange wo sich der nächste Burger King, McDonalds oder Subway befindet, doch mit Hilfe vernetzter Autos wird es auch möglich, Kunden mit Angeboten von der Autobahn direkt ins Restaurant zu locken.

Nachbestellen vergessen? – Kein Problem

Der Lieblingslippenstift, die Bodylotion oder die Rasierklingen sind leer? Auch dabei können vernetzte Produkte helfen. Durch einfache und direkte Bestellvorgänge ist es möglich, die Kunden noch stärker an eine Marke zu binden. Schon vor zwei Jahren entwickelte der Rasierklingenhersteller Gillette seine Gillette-Box. Damit ist es möglich, Rasierklingen direkt per Knopfdruck zu bestellen. Leider funktioniert es in der Praxis, aufgrund mehrerer zu bestätigender E-Mails und komplizierter Einrichtung, noch nicht perfekt, aber die Idee hat Potential. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Amazon mit seinen Dash Buttons. Zwar sind diese nicht in das Produkt integriert, aber es ist den Kunden möglich Verbrauchsartikel auf Knopfdruck nachzubestellen. Auch für Kosmetik oder Lebensmittelhersteller wären vernetzte Behälter, die Produkte per Knopfdruck verkaufen können ein mögliches Geschäftsfeld.

IoT Netzwerk
IoT-Netzwerk Quelle: Pixabay

Riesige Daten, riesige Herausforderungen

Zukunftsmusik ist das Internet der Dinge nicht mehr, doch wo die Reise hingeht, können wir auch noch nicht vorhersagen. Wie bei allen Innovationen entscheiden die Konsumenten was sich durchsetzt und Erfolg hat. Aber eins ist sicher: So nah ist das Marketing noch nie an den Konsumenten gekommen.

Die vernetzten Geräte sammeln Unmengen von Daten über ihre Nutzer und schaffen so die Möglichkeit die Kunden noch individualisierter anzusprechen. Es wird möglich die Interaktion des Kunden mit dem Produkt zu überwachen und zu verstehen. Dadurch können Produkte noch genauer auf die Kundenbedürfnisse angepasst werden.

Allerdings müssen diese Daten ausgewertet werden. Daher sind weiterentwickelte Big Data-Lösungen notwendig. Doch gerade der Kunde muss überzeugt werden. Eine große Herausforderung ist Vertrauen gegenüber der Technik und dem Unternehmen zu schaffen. Übertreiben sollten Unternehmen die “Überwachung” jedoch nicht, denn sonst fühlen sich die Kunden schnell bespitzelt. Dazu ist eine ausgeklügelte PR-Strategie notwendig. Wichtig ist, dass vor allem der Kundennutzen in den Vordergrund gestellt wird, sonst werden es Produkte im Wohnzimmer des Kunden schwer haben. Wenn dies gelingt, ergibt sich automatisch eine hohe Bindung zum Produkt und dadurch einen großen Nutzen für das Unternehmen.

Die Kommunikation zwischen unseren Geräten funktioniert schon fast so gut, wie bei Michael Knight und seinem  K.I.T.T., jedoch wird sich der dadurch ergebende Nutzen in der Breite noch zeigen müssen.

 

zu den Kommentaren

Digitalisierung richtig beigebracht – Wie Skeptiker zu Praktiker werden

DigitalWorkshopTitelbild

Die Digitalisierung ist einer der wichtigsten Entwicklungen der Kommunikation von Unternehmen oder Organisationen. Viele Agenturen beschäftigen sich mit dem Verhalten ihrer Kunden im Netz und versuchen nachhaltig davon zu profitieren. Immerhin befinden wir uns längst mitten drin in der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft.

Nichtsdestoweniger herrscht vor allem bei mittelständischen Unternehmen noch viel Skepsis gegenüber dieser Entwicklung. Aus diesem Grund müssen PR-Praktiker ihren Kunden den Wandel und dessen Vorteile oftmals näher bringen.

Wir haben neulich auf dem Digital Workshop in Frankfurt einen Profi getroffen und beobachtet, wie er – im Auftrag von Google – argumentiert.

Willkommen im digitalen Zeitalter

Christian Spancken ist Geschäftsführer der B2B Onlinemarketing Agentur  JF Concept und Marketingexperte. Er tritt als Speaker auf verschiedenen Events auf und richtet seine Ratschläge an mittelständische Unternehmen. Die Relevanz der Digitalisierung beschreibt er mit der globalen Entwicklung zur Internetnutzung. Mit der Tatsache, dass knapp 50 Prozent der Weltbevölkerung einen Internetzugang besitzt, lockt er die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer. Um die Entwicklung und ihre Möglichkeiten für Unternehmen zu zeigen, muss der Unterschied zwischen der alten und neuen Welt verdeutlicht werden.

Sein Beispiel: Viele Unternehmen arbeiten mit festen Preisen und festen Buchungen, wenn es um Werbung geht. Es wird im Voraus alles geklärt und ein “Media-Budget” ausgegeben, welches eine minimale Messbarkeit aufweise und sich kaum anpassen lasse. Dieser Weg ist jedoch wenig zielführend, denn heutzutage sollte man nicht nur seinem Bauchgefühl folgen. Spancken ist wichtig, den Kunden zu zeigen, dass Daten eine entscheidende Rolle spielen und das regelmäßige Testen und Iterieren erfolgversprechend ist.

Die Skeptiker zu Fans machen

Die weitverbreitete Skepsis hemmt den Digitalisierungsfortschritt einiger Unternehmen. Viele Offline-Händler sehen das Internet als Bedrohung. Sie befürchten, im Wettbewerb gegen die internationalen Händler und ihre Tiefpreise nicht mithalten zu können. Christian Spancken ermutigt sie jedoch und erklärt ihnen, dass neun von zehn Offline-Käufe ohne eine vorherige Internetrecherche nicht stattfinden. Dies ist nur ein kleiner Teil der User Journey. Seine Unternehmens-Kunden müssen verstehen, dass das Potenzial im Netz sehr hoch ist und sie dieses für sich nutzen sollten.

Andere seiner Kunden zeigen wenig Interesse an Google und sehen keinen Nutzen in den Werbemöglichkeiten. Diese Haltung sei jedoch verkehrt, da Google das bedeutendste Instrument für die Online-Suche ist. Zwei Millionen Suchanfragen erhält die Suchmaschine pro Minute und macht 70 Prozent der gesamten Online-Suchen aus. Durch die plattformdominierte Internetnutzung verdeutlicht Spancken  den großen Einfluss des Suchmaschinen-Riesen.

DigitalWorkshop

Der Weg zum Relevant Set

Spanckens weitere Argumentationslinie: Nicht nur das Verhalten der Nutzer hat sich geändert, sondern auch ihre Erwartungshaltung. Sie ziehen weniger Alternativen in Erwägung und vertrauen oft auf das erste Ergebnis ihrer Google-Suche. Dadurch verdeutlicht Christian die Relevanz von SEO und SEA. Zudem fordern die Nutzer direkte und hilfreiche Antworten. Seine Kunden müssen sich also bemühen, den Zweck ihrer Website der Absicht der Kunden anzupassen.

Er betont, alle seine Kunden hätten zwei wesentliche Dinge gemeinsam: Ihren Unternehmergeist und die Liebe zu ihrem Produkt. Gerade letzteres wollen sie ihren eigenen Kunden nahe bringen und eine Bindung zu diesen aufbauen. Genau dieses Ziel könnten sie durch interessenbezogene Werbung erreichen, was zudem die Kaufabsicht erhöhe. Die nutzerspezifischen Texte verringern ebenfalls die Absprungrate auf der Website. Christian rät auch zur Nutzung von Google Maps und einer standortbasierten Werbung. Denn 82 Prozent der Konsumenten handeln nach dem Sehen einer lokalen Suchanfrage. Die Relevanz des Unternehmens steige deutlich, da es sich in der Nähe befindet und die Nutzer ihre Route direkt planen können.

Bauchgefühl ist gut – Daten sind besser

Christian überzeugt seine Kunden und Zuhörer nicht mit seiner energiereichen Persönlichkeit, er überzeugt sie mit Daten! Er veranlasst seine Kunden zur datengetriebenen Steuerung, um ihre Nutzer besser  kennen zu lernen. Big Data verändert die Unternehmensprozesse genauso sehr wie das Internet. Christians Kunden sollen die Customer Journey im Detail verstehen, um das Verhalten ihrer Besucher vorherzusagen und Trends zu erkennen. Die Ergebnisse der Analysen beantworten viele Fragen zur Abhängigkeit, Segmentierung und dem Verhalten der Zielgruppe.

Zum Schluss, die wichtigsten Online-Regeln zusammengefasst:

1. Online ist Wachstum und ein strategisches Thema

2. Website ist Pflicht – eine mobile ebenfalls

3. Umdenken ist gefragt – die alten Regeln zählen teilweise nicht mehr

4. Langfristig geht es um die Zielerreichung – nicht um die Vergabe eines Budgets

5. Messbarkeit führt zum genauen Targeting – nach Region, Interessen, Inhalten

 

“Man sollte grundsätzlich mehr auf datengetriebenes Marketing setzen, statt nur auf contentbasiertes Marketing. Content ist sicherlich der wichtigste Teil, den das Internet ausmacht. Ich glaube aber, dass es viel sinnvoller ist, sich Gedanken darüber zu machen, was die Nutzer suchen und fragen und dazu passenden Content zu produzieren.”- Christian Spancken

 

Lessons Learned für mich

Als angehende PR-Praktikerin konnte ich einiges von diesem Marketing-Profi lernen. Dass wir längst im digitalen Zeitalter angekommen sind, ist nicht allen bekannt. Diese Tatsache muss man sich eingestehen. Um seinen Kunden die globale Entwicklung nahe zu bringen, zeigt man ihnen ihren persönlichen Mehrwert. Es ist auch interessant zu sehen, wie Produkte und Dienstleistungen online vermarktet werden können. Neben der eigenen Website ebenfalls auf den sozialen Medien – persönlich und emotional.

Das überzeugendste Argument war für mich die genaue Messbarkeit des Nutzerverhaltens. Daraus lässt sich für das Unternehmen eine komplett neue Zielgruppe erschließen, die nicht auf Basis von Spekulationen definiert wird. Die Datenanalyse zeigt den Status quo und lässt Schlüsse für die Zukunft ziehen. Eine bessere Möglichkeit die Nutzer zu verstehen und anschließend zu erreichen, gibt es nicht. Das bi-direktionale Marketing und die Echtzeit-Kommunikation sind die Pfeiler der digitalen Kundenbindung.

 

Unsere Autorin nahm am #digitalworkshop mit Christian Spancken, Geschäftsführer von JF Concept und Marketingexperte, teil und stellt die wichtigsten Treiber des digitalen Wandels vor. Christian Spancken ist Autor mehrerer Bücher und Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen. Er ist einer von 12 offiziellen Google Partner Academy Trainer und veranstaltet gemeinsam mit Google digitale Workshops deutschlandweit.

zu den Kommentaren

Leadership Communication: Aufs Zuhören kommt es an!

Unternehmen und Institutionen sollen heutzutage transparenter sein als je zuvor: Kunden und Mitarbeiter erwarten einen echten Dialog auf Augenhöhe, keine “Sender und Empfänger”-Kommunikation. Trotzdem wird der Kommunikation als Führungsdisziplin bis heute keine große Beachtung geschenkt: In der Managementausbildung wird Kommunikation eher “nebenbei” erlernt.


Am vergangenen Donnerstag versammelten sich Kommunikationsexperten aus Wissenschaft und Praxis in der Darmstädter Schader-Stiftung, um unter dem Titel “Leadership Communication – Communication Leadership?” darüber zu diskutieren, wie sich das Potenzial strategischer Kommunikation auf den beruflichen Alltag auswirken kann.

Im ersten Vortrag setzte sich Prof. Dr. Ulrike Röttger (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) mit der Frage “Führung mit oder durch Kommunikation?” auseinander. Durch ihre wissenschaftliche Tätigkeit weiß Röttger, dass sowohl Kommunikation als auch Führung sehr vielschichtige Konstrukte sind und es somit schwer fällt, diese zu definieren. Dadurch, dass in vielen Organisationen heute der Bedarf nach Stabilität und Orientierung wächst, nimmt auch die Kommunikation eine immer zentralere Rolle ein.


Moderne Führung bedeutet nicht nur, selbst Lösungen zu präsentieren: Stattdessen muss es Organisationsmitgliedern möglich gemacht werden, aus ihrer eigenen Logik heraus passende Lösungen entwickeln zu können. In ihrem Schlusswort betonte Röttger, dass zukunftsfähige Organisationen kommunikativ sein müssen und in Zukunft mehr über nachhaltige Kommunikation gesprochen werden muss.

Der zweite Vortrag von Dr. Christof Ehrhart (Deutsche Post DHL Group) beschäftigte sich mit “Postmoderner Unternehmenskommunikation”.


Ehrhart zufolge hat die Kommunikationsdiziplin einen Führungsanspruch. Bisher fand Kommunikation eher unilateral “von innen” aus dem Unternehmen “nach außen” zur Öffentlichkeit statt, während heute in beide Richtungen kommuniziert wird. Im Rahmen des heutigen Strukturwandels der Kommunikation wird die Öffentlichkeit um digitale Kanäle erweitert, die stark wachsen und an Bedeutung zunehmen. Ehrhart wies darauf hin, dass Empathie als neue Ressource eine große Rolle spielen wird Für Unternehmen bedeutet das, dass sie empathische Fähigkeiten gegenüber ihren Stakeholdern entwickeln müssen, um weiterhin Erfolg zu haben.

Das Thema wurde nicht nur theoretisch behandelt: Im Workshop “Hör zu! – Empathie in der Strategischen Kommunikation” trainierten die Teilnehmer unter der Anleitung von Mitarbeitern der FTI Consulting ihre kommunikativen Kompetenzen in einem Rollenspiel.


Am Case einer fiktiven Unternehmensübernahme durch einen öffentlich in der Kritik stehenden Konzern versuchte ein Vorstands-Team, möglichst überzeugend auf die Fragen und Bedenken verschiedener Stakeholder-Gruppen einzugehen. Und das nach gerade mal rund zwanzig Minuten Vorbereitungszteit. Direkt nach der Übung gaben die verschiedenen Teams – Investorinnen, Mitarbeiter, NGOs – dem Vorstand Feedback zum Kommunikationsstil: von der Argumentation bis hin zur Körpersprache.

In weiteren Workshops ging es darum, Veränderungsprozesse durch Kommunikation zu steuern, Führungskommunikation weiterzuentwickeln, Innovation durch Kommunikation zu gestalten und persönliche Kommunikation genauer in den Blick zu nehmen.

Das Highlight der Tagung

Dr. Christian Lawrence führte in Emilio Galli Zugaros neues Buch „The Listening Leader“ ein und moderierte im Nachgang eine Diskussion mit dem Autoren, seiner Tochter und Co-Autorin Clementina Galli Zugaro, Judith von Gordon und Dirk Metz.

In „The Listening Leader“ wird die These vertreten, dass erfolgreiche Führungskräfte gute Zuhörerinnen und Zuhörer sein müssen. Nur wenn Entscheider den Stakeholdern wirklich zuhören, kann eine Organisation die „Licence To Operate“ erlangen und sichern.

Hat ein „Listening Leader“ verstanden, dass die Stakeholder die Schiedsrichter im Spiel um den Erfolg einer Organisation sind, wird er oder sie das Handeln nach deren Bedürfnissen auszurichten. Wird dieses Prinzip konsequent angewandt, braucht es – und diese These dürfte nur von den wenigsten PR-Menschen im Saal geteilt worden sein – im Grunde keine weitere Unternehmenskommunikation mehr.

In einer Unternehmenskultur des empathischen Zuhörens werden Andersartigkeit und Vielfalt zugelassen. Bemerken Führungskräfte, dass Mitarbeiter bestimmte Schwächen haben, sollen sie diese nicht bemängeln, sondern sich stattdessen darauf konzentrieren, gezielt Stärken zu fördern. Das zeugt, so Galli Zugaro, von Größe.


Während der Diskussion wurden aber auch schwerwiegende Probleme in der Kommunikation und Führung angesprochen: Viele Mitarbeiter trauen sich trotz expliziter Aufforderung nicht, auf Missstände in Unternehmen hinzuweisen oder überhaupt zu widersprechen.

Emilio Galli Zugaro betonte die Wichtigkeit der einzelnen Mitarbeiter: Da Institutionen in den letzten 15 bis 20 Jahren massiv an Glaubwürdigkeit verloren haben, sei es umso wichtiger, jeden Mitarbeiter in einen Kommunikator zu verwandeln, allerdings müssten Mitarbeiter für diese Rolle auch das nötige Empowerment haben.


Judith von Gordon betonte, Coaching solle eine größere Rolle spielen. Doch zur Ansprache von Problemen müsse erst einmal eine entsprechend offene Atmosphäre innerhalb eines Unternehmens herrschen, sagte Dirk Metz. Als Schlusswort zitierte Galli Zugaro den Philosophen Zenon mit dem Satz: “Es ist kein Zufall, dass uns die Natur zwei Ohren zum Zuhören und einen Mund zum Sprechen gegeben hat.”

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt durchgeführt und durch FTI Consulting sowie den Bundesverband deutscher Pressesprecher e.V. gefördert.

  • Ein Beitrag von Julia Anna Moor und Tom Weimar
zu den Kommentaren

5 Gründe, wieso Livestreaming etwas für jeden ist

In vielen Artikeln der letzten Wochen wurde 2016 zum “Jahr des Livestreams” gekürt. Doch wieso gewinnt dieses Format so plötzlich an Beliebtheit? Wir von PR Fundsachen haben 5 Gründe und Meinungen gesammelt, wieso Livestreaming auch zukünftig von Unternehmen und Privatusern geliebt werden wird.

1.  Videos entwickeln sich

“It’s clear now more than ever that video is everything. The industry is now beginning to see live video as the most attractive offering.” – Saba Hamedy

Das Jahr des Livestreaming
2016 war das Jahr des Livestreamings

Es ist keine Neuigkeit, dass Videos online auf große Beliebtheit stoßen. Facebook hatte laut der unten abgebildeten Infografik schon Anfang 2016 durchschnittlich 8 Milliarden Video Views am Tag. Hierdurch erreichten Bewegtbilder auf Facebook wesentlich mehr Menschen, als einfache Bilder.

Doch wie alles im Netz, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich auch das Online Video-Format weiterentwickelt. Livestreaming ist also eine neue Stufe des Videos, die Video und Social Media zeitgleich verbindet. “Im Social Web geht alles Richtung Echtzeit-Kommunikation. Oder anders ausgedrückt: Bei Beiträgen, Kommentaren oder Nachrichten in sozialen Netzwerken schrumpft das Zeitfenster für eine Reaktion”, so Michael Kroker auf seinem Blog LOOK @ IT. Durch die Features der Apps können die Zuschauer also sofort auf den Content des Videos reagieren, sie geben ihnen eine interaktive Erweiterung.

Unternehmen können mit Live Q&As eine richtige Unterhaltung mit ihren Kunden führen. Aj Agrawal, CEO von Alumnify, ist der Meinung, solche Streams seien eine große Hilfe beim Bilden einer natürlichen Community, die unmöglich künstlich herbeizuführen sei. Das Publikum könne nicht nur mit dem Unternehmen, sondern gleichzeitig mit anderen Zuschauern kommunizieren und sich austauschen. Das alles innerhalb einer Anwendung. Man muss also nicht mehr zwischen verschiedenen Apps und Plattformen hin- und herspringen. Agrawal fügt hinzu, dass diese Art von Kommunikation die User Experience verbessere und bei guter Handhabung ein positives Echo erzeuge.

2.  Immer und überall

Das von Twitter gekaufte Periscope war 2015 einer der Auslöser des Livestreaming-Hypes. In ihrem ersten Blogbeitrag berichteten Periscope von ihrer Vision: Etwas zu erschaffen, dass der Teleportation so nah wie möglich wäre – das Livestreaming. Dem Sender ist es zu belieber Zeit möglich von überall zu übertragen und die Zuschauer sind live dabei.

Auch Privatpersonen können Events für Freunde live broadcasten, Erlebnisse oder sogar geschichtliche Ereignisse unverzögert mit der ganzen Welt teilen. Livestreaming macht “citizen journalism” noch einfacher und aktueller.

Eleonora Israele schreibt bei business.com, dass durch Handys, Tablets und co. fast alle Social Media-Nutzer sofort benachrichtigt werden können und sie innerhalb Sekunden online seien. In Zeiten des FOMO (Fear of missing out) möchte man nichts verpassen, daher schaut man sich ein Live-Video auch mal im Bus an, wenn es das Datenvolumen hergibt. Außerdem will Facebook mit einer Audiofunktion das Livestreaming auch bei schlechter Internetverbindung möglich machen.

3.  Große Reichweite dank Algorithmus

Facebook, YouTube, live.ly und viele andere Plattformen setzen besonders stark auf das neue Videoformat. Damit es sich auch lohnt, hat Facebook seinen Algorithmus im März 2016 so verändert, dass Live-Videos bevorzugt angezeigt werden. Ein solches Video erreicht also ein größeres Publikum als ein herkömmliches Video oder Bild.

Außerdem gibt diese Infografik preis, dass Live-Videos auf Facebook durchschnittlich dreimal so lange angeschaut werden als im Nachhinein.

Quelle: boldcontentvideo.com

Dies könnte jedoch auch daran liegen, dass man bei normalen Clips ans Ende springen kann und sich damit Zeit spart. Im Liveformat ist es dem Zuschauer nicht möglich an die spannenden Stellen zu springen oder zu versuchen den Inhalt in kleinen Häppchen zu verstehen.

Jesse Hertzberg, CEO bei Livestream, ist der Überzeugung, dass Live-Videos auch die Reichweite von Events vergrößere. Es gäbe viele Events, die unzählbar viele Menschen nicht besuchen können. Livestreaming mache es gerade für diese möglich. Das Publikum werde für so eine Chance dankbar sein.

4.  Zielgenauigkeit der Werbung

Mit der Zeit kam die Frage auf, wie bei den Livebroadcasts Werbung eingesetzt werden könnte. Mitte 2016 war Facebook sich noch nicht sicher, wie die Monetarisierung bei den Live-Videos aussehen solle. Jedoch seien Werbepausen in der Mitte von längeren Streams gut denkbar, so t3n.de.

Andreas Moring, Studiengangleiter für Communication and Media Management an der BiTS in Hamburg, schreibt in seinem Gastbeitrag für Horizont.net folgendes:

“Wer Live-Ereignisse verfolgt, der will jetzt dabei sein, nichts verpassen und konzentriert sich voll darauf. Hohe Aufmerksamkeit und Konzentration steigert die Effektivität und Wirkung von Werbung. Und für effektive Werbung, die wirkt, geben Kunden am liebsten ihr Budget aus.”

Die Zuschauer seien an der Thematik interessiert, sodass darauf abgestimmte, passende Werbung nicht zwangsläufig als ähnlich störend empfunden würde wie die bekannten Werbeformate.

5.  Der einfachste Blick hinter die Kulissen

Durch die Einfachheit der Funktion, ist Livestreaming für jeden machbar. Privatpersonen brauchen kein spezielles Equipment oder ausgereiftes technisches Know-how. Alles was nötig ist, sind ein Handy und eine Internetverbindung, so Tarun Wadhwa in seinem Artikel “2016 Is The Year Livestreaming Came Of Age

Genauso gilt das für den professionellen Bereich. Das Intime und Rohe der Videos ist ein großartiger Weg den Kunden näher an das Unternehmen zu bringen. Sie eignen sich perfekt für einen Blick hinter die Kulissen und helfen dem Unternehmen ein Gesicht zu geben. Einen solchen Blick hinter den Vorhang hat McDonald’s im Oktober 2016 gewährt. In einem 12-Stunden Livestream auf Youtube, Facebook und Periscope, zeigten verschiedene Influencer insgesamt sechs Millionen Zuschauern, wie es unter anderem hinter Eis- und Getränkemaschine hergeht.

Zusätzlich können Livestreams nicht geschnitten und bearbeitet werden wie Werbefilme und sind direkt an den Nutzer gerichtet. Dadurch wirken sie um ein vielfaches glaubhafter und das Unternehmen gewinnt an Authentizität.

Das ist erst der Anfang

Wie man sieht, bietet Livestreaming für alle Beteiligten viele Vorteile. Daher ist klar, dass dieses Format nicht so bald wieder verschwinden wird (R.I.P. Vine). Facebook, YouTube und alle anderen, die auf den Zug der Echtzeitübertragung aufgesprungen sind, versuchen alles mögliche um das “live-gehen” genauso zum Alltag zu machen wie das Selfie schießen. Zum Glück, denn wer will schon ein Selfie von Ronald McDonald?

zu den Kommentaren

#failout 2016 – oder: Wie man es nicht machen sollte

Ein neues Jahr ist angebrochen und wie jedes Jahr gab es auch in 2016 einige Beispiele für misslungene PR und Social Media Fails. Wir haben uns auf die Suche gemacht und zeigen, wie man es nicht machen sollte – oder wie man gut kontert.

NFL – Error 404: Surface not found

Der 2014 abgeschlossene Werbedeal zwischen der National Football League und Microsoft lässt den einen oder anderen schwer schlucken. Für 400 Millionen US-Dollar verpflichtete sich die Liga zur Nutzung von Microsoft Surface. Das war dem Coach während eines Matchs herzlich egal, denn anstatt – wie in der Werbeeinblendung zu sehen war – ein Microsoft Tablet für Taktikbesprechungen zu nutzen, wurden ganz klassisch Stift und Papier verwendet. Hinzu kam das unglückliche Timing der Regie, als es um die Seitenlinien-Kamera ging:

Quelle: clippit.tv

<strg+c> Schleichwerbung <strg+v> Naomi Campbell

Dass Prominente durch eine hohe Anzahl von Abonnenten eine dementsprechende Reichweite in den sozialen Netzwerken haben, ist klar. Das wusste auch Adidas und ließ das Supermodel Naomi Campbell für sich Werbung auf Instagram machen. So einfach wie es klingt, lässt sich allerdings auch als Model kein Geld verdienen. Man muss schon genauer schauen, was man aus einer Nachricht kopiert und in einen Beitrag einfügt. Der PR-Berater schrieb einen Text an Naomi, dass er sich freue, dass es ihr gut gehe und ob sie denn nicht zum Foto einen bestimmten Text schreiben könne. Das schien kein Problem für sie gewesen zu sein, denn sie kopierte den kompletten Nachrichtentext in den Beitrag. Heraus kam das:

Naomi Instagram Post

Quelle: elle.com

Glück für Frau Campbell: Die Bearbeiten-Funktion. Nach kurzer Zeit hatte sie ihren Fehler bemerkt und korrigiert. Bei 3,5 Millionen Abonnenten auf Instagram gab es jedoch den ein oder anderen Nutzer, der das Ganze gesehen und festgehalten hat – Mini-Shitstorm inklusive.

Eigentor für Mesut Gündogan

Die zwei Profi-Fußballspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan können sich auf dem Platz wohl immer auf ihre Teamkollegen verlassen. Was passiert jedoch, wenn man das gleiche Social-Media-Team beauftragt hat? Na klar: Dann kann es schon mal vorkommen, dass auf zwei verschiedenen Social-Media-Profilen der gleiche Beitrag gepostet wird.

Gündogan

Quelle: Twitter @guendogan8

Özil

Quelle: Instagram @m10__official

Die Fangemeinde nahm das ganze mit Humor und stellte fest, dass die beiden wohl den gleichen Social-Media-Manager besitzen. Oder Gündogan vielleicht sogar Özils Profile verwaltet ;).

Coca-Cola mit oder ohne Eis?

Zu wem gehört denn nun die Krim? Zum Neujahr 2016 postete Coca-Cola im Russischen sozialen Netzwerk „WK“ Neujahrsgrüße mit einer Karte von Russland – ohne die Halbinsel Krim. Nach Protesten russischer Nutzer fügte Coca-Cola die Krim hinzu und schon gab es die nächste Kritik: Ukrainische Internetnutzer riefen zum Boykott Coca-Colas auf. Kurze Zeit später nahm der Limonadenhersteller die Karte aus dem Netz, entschuldigte sich und schob die Schuld auf eine externe Agentur.

Neujahrsgrüße Cola

Quelle: theguardian.com
Bild: Coca-Cola

Dürfen wir vorstellen: Tay

Auch Microsoft hat sich in die Nesseln gesetzt. Mit Tay wurde ein AI-Bot erstellt, der die Sprache von Usern lernen und mit Fragen und Texten trainiert werden soll. Tay wurde ein weibliches Gesicht gegeben und hatte Profile auf diversen Plattformen wie Facebook und Twitter. Nach kurzer Zeit konnte Tay schon Witze erzählen, Fotos kommentieren, Antworten auf diverse Fragen geben, Spiele spielen und Wissen verbreiten. Letzteres konnte sie mit jeder Interaktion aufnehmen und so kam es dazu, dass Tay nach nur weniger als 24 Stunden zur Holocaust-leugnenden Rassistin wurde, die vergleiche zu Hitler ziehen konnte. Sie gab Bush die Schuld für 9/11 (Illuminati confirmed) und machte in ihren rund 96.000 Tweets diverse sexistische Bemerkungen. Nach kurzer Zeit verabschiedete sie sich mit den Worten, sie müsse schlafen gehen. Vermutlich um von Microsoft nachjustiert zu werden und schlimmeres zu verhindern.

Auch Interessant: unser Artikel über Chatbots

Bei Lidl schauen du musst

Lidl war ein Paradebeispiel dafür, wie man aus einem Fail einen Win macht. Ein Werbeträger klebte ein Plakat falsch herum auf und es entstand ein Slogan, den Meister Yoda nicht hätte besser von sich geben können: „Die Wahl Du hast“.

Lidl Plakat Fail

Quelle: Twitter @body_fever

Nachdem das Foto auf Twitter mehrfach geteilt wurde, bekam auch Lidl Wind von dieser Panne und konterte Schlagfertig im Starwars-Stil. Wir stellen fest: Manchmal können Fails auch nützlich sein. Respekt an Lidl.

Lidl Yoda

Quelle: Facebook @lidl

Ob im Alltag eines Social-Media-Managers, Supermodels oder Milliardenkonzerns – Fehler sind nicht selten und sollten zum Lernen genutzt werden. Nicht nur unsere eigenen, sondern auch Fehler anderer.
In diesem Sinne wünschen wir noch ein erfolgreiches 2017, wenige Fails und reichlich Wins!

zu den Kommentaren

Agiles Projektmanagment – was Scrum mit Rugby zu tun hat

Die Anleitung

In jedem Unternehmen gehört die Projektarbeit zum Alltag. Ebenso auch in der Kommunikationsbranche. Es wird viel organisiert, geplant und dokumentiert. Trotzdem hakt es immer wieder an Abläufen oder am Ergebnis. Das Modell Scrum wird schon seit längerem für die Softwareentwicklung genutzt. Jetzt auch für die Kommunikationsbranche! Betteke van Ruler brachte vor zwei Jahren Scrum in die PR. Leider ist Scrum noch nicht allzu bekannt und viele Kommunikationsprofis und Studenten kennen das Modell nicht. Deswegen wird in diesem Artikel kurz erklärt, was Scrum ist und was es mit Rugby zu tun hat. Ebenso bekommen wir einen Einblick, wie es in der Praxis genutzt wird und welche Schwierigkeiten es dabei gab. Scrum ist ein leichtgewichtiger, agiler Managementrahmen, der zur Entwicklung komplexer Projekte und Produkte genutzt wird. Ken Schwaber und Jeff Sutherland entwickelten in den 1990er Jahren das Modell. Mit einfachen Regeln, Prozessen und Techniken wird es zum Einsatz gebracht. Der Unterschied zu anderen Methoden des Projektmanagements ist, dass Scrum nicht mit detaillierten Arbeitsplänen, Checklisten arbeitet. Die Inhalte einer Projektarbeit sind flexibel. Bei Scrum werden feste Regeln befolgt.

Die Spieler

Im  Scrum-Team gibt es  drei verschiedene Rollen. Es gibt den Product Owner, den Scrum Master und das Entwicklungsteam. Der Product Owner vertritt die Interessen des Auftraggebers ist für den Backlog zuständig; er definiert die Ziele zusammen mit den Beteiligten. In einem Product-Backlog befinden sich alle relevanten Voraussetzungen für das Produkt. Der Product Owner ist für die Arbeit des Entwicklungsteams zuständig, arbeitet aber selbst nicht mit. Der Scrum Master sorgt dafür, dass der Scrum-Prozess und die Regeln eingehalten werden und hilft dem Entwicklungsteam, die Probleme selbst zu lösen. Das Entwicklungsteam besteht aus verschiedenen Profis, die aus ihren eigenen Themenbereichen kommen. Das Team organisiert sich selbst und erledigt sein Arbeit störungsfrei. Das Team besteht aus kleinen Gruppen. Es gibt keine langen Kommunikationswege und somit kommt es nicht zu Verzögerungen oder fehlendem Input. Mit einem Fazit von Jeff Bezos, möchte ich die Aussage der kleineren Gruppen befestigen:

“Kann ein Team mit zwei Pizzen verköstigt werden, hat es die exakt richtige Größe. Braucht es mehr, ist der Workflow schwieriger und die Kommunikation leidet.” – Das *Pizza-Prinzip*

Der Sprint-Backlog

Jedes Teammitglied bekommt ein Ticket, das es eigenverantwortlich bearbeiten muss. Ein Ticket ist eine Aufgabe, die zu erledigen ist. Alle Aufgaben sind im Sprint Backlog aufgeführt, der auch Aufgabenplan genannt wird. Aus diesem Arbeitsplan entstehen die nächsten Sprints.

Der Sprint

Alle Sprints können die gleiche, aber auch verschiedene Dauer haben. In der Regel dauert ein Sprint ein bis vier Wochen. Je nach Aufwand kann die Dauer variieren. Der neue Sprint beginnt direkt, wenn der vorherige beendet ist. Ein Sprint beinhaltet und umfasst das Sprint Planning, die Daily Scrums, das Sprint Review, und die Sprint Retrospektive.

Beim Sprint Planning wird die Arbeit für die kommenden Sprints geplant. Dafür gibt es ein festgelegtes Zeitfenster. In diesem Zeitfenster müssen alle Anforderungen erfüllt werden: “Was kann in diesem Sprint fertiggestellt werden? Wie wird die Aufgabe erledigt? Was ist das Sprint-Ziel?“

Bei den Daily Scrums werden täglich der aktuelle Status und Probleme besprochen und die Einsatzplanung für den Tag gemacht. Und zwar alles in maximal 15 Minuten. 

Am Ende eines Sprints werden bei dem Sprint Review alle Ergebnisse dem Product Owner präsentiert. Falls neue Anforderungen und Änderungen anfallen, wird dies im Product Backlog angepasst. Der Sprint ist erst dann fertig, wenn jedes einzelne Teammitglied versteht, was „Done“ bedeutet. Bei der Sprint Retrospektive betrachtet das Team seine eigene Leistung. Hier wird geschaut, was gut und schlecht gelaufen ist und was man für die nächsten Sprints besser machen könnte. Während eines Sprints dürfen keine Änderungen an dem Ergebnis vorgenommen werden, die das Ergebnis oder die Qualität gefährden könnten.

Wie mit einem Projekt will man mit einem Sprint etwas Bestimmtes erreichen. Jeder Sprint hat einen definierten Leistungsumfang, einen Entwurf und einen flexiblen Plan, der die Umsetzung, Arbeit und Ergebnis in die richtige Richtung führt. Ken Schwaber und Jeff Sutherland

Der Verlauf eines Sprints
Der Verlauf eines Sprints. Er wird in verschiede Schritte aufgeteilt: Sprint-Start, Sprint-Work und Sprint-Close.
"To-Do"-Tabelle
Wenn ein “To-Do” bearbeitet oder abgeschlossen wird, kann der Zettel in die entsprechende Spalte verschoben werden.

Was Scrum mit Rugby zu tun hat?

Der Begriff “Scrum” kommt aus dem Sport. Ins deutsche Übersetzt heißt Scrum “Gedränge”. Acht Spieler (“Forwards” genannt) jeder Mannschaft bilden sich mit dem Kommando des Schiedsrichters, zu einem Haufen oder auch Paket, an Kopf und Schultern und versuchen den Ball aus dem Haufen zu bekommen. Scrum beschreibt, worauf es beim Sport aber auch bei einem Projektmanagement ankommt.

Flexibilität
Dynamik
Absprachen

Die Zusammenarbeit der einzelnen Personen im Team ist beim Scrum das Wichtigste!

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Student der Hochschule Darmstadt hat Scrum bei einem Start-up-Unternehmen angewendet, um schneller und agiler zu arbeiten. Er berichtet, dass man das Modell nicht eins zu eins übernehmen kann. Je nach Aufwand und nach Anzahl der Mitarbeiter muss das Modell angepasst werden. Bei diesem Projekt wurden die Daily Meetings zu wöchentlichen Meetings verändert. Das Einlesen, die Einarbeitung und die Kontinuität mit den Meetings waren am Anfang sehr schwer, wurden aber irgendwann zur Routine. Jedes einzelne Teammitglied muss flexibel sein, sich anstrengen und sich mit dem Thema auseinandersetzen.

Für Mitarbeiter, die jahrelang mit dem Wasserfallmodell gearbeitet haben, ist es schwerer, sich auf ein neues Modell einzulassen. Sie sind in Ihrem Arbeitsablauf festgefahren und oft nicht flexibel. Deswegen ist es für viele Unternehmen schwer, das Scrum-Modell bei einem Projekt umzusetzen.

Scrum in der Kommunikationsbranche

Potential hat Scrum sicher auch in Agenturen, beispielsweise, wenn es um komplexe Website-Projekte geht. Van Ruler empfiehlt Scrum auch für die Entwicklung von Kommunikationskonzepten. Das traditionelle Vorgehen – also: Analyse – Zielgruppen – Ziele, Strategie – Taktik – Kontrolle – ist aus Sicht der Professorin zu linear und wird aktuellen Anforderungen werden nicht mehr gerecht. Denn: Oft ändern sich die Rahmenbedingungen schneller als eine Kampagne nach klassischem Modell durchgeführt werden kann, schreibt sie. Die grundlegende Herausforderung bleibt aber auch bei Scrum: Realistische, akzeptable und messbare Ziele.

Zum Nachlesen: In dieser 15-Minütigen Präsentation wird Scrum nochmal kurz erklärt.

zu den Kommentaren

Chatbots und die Zukunft der Apps – Die Diskussion der Branche

“Wird es heute regnen?”

“Ja, es wird von 9 – 13 Uhr leicht regnen. Ziehe dir wasserabweisende Schuhe an. Ab 13 Uhr kommen starke Windböen mit 55 km/h dazu. Ziehe dir also auch eine winddichte Jacke an.”

Klare Antworten und konkrete Empfehlungen. Die Kommunikation der Zukunft?
Sie werden immer besser und können auch komplexere Dialoge führen. Die Rede ist von Chatbots.

Einige Unternehmen verwenden bereits Bots, um mit ihren Kunden zu kommunizieren. Dies sei kostengünstiger, als Personal einzusetzen und dem Kunden wird eine 24 Stunden-Erreichbarkeit angeboten. Werden Wetter-App und Unternehmenswebsites also bald überflüssig?

Experten sind sich einig, dass Bots weiterentwickelt und den Markt fluten werden. Die Frage, inwieweit sie in Zukunft Apps oder womöglich sogar Websites ersetzen und diese unnötig machen werden, wird in der Medienbranche stark diskutiert.

PR-Fundsachen hat unterschiedliche Meinungen und interessante Artikel recherchiert, um sich einen Eindruck über das Stimmungsbild in der Branche zu verschaffen.

Wie intelligent sind Chatbots?
Wie intelligent sind Chatbots?

“Bots will be able to understand you completely”

Matt Schlicht, der Gründer des amerikanischen Online-Magazins chatbotmagazin“, ist sich sicher, dass Apps und Websites komplett durch Bots ersetzt werden. In seinem Artikel How bots will completely kill websites and mobile appserklärt er dem Leser auf unterhaltsame Weise, warum Apps keine Zukunft mehr haben.

Schlicht geht davon aus, dass zukünftig jedes Unternehmen einen Bot haben wird, um mit seinen Kunden kommunizieren zu können. Dies begründet er wiederum mit den ansteigenden Messenger-Zahlen. Denn die Nutzerzahlen der vier größten Messenger Apps würden seit 2015 höher sein als die der vier größten sozialen Netzwerke.

Schlicht ist der Meinung, dass Unternehmen einen Weg finden müssen, auf den Messenger-Plattformen aktiv zu sein, um dort Kontakte mit potentiellen Kunden zu schaffen. Da Bots Personalkosten für die Kommunikation ersetzen, sei es nur logisch, dass Bots statt Mitarbeiter dafür eingesetzt werden.

Als weiteren Grund nennt Schlicht den zukünftig schnelleren Zugriff auf die Bots. Bis eine Website vollständig geladen ist, vergehen häufig mehrere Sekunden. Apps müsse man erst herunterladen, um sie nutzen zu können. Bots hingegen reagieren sofort, und der Nutzer muss nicht lange auf eine Antwort warten.

Der wichtigste Punkt in der Argumentation von Schlicht ist die Benutzerfreundlichkeit der Bots. So seien Bots viel benutzerfreundlicher als Websites und Apps, da man sich auf jeder Website und App erst einmal zurechtfinden und deren „Sprache“ lernen müsse. Um Bots zu nutzen, würden wir nur unsere natürliche Sprache benötigen:

„Instead of needing to constantly learn visual interfaces, bots will enable us to naturally use language, the first interface we were ever taught.“

Schlicht prognostiziert, dass Bots in fünf bis zehn Jahren in der Lage sein werden, uns komplett zu verstehen.

Alles braucht seine Zeit

Ganz so radikal wie Schlicht sieht Michael Klaas, Dozent für Digitales Marketing an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, die aktuelle Chatbot-Entwicklung nicht. Er geht davon aus, dass Chatbots Teil der bestehenden Kommunikations-Apps werden. Allerdings würde es noch Jahre dauern, bis Chatbots bestehenden Kommunikationskanälen ernsthaft Konkurrenz machen können.

Ähnlicher Meinung ist auch der App-Entwickler Mathias Wellig, der behauptet, dass Apps kurzfristig nicht von Bots ersetzt werden. Entscheidender sei die Frage, wie sich das Zusammenspiel von Bots und Apps gestalten wird. Dass Bots kommen werden, steht für beide außer Frage.

Die vollständige Argumentation von Klaas und Wellig sowie interessante Hintergrundinformationen zum Entwicklungsstand der Bots der Techgiganten Apple, Facebook, Google und Co. können im Onlineartikel der Sonntagszeitung nachgelesen werden.

“Bots sind wie neue Apps”

Microsoft-Chef Satya Nadella beschreibt Bots als neue Apps, die aus einer Unterhaltung heraus im Hintergrund automatisch auf Apps zugreifen und uns angeforderte Informationen liefern. So spare man sich die Suche nach Websites und das Aufrufen bzw. das Herunterladen weiterer Apps.

Interessante Aussagen zur Zukunft von Chatbots trifft auch der Investor Fabian Westerheide in einem Interview mit internetworld. Er berichtet von einem Chatbot, der über eine App bereits mehr als fünfzig verschiedene Dienstleistungen anbieten kann. Auch Westerheide ist der Meinung, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis Chatbots für uns alltäglich werden: “Drei bis fünf Jahre ist hier das Ziel. In zehn Jahren werden wir total natürlich mit Maschinen reden, schreiben oder denken”.

Eine interessante Befragung, die Technologie-Anbieter Oracle zusammen mit dem Forschungsunternehmen Coleman Parkes durchgeführt hat und die von der Horizont zusammengefasst wurde, stützt Westerheides These. Bei dieser haben 80% der befragten Unternehmen angegeben für ihre Kundenbetreuung spätestens in vier Jahren Chatbots einzusetzen.

Nach Westerheide könnte bald alles, was heute als App auf dem Handy ist, durch Chatbots ersetzt werden. Viele Webseiten würden wegfallen. Man müsse weniger surfen, um Antworten zu bekommen. Wir müssten auch nicht mehr zu Google gehen, wenn unser persönlicher Chatbot uns die Lösungen direkt suche und dabei jedes Mal mitlernen würde.

robot-1797548_640

Chatbots: Aktuelle Beispiele

In unterschiedlichen Branchen sind Chatbots bereits ein fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation, insbesondere in Asien. Hierzulande sind sie meist noch im Versuchsstadium. Klar ist aber: Je “intelligenter” Chatbots werden, desto mehr verändern sie die Kundenkommunikation. Doch auf welchem Stand sind die Bots heute schon?

Maßgeschneidertes Kochen

Jeden Tag ein neues Kochrezept – das verspricht Dinner Ideas, ein Chatbot, mit dem ich über den Facebook Messenger kommunizieren kann. Dinner Ideas hilft auch, wenn man einmal nicht weiß, was man auf den Tisch des Hauses bringen soll. Der Nutzer schickt dem Bot eine Liste mit Zutaten, die er im Kühlschrank hat, und der Rezepte-Bot sendet das passende Rezept zurück.

Noch besser als im Reisebüro!

Auch die Tourismus-Branche hat die Vorteile von Chatbots erkannt. Wie komme ich günstig von München nach Paris? Skyscanner zum Beispiel sagt dem Reisenden durch einen Bot die günstigsten Flüge an. In einem knappen Dialog werden alle nötigen Reisedaten abgefragt. Die Suchtreffer sind mit einem Shop verlinkt, wo die Tickets gekauft werden können. Man muss sich also nicht selbst durch zahlreiche Eingabefelder klicken – der Bot regelt alles.

Reise-Chatbots informieren auch über eventuelle Verspätungen beim Abflug oder Verzögerungen beim Check-In. So muss der Reisende sich die Informationen nicht mehr selbst suchen – er bekommt alle wichtigen Änderungen über den Chatbot auch ohne Anfrage. Vor kurzem hat zum Beispiel die Fraport AG ihren Bot für Reisende am Frankfurter Flughafen vorgestellt. “FRAnky” gibt neben Echt-Zeit-Informationen zum gebuchten Flug auch Anleitungen zur Nutzung des kostenlosen WLAN. Außerdem gibt er Tipps zu Restaurants am Flughafen und hilft dem Reisenden den kürzesten Weg zum Gate zu finden. Kommunizieren kann man mit “FRAnky” über den facebook Messenger.

Was bringt die Zukunft?

Wie die Zukunft der Bots in den nächsten Jahren tatsächlich aussehen wird, ist noch ungewiss. Fest steht – und da sind sich die Experten der Branche einig – dass sich Bots stetig weiterentwickeln und definitiv Teil unseres Lebens sein werden.

Ob Apps oder gar Websites letztlich komplett durch Chatbots ersetzt werden, bleibt abzuwarten.
Fakt ist, dass es bereits viele Unternehmen gibt, die in dem neuen Marktsegment, das die Entwicklung der Chatbots eröffnet hat, von Beginn an mitspielen wollen. Doch eine eindeutige Antwort, wie die Interaktion zwischen Messenger, Chatbot, Apps, Websites Unternehmen und Nutzer konkret aussehen wird, können auch sie (noch) nicht geben.

Spannende Fakten rund um das Thema Chatbots gibt es auch auf dem PR-Fundsachen Channel bei medium. Dort analysieren Studenten des Master-Studiengangs Medienentwicklung unter der Rubrik “Messenger & Bots”, welches Potenzial Chatbots für die PR haben.

zu den Kommentaren

Humor in der Kommunikation – 1 Versuch ist es wert, vong Erfolg her

Lachen ist gesund. So begleitet der Humor unser alltägliches Leben und eben auch im World Wide Web. Besonders in den sozialen Medien findet witziger Content großen Zuspruch. Viele Unternehmen machen sich dies zunutze. Wieso Humor in der (Online-)Kommunikation wichtig ist und worauf Unternehmen achten sollten, möchten wir in diesem Artikel aufzeigen.

Entscheiden Unternehmen sich dazu, in ihre Kommunikation witzigen (und viralen) Content einfließen zu lassen, zeigt das den Usern, dass es sich mit dem Alltag ihrer Zielgruppe beschäftigt. Das Unternehmen wird vermenschlicht und kommuniziert auf freundschaftlicher Ebene. Aber…

Witzig kann nicht jeder

Die Leichtigkeit, witzige Inhalte von sich zu geben, ist nicht jedem angeboren und kann nur schwer erlernt werden. Ein erzwungener Witz kann sich als Fettnäpfchen entpuppen und stark an der Authentizität des Unternehmens kratzen. Deshalb sollten folgende Fragen beherzigt werden: „Wird meine Zielgruppe den Witz verstehen? Ist der Witz noch zeitgemäß? Wird jemand mit meinem Witz beleidigt (Achtung: Shitstorm!)? Und was passiert, wenn der Witz schiefgeht? Für Unternehmen gilt es eine Balance zwischen Witz, Provokation und (auf Marken abgestimmte) Inhalte zu finden. Gar nicht mal so einfach.

Das Ziel ist die Aufmerksamkeit

In den Unmengen an Content, der uns tagtäglich in unserer Timeline begegnet, will man herausstechen und auffallen. Sieht der Nutzer etwas Lustiges oder Unerwartetes, erhöht dies seine Aufmerksamkeit. Ist der Witz wirklich gut gelungen, möchte der Nutzer diesen mit seiner Community teilen. Mit etwas Glück hört das Teilen nicht mehr auf und der Content geht viral. Doch was ist notwendig, um die Leute zum Lachen, oder wenigstens zum Schmunzeln zu bringen?

Memes in aller Munde

Ist man besonders aufmerksam in den Weiten des Internets unterwegs, kommt man nicht an Memes vorbei. Darunter versteht man Insiderwitze, die die Internetkultur seit einigen Jahren prägen. Sie sind schnelllebig, weshalb ein gekonnter Umgang damit vorausgesetzt wird. Schön kann man dies am Beispiel des diesjährigen Meme „was ist das für 1 life?“ sehen. Einige große Firmen nutzen die Bekanntheit des witzigen Jugendslangs für ihre Social-Media-Kanäle. Sei es die Sparkasse, Pick-up oder sogar die DKMS. Ob es noch witzig, angemessen oder schon überstrapaziert ist, entscheidet die Zielgruppe.

14212072_1587393168229193_3546540411641099025_n1
http://www.dasbesteaussocialmedia.de/wp-content/uploads/2016/1114212072_1587393168229193_3546540411641099025_n1.png

Mit Humor gegen „Hater“

Verfügt man über ein Talent für Schlagfertigkeit, kann man lustigen Content erstellen, indem man auf negative Kommentare in cleverer Art und Weise antwortet. Es ist nichts Neues, dass die Menschheit Drama und Gossip liebt. Das machen sich zahlreiche Marken zu Nutze und stacheln sich, selbstverständlich mit Witz, gegenseitig an. So kann man entweder ein paar zusätzliche Sympathiepunkte ergattern, aber auch seinem Image schaden.

Hier ein paar nette Beispiele :

14524545_1600430206925489_242900944342159344_o
http://www.dasbesteaussocialmedia.de/wp-content/uploads/2016/11/14524545_1600430206925489_242900944342159344_o.png
14352426_1593119990989844_5365461110299206304_o
http://www.dasbesteaussocialmedia.de/wp-content/uploads/2016/0914352426_1593119990989844_5365461110299206304_o.png

Kurz gesagt: An Humor kommt man nicht vorbei. Ganz besonders nicht in der Unternehmenskommunikation. Es schafft eine Transparenz für die Zielgruppe und vermenschlicht das Unternehmen. Dafür lohnt es sich ein gewisses Risiko einzugehen. Denn ein paar Fettnäpfchen sind im Gegensatz zur Irrelevanz wirklich zu verkraften.

zu den Kommentaren