Humor in der Kommunikation – 1 Versuch ist es wert, vong Erfolg her

Lachen ist gesund. So begleitet der Humor unser alltägliches Leben und eben auch im World Wide Web. Besonders in den sozialen Medien findet witziger Content großen Zuspruch. Viele Unternehmen machen sich dies zunutze. Wieso Humor in der (Online-)Kommunikation wichtig ist und worauf Unternehmen achten sollten, möchten wir in diesem Artikel aufzeigen.

Entscheiden Unternehmen sich dazu, in ihre Kommunikation witzigen (und viralen) Content einfließen zu lassen, zeigt das den Usern, dass es sich mit dem Alltag ihrer Zielgruppe beschäftigt. Das Unternehmen wird vermenschlicht und kommuniziert auf freundschaftlicher Ebene. Aber…

Witzig kann nicht jeder

Die Leichtigkeit, witzige Inhalte von sich zu geben, ist nicht jedem angeboren und kann nur schwer erlernt werden. Ein erzwungener Witz kann sich als Fettnäpfchen entpuppen und stark an der Authentizität des Unternehmens kratzen. Deshalb sollten folgende Fragen beherzigt werden: „Wird meine Zielgruppe den Witz verstehen? Ist der Witz noch zeitgemäß? Wird jemand mit meinem Witz beleidigt (Achtung: Shitstorm!)? Und was passiert, wenn der Witz schiefgeht? Für Unternehmen gilt es eine Balance zwischen Witz, Provokation und (auf Marken abgestimmte) Inhalte zu finden. Gar nicht mal so einfach.

Das Ziel ist die Aufmerksamkeit

In den Unmengen an Content, der uns tagtäglich in unserer Timeline begegnet, will man herausstechen und auffallen. Sieht der Nutzer etwas Lustiges oder Unerwartetes, erhöht dies seine Aufmerksamkeit. Ist der Witz wirklich gut gelungen, möchte der Nutzer diesen mit seiner Community teilen. Mit etwas Glück hört das Teilen nicht mehr auf und der Content geht viral. Doch was ist notwendig, um die Leute zum Lachen, oder wenigstens zum Schmunzeln zu bringen?

Memes in aller Munde

Ist man besonders aufmerksam in den Weiten des Internets unterwegs, kommt man nicht an Memes vorbei. Darunter versteht man Insiderwitze, die die Internetkultur seit einigen Jahren prägen. Sie sind schnelllebig, weshalb ein gekonnter Umgang damit vorausgesetzt wird. Schön kann man dies am Beispiel des diesjährigen Meme „was ist das für 1 life?“ sehen. Einige große Firmen nutzen die Bekanntheit des witzigen Jugendslangs für ihre Social-Media-Kanäle. Sei es die Sparkasse, Pick-up oder sogar die DKMS. Ob es noch witzig, angemessen oder schon überstrapaziert ist, entscheidet die Zielgruppe.

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Mit Humor gegen „Hater“

Verfügt man über ein Talent für Schlagfertigkeit, kann man lustigen Content erstellen, indem man auf negative Kommentare in cleverer Art und Weise antwortet. Es ist nichts Neues, dass die Menschheit Drama und Gossip liebt. Das machen sich zahlreiche Marken zu Nutze und stacheln sich, selbstverständlich mit Witz, gegenseitig an. So kann man entweder ein paar zusätzliche Sympathiepunkte ergattern, aber auch seinem Image schaden.

Hier ein paar nette Beispiele :

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Kurz gesagt: An Humor kommt man nicht vorbei. Ganz besonders nicht in der Unternehmenskommunikation. Es schafft eine Transparenz für die Zielgruppe und vermenschlicht das Unternehmen. Dafür lohnt es sich ein gewisses Risiko einzugehen. Denn ein paar Fettnäpfchen sind im Gegensatz zur Irrelevanz wirklich zu verkraften.

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“Digital durchstarten” mit Facebook Blueprint?

Der Internet-Gigant Facebook richtet sich seit Anfang des Jahres  an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland. Mit der Initiative “Digital Durchstarten” tourt Facebook durch die Republik und leistet über direkten Kontakt Hilfestellung bei der Digitalisierung. PR-Fundsachen war bei einem Zwischenstopp in der IHK Darmstadt vor Ort.

Digitalisierung als Herausforderung für KMUs

Der Begriff Digitalisierung ist in Deutschland mittlerweile omnipräsent. Die Anpassung der Unternehmensstrategie, der Marketingaktivitäten und anderer Bereiche von Unternehmen auf den Puls der heutigen Zeit erweist sich für viele kleinere Unternehmen als enorme Herausforderung. Inwieweit Facebook bei diesem Schritt behilflich sein kann, erklärte Facebook Partner Chris von den Hoff während des Events in Darmstadt.

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Bereits über eine Million deutsche KMUs nutzen Facebook, um mit Neu- und Bestandskunden in Verbindung zu bleiben. Die Nutzung von Facebook in Deutschland findet hauptsächlich über Mobilgeräte statt (siehe Grafik). Was diese Zahlen klar ausdrücken sollen: Ein Facebook-Auftritt ist heutzutage unumgänglich, um seine Zielgruppe zu erreichen.

E-Learning mit Facebook Blueprint

“Es gibt keine in Stein gemeißelten Regeln, aber es gibt eine Handvoll Prinzipien, die man beachten sollte”, so von den Hoff. Eine Facebook-Unternehmensseite zu erstellen, ist schnell erledigt; sie jedoch erfolgreich am Laufen zu halten, erfordert eine Strategie. Hier greift Facebook mit seiner E-Learning-Plattform “Blueprint” Unternehmen und Marketern und die Arme. Mit didaktisch aufgebauten Online-Kursen werden alle Inhalte und Funktionsweisen visuell und teils live vermittelt – und das kostenlos.

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Facebook Blueprint entstand bereits im Frühjahr 2015 und hat sich seitdem stark weiterentwickelt. Das Angebot an Lehrvideos ist deutlich angestiegen und beinhaltet unter anderem auch Anleitungen für die Facebook-Tochter Instagram. Darüber hinaus ist Blueprint kein reines Schulungsprogramm mehr, sondern bietet die Möglichkeit, sich über eine Prüfung (gegen Prüfungsgebühr) als zertifizierter Werbeexperte von der Konkurrenz abzuheben. Ahnlich wie es Google mit seinen Partnerstatus-Prüfungen tut.

Reichweite ohne Budgeteinsatz möglich?

Auffallend im Lernportfolio von Facebook Blueprint ist der werbliche Charakter. Es gibt Anleitungen zu Werbeanzeigen, Werbezielen, Zielgruppen oder Kampagnenoptimierung. Will Facebook also mit den Kursen vor allem sein eigenes Geschäftsmodell unterstützen? Berechtigt war daher eine Frage aus dem Publikum, ob eigene unbezahlte Posts überhaupt eine Chance haben, im Newsfeed ihrer Zielgruppe und Abonnenten zu erscheinen.

Der wichtigste Faktor für Reichweite, sei nach wie vor die “Qualität des Contents”, antwortete Chris von den Hoff. Zudem sei Facebook daran interessiert, Unternehmensbotschaften im Algorithmus nicht zu vernachlässigen. Diese Erkenntnis gilt wohl eher für Unternehmen mit einer bereits großen Community. Für komplette Neueinsteiger wird es jedoch kaum ohne einen finanziellen Anschubser möglich sein, die Reichweite der eigenen Botschaften auszubauen.

Facebook Blueprint als Hilfe

Unser Fazit: Facebook Blueprint erleichtert kleinen und mittelständischen Unternehmen in Form von Anleitungen und Best Practices den Start in die Facebook-Welt. Die Nutzung der Plattform ist kostenlos und leicht zugänglich. Ebenso haben auch erfahrene Nutzer die Möglichkeit, ihre Kenntnisse aufzufrischen und zu erweitern.

Doch gerade im strategischen Bereich sind die Verantwortlichen auf sich allein gestellt. Logischerweise gibt es kein Patentrezept für reichweitensteigernden Content. Authentizität und Qualität sind immer von Unternehmensform und Zielgruppe abhängig. Hier sind Agenturen oder Berater aufgrund ihrer Erfahrung oft der bessere Ansprechpartner, sollte keine eigene Inhouse-Lösung vorhanden sein.

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Worum geht es beim Fan-Prinzip? Ein Interview mit Guido Augustin

Als Geschäftsführer Kommunikation bei forum!, ein Marktforschungs- und Beratungsunternehmen, das sich auf die Analyse und Optimierung unternehmerischer Beziehungen spezialisiert hat, möchte Guido Augustin vor allem eins: Kunden von Unternehmen zu Fans machen. Wie genau das funktioniert und welche Rolle dabei das Fan-Prinip spielt haben wir in einem Interview herausgefunden.

Gudio Augustin bei der Vorstellung des Fan-Prinzips
Gudio Augustin bei der Vorstellung des Fan-Prinzips

Können Sie erläutern was genau hinter dem Fan-Prinzip steckt und welchen Nutzen es für Unternehmen hat?

Entwickelt haben es die beiden Autoren des Buchs „Das Fan-Prinzip“, Roman Becker und Prof. Gregor Daschmann, mein Kollege in der Geschäftsführung und unser wissenschaftlicher Beirat. Im Grunde genommen ist die Fan-Forschung älter und ist vor allem im Sport oder der Kultur häufig wiederzufinden. Es ist noch nicht lange her, da war ich nach einem Heimspiel von Mainz 05 für ein Bier in einer Kneipe, als ein Mann den Raum betrat. Auf seinem Oberarm prangte ein Handteller großes Tattoo mit dem Firmenlogo von der Motorradmarke „Harley Davidson“. Da muss man sich doch fragen, was es für ein Unternehmen bedeutet, wenn Menschen sich so etwas stolz tätowieren lassen, oder? Letztlich steckt eine emotionale Idee dahinter: Wenn sich deine Kunden wie echte Fans verhalten, dann kannst du keine besseren Kunden haben. Sie kaufen regelmäßiger ein, geben im Schnitt mehr Geld aus, folgen dir überall hin und empfehlen dich aktiv weiter. Das Verhalten ist langfristig ausgelegt.

 

 

Welche Unternehmen kommen auf Sie zu?

Unsere Kunden sind vor allem große Unternehmen, wie beispielsweise Banken, Sparkassen, Krankenkassen oder Autovermieter, aber auch viele mittelständische Unternehmen, die in ihrem Bereich führend sind. Ich selbst verantworteden Bereich der Unternehmenskommunikation, da machen wir auch viel Projektgeschäft.

 

 

Gibt es Unternehmen, für die das Fan-Prinzip nicht geeignet ist?

Nein, gibt es nicht. Das ist jetzt keine typische Marketingaussage, denn das Fan-Prinzip läuft auf anthropologischer Ebene ab. Ein Freund fragte mich letztens, ob das Prinzip auch in China funktionieren würde. Klar funktioniert es dort auch! Wenn erst einmal der Grundgedanke angenommen wurde, kann man danach viele verschiedene Applikationen aufbauen, die man stetig weiterentwickeln kann. Wir fangen viele Kundengespräche an und sagen, dass wir das Verhalten der Kunden messen und dieses ändern können. Aber man kann auch an der Mitarbeiterloyalität arbeiten, an der Kundengewinnung, dem Stakeholder-Management oder der klassischen Pressearbeit. Es gibt da viele verschiedene Bereiche.

 

 

 Wie werden Kundentypen im Fan-Prinzip gruppiert?

Kundenzufriedenheit muss auf der Leistungsebene stimmen. Dies reicht allerdings nicht aus, denn eine stabile Beziehung entsteht erst, wenn eine emotionale Bindung entsteht. Wenn beide Aspekte stark ausgeprägt sind, dann können wir von Fans sprechen. Ähnlich stark, aber doch ein bisschen niedriger können wir die Sympathisanten ansiedeln. Das Aktivitätslevel unterscheidet sich von den Fans, da Sympathisanten prozentual weniger weiterempfehlen oder gar verteidigen. Was danach kommt, nennen wir Söldner. Diese Gruppierung strebt mehr nach der Zufriedenheit, vor allem mit Blick auf den finanziellen Aspekt. Emotional stark gebundene, von der Leistung allerdings nicht zufriedene Kunden werden als Gefangene bezeichnet. Und zum Schluss gibt es noch die typischen Gegner, die zwar in einem Verhältnis mit dem Unternehmen stehen (beispielsweise einem Vertrag), trotz allem aber überhaupt nicht zufrieden sind. Diese Gruppierung ist gefährlich, da diese Negativpropaganda macht. Im Rahmen der Krisenkommunikation ist dies besonders wichtig. Abschließend sei aber gesagt: Schau, dass du deine Fan-Quote steigern kannst und du deine besten Kunden weiterentwickelst. Diese Gruppe muss wachsen. Daneben können wir Sympathisanten und Söldner weiter nach oben ziehen und sie so zu Fans machen. Dort ist das wichtige Potential zu finden, um sein Fundament schließlich weiterzuentwickeln.

 

Grafik Fan-Prinzip

Wie genau schafft das Fan-Prinzip eine Umgruppierung von Gegnern zu Fans? Ist das überhaupt möglich?

Innerhalb der Kundengruppen kommt es zu dauerhaften Bewegungen. Potential gibt es immer, denn niemand steigt zu Beginn als Gegner ein. Wer kauft sich denn einen teuren Mercedes, obwohl er das Auto überhaupt nicht mag? Man steigt im Fan-Prinzip mindestens als Söldner in die festgelegten Gruppierungen ein. Einer unserer Kunden ist die ING-DiBa, eine Direktbank wie ihr bestimmt wisst. Wir haben deren Fan-Quote gemessen und herausgefiltert, was diesen besonders wichtig ist: Es ist die Qualität und Geschwindigkeit im Service. Daher weiß der Kunde, auf was er fokussieren soll, um die Beziehung zu seinen Kunden zu verbessern. Wir können messen, was die Botschaft an die Kunden sein kann oder soll und wie man die Kunden direkt und maßgeschneidert anspricht. Dadurch kommt am Ende auch der Erfolg, denn zufriedene und emotional gebundene Kunden haben einen sehr viel höheren Kundenwert.

 

Hier geht es zu forum! Für beste Beziehungen: www.forum-mainz.de

 

 

 

 

 

 

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Existenzgründung mit Thunderclap-Aktionen, ein Interview mit Jörn Hendrik Ast

Ein neues Unternehmen zu Gründen ist ohne großes Budget gar nicht so einfach, doch die Onlinekommunikation bietet völlig neue Wege und Möglichkeiten durch Marketing und PR auf sich aufmerksam zu machen.

Wir haben uns gefragt, wie Gründer kommunizieren, die das Cluetrain-Mainifest im Kopf haben und die im Social Web zu Hause sind. Inwieweit Facebook, Instagram und Twitter eine Rolle beim Aufbau eines Online-Business spielt und welche weiteren PR-Ansätze, wie z.B. Thunderclap-Aktionen wichtig sind, um mit neuen Menschen und Geschäftspartnern in Kontakt zu treten.

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Hierzu haben wir den Autor, Blogger und Gründer Jörn Hendrik Ast befragt. Er hat sich auf die Themen New Work und Social Recruiting spezialisiert. Zusammen mit Inken Arntzen gründete er Ende 2013 superheldentraining.de. Sie sehen es als Institut für den Arbeitsplatz der Zukunft und möchten damit Menschen unterstützen, heraus zu finden, was sie im Arbeitsleben wirklich tun wollen. Sie haben darin einen „Superhelden“-Test entwickelt, bei dem man erfahren kann, welcher Karrieretyp man ist. Er dient als erstes zur Orientierung, denn nur wer weiß, was seine Bedürfnisse erfüllt – wird auf Dauer glücklich und zufrieden sein. Dann geht es weiter, mit speziell auf die „Superhelden“ zurecht geschnittenen Workshops und Workouts.

Im Interview erzählt Jörn Hendrik über die Anfänge des Projekts, bis hin zu PR-Aktionen, die ihnen halfen ihr Startup voran zu treiben. Er gibt auch einen kurzen Einblick wie sich Online-PR/ -Marketing generell weiterentwickelt haben.

Superheldentraining.de, dahinter stecken Inken Arntzen und Jörn Hendrik Ast, seit wann kennt ihr euch und seit wann gibt es euer Coaching-Business?

Inken und ich kennen uns schon seit 2010, noch bevor wir beide in das betahaus Hamburg zum Coworken gezogen sind. Dort haben wir lange als Coworker zusammen an Projekten gearbeitet.

Als dann Ende 2013 klar war, dass ich nach Berlin ziehe, haben wir diese gute Zusammenarbeit mit einem Projekt gekrönt, einem gemeinsamen Blog. Der erste Blogpost ging nach Weihnachten am 28.03.2013 online. Danach entwickelten wir lange an unserem Herzstück, der Superhelden-Typologie und launchten im August 2014 unseren Test in der ersten Version. Ein halbes Jahr später kam dann unser erstes dreitägiges Superhelden-Training.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, eine andere Art von Karrieretraining zu entwickeln und das dann (u.a. auch) als Online Business umzusetzen?

Wir sind beide durch und durch Onliner. Inken twittert und bloggt seit eh und je, hat als Mitgründerin der Digital Media Women und der Organisation der Social Media Week Hamburg auch wichtige Verbindungen zwischen Offline- und Online-Welt geschaffen.

Ich selbst bin leidenschaftlicher Blogger, habe neben beginners-mind.de, einem Videoblog, das Digital Natives portraitierte, und dem ffluidcast, einem Podcast zu den Themen New Work und Social Recruiting, schon viel ins Internet geschrieben. Da war klar, dass wir viel online machen würden.

Aber als Gründungspunkt und Annäherung an das Superhelden-Thema gilt definitiv Inkens erstes Youtube Video, in dem sie davon sprach, Menschen zu helfen, nie mehr eine Bewerbung schreiben zu müssen. Hier hakte ich sofort ein, da ich in meinem Brotjob als Berater für Social Recruiting sowohl die Unternehmens- als auch die Bewerberseite sehr gut kenne und einen riesigen Graben zwischen Stellenbeschreibung und Stand der Karriereorientierung gesehen habe. Uns ging es darum, ein Angebot für den Menschen zu schaffen, das hilft, einen neuen Blick auf das Thema Karriere zu bekommen.

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Wie sind bei euch die Aufgabenschwerpunkte verteilt (Coaching / PR / Marketing / Social Media), habt ihr Support oder stemmt ihr alles alleine?

Zur Zeit sind wir sehr glücklich, unsere erste Mitarbeiterin an Bord zu haben: Maxi verstärkt uns als Marketing Hero und erarbeitet gemeinsam mit uns unseren PR-Plan. Dazu sei gesagt, dass wir regelmäßig gute Beratung bekommen und weitere Unterstützung von wunderbaren Volunteers, wie zum Beispiel von Ralf Junge, der mit uns die PR-Strategie erarbeitet hat.

Sonst stemmen Inken und ich nämlich alles alleine, ganz schön anstrengend. Wir haben zwar ein sehr klares Bild von dem, was wir tun und was unsere Ziele sind, aber gerade in Bezug auf PR und unserem Feld New Work/ Karriereorientierung, haben wir das Problem, dass so viele Themen relevant sind. Da müssen wir uns ganz schön fokussieren.

Welche Online PR-Ansätze habt ihr für Superheldentraining.de?

Momentan erarbeiten wir Themenschwerpunkte, die wir zu Factsheets verdichten. Wir haben durch unseren Online-Test und mit der Superhelden-Typologie bereits über 1.000 Menschen erreicht. Mit unserem ersten Buch Die fluide Karriere haben wir drei Hypothesen aus den Daten herausgearbeitet.

Unsere Hauptthese ist die, dass der Beruf an sich verschwinden wird und wir zukünftig unsere Karriere anhand eigener Fähigkeiten und der Arbeit in unseren Projekte bestimmen werden – das nennen wir fluide Karriere. Eine These besagt, dass die klassischen Rollenbilder aufbrechen. Die meisten unserer Befragten wollen Jobs in Teilzeit und in Selbstständigkeit haben, sowohl Männer als auch Frauen. Im Fall der Teilzeit sogar mehr Männer. Das ist gerade auch unser heißestes Thema. Das Factsheet zum Thema “Teilzeit” wächst noch. Was wir bereits sagen können: Die Mehrheit in Deutschland ist weit entfernt von unseren Ergebnissen. Mit über 70 Prozent sind zum Beispiel Mütter die meisten Teilzeitbeschäftigten hierzulande.

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Es gibt großen Handlungsbedarf und das wird mit passenden Blogartikeln, weiteren Untersuchungen und natürlich der Entwicklung von Trainingsformaten von uns beantwortet. In diese Richtung geht auch unsere PR. Natürlich sind wir viel auf Social Media unterwegs, von Facebook, über Instagram und Twitter. Bei dem blauen Riesen funktionieren unsere Video-Testimonial Kampagnen am besten. Twitter nutzen wir stark bei unseren Eventauftritten. Aber sonst sind Inken und ich auch stark mit unserem eigenen Accounts am Posten und Twittern. Es macht doch am meisten Sinn, über persönliche Reichweite zu gehen, damit man nicht zu sehr am Ad-Nabel von Facebook hängt.

Welche PR-Aktionen habt ihr als Startup ganz am Anfang gemacht, um euer Projekt bekannter zu machen?

Zum Launch unseres Tests und der ersten illustrierten Superhelden haben wir eine Thunderclap Kampagne gestartet. Hier haben wir mit einer Art Flashmob für Tweets und Facebookposts innerhalb eines Moments 83.000 Menschen erreicht.

Thunderclap

Das war schon ziemlich cool. Aber tatsächlich enorm viel Arbeit, auf die 100 Teilnehmer zu kommen. PR ist ja eh enorm viel Arbeit. Aber es lohnt sich, wir kriegen oft gesagt, wie gut wir online wahrgenommen werden.

Meine Devise: viel ausprobieren und Spaß an den Sachen haben.

Inwieweit denkt ihr, hat sich Öffentlichkeitsarbeit und Marketing durch das Internet verändert?

Im Grunde sind wir ja mit unseren Zielen komplett ohne klassische Medien und ohne klassisches Marketing ausgekommen. Wir haben das als Movement über uns als Personen gestartet und können jetzt ein Unternehmen daraus gründen. Diese Verzahnung ist in der Professionalisierung zwar auch schwierig, aber seinen eigenen Kanal und Sender zu haben, hilft einfach enorm, um schnell Feedback auf Ideen zu bekommen. Es bestärkt einen, dran zu bleiben und immer besser zu werden.

Und ansonsten, weiterhin vollste Zustimmung meinerseits, was den Einleitungssatz des Cluetrain Manifestos angeht: “Märkte sind Gespräche!”.

Was war bis jetzt die spannendste Erfahrung, die ihr mit und durch superheldentraining.de machen konntet?

Für mich persönlich war die Teilnahme an der re:publica und des OUIShare Fest in Paris dieses Jahr ganz großartig. Bisher habe ich immer nur als Teilnehmer mitgemacht und jetzt durfte ich mit Inken zusammen als Speaker aktiv das Event Experience Design mit gestalten. Das ist wirklich ein schönes Gefühl gewesen. Weiterhin war die Suche nach Sinn und Struktur in den Daten der Befragung wirklich spannend. Da fühlte ich mich wie ein Forscher, der auf neue Entdeckungen stößt. Das will ich unbedingt weiterverfolgen.

Wo soll’s denn hingehen mit eurem Projekt?

Das größte Thema ist gerade die Gründung der gGmbH. So ein gemeinnütziges Unternehmen ist eine komplexe Angelegenheit, mit allem was dazu gehört: Gesellschafterverträge, Markenrecht, Satzung und die komplette Positionierung dessen, was wir gründen wollen.

Vielen Dank Jörn Hendrik, für deine Zeit und den spannenden Einblick in euer Superhelden-Training. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg, vor allem bei der Gründung der gGmbh und – das wichtigste – viel Spaß bei der Arbeit!

 

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Wie macht man Kommunikation für Innovationen?

Gerade innovative Neuheiten benötigen die richtige Art und Weise, um kommuniziert zu werden. Doch wie wird Kommunikation für Innovationen überhaupt gemacht? Mit dieser Frage beschäftigten sich Studierende des Studiengangs Online-Journalismus während eines Workshops mit Tapio Liller, Geschäftsführer der PR-Agentur Oseon, auf der PR-Tagung „Trends in der PR“.

Tapio Liller bei seinem Workshop über Kommunikation für Innovationen

Um der Frage genauer nachzugehen, ist wichtig zu wissen, was Innovationen überhaupt sind. Diese lassen sich in drei unterschiedliche Typen unterteilen. Wer hätte gedacht, dass es einen Unterschied zwischen dem heutzutage selbstverständlichen Smartphone, der MP3-Datei und der Nanotechnologie in Sachen Innovationsverständnis gibt? Richtig, wir auch nicht. Um eine Innovation zu vermarkten, muss erst einmal entschieden werden, ob es sich um eine Neuerung handelt, die etwas bereits Bestehendes ein Stück besser macht (inkrementelle Innovation), etwas Bestehendes ersetzt (disruptive Innovation) oder eine völlig neue Erfindung ist.

Ist eine Innovation dann einmal typisiert, stellt sich die Frage, wie sich diese in unserer Gesellschaft durchsetzen kann. Neben einer präsenten Darstellung in den Medien und der Erläuterung des Nutzens, muss die Bevölkerung die Innovation vor allem akzeptieren. Wie hätte es das Tablet von heute sonst geschafft, solch ein Verkaufsschlager zu werden, wenn die Nutzer lieber bei ihrem kleinen, handlichen Smartphone geblieben wären? Es heißt also, geduldig zu bleiben und die Nutzer langsam, aber sicher während der Einführung einer Innovation zu begleiten und immer wieder darauf aufmerksam zu machen.

Um jetzt klassische PR für eine Innovation durchzuführen, entwickelte Liller mit seiner Agentur „Oseon“ das Unicore Wheel, eine Anleitung, um durch die genaue Betrachtung von Businesszielen, Analysen, Formaten und Zielgruppen die perfekte Kommunikationsstrategie für neue Innovationen zu entwickeln.

Wer neugierig geworden ist und mehr über das Thema Innovationen und Kommunikation erfahren möchte, darf bei @oseon und @tapioliller vorbei schauen.

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In seinem Vortrag berichtete Tapio Liller über die Art und Weise wie Kommunikation für Innovationen heutzutage betrieben wird.

 

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Mobile First – Wie Echo-Online WhatsApp als neues Redaktionstool nutzt

Immer mehr Redaktionen nutzen zur Steigerung ihrer Reichweite nicht mehr bloß Facebook Instant Articles oder Push-Benachrichtigungen. In letzter Zeit setzen Medienhäuser vermehrt auf die populärste MessengerApp „WhatsApp“. Julia Lumma, Online Redakteurin  des Darmstädter Echos, hat den Onlinejournalisten der Hochschule Darmstadt während des abschließenden Innovationsseminars „Trends in der PR“ dieses neue Phänomen erklärt.

Julia Lumma

Das Darmstädter Echo erreicht seine Leser nicht mehr nur über Facebook, Instagram & Co., sondern bedient seit einiger Zeit auch den Messenger WhatsApp. Der Grund: die Online- Redakteure sind stetig auf der Suche nach  neuen Tools, um die redaktionelle Arbeit zu vereinfachen und ihre Reichweite im Netz zu vergrößern. Dafür werden  technische Hilfsmittel von den Redakteuren selbst getestet, ganz getreu dem Motto: Learning by doing.

Während der Testphase des WhatsApp-Messengers beispielsweise wurde geprüft, wie man einen neuen Kanal ausbauen und in das bestehende Angebot integrieren kann, sofern das Tool bei den Lesern Anklang findet. „Wir haben WhatsApp getestet und gemerkt, dass dieser Kanal bei unseren Lesern gut angenommen wird“, sagte Julia Lumma. Es gibt also seit kurzem vom Darmstädter Echo eine WhatsappGruppe, in die sich die Leser durch die Registrierung ihrer Handynummer eintragen können. Hier werden nur die lokalen und natürlich wichtigsten Nachrichten geteilt, da man die Leser auch nicht mit Content überfluten will. „Die Gruppe kam besser an, als wir erwartet hatten“,  berichtete die Online Redakteurin. Durch die Integration des Kurznachrichtendienstes in den redaktionellen Alltag  fand das Darmstädter Echo einen ganz neuen Kommunikations- und Verbreitungskanal.

Neben der WhatsApp-Nutzung setzt das Echo aber weiterhin – wie auch der Großteil der Medienhäuser – auf das Social Web mit Instagram, Facebook oder Twitter zur Unterstützung des eigenen Online-Auftritts. Allerdings spielt auch die besonders bei der jungen Zielgruppe beliebte Instant-Messaging-App Snapchat eine immer größere Rolle in der Darmstädter Redaktion. Die Devise beim Echo ist also klar definiert: Social Media ist wichtig, aber gerade durch Messenger-Apps wie WhatsApp oder Snapchat können wir den Leser auf einem noch viel direkteren Weg erreichen.

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Immer mehr Redaktionen setzen auf den Einsatz von WhatsApp, um ihre Leser noch schneller und gezielter zu erreichen.

 

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Trends in der PR – Innovationenseminar am Mediencampus

Innovatives Arbeiten in Redaktionen, Transparenz und Fan-Prinzip ‒ Stichworte, mit denen sich jeder Medienmacher von morgen auseinandersetzen sollte. Es sind Dinge, die die zukünftige Arbeit in der PR verändern werden.  Zum Abschluss unseres Studiums veranstalten wir Onlinejournalisten aus dem Schwerpunkt PR am 05. und 06. Juli das Innovationenseminar „Trends in der PR“.

Innovationenseminar

An beiden Tagen gewähren uns Medienexperten einen Einblick in die aktuellsten Veränderungen der Öffentlichkeitsarbeit. So wird unter anderem Julia Lumma vom Darmstädter Echo über die Relevanz innovativer Redaktionsarbeit referieren und beantwortet zum Beispiel die Frage, wie WhatsApp als Redaktionstool genutzt werden kann. Guido Augustin, Geschäftsführer bei forum!, bietet mitunter einen Einblick in das sogenannte „Fan-Prinzip“. Von der Transparenz in der Unternehmenskommunikation bis zur Zielgruppenansprache durch Online-Event-Marketing ‒ die Seminarrunde ist gespickt mit interessanten Themen rund um die Zukunft der PR. Schon mal was von „kommunikativer Einhornjagd“ gehört? Nein? Für alle, die nicht dabei sein können, sich die Vorträge aber dennoch nicht entgehen lassen wollen, werden wir die Veranstaltung auf dem Snapchat-Account der PR-Fundsachen und bei Twitter live mitverfolgen.

Wir freuen uns auf interessante und aufschlussreiche Tage rund um die innovative Arbeit von morgen!

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„Dem Thema Social Media das Mystische nehmen“

Studierende organisieren Social-Media-Workshop für Unternehmen

„Native Digital User“ sind oftmals einen Schritt voraus, da sie Onlinekommunikation intuitiver verstehen als die alten Hasen der Branche. Ängste und Blockaden sind vielleicht nicht in dem Maße vorhanden und Ideen freier von „Abers“. Dafür fehlt es Frischlingen oft an Struktur und Erfahrung. Davon haben Unternehmen wiederum en masse.

Bild Workshop Lernagentur

Der Studiengang Onlinekommunikation an der h_da nutzt diese Situation, um Studierende und Unternehmen in sogenannten Lernagenturen zusammenzubringen, damit sie sich gegenseitig bereichern können. Die Unternehmen oder Organisationen erteilen einen Auftrag und die Studis setzen diesen bestmöglich um. Manchmal stehen die Studierenden dabei sogar gegenseitig in Konkurrenz und es wird tatsächlich richtig gepitcht.

Die Lernagenturen funktionieren ähnlich wie echte Agenturen: Verschiedene Gruppen kümmern sich um unterschiedliche Projekte. Unter den einzelnen Gruppen können dann Kompetenzen ausgetauscht werden. Ist beispielsweise jemand im Programmieren besonders gut, wird sein Können von allen Gruppen in Anspruch genommen, die Websites gestalten müssen.

Eine dieser Lernagenturen legt ihren Fokus auf Low-Budget-Projekte. Auftraggeber sind in diesem Semester ein Institut, welches ein Festival plant, eine gemeinnützige Stiftung und ein Unternehmen, das seit kurzem ein neues Produkt vertreibt. Die Projektziele sind völlig unterschiedlich und doch finden die Teams auf zahlreichen Ebenen zueinander.
So kam es, dass die ganze Lernagentur einen ganztägigen Social-Media-Workshop für die Auftraggeber veranstaltete. Dabei war nicht nur die Aufbereitung der Vortragsinhalte eine große Herausforderung, sondern auch der unterschiedliche Wissensstand unter den Teilnehmern.

Zunächst wurden im Plenum die Erwartungen aller Teilnehmer gesammelt. Im ersten Block des Seminars gab es daraufhin eine allgemeine Einführung in Social Media mit Fokus auf Facebook als die immer noch wichtigste Plattform im Netz. Im Anschluss teilten sich die Gruppen auf, um die Auftraggeber individuell zu schulen. Social-Media-Accounts wurden während des zweiten Blocks eingerichtet, Guidelines erstellt und Themenpläne ausgearbeitet. So konnte jeder Teilnehmer etwas Greifbares mit nach Hause nehmen.

Nach insgesamt sieben Stunden, abzüglich des Mittagessens in der Mensa, konnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Dem O-Ton der Teilnehmer zufolge schafften es die Studierenden, dem Thema Social Media das Mystische zu nehmen und einige Accounts zum Leben zu erwecken. Um die Ausarbeitung nachhaltig zu gestalten, wurde ausgemacht, dass die Auftraggeber im darauffolgenden Monat jeweils eine angepasste, schriftlichte Form des Workshops erhalten.

Da sich die Projektarbeit in der Regel auf die Vorlesungszeit begrenzt, bleibt es spannend, wie die Unternehmen die Ideen und Konzeptionen der Studierenden im Anschluss umsetzen. Sicher ist nur, dass sowohl Auftraggeber als auch die Studierenden mit frischen Inspirationen, Erfahrungen und neugewonnenem Wissen aus dem Semester gehen.

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Die Lernagenturen im Studiengang Onlinekommunikation bringen Studierende und Unternehmen zusammen. Die Unternehmen geben den Studierenden Aufträge, welche sie innerhalb des Semesters kreativ umsetzen. In der Lernagentur Low-Budget Content Strategie entstand so etwa ein ganztägiger Social-Media-Workshop.

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