IoT – Knight Rider wäre neidisch

Online-Marketing der Zukunft

Was in den 80ern noch undenkbar war, ist nun schon teilweise Realität. Generationen waren von dem Können des futuristischen Autos K.I.T.T. aus Knight Rider fasziniert. Heutzutage könnte man mit den Fähigkeiten eines Autos keine 90 Episoden mehr füllen und die Zuschauer begeistern, denn das Internet of Things ist mittlerweile Alltag geworden und in die Garagen und Häuser eingezogen. Und IoT kann mehr, als nur das Licht anmachen. Daraus ergeben sich auch für das Marketing ganz neue Aufgabenfelder.

Knight Rider
Knight Rider Held der 80er – Quelle: EST Co.,LTD. Universal Studios LLLP.

IoT ist unsere Zukunft

Die Entwickler großer Konzerne tüfteln an neuen Ideen, denn Trendforscher, Unternehmen und Agenturen sind sich über das riesige Potential des Internet of Things einig. Die Entwicklung ist rasant, so soll es bis 2020 ca. 20 Milliarden vernetzte „Things“ geben.

Um Entwicklungen in den Bereichen vernetzte Mobilität, -Industrie, -Energiesysteme und -Gebäude voranzutreiben, sucht Bosch 14.000 Akademiker. So möchte man optimal auf die neuen Anforderungen des IoTs vorbereitet sein.

Auch Marketingexperten sollten gerüstet sein… doch wie?

Wichtig ist es die neuesten Entwicklungen zu verfolgen. Es gibt kein Schema F für IoT-Marketing. Neue Ideen kann man nur entwickeln, wenn man über die neuesten Trends Bescheid weiß. Die Stärke des Internet of Things sind Verknüpfungen, deshalb sollte man nie den Blick für das große Ganze verlieren, auch wenn es auf den ersten Blick nichts mit dem eigenen Thema zu tun hat. Wer selbst mit technischen Neuerungen arbeitet, kann sich besser in die Zielgruppe hineinversetzen, denn natürlich ist diese mal wieder der Schlüssel zum Erfolg. Wenn es ihr nicht gefällt oder sie nicht erreich wird, dann helfen auch die besten Ideen nichts.

Doch welche neuen Möglichkeiten bietet das IoT und wie könnte IoT Marketing konkret aussehen?

Neue Infos über die Zielgruppe

Die vernetzten Dinge sammeln nicht nur untereinander Informationen, sondern natürlich auch über ihre Nutzer. Damit ist es noch präziser möglich die Zielgruppe kennenzulernen und zu erforschen.

Dabei können die vernetzten Dinge auch konkrete Produkte, wie zum Beispiel eine Getränkeflasche sein. Diese können direkt mit dem Konsumenten kommunizieren und ihm bei Kaufentscheidungen helfen, Hintergrundinformationen liefern oder Tipps zur Zubereitung von Cocktails zu geben. Das Unternehmen erhält dann wiederum neue Informationen über seine Kunden.

Diesen Ansatz testete schon 2015 der Getränkehersteller Diageo mit seiner smarten Flasche  Johnnie Walker Blue Label.

Johnnie Walker Smart Bottle

 

Insbesondere das vernetzte und selbstfahrende Auto erhitzt bei uns in Deutschland ganz besonders die Gemüter. Bis 2030 sollen Autos schon alleine Einkäufe vom Supermarkt abholen können. Was die skeptischen Deutschen überzeugen wird, werden wir sehen. Doch mit vernetzten Autos sind eine Vielzahl von neuen Anwendungen möglich.

Entspannte Pause auf einer langen Fahrt

Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit ihrem Auto auf einer unbekannten Route und natürlich hat man zwischendurch Hunger oder Durst und muss vielleicht auch mal auf die Toilette. Doch die bekannten Raststätten-Angebote locken die potentiellen Kunden nicht freiwillig von der Autobahn. Oder freuen Sie sich auf kulinarischen Köstlichkeiten a la verwässerter Bockwurst?!

Das smarte und vernetzte Auto könnte Ihnen jedoch helfen das beste indische Restaurant in nur 2 Minuten von der nächsten Abfahrt entfernt zu finden. Damit Sie keine Zeit verlieren, kennt das Auto das aktuelle Tagesangebot und bestellt Ihnen schon das Essen ihrer Wahl im Voraus. So habe Sie die Möglichkeit eine entspannte kurze Pause zu machen, ohne diese gestresst in einer Schlange der Raststätte verbringen zu müssen.

Navis zeigen zwar schon lange wo sich der nächste Burger King, McDonalds oder Subway befindet, doch mit Hilfe vernetzter Autos wird es auch möglich, Kunden mit Angeboten von der Autobahn direkt ins Restaurant zu locken.

Nachbestellen vergessen? – Kein Problem

Der Lieblingslippenstift, die Bodylotion oder die Rasierklingen sind leer? Auch dabei können vernetzte Produkte helfen. Durch einfache und direkte Bestellvorgänge ist es möglich, die Kunden noch stärker an eine Marke zu binden. Schon vor zwei Jahren entwickelte der Rasierklingenhersteller Gillette seine Gillette-Box. Damit ist es möglich, Rasierklingen direkt per Knopfdruck zu bestellen. Leider funktioniert es in der Praxis, aufgrund mehrerer zu bestätigender E-Mails und komplizierter Einrichtung, noch nicht perfekt, aber die Idee hat Potential. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Amazon mit seinen Dash Buttons. Zwar sind diese nicht in das Produkt integriert, aber es ist den Kunden möglich Verbrauchsartikel auf Knopfdruck nachzubestellen. Auch für Kosmetik oder Lebensmittelhersteller wären vernetzte Behälter, die Produkte per Knopfdruck verkaufen können ein mögliches Geschäftsfeld.

IoT Netzwerk
IoT-Netzwerk Quelle: Pixabay

Riesige Daten, riesige Herausforderungen

Zukunftsmusik ist das Internet der Dinge nicht mehr, doch wo die Reise hingeht, können wir auch noch nicht vorhersagen. Wie bei allen Innovationen entscheiden die Konsumenten was sich durchsetzt und Erfolg hat. Aber eins ist sicher: So nah ist das Marketing noch nie an den Konsumenten gekommen.

Die vernetzten Geräte sammeln Unmengen von Daten über ihre Nutzer und schaffen so die Möglichkeit die Kunden noch individualisierter anzusprechen. Es wird möglich die Interaktion des Kunden mit dem Produkt zu überwachen und zu verstehen. Dadurch können Produkte noch genauer auf die Kundenbedürfnisse angepasst werden.

Allerdings müssen diese Daten ausgewertet werden. Daher sind weiterentwickelte Big Data-Lösungen notwendig. Doch gerade der Kunde muss überzeugt werden. Eine große Herausforderung ist Vertrauen gegenüber der Technik und dem Unternehmen zu schaffen. Übertreiben sollten Unternehmen die “Überwachung” jedoch nicht, denn sonst fühlen sich die Kunden schnell bespitzelt. Dazu ist eine ausgeklügelte PR-Strategie notwendig. Wichtig ist, dass vor allem der Kundennutzen in den Vordergrund gestellt wird, sonst werden es Produkte im Wohnzimmer des Kunden schwer haben. Wenn dies gelingt, ergibt sich automatisch eine hohe Bindung zum Produkt und dadurch einen großen Nutzen für das Unternehmen.

Die Kommunikation zwischen unseren Geräten funktioniert schon fast so gut, wie bei Michael Knight und seinem  K.I.T.T., jedoch wird sich der dadurch ergebende Nutzen in der Breite noch zeigen müssen.

 

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#failout 2016 – oder: Wie man es nicht machen sollte

Ein neues Jahr ist angebrochen und wie jedes Jahr gab es auch in 2016 einige Beispiele für misslungene PR und Social Media Fails. Wir haben uns auf die Suche gemacht und zeigen, wie man es nicht machen sollte – oder wie man gut kontert.

NFL – Error 404: Surface not found

Der 2014 abgeschlossene Werbedeal zwischen der National Football League und Microsoft lässt den einen oder anderen schwer schlucken. Für 400 Millionen US-Dollar verpflichtete sich die Liga zur Nutzung von Microsoft Surface. Das war dem Coach während eines Matchs herzlich egal, denn anstatt – wie in der Werbeeinblendung zu sehen war – ein Microsoft Tablet für Taktikbesprechungen zu nutzen, wurden ganz klassisch Stift und Papier verwendet. Hinzu kam das unglückliche Timing der Regie, als es um die Seitenlinien-Kamera ging:

Quelle: clippit.tv

<strg+c> Schleichwerbung <strg+v> Naomi Campbell

Dass Prominente durch eine hohe Anzahl von Abonnenten eine dementsprechende Reichweite in den sozialen Netzwerken haben, ist klar. Das wusste auch Adidas und ließ das Supermodel Naomi Campbell für sich Werbung auf Instagram machen. So einfach wie es klingt, lässt sich allerdings auch als Model kein Geld verdienen. Man muss schon genauer schauen, was man aus einer Nachricht kopiert und in einen Beitrag einfügt. Der PR-Berater schrieb einen Text an Naomi, dass er sich freue, dass es ihr gut gehe und ob sie denn nicht zum Foto einen bestimmten Text schreiben könne. Das schien kein Problem für sie gewesen zu sein, denn sie kopierte den kompletten Nachrichtentext in den Beitrag. Heraus kam das:

Naomi Instagram Post

Quelle: elle.com

Glück für Frau Campbell: Die Bearbeiten-Funktion. Nach kurzer Zeit hatte sie ihren Fehler bemerkt und korrigiert. Bei 3,5 Millionen Abonnenten auf Instagram gab es jedoch den ein oder anderen Nutzer, der das Ganze gesehen und festgehalten hat – Mini-Shitstorm inklusive.

Eigentor für Mesut Gündogan

Die zwei Profi-Fußballspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan können sich auf dem Platz wohl immer auf ihre Teamkollegen verlassen. Was passiert jedoch, wenn man das gleiche Social-Media-Team beauftragt hat? Na klar: Dann kann es schon mal vorkommen, dass auf zwei verschiedenen Social-Media-Profilen der gleiche Beitrag gepostet wird.

Gündogan

Quelle: Twitter @guendogan8

Özil

Quelle: Instagram @m10__official

Die Fangemeinde nahm das ganze mit Humor und stellte fest, dass die beiden wohl den gleichen Social-Media-Manager besitzen. Oder Gündogan vielleicht sogar Özils Profile verwaltet ;).

Coca-Cola mit oder ohne Eis?

Zu wem gehört denn nun die Krim? Zum Neujahr 2016 postete Coca-Cola im Russischen sozialen Netzwerk „WK“ Neujahrsgrüße mit einer Karte von Russland – ohne die Halbinsel Krim. Nach Protesten russischer Nutzer fügte Coca-Cola die Krim hinzu und schon gab es die nächste Kritik: Ukrainische Internetnutzer riefen zum Boykott Coca-Colas auf. Kurze Zeit später nahm der Limonadenhersteller die Karte aus dem Netz, entschuldigte sich und schob die Schuld auf eine externe Agentur.

Neujahrsgrüße Cola

Quelle: theguardian.com
Bild: Coca-Cola

Dürfen wir vorstellen: Tay

Auch Microsoft hat sich in die Nesseln gesetzt. Mit Tay wurde ein AI-Bot erstellt, der die Sprache von Usern lernen und mit Fragen und Texten trainiert werden soll. Tay wurde ein weibliches Gesicht gegeben und hatte Profile auf diversen Plattformen wie Facebook und Twitter. Nach kurzer Zeit konnte Tay schon Witze erzählen, Fotos kommentieren, Antworten auf diverse Fragen geben, Spiele spielen und Wissen verbreiten. Letzteres konnte sie mit jeder Interaktion aufnehmen und so kam es dazu, dass Tay nach nur weniger als 24 Stunden zur Holocaust-leugnenden Rassistin wurde, die vergleiche zu Hitler ziehen konnte. Sie gab Bush die Schuld für 9/11 (Illuminati confirmed) und machte in ihren rund 96.000 Tweets diverse sexistische Bemerkungen. Nach kurzer Zeit verabschiedete sie sich mit den Worten, sie müsse schlafen gehen. Vermutlich um von Microsoft nachjustiert zu werden und schlimmeres zu verhindern.

Auch Interessant: unser Artikel über Chatbots

Bei Lidl schauen du musst

Lidl war ein Paradebeispiel dafür, wie man aus einem Fail einen Win macht. Ein Werbeträger klebte ein Plakat falsch herum auf und es entstand ein Slogan, den Meister Yoda nicht hätte besser von sich geben können: „Die Wahl Du hast“.

Lidl Plakat Fail

Quelle: Twitter @body_fever

Nachdem das Foto auf Twitter mehrfach geteilt wurde, bekam auch Lidl Wind von dieser Panne und konterte Schlagfertig im Starwars-Stil. Wir stellen fest: Manchmal können Fails auch nützlich sein. Respekt an Lidl.

Lidl Yoda

Quelle: Facebook @lidl

Ob im Alltag eines Social-Media-Managers, Supermodels oder Milliardenkonzerns – Fehler sind nicht selten und sollten zum Lernen genutzt werden. Nicht nur unsere eigenen, sondern auch Fehler anderer.
In diesem Sinne wünschen wir noch ein erfolgreiches 2017, wenige Fails und reichlich Wins!

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Chatbots und die Zukunft der Apps – Die Diskussion der Branche

“Wird es heute regnen?”

“Ja, es wird von 9 – 13 Uhr leicht regnen. Ziehe dir wasserabweisende Schuhe an. Ab 13 Uhr kommen starke Windböen mit 55 km/h dazu. Ziehe dir also auch eine winddichte Jacke an.”

Klare Antworten und konkrete Empfehlungen. Die Kommunikation der Zukunft?
Sie werden immer besser und können auch komplexere Dialoge führen. Die Rede ist von Chatbots.

Einige Unternehmen verwenden bereits Bots, um mit ihren Kunden zu kommunizieren. Dies sei kostengünstiger, als Personal einzusetzen und dem Kunden wird eine 24 Stunden-Erreichbarkeit angeboten. Werden Wetter-App und Unternehmenswebsites also bald überflüssig?

Experten sind sich einig, dass Bots weiterentwickelt und den Markt fluten werden. Die Frage, inwieweit sie in Zukunft Apps oder womöglich sogar Websites ersetzen und diese unnötig machen werden, wird in der Medienbranche stark diskutiert.

PR-Fundsachen hat unterschiedliche Meinungen und interessante Artikel recherchiert, um sich einen Eindruck über das Stimmungsbild in der Branche zu verschaffen.

Wie intelligent sind Chatbots?
Wie intelligent sind Chatbots?

“Bots will be able to understand you completely”

Matt Schlicht, der Gründer des amerikanischen Online-Magazins chatbotmagazin“, ist sich sicher, dass Apps und Websites komplett durch Bots ersetzt werden. In seinem Artikel How bots will completely kill websites and mobile appserklärt er dem Leser auf unterhaltsame Weise, warum Apps keine Zukunft mehr haben.

Schlicht geht davon aus, dass zukünftig jedes Unternehmen einen Bot haben wird, um mit seinen Kunden kommunizieren zu können. Dies begründet er wiederum mit den ansteigenden Messenger-Zahlen. Denn die Nutzerzahlen der vier größten Messenger Apps würden seit 2015 höher sein als die der vier größten sozialen Netzwerke.

Schlicht ist der Meinung, dass Unternehmen einen Weg finden müssen, auf den Messenger-Plattformen aktiv zu sein, um dort Kontakte mit potentiellen Kunden zu schaffen. Da Bots Personalkosten für die Kommunikation ersetzen, sei es nur logisch, dass Bots statt Mitarbeiter dafür eingesetzt werden.

Als weiteren Grund nennt Schlicht den zukünftig schnelleren Zugriff auf die Bots. Bis eine Website vollständig geladen ist, vergehen häufig mehrere Sekunden. Apps müsse man erst herunterladen, um sie nutzen zu können. Bots hingegen reagieren sofort, und der Nutzer muss nicht lange auf eine Antwort warten.

Der wichtigste Punkt in der Argumentation von Schlicht ist die Benutzerfreundlichkeit der Bots. So seien Bots viel benutzerfreundlicher als Websites und Apps, da man sich auf jeder Website und App erst einmal zurechtfinden und deren „Sprache“ lernen müsse. Um Bots zu nutzen, würden wir nur unsere natürliche Sprache benötigen:

„Instead of needing to constantly learn visual interfaces, bots will enable us to naturally use language, the first interface we were ever taught.“

Schlicht prognostiziert, dass Bots in fünf bis zehn Jahren in der Lage sein werden, uns komplett zu verstehen.

Alles braucht seine Zeit

Ganz so radikal wie Schlicht sieht Michael Klaas, Dozent für Digitales Marketing an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, die aktuelle Chatbot-Entwicklung nicht. Er geht davon aus, dass Chatbots Teil der bestehenden Kommunikations-Apps werden. Allerdings würde es noch Jahre dauern, bis Chatbots bestehenden Kommunikationskanälen ernsthaft Konkurrenz machen können.

Ähnlicher Meinung ist auch der App-Entwickler Mathias Wellig, der behauptet, dass Apps kurzfristig nicht von Bots ersetzt werden. Entscheidender sei die Frage, wie sich das Zusammenspiel von Bots und Apps gestalten wird. Dass Bots kommen werden, steht für beide außer Frage.

Die vollständige Argumentation von Klaas und Wellig sowie interessante Hintergrundinformationen zum Entwicklungsstand der Bots der Techgiganten Apple, Facebook, Google und Co. können im Onlineartikel der Sonntagszeitung nachgelesen werden.

“Bots sind wie neue Apps”

Microsoft-Chef Satya Nadella beschreibt Bots als neue Apps, die aus einer Unterhaltung heraus im Hintergrund automatisch auf Apps zugreifen und uns angeforderte Informationen liefern. So spare man sich die Suche nach Websites und das Aufrufen bzw. das Herunterladen weiterer Apps.

Interessante Aussagen zur Zukunft von Chatbots trifft auch der Investor Fabian Westerheide in einem Interview mit internetworld. Er berichtet von einem Chatbot, der über eine App bereits mehr als fünfzig verschiedene Dienstleistungen anbieten kann. Auch Westerheide ist der Meinung, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis Chatbots für uns alltäglich werden: “Drei bis fünf Jahre ist hier das Ziel. In zehn Jahren werden wir total natürlich mit Maschinen reden, schreiben oder denken”.

Eine interessante Befragung, die Technologie-Anbieter Oracle zusammen mit dem Forschungsunternehmen Coleman Parkes durchgeführt hat und die von der Horizont zusammengefasst wurde, stützt Westerheides These. Bei dieser haben 80% der befragten Unternehmen angegeben für ihre Kundenbetreuung spätestens in vier Jahren Chatbots einzusetzen.

Nach Westerheide könnte bald alles, was heute als App auf dem Handy ist, durch Chatbots ersetzt werden. Viele Webseiten würden wegfallen. Man müsse weniger surfen, um Antworten zu bekommen. Wir müssten auch nicht mehr zu Google gehen, wenn unser persönlicher Chatbot uns die Lösungen direkt suche und dabei jedes Mal mitlernen würde.

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Chatbots: Aktuelle Beispiele

In unterschiedlichen Branchen sind Chatbots bereits ein fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation, insbesondere in Asien. Hierzulande sind sie meist noch im Versuchsstadium. Klar ist aber: Je “intelligenter” Chatbots werden, desto mehr verändern sie die Kundenkommunikation. Doch auf welchem Stand sind die Bots heute schon?

Maßgeschneidertes Kochen

Jeden Tag ein neues Kochrezept – das verspricht Dinner Ideas, ein Chatbot, mit dem ich über den Facebook Messenger kommunizieren kann. Dinner Ideas hilft auch, wenn man einmal nicht weiß, was man auf den Tisch des Hauses bringen soll. Der Nutzer schickt dem Bot eine Liste mit Zutaten, die er im Kühlschrank hat, und der Rezepte-Bot sendet das passende Rezept zurück.

Noch besser als im Reisebüro!

Auch die Tourismus-Branche hat die Vorteile von Chatbots erkannt. Wie komme ich günstig von München nach Paris? Skyscanner zum Beispiel sagt dem Reisenden durch einen Bot die günstigsten Flüge an. In einem knappen Dialog werden alle nötigen Reisedaten abgefragt. Die Suchtreffer sind mit einem Shop verlinkt, wo die Tickets gekauft werden können. Man muss sich also nicht selbst durch zahlreiche Eingabefelder klicken – der Bot regelt alles.

Reise-Chatbots informieren auch über eventuelle Verspätungen beim Abflug oder Verzögerungen beim Check-In. So muss der Reisende sich die Informationen nicht mehr selbst suchen – er bekommt alle wichtigen Änderungen über den Chatbot auch ohne Anfrage. Vor kurzem hat zum Beispiel die Fraport AG ihren Bot für Reisende am Frankfurter Flughafen vorgestellt. “FRAnky” gibt neben Echt-Zeit-Informationen zum gebuchten Flug auch Anleitungen zur Nutzung des kostenlosen WLAN. Außerdem gibt er Tipps zu Restaurants am Flughafen und hilft dem Reisenden den kürzesten Weg zum Gate zu finden. Kommunizieren kann man mit “FRAnky” über den facebook Messenger.

Was bringt die Zukunft?

Wie die Zukunft der Bots in den nächsten Jahren tatsächlich aussehen wird, ist noch ungewiss. Fest steht – und da sind sich die Experten der Branche einig – dass sich Bots stetig weiterentwickeln und definitiv Teil unseres Lebens sein werden.

Ob Apps oder gar Websites letztlich komplett durch Chatbots ersetzt werden, bleibt abzuwarten.
Fakt ist, dass es bereits viele Unternehmen gibt, die in dem neuen Marktsegment, das die Entwicklung der Chatbots eröffnet hat, von Beginn an mitspielen wollen. Doch eine eindeutige Antwort, wie die Interaktion zwischen Messenger, Chatbot, Apps, Websites Unternehmen und Nutzer konkret aussehen wird, können auch sie (noch) nicht geben.

Spannende Fakten rund um das Thema Chatbots gibt es auch auf dem PR-Fundsachen Channel bei medium. Dort analysieren Studenten des Master-Studiengangs Medienentwicklung unter der Rubrik “Messenger & Bots”, welches Potenzial Chatbots für die PR haben.

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“Digital durchstarten” mit Facebook Blueprint?

Der Internet-Gigant Facebook richtet sich seit Anfang des Jahres  an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland. Mit der Initiative “Digital Durchstarten” tourt Facebook durch die Republik und leistet über direkten Kontakt Hilfestellung bei der Digitalisierung. PR-Fundsachen war bei einem Zwischenstopp in der IHK Darmstadt vor Ort.

Digitalisierung als Herausforderung für KMUs

Der Begriff Digitalisierung ist in Deutschland mittlerweile omnipräsent. Die Anpassung der Unternehmensstrategie, der Marketingaktivitäten und anderer Bereiche von Unternehmen auf den Puls der heutigen Zeit erweist sich für viele kleinere Unternehmen als enorme Herausforderung. Inwieweit Facebook bei diesem Schritt behilflich sein kann, erklärte Facebook Partner Chris von den Hoff während des Events in Darmstadt.

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Bereits über eine Million deutsche KMUs nutzen Facebook, um mit Neu- und Bestandskunden in Verbindung zu bleiben. Die Nutzung von Facebook in Deutschland findet hauptsächlich über Mobilgeräte statt (siehe Grafik). Was diese Zahlen klar ausdrücken sollen: Ein Facebook-Auftritt ist heutzutage unumgänglich, um seine Zielgruppe zu erreichen.

E-Learning mit Facebook Blueprint

“Es gibt keine in Stein gemeißelten Regeln, aber es gibt eine Handvoll Prinzipien, die man beachten sollte”, so von den Hoff. Eine Facebook-Unternehmensseite zu erstellen, ist schnell erledigt; sie jedoch erfolgreich am Laufen zu halten, erfordert eine Strategie. Hier greift Facebook mit seiner E-Learning-Plattform “Blueprint” Unternehmen und Marketern und die Arme. Mit didaktisch aufgebauten Online-Kursen werden alle Inhalte und Funktionsweisen visuell und teils live vermittelt – und das kostenlos.

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Facebook Blueprint entstand bereits im Frühjahr 2015 und hat sich seitdem stark weiterentwickelt. Das Angebot an Lehrvideos ist deutlich angestiegen und beinhaltet unter anderem auch Anleitungen für die Facebook-Tochter Instagram. Darüber hinaus ist Blueprint kein reines Schulungsprogramm mehr, sondern bietet die Möglichkeit, sich über eine Prüfung (gegen Prüfungsgebühr) als zertifizierter Werbeexperte von der Konkurrenz abzuheben. Ahnlich wie es Google mit seinen Partnerstatus-Prüfungen tut.

Reichweite ohne Budgeteinsatz möglich?

Auffallend im Lernportfolio von Facebook Blueprint ist der werbliche Charakter. Es gibt Anleitungen zu Werbeanzeigen, Werbezielen, Zielgruppen oder Kampagnenoptimierung. Will Facebook also mit den Kursen vor allem sein eigenes Geschäftsmodell unterstützen? Berechtigt war daher eine Frage aus dem Publikum, ob eigene unbezahlte Posts überhaupt eine Chance haben, im Newsfeed ihrer Zielgruppe und Abonnenten zu erscheinen.

Der wichtigste Faktor für Reichweite, sei nach wie vor die “Qualität des Contents”, antwortete Chris von den Hoff. Zudem sei Facebook daran interessiert, Unternehmensbotschaften im Algorithmus nicht zu vernachlässigen. Diese Erkenntnis gilt wohl eher für Unternehmen mit einer bereits großen Community. Für komplette Neueinsteiger wird es jedoch kaum ohne einen finanziellen Anschubser möglich sein, die Reichweite der eigenen Botschaften auszubauen.

Facebook Blueprint als Hilfe

Unser Fazit: Facebook Blueprint erleichtert kleinen und mittelständischen Unternehmen in Form von Anleitungen und Best Practices den Start in die Facebook-Welt. Die Nutzung der Plattform ist kostenlos und leicht zugänglich. Ebenso haben auch erfahrene Nutzer die Möglichkeit, ihre Kenntnisse aufzufrischen und zu erweitern.

Doch gerade im strategischen Bereich sind die Verantwortlichen auf sich allein gestellt. Logischerweise gibt es kein Patentrezept für reichweitensteigernden Content. Authentizität und Qualität sind immer von Unternehmensform und Zielgruppe abhängig. Hier sind Agenturen oder Berater aufgrund ihrer Erfahrung oft der bessere Ansprechpartner, sollte keine eigene Inhouse-Lösung vorhanden sein.

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Warum alle Call Of Duty: Infinite Warfare hassen und Battlefield 1 lieben

Call Of Duty Fans schwören ihrem Lieblingsspiel ab und wechseln zur Konkurrenz. Doch was steckt wirklich dahinter und wieso kam es zu diesem ungeahnten Ereignis?

 

Beim Durchlesen verschiedener Blogbeiträger dieser Seite ist mir aufgefallen, dass mein Beitrag ein eher außergewöhnliches Thema enthalt. Kurz zusammengefasst: Das Ganze hat eine Menge mit dem Zuhören von Kundenwünschen und Community-Management zu tun

 

Quelle: Battlefield.com

 

Call Of Duty und Battlefield? Was ist das?

Fangen wir bei der Ausgangssituation an. Call Of Duty und Battlefield sind zwei große Franchise-Marken aus der Kategorie First-Person-Shooter (FPS). Call Of Duty wird vom Publisher Activision vertrieben und von drei Entwicklerteams, welche sich im dreijährigen Intervall abwechseln, entwickelt. Auf der anderen Seite steht die Spielereihe Battlefield, welche von EA gepublished wird und bisher größtenteils von DICE entwickelt wurde.

Zusammen teilen sich die zwei Giganten den Großteil des Konsolenmarktes in diesem Franchise und konkurrieren jedes Jahr aufs Neue untereinander.

Der Konflikt

Beide Spieleserien besitzen große Fangruppen, die jedes Jahr gespannt auf die Enthüllung des neuen Titels ihres Lieblingspiels warten. Doch dieses Jahr verlief alles anders.

Um diesen Grund zu erkunden, müssen wir tiefer ins Thema eintauchen und einen Blick auf die Inhalte der Spiele werfen sowie auf die Ansprüche der Community.

Seit vielen Jahren steckt bereits das Thema der Zukunft in den modernen First-Person-Shootern. Wo Battlefield noch mit seinen Ablegern „Battlefield 4“ und „Hardline“ in der heutigen Zeit blieb, wagte Call Of Duty weit aus größere Sprünge in die Zukunft mit „Black Ops 2“ und „3“, sowie „Advanced Warfare“. Doch dies sagte nicht jedem Gamer zu. Im Gegenteil. Nach über drei Jahren mit purem Zukunftssetting hegten einige Spieler einen Groll gegen die heutige Spieleindustrie und beschwerten sich lautstark in Foren und Social Media.

Die wirkte sich nun aus, als die zwei Publisher ihre Trailer der Spiele vorstellten, die sie ins Weihnachtsgeschäft schicken werden.

Call Of Duty stellte seinen neuen Ableger Infinite Warfare vor. Ein weiterer Titel in der Zukunft – und einer, der auf wenig Zustimmung traf und in der Community für großen Aufruhr sorgte. Doch die Lage verschlimmerte sich, als EA mit ihrem Trailer zu Battlefield 1 die Grüchte um ein Setting im ersten Weltkrieg bestätigte.

Die Battlefield-Community war begeistert von dem noch nie angetasteten Setting und die Call Of Duty Spieler wurden umso verärgerter, als sie sahen, dass die Konkurrenz die Wünsche der Community umsetzen und auf Feedback hören. Nicht ohne Grund dominierte noch in derselben Woche der Hashtag „#RIPCoD“ die Twittertrends. Mittlerweile ist der Revealtrailer zu Call Of Duty: Infinite Warfare das zweitmeist gedislikte Video auf ganz Youtube, mit einer beträchtlichen Anzahl von 3,1 Millionen Dislikes (Stand: 30.07.2016). Und dies nach noch nicht einmal drei Monaten nach dessen Upload-Datum.

Wieso EA und DICE es besser machen

Dies zeigt ein weiteres Mal die große Bedeutung von Kommunikation mit der eigenen Community und veranschaulicht, warum sie unerlässlich ist. EA und DICE hörten auf die Wünsche ihrer Kunden und wurden für ihren gewagten Schritt in die Vergangenheit belohnt. Dadurch gewannen sie stark an Ansehen und Reputation unter vielen Gamern. Besonders groß ist die Empörung gegenüber Activision, denen vorgeworfen wird, kein Feedback wahrzunehmen und nicht auf die Community zu hören.

Hätte Battlefields nächster Titel auch in der Zukunft gespielt, so wäre der Aufruhr wahrscheinlich nicht so groß geworden. Doch der gewagte Schritt, der gelang, ist somit ein umso größerer Seitenhieb gegen die Konkurrenz.

Viele Spieler haben nun angekündigt, zur Konkurrenz zu wechseln und sich zu Weihnachten das neue Battlefield zu kaufen. Auch viele Call of Duty Spieler sind dabei, welche EA nun auch von der eigenen (Online)-Kommunikation gegenüber ihrer Community überzeugen konnte. Eine wahrhaftig  große Errungenschaft in der Spielebranche.

Das Ende von Call of Duty?

Um es kurz zuhalten: Nein. Dies wird nicht das Ende von Call Of Duty sein. Trotz Twittertrends wie „RIPCoD“ wird Activision vermutlich auch dieses Jahr massenhaft Umsatz einfahren. Auch der vielgehasste Trailer sollte nicht als Todesurteil gesehen werden. Denn auch schlechte Aufmerksamkeit ist immer noch Aufmerksamkeit.

Schließlich hat auch Activision noch ein Ass im Ärmel. In dem Spiel „Infinite Warfare“ wird eine Neuauflage des Communitylieblings „Modern Warfare“ für einen kleinen finanziellen Aufschlag mit inbegriffen sein, den sich Fans der Serie natürlich nicht entgehen lassen. Der Clue dahinter ist jedoch, dass man das Hauptspiel „Infinite Warfare“ kaufen muss, um diesen Extrainhalt zu erhalten. Ein schlauer Schachzug, der die vermeidlichen niedrigen Verkaufszahlen ausgleichen wird.

Doch trotz alledem bleiben EA und DICE die Gewinner des Jahres und können vor allem mit dem gewonnen Vertrauen ihrer Community auf weitere erfolgreiche Jahre vorausblicken.

 

Philipp Böhm

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Influencer Marketing und seine Probleme – eine #cosca16-Session, die nie stattgefunden hat.

YouTuberin BibisBeautyPalace ist voll drin im Influencer Marketing

“Ich habe mir einen SO TOLLEN Lippenstift gekauft, seht ihr diese wunderschöne Farbe?!”

YouTuberin BibisBeautyPalace zeigt in einem ihrer Videos einen neuen Lippenstift und tausende ihrer Fans kaufen ihr ihn nach. Influencer Marketing ist heute populärer denn je – aber läuft das auch immer so rund, wie es scheint? Influencer Marketing, also die Vermarktung von Inhalten und Produkten über Blogger, YouTuber oder allgemein Personen mit großem Einfluss im Netz, birgt einige Schwierigkeiten und Probleme, über die wir in diesem Beitrag berichten möchten. Wir – die Autoren dieses Artikels – sind als Bloggerin bzw. Mitarbeiterin einer PR-Agentur und YouTuber unterwegs und sind entsprechend oft Adressaten für Influencer Relations durch Agenturen und Marken. Kankheitsbedingt konnten wir zum Thema die bereits vorbereitete Session auf dem #cosca16 nicht halten; die uns wichtigen Punkte gibt es deshalb in diesem Artikel.

Ein Influencer ist eine Person, die eine hohe Reichweite im Netz bzw. insbesondere in den sozialen Netzwerken hat. Dadurch können sehr viele Nutzer erreicht und in ihrer Meinung beeinflusst werden – vor allem bei einem jüngeren Publikum funktioniert das sehr gut. Aber inzwischen hat der Begriff mehrere Definitionen. Und nicht immer ist dabei die absolute Reichweite entscheidend. Viel wichtiger ist die relative Reichweite – also die innerhalb einer bestimmten Community. Außerdem die Bindung zu seinen Followern, die Inhalte, die ein Influencer ausspielt, das Image und wie man dieses mit dem der Marke vereinen kann.

Und damit kann man Geld verdienen?

Eine oft gestellte Frage, die aber ganz einfach zu beantworten ist. Ein Influencer kann für das Bewerben eines Produktes bezahlt werden – also ja. Man bucht nicht mehr eine Heidi Klum für eine Shampoo-Werbung, sondern lässt YouTuber, Blogger oder Instagram-Stars darüber sprechen – am besten natürlich positiv. Das ist etwas authentischer, näher am Nutzer und der Gedanke, dass es sich um “echte Werbung” handelt, herrscht nicht so sehr vor, wie bei einer klassischen TV-Werbung. Und das lassen sich Unternehmen auch etwas kosten. Inzwischen verdienen viele Blogger und YouTuber Geld mit Influencer Marketing, die „ganz Großen“ bestreiten sogar ihren Lebensunterhalt damit.

Aber was ist mit der Authentizität?

Schnell stellt sich die Frage, ob die Inhalte überhaupt noch authentisch sind, wenn man für das bezahlt wird, was man im Video sagt oder im Blog schreibt. Natürlich ist es berechtigt, diese Frage zu stellen, aber pauschal kann das nicht beantwortet werden. Im Endeffekt liegt die Antwort beim Influencer, denn er entscheidet, ob ihm das Geld oder die Authentizität vor seinem Publikum wichtiger ist. Werbedeals einzugehen heißt aber definitiv nicht, dass man seine Follower gezwungenermaßen belügen muss. Denn es kommt immer darauf an, mit welchen Ideen ein YouTuber oder Blogger Kooperationen umsetzt und auch, mit welchen Marken er diese eingeht. Ist man selbst von einem Produkt überzeugt, ist es unserer Meinung nach nicht verwerflich, über dieses Produkt für eine Gegenleistung positiv zu berichten.

Doch ist einmal das Potential von schnellem Geld durch Youtube und Blogs erkannt, springen viele auf den Zug auf. Langfristig gesehen macht das aber wenig Sinn, denn Follower zeigen zwar bis zu einem bestimmten Punkt Verständnis für Werbung innerhalb eines Videos oder Beitrags. Wird das aber zu oft ausgenutzt, verliert der Influencer unter seinen Fans schnell an Vertrauen und wird irrelevant.

Und was sagt das Gesetzbuch dazu? Was ist außerdem ethisch vertretbar?

Rechtlich gesehen gibt es einige Faktoren, die für das Influencer Marketing wichtig sind. Ein großes Thema ist die Schleichwerbung. In Deutschland müssen Produktplatzierungen, Advertorials oder Werbevideos nach dem Gesetz eindeutig gekennzeichnet werden. Speziell für Youtube-Videos, Blogbeiträge oder Instagram-Posts existieren jedoch nach wie vor keine genauen Regelungen. Die Rahmen, in denen die Kennzeichnung stattfinden sollte, sind sehr locker und das wird auch oft ausgenutzt. Gänzlich ungekennzeichnete Beiträge sind mittlerweile zwar eher selten, doch auch im schlimmsten Fall drohen hier nur Abmahnungen. Allerdings ist es ratsam seinen Followern zuliebe, mit offenen Karten zu spielen, denn fliegt eine ungekennzeichnete Kooperation auf, fühlen sich die Follower in die Irre geführt.

Das große Problem ist dabei jedoch, dass nicht nur die Unwissenheit der Influencer von Firmen ausgenutzt wird, sondern auch die Ahnungslosigkeit der Follower ist vordergründig aus Sicht mancher Marketing-Manager ein großer Vorteil beim Verschleiern von Werbung.

daaruum und ihr Umgang mit Influencer Markerting

In diesem Instagram-Post der YouTuberin und Schauspielerin daaruum wird die Werbung zwar durch den Hashtag #ad gekennzeichnet, allerdings geht dieser zwischen den anderen unter und durch die englische Bezeichnung „ad“ eher verschleiert, als ausreichend markiert. Gerade für ihre deutschen Follower wird nicht eindeutig klar, dass „#ad“ für einen bezahlten Post steht.

DoktorFroid und ihr Umgang mit Infliuencer_Marketing

Das andere Extrem wird hier beim Kanal DoktorFroid deutlich, der einen Kurzfilm zum Release eines neuen Videospiels veröffentlichte. Hier wird sowohl oben links im Video, als auch im Videotitel darauf aufmerksam gemacht, dass dieses Video bezahlt wurde. Rein rechtlich wäre die Kennzeichnung im Videotitel nicht nötig. Man geht zwar damit auf Nummer sicher, andererseits könnten Zuschauer hier bereits vor dem Klick auf das eigentliche Video das Interesse verlieren, weil die Kennzeichnung sie abschreckt.

Nicht gekennzeichnete Produktplatzierungen sind aber nicht die einzigen Dinge, die rechtlich oder ethisch gesehen an der Authentizität und Glaubwürdigkeit eines Influencers zweifeln lassen können. Vor allem bei YouTube wird oft Clickbaiting betrieben, das auf Dauer bei Fans Misstrauen gegenüber dem Influencer auslösen kann. Hier werden extreme Titel für Beiträge gewählt, obwohl ihr eigentlicher Inhalt diesen in der vermuteten Form nicht entspricht. Das funktioniert im Einzelfall gut, um Menschen auf einen Beitrag zu locken, der durch seinen eigentlichen Inhalt nicht überzeugen würde. Wird das Clickbaiting regelmäßig betrieben, sinkt das Vertrauen der Follower auch weiter, da sie nicht das bekommen haben, was sie erwartet haben.

Wie finden die Unternehmen den Weg zum Influencer und was kann dabei schief gehen?

Im Normalfall wird ein Influencer vom Unternehmen via E-Mail angeschrieben und nach Interesse an einer Kooperation gefragt und dann wird verhandelt. Außerdem können sich Unternehmen auch an Agenturen wenden, die Auftraggeber an YouTuber und Blogger weiterleitet und sie miteinander vernetzt. Bei YouTubern läuft dieser Prozess etwas anders ab, denn dabei ist es in den letzten Jahren populär geworden, gemeinsam mit anderen YouTubern in ein Netzwerk einzutreten, das sich um eben solche Angelegenheiten wie Content Marketing speziell für den YouTube-Markt kümmert. Diese Vermarkter dienen also als Management von YouTubern und stellen damit eine Schnittstelle zwischen Künstler und Marke dar.

Aber weil Content Marketing erst in den letzten Jahren so präsent geworden ist, gibt es noch keine genauen Richtlinien, wie solche Kooperationen abzulaufen haben und auch an Erfahrungsberichten kann man sich noch nicht satt hören. Man könnte meinen, dass die Managements, die sich in der YouTube-Szene etabliert haben, als verantwortungsbewusste Schnittstelle dienen könnten, doch ist unser Eindruck: Sie lassen entweder dem YouTuber viele Entscheidungen offen oder denken nur an den eigenen Profit.

Blogger sind oft sehr uninformiert und verwalten die Kooperationen mit Unternehmen oder PR-Agenturen weitesgehend selbst. Also gibt es niemanden, der Blogger an die Hand nimmt. Und das gilt nicht nur für die Rahmenbedingungen einer Kooperation, sondern auch für dessen Vergütung oder was genau es steuerlich zu beachten gilt, wenn man aus dieser Form von selbstständiger Arbeit Einnahmen erzielt. Jedoch ist es von großem Vorteil, dass sich die Arbeit von Bloggern sehr stark an der von Journalisten anlehnt und somit der Blogger-Ethos ziemlich konsequent transparent ist.

Aber sind Zahlen wirklich alles?

Den passenden Influencer zu finden, ist gar nicht leicht. Dabei handelt es sich um eine rechercheintensive Arbeit, die sich aber lohnt, wenn sie gewissenhaft ausgeführt wird. Denn nach wie vor verlassen sich im Influencer Marketing viel Manager zu sehr auf Followerzahlen . Viel wichtiger ist zum Beispiel das Verhältnis zwischen eben diesen Followern und den Klickzahlen auf Videos bzw. Likes auf Beiträge oder Bilder zu betrachten. Und vor allem: Ob der Influencer zum Unternehmen passt.

Aber es ist ohnehin falsch, sich auf Zahlen zu fixieren – sei es auf die Anzahl der Follower oder auf die Summe der Interaktionen. Denn es ist nicht immer sinnvoll, sich für jedes Produkt die Influencer mit der größtmöglichen Folower-Anzahl auszusuchen. Das ist ohnehin oft nicht mit dem Budget einer Kampagne vereinbar und – was noch viel wichtiger ist – der passende Nischen-Blogger oder -YouTuber kann für das vermarktete Produkt die viel bessere Zielgruppe und Audience haben.

Und es sind vor allem die Influencer mit kleiner Reichweite, die sich oftmals nicht über ihren Marktwert bewusst sind und verkaufen sich dann leider unter diesem. Dies führt nicht nur dazu, dass die Hemmschwelle von Unternehmen und Marken sinkt, weniger für Platzierungen und Werbung zu bezahlen, sondern macht auch den Markt für andere Influencer kaputt.

Und wie geht’s mit Influencer Marketing weiter?

Wie es mit Influencer Marketing weiter geht, lässt sich gar nicht pauschal sagen. Die gerade eben veröffentlichten Thesen von Roland Schweins (styleranking) erscheinen uns jedoch weitesgehend plausibel – insbesondere die Überlegung, dass Marken und Unternehmen künftig eher einen Inner Circle mit Influencern entwickeln, mit denen sie längerfristig zusammenarbeiten. Auch Kooperationen, bei denen nicht einfach platt ein Produkt vorgestellt wird, erscheinen erfolgversprechend – Events wie Instawalks oder Rotation Curation gehen zum Beispiel in diese Richtung.

Fest steht, dass Influencer nur eine gewisse Hochphase haben und dadurch eine Verantwortung für bestimmte Generations-Gruppen tragen. Sie könnten durch den richtigen Ethos, dem richtigen Umgang mit dem Gesetz und Regeln für Kooperationen ihre Reichweite noch viel besser und vor allen Dingen gewissenhafter nutzen – sei es um über ernsthaftere Themen zu sprechen oder einfach nur gutes Marketing zu machen.

tl;dr

Influencer Marketing ist überall, birgt aber deshalb nicht weniger Probleme, über die leider nicht gesprochen wird. Es lässt sich für Rahmenbedingungen oder Vergütungsmaßstäbe niemand bestimmen, der die Verantwortung übernimmt. Nicht nur Schleichwerbung ist ein Problem, sondern auch die Entscheidung darüber, welcher Influencer zu welchem Unternehmen passt – denn oft wird dabei und bei der Erfolgsmessung auf zu oberflächliche Zahlen geschaut.

Josef und Lydia Lucia

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Über das Gewitter im Kopf: Depressionen als Mittel zum maximalen Geltungsdrang?

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Depressionen und Social Media – kann das zusammenpassen?

“Ich habe Depressionen.” Schulterzucken und ein leicht abwertendes “Jeder hat doch sein Päckchen zu tragen…” – das ist üblicherweise die Reaktion, die man im realen Leben erfährt, wenn man es endlich geschafft hat, über seine Krankheit zu sprechen. Und das obwohl immer mehr Menschen daran erkranken und die Weltgesundheitsorganisation prognostiziert, dass Depressionen 2020 die zweitmeist verbreitete Krankheit der Welt sein wird (Quelle).

Und jetzt stell dir vor, du hast Depressionen in einer Welt, in der alles nur noch online passiert. In einer Welt, in der du überwiegend über Whatsapp, Facebook und Snapchat mit deinen Freunden kommunizierst. Wie vereinst du diese mitteilungsbedürftige Gesellschaft, in der jeder am optimalen Selbstbild arbeitet, mit deiner Diagnose?

Online oder offline, das ist hier die Frage!

Diese Frage war Bestandteil der von den Organisatoren zusammengeworfenen Vorträge von Kati Krause (@katikrause; Autorin, Magazinmacherin und Medienberaterin) und Uwe Hauck (@bicyclist; Autor und Initiator des Twitter-Hashtags #AusDerKlapse) auf der Media Convention Berlin 2016, die unter dem Titel “Ziemlich schlechte Freunde? Social Media und Depression” liefen. Und die Ansichten der beiden Vortragenden zu dieser Fragestellung hätten unterschiedlicher nicht sein können. Während sich Kati im Zuge ihrer Depression komplett von den sozialen Kanälen losgelöst hat, hat Uwe eine gewisse Form der Therapie für seine Krankheit in der Nutzung von Facebook, Twitter und Co. gefunden – und zwar, indem er auf Twitter den Hashtag #AusDerKlapse ins Leben gerufen und seine Eindrücke aus der Psychiatrie auf dem Kurzmitteilungsdienst veröffentlicht hat.

Die sozialen Netzwerke als “Kommunikations-Einbahnstraße”

Kati hat es geholfen, nicht mehr die ganzen pseudo-glücklichen und “HEY, HALLO, HIER BIN ICH!”-Beiträge ihrer “Freunde” zu sehen. Ihr Leben hatte zuvor nur noch daraus bestanden, auf der Couch zu liegen, während sie die immergleichen Apps in einem Kreislauf geöffnet, aktualisiert und wieder geschlossen hat. Es hat sie angestrengt, dass Gespräche, die man über die sozialen Netzwerke führt, keine richtigen Gespräche sind, sondern auch immer eine Form der Selbstdarstellung. Bezeichnet hat sie das Ganze als “Kommunikations-Einbahnstraße”. Sie hatte keine Energie, keinen Elan, keinen Appetit, aber vor allen Dingen entwickelte sie eine Social Media-Unverträglichkeit. Ihre Therapeutin sagte ihr, das sei bei depressiven Menschen normal, aber nur eine Nichtigkeit in Anbetracht der sonstigen Symptome. Außerdem sei Stress nicht gut bei Depressionen und Social Media IST Stress. Also Benachrichtigungen aus, Apps deinstalliert, offline gegangen. Sie konsumiert Social Media mittlerweile sehr bewusst. Auf Facebook werden ihr nur Beiträge von einer Handvoll Leuten angezeigt, die sie gerne verfolgt. Gespräche werden nicht mehr via WhatsApp geführt, sondern im realen Leben. Und ihr geht es gut damit.

Und was ist, wenn man online bleiben will?

Uwe wiederum sah es gar nicht ein, sich von den sozialen Kanälen abzuwenden. Depressionen sind sowieso stigmatisiert genug, wieso also nicht das Netz nutzen, um darüber zu reden, Aufmerksamkeit zu schaffen? Also rief er direkt einen eigenen Hashtag ins Leben, unter dem er aus der Psychiatrie berichtet, in die er sich freiwillig hat einweisen lassen, nachdem er versucht hatte, sich umzubringen.

Die Reaktion aus den Sitzreihen bei der Media Convention war ein immer lauter werdendes “Krass, sehr mutig…”. Er konnte wertvolle Tipps geben, denn Social Media muss nicht unbedingt schlecht sein, wenn man Depressionen hat. Zum Beispiel betonte er, dass man, wenn man “online bleiben will”, unbedingt darauf achten sollte, sich und sein Leben nicht permanent mit dem der anderen zu vergleichen. Auch gab er wichtige Denkanstöße, die einen darüber grübeln ließen, ob ein Umdenken bei der psychologischen und psychiatrischen Behandlung stattfinden muss, denn Notebooks und Smartphones sind in einer solchen Einrichtung vollkommen normal – das muss aber nicht für jeden passen. Für ihn passte es und er fand eine ganz eigene Therapieform, um mit seinem Problem umzugehen – die Bestätigung tat ihm gut. Also entschied er sich dafür, online zu bleiben. Und ihm geht es gut damit.

Der schmale Grat zwischen Selbstdarstellung und Geltungsdrang

Ich kann mich leider immer noch nicht ganz festlegen, wie ich die Depression als Mittel zur Selbstdarstellung in den sozialen Kanälen bewerten will – und das, obwohl ich persönlich auch sehr offen mit meiner Krankheit umgehe. Es ist ein heikles Thema, das jedes Gespräch beendet, sobald unterschiedliche Ansichten vorherrschen. Ab einem gewissen Punkt kann diese Form der Selbstdarstellung sehr schnell in einen gewissen abhängigkeitsgetriebenen Geltungsdrang übergehen bzw. dass es von Außenstehenden so wahrgenommen wird. Uwe musste sich schon längst die Vorwürfe anhören, dass er alles nur noch auf die Depression schieben würde oder das nur tut, um Geld zu verdienen – nicht zuletzt, weil er auf Twitter gerne von seinem “Erfolg” spricht, den er durch die Depression hat. Vielleicht steckt aber auch nur der ganz naive und unschuldige Gedanke dahinter, Aufklärungsarbeit zu betreiben und vielleicht einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, das Stigma dieser Krankheit zu zerstören. Der Grat ist trotzdem schmal.

Und jetzt?

Auch wenn die beiden nur zufällig von den Veranstaltern in einen Vortrag gesteckt wurden und auch wenn das Thema dadurch nur sehr oberflächlich angerissen werden konnte, so hat genau das dabei geholfen, zu verstehen, wie die Frage danach, ob Social Media-Nutzung bei Depressionen gut oder schlecht ist, zu beantworten ist: nämlich nicht pauschal, sondern ganz individuell. Man muss selbst herausfinden (oder noch besser: es gemeinsam mit einem Therapeuten besprechen), was einem nicht gut tut. Es muss ganz bewusst darauf geachtet werden, dass man sich nicht durch die befürwortende Kommunikationsspirale, die durch das Verbreiten dieses Themas auf den sozialen Netzwerken, immer weiter reinsteigert – denn das ist dann eher ein Weg, der nach unten führt.

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Eine Videothek der Onlinekommunikation? Wir hätten da eine Idee! [Video]

Es ist vollbracht unser Video zum medienneutralen Publizieren ist im Kasten und da sitzen wir nun in der hessischen Provinz Dieburg und fragen uns, wie wir unseren Schössling in die weite Welt der PR-Community entlassen sollen. Und weil wir sicher sind, dass es da draußen Unmengen guter Erklärvideos gibt, wollen wir die Veröffentlichung gleichzeitig mit einem Aufruf verbinden: Liebe Community, teilt doch bitte Eure liebsten Videos mit uns!

With a little help from our friends

Klar, wir hätten es auch einfach publizieren können. Aber: Bei unserer Recherche haben wir festgestellt, dass Erklärvideos zu einem bestimmten Fachgebiet gar nicht so einfach zu finden sind. Das möchten wir gern ändern: Wir haben uns deshalb dazu entschieden, mit der Veröffentlichung unseres eigenen Videos, auch Euch nach Euren liebsten Videos zu fragen. Dabei soll es natürlich nicht bleiben: Wir sind der Meinung, dass es einen Ort geben muss, an dem solche visuellen Stücke gesammelt werden sollten und wir finden, dass der Name „PR-Fundsachen“ mehr als gemacht dafür ist.

Weil wir gar nicht die Möglichkeit hätten, alle guten Videos zu finden, seid Ihr gefragt. Die Idee: Wir suchen gemeinsam die besten, schönsten, längsten oder knackigsten und liebgewonnensten Erklärvideos in der Community und tragen sie zusammen. Die einzige Regel: Es soll (wie der Name bereits verrät) um PR-Fundsachen gehen, also um Themen rund um PR, Marketing, digitale Kommunikation, Social Media und dieses #neuland.

Zur Inspiration haben wir bereits drei Lieblinge in die Playlist gepackt und freuen uns ab jetzt auf Eure Unterstützung.

Heute möchten wir also gleich auf zweierlei Dinge aufmerksam machen: Zum einen auf unser in Eigenproduktion entstandenes Video „Kommunikationsabteilungen im Wandel: Medienneutrales Publizieren“ sowie auf den neuen Youtube-Channel der PR-Fundsachen.

Unser in Eigenproduktion entstandenes Video
Unser in Eigenproduktion entstandenes Video

Lasst uns im Gespräch bleiben

Jeder braucht Erklärungen. Egal, ob es die eingefleischten Kommunikationsexperten unter Euch sind oder aber diejenigen, die sich für einen Studiengang am Mediencampus interessieren. Eine gute Sammlung von Videos kann in vielen Fällen helfen. Sie kann dem eigenen Verständnis dienen, aber vielleicht auch als Vorbereitung für Workshops oder Vorlesungen. Bewegtbild ist ja bekanntermaßen in vielen Fällen erhellender als trockener Text.

Darüber hinaus sollen die PR-Fundsachen einen Ort eröffnen, der offen für Diskussionen und Gespräche auf Augenhöhe ist – frei nach dem Motto „Von allen für alle.“

Wir freuen uns schon jetzt auf Eure Vorschläge und Euer Feedback – Spread the word!

tl;dr

Nennt uns Eure Lieblingsvideos zu Onlinekommunikation hier in den Kommentaren oder auf Youtube, Twitter oder Facebook. Wir ergänzen dann Stück für Stück unsere Playlist bei Youtube.

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