PR-Fundsachen

PR-Studenten der Hochschule Darmstadt bloggen und podcasten zu Public Relations und Web 2.0

Die Nutzung von Corporate Blogs bei der GTZ

Mittwoch 17. Dezember 2008 von Claudia Becker


Kurz vor Weihnachten haben wir bereits zwei Drittel des Semesters hinter uns und stecken mitten in den Projektphasen. Um unsere Konzeption für das Projekt “Mitarbeiterblog für das Goethe-Institut” abzurunden, sammeln wir gerade Fallbeispiele vergleichbarer internationaler Organisationen, um den Einsatz von internen Corporate Blogs in diesem Bereich zu erforschen. Die Ergebnisse eines Telefoninterviews mit Jens Adam, einem Mitarbeiter der GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit GmbH), möchte ich kurz zusammenfassen:

  • Bei der GTZ gibt es mehrere interne Weblogs, die von Mitarbeitern geführt werden
  • Diese sind reine Informationsblogs zu sehr spezifischen Themen
  • Die Qualität wird durch eine Blog Policy unterstützt, die allen Mitarbeitern zur Verfügung steht
  • Je Blog ist eine Person zuständig und verantwortet die Inhalte
  • Es gibt keine Anonymisierung: Jeder bloggt unter richtigem Namen

Die Blogs dienen vorerst als “Testballons”, um zu sehen, wie sie im Unternehmen ankommen. Dabei konnten bereits einige Probleme festgestellt werden:

  • Die Blogs sind bisher nicht in die bestehenden Kommunikationsmittel integriert: Es gibt keine technische Plattform, auf der sie verwaltet werden
  • Sie können dadurch nicht über eine interne Suchmaschine durchsucht werden: Informationen gehen verloren und die Blogs werden zum Konkurrenzmedium, statt zum ergänzenden Kommunikationskanal
  • Die Blogs laufen extern über WordPress und sind für die Mitarbeiter nur über Zugangsdaten lesbar
  • Die spezifischen Themen interessieren nur einen kleinen Leserkreis
  • Die bestehenden Weblogs werden innerhalb des Unternehmens nicht kommuniziert

Die internen Blogs sollen eigentlich einen Austausch anregen, die Vernetzung der weltweit tätigen Mitarbeiter stärken und bestimmte Themen zur Diskussion stellen. Diese Ziele sind derzeit noch nicht erreicht. Allerdings arbeitet die GTZ bereits an Verbesserungsmöglichkeiten und neuen Projekten, die den Zielen näher kommen.

Laut des Interviewpartners sind Blogs ein ideales Tool, um interne Informationen auszutauschen und eine Kommunikation unter den Mitarbeitern aufzubauen. Gerade bei internationalen Unternehmen wie der GTZ oder auch dem Goethe-Institut, bei denen die Mitarbeiter weltweit verteilt sind, bieten Blogs eine Chance, die Arbeit im Ausland transparenter zu machen und die Angestellten selbst zu Wort kommen zu lassen.

Allerdings bedeuten Weblogs einen Kulturwandel in der Unternehmenskommunikation, der Zeit zur Eingewöhnung benötigt. Die Blogs müssen sich erst als brauchbares Tool etablieren. Sie müssen Barrieren wie Ängste und Vorbehalte gegenüber neuer Medien überwinden und beweisen, dass sich ihr Einsatz auch aus wirtschaftlicher Sicht lohnt. Die GTZ ist gerade dabei, diese Testphase durchzuführen und arbeitet an einer verbesserten Integration der Weblogs.

Das Interview lieferte uns wertvolle Informationen für unsere Projektarbeit. Wir sind dankbar für die Einblicke, die uns Herr Adam durch seine ausführlichen Antworten ermöglichte und werden in unserem Konzept besonders darauf achten, dass das Mitarbeiterblog ausreichend kommuniziert und die Themen breit genug gestreut werden, sodass viele Mitarbeiter angesprochen und eine Diskussion angeregt wird.

Zur GTZ:

Das weltweit tätige Bundesunternehmen fördert die internationale Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und beschäftigt weltweit rund 12.000 Mitarbeiter. Jens Adam ist Projektleiter für die CMS-Einführung und Berater für Informationsmanagement und seit sieben Jahren im Unternehmen tätig. 


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Kategorie: Corporate Weblogs, Intern, PR-Praxis | 2 Kommentare »

Wanderausstellung: „Rohstoffe für eine gerechte Welt“

Donnerstag 6. November 2008 von Ina Ochsenreiter


Im  Wintersemester 2008/2009 hatten wir, das siebte Semester der Online-Journalisten mit Schwerpunkt PR, die Wahl zwischen vier Semesterprojekten zum Thema Entwicklungshilfe, Kultur- und Event-PR. Wie in den vorangegangenen Semestern arbeiten wir mit externen Kooperationspartnern zusammen und übernehmen für diese Agenturjobs. Dieses Semester konnten wir zwischen Projekten mit der Cocomore AG, dem Goethe-Institut und dem Bonn International Conversion Center (BICC) auswählen. Außerdem betreut eine Projektgruppe die Planung der Tagung „Zukunft Online-PR“.

Unsere Projektgruppe (Laura Schade, Lars Abendroth, Ina Ochsenreiter und Sudabah Djamshedzad) kümmert sich um das Projekt für das BICC. Das Conversion Center ist eine Non-Profit-Organisation, das sich grob gesagt, für Frieden und Entwicklung einsetzt. Am 21.11. eröffnet die NGO die Wanderausstellung „Rohstoffe für eine gerecht Welt“ in Bonn. Die Auftaktveranstaltung wird im Rahmen der International Fatal Transactions Conference 2008 in der Deutschen Welle stattfinden. Während dieser Feier werden wir ein Video für das BICC drehen. Zudem wird unsere Projektgruppe in den kommenden drei Monaten eine Internetseite entwickeln, die die Wanderausstellung medial begleitet. Dort sollen für Besucher und potentielle Veranstalter verschiedenste Informationen aufbereitet werden, wie:

  • allgemeine Informationen zur Ausstellung
  • Presseberichte und Pressemitteilungen
  • Hintergrundinformationen zum Thema Rohstoffe
  • Kalender mit den geplanten Veranstaltungsorten
  • Selbstdarstellungen der an der Ausstellung beteiligten Organisationen
  • Ein Video der Auftaktveranstaltung

Außerdem werden wir den Imagetext des BICC überarbeiten und die Umsetzung eines Online-Dossiers zum Thema „Rüstungsexporte“ für die Bundeszentrale für politische Bildung begleiten. Wir sind auf die Zusammenarbeit mit dem BICC gespannt und freuen uns auf unsere Reise nach Bonn.

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Kategorie: Nonprofit-PR, Online-PR, PR-Praxis | 1 Kommentar »

Ein Weblog für die Mitarbeiter des Goethe-Instituts

Mittwoch 5. November 2008 von Claudia Becker


Afghanistan, Ghana, Taiwan, Venezuela – in 83 Ländern weltweit fördert das Goethe-Institut das Kulturgut der deutschen Sprache und pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit. Die Webseite des Instituts bietet umfassende Informationen über aktuelle Projekte und Angebote. Auch im Bereich Web 2.0 muss sich der Online-Auftritt nicht verstecken: Von Videos über Podcasts und Weblogs bis hin zur eigenen 3D-Community im Second Life, kommuniziert das Goethe-Institut über verschiedene Kanäle mit der Öffentlichkeit. Doch wie sieht es in der internen Kommunikation aus? Wie erfährt ein Mitarbeiter in Shanghai, was sein Kollege im indonesischen Jakarta erlebt? Und mit Hilfe welches Mediums kann ein Angestellter über den Aufbau eines Instituts im fernen Luanda berichten?

Genau diesen Fragen stellt sich in diesem Semester die Projektgruppe von Viktoria Thumann, Stefan Herber, Ferdinand von Reinhardstoettner und mir. Rund dreitausend Mitarbeiter im In- und Ausland arbeiten für das Goethe-Institut. Über ein gut ausgebautes Intranet werden die Mitarbeiter umfassend über interne Angelegenheiten und Themen informiert. Damit sie auch persönlich über ihre Erfahrungen an den entfernten Standorten erzählen und Erlebnisse mit ihren Kollegen rund um den Erball teilen können, soll ihnen nun durch ein internes Weblog eine Stimme gegeben werden.

Die Aufgabe unserer Projektgruppe ist es, ein Konzept für ein solches internes Weblog zu entwerfen, das in das Intranet des Goethe-Instituts integriert werden kann. Dazu werden wir neben der Konzeption für das Mitarbeiter-Blog auch Fallbeispiele anderer Corporate Blogs analysieren, einen Leitfaden für die bloggenden Mitarbeiter erstellen und uns Kommunikations-Möglichkeiten überlegen, die das Weblog bei den Kollegen bekannt machen und sie zum mitschreiben anregen sollen. Rundum also ein spannendes Projekt, das uns vier in diesem Semester begleiten wird. Bis zur Zwischenpräsentation im Dezember bleibt noch einiges zu tun – und wir freuen uns schon auf die Fahrt ins schöne München, um dort die ersten Ergebnisse in der Zentrale des Goethe-Institutes vorzustellen zu können.

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