PR-Fundsachen

PR-Studenten der Hochschule Darmstadt bloggen und podcasten zu Public Relations und Web 2.0

Alle Artikel in der Kategorie "Gesellschaft & Medien"

Wie erfolgreiche PR aussehen kann – ein Praxisbeispiel

Montag 30. August 2010 von Isabelle Hein


Wissen Sie unter welchen Umständen ihr Kaffee produziert wird? Oder wie die Arbeitsbedingungen der Arbeiter, die die Baumwolle ihrer Kleider herstellen, sind? Nein? Durch das FairTrade-Siegel erkennt man Produkte, die in den Entwicklungsländern fair gehandelt worden sind. Der Erfolg von dem gemeinnützigen Verein TransFair, der das Fairtrade-Siegel vergibt, ist auch auf die erfolgreiche PR-Arbeit zurückzuführen.  Den ganzen Beitrag lesen »

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Kategorie: Gesellschaft & Medien, PR-Praxis | 1 Kommentar »

Knigge 2.0 – Regeln für den Umgang im Social Web

Samstag 28. August 2010 von Yvonne Lenger


Das Social Web gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Mitgliederzahlen sozialer Netzwerke steigen unaufhörlich. Daher ist es auch für Unternehmen wichtig, im Social Web präsent zu sein. Immer mehr von ihnen nutzen diese Möglichkeit und stellen sich und ihre Produkte dar. Damit dabei nichts schief läuft, ist es für Unternehmen wichtig, Social Media Guidelines für die Mitarbeiter herauszugeben, damit diese auch wissen, wie sie sich und das Unternehmen im Web 2.0 am besten präsentieren können. Den ganzen Beitrag lesen »

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Sag mir, wo Du bist …

Freitag 20. August 2010 von Andreas Leiser


…oder Facebook tut es. Zumindest in den USA. Seit gestern können Nutzer mit Hilfe des Geodienstes “Places” anderen Usern mitteilen wo sie sich gerade befinden. Das freut vor allem Unternehmen und deren Marketing- bzw. Werbeabteilungen – und ein wenig auch die PR. Den ganzen Beitrag lesen »

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EMI schießt mit „Schland o Schland“ ein Eigentor

Dienstag 15. Juni 2010 von Andreas Leiser


Was kann einem Musikkonzern besseres passieren? Kostenlose Werbung im Internet, massenweise Berichterstattung in den Medien und eine schnelle Verbreitung durch die Social Media Kanäle youtube, facebook und twitter. Doch der Musikkonzern EMI will dies anscheinend nicht. Der Musikverlag, der die Rechte an dem Lena-Hit “Satellite” hält, reichte eine Einstweilige Verfügung gegen die Verbreitung des Songs „Schland O Schland“ von „Uwu Lena“ ein. Ein PR- und Marketing-Fehler erster Güte.

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Kategorie: Gesellschaft & Medien, Online-PR | 1 Kommentar »

BP und CSR: Eine Tragödie in fünf Akten

Mittwoch 2. Juni 2010 von Sebastian Rudolph


Viele schreiben über die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko: Biologen mahnen, Physiker rechnen, Chemiker prüfen und PR-Praktiker hören zu. Ob Natur-, Geistes-, oder Kommunikationswissenschaft – Die Umweltkatastrophe veranschaulicht viele Theorien in der Praxis.

So verschieden die Perspektiven, so ähnlich das Fazit: Eine Katastrophe, die einem Drama gleicht. Ein Trauerspiel mit BP in der Hauptrolle. Eine Tragödie in fünf Akten.

Eine etwas andere Betrachtung.

Erster Akt – Vom Aufziehen des Sturms

Die Sonne geht auf, wandert über den Horizont und wirft lange Schatten über Felder. Gräser erstrecken sich zwischen Feldwegen und Flussläufen, dazwischen wachsen Sonnenblumen, es riecht nach gemähtem Gras. Durch die Sonne erstrahlt das Land in Regenbogenfarben, sie spendet Energie und ist der Antrieb des Lebens. Die Welt eingehüllt in den Mantel der Natürlichkeit. Ein Unternehmen eingehüllt in den Mantel der Nachhaltigkeit – das sagt uns das Logo von BP: Die Sonne im Zentrum als Energiequelle, umgeben von der Natur…

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Kleiner Button, große Wirkung: Like!

Donnerstag 20. Mai 2010 von Sebastian Rudolph


Seit fast einem Monat dürfen Internetnutzer den Like-Button außerhalb von Facebook einfügen und klicken: Kleine Funktion, große Wirkung und noch größere Diskussionen. Es gibt kaum Themen, die nicht in Verbindung mit Facebooks Open Graph diskutiert werden:

Und das ausgelöst von den blauen, wenige Pixel großen Buttons mit weißer Aufschrift Like. Die Debatten sind nicht neu, sondern immer wiederkehrende Themen im Social Web. Scheinbar lassen sich alle Themen auf den Like-Button herunterbrechen. Was macht ihn so relevant?

Die Facebook-Funktion ist ein Katalysator für Diskussionen, deren Ursachen viel tiefer im Social Web verborgen liegen, aber bisher nur schwer zugänglich waren: Aus den Tiefen einer scheinbar unendlichen Vernetzung taucht der Like-Button an die Oberfläche und zeigt uns, wie Netzwerke funktionieren und wie sie Informationen verbreiten. Selten war die soziale Vernetzung im Internet und deren Rückwirkung auf das Web so greifbar und anschaulich. Die Like-Funktion zeigt Chancen und Risiken dieser Entwicklung. Ihr Erfolg veranschaulicht beispielhaft, auf welchem Fundament soziale Netzwerke errichtet sind und wie sie und ihre Inhalte durch menschliches Verhalten gesteuert werden.

Der blaue Button steht im Zentrum der Aufmerksamkeit. Was lehrt er uns über die Verbreitung von Inhalten? Welche sozialen Mechanismen greifen dabei? Warum ergeben sich daraus interessante Möglichkeiten für die (individualisierte) Massenkommunikation? Was bedeutet das für Inhalte? Und warum dürfen PR-Praktiker nicht wegschauen? Aber beginnen wir von vorn.

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Kategorie: 5 Minuten-Thema, Gesellschaft & Medien, Online-PR, PR-Praxis | 4 Kommentare »

T-4 Tage: Bamberger Studierende befassen sich mit der “PR im Wandel”

Dienstag 11. Mai 2010 von Desiree Grobecker


Was die Anderen so machen – mit dieser Frage hat sich Daniel Rehn Anfang des Jahres in einem Blogpost bereits auseinandergesetzt und auf studentische PR-Weblogs verwiesen. Ergänzend dazu möchten wir ein neues Fundstück für diese Liste aufführen.

Seit dem Wintersemester 2000/2001 bringt Thomas Mavridis, Leiter der PR-Kanzlei, Studenten der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Theorie und Praxis der Public Relations näher. Auch in diesem Sommersemester steht ein Seminar unter Mavridis’ Leitung im Vorlesungsverzeichnis: “PR im Wandel”. Begleitend zu dieser Veranstaltung wird Mavridis allerdings erstmals mit seinen Studierenden ein Posterous-Blog führen.

Dieses beschäftigt sich mit den “aktuellen Strukturen” und soll “das neue Arbeitstempo behandeln, das Medienarbeit in Echtzeit heißt”, wird im Ankündigungsbeitrag erklärt. So soll unter anderem auch diskutiert werden, “unter welchen Voraussetzungen der Paradigmenwechsel geschieht, warum die herkömmliche Konzeptionsmethodik oft nicht mehr genügt und welche Strategien in der neuen Medienrealität wirklich Erfolge versprechen.”
Auch auf die Frage, inwieweit klassischen PR-Instrumente in der Zukunft noch Anwendung finden beziehungsweise eine beachtliche Rolle spielen, will Mavridis eingehen.

Für uns dürfte dieses Blog, das am 15. Mai erstmals mit Inhalten gefüttert werden soll, eine weitere Interessante studentische Fundgrube sein und wir sind gespannt darauf, was die Bamberger Kommilitonen daraus machen.

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Kategorie: Gesellschaft & Medien, PR-Ausbildung | 1 Kommentar »

Das Internet ist böse! – Öhm, ja…

Freitag 9. April 2010 von Asja Bernd


Eigentlich sollte dies eine sachliche, kritische Rezension zur gestern Abend ausgestrahlten Talkrunde von Maybrit Illner werden. Die Gästeliste in Kombination mit dem Thema gab schließlich einiges her: Kay Overbeck, Unternehmenssprecher von Google und u.a. zuständig für Deutschland, war da, FAZ-Herausgeber Frank “Payback” Schirrmacher ebenso, dazu die Verbraucherschutzministerin Ilse “sonst sehe ich mich gezwungen meine Mitgliedschaft zu beenden” Aigner, der ehemalige Sevenload-Gründer und Webkenner Ibrahim Evsan, Constanze Kurz, Sprecherin des ChaosComputerClub und an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig, und … naja, Andrea Kiewel eben in der Rolle der besorgten Mutter. Warum auch immer. Das Alles unter dem (sehr plakativen) Stempel “Die Gefahr aus dem Internet”.

Und so schaltete ich ein und dachte mir im Stillen “mal sehen, wie es wird”, um es im Nachhinein aus einem mit Hand und Fuß versehenen PR-Blickwinkel analysieren zu können. Es wurde nix. Sorry, aber was blieb als Kernaussage beim eventuell nicht sehr webmündigen Zuschauer hängen? Das Internet ist böse!? Und Kegeln am PC ist gleich ballern!? Eine “Diskussion” wie diese hilft niemandem wirklich weiter. Und so sehe ich mich auch nicht wirklich in der Lage eine sachliche PR-Kritik schreiben zu können, sondern eher eine Zusammenfassung des Ganzen für alle, die sich die Sendung noch nicht angesehen haben.

Maybrit Illner will über die Risiken des Internets sprechen: “Ausgespäht und abgezockt – Wie gefährlich ist das Internet?“. Los ging es mit einem Einspieler über Computer- und Videospielkurse für Senioren, die so endlich eine Ahnung davon bekommen können und wollen was ihre Enkel mit der Technik so anstellen. Aus den unter anderem virtuell kegelnden Rentnern machte Illner nonchalant einfach mal “ballernde Senioren”. Das gehört zwar nicht direkt zum Thema, zeigt aber, wie aufgeladen jegliche Debatte um Computer ist. Die Milchmädchenrechnung: Virtuelles Kegeln = Killerspiel. Bestimmt. Vielleicht hätte man an dieser Stelle schon wegzappen sollen…

Kommen wir zum Beginn der Diskussion: Frank Schirrmacher und Ilse Aigner wiederholen gebetsmühlenartig ihre “Argumente”: Die Menschen geben zu viel von sich preis, beispielsweise bei Facebook. Sie wüssten nicht, dass “jede Suchanfrage für Google auch eine Antwort” ist, so Schirrmacher. Er fürchtet die Mathematik, die sich hinter den Interfaces versteckt, bzw. dass Menschen und ihr Verhalten berechenbar werden. Heute würden ihnen in Online-Shops personalisiert Bücher angeboten, die andere ebenfalls für passend zum Thema einstuften, morgen Menschen.

Aigner sitzt im selben Zug, schimpft auf die “Supermächte”, die Daten anhäufen und wer-weiß-was mit ihnen anstellen. Die Menschen im Netz seien sich ihrer Spuren nicht bewusst, das müsse sich ändern. Wer hier einen Aufruf zu Eigenverantwortung zu erkennen glaubt, wird enttäuscht: Das war es schon.

Constanze Kurz greift diesen Aspekt jedoch auf und geht auf die Wahlmöglichkeiten der Nutzer ein. Auch Kay Overbeck nennt schätzungsweise mehr Konkurrenzsuchmaschinen beim Namen als Schirrmacher und Aigner zusammen. Kurz verweist auch darauf, dass ein Verbraucherschutzministerium nicht nur von den Firmen fordern sollte, dass sie aufpassen, sondern auch konkrete Ideen einbringen. Leider scheint Aigner keine davon dabei zu haben. Vielleicht ergibt sich ja beim Gespräch mit Mark Zuckerberg mehr. Schließlich findet sie dessen Mail als Antwort auf ihren offenen Brief als “okay” empfinde, da man die weitere Diskussion schließlich bilateral führen wolle.

Wirklich Eindruck hinterlassen nur Kurz und Ibo Evsan, der im Publikum sitzt und kurz zu Wort kommt. Er geht als einziger darauf ein, dass viele Inhalte freiwillig ins Netz gestellt werden, um sie mit Freunden zu teilen und dass das Netz ein – und er nennt es ganz bewusst so – “schönes Spielzeug” ist. Den kleinen Seitenhieb, dass die Regierung es nach dem Platzen der ersten DotCom-Blase versäumt habe, die eigenen Spezialisten im Land zu halten, statt sie in die USA und Co. auswandern und dort mit ihrem Fachwissen zum Kompetenzvorsprung beitragen zu lassen, kann er sich jedoch nicht verkneifen. Auch Overbeck macht ohne große Schwierigkeiten eine bessere Figur als Aigner und Schirrmacher. Google sammelt Daten in Unmengen, aber Overbeck nennt wenigstens konkrete Maßnahmen, die es bei Google gibt. Diese sind vielleicht kein Königsweg, vom allgemeingültigen Geschwafel hebt er sich dennoch ab.

Ich will Google per se nicht in den Himmel loben. Datenschutz ist wichtig und ich möchte auch nicht wirklich von Streetview gefilmt werden. Aber wenn ein Thema auf einer so unsachlichen Basis abgehandelt wird, kann ich nur den Kopf schütteln. Die ganze Debatte gestern Abend scheiterte an den selben Problemen wie jene zum Thema Gentechnik: Viele Ängste, wenig Argumente, jeder hat eine Meinung, aber kaum jemand Ahnung und dann soll diese ganze Vielfalt in 60 Minuten Sendezeit gepresst werden. Dass das nicht funktionieren kann, war vielen, die die Sendung via Twitter live mitkommentiert haben (und auch jetzt noch darüber diskutieren), schon vorher klar, nur den Machern von “Maybrit Illner” nicht.

Ein buntes Sammelsorium an mehr oder minder sachlicheren Kritiken findet sich schließlich hier:
FAZ.NET-Frühkritik: Maybrit Illner – Googles Prophezeiungen
TV-Diskussion: Wenn Maybrit Illner über das gefährliche Internet talkt
TV-Kritik: Maybrit Illner – “Ausgegoogelt – Kassandra traf auf Knallbonbon”
Maybritt Illner: Problemfall Internet
Blogpost von Happy Schnitzel (die noch vor der Sendung eine treffende Analyse hinlegte)

PS: Was man über sich preisgibt und was die “Monopolisten” machen, wenn man ein Fan von Maybrit Illner auf Facebook wird, wurde nicht diskutiert. Schade eigentlich. Ach ja, und wenn ich mal alt bin, werde ich ein “Silver Server” ;)

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Die studentische Facebook-Krux: Wie privat kann und darf ich sein?

Sonntag 7. März 2010 von Daniel Rehn


Mit “Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?” hat Richard David Precht einen der Bestseller der letzten beiden Jahre produziert. Keine Buchhandlung, kein Bahnhofskiosk, keine Liste der beliebtesten Bücher, wo sein Werk fehlen durfte. Ich muss gestehen, ich habe es nicht gelesen und habe es ehrlich gesagt auch nicht vor, allerdings ist die titelgebende Frage eine zu schöne Steilvorlage für meine folgenden Überlegungen, als dass ich sie hätte liegen lassen können.

Wenn es nämlich einen Ort gibt, an dem man sich – gerade als Student im Bereich der Kommunikationswissenschaften / der Online-PR / der Öffentlichkeitsarbeit – intensiv mit seinen unzähligen Identitäten beschäftigt, dann ist es das Web. Innerhalb unseres Kurses gab es so manche Diskussion über die Art und Weise, wie ich mich in der Öffentlichkeit des Social Web geben kann, darf und sollte. Die Krux für “erfahrene Greenhorns” wie uns und auch andere sind jedoch boomende Social Networks wie Facebook, die sämtliche Grenzen der eigentlich klar verteilten Identitäten verschwimmen lassen.

Ein Beispiel: Das bei Studenten (noch) beliebteste Netzwerk StudiVZ bietet einen sehr klaren, – bei entsprechenden Einstellungen – privaten Rahmen, der in der Grundüberlegung für die Kommilitonen und Freunde an anderen Hochschulen, Universitäten und Co. gedacht ist, um in Kontakt zu bleiben und ab und an auch mal in einer der zahllosen Gruppen mitreden zu können. Man kann sich im übertragenen Sinne von einer Seite zeigen, die man seinen Freunden auch auf dem Campus, in einer Vorlesung oder während einer Pause in der Mensa offenbaren würde. Immer mit dem Wissen, dass es in einem entsprechenden Raum des Webs geschieht, den man spätestens mit dem Ende des Studiums als solchem nicht mehr in der bekannten Häufigkeit frequentieren wird, falls überhaupt.

Für ein Businessnetzwerk wie XING oder LinkedIn hingegen gelten andere, seriösere Regeln, die allerdings ebenso wie bei StudiVZ direkt als solche wahrgenommen und verstanden werden können. Es geht, wie der Zusatz schon sagt, ums Business, bei dem ich ganz bestimmt nicht mit einem Profilbild, das bei der letzten Wohnheimparty entstanden ist, glänzen möchte. Dafür wird dieses Profil – gerne auch mit Beginn des Studiums zur Chancenoptimierung bei der Praktikumssuche und Co. erstellt – noch zu lange Bestand haben.

Was uns zur angesprochenen Facebook-Problematik führt. Wenn StudiVZ das Äquivalent zu Jeans und T-Shirt am Campus darstellt, dann steht XING für den Anzug mit Krawatte im Büro, währenddessen Facebook die halboffizielle Afterwork-Firmenmottoparty zum 40. Geburtstag des Chefs am Casual Friday ist. Kurzum, ein – wenn man nicht aufpasst – hervorragendes Imagefettnäpfchen zum mit Anlauf hineinspringen.

Denn die Frage, wie privat man sich nach Dienstschluss gegenüber den Kollegen von nebenan, aber auch den extra eingeladenen Freunden des Vorstandes / Mäzenen des Unternehmens / Sponsoren der nächsten Konferenz gibt, ist für Studenten, die kurz vor dem Schritt in die Berüfstätigkeit stehen, mit Blick auf Facebook eine ganz ähnliche.

War der virtuelle Schneemann mit Brüsten früher eine willkommene Abwechslung auf der Profilpinnwand, könnte er heute für die ein oder andere Verlegenheit sorgen, sollte ein Kontakt, der nicht dem privaten Umfeld entstammt, diesen zu sehen bekommen. Dumm nur, dass die Freunde von damals diesen Schluss nicht immer als solchen ziehen, da ihnen die Ausmaße einer möglichen (Online-)Reputationsschädigung – im Gegensatz zu uns – nicht ganz so geläufig sind.

Markus Sekulla hat sich vor Kurzem mit einer nicht ganz ähnlichen Problematik befasst, die aber auf der selben Basis ruht: Was macht man mit einem Facebook-Account, der seit Monaten, wenn nicht gar schon Jahren auf rein privater Ebene genutzt und entsprechend aufgebaut wurde? Allen Freunden aus der Schule, dem Verein oder Bekanntenkreis zu sagen, dass sie zum Wohle des eigenen Reputationsmanagements nicht mehr unbedacht auf die Pinnwand posten oder kommentieren sollen ist nur in der Theorie sinnvoll. In der Praxis löscht man schließlich fast täglich unpassende Einträge, die trotz allem beabsichtigt wie unbeabsichtigt – ich sage nur Quiz-Apps – noch dort auftauchen, immer in der Hoffnung, dass sie niemand anderes dort gesehen hat.

Für Twitter fand Sekulla den sehr praktikablen Ansatz, dass man mit zwei oder mehr Accounts eine ganz gute Schiene fahren könne: Einer für’s Private (bei Bedarf auch aus der public timeline entfernt), einer für die Öffentlichkeit. Ein Ansatz, wie ich ihn persönlich auch bevorzuge, getreu dem Motto “am Tage Bruce Wayne, nachts Batman”.

Es bleibt die Frage: Lässt sich die “doppelte Identität” zur Wahrung der Privatsphäre und gleichzeitigem Networking für die Zukunft bei Wunsch auch auf Facebook anwenden? Tendenziell ja, via Fanpage. So kann man sich direkt zu seinem Themengebiet äußern, ohne die Freunde mit PR-Theorien und Co. zu belangen, die ihnen sehr wahrscheinlich sowieso nichts sagen würden, während die gesammelten und auf die Page hingewiesenen (Social Media-)Kontakte sich bei Bedarf einklinken und mitdiskutieren können.

Doch stellt sich im Gegenzug eine Frage, die ebenso angebracht erscheint: Ist eine solche Herangehensweise für einen (engagierten) Studenten überhaupt schon sinnvoll?

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Über die Enstehung eines speziellen Social-Web-Tools für Wissenschaftler

Mittwoch 17. Februar 2010 von Simone Katharina Schröter


Seit 15. Februar 2010 gibt es eine eigene Social Software für Wissenschaftler – ScienceFeed. Dabei handele es sich aus einer Mischung aus Facebook und Twitter, wie Marc Scheloske von “Echolot – Beobachtungen aus der Wissenschaft” feststellt. In seinem Blog hält er fest:

Es sieht aus wie ein schlanker, eleganter Mix aus Twitter, FriendFeed, Blogkommentaren und Buzz. Und es ist – so jedenfalls die Idee – zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Wissenschaftlern, die sich zu aktuellen wissenschaftlichen Themen miteinander austauschen.

ScienceFeed stammt aus dem Entwickler-Haus ResearchGATE, das bereits mit dem gleichnamigen Produkt auf sich aufmerksam machte. Das Xing-Pardon für Forscher sei laut des Blog-Autors ein beachtliches Erfolgsmodell. Die Zahlen geben ihm recht: 250.000 Wissenschaftler legten bereits Profile bei ResearchGATE an.

Doch brauchen Wissenschaftler überhaupt ein eigenes Web 2.0-Tool? Bieten die bisherigen Tools, die mehr oder weniger für alle User-Gruppen konzipiert wurden, nicht genügend Abgrenzungspotenzial? Oder wollen Wissenschaftler lieber unter sich sein? Denn auf den ersten Blick sieht es so aus, als könne ScienceFeed gar nicht viel mehr als FriendFeed oder Posterous. Wer entscheidet eigentlich, dass ein neues Tool her muss und wie sieht eigentlich die “Produktionskette” für Tools aus? Um das einmal näher zu untersuchen, melde ich mich kurzerhand bei ScienceFeed an. Ich bin zwar kein Wissenschaftler, aber ich forsche ja doch irgendwie, nicht wahr?

Bei ScienceFeed angekommen stelle ich eine große Ähnlichkeit zu Facebook fest. Selbst das Schema ist ähnlich. Später werde ich lesen, dass ScienceFeed an FriendFeed angelehnt ist, welches wiederum von Facebook abgekupfert sein soll. Auch bei ScienceFeed kann man zwischen privaten und öffentlichen Accounts unterscheiden. Außerdem sind Direkt-Nachrichten möglich. Ich klicke mich einfach mal durch. Ich suche die Diskussionen, die im Echolot-Blog angepriesen wurden. Doch kein Klick führt zu ihnen. Also versuche ich es einfach mal mit dem Suchfeld, das mir – ganz nach Gutenberg-Diagramm – auf der Startseite sofort ins Gesicht springt. Dort trage ich “king” ein. Sofort spuckt ScienceFeed eine Abfolge von twitterähnlichen Kurzmitteilungen aus, die überwiegend von Twitter oder FriendFeed kommen. Die meisten Tweets stammen von einer Handvoll Mitglieder. Aber folgender Tweet von Martin Fenners Twitteraccount fällt mir besonders auf:

“I asked Ijad Madisch “What is the advantage of having a social networking tool specifically for scientists?”… re: http://ff.im/fYJvF

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Kategorie: Gesellschaft & Medien, Online-PR, PR-Praxis, Zukunft-Online-PR | 4 Kommentare »

Das neue Zeitalter des Spendens – Ein beeindruckendes Beispiel, was mit Social Media möglich ist

Samstag 23. Januar 2010 von Ghaya Hachani


April 2009. Um die Medienlese-Rubrik “6 vor 9″ mit ihren interessanten und abwechslungsreichen Linktipps zu retten, sammelten eifrige Blogger und Freunde um die 2000 Euro. Die Reihe konnte gerettet werden, wenn auch nicht für alle Ewigkeit. [leider fand sich der Retter-Link nicht mehr, sorry]

Ende letzten Jahres gab es eine ähnliche, wenn doch auch andere Wiederholung. Um das Geschäft Blumenladen seiner Freunde zu retten, rief Sachar Kriwoj zur Aktion “Rettet den kleinen Blumenladen” auf. Auch hier waren die benötigten 10.000 Euro innerhalb weniger Wochen durch Online-Kleinstspenden aufgebracht und der Blumenladen tatsächlich gerettet. [alle Beiträge zur Rettung gibt es unter massenpublikum.de, Suchbegriff "blumenladen"]

Und nun Haiti. Nach dem ersten Beben mit seinen katastrophalen Folgen war es Johnny Häusler von Spreeblick, der seinen Rettungsanker auswarf und über helpedia, eine Online-Spendenplattform, sammelte. Damit seine Spendenaktion auch so viele Helfende wie möglich erreichen konnte, verlinkte Häusler nach allen Kräften zur Verbreitung seines Anliegens – und hatte Erfolg. Mittels Twitter, Social Networks, Blogposts und Verlinkungen sowie Mund-zu-Mund-Propaganda wusste bald die (gefühlte) ganze Blogosphäre in kürzester Zeit von seiner Aktion und jeder gab, was er geben konnte. Denn sie alle wollten Häusler nicht nur helfen, weil es eine wichtige Geste ist, sondern weil sie alle ihm vertrauen. Ein Vertrauen, aufgebaut durch jahrelange Bekanntheit und Reputation in allem, was er anfasst und umsetzt.

So wurden die zuerst anvisierten 5.000 Euro Spendengelder nahezu unverzüglich erreicht, die 10.000 Euro fielen nach nicht einmal einer Woche und auch die 25.000 Euro-Grenze war nach knapp acht Tagen durchbrochen (Stand: 23.01.2010).

Nun soll die Spendenaktion bis Ende April weiterlaufen, während die Erlöse allesamt an die Organisation “Aktion Deutschland hilft” gehen, die sich um die Verwaltung und Verteilung der Gelder kümmern wird.

Es zeigte sich einmal mehr, dass im Begriff “Social Web” viel mehr “Soziales” verbirgt, als mancher denken mag. Aber auch, welche Kraft ein im Grunde nur digitales Netzwerk erreichen kann, wenn sich Nachrichten und Aktionen wie diese in Windeseile von Netzwerk zu Netzwerk und Profil zu Profil verbreiten.
Natürlich half es, dass der Initiator sein enormes Netzwerk in Bewegung setzen konnte und an den richtigen Stellen ansetzte, doch seine Leistung schmälert das nicht im Geringsten.

Und wenn jeder bis zum Hieven des Rettungsankers auch nur einen Euro gibt, dann hilft auch das all jenen, die in dieser Zeit darauf angewiesen sind.

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Kategorie: Gesellschaft & Medien, Nonprofit-PR | 2 Kommentare »

“Ich arbeite bei McDonald’s!” – Nächster Schritt der Imagekampagne

Mittwoch 20. Januar 2010 von Stefanie Blum


Im November schrieben wir über die Ankündigung von McDonald’s ab 2010 auf grüne Anstriche zu setzen. Respekt vor der Natur wolle man damit ausdrücken. Jetzt setzt McDonald’s im nächsten Schritt seiner Kampagne zur Imageverbesserung auch noch auf Respekt für die Mitarbeiter.

Schon am 15. Januar berichteten einige Medien darüber, dass McDonald’s dieses Jahr 2000 neue Arbeitsstellen schaffen zu wolle. Das sind große Ziele, aber nichts ist in der Krise so werbewirksam wie das Versprechen auf neue Arbeitsplätze.

Wenn man sich allerdings umhört, gibt es wenige Menschen, die bei der Aussicht auf eine Karriere beim Fastfood-Riesen Luftsprünge machen. Im Gegenteil. Bei den meisten dürfte McDonald’s auf der Liste der Traum-Arbeitsgeber ziemlich weit unten stehen.

Jedenfalls erntet man wohl erst einmal eher Mitleid als Bewunderung, wenn man erzählt, dass man bei McDonald’s arbeitet. Dem will der Fastfood-Konzern jetzt mit seiner neuen von Videospots unterstützten Imagekampagne entgegen wirken.

In 25 Sekunden erklären drei Mitarbeiter nach der Nennung der landläufigen Vorurteile, wieso sie gerne bei McDonald’s arbeiten. Viel Platz für Inhalt ist da nicht. Dafür bieten die Auszubildende, der Restaurantmanager und die 65-jährige Crew-Mitarbeiterin, die als Testimonials ausgewählt wurden, möglichst viele Anknüpfungspunkte, um sich mit ihnen zu identifizieren.

McDonald’s hat sich anscheinend vorgenommen, kräftig an den Imagerädchen zu drehen, und man darf gespannt sein, mit welcher Wohlfühlaktion sie als nächstes auffahren.

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MPI DialogTag 2010: Muster neu überdenken

Samstag 16. Januar 2010 von Verena Berghof


In diesem zweiten Beitrag zum diesjährigen MPI DialogTag, von dem ich bereits berichtete, widme ich mich den Vorträgen der Redner Stefan Kaduk und Dirk Osmetz, auch bekannt unter dem Namen “die Musterbrecher“.

Sie präsentierten in ihren zwei Vorträgen die Nebenwirkungen von Managementprofessionalität und – wie soll es anders sein? – Muster und ihre Brüche. Dabei stellten sie drei zentrale Fragen:

  1. Wie geht man mit Komplexität um?
  2. Wie gehen Führungskräfte mit Mitarbeitern um? und
  3. Wie wirkt sich die Rolle der Führungskraft auf Mitarbeiter aus?

Doch der Reihe nach: Während viele bei der Frage nach dem Umgang mit Komplexität an Vereinfachungen denken, begingen die Referenten einen ihrer originellen Musterbrüche anhand der Darstellungen eines Bildes. Die erste Darstellung (ich nehme der Verfügbarkeit wegen ein anderes Beispiel, ein Bild von Nicki de Saint Phalle) zeigt das Ursprungsbild, eine Frau. Die zweite Darstellung wiederum ein “aufgeräumtes Bild”, in dem alle Körperteile “übereinander gestapelt” liegen. Die Bilder (sowohl mein Bsp. als auch die der Referenten) sind aus der Reihe “Kunst aufräumen” von Ursus Wehrli, über den man auch herzlich lachen kann.

Welches Bild man sich von Wehrli anschaut, ist egal. Sie haben im Kontext die selbe Aussage: Komplexität rauszunehmen kann dazu führen den Blick für das Ganze zu verlieren.

Unternehmen verlieren im Kontext zur zweiten Frage aber noch ein weiteres wertvolles Gut (außer sie schließen es von Anfang an aus): Vertrauen.
Kaduk und Ometz gingen den Nebenwirkungen von fehlendem Vertrauen im Umgang mit Mitarbeitern nach und kamen zu folgendem Schluss: Nach einem Vertrauensbruch durch einen Mitarbeiter geht dieser oftmals zu Lasten des ganzen Teams. So arbeiten viele Unternehmen mit Managementtools, die der Kontrolle dienen, und fokussieren sich nach Kaduk und Ometz auf die schwarzen Schafe, die gerade einmal ein Prozent der gesamten Mitarbeiter ausmachen. Daraus entstehen für alle Mitarbeiter Umstände, die die sogenannten Wettbewerbsvorteile zweiter Ordnung (zum Beispiel angstfreie Organisationen) betreffen und negativ beeinflussen.

Mit dem schönen Beispiel von Andreas Glemser, Geschäftsführer von Cocomin, demonstrierten die Musterbrecher, dass eine Firma auch ohne Kontrolle funktioniert – aus manchen Perspektiven vielleicht sogar zu gut. Die Story von Glemser, der seine Firma 100 Tage seinen Mitarbeitern überlies, endete für den Kopf des Unternehmens mit dem Gefühl nicht mehr gebraucht zu werden. Aber auch mit der Einsicht endlich Zeit zu haben und seine Rolle voll und ganz der Führung widmen zu können.

Die Antwort der zweiten Frage bedient auch die dritte (“Wie wirkt sich die Rolle der Führungskraft auf Mitarbeiter aus?”). Eine eigene Antwort auf diese Frage habe ich aus dem Vortrag nicht mitgenommen. Vielleicht weil ich mit dem Gedanken beschäftigt war, dass Frage zwei sehr stark auf alle gesellschaftliche Ebenen anwendbar ist. Und mit dem Gedanken, dass Kaduk und Glemser recht haben: Misstrauen wir nicht in vielen Lebensbereichen zu viel?

Nach vielen wunderbaren Beispielen und Workshopelementen entließen uns die Musterbrecher schließlich mit neuen Denkanstößen. Vielen Dank an dieser Stelle.

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MPI DialogTag 2010: Betsy Myers (Review)

Samstag 16. Januar 2010 von Verena Berghof


Mit dem gestrigen Nachmittag endete der diesjährige MPI* DialogTag im Darmstädter Kongresszentrum “darmstadtium”.

Unter dem Konferenz-Titel “When we meet, we change the world”, den Top-Referentin Betsy Myers, die Obamas Wahlkampf-Kampagne leitete, kreierte, diskutierten ca. 150 Kommunikatoren aus Marketing, Eventkonzeption und Co. aktuelle Veränderungen.

Die zehn angekündigten Referenten hatten eine bunte Themenmischung im Gepäck, um zwei Tage mit insgesamt 15 Vorträgen und Workshop-Elementen über Management, Kommunikation, Beziehungen, Vertrauen, Advertising, Medien, Auftreten, Lebenseinstellungen und darüber, was wir von der Natur lernen können, zu füllen.

Ich möchte an diesem ersten von zwei Beiträgen zur Konferenz darüber berichten, was Betsy Myers von ihrer bemerkenswert erfolgreichen Kampagne preisgab.

Ihre Vorträge rahmten die Veranstaltung als Opener sowie Closing ein, sodass die Teilnehmer zu Beginn dankenswerterweise nicht zu sehr auf die Folter gespannt wurden.

“People want to meet”

Myers berichtete von den Grundideen ihrer kampagnenbezogenen Öffentlichkeitsarbeit. Bereits 2007 wusste sie: “People want to meet”, legte den Fokus der Kampagne auf den direkten Kontakt und verzahnte diesen mit der Online-Kampagne.

So kam es, dass Obama sämtliche Staaten im Vergleich zu seinen Mitstreitern Hillary Clinton und John McCain nicht nur sehr oft besuchte, er ließ als Basis für den persönlichen Kontakt in allen wichtigen Counties Büros eröffnen, in denen Bürger einen Ansprechpartner antreffen und sich über ihn informieren konnten.
Er war somit nicht nur als Politiker, sondern auch als Mensch sehr präsent. Er hielt nicht nur Reden auf Bühnen, er verließ diese auch, um mit den Menschen zu sprechen und ihnen nahe zu sein. Er begegnete ihnen.

Der zweite Fokus lag schließlich auf dem Involvieren. Dabei kam die Online-Kampagne ins Spiel. Das Obama-Team stellte sehr viele Informationen für Bürger/innen auf die Webseite – von der Funktion der Kampagne bis zu fünf Talking-Points – und schaffte damit für jeden einzelnen Grundlagen, um selbst aktiv werden zu können. Mit dieser Ausrüstung organisierten viele Anhänger von Obama die sogenannten “House-Partys”.
Und nicht nur zu deren Organisation und Teilhabe wurden Social Media-Kanäle wie Twitter und Facebook wichtige Hilfsmittel. Wer sich zum Beispiel auf der Webseite registrierte, bekam automatisch eine Einladung, wenn es in der Nachbarschaft eine “House-Party” gab. Die Macht der Mundpropaganda nahm immer mehr zu und wurde schlussendlich immens. Aber erst durch den direkten Kontakt zwischen den Menschen entstand ein dieses riesige Netzwerk an Unterstützern.

Myers berichtete mit sehr vielen Beispielen von ihrer Kampagne, zu deren Beginn Obama den Menschen Angst und Misstrauen vor seiner noch fremden Person nahm, indem er präsent war und sich durch seine Reden und Anekdoten transparent machte.

Online gab das Team vielen Anhängern eine Anleitung zum Mitmachen an die Hand und formten sie so zu vielen kleinen Botschaftern, die immer mehr wurden und so eine Gemeinschaft bildeten, deren Basis und Ziele die gleichen waren.

“Authenticity”

In Myers Schlussrede wählte sie das Thema Authentizität, welches ebenso Teil der Obama-Kampagne war. Hin und wieder kam mir der Gedanke, dass nicht mehr die Kampagne, sondern die Frage “Wie lebt man glücklich?” das Thema der Rede ist, da Myers die Wichtigkeit von Identifiaktion und Zufriedenheit unterstrich.

Mit ihrer Entscheidung nicht mit Obama in das weiße Haus zu gehen, gab sie das beste Beispiel dafür, was sie den Teilnehmern des MPI DialogTages 2010 auf den Weg gab:  Das was man lebt, mit dem man sich identifiziert und was einen glücklich macht ist ein sich ständig ändernder und zu prüfender Prozess. Und das ist gut so.

Wer sonst hätte diese Botschaft authentischer transportieren können, als die Frau, die Obama zur Präsidentschaft verholfen hat?!

*MPI steht für Meeting Professionals International und besteht aus über 24.000 internationalen Mitgliedern der Meeting-Industrie.

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Welche Krise? Steigende Arbeitszeiten bei PRlern

Mittwoch 6. Januar 2010 von Katja Eisert


46 Stunden pro Woche beträgt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von PRlern – Tendenz steigend. So berichtet es der Mediakompass von convento und w.komm. Ein Viertel der Befragten gibt an, dass heute trotz der Krise im Wochendurchschnitt länger gearbeitet wird als es noch vor einem Jahr der Fall war.

Unterschiede zeigen sich dabei vor allem in den Hierachie-Stufen: PRler in Top-Leitungsfunktionen geben an bis zu 51 Stunden die Woche zu arbeiten, Teamleiter hingegen “nur” 46 Stunden. Überraschend ist, dass freie Mitarbeiter zusammen mit Volontären die geringste Arbeitszeit haben, nämlich durchschnittlich 42 Stunden. Die Krise scheint sich also vor allem in diesem Sektor niederzuschlagen.

Wie jedoch gestaltet sich die Arbeitszeit?
37 Prozent der Arbeitszeit wird von den Befragten für die Realisierung von Kommunikationsmaßnahmen genutzt. An zweiter Stelle folgen mit ca. einem Viertel der Arbeitszeit interne Besprechungen sowie administrative Aufgaben. Die strategische Planung der Kommunikation und die Kontaktpflege zu den Stakeholdern beanspruchen jeweils ein Fünftel der Arbeitszeit.

Und wie sieht’s mit Social Media aus?
Künftig werden Web2.0 und Social Media normale Instrumente des Kommunikations-Mixes. So sind knapp zwei Drittel der Befragten der Überzeugung, dass Social Media einen gleichberechtigten Platz neben anderen Online- und Offline Instrumenten haben wird, den konkreten Plattformen wie Twitter & Co. stehen die PRler allerdings eher kritisch gegenüber. Lediglich 18 Prozent sehen in diesen Tools zentrale Funktionen, was entweder darauf schließen lässt, dass man – wie knappe 4 Prozent der Umfrageteilnehmer – entweder nur von einem Hype ausgeht oder aber der Meinung ist, dass da noch eine stärkere, bessere Plattformlösung auftauchen könnte.

Diese und noch weitere Ergebnisse finden sich nach dem Klick (Dokument öffnet als .pdf): Summary Mediakompass II

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