PR-Fundsachen

PR-Studenten der Hochschule Darmstadt bloggen und podcasten zu Public Relations und Web 2.0

Alle Artikel in der Kategorie "Nonprofit-PR"

Umverteilung oder Spende?

Mittwoch 21. Juli 2010 von Jan-Kristian Jessen


Warum sich Flattr für NGOs nicht lohnt – und wie Gründer Olsson darauf reagiert

Seit einigen Wochen ist der Social-Payment-Dienst Flattr – zumindest in der deutschsprachigen Bloggerszene – in aller Munde. Abseits von nicht praktikablen Abo-Systemen ist es neben Kachingle der erste nutzerfreundliche Ansatz, um für Online-Inhalte Geld zu bekommen. Warum? Weil es das Bedürfnis des Nutzers befriedigt, so wenig Aufwand wie möglich damit zu haben, für – der Definition nach – “geringwertige Güter” etwas zu zahlen.

Flattr befindet sich noch in der Beta-Phase, weist aber bereits erste kleine Erfolge auf. Ob und inwiefern sich der Dienst von Peter Sunde und Linus Olsson wirklich durchsetzt (vor allem auch außerhalb Deutschlands), steht noch in den Sternen. Dass aber überhaupt so viel über ihn gesprochen wird (potentielle Mitarbeiter der taz müssen Flattr kennen), spricht zumindest dafür, dass der Ansatz der richtige ist. Am Ende muss ein funktionierender Dienst nicht Flattr heißen.

Sascha Lobo etwa hat sich aus verschiedenen Gründen dagegen entschieden, Flattr zu nutzen. Er kritisiert unter anderem, dass durch Flattr lediglich eine Umverteilung stattfindet:

“Diese Grössenordnungen und die zu erwartende Marktdurchdringung lassen mich vermuten, dass bei Flattr ein mittelgroßer Haufen Blogger das Geld im Kreis herumreicht. Natürlich, und das ist an den aktuellen, interessanten Zahlen zu erkennen, profitieren davon eine Handvoll großer Blogs oder die taz*. Aber schon das flattr-Prinzip – man kann nur geflattrt werden, wenn man selbst flattrt – deutet stark darauf hin, dass die Vielzahl der kleineren Blogs die wenigen, größeren bezahlen werden. Als Fan der Umverteilung von oben nach unten ist mir das nur mäßig sympathisch.”

Ob und inwiefern Lobos Vermutung zutrifft, hängt letztlich auch davon ab, ob es innerhalb der Gesellschaft eine Nachfrage nach einem effizienten Online-Micropayment-Dienst gibt oder nicht. Ist der Durchschnittsbürger grundsätzlich nicht dazu bereit für Online-Inhalte zu zahlen, nutzt auch das beste System nichts.

Doch selbst wenn nur innerhalb der Blogosphäre Geld umverteilt wird, kann dies für den Anspruch des Journalismus als vierte Gewalt nützlich sein. Was ist schlecht daran, wenn kleinere Blogs ihre hauptberuflichen Kollegen bei ihrer unabhängigen Arbeit unterstützen?

Besteht in der Gesellschaft allerdings diese Nachfrage, bleibt abzuwarten, ob Flattr eine kritische Masse erreicht, die das System langfristig trägt. Womöglich könnte dies sogar bei Printmedien zu dem Einsehen führen, dass für guten Journalismus nicht zwangsläufig und ausschließlich Bäume sterben müssen.

Eine weiterer Ansatz wäre, Flattr weiterzudenken: Könnten es NGOs in diesem Fall auch beim Fundraising einsetzen? “Grundsätzlich ist es ein sehr spannendes Instrument, auch um eine jüngere Zielgruppe anzusprechen”, sagt Gesine Gernand von Amnesty International, schränkt aber ein, dass es nur einseitig ginge: “Wir haben einen Menschenrechtsauftrag, unsere Aufgabe ist es nicht, Geld zu verteilen.” Volker Gaßner, Teamleiter Presse, Recherche und Neue Medien von Greenpeace sieht das gleiche Problem: “Unsere Spenden müssen wir satzungsgemäß anlegen und können sie nicht einfach weiterspenden.”

Aktuell ist es – wie von Lobo beschrieben – nicht möglich an Flattr teilzunehmen, ohne selbst Geld zu verteilen. Ein Zustand, der nicht zwingend in Stein gemeißelt ist: “Die Idee ist, dass User wissen sollen, dass sich hinter Beiträgen, die sie flattern, jemand befindet, der bereit ist, dies auch für andere zu tun. Wenn es allerdings dadurch zum Beispiel für NGOs unmöglich ist, an Flattr teilzunehmen, sollten wir dafür eine Lösung finden”, sagt Olsson von Flattr, der nun Kontakt zu NGOs aufnehmen will.

Doch das Flattr-Prinzip ist nicht das einzige Problem. “Wenn Spender für einen Flattr-Klick eine Quittung haben möchten, wäre der Aufwand im Hintergrund zu groß dafür”, erklärt Gaßner. Auch die Sicherheitsfrage abseits der üblichen Bezahlverfahren wie Lastschrift und Kreditkarte ist derzeit noch ungeklärt: “Wir bei Amnesty agieren sehr restriktiv, um nicht in unsichere Fahrwasser zu geraten”, sagt Gernand.

Sie wird spannend zu beobachten sein, die Entwicklung von Flattr. Für diejenigen, die es selbst ausprobieren möchten, hat Olsson zehn Einladungen bereit gestellt:

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(Eine Bitte: Wer eine Einladung annimmt, möge dies in Kommentaren dazu schreiben.)

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Das neue Zeitalter des Spendens – Ein beeindruckendes Beispiel, was mit Social Media möglich ist

Samstag 23. Januar 2010 von Ghaya Hachani


April 2009. Um die Medienlese-Rubrik “6 vor 9″ mit ihren interessanten und abwechslungsreichen Linktipps zu retten, sammelten eifrige Blogger und Freunde um die 2000 Euro. Die Reihe konnte gerettet werden, wenn auch nicht für alle Ewigkeit. [leider fand sich der Retter-Link nicht mehr, sorry]

Ende letzten Jahres gab es eine ähnliche, wenn doch auch andere Wiederholung. Um das Geschäft Blumenladen seiner Freunde zu retten, rief Sachar Kriwoj zur Aktion “Rettet den kleinen Blumenladen” auf. Auch hier waren die benötigten 10.000 Euro innerhalb weniger Wochen durch Online-Kleinstspenden aufgebracht und der Blumenladen tatsächlich gerettet. [alle Beiträge zur Rettung gibt es unter massenpublikum.de, Suchbegriff "blumenladen"]

Und nun Haiti. Nach dem ersten Beben mit seinen katastrophalen Folgen war es Johnny Häusler von Spreeblick, der seinen Rettungsanker auswarf und über helpedia, eine Online-Spendenplattform, sammelte. Damit seine Spendenaktion auch so viele Helfende wie möglich erreichen konnte, verlinkte Häusler nach allen Kräften zur Verbreitung seines Anliegens – und hatte Erfolg. Mittels Twitter, Social Networks, Blogposts und Verlinkungen sowie Mund-zu-Mund-Propaganda wusste bald die (gefühlte) ganze Blogosphäre in kürzester Zeit von seiner Aktion und jeder gab, was er geben konnte. Denn sie alle wollten Häusler nicht nur helfen, weil es eine wichtige Geste ist, sondern weil sie alle ihm vertrauen. Ein Vertrauen, aufgebaut durch jahrelange Bekanntheit und Reputation in allem, was er anfasst und umsetzt.

So wurden die zuerst anvisierten 5.000 Euro Spendengelder nahezu unverzüglich erreicht, die 10.000 Euro fielen nach nicht einmal einer Woche und auch die 25.000 Euro-Grenze war nach knapp acht Tagen durchbrochen (Stand: 23.01.2010).

Nun soll die Spendenaktion bis Ende April weiterlaufen, während die Erlöse allesamt an die Organisation “Aktion Deutschland hilft” gehen, die sich um die Verwaltung und Verteilung der Gelder kümmern wird.

Es zeigte sich einmal mehr, dass im Begriff “Social Web” viel mehr “Soziales” verbirgt, als mancher denken mag. Aber auch, welche Kraft ein im Grunde nur digitales Netzwerk erreichen kann, wenn sich Nachrichten und Aktionen wie diese in Windeseile von Netzwerk zu Netzwerk und Profil zu Profil verbreiten.
Natürlich half es, dass der Initiator sein enormes Netzwerk in Bewegung setzen konnte und an den richtigen Stellen ansetzte, doch seine Leistung schmälert das nicht im Geringsten.

Und wenn jeder bis zum Hieven des Rettungsankers auch nur einen Euro gibt, dann hilft auch das all jenen, die in dieser Zeit darauf angewiesen sind.

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Wenn jeder Rappen zählt

Montag 21. Dezember 2009 von Valerie Dietrich


Trotz Wirtschaftskrise zählt Deutschland nach wie vor zu den spendenfreudigsten Ländern. Das bestätigt der Deutsche Spendenmonitor 2009 des Marktforschungsunternehmen TNS Infratest. Die aktuelle Befragung ergab, dass im Jahr 2009 mit 2,9 Milliarden Euro rund 100 Millionen Euro mehr gespendet wurden als im Vorjahr.

Zwar sei die Zahl der Spender von 27 Millionen auf 25 Millionen Bundesbürger zurückgegangen, aber die einzelnen Spender hätten insgesamt mehr gestiftet. Laut der Umfrage unterstützen knapp 40 Prozent aller Deutschen nationale und internationale Hilfsorganisationen.

Worauf man bei seiner Spende achten sollte

Gerade jetzt in der Weihnachtszeit, in der der Geldbeutel bei einigen etwas lockerer sitzt, gibt es zahlreiche Aufrufe zu Spendenaktionen. Allerdings sollte man sich zunächst informieren, ob es sich dabei tatsächlich um seriöse Unternehmen handelt. Um das beantworten zu können, rät der deutsche Spendenrat die “Goldenen Regeln für Spender” zu beachten:

  • Die Organisation, der gespendet werden soll, ist als gemeinnützig anerkannt.
  • Die Organisation stellt auf Wunsch aussagekräftiges Material über die Aktivitäten und über die Organisation selbst zur Verfügung.
  • Die Organisation informiert die Spender regelmäßig über durchgeführte und aktuelle Projekte.
  • Die Organisation unterlässt aggressive Werbung.
  • Die Organisation hat sich zu Transparenz und Offenheit verpflichtet. Dafür steht das Logo des Deutschen Spendenrates e.V. oder das Zeichen des Deutschen Zentralsinstitut für soziale Fragen (DZI).
  • Die Organisation veröffentlicht einen Geschäftsbericht oder Jahresbericht mit Aussagen über die Mittelverwendung.

Neben diesen Punkten stellt sich Spendenwilligen natürlich noch die Frage, für wen oder welches Projekt man überhaupt spenden möchte, denn die Konkurrenz ist groß.

Mit rund-um-die-Uhr-Beschallung die Werbetrommel rühren

Für besondere Medienpräsenz sorgte in den letzten Tagen die Spendenaktion „Jeder Rappen zählt“, initiiert von der Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft SRG. Hier moderierte ein Radioteam vom 14. bis 19. Dezember täglich 18 Stunden in einem Glascontainer auf dem Bundesplatz in Bern. Auf SF 2 und Radio DRS konnten Hörer und Zuschauer die Spendenshow live verfolgen, Musikwünsche einreichen und mit den Moderatoren plaudern.

Doch das war nicht alles, auch Live-Musik und Promi-Besuche sorgten für Stimmung, so dass sich um den Pavillon viele Neugierige sammelten, um das Treiben durch die Scheibe zu verfolgen. Sinn und Zweck des Ganzen war, die Bevölkerung zum Spenden zu animieren und sie dazu anzuregen, sich mit eigenen Aktionen an der Großaktion zu beteiligen.

Der gesamte Erlös von über 7 Millionen Franken soll jetzt vollständig in Malariaprojekte fließen. Das Konzept der Aktion stammt aus den Niederlanden, genau wie die erste weltweit erfolgreiche Container-Reality-Show „Big Brother“.

Lob und Kritik an der Container-Show

Neben viel Lob erntete die Spendenaktion wegen der pr-lastigen Umsetzung auch Kritik, insbesondere von Hilfswerken wie dem Caritas Verband oder der Heilsarmee. Vor allem letztere prangerte an, dass die Kosten und der Nutzen der Spendenaktion in keinem Verhältnis stünden.

„Von uns erwartet die Öffentlichkeit, dass wir wirtschaftlich mit unseren Ressourcen umgehen“, so Martin Küenzi in Hilfswerke kritisieren SRG auf dem Nachrichtenportal nzz.ch. Man fühle sich in seinen Bemühungen benachteiligt, da sich Non-Profit-Organisationen solche großen PR-Aktionen gar nicht leisten könnten. „Die Weihnachtszeit ist der falsche Zeitpunkt dafür, bei dieser gewaltigen Medienpräsenz verschwinden unsere eigenen Aktivitäten“, beklagte sich Küenzi.

Was immer man von solchen inszenierten Spenden-Aktionen auch halten mag, in den Schweizer Medien hat die Kampagne auf jeden Fall für Aufmerksamkeit gesorgt. Bleibt nur zu hoffen, dass die PR tatsächlich das halten kann, was sie den Spendern versprochen hat und man in Zukunft auch erfahren wird, was mit dem Geld erreicht werden konnte.

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Kruzifix nochmal! – Peta und seine Promis

Mittwoch 9. Dezember 2009 von Carolin Dias


Joanna Krupa schwebt (fast) nackt über achtzehn Hundeköpfen in einer Kirche. Sie wird getragen von zwei Flügeln, hat einen Heiligenschein über dem Kopf und – Achtung, Sittenwächter! – Busen und Intimzone werden haarscharf durch ein Eisenkreuz verdeckt. Das ist die neue Peta-Kampagne.

Allerdings kämpft Joanna Krupa nicht gegen menschliche Pelzträger, sondern für Tierheimbewohner. Mit der Kampagne “Sei ein Engel für Tiere – Adoptieren statt Kaufen” sollen Menschen aufgefordert werden, niemals ein Tier aus dem Zooladen oder von einem Züchter zu kaufen. Besser soll man einem Vierbeiner aus dem Tierheim ein neues Zuhause geben. Abgesehen von einigen Aufschreien von US-Katholiken, bietet die Kampagne eigentlich nichts Neues. Sexy (meist weiblicher) Testimonial, nackt, Tierschutz – Business as usual bei Peta.

Komisch, dass Peta seit Jahren an diesem Schema festhält. Immerhin machte vor kurzem eine andere Peta-Nackedei von sich reden. Naomi Campbell posierte vor 15 Jahren für den guten Zweck. Heute wirft sie sich, laut Daily Mail, wieder für einen New Yorker Designer den Marder über. Damit hat sie jedoch anscheinend kein Problem. “Ja ich trage immer noch Pelz, aber ich hab das mit dem Typ von Peta geklärt.”
Ob Sie als Entschuldigung vielleicht zu anderen Kampfeinheiten (Robben, Tieradoption oder Sterilisation und Kastration von Haustieren) übersiedeln darf? Wer weiß…

Dita von Teese macht es richtig. Sie sagt zwar “ja” zum Tierschutz, verzichtet aber bei Shows auf zugigen Bühnen nicht auf Ihren Fuchspelz. Die Tänzerin hat sich auch der Kastration und Sterilisation von Haustieren verschrieben, gehört also nicht zur Pamela Anderson-Fraktion bei Peta. Außerdem, so merkt die Tierschutzorganisation an, trägt Dita ausschließlich Second-Hand-Pelz. Merke also: Ist das Tier schon etwas länger gehäutet, ist das nicht mehr so schlimm.

Der Promiwald wirft Fragen auf: Ist es so wichtig, für jede Kampagne eine berühmte Frau zu haben, auch wenn die Einstellung des Promis nicht immer hundertprozentig mit den Zielen von Peta übereinstimmt? Ist Peta eigentlich für seinen erfolgreichen Kampf gegen Tierquälerei bekannt oder eher für nackte Mädels? Wohl letzteres.

Bei Peta sieht man die ganze Sache jedenfalls pragmatisch: “Peta arbeitet oft mit Prominenten zusammen, die eine bestimmte Kampagne unterstützen. Die mögen dann keine Tierrechtsaktivisten sein, trotzdem schätzen wir ihren Beitrag.” Ja dann hoffen wir mal, dass Frau Krupa keine Zwergchihuahuas züchtet.

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Vier Monate WWF Jugend-Community – eine erste Zwischenbilanz

Dienstag 21. Juli 2009 von Katja Eisert


Der WWF startete im April diesen Jahres ihre erste Online-Community für Jugendliche, denen die Umwelt nicht egal ist.

Nach vier Monaten Community-Betrieb erzählt Marcel Gluschak, Content- & Community-Manager der WWF Jugend, wie das Angebot von den Jugendlichen angenommen wird und welche Aktionen es derzeit auf der Seite gibt.
Am Ende verrät er außerdem, was für die Zukunft noch geplant ist.

Bitte stellen Sie sich kurz vor. Wer sind Sie und was machen Sie?

Mein Name ist Marcel Gluschak, ich bin 29 Jahre alt und komme aus Köln. Seit Februar diesen Jahres bin ich Content- & Community-Manager für die WWF Jugend. Für mich eine der attraktivsten Aufgaben, die ich mir vorstellen kann. Der intensive Austausch mit der Zielgruppe und das unmittelbare Feedback aus der Community motivieren uns sehr für unsere Naturschutzarbeit und inspirieren uns für neue Ideen.

Was bietet die Community und welches Ziel verfolgt sie?

Wir verstehen die Community der WWF Jugend vor allem als inhaltliche, redaktionelle Community. Jugendliche können sich mit anderen Umweltschutzinteressierten vernetzen und durch eigene Beiträge das Themenspektrum der WWF Jugend mitbestimmen. Die WWF Jugend-Community soll eine Plattform zur Organisation gemeinsamer Aktionen werden. Dabei können sowohl Kampagnen des WWF wie auch eigene Initiativen eine Rolle spielen. Wir haben zum Beispiel bereits mehrfach Mitglieder der WWF Jugend in unsere Aktionen eingebunden.
Der Klimaaktionstag in Bonn oder die Kongresse der SPD und der CDU/CSU sind einige Beispiele. Die derzeit laufende „Green Finger“-Kampagne ist ein Projekt, das von den Jugendlichen selbst konzipiert wurde. Hier sammeln Jugendliche Klimaschutzstatements aus allen Teilen der Welt. Die WWF Jugend möchte also ihre Mitglieder nicht nur informieren, sondern steht auch mit Rat und Tat zur Verfügung, wenn Jugendliche konkret anpacken wollen.

Eine der aktuellen Aktionen auf der Internetseite ist die Expedition in den afrikanischen Dschungel, nach Dzanga-Sangha. Erzählen Sie kurz, worum es dabei geht.

Dzanga-Sangha ist ein Regenwaldreservat im zweitgrößten Regenwaldgebiet der Erde, dem Kongobecken. Hier, im Dreiländereck von Kamerun, leben einmalige Arten auf engem Raum beeinander: Waldelefanten, Schimpansen, Bongo-Antilopen, Gorillas… Die Wilderei, der Handel mit Elfenbein und die Abholzung bedrohen diese Region. Ziel der Expedition ist es, wieder mehr Aufmerksamkeit auf dieses Gebiet sowie den Regenwaldschutz zu lenken. Das nicht nur mit Zahlen und Fakten, sondern auch mit den konkreten Erlebnisberichten von den jungen Regenwaldbotschaftern. Vor Ort werden die drei Expeditionsteilnehmer bloggen und Fotos und Videos auf unsere Seite schicken.

Nach der Expedition werden sie mit unserer Hilfe versuchen, weitere Mittel für dieses Regenwaldreservat zu akquirieren. Einer der Jugendlichen fährt später nochmals nach Dzanga-Sangha, um darüber zu berichten, was die Spenden bewirkt haben. Transparenz und Teilhabe sind uns dabei sehr wichtig.

Und wie haben Sie die Expeditionsteilnehmer ausgewählt?

Die Entscheidung darüber, wer die drei Regenwaldbotschafter sein werden, haben wir zu einem großen Teil der Community überlassen. 140 Jugendliche haben sich online für die Expedition beworben. Über zwei mehrwöchige Votingphasen haben die User dann ihre Favoriten bestimmt. Dabei haben wir beobachtet, dass einige Bewerber ihre Profile hierfür immer wieder überarbeitet haben.

Die Expedition selbst wird sehr anstrengend für die Teilnehmer und so mussten wir die endgültige Entscheidung selbst treffen. Deshalb haben wir mit den zehn bestbewerteten Kandidaten ein Casting-Camp im Binger Wald gemacht. Dabei ging es weniger darum, ein klassisches Casting mit Gewinnern und Verlieren zu veranstalten, sondern Den ganzen Beitrag lesen »

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Kategorie: Gesellschaft & Medien, Nonprofit-PR, PR-Praxis | 1 Kommentar »

Kostenloses E-Book zum Thema “Fundraising”

Samstag 20. Juni 2009 von Simone Katharina Schröter


Ohne Moos nix los – das wissen auch kleine und regionale NGOs  und Non-Profit-Hilfsorganisationen. Weder Projekte, Kampagnen noch die alltäglichen Organisationsgeschäfte sind ohne Spenden und sonstige Zuwendungen realisierbar.

Wie diese NGOs und NPOs, die meist nicht über erfahrene Spenden-Akquisiteure wie die weltbekannten Hilfsorganisationen WWF oder Human Rights Watch verfügen, trotzdem möglichst viele Gelder auftreiben können,  schildern Kai Fischer und Ehrenfried Conta Gromberg in ihrem Buch “Die 10 Mythen im Fundraising”.

“Die 10 Mythen im Fundraising” können jetzt kostenlos als E-Book in Form einer PDF heruntergeladen werden. Interessierte erfahren bei Spendwerk oder im  Kulturmanagement Blog mehr zu diesem Buch.

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Die hessische Film- und Medienakademie

Dienstag 2. Juni 2009 von Stefanie Blum


Da die Projektgruppe “Pilgerhaus Weinheim” hier bereits vorgelegt hat, ist es nun an der Zeit, dass auch wir etwas über unseren Projektpartner erzählen. Denn natürlich müssen sich nicht alle PR-Studenten im Rahmen der Vorlesungsreihe “PR-Agentur” um einen Kunden prügeln.

Unser zweiter Projektpartner in diesem Sommersemester ist die hessische Film- und Medienakademie (kurz hFMA). Noch nicht viel davon gehört? Schon okay – das sollen wir ja ändern.

Die hFMA gibt es erst seit 2007 und steckt somit also noch in den Kinderschuhen. Ihr Ziel ist es, die 13 staatlichen Hochschulen in Hessen, die sich mit dem großen Bereich “Medien” befassen, zu vernetzen. So bietet sie hochschulübergreifende Lehrangebote an und will eine Austauschplattform für die Studenten, die Hochschulen und die Medienbranche werden. Nur um ein paar wenige der ehrgeizig angestrebten Ziele zu nennen.

Während der Ist-Analyse haben wir uns bislang ausführlich mit der hFMA auseinandergesetzt, die bisherige Homepage angesehen, die Presseclippings ausgewertet, mit Professoren und Pressesprechern der beteiligten Hochschulen gesprochen und uns bei ein paar Studenten umgehört. Als nächstes müssen wir entscheiden, in welchen Bereichen PR momentan am sinnvollsten ist und uns weitere Strategien überlegen.

Das Semesterende naht mit großen Schritten und die Zeit scheint wie immer viel zu kurz, aber die Arbeit läuft und wir werden auch weiterhin an dieser Stelle über unsere Fortschritte berichten. Versprochen.

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Tue Gutes und tausche dich darüber aus

Samstag 23. Mai 2009 von Bastian Ewald


Mitarbeiterbefragung: Wer wünscht sich was? (Foto: flickr / kaister_t

Das Semester startet in die zweite Hälfte und da ist es doch an der Zeit einen kleinen Blick auf den Zwischenstand unseres Projekts zur internen Kommunikation einer Nonprofit-Organisation zu werfen. Da diese Schlagwörter nicht gerade voller Empathie und Leben stecken, bringen wir das ganze mal auf den Punkt: das Weinheimer Pilgerhaus – ein wohltätiger Verein für Jugend- und Behindertenhilfe – engagiert sich an mehreren Standorten in der Rhein-Neckar-Region. Der Verein vereint Wohngruppen, Bildungs- und Betreuungangebote und therapeutische Beratung unter seinem Dach.

Besser gesagt: unter seinen Dächern. Denn das Pilgerhaus ist in den vergangenen Jahren bedeutend gewachsen. Mehr Standorte, mehr Mitarbeiter und mit dem zunehmenden sozialen Wandel auch mehr verantwortungsvolle Aufgaben.

Mit dem wachsenden quantitativen und qualitativen Anforderungen nimmt sukszessiv auch der Bedarf an Kommunikation zu. Sind Menschen involviert, besteht grundsätzlich Kommunikationsbedarf. Also etwas weniger statisch: Ziele unseres Projekts sind die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter zu erurieren sowie einen Rahmen zu schaffen, in dem Kommunikation erfolgreich möglich ist.

Genug zur Theorie. Nach einem ersten Kunden-Briefing zu Semesterbeginn machte sich die Projektgruppe zu den Pilgerhaus-Standorten Weinheim, Heidelberg und Mannheim auf, um einen persönlichen Eindruck zu gewinnen.

Erste persönliche Gespräche mit Mitarbeitern aus den Fachbereichen sollten uns ein Bild des aktuellen Kommunikationsstands geben. Um daraus letztlich eine quantitativ repräsentative Erkenntnis der Ist-Situation werden zu lassen, folgte aus den ersten Befragungsresultaten ein Fragebogen für alle Mitarbeiter. Da solche Befragungen sensible Bereiche einer Organisation betreffen können, sei hier vorerst nicht näher darauf eingegangen.

Auf der expliziten Auswertung fußt folglich die Strategie und die resultierenden Vorschläge zur Verbesserung der standortübergreifenden Kommunikation. Frei nach dem Motto: Tue Gutes und tausche dich darüber aus.

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Twitter – live aus dem OP

Montag 18. Mai 2009 von Daniel Rehn


Das Dallas Children’s Medical Center unternimmt in diesem Augenblick einen besonderen Kniff, um auf die gern in Vergessenheit geratenen Themen Organspende und -transplantation aufmerksam zu machen: Das PR-Team des Krankenhauses twittert live aus dem Operationssaal, wo Feuerwehrmann Chris Gilbreath seinem dreijährigen Sohn John eine Niere spendet. Eine Operation, die John die tägliche zehn Stunden-Dialyse ersparen wird.

Die OP läuft seit 13 Uhr unserer Zeit und wurde von @ChildrensTheOne mit diesem Tweet eröffnet:

Welcome from UT Southwestern University Hospital! We’re in our scrubs and ready to go. Getting ready to check in on Chris.

Wer den weiteren Verlauf der Operation verfolgen will, kann dies jetzt noch tun. Aktuell ist das OP-Team bei Chris’ linker Niere angekommen und bereitet diese auf die Entnahme vor.

Welchen Erfolg die Nonprofit-PR-Aktion für die 85.000 Amerikaner, die auf ein Nierentransplantat warten, haben wird ist noch offen, wird das Bewusstsein der Öffentlichkeit aber hoffentlich positiv beeinflussen.

via Basic Thinking

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NGOs verspielen Spenden durch ihre Websitegestaltung

Mittwoch 1. April 2009 von Simone Katharina Schröter


Wer will schon spenden, wenn er nicht weiß, wo sein Geld am Ende landet? Genau diese Frage haben einige Non-Profit-Organisationen scheinbar vergessen. Auf ihren Websites formulieren diese erstens nicht eindeutig, wofür sie eigentlich stehen. Zweitens verschweigen sie, wofür das Geld denn sein soll und drittens – und noch viel schlimmer – wie die Bankverbindung bzw. der Spendenkontakt lauten.

Das jedenfalls wollen die Macher der Studie “Donation Usability: Increasing Online Giving to Non-Profits and Charities” unter Federführung von Jack Nielsen herausgefunden haben. Jack Nielsen hat sich unter anderem auf die Bewertung der Nutzerfreundlichkeit von Web-Anwendungen spezialisiert und gilt als einer der Pioniere von Web-Anwendungen. Der Econsultancy-Blog hat diese Studie zusammengefasst und hervorgehoben, dass die meisten der 23 untersuchten NGO-Websites grundlegende Fehler begangen haben, die Nielsen als “Spendenkiller” bezeichnet:

  • der Content der Websites ist missverständlich aufbereitet. Ziele und Profil der Non-Profit-Organisation bleiben unklar
  • technische bzw. strukturelle Fehler wie ein unübersichtliches Navigationsmenü oder abschreckendes Web-Design
  • kein Spendenkontakt

Um solche groben Fehler zu vermeiden, empfiehlt der Blog-Autor Graham Charlton, einen Spenden-Button direkt auf der Startseite einzurichten, der wie bei Save the Children aus Großbritannien sofort ins Auge springt. Überhaupt positionieren britische NGOs ihre “Spenden-Button” laut Charlton besser auf ihren Websites als ihre amerikanische Pendants.

Aber noch sind Hopfen und Malz für die 23 untersuchten amerikanischen NGOs nicht verloren. Charlton empfiehlt einen knalligen “Spenden-Button” gleich auf die erste Seite zu setzen und die wohlgemeinten “12 fundamentals of e-commerce” von Co-Autor Chris Lake zu befolgen.

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Viele Wege führen nach Rom

Mittwoch 4. Februar 2009 von Lars Abendroth


Seit Ende Januar setzt Papst Benedikt XVI auch auf die Möglichkeiten von Social Networks. Unter dem Namen „The Vatican“ startete das Oberhaupt der katholischen Kirche den ersten Video-Kanal  auf der Online-Plattform Youtube. Seit 2007 betreibt der Vatikan bereits einen Sender für Handy-TV. Die Kirche möchte mit ihren Glaubens-Botschaften auch an den Orten präsent sein, wo zahlreiche junge Menschen auf der Suche nach Antworten und dem Sinn des Lebens unterwegs sind, verkündete der Papst in einem der ersten Youtube-Videos.

Es sollen täglich ein bis drei Videos hochgestellt werden, die in Englisch, Italienisch, Spanisch und Deutsch übersetzt sind. Facebook wird vermutlich einer der nächsten Anlaufpunkte des Papstes sein, zahlreiche hohe Kirchenvertreter sind bereits dort vertreten. Interessant wäre das Portal vor allem deswegen, weil hier nicht nur Jugendliche zu finden sind, sondern auch Erwachsende, die ihre religiöse Überzeugung mitteilen.

Zur aktuellen Krisenkommunikation wurde der als virtueller Petersplatz gestaltete Youtube-Channel „bisher“ noch nicht eingesetzt. Im Fall des vom Papst Benedikt wieder in die Kirche aufgenommenen englischen Bischofs und Holocaust-Leugners Richard Williamson gestand der Vatikan gestern erste Fehler. Im Radio Vatikan räumte der einflussreiche Kurienkardinal Walter Kasper schlechtes Krisenmanagement ein. Als „Debakel“, das nicht wieder vorkommen durfte, wurde die Situation im Sender kommentiert.

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Die Fachtagung „Zukunft Online-PR 2009“ geht an den Start

Dienstag 27. Januar 2009 von Ute Koehler


Noch zwei Tage, dann startet die zweite Fachtagung „Zukunft Online-PR“. Bis heute Nacht 00:00 Uhr hatten Interessierte die Möglichkeit, sich anzumelden. Nun steht es fest: Wir erwarten 164 Gäste, die sich mit neuen Herausforderungen des Web 2.0 beschäftigen und diese mit uns diskutieren wollen. Es haben sich 204 Mitglieder unserer Gruppe bei Xing angeschlossen und im Twitter folgen uns 222 User.

17 Studenten und Studentinnen werden uns, das Projektteam, an diesem Tag unterstützen. Die Pressemitteilungen sind alle raus, die Moderation steht, die Referenten sind vorbereitet und das Catering ist bestellt. Es kann also losgehen.

Wir freuen uns sehr, dass wir hochkarätige PR-Fachleute als Referenten und für unsere Workshops gewinnen konnten. Natürlich werden wir an diesem Tag auch live twittern und bloggen. Für alle Gäste gibt es die Möglichkeit, sich über ein offenes W-Lan am Twitterstrom unter dem Hashtag #zopr zu beteiligen. Die Blogbeiträge können Sie dann hier in den PR-Fundsachen finden. Aufgrund der großen Resonanz haben wir einen weiteren Workshop ins Leben gerufen: Neben den bereits publizierten Workshops wird es einen offenen Workshop mit Uwe Knaus und Thomas Pleil geben, wo Fragen gestellt und Erfahrungen ausgetauscht werden können.

Wir freuen uns auf einen ereignisreichen Tag mit hoffentlich vielen Diskussionen, Anregungen und neuen Erfahrungen.

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CARE erhält Transparenzpreis

Samstag 29. November 2008 von Laura Schade


Der Transparenzpreis ging in diesem Jahr an CARE Deutschland-Luxemburg e.V.. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von Pricewaterhouse Coopers (PwC) an Spendenorganisationen vergeben, die eine vorbildliche, transparente Öffentlichkeitsarbeit leisten.

CARE wurde in diesem Jahr prämiert, da die “Hilfsorganisation ihre Spender in vorbildlicher Weise über Ziele, Aktivitäten und Finanzlage informiert und so das Vertrauen schafft, das für eine verlässliche Finanzierung karitativer Projekte unerlässlich ist”. Die Plätze zwei und drei erreichten Ärzte ohne Grenzen und die Deutsche Welthungerhilfe.

An dem Wettbewerb nahmen 55 Spendenorganisationen teil. Hans Wagener, Vorstandssprecher von PwC betonte: “Erfreulich ist, dass sich die Qualität der Berichterstattung unter den Teilnehmern insgesamt weiter deutlich verbessert hat. Damit leistet der Transparenzpreis einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Spendern und Spendenorganisationen”.

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Wanderausstellung: Rohstoffe für eine gerechte Welt vol.2

Freitag 28. November 2008 von Sudabah Djamshedzad


„There is enough for everybody’s needs, but not for everybody’s greed“ (Auf dieser Erde gibt es genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier).

Dieser Satz Mahathma Gandhis hat vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Finanzkrise neues Gewicht erhalten. Aber es geht nicht nur um die aktuelle globale Finanzkrise, Klimakrise oder Lebensmittel- und Ressourcenkrise, denn sie alle sind nicht “vom Himmel gefallen”: sie hängen miteinander zusammen, sie sind Menschenwerk und sie verlangen nach neuem Handeln!

Über Unsere Projektplanung hat Ina Ochsenreiter bereits am 6. November 2008 berichtet und nun war es an der Zeit die Ausstellung selbst zu besuchen. Vor einer Woche waren meine Projektgruppe und ich auf der Wanderausstellung „Rohstoffe für eine gerechte Welt“ in Bonn. In die Ausstellung sind das Engagement und das Wissen von neun wichtigen Nichtregierungsorganisationen eingeflossen. Das BICC hat dafür mit Brot für die Welt, EIRENE, Fatal Transactions, FIAN, der Heinrich-Böll-Stiftung, medico international, MISEREOR und Urgewald zusammengearbeitet. Weiterhin wird die Wanderausstellung von der InWEnt gGmbH aus Mitteln des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) gefördert und ist in Kooperation mit der Fotoagentur laif entstanden. Inzwischen haben wir den Internet Auftritt für die Ausstellung entwickelt und sind dabei die Website noch kreativer und attraktiver zu gestallten. Der Besuch der Wanderausstellung am 21. November sollte uns bei der Kreativität im Verständnis der Website weiter helfen. Es war nicht nur ein schönes und außergewöhnliches Erlebnis für uns sondern auch eine gute Gelegenheit die Menschen, die diese Ausstellung unterstützen, näher kennenzulernen.

Die Ausstellung wurde um 17 Uhr mit einer Rede von Herrn Peter J. Croll, Direktor des BICC, eröffnet. Ehrengäste waren Festus Mogae, ehemaliger Präsident von Botswana, Peter Eigen, Vorsitzender von EITI (Extractive Industries Transparency Initiative), und Ulrich Hauschild, Bürgermeister der Stadt Bonn. Zu dieser Zeit hat unserer Kameramann Arnet Wagner (Studiengang Media Produktion) bereits seine Videokamera aufgebaut und gedreht. Abwechselnd fotografierten Ina Ochsenreiter und ich das Geschehen.

Inhalte der Ausstellung

  • Korruption in den Entwicklungsländern
  • Rohstoffraub aus den Entwicklungsländern durch die Industrieländer, wie Diamanten, Gold, Erdöl, Uran, Tropenholz, Soja und Kakao.
  • Umweltverschmutzung
  • Kinderarbeit

Anforderungen an die Industrieländer

Unternehmen sollten nach dem „Harkin-Engel-Protokoll“ verpflichtet werden, ein unabhängiges und glaubwürdiges Überwachungs- und Kontrollsystem einzuführen, um bei ihren Lieferanten Kinderarbeit zu unterbinden. Zusätzlich wird von den Unternehmen erwartet, dass sie zugunsten der Betroffenen glaubwürdige Programme einführen, um die Rehabilitation und Entschädigung der Kinderarbeit zu verwirklichen.

Die USA, Deutschland, England, Frankreich und Russland sind die größten Kakaokonsumenten der Welt. Allein in Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verzehr an Schokolade bei neun Kilo pro Jahr. Die Anforderung richtet sich also auch ganz direkt an uns Verbraucherinnen und Verbraucher.

Die Alternative ist gerecht produzierte und gehandelte Schokolade, wie sie mit TransFair-Siegel von der gepa (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt) angeboten wird. Kakao und Schokolade aus zertifiziertem fairem Handel müssen unter streng überwachten Bedingungen gewonnen und verarbeitet worden sein. Dazu gehören unter anderem umweltfreundliche Produktion und der Verzicht auf Kinderarbeit.

Am Ende der Ausstellung hatten wir noch die Ehre Herrn J. Peter Croll, eine Wissenschaftliche Mitarbeiterin des BICC und den ehemaligen Präsidenten Festus Mogae, zu interviewen. Die Interviews, das Video und die Bilder der Ausstellung werden bald auf der Internetseite rohstoffgerichtigkeit.de zu sehen sein.

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Studie zur Spendenbereitschaft von PwC

Donnerstag 27. November 2008 von Laura Schade


Pricewaterhouse Coopers hat heute die Studie “Informationsbedarf und Vertrauen privater Spender” veröffentlicht. An der Studie nahmen 3.092 Haushalte und 500 Privatpersonen teil, die sich entweder selbst als Spender bezeichnen oder sich bewusst gegen das Spenden entscheiden.

Warum wird nicht gespendet?

Aus der Studie geht hervor, dass der Hauptgrund nicht zu spenden, das mangelnde Vertrauen gegenüber der jeweiligen Organisation ist. Gerade nach den Skandalen, zieht es jeder zweite ehemaliger Spender vor, gar keine Organisation mehr zu unterstützen. Zudem hindert die schlechte finanzielle Lage der Bürger selbst sie daran, großzügig zu spenden. Und auch die Bekanntheit einer Organisation oder der Einsatz von Prominenten haben nur wenig Einfluss auf die Spendenbereitschaft.

Vertrauen ist das Wichtigste

Die einzige Möglichkeit für Organisationen Vertrauen zu schaffen und somit mehr Spenden zu generieren ist die Öffentlichkeitsarbeit. Nur wenn Organisationen stetig informieren und den Verbleib der Gelder für Aussenstehende durchschaubar machen, haben sie eine Chance, potentielle Spender von ihrer Arbeit zu überzeugen. Denn die Spender wollen genau wissen, was mit ihrem Geld geschieht, so PwC. Transparenz kann beispielsweise durch Jahresberichte, Homepages oder Broschüren erzeugt werden.

Der Transparenzpreis

Jedes Jahr vergibt PwC den Transparenzpreis an Organisationen, die eine besonders gute und transparente Öffentlichkeitsarbeit leisten. Im vergangenen Jahr erhielt die Kindernothilfe die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung. Wer den Preis in diesem Jahr bekommt, wird in Kürze bekannt gegeben.

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