Grandioser PR-Keks

Der vergoldete Bahlsen-Keks ist wieder da und Bahlsen ist glücklich. Nicht nur weil das Krümelmonster das Wahrzeichen zurückgebracht hat, sondern auch, weil die dramatische Erpressungs-Aktion dem Unternehmen Millionen in die Kassen gespült hat.

Der Keks-Krimi der vergangenen Tage hat ein gutes Ende genommen. Das goldene Wahrzeichen ist wieder an seinem Platz und Bahlsen hat im Gegenzug die vom Krümelmonster geforderten 52.0000 Kekspackungen an soziale Einrichtungen gespendet. Für den Kekshersteller hat sich die spektakuläre Aktion allemal gelohnt. „Markt und Mittelstand“ hat bei der Agentur Landau Media Monitoring eine Berechnung beauftragt, die den Nutzen des Diebstahls für Bahlsen verdeutlicht. So wurden vom 24. Januar bis 11. Februar insgesamt 595 Artikel zum Keksdiebstahl in deutschen Zeitungen gedruckt. Der Wert dieses Medienechos beläuft sich auf über 1,7 Millionen Euro. Bedenkt man, dass Bahlsen für die gespendeten Schokokekse Kosten von etwa 62.400€ hatte, braucht man kein großes Rechengenie zu sein um zu sehen, dass sich der PR-Keks für Bahlsen ausgezahlt hat.

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Foto: CC Emilian Robert Vicol

Wer auch immer hinter dem Krümelmonster steckt, hat dem Kekshersteller also einen großen Gefallen getan. Mehr Aufmerksamkeit mediale Erwähnungen gab es für Butterkekse mit Gold- oder Schokoüberzug wohl selten. Bisher flossen nur Printartikel in die Berechnung mit ein. Berichterstattungen in Social-Media, im Fernsehen oder in ausländischen Medien wurden nicht mitgezählt. Somit dürfte der tatsächliche Mediawert weitaus höher ausfallen. Danke Krümelmonster!

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