Instagram beugt sich der Kritik

Nachdem der Fotofilter-Dienst Instagram am Montag seine neuen Richtlinien und Nutzungsbedingungen bekannt gegeben hat, erntete er harte Kritik. Heute rudert das Unternehmen noch einmal zurück und will Änderungen an den Bestimmungen vornehmen.

Die neuen Richtlinien sollen ab dem 16. Januar in Kraft treten. Eine Möglichkeit für die User, diese abzulehnen gibt es nicht. Vor allem einen Passage sorgte für Aufregung. Instagram teilte mit, die Daten und Bilder seiner User an Dritte zu verkaufen.   

Some or all of the Service may be supported by advertising revenue. To help us deliver interesting paid or sponsored content or promotions, you agree that a business or other entity may pay us to display your username, likeness, photos (along with any associated metadata), and/or actions you take, in connection with paid or sponsored content or promotions, without any compensation to you.”

Gerade im Fall von minderjährigen Nutzern macht Instagram es sich hier sehr einfach. Der Dienst setzt voraus, dass die Eltern der Verwendung von Fotos und Daten ihrer Kinder zugestimmt haben.

“If you are under the age of eighteen (18), or under any other applicable age of majority, you represent that at least one of your parents or legal guardians has also agreed to this provision (and the use of your name, likeness, username, and/or photos (along with any associated metadata)) on your behalf.”

Die Neuigkeiten über die Änderungen verbreiteten sich schnell im Netz und sorgten für Aufregung bei den Usern. Viele drohten damit ihre Konten zu löschen. So unter Druck gesetzt kündigte Instagram heute auf seinem Blog an, die Richtlinien noch einmal zu Überarbeiten und diesen Teil zu entfernen. Mitbegrüner Kevin Systrom erklärte, es habe einige Missverständnisse gegeben und entschuldigte sich für die unklare Formulierung. Instagram habe nicht die Absicht die Fotos seiner User zu verkaufen.

“To be clear: it is not our intention to sell your photos. We are working on updated language in the terms to make sure this is clear.”

Zu weiteren Neuerungen, wie dem Austausch der Nutzerdaten mit Facebook (zu dem Instagram seit Herbst gehört) oder der Klarnamen-Regelung, nahm der Foto-Dienst keine Stellung.

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